2015er Riesling GG Probe bei furore/rot-weiss-rot in München

20 verschiedene Rieslinge aus 2015, welche erst seit Anfang September auf dem Markt sind, standen bei furore/rot-weiss-rot zur Verkostung an. Einen Ausreißer gab es, der aus dem Jahr 2014 stammen sollte. Der Weinhandel furore/rot-weiss-rot hat sich seit ein paar Jahren in einer ehemaligen Schreinerei gut eingerichtet und im Empfangsbereich wurden auf zwei separaten Tischen jeweils 10 der Großen Gewächsen aus einer gut gekühlten Edelstahlbox ausgeschenkt. 20.- € Eintritt (ohne Anmeldung) und 20.-€ Pfand für das Zalto Glas, welches sich für die anstehenden Rieslinge ausgezeichnet eignete. Liste in die Hand, welche gleich in meiner Tasche verschwand, da ich natürlich mein Weinverkostungsbuch dabei hatte. Dort gehen alle Notizen ein, welche ich auf den Weinreisen und Verkostungen so notieren will und muß, denn alles im Kopf behalten ist bei der Vielzahl der Weine, welche im Laufe des Jahres so anstehen, schlicht einfach nicht möglich.

Am ersten Tisch stehen also folgende Tropfen zur Verkostung an:
St. Antony – Hipping (Rheinhessen)
Sehr fruchtige Nase, feste dichte Struktur, feine Frucht mit langer und breiter, anhaltendem Säurespiel am Gaumen. (16,5/20)

Kühling-Gillot – Hipping (Rheinhessen)
Recht kräftige und dichte Nase mit sehr feiner Säure und kräftiger Struktur. Zitrone und Limonen. (17/20)

Kühling-Gillot – Pettenthal (Rheinhessen) 
Kräftige Nase mit noch etwas stärkerer Säure am Gaumen wie der Hipping. Fast schon dichte Zitrone mit recht ausgewogener Struktur. (17+/20)

Wittmann – Aulerde (Rheinhessen)
Feine Fruchtnase, recht kräftige Säure im Vordergrund bei etwas einseitiger Struktur. Wirkt noch recht jung und längst nicht ausgereift. (15/20)

Battenfeld-Spanier – Frauenberg (Rheinhessen)
Sehr feine ausgewogene Nase. Feine Frucht-Säure Struktur, wobei die leicht scharfe Säure überwiegt. Noch recht jung am Gaumen. (16/20)

Wechsler – Morstein (Rheinhessen)
k_wechsler
Sehr fein ausziselierte Nase. Am Gaumen dann sehr fein mit Säure von sehr unterschiedlichen Nuancen und feinen Spitzen von Äpfeln, feine fast sandige Struktur mit sehr breiter Note von Struktur des Bodens. Mein absoluter Favorit (18+/20)

Wittmann – Morstein (Rheinhessen)
Verhaltene Nase. Etwas Säure mit mittlerer Frucht. Etwas unausgewogen. (15+/20)

Van Volxem – Goldberg (Mosel)
Sehr präsente und dichte Nase. Wunderbarer Gaumen mit mittlerer Säure und leichter Frucht die sich erst recht spät am Gaumen zeigt. (16-17/20)

Leitz – Roseneck (Rheingau)
Mittlere Note in der Nase. Leicht bittere Anflüge an Säure. Am Gaumen noch leicht unreife Noten. (15/20)

Leitz – Schlossberg (Rheingau)
Sehr verhaltene Nase. Feine Frucht mit mittlerer Struktur. Ebenso etwas unreife Note bei weniger Abgang. Wirkt noch sehr verschlossen. (15+/20)

Und am zweiten Tisch stehen dann folgende Rieslinge:

Schäfer-Fröhlich – Frühlingsplätzchen (Nahe)
Sehr reife Note in der Nase. Fast noch leichte Vergärungsnoten nach Rosinen und sehr reife Fruchtnoten. (16/20)

Gut Hermannsberg – Rotenberg (Nahe)
Weniger Nase mit feiner Säure und leichter Schärfe. Mittlere Struktur und ein wenig Frucht. (15-16/20)

Dönnhoff – Felsenberg (Nahe)
Leichte und weniger Nase. Am Gaumen mittlere Struktur und wirkt noch recht jung. Mittlere Struktur und leichte Schärfe mit der auftretenden Frucht. (16/20)

Joh. Bapt. Schäfer – Goldloch (Nahe)
Feine mittlere Nase mit leichtem Druck. Sehr changierender Gaumen zwischen Frucht, Säure, Länge, Breite. Feste feine Fruchtnoten. (17/20)

Gut Hermannsberg – Kupfergrube (Nahe) – 2014
Dumpfe Nase, störender Fehler auch am Gaumen ? ? ? ohne Bewrtung

Von Winning – Ungeheuer (Pfalz)
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Sehr schöne frische Nase mit leichten flüchtiger Note. Struktur mit feiner Fruchtnote und sehr schöne feine Säure. (18/20)

Mosbacher – Ungeheuer (Pfalz)
Mittlere Nase. Recht schöne Struktur bei einer feinen Säure Frucht Struktur. (16+/20)

Knipser – Mandelpfad (Pfalz)
knipser_mandelpfad
Wenig präsent in der Nase. Sehr, sehr frische Frucht am Gaumen mit feiner und großartiger Struktur. Laaaaaaaaang. (18/20)

Rebholz – Im Sonnenschein (Pfalz)
Mittlere Nase, aber verhalten. Recht kräftige Struktur mit Säure, Fruchtspiel nach Stachelbeere und leichten Zitrusnoten. (17-18/20)

Von Winning – Pechstein (Pfalz)
Fast agressive Nase mit dichter Note. Feine fruchtige Note mit langer Struktur. (17-18/20)

Mein Gesamtfazit zu dieser insgesamt sehr entspannten Verkostung von 20 GG Rieslingen aus Deutschland:

2015 wird sich wohl recht gut über einen mittleren Zeitraum entwickeln können. Einige der Weine wirkten immer noch recht jung und dürften so richtig zu Ihrer besten Klasse erst in 3-5 Jahren auflaufen. Da die meisten dieser GG Weine eine ordentliche Säurestruktur haben, können diese Flaschen aber auch ohne Probleme wohl 10 und mehr Jahre mit großem Genuss getrunken werden.


 

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