Istrien Weinverkostung mit Paula Bosch und den Weinakademikern

So Ende Januar in diesem Jahr 2020 gab es einmal wieder eine etwas ausgefallene aber durchaus sehr interessante Weinverkostung mit einigen Flaschen weiß und rot aus der Region Istrien, der Halbinsel in der Adria die heute zum Staat Slovenien gehört. Ich selber hatte schon lange keinen Tropfen mehr aus dieser Region verkosten können, und war deswegen umso gespannter was Paula Bosch an diesem Abend so alles kredenzen sollte. Insgesamt hatten wir die Möglichkeit 7 weiße Sorten und 10 rote Sorten aus dieser Region zu verkosten. Auf dieser Halbinsel werden gerade einmal auf 3000 ha Wein angebaut, welche in 6 Bereiche auf der Halbinsel unterteilt werden können. Die Weingärten stehen hier auf Höhen zwischen 0 und 500 Meter über N.N. und gerade einmal 100 Winzer vermarkten Ihre Weine selber im Land oder auch auf dem internationalen Markt.

Wir beginnen meist wie bei den Weinakademikern mit einem sprudelndem Getränke aus der Region, welches dort zwar nur recht wenig produziert wird, aber durchaus gefallen kann. Der Winzersekt stammt von dem Betrieb Kabola Wienre, welcher auf 23 ha gesamt seine Reben anpflanzt und als Bio Betrieb zertifiziert ist. Die Trauben für diesen Sekt sind die Malvasia, welche für 2 Jahre auf der Hefe ausgebaut werden. Da Paula Bosch schon seit einigen Jahren durch die Gegend fährt und einige Besuche bei den Winzern hinter sich hat, konnte Sie viel über manche Eigenheiten und Spezialitäten im Laufe des Abend zu Weinen und Winzern zum Besten geben. Hier eine grobe Übersicht der Flaschen, welche an diesem Abend zur Verkostung anstanden.

Wie bereits gesagt gab es 7 weiße Rebsorten der Weinbaubetriebe, welche alle im Einzelnen zu beschreiben vielleicht etwas zu langwierig wäre. Primär gab es Malvasia und Grauburgunder bei den weißen Trauben, wobei der letzte in der Reihe ein Orange Wine war. Namens Ottocento Bijeli aus 2015 von dem Betrieb Clan in Buje.

Und auf der roten Seite sollten es dann 10 verschiedene Flaschen sein, welche recht unterschiedlich cuvetiert waren, aber auch internationale Trauben beinhalteten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc oder auch Merlot. Für mich auffallend war auch, das die Aufmachung der einzelnen Flaschen doch recht modern und “marketinggerecht” anmuteten, was ch so auch nicht auf Anhieb vermutet hatte. Hier noch ein Beispiel der roten Sorten im Detail.

Auf alle einzelnen Flaschen einzugehen würde hier ein wenig zu weit gehen, aber ich will doch 2-3 Proben hervorheben, welche mir an diesem Abend besonders gut mundeten. Da waren auf der weißen Seite 2 Exemplare, welche ich mit 17,5/20 Punkten bewertet hatte. Das war zunächst der Grauburgunder von Arman Franc aus Vizinada und dem Jahr 2016. Eine sehr feste würzige Nase mit Anklängen von Terroir. Volle komplexe Note am Gaumen mit voller Note und recht vielschichtigem Geschmack.

Weiterhin bewertete ich mit der gleichen Note den Orange Wine von Clai aus Buje, welcher aus dem Jahr 2015 stammte und für mich mit einer sehr feinen Nase daherkam. Am Gaumen reife Früchte und recht edel am Gaumen und für mich ein Musterbeispiel eines sehr gelungenen Orange Wiens mit Zitrusnoten und Karamell Anklängen.

Bei den roten Sorten war es für mich dann der Wein von Roxanich mit Namen Ines und Crvenum, welcher als Cuvée aus 2009 aus der Flasche kam. Dieses Cuvée hat zwar eine kräftige Holznase, kann aber recht expressiv am Gaumen seine Qualität entwickeln. Langer Abgang mir feiner Frucht und gutem Nachgang.

Es ist immer wieder ein großes Erlebnis mit den Weinakademikern als Gast eine solche Weinverkostung mitzumachen. Klar – ganz umsonst geht das auch nicht, denn die Weine und auch der Präsentator wollen Ihren Obolus. Aber wenn man so weinverrückt ist wie ich, kann der Beitrag für so eine abendfüllende Verkostung durchaus in einem guten Verhältnis stehen zum Genuss dieser Art von Veranstaltung. Insbesondere stark erinnere ich mich an so ausgefallene Verkostungen wie die Sake Verkostung, oder auch manche mit Weinen aus Spanien.


Emmer mit Mais und Hähnchenfilets

Mit großer Begeisterung habe ich neulich ein Rezept umgesetzt, welches Produkte beinhaltete, die ich bisher nicht verarbeitet hatte. Aus dem Kochbuch “I love NY” von Daniel Humm gab es also das Rezept mich gleichnamigem Titel wie oben geschrieben und somit kam ich dazu es einmal mit dem Getreide Emmer zu arbeiten.Im Buch ist das Rot auf Seite 157 nachzulesen, welches ich ein wenig vereinfacht habe. Den Emmer habe ich in meinem Laden besorgt, wo ich sonst immer meine Mehle für’s Brotbacken mir besorge, und beim Hühnchenfleisch habe ich auf Hühnerbrust zurückgegriffen. Aber auch für die Zubereitung des Mais habe ich mir die Sache etwas einfacher gemacht, und auf eine Dosenvariante mich beschränkt. Der aufwändigste Teil der Zubereitung ist dann ja wohl das Garen des Emmer, der für mindesten 45 Minuten im geschlossenen Topf gegart werden muß. Parallel dazu kann dann der Mais mit dem Hühnchenfleisch vorbereitet und auch zubereitet werden. Als grüne Deko kann dann noch ein wenig Portulak Salat herhalten, der aber leicht auch mit einem schmackhaften leichten anderen Salat oder auch Spinat ersetzt werden kann. So kann die gesamte Zubereitung dann nach ca. einer Stunde der Teller angerichtet werden. Optisch sieht das bei mir dann so aus:

Der Hauptbestandteil Emmer ist hier auf den Fotos kaum zu sehen, denn er geht etwas unter dem Mais unter, kann aber als Getreidekörner auf dem Foto lokalisiert werden.

Kabeljau, Misokruste in Dashi und Thai-Spargel

Mit diesem Gericht habe ich einmal eine Variante eines Rezeptes erstellt, welches aus einem der Kochbücher stammt, die ich immer wieder aus dem Regal ziehe um etwas frisches, Neues oder auch asiatisches auf den T<eller zu bringen. Die Zutaten stammen also zunächst einmal aus dem Meer, wo der Kabeljau herstammt. Der Dashi Sud ist eine japanische Erfindung und kann auf ganz unterschiedliche Art erstellt werden, wobei mir die klassische Grundvariante mit Kombu-Algen und Bonito Flocken fast immer am besten gefällt. Zur Herstellung von Dashi gibt es inzwischen ganze Bücher, wie diese Grundsubstanz hergestellt werden kann. Diese wird dann nicht nur für so ein Fischgericht eingesetzt werden kann, sonder kann beispielsweise aus als Basis für die Miso-Suppe herhalten, und wird auch sonst für viele weitere Gerichte hergestellt. Eine weitere Zutat für dieses Gericht ist die Misopaste, welche ich in diesem Fall bei japanischen Fachgeschäft mir besorgt habe und in diesem Fall nicht die ganz helle Miso-Paste, sonder eine etwas fruchtige Variante verwendet habe. Hier verwende ich also ein Hikaru Miso oder auch ein Inka Miso, welches dem Kabeljau eine gewisse weitere kräftige Geschmackskomponente beigibt. Und weil ich auch in einer der japanisch angehauchten Lokale, welche ich in den letzten Monaten regelmäßig zur Mittagszeit besucht habe, wollte ich hier eine Variante von mir einmal auf den Teller bringen. Beim ersten Versuch habe ich den Kabeljau noch in der Dashi Sauce für 2-3 Minuten ganz leicht garen lassen, was sich während der Herstellung als Fehlgriff erweisen sollte, denn der Kabeljau zerfiel in seine Teile. Also beim nächsten Versuch wurde der Kabeljau einfach mit der Misopaste eingestrichen, nicht zu dick, denn sonst klumpt oder verbrennt die zu dicke Schicht des Miso auf dem Kabeljau. Zur Zubereitung wird also zunächst das Dashi zubereitet, währenddessen kann ich den Kabeljau vorberieten, die Misopaste auftragen und den Ofen so anheizen, das späte bei mittlerem Grill der Fisch in 5-6 Minuten garen kann und die Misopaste ihre entsprechende Kruste auf dem Fischteil bilden kann. Die Thaispargel können gut gewaschen einfach in der Dashisauce erwärmt werden und zugeschnitten entsprechend angerichtet werden. So kann das dann auf dem Teller serviert werden.

Ein paar Tage später habe ich mir dann noch eine Variante des gleiche Rezepts zubereitet. Dabei habe ich die Dashisauce weggelassen und ergänze das Gericht mit einigen Mohrrüben als Julienne geschnitten und richte das Gericht auf einer Platte von meinem Bruder an, wo sich die Spargel neben dem Fisch platzieren.


Frühlingsrollen aus dem Backofen mit Soja-Dip

Nach vielen Monaten habe ich einmal wieder ein paar Frühlingsrollen mit entsprechender Füllung und einem kräftigen Soja-Dip zubereitet. Für die Zutaten, welche ich fast schon standardmäßig verwende zählen folgende Dinge:

Teigplatten für Frühlingsrollen vom Chinaladen (tiefgefroren)

  • 1 Mohrrübe
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • Sprossen von Soja oder ähnlichen Gewächsen
  • 3-4 Shiitake Pilze
  • für die fleischliche Zugabe kann dann Garnele, Thunfisch oder auch Schweinefleisch verwendet werden.
  • Ingwer in möglichst dünne Julienne geschnitten

Die Zubereitung kann dann wie folgt vonstatten gehen:

Zunächst sollte man den Frühlingsrollenteig aus dem Tiefkühlfach ca. 20-30 Minuten vor Beginn herausgenommen werden, sonst ist er nicht zu verarbeiten. Während dem Auftauen können die Füllungen wie Ingwer, Mohrrübe, Frühlingszwiebeln und Pilze kleingeschnitten werden und mit den Sprossen vermischt werden. Je nach Geschmack kann auch noch ein ganz wenig von Fischsauce oder auch Sesamöl hinzugefügt werden. Die Teigplatten mit kaltem Wasser bestreichen und dann kann man die erste Teiglage abziehen. Flach auf ein Vorbereitungsbrett legen und die vorbereitete Füllung mit einem Esslöffel an eine Kante der Teigplatte auflegen und die Rolle so einpacken, das die Enden gut geschlossen sind. Grundsätzlich kann man sagen, das Frühlingsrollen auf sehr unterschiedliche Art und Weise zubereiten kann. Hier bereite ich diese Teigrollen mit asiatischer Füllung nicht in der Fritteuse zu, sondern packe die fertiggestellten Teigrollen auf ein Backblech und schiebe diese dann für ca. 10 Minuten un den Backofen. Den Backofen auf ca. 210 °C aufheizen und während die Teigrollen im Backofen garen, stelle ich die Dip-Sauce her. Die Grundsubstanz ist hier eine gute Soja-Sauce und etwas Fischsauce, wobei hier dann der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Je nach Geschmack kann die Dip-Sauce auch stark variiert werden. So sieht dann bei mir dann auf dem Teller aus:


Rinderfilet mit Pastinaken und Kräuterseitlingen

In Abwandlung eines Rezeptes von D. Humm aus dem NOMAD Kochbuch (S 204-206) habe ich für eine kleine Dreierrunde bei mir zu Hause einmal wieder ein schönes Stück Fleisch zubereitet. Da ich us der Rezeptbeschreibung einige Dinge vereinfacht habe, sieht es dann auf dem Teller auch relativ anders aus, hat aber der Runde sehr gut geschmeckt. Hier möchte ich aber besonders die Zubereitung des Fleisches einmal würdigen, denn da sollte eher die Devise sein, weniger ist mehr, und lieber ein richtig gutes Stück Fleisch besorgt, als irgendeins aus dem Supermarkt-Regal. Ich hatte also am Tag zuvor mir die drei Stücke im Feinkostladen von einem bayerischen Rind mir jeweils ca. 200 gr. Scheiben schneiden lassen. Dazu auch die Rinderknochen für das ausgelassene Knochenmark, welches dann ganz zum Schluss auf die Rinderfilet kommt. Beim Fleisch ist insbesondere darauf zu achten, wie es angebraten, im Ofen weitergegart, und zum Schluss noch sich bei wenig Hitze entspannen kann. Ich nehme also eine schwere Eisenpfanne, welche in den Backofen paßt. Brate die gewürzten Fleischstücke von jeder Seite 2-3 Minuten stark an und stelle die Pfanne dann in den auf ca. 160°C vorgeheizten Backofen bei Ober-Unterhitze für ca. 1-12 Minuten zum nachgaren hinein. Mit der Fingerprobe ist dann leicht festzustellen, ob der richtige Garpunkt schon erreicht ist. Dann ist aber eminent wichtig danach das Fleisch nicht gleich zu servieren, sondern die Stücke in einer Alufolie oder unter einem gut verschlossenen Deckel so entspannen zu lassen, das das Fleisch auch entsprechend zart auf die Teller kommt. Das dauert bei einem solchen 200 gr. Stück ca. 4-5 Minuten. Während das Fleisch im Ofen gart und es anschließend entspannen kann, wird das Gemüse und die Pilze fertiggestellt, und kann dann gemeinsam alles angerichtet werden. Ein paar Kräuter wie hier zum Beispiel etwas Portulak als kleine Demo und Geschmacksabrundung oben auf und serviert.


Heilbutt mit Miso, Blumenkohl und einem Pastinakenpürée

Heilbutt ist im Winter ein wunderbarer Fisch für ein warmes Gericht, welches ich hier mit einer Misopaste verfeinere und noch einen kräftigen Geschmack auf diese Art und Weise dem Fischstück beisteuere. Die wesentlichen Komponenten dieses Tellers sind der Fisch mit derMisopaste, der Blumenkohl, welcher gedünstet und dann in dünnen Scheiben geschnitten nochmals in der Pfanne gebraten wird und ein Püree, welches hier aus Pastinaken besteht, welches aber ebenso aus einem Topinambur, Petersilienwurzel oder einem kräftig abgeschmecktem Kartoffelpüree bestehen kann.

Zur Zubereitung nur ein paar Stichworte, weil bei diesem Gericht viel Spielraum auch Variationen erstellt werden können. Den Heilbutt gut abtupfen und in einer beschichteten Pfanne je nach Dicke des Filets für 3-4 Minuten anbraten. Das Teil drehen und mit einer hellen oder auch fruchtigen Misopaste dünn bestreichen und in den vorgeheizten Backofen bei ca. 150 °C für weitere 3 Minuten Tauziehen lassen. Den Blumenkohl vorher in größere Röschen aufteilen und in leicht köchelndem Wasser für ca. 8 Minuten dünsten. Dann nach Erkalten des Blumenkohls diesen dünn aufschneiden in in etwas Butter dann während der Garzeit des Heilbutts scharf anbraten. Den Pastinakenpürée so vorbereiten, das dieser kurz vor dem Servieren nur nochmals kurz angewärmt werden muß. Pastinaken grob zerteilen und mit etwas Wasser oder auch Milch für 10-12 Minuten weich dünsten. Dazu kann man immer noch weitere helle Gemüse geben, wie auch Teile des Blumenkohls. Zum Servieren dann die Teile im Kochtopf aufmixen und wenn man die Masse besonders fein haben will, kann man die Masse noch durch ein Sieb drücken. Alle fertigen Teile des Gerichts anrichten und auf vorgewärmten Tellern dann servieren.

Bouchot Muscheln im Winter genießen

Auch noch im letzten Jahr hatte ich mir in meinem Fischgeschäft Poseidon am Viktualienmarkt eine Portion Bouchet Muscheln gekauft, welche dann am gleichen Abend mit ein paar Zutaten im Topf landeten. Für eine Portion brauche ich ca.:

  • 500 gr. Muscheln
  • 1 mittelgroße Mohrrübe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1-2 Schalotten, oder eine Zwiebel
  • einige Stängel Petersilie
  • ca. 100 ml trockener Weißwein und Pfefferkörner sowie etwas Olivenöl
  • und je nach Geschmack weitere Kräuter und Gemüse zum mit andünsten.

Bevor ich den Kochtopf mit dem Olivenöl erhitze, bereite ich alle weiteren Zutaten für den Kochtopf so vor, das ich zur Fertigstellung des Gerichtes die Zutaten nur noch in den heißen Topf geben muß. Also werden die Schalotten klein geschnitten, ebenso die Mohrrübe in Julienne oder kleine feine Scheiben geschnitten. Der Knoblauch kann je nach Größe halbiert oder auch klein geschnitten werden und die Petersilie wird ohne die Stängel grob gehackt, so das die Blätter noch zu erkennen sind.

Dann stelle ich einen großen Topf auf den Herd, erhitze das Öl darin und wenn es fast schon raucht kann das Gemüse angebraten werden, und es werden die sauber geputzten Muscheln hineingegeben und der Deckel geschlossen. Fast gleichzeitig kann jetzt der Wein angegossen werden, denn die Muscheln werden sich nur öffnen, wenn genügend heißer Dampf bzw. eine kochende Flüssigkeit im Kochtopf entsteht kann. Je nach Größe der Muscheln brauche ich jetzt nur noch 3 – 4 Minuten warten, bis ich ein erstes Mal den Deckel kurz anhebe, um zu sehen, ob die Muscheln sich bereits geöffnet haben. Sehe ich noch ein paar leicht geschlossene Muscheln nehme ich den Kochtopf samt Deckel, den ich dicht auf den Kochtopf presse und schüttlele den Inhalt so, das sich die Muscheln im Topf gut vermengen. Nich 1 bis 2 Minuten, und das Gericht kann angerichtet werden. Auf die Teller verteilen und mit der gehackten Petersilie bestreuen und fertig ist das Muschel-Gericht.

Die Zitronen oder Limonen-Schnitze können je nach Geschmack auch noch so ein Muschel-Gericht verfeinern. Bon Appetit!

Ein Menu fürs Designteam zu Ende 2019

Zu Beginn des Jahres 2020 möchte ich erst einmal einen kleinen Bericht über ein Menü geben, welches zu Ende des letzten Jahres für das Designteam von Olaf Hoffmann Design gegeben habe. Die Speisenfolge war wie folgt:

  • Miso Mandeln
  • gemischter Wildsalat mit überbackenem Ziegenkäse
  • Wurzelsuppe mit Kohlrabi
  • Mungbohnen-Salat
  • Variation von Bohnen, Linsen, Pastinaken-Pürée, Lotoswurzel und Pilzen
  • Miso-Brownies mit Nuß-Eis und kandierten Birnen

Dazu sollte es natürlich auch die entsprechenden Weine aus meinem Keller geben, die die folgenden waren:

  • Vin d’orange aus 2006 (Eigenherstellung)
  • M. Opitz, Burgenland, Free Solo aus 2013
  • Grange de Quatre Sous, Languedoc J<eu du Mail aus 2012
  • C. Lang, Baden Spätburgunder Reserve aus 2015
  • Weingut Wöhrwag, Baden-Württemberg, Lemberg aus 2015
  • Weingut Lorenz, Mosel, Thermischer Ritsch, süß aus 2011

Zu dieser Speisen- und Weinzusammenstellung hatte ich ein Brot aus dem Buch der Wildbakers gebacken, welches dunkel daherkommt und auf den Namen Backfeuerbrot im Buch betitelt wird.

So das war zunächst einmal die nüchterne Aufzählung der Gänge und der flüssigen Begleitungen aus dem Weinkeller. Die einzelnen Gänge zeigen sich dann auf dem Tisch wie folgt, wo ich dann noch kurz ansprechen werde, wo das Rezept herrührt.

Die Miso Mandeln aus dem Buch Miso von Claudia Zaltenbach sind ein wunderbares Zwischengericht zu jeglichem Wein wie rot oder weiß von trockener Konsistenz. Das kann dann den ganzen Abend auf dem Tisch stehen und die Gäste sind immer wieder versucht zuzugreifen. Dann folgt das erste Vorgericht.

Dieser Wildkräutersalat.mit einer Scheibe des Baclfeuerbrotes und dem überbackenen Ziegenkäse habe ich immer wieder als kleinen Zwischengang kreiert und bei so einer Gesellschaft präsentiert. Dann folgt der erste richtig warme Gang mit einer Wurzelsuppe mit Kohlrabi aus dem Buch von O. Eliasson.

Hier sind die gewürfelten Kohlrabi, aber auch die Kürbiskerne, welche in der Pfanne geröstet werden zu sehen. Die wesentliche Basis der Wurzelsuppe ist rote Beete, was ja an der Farbe auch zu sehen ist. Dann kommt mal wieder ein kalter Zwischengang.

Dieser Mungobohnensalat stammt vom Basisrezept auch aus dem Buch von O. Eliasson, welchen ich dann noch mit ein paar kleinen Pilzen ergänzt habe und hier hatte ich den Salat bereits relativ früh am Nachmittag zusammengestellt, was das Durchziehen recht zuträglich war und den Gästen ganz besonders gut mundete. Dann folgte der Hauptgang.

Hier hatte ich einmal eine Art Variation aus Bohnen, Pilzen und einem Pastinakenpürée zusammengestellt, welches mit kalt/warm Zutaten sich recht unterschiedlich auf dem Teller präsentierte. Zu der Scheibe Lotoswurzel kamen dann noch ein paar Granatapfelkerne welche sich nicht nur farblich, sonder wohl auch geschmacklich etwas von den weiteren Zutaten absetzte. Hier kommt der Teller von Stefanie Hering besonders gut zur Geltung. Zu guter Letzt ein Dessert:

Das süße Miso Brownie in der Mitte stammt wieder aus dem Miso Buch, rechts ein Nuß-Eis (schon leicht zerlaufen) und links dann das karamelisierte Birnenscheibchen welches den warmen Aspekt auf dieser Platte hergibt. Die Weine mundeten gut dazu und ich selber war recht zufrieden mit der gesamten Zusammenstellung von Speis und Trank.


Neulich im Glas – Daishichi Sake

Zwei Teilnehmer der im Oktober veranstalteten Burgund Verkostung hatten mir eine Flasche Same mitgebracht, die ich so bisher nicht kannte. Ich bin zwar selber kein ausgesprochener Take-Kenner, bin aber seit ein paar Jahren durch die Besuche in Japan und auch diversen Verkostungen auf den Geschmack dieser speziellen Flüssigkeit gekommen. Same wird ja Klassischerweise aus Reis fermentiert und das ist ein ähnlicher Prozess wie das Bierbrauen. Beim Take spielen dann die Polierstufen des Reis eine große Rolle, und dann wird als quasi Steuerungsmittel für die Fermentierung ein spezieller Pilz eingesetzt. Dieser Pilz wir auch bei der Herstellung von Soya verwendet und kann sonst auch bei verschiedenen Fermentierungs-Prozessen eingesetzt werden. Die Sake Brauerei, wo diese Flasche herkommt besteht laut Etikett bereits seit 1752 und es wird eine Trinktemperatur von 40 – 45°C empfohlen. Ich habe diesen Sake aber diesmal im Prinzip bei Raumtemperatur getrunken.

Die Farbe weist ein helles gelb auf mit grünlichen Nuancen. Am Gaumen eine sehr weiche und feine Note von hellen weißen Blüten wie Holunder. Diese Flasche ist ein Junmai Koshu, welche eine sehr feine fruchtige Note aufweist mit einem langen Abgang. Diese Flasche stammt wohl aus 2013, was ich ebenso aus dem internet herausbekommen habe. Hier die Front- und Rück-Etiketten.

Für mich paßt dieser Sake mit seiner feinen fruchtigen, aber trockenen Art sehr gut zu feinem Fisch, Sashimi von hellem Fisch, der nicht zu fett ist und Gemüse, welches sich gut in Ergänzung zu feinen Noten ergänzen kann.

Nusskekse mit Rosinen

Neulich habe ich doch tatsächlich im Supermarkt so ein Heftchen mitgenommen, wo es dann einige Rezepte gab, die zunächst auch vielversprechend klangen, und so hatte ich mir eines herausgesucht, welches eben auf den Namen Nusskekse mit Rosinen lautete. Der Teig besteht im Wesentlichen aus Dinkelmehl, Süßrahmbutter und etwas Rohrzucker. Die Füllung setzt sich dann zusammen aus Mandeln, Walnüssen, Chiasamen, Rosinen etwas Zitrone und Milch. Der Teig wird zwischen Folie ausgerollt und in quadratische Stücke geschnitten, worauf dann immer jeweils ein TL voll der Rosinenmasse gesetzt wird. Zusammengerollt kommt das dann auf ein Blech mit Backpapier ausgerollt und kann dann für 11-13 Minuten bei 180 Grad ausgebacken werden. So sieht das dann bei mir aus:

Hier nich angebacken auf dem Blech.

Und so auf dem Teller von Hering Berlin und dem Dekor ALIF.

Hat dann auch den Nachbarn geschmeckt, die gerade sich im Treppenhaus aufhielten, als ich ein Päckchen entgegen zu nehmen hatte.