Ch. Philipponnat
Ch. Bollinger
Restaurant Arbane in Reims
An diesem Tage sollte es also wieder drei großartige Stationen auf der diesjährigen Champagner Reise geben. Wir starten mit der Gruppe am Vormittag ganz gemütlich und brechen zu unserer ersten Station des Hauses Philipponnat auf. Wir steuern wieder einmal von Reims in den Süden, wo es in die Ortschaft Mareuil-sur-Ay geht. Wir sind fast ein wenig zu früh, was uns aber erlaubt ein wenig ausführlich Fotos zu machen, oder sich auch gemütlich in den Schatten der Gebäude zu setzen. So empfängt uns das Haus Ch. Philipponnat.

Dieses Champagner Haus geht auf eine Gründung bereits aus dem Jahr 1522 zurück und hat sich bis heute sicher einen großen Namen erworben, was wir dann später bei der Verkostung und sicher auch schmecken können. Im Hof gibt es eine kleine Einführung, bzw. es geht erst einmal einige Schritte die Strasse herunter in einen der steilen Weinberge wo es diverse fachliche Erklärungen zur Lage, den Pflanzungen etc. gibt. Dann wieder zurück im Stammhaus natürlich auch in den Keller.

Hier ganz deutlich zu sehen in welcher Jahreszeit wir uns befinden, denn die Holzfässer haben noch Ihre speziellen Verschlüsse auf dem Spundloch, wo über einen Wasserfilter die Gärgase entweichen können. Wir befinden uns also gerade ganz kurz nach der Ernte. Es ist Anfang September. Weiter geht es in die Katakomben wo auch hier eine große Menge Rüttelpulte stehen.

Und noch ein Eindruck aus einem anderen Kellerraum.

Es geht dann anschließend wieder ans Tageslicht wo uns ein fein aufgeräumter Verkostungsraum mit viel Platz und so mancher guter Tropfen erwartet, Wir können hier 8 verschiedene Tropfen des Hauses genießen und werden auch entsprechend positiv überrascht.

Wie auf dem Foto zu sehen ist – lichtdurchflutet und wir gruppieren uns als kleiner Gruppe von 9 Personen eher alle um die Bar wo dann auch eingeschenkt wird. Zunächst ein paar kleine Beschreibungen und später dann ansdchließen das Foto der Flaschen.
Wir starten mit einem Cuvée aus 2021 von 60% PN, 34% Ch. und 4% PM. Fein und ausgewogen mit Mineralik und feinen Terroirnoten/Kalk.
Der zweite ist eine Reserve non dosé, sehr expressiv von der Note her, Gewürze und eine feine Säure am Gaumen mit ebenso Mineralität.
Gefolgt von einem Rosé der aus 80% PN, 18% Ch, und 2% PM sich zusammensetzt. Sehr helle Farbe – pink. Eine dichte Note mit feiner Frucht. Ausgewogener Gesamteindruck der sich sehr fein präsentiert. Einer der besten Rosés der letzten Jahre für mich.
Blanc de Blanc Vintage 2019. Brioche in der Nase, mit sehr feiner heller Note. Tolle Säure am Gaumen.
Es folgt ein Blanc de Noir aus 100% PN. Ausgewogen und mit feinem Säurespiel am Gaumen.
Dann der 1522 aus dem Jahr 2019. 77% PN, 20% Ch. und 3% PM. Lange feine Note am Gaumen mit super eleganter Säure und Mineralität.
Aus 2014 stammt der nächste mit Namen Clos de Goisse, 71% PN . . . Super fein am Gaumen und einer eleganten Frucht. Ein Hauch von Pralinen mit eleganter Ausrichtung und einem langen Abgang.
Final gibt es noch eine Blindverkostung: Ein Extra Brut aus dem Jahre 2005 mit einer Cuvetierung von: 70%PN, 25%Ch. und 5% PM. Dieser LV ist super ausgewogen und zeigt einmal wieder wie lange so ein Tropfen nicht nur im Keller auf der Flasche sondern auch bei Endverbraucher lagern kann, bevor man so einen schönen Tropfen entkorkt.
Hier noch die Reihe der Flasche wie ich sie gerade beschrieben habe.

Nach dieser großartigen Verkostung bei Philipponnat ging es eine kurze Strecke weiter zum Weingut Bollinger, welches so im Jahres 1823 gegründet wurde und eines der traditionellen großen Champagnerhäuser ist. Wir können hier 3 PN Champagner aus dredi verschiedenen Jahrgängen verkosten. So werden wir empfangen.

Links untern ist der Shop zu vermuten, den wir dann aber erst nach der Verkostung besuchen, und im rechten separaten Bau fand im 1. Stock die Verkostung der drei Jahrgänge statt. Vorher ging es dann aber auch hier wieder einen kurzen Gang durch die Kellergewölbe.

Dann folgt die Verkostung, welche noch mit anderen Besuchern gemeinsam erfolgte was zwar grundsätzlich nicht stört, aber die Führung durch das Weingut auch dadurch etwas abgelenkt ist und wir dann sicher nicht die entsprechenden Fragen gestellt haben. Seis drum – wir konnten drei feine Champagner verkosten, hier im Bild.

Eine schöne Reihe dieser drei Jahrgänge, wobei die Vielfalt dieses Hauses darüber sicher nicht rübergekommen ist. Das war bei Philipponnat doch ein ganzes Stück besser.

Hier als kleines Intermezzo auf der Fahrt zurück nach Reims ein Blick über die Weingärten in der Champagne.
Aber dann folgte das 2* Restaurant Arbane, welches in Reims liegt und wir dorthin vom Hotel aus zu Fuß gehen konnten. Der Restaurantname, „Arbane“ ist die Bezeichnung für eine der alteingesessenen Traubensorten, die in der Champagne immer noch zugelassen ist, aber heute auf nur ca. 1 ha noch angebaut wird.

In einer älteren Villa ist das Restaurant beheimatet, wobei wohl ein Teil des Lokals mit einem Glasvorbau in den Garten erweitert wurde und wir auch zu Beginn des Dinners dort im Garten bei einem ersten Glas mit Amuse bouche Platz nehmen durften.


Auch hier fällt bereits die Liebe zum Wein auf, Trauben und alles darumherum was dazu gehört zeigt sich anhand der Assecoires. Auf der Bodenseite einer Champagnerflasche wird ein fein dekorierter Crème serviert, der von kräftigen dunklen Gelées aus einem Kaviardöschen auf einer Faßdaube serviert. Dann geht ein kurzer Weg ins Haus und in einen separaten Raum für uns als Gruppe.

Uns erwartet ein 6 Gänge Menü mit einigen feinen Überraschungen wie wir gleich sehen werden. Insbesondere auch die Platzteller, von denen ja meist nie gegessen wird, sind ein tolles Stück Porzellan geformt wie ein überdimensionales Weinblatt auf dem Tisch. Es geht los mit der ersten Vorspeise die folgenden Titel trägt: „Chef’s vegetal interpretation around the seven grape varieties“. Ein ganz großartiger Einstieg in dieses Menü, welches allerdings in diesem speziellen Fall wirklich einer wesentlich ausführlicheren Erklärung bedarft hätte.

Dafür gab es dann aber gleich im Anschluss noch eine entsprechende kleine Karte mit diversen Erklärungen darauf.

Der gesamte Gang nannte sich auch auf der Speisenkarte Arbanothèque, wobei hier jetzt auch noch zu den Traubensorten die diversen Zutaten vermerkt sind, die auf dem Tisch serviert wurden. Sehr fein und toll ausgewählt.
Dann folgt ein Gericht Namens „La Rose de Notre Dame“, welches seinem Namen alle Ehre macht. Diese gebackene Rose ist in der Mitte mit Oscieta Kaviar gefüllt und verdeckt das Fleisch von Langustinos.

Die Champagner und Weine welche wir ausgesucht hatten will ich zu Ende des Menüs aufzählen, da es dort dann besser zur entsprechenden Abbildung paßt. Weiter geht es mit einem Gang der den Titel trägt: „Shellfish, artichok“. Hier werden die Geschmacknerven so richtig animiert. Dazu gesellte sich auf dem Teller auch noch so etwas wie eine Auster.

Der vierte Gang bringt einen Hummer auf den Teller der nach Speisekarte auf Weinruten gegrillt wurde und violetten Zuccini, Aprikose und Holunderblüten begleitet wird.

Dann folgt im Hauptgang ein Fleischgericht mit Wagyu Rind und grünen Bohnen.

Nicht nur die Sauce war ausgezeichnet, sonder sicher auch die Beilage, wobei ich das Fleisch schon wesentlich zarter erlebt habe. Es folgt ein kleines Erbeersorbet geeist in einer kleinen Tonschale.

Final folgt ein Dessert mit Namen „A l’Origine“, wobei die Speisekarte dazu sagt: Inspired by the creation of a cuvée of Champagne. Weiter: The journey echoes the stages of the birth of Champagne bubbles.

Mit der Beschreibung auf der Speisekarte bin ich allerdings nicht mehr in Verbindung mit dem Dessert auf dem Teller in Verbindung gekommen.?? Die Champagner und Weine:

Ausnahmsweise einmal die Reihenfolge wie wir die Weine getrunken haben von rechts nach links:
Champ. Jaquesson Cuvée No. 746, leicht astringierend, fette dichte Nase mit breiter Note, feine Mineralität am hinteren Gaumen.
Ch. Ruinart Rosé brut, gut und süffig
Ch. Frederic Savart, L’accomplie, keine Erinnerung, keine Notiz
Domaine Trimbach 2019, Riesling, sehr fein zum Fisch und Meeresfrüchte
Xavier Monnot, Meursault,Chevaliers 2023
Domaine Jamet, Cote Roti, 2021, toll zum Wagyu beef
Le Jardin du Babylon, 100% Manseng, Dom D. Daguenea, AOC Jurançon











































































































































