Dubai der fünfte Tag mit Coffee Museum und lunch bei Mme. Le Pic

Das Lokal von A. S. Pic lag in Fußweite von meinem Hotel und so hatte ich zwei Tage vorher mir einen Platz zum Lunch reserviert im Gebäude The Link. The Link ist ein doppeltes Hochhaus mit einem auf ca. 25. Stock quer eingebauten Verbindungsteil, welches ausschließlich Lokale beherbergt. Auf der einen Seite eine Abteilung von Nobu und auf der anderen Seite das Lokal von A.S. Pic mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Im Gebäude unten angekommen wird man von einer großzügigewn Lobby empfangen die sich in mehrere Gänge und Abteile aufteilt wo sich die Aufzüge entsprechend in die oberen Etagen und zu besagtem The Link befinden. Von außen betrachtet sieht die ganze Sache so aus:

Und das Lokal von A.S. Pic liegt in dem Querbau ganz auf der rechten Seite, wie gesagt mit Blick auf die Stadt, Foto folgt später. Dieser Querriegel liegt auf einer Höhe von ca. 25 ter Etage und hat selber 3-4 Etagen, die zum Teil offen gestaltet sind, so das die Raumhöhen fast den gesamten Riegel umfassen. Nun zum Lokal von A.S. Pic. In dieser Location mit 1* Michelin bestückt und 3 Gault Millau Hauben.

Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekomme einen Tisch fast mittig im Lokal, aber mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es wird ein Apero angeboten, wo ich mich für ein Gläschen Billecard-Salmon entscheide. Und unbekannterweise ist das auch noch eine Spezialabfüllung für das Haus von A.S. Pic.

Der Blick in die Küche ist hier auch von fast allen Plätzen ausgezeichnet, so kann man während der kurzen Wartezeit auf einen nächsten Gang das Treiben dort oder auch das Anrichten der Speisen beobachten.

Für mein 3-Gänge Menü entscheide ich mich zunächst für einen Wein aus Spanien, den ich auch schon in den letzten Jahren besucht hatte, aber dort kaum diesen weißen Tropfen verkostet hatte. Remirez de Ganuza aus weißer Traube paßte sehr gut zu den kräftigen Gerichten, dem Octopus etc.

Ein Reserva von ausgezeichneter Feinheit am Gaumen und der Jahrgang 2019 entsprechend fein in seiner Komplexität. Diese Reserva beinhaltet folgende Trauben: Viura, Malvasia, Garnacha Blanco und in kleinen Mengen weitere weiße Trauben. 8 Monate auf der Hefe vergoren und erstmals vermarktet in 2009.

Dann folgt der erste Gang mit Namen Confit Beetroot mit Java Pfeffer und Kaffee Espuma.

Elegant und fein am Gaumen mit leichten Spitzen des Java Pfeffers. Toller Einstieg.

Dann folgt ein Gang mit Oktopus der ganz besonders fein gelungen war. Ein paar kleine Beilage mit u. A. Zucchini und diverse kleine Beigaben brachten den Oktopus richtig zur Geltung.

Dann bestellte ich noch ein weiteres Glas Weißwein, welches aus Südafrika stammte, besser gesagt aus Stellenbosch mit dem Namen Die Kluisenaar, The Grangesmith, welches zur Simington Familie gehört.

Großartiger Tropfen mit einer typischen Note der „Neuen Welt“ was aber durchaus zum Menü passte. Zwischendrin wurde noch ein frisch gebackenes Brot serviert mit einer gesalzenen Butter die wohl zu den meisten Gerichten, aber auch zum Wein passen.

Dann ging es zum Dessert der den Titel Winter mandarin trug.

In der Beschreibung ist zu lesen das dieser Dessert mit Vanille daherkommt, Arabischer Kaffee, gerösteten Mandeln und einem Safran Schaum. Sehr fein, insbesondere die „Mandarine“ in der Mitte mit einer eleganten feinen Säure.

Dann schweift in so einem Lokal natürlich der Blick rundherum, und da ich fast der einzigste Gast an diesem Mittag war konnte ich auch entsprechende Fotos machen.

Seitlich links sind die enorm großen Verstrebungen zu sehen, die dann ja wohl auch zur Grundkonstriktion dieses The Link gehören. Aber auch der Blick nach Draußen entsprechend interessant, da wir uns auf der Höhe von Stock 25 befanden.

In der linke Raute ganz links ist der höchste Turm von Dubai im Dunst zu sehen, der Burj Kalifa.


Am Nachmittag ging es dann noch zu einem Kaffee Museum in einer Gegend der Stadt Dubai, wo noch einige alte Lehmbauten stehen die dann wohl in den letzten jahren wieder hergerichtet wurden und mit Beleuchtung versehen, so das man hier wohl auch bei Nacht sich aufhalten kann. Das Kaffee Museum war in einer dieser Lehmbauten untergebracht und machte auf den ersten Blick nicht den Eindruck eines Museums.

Und auch die Beschriftung an einer der Hauswände hatte schon einen Buchstaben verloren. In den zweistögigen Räumlichkeiten konnte man dann allerlei Objekte zur Kaffee Verarbeitung ansehen und bekam auch zum Eintrittsgeld einen Schluck eines besonderen Tees zu verkosten.

Ein ziemliches Sammelsurium und diverse Objekte die vielleicht nicht gerade in so ein Museum reinpassen. Hier aber noch ein Teil aus Deutschland, welches sich von einem ehemaligen Bewohner übriggeblieben ist, oder aus Deutschland importiert wurde.

Vielleicht sollte man dazu wissen, das die Städte an der Küste meist die großen Händler beherbergte und dort dann auch der Kaffee frisch geröstet wurde. Hier aus Bremen.

Jetzt noch 2 Eindrücke aus der Umgebung des Kaffee Museums wo sich die Lehmhäuser um enge Gassen gruppierten.

Solche Türmchen wie auf dem Foto hier zu sehen dienten ja nicht nur für Tauben als Ruhestätte, sondern insbesondere in den heißen Regionen der arabischen Welt als sogenannte Kühltürme die durch die Luftzirkulation das Klima in den Räumlichkeiten einigermaßen erträglich hielt. Wird heute in der Architektur wieder aufgegriffen, war aber Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten.

Dubai der vierte Tag mit Museum der besonderen Art

Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.

In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.

Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.

Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.

Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.

Dubai der dritte Tag mit Besuch im moonrise (1*)

An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.

Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.

Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.

Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.

In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.

ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.

Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.

DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.

In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:

Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.

FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.

MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.

MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.

SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.

LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.

LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.

KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.

STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.

STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.

Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.

Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.


Dubai der zweite Tag mit hohen Aussichten vom The Link

An diesem zweiten Tag in Dubai hatte ich bereits aus München ein Lokal reserviert, für den Abend, wo ich fälschlicherweise davon ausgegangen war das es das Restaurant von Anne Sophie Pic sei. Das Lokal namens Aelia gehörte allerdings zum Hotelkomplex The Link welcher von meinem Hotel am WTC, das Novotel, zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen war. The Link ist ein doppelt nebeneinander gebautes Hochhaus mit ca. 200 Meter Höhe, wo zwischen den Häusern eine Stahlkonstruktion gehängt ist, die mehrere Restaurants beherbergt. Hier schon einmal der Blick auf The Link tagsüber, aber auch bei Nacht.

Dieser zwischen den Häusern eingehängte Zwischensteg auf ca. der 25ten Etage ist ausschließlich mit Restaurants und Lokalitäten bestückt, wo das Aelia eines der zum Hotel gehörende ist. Weiterhin ist auch Nobu mit einem Lokal, ganz links im The Link und ganz recht A.S. Pic mit Ihrem 1* Lokal vertreten, welches ich ein paar Tage später zu einem Lunch besucht hatte. Zum Essen im Aelia ist nicht viel zu berichten, aber die Location in so einer Höhe, aber auch das Interior ist schon recht späktakulär. Hier ein Blick von meinem Platz aus hinunter auf eine Straßenszene die im Laufe des Abends immer noch sehr belebt war.

Dieses Lokal Aelia ist mit vielleicht ca. 120 Plätzen relativ groß und auf einer der obersten Etagen des The Link befindlich. Besuch an diesem Abend relativ schwach, was mich aber nicht weiter störte. Hier ein Blick auf das Interior.

Dezent eingerichtet mit meist dunklen Farben, aber die Tische trotzdem gut ausgeleuchtet. Blick in eine der Küchen, die aber recht weit weg war von meinem Platz. Der Service recht freundlich und immer zur Stelle wenn es etwas zu fragen oder zu bestellen gab. Insgesamt also eine wohltuend leise und feine Atmosphäre. Hier noch ein Blick in die unteren Etagen des The Link, denn das Aelia zog sich nur über ca. 1/4 der Länge der Konstruktion auf der oberen Etage hin.


Bergwein Summit am 21. März im Dt. Museum

Das Bergwein Summit mit 21 Weingütern aus Südtirol findet am 21. März 2026 im Experience Center Forum der Zukunft im Deutschen Museum statt. Museumsinsel 1, 80538 München.

Weiterhin wird es 3 Masterclasses geben für die man sich über die Seite von Bergwein anmelden kann. https://bergwein.com

Die Verkostungen sind in 2 Slots aufgeteilt:

12 – 15 Uhr und 16 – 19 Uhr

Der Eintritt beträgt 35.- € und ist auch über Bergwein zu buchen.

Die typischen Traubenfarben der Gewürztraminer in den Weinbergen von Südtirol.

Aber auch sehr typisch für Südtirol sind die Eßkastanien im Herbst in den Wäldern.


8 Tage in Dubai mit mehreren 1* Lokalen

Dubai war für mich in diesem Jahr die erste Station wo ich bisher nur auf dem Flughafen umgestiegen bin und jetzt die Gelegenheit hatte aus Anlass einer großen Briefmarken-Ausstellung im World Trade Center von Dubai mich einmal intensiver in dere Stadt umzusehen. Das war natürlich auch eine Gelegenheit einmal eine kleine Stadtrundfahrt zu buchen, wo wir eine Mosche, einen Suk, also Händlermarkt für Gewürze aber auch einen Markt für Gold und Silber besuchen konnten. Da Dubai ja fast komplett auf Sand gebaut ist war es doch recht erstaunlich, das an vielen Orten sich grüne Beet Rabatten befanden, aber auch diverse Wasserspiele und Springbrunnen sich zeigten.

Nach einer kleinen Abholtour anderer Gäste die die Tour gebucht hatten, ging es zur blauen Moschee, wo wir nach einem Schuh-Ausziehen auch in die heiligen Hallen eintreten durften.

Es wurde zwar vom Reiseleiter einiges erklärt, aber die wirkliche Tiefe der Bedeutung so einer Stätte kann von uns West-Europäern wohl nicht wirklich erfasst werden. Dann ging es mit dem Kleinbus an einen Flusslauf, bzw. an einen Seitenarm der Meeresausläufer, wo wir einen kleinen Mittagsimbiß erhielten. In Nachbarschaft zu den Einheimischen.

Eine weitere Station auf dieser Stadtrundfahrt war eines der teuersten Hotels hier in der Gegend. Das Burj Al Arab Jumeirah ist mit fast ausschließlich Suiten bestückt und wird damit auch fast nur von den reichsten Familien der arabischen Welt gebucht. Wir betrachteten das Hotel eher aus einer etwas respektablen Entfernung vom danebengelegenen Strand aus, der sich für mich aber bei diesem trockenen Wetter ebenso als durchaus fotogen zeigte.

Vor diesem Besuch gab es aber auch noch ein anderes Highlight zu besichtigen, welches bis vor einigen Wochen nich das höchste Gebäude der Welt war. Der Burj Kalifa steht mitten in Dubai, von einigen Wasserspielen und nidrigerer Bebaung umsäumt steht diese silbergrau verkleidete Nadelspitze sehr prominent zwischen vielen weiteren hohen Wolkenkratzern.

Dieser 828 Meter hohe Turm war bis vor ein paar Wochen der höchste Turm der Welt und steht aber auch sehr prominent inmitten der Stadt in Dubai. Dann hatte wir noch eine Station in einem Gewürz-Suk, der sich als recht belebt von Touristen und sonstigen Besuchern war. Daneben gab es auch noch einen Gold- und Silbermarkt der mich persönlich aber nicht wirklich interessierte.

Final konnten wir noch eine späktakuläre architektonische Station besuchen, welches das Museum of the Future war. Für einen Besuch innen reichte die Zeit nicht, so kam es dann entsprechend nur für einige Aussenansichten, die nicht weniger imposant waren. Die Fotos entstanden auch zum Teil in den Tagen danach bei Dunkelheit wo sich die Hülle des Gebäudes ganz besonders hervorhob.

Chardonnay aus Deutschland, Verkostung mit Florian Hopf

Die Verkostung wurde organisiert von der Vereinigung Culinarium Bavaricum und der Unterorganisation MOD (Modernist Winzer) welche eine Gruppe von meist jungen Winzern ist die sich insbesondere auch wie hier fachlich auseinandersetzen.

Zum Thema Chardonnay gab es vom Referenten Florian Hopf eine recht ausführliche Einführung die aufzeigte, das gerade die Traube Chardonnay einen interessanten Aufschwung in den letzten Jahren genommen hat. Das betrifft nicht nur die weltweit erweiterte Anbaufläche, heute so ca. 212 Tsd. ha. in 41 Ländern, sonder auch die Preisentwicklung insbesondere in Deutschland aber auch auf dem internationalen Markt.

Die Traube Chardonnay wurde erst im Jahr 1991 in Deutschland als offizielle Rebe im Anbau und der Vermarktung zugelassen und hat inzwischen eine Fläche von 3000 ha (2024) erreicht.

Nach einem kleinen Imbiss der für die ca. 20 Teilnehmer vorbereitet war ging es zur Blindverkostung mit jeweils 2 Flaschen pro flight. Und dazu hatte Herr Hopf jeweils eine Frage zu jedem flight vorbereitet. So zeigte Herr Hopf auch in der Einführung folgendes Bild, welches natürlich ein Rebenblatt einer Chardonnay Pflanze repräsentierte.

Dann ging es zu der Verkostung, welche insgesamt mit 10 flights à 2 Flaschen bestritten wurde. Nochmals festzuhalten, alle Weine aus Deutschland und den unterschiedlichen Anbaugebieten.

Flight 1:

Weingut Krebs-Grode – leichter Feuerstein bei mittlerer Nase und breiter Geschmacksnote (16)

Weingut Au Terroir – mit dem Ch. 58° der sich mit einer dichten tiefen Nase zeigte und recht fruchtig wirkte. (16)

Flight 2:

Weingut Trautwein – eine leicht frische Note in der Nase, leicht buttrig und dicht mit burgundischer Note. (17)

Weingut Chat Sauvage – mit leicht exotischen Noten in der Nase und etwas spitzen Fruchtnoten. Kräftig breite Note (16,5)

Flight 3:

Weingut Dambach, Kirchenstück – Nase Naturwein, was täuschte, denn der Wein wurde in 100% Neuholz ausgebaut. Für mich ein wunderbarer Essensbegleiter. (16,5)

Weingut Österreicher – Volle Frucht, vom Geschmack aber mehr Holz als der vorherige. Dichte Säure. (16)

Flight 4:

Weingut J. Neuss, Schloßberg 2022 – Sehr rund und geschmacklich burgundische Note. Würzig und frisch (17,5)

Weingut J. Neuss, Schlossberg 2023 – Fast schon eine Fehlnote in der Nase, leicht agressive ausgeprägte Säure mit wenig Frucht. Hier konnte in diesem Flight nun verkostet werden, wie sich der Wein aus 2023 eventuell innerhalb eines Jahres entwickeln würde. Ich hätte da meine Zweifel. (14,5)

Flight 5:

Weingut Jürgen Hofmann, Steinberg – Sehr feine Frucht bei ausgereifter Stilistik. Geht in Richtung SB. Mehr Frische und Dichte bei schönem Trinkfluss. (16)

Weingut Leon Gold, Steingrüble – Feine Frucht in der Nase, mit typischer Note einer kalten Region. Etwas hervorstechender Alkohol mit fetter Frische. (17)

Flight 6:

Weingut Seckinger, Kapellenberg – Sehr heller Gaumen mit feiner Frucht und langem Abgang. Recht breite Note von Aprikosen. (16)

Weingut Seckinger, Linse, Landwein – Etwas verhalten am Gaumen, Frucht im Abgang. (16,5)

Flight 7

Weingut Lorenz Ritter – Super Nase mit feiner Eleganz. Volle komplexer Note und einer feinen Ziselierung. (17,5)

Weingut B. Huber, alte Reben – Gute Säure und dicht am Gaumen, Leichte Spitzen in der Säure und einer hellen Frische, herausfordernd. (16)

Flight 8:

Weingut Frank John – Mittlere Note bei sehr opulenter dichter Note, Bergpfirsich mit Aprikosen und fruchtiger Nase. (17,5)

Weingut Karsten Peter – Dichte Säure, wohl reduktiv ausgebaut. Vordergründiger Druck am Gaumen mit sehr verhaltenem Abgang. (15,5)

Flight 9:

Weingut Cornelia Saalwächter – Sehr feine Stilistik! Mittlere Frucht bei feiner Säure, Lichies, Landwein! (17+)

Weingut Ziereisen, Jaspis – Verhaltene Nase mit feiner Frucht am Gaumen. (Amarone Presse) (16)

Flight 10:

Weingut Fürst – Sehr geschmeidig und rund ausgebaut. Super feine Ziselierung und äußerst komplex mit langem Abgang. (17,5) (Kostet aber heute auch schon ca. 80€)

Weingut Jülg – (leider nicht auf dem Foto) Tolle Nase mit frischer Frucht, leicht grün, weniger Dichte, vermutete junge Reben was aber nicht stimmte. (16,5)

Das waren dann so gesamt 20 Chardonnay die wir verkosten durften und insgesamt in einer hochkarätigen Winzergruppe auch sehr genossen habe. Der Seminarleiter Herr Hopf trug ebenso zur Abrundung des Infopaketes bei wie die fachlichen Kommentare der weiteren Teilnehmer.


Wildschwein mit Bohnen und Knoblauch Speck

An einem Samstag Abend sollte es einmal wieder ein Stück Fleisch vom Wildschwein geben, welches ich am Markt bei „Wilde Zeiten“ erstanden hatte. Der Laden in der Metzgerzeile neben dem Viktualienmarkt hat aus eigener Jagd sehr unterschiedliche aber immer vorzügliches Wildfleisch im Angebot. Die Bohnen waren von meinem Gemüsestand und der gerauchte Speck von einer Metzgerei, die gleich nebenan liegt.

Die Zubereitung geht recht einfach und schnell, wenn man sich alle Zutaten bereitgelegt hat. Die Bohnen an den Spitzen kürzen und in kochendem Wasser für ca. 10 Minuten vordünsten. Dann das Fleisch parallel würzen und in einer schweren Pfanne, welche in den Backofen paßt von beiden Seiten für ca. 3-4 Minuten scharf anbraten. Den Speck in dünne Scheiben aufschneiden und in einer weiteren Pfanne scharf anbraten und mit dem geschälten Knoblauch zu Ende der Garzeit hinzugeben. Dann die Fleischpfanne in den Backofen, wo bei ca. 160 °C in der Pfanne fertiggaren. Vor dem Ofen schieben die Fleischstücke noch mit einem Schluck Portwein abgießen. Das ergibt dann nach der Garzeit im Ofen die Sauce, welche mit etwas Sahne oder Crème Fraîche verfeinert werden kann. Dann die Bohnen in die fertiggegarte Pfanne mit dem Speck kurz durchschwenken. Auf einem großen Teller servieren und mit einem kräftigen Rotwein genießen.


Garnelen Avocado Salat mit Quark

Für diesen im Prinzip kalt servierten Salat braucht man nicht viel Vorbereitungszeit und auch keinen großen Hunger. Die wesentlichen Bestandteile dieses Salats sind die Garnelen, sowie die Avocado und als Basis entweder eine Portion Ricotta, oder auch ein Quark, den ich diesmal für das Anmixen der gesamten Salatschale hergenommen habe.

Für 2 Personen benötigt man so ca. folgende Zutaten:

  • 12-16 Garnelen
  • 1-2 Avocado
  • 1 Stück Ingwer, ca. 20 gr.
  • Salz, Pfeffer und Zitronensaft
  • 150 – 200 gr. Ricotta oder Quark

Ich beginne mit dem Dünsten der Garnelen, welche entweder vorher geschält wurden, oder bereits fertig beim Fischhändler eingekauft wurden. Während die Garnelen dünsten zerkleinere ich die Avocado und schneide diese in mittelgroße Stücke und beträufle diese sofort mit dem Zitronensaft, so das die Avocado nicht braun wird, als nicht oxidiert. Dann den Ingwer schälen und auf einer entsprechenden Reibe fein reiben und beiseite stellen. Wenn soweit dann ale Zutaten vorbereitet sind können die Avocado und die kleingeschnittenen Garnelen, bis auf 2 Teile on top in die Basismasse eingerührt werden. Der Ingwer wird dann ebenso in die Basismasse eingerührt. Leicht umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu guter Letzt die 2 zurückbehaltenen Garnelen oben auf legen und servieren. In einer schönen Schale serviert sieht das dann so aus:

Ein leichter Zwischengang, wo ich noch restliche Cocktailtomaten dazugeschnitten hatte.

Jahres Abschluss, ein Rosenkohlsalat mit Granatapfel, Mandeln etc.

An den Feiertagen um Weihnachten in diesem Jahr war ich einmal wieder zu einem meiner Brüder nach Rottweil in Baden-Württemberg gefahren. Da wir beide Koch Enthusiasten sind gibt es im Vorfeld eine kleine Essensplanung, welche aber insgesamt so auf die diversen Feiertage abgestimmt sind. Zum 24. 12. sollte es Coq au Vin geben, dann am 1. Feiertag eine Entenbrust mit Rotkohl und an einem der anderen Tage hatten die Gastgeber einen Salat von Rosenkohl, natürlich aus dem eigenen Garten vorbereitet der sich mit folgenden Zutaten ergänzte. Granatapfelkerne, Champignons, Feldsalat und Mandeln die dann nach dem Garen des Rosenkohls zu einem feinen Salatteller ergänzt wurden. Insgesamt auch noch mit etwas Vinaigrette abgestimmt, sowie natürlich mit etwas Salz und Pfeffer verfeinert kam dieser Salat dann auf die selber gedreht und gebrannten Teller auf den Tisch.

So das war dann wirklich das letzte Gericht für dieses Jahr, welches mit unterschiedlichen Höhen und Tiefen seinen Abschluss nimmt.

Auf ein Neues in 2026!