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Heilbutt mit Miso, Blumenkohl und einem Pastinakenpürée

Heilbutt ist im Winter ein wunderbarer Fisch für ein warmes Gericht, welches ich hier mit einer Misopaste verfeinere und noch einen kräftigen Geschmack auf diese Art und Weise dem Fischstück beisteuere. Die wesentlichen Komponenten dieses Tellers sind der Fisch mit derMisopaste, der Blumenkohl, welcher gedünstet und dann in dünnen Scheiben geschnitten nochmals in der Pfanne gebraten wird und ein Püree, welches hier aus Pastinaken besteht, welches aber ebenso aus einem Topinambur, Petersilienwurzel oder einem kräftig abgeschmecktem Kartoffelpüree bestehen kann.

Zur Zubereitung nur ein paar Stichworte, weil bei diesem Gericht viel Spielraum auch Variationen erstellt werden können. Den Heilbutt gut abtupfen und in einer beschichteten Pfanne je nach Dicke des Filets für 3-4 Minuten anbraten. Das Teil drehen und mit einer hellen oder auch fruchtigen Misopaste dünn bestreichen und in den vorgeheizten Backofen bei ca. 150 °C für weitere 3 Minuten Tauziehen lassen. Den Blumenkohl vorher in größere Röschen aufteilen und in leicht köchelndem Wasser für ca. 8 Minuten dünsten. Dann nach Erkalten des Blumenkohls diesen dünn aufschneiden in in etwas Butter dann während der Garzeit des Heilbutts scharf anbraten. Den Pastinakenpürée so vorbereiten, das dieser kurz vor dem Servieren nur nochmals kurz angewärmt werden muß. Pastinaken grob zerteilen und mit etwas Wasser oder auch Milch für 10-12 Minuten weich dünsten. Dazu kann man immer noch weitere helle Gemüse geben, wie auch Teile des Blumenkohls. Zum Servieren dann die Teile im Kochtopf aufmixen und wenn man die Masse besonders fein haben will, kann man die Masse noch durch ein Sieb drücken. Alle fertigen Teile des Gerichts anrichten und auf vorgewärmten Tellern dann servieren.

Bouchot Muscheln im Winter genießen

Auch noch im letzten Jahr hatte ich mir in meinem Fischgeschäft Poseidon am Viktualienmarkt eine Portion Bouchet Muscheln gekauft, welche dann am gleichen Abend mit ein paar Zutaten im Topf landeten. Für eine Portion brauche ich ca.:

  • 500 gr. Muscheln
  • 1 mittelgroße Mohrrübe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1-2 Schalotten, oder eine Zwiebel
  • einige Stängel Petersilie
  • ca. 100 ml trockener Weißwein und Pfefferkörner sowie etwas Olivenöl
  • und je nach Geschmack weitere Kräuter und Gemüse zum mit andünsten.

Bevor ich den Kochtopf mit dem Olivenöl erhitze, bereite ich alle weiteren Zutaten für den Kochtopf so vor, das ich zur Fertigstellung des Gerichtes die Zutaten nur noch in den heißen Topf geben muß. Also werden die Schalotten klein geschnitten, ebenso die Mohrrübe in Julienne oder kleine feine Scheiben geschnitten. Der Knoblauch kann je nach Größe halbiert oder auch klein geschnitten werden und die Petersilie wird ohne die Stängel grob gehackt, so das die Blätter noch zu erkennen sind.

Dann stelle ich einen großen Topf auf den Herd, erhitze das Öl darin und wenn es fast schon raucht kann das Gemüse angebraten werden, und es werden die sauber geputzten Muscheln hineingegeben und der Deckel geschlossen. Fast gleichzeitig kann jetzt der Wein angegossen werden, denn die Muscheln werden sich nur öffnen, wenn genügend heißer Dampf bzw. eine kochende Flüssigkeit im Kochtopf entsteht kann. Je nach Größe der Muscheln brauche ich jetzt nur noch 3 – 4 Minuten warten, bis ich ein erstes Mal den Deckel kurz anhebe, um zu sehen, ob die Muscheln sich bereits geöffnet haben. Sehe ich noch ein paar leicht geschlossene Muscheln nehme ich den Kochtopf samt Deckel, den ich dicht auf den Kochtopf presse und schüttlele den Inhalt so, das sich die Muscheln im Topf gut vermengen. Nich 1 bis 2 Minuten, und das Gericht kann angerichtet werden. Auf die Teller verteilen und mit der gehackten Petersilie bestreuen und fertig ist das Muschel-Gericht.

Die Zitronen oder Limonen-Schnitze können je nach Geschmack auch noch so ein Muschel-Gericht verfeinern. Bon Appetit!

Ein Menu fürs Designteam zu Ende 2019

Zu Beginn des Jahres 2020 möchte ich erst einmal einen kleinen Bericht über ein Menü geben, welches zu Ende des letzten Jahres für das Designteam von Olaf Hoffmann Design gegeben habe. Die Speisenfolge war wie folgt:

  • Miso Mandeln
  • gemischter Wildsalat mit überbackenem Ziegenkäse
  • Wurzelsuppe mit Kohlrabi
  • Mungbohnen-Salat
  • Variation von Bohnen, Linsen, Pastinaken-Pürée, Lotoswurzel und Pilzen
  • Miso-Brownies mit Nuß-Eis und kandierten Birnen

Dazu sollte es natürlich auch die entsprechenden Weine aus meinem Keller geben, die die folgenden waren:

  • Vin d’orange aus 2006 (Eigenherstellung)
  • M. Opitz, Burgenland, Free Solo aus 2013
  • Grange de Quatre Sous, Languedoc J<eu du Mail aus 2012
  • C. Lang, Baden Spätburgunder Reserve aus 2015
  • Weingut Wöhrwag, Baden-Württemberg, Lemberg aus 2015
  • Weingut Lorenz, Mosel, Thermischer Ritsch, süß aus 2011

Zu dieser Speisen- und Weinzusammenstellung hatte ich ein Brot aus dem Buch der Wildbakers gebacken, welches dunkel daherkommt und auf den Namen Backfeuerbrot im Buch betitelt wird.

So das war zunächst einmal die nüchterne Aufzählung der Gänge und der flüssigen Begleitungen aus dem Weinkeller. Die einzelnen Gänge zeigen sich dann auf dem Tisch wie folgt, wo ich dann noch kurz ansprechen werde, wo das Rezept herrührt.

Die Miso Mandeln aus dem Buch Miso von Claudia Zaltenbach sind ein wunderbares Zwischengericht zu jeglichem Wein wie rot oder weiß von trockener Konsistenz. Das kann dann den ganzen Abend auf dem Tisch stehen und die Gäste sind immer wieder versucht zuzugreifen. Dann folgt das erste Vorgericht.

Dieser Wildkräutersalat.mit einer Scheibe des Baclfeuerbrotes und dem überbackenen Ziegenkäse habe ich immer wieder als kleinen Zwischengang kreiert und bei so einer Gesellschaft präsentiert. Dann folgt der erste richtig warme Gang mit einer Wurzelsuppe mit Kohlrabi aus dem Buch von O. Eliasson.

Hier sind die gewürfelten Kohlrabi, aber auch die Kürbiskerne, welche in der Pfanne geröstet werden zu sehen. Die wesentliche Basis der Wurzelsuppe ist rote Beete, was ja an der Farbe auch zu sehen ist. Dann kommt mal wieder ein kalter Zwischengang.

Dieser Mungobohnensalat stammt vom Basisrezept auch aus dem Buch von O. Eliasson, welchen ich dann noch mit ein paar kleinen Pilzen ergänzt habe und hier hatte ich den Salat bereits relativ früh am Nachmittag zusammengestellt, was das Durchziehen recht zuträglich war und den Gästen ganz besonders gut mundete. Dann folgte der Hauptgang.

Hier hatte ich einmal eine Art Variation aus Bohnen, Pilzen und einem Pastinakenpürée zusammengestellt, welches mit kalt/warm Zutaten sich recht unterschiedlich auf dem Teller präsentierte. Zu der Scheibe Lotoswurzel kamen dann noch ein paar Granatapfelkerne welche sich nicht nur farblich, sonder wohl auch geschmacklich etwas von den weiteren Zutaten absetzte. Hier kommt der Teller von Stefanie Hering besonders gut zur Geltung. Zu guter Letzt ein Dessert:

Das süße Miso Brownie in der Mitte stammt wieder aus dem Miso Buch, rechts ein Nuß-Eis (schon leicht zerlaufen) und links dann das karamelisierte Birnenscheibchen welches den warmen Aspekt auf dieser Platte hergibt. Die Weine mundeten gut dazu und ich selber war recht zufrieden mit der gesamten Zusammenstellung von Speis und Trank.


Neulich im Glas – Daishichi Sake

Zwei Teilnehmer der im Oktober veranstalteten Burgund Verkostung hatten mir eine Flasche Same mitgebracht, die ich so bisher nicht kannte. Ich bin zwar selber kein ausgesprochener Take-Kenner, bin aber seit ein paar Jahren durch die Besuche in Japan und auch diversen Verkostungen auf den Geschmack dieser speziellen Flüssigkeit gekommen. Same wird ja Klassischerweise aus Reis fermentiert und das ist ein ähnlicher Prozess wie das Bierbrauen. Beim Take spielen dann die Polierstufen des Reis eine große Rolle, und dann wird als quasi Steuerungsmittel für die Fermentierung ein spezieller Pilz eingesetzt. Dieser Pilz wir auch bei der Herstellung von Soya verwendet und kann sonst auch bei verschiedenen Fermentierungs-Prozessen eingesetzt werden. Die Sake Brauerei, wo diese Flasche herkommt besteht laut Etikett bereits seit 1752 und es wird eine Trinktemperatur von 40 – 45°C empfohlen. Ich habe diesen Sake aber diesmal im Prinzip bei Raumtemperatur getrunken.

Die Farbe weist ein helles gelb auf mit grünlichen Nuancen. Am Gaumen eine sehr weiche und feine Note von hellen weißen Blüten wie Holunder. Diese Flasche ist ein Junmai Koshu, welche eine sehr feine fruchtige Note aufweist mit einem langen Abgang. Diese Flasche stammt wohl aus 2013, was ich ebenso aus dem internet herausbekommen habe. Hier die Front- und Rück-Etiketten.

Für mich paßt dieser Sake mit seiner feinen fruchtigen, aber trockenen Art sehr gut zu feinem Fisch, Sashimi von hellem Fisch, der nicht zu fett ist und Gemüse, welches sich gut in Ergänzung zu feinen Noten ergänzen kann.

Nusskekse mit Rosinen

Neulich habe ich doch tatsächlich im Supermarkt so ein Heftchen mitgenommen, wo es dann einige Rezepte gab, die zunächst auch vielversprechend klangen, und so hatte ich mir eines herausgesucht, welches eben auf den Namen Nusskekse mit Rosinen lautete. Der Teig besteht im Wesentlichen aus Dinkelmehl, Süßrahmbutter und etwas Rohrzucker. Die Füllung setzt sich dann zusammen aus Mandeln, Walnüssen, Chiasamen, Rosinen etwas Zitrone und Milch. Der Teig wird zwischen Folie ausgerollt und in quadratische Stücke geschnitten, worauf dann immer jeweils ein TL voll der Rosinenmasse gesetzt wird. Zusammengerollt kommt das dann auf ein Blech mit Backpapier ausgerollt und kann dann für 11-13 Minuten bei 180 Grad ausgebacken werden. So sieht das dann bei mir aus:

Hier nich angebacken auf dem Blech.

Und so auf dem Teller von Hering Berlin und dem Dekor ALIF.

Hat dann auch den Nachbarn geschmeckt, die gerade sich im Treppenhaus aufhielten, als ich ein Päckchen entgegen zu nehmen hatte.

Kimchi mit Udon und Meeresfrüchten

Mein letztes Kimchi lag schon länger im Kühlschrank, was aber der Qualität kaum etwas nachhaltiges anhaben konnte. So entschied ich mich neulich ein paar Meeresfrüchte zu besorgen und diese Mischung mit einer Packung Udon Nudeln zu kombinieren. In diesem Fall waren es an Meeresfrüchten keine große Auswahl, sondern ich hatte mir lediglich 2 Kalamare besorgt, die gründlich gesäubert werden sollten und dann in Ringe geschnitten werden. Die Udon-Nudeln können nach Packungsvorgabe gegart werden, was meist so zwischen 8-10 Minuten dauert. Udon Nudeln sind dicke Weizen-Nudeln. Das Kimchi aus dem Kühlschrank geholt und dann kann das Vorbereiten bereits beginnen. Dazu können natürlich ein wenig Schalotten geschnitten werden, sowie ein bis zwei kleinere Knoblauchzehen. Ich habe für das Garen der Meeresfrüchte dann auch noch eine Chilipaste und einiges an Fischsauce verwendet. Die Meeresfrüchte können dann zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch in einer Pfanne vorbereitet werden, und ganz am Schluß nachdem die Meeresfrüchte bereits gar sind kann auch noch das Kimchi dazugegeben werden. Auch wenn man sonst ja Kimchi meist kalt ißt. Wenn die Nudeln dann gar sind, diese abgießen und auf die Teller verteilen. Die Meeresfrüchte mit dem Kimchi darauf verteilen und mit ein wenig Dekoration-Grün wie Petersilie oder auch frischem Koriander garnieren. So kann das dann genossen und verspeist werden.


Besuch bei der letzten Getreidemühle in München

Im November war ich mit einem Freund zu einem Besuch bei der Kunstmühle Bruns. Dort werden immer Freitag Nachmittags ab 16 Uhr öffentliche Führungen veranstaltet, und es waren auch eine ganze Reihe Besucher zugegen, welche den gut einstündigen Besuch in dieser Getreidemühle mitten in München mitmachen wollten. Ich könnte hier jetzt eine ganze Menge Detail beschreiben, aber das kann ja sonst auch jeder bei einem eigenen Besuch wesentlich authentischer mitbekommen. Die Kunstmühlen Jakob Blum liegt mitten in München zwischen dem Hofbräuhaus und dem Mandarin Oriental Hotel. Verarbeitet werden in dieser Mühle ausschließlich Weizenkörner zu den unterschiedlichen Weizenmehl Produkten. Links und recht neben dem großen Eingangstor befindet sich ein kleiner Laden rechts daneben, wi die Mehl-Produkte in kleineren Mengen eingekauftt werden können. Rechts neben dem Tor hat die Mühle einen kleinen Bäckerei-Shop aufgemacht, wo alle Produkte im gleichen Laden gebacken werden. Los geht es dann in dem Raum, wo die 8 Mahlwerke stehen, die das Mehl in diesen 8 Stufen nacheinander mahlen und entsprechend die diversen Mehlsorten produzieren.

Hier nur noch kurz ein Wort zu dem Begriff “Kunstmühle”. Das kommt daher, das früher alle Mühlen mit Steinmahlwerken gearbeitet haben. Seit ca. dem Ende des 19. Jahrhunderts werden allerdings Metallwalzen eingesetzt, und diese heißen dann Kunstmühlen. Hier in dieser Mühle werden bis zu maximal 25 Tonnen Korn am Tag verarbeitet. Klingt vielleicht erst einmal viel, ist aber im Vergleich zu heute wirklich großen Mühlen eine nur kleine Mange. Andere Mühlen in Bayern verarbeiten z. Bsp. ca. 800 Tonnen Korn am Tag. Nach dem ersten Mahlvorgang werden dann die Körner mit dem Mehl in den dritten Stock transportiert, wo Rüttelsiebe das Getreide mit dem Mehl immer wieder durchsieben und bis zu letzten und 8ten Stufe verarbeiten können.

Auf einer der Zwischenetagen hier die Rohren zu sehen, wo die gemahlenen von unten nach oben bzw. von oben nach unten transportiert werden.

Das sind die Rüttelsiebe, welche im obersten Stock stehen und das gemahlene Gut entsprechend so sieben, das es die nächste Walze weiterverarbeiten kann.

Ich selber back seit ca. 5 Jahren meine Brote mit den Mehlen aus der Kunstmühle Jakob Blum. Weizenmehl kommt also direkt aus dieser Mühle, und andere Mehle werden für den kleinen Laden im EG bei anderen Mühlen zugekauft, was aber bisher immer sehr gut zusammenpaßte von der Qualitäten, aber auch von der Vielfalt der angebotenen Produkte.

Hier nur ein kleines Beispiel der Produkte, welche ich aus den Mehlen bisher hergestellt habe:

Ein französisches Landbrot.

Oder wie hier eine Focaccia, Hier wird nur Weizenmehl in verschiednen Stufen eingesetzt.


Burgunder Verkostung von kleinen und eher unbekannten Weingütern

Uly hatte mich vor ein paar Monaten kurzfristig an einem Sonntag angerufen, ob ich Lust hätte ein paar Burgunder zu verkosten. Ich sagte zu und wir trafen uns in einem kleinen Hotel fast nebenan, wo wir mit einem Paar aus Frankreich ein paar Weine aus dem Burgund verkosten sollten. Plaisir de la Vigne ist der Name des kleinen Weinhandels, der bei kleinen Winzern seine Weine einkauft und diese dann in Deutschland unter Freunden verkauft und aus dieser Quelle stammten dann auch die Burgunder an diesem Sonntag bei mir und Uly für die Burgunder Verkostung.

Wir verkosten insgesamt 5 weiße Burgunder und 5 rote Burgunder. Zum Start gab es zunächst einmal einen Crèment de Bourgogne als Einstieg für die ca. 15 Gäste an diesem Sonntag Nachmittag. Und als finalen Abschluss spendierte ich noch eine Magnum vom Weingut Manfred Rothe, welches ein Spätburgunder aus dem Jahr 2012 sein sollte.

Hier also zunächst einmal die Reihe der weißen 5 Varianten:

Insgesamt eine sehr feine Reihe der wißen Sorte, welche natürlich primär aus der Rebsorte Chardonnay gekeltert sind. Für mich ganz besonders fein aus dieser Reihe ist der letzte wein der Reihe, der Saint-Romain aus 2017 vom Weingut Domaine Nicolas. Der Wein präsentiert sich mit einer sehr feinen fruchtigen Nase und einer gewissen breiten Note. Insgesamt recht elegant und ausgewogen mit feiner Frucht und guter Säure. (17/20)

Dann geht es nach der weißen Reihe zu einem kleinen Intermezzo, wo wir ein paar mitgebrachte Rillettes mit selbstgebackenem Brot verkosten können. Und dann folgt die Reihe der roten Weine.

Die Reihe der roten Weine kommen von den Weingütern Domaine Billard, Domaine Nicolas, Domaine Gaugey und Domaine Regnard. Insgesamt eine feine Reihe der rote Tropfen, welche natürlich hier aus dem Burgund zu fast 100% aus der Traubensorte Pinot Noir bestehen. Für mich war hier der dritte Wein in der Reihe, der Chorey-les-Beaune, “les Beauforts” aus 2017 der feinste aus der Reihe. Eine sehr feine Frucht mit ebenso süßlich feinen Gaumennoten. Recht süffig und sehr geschmeidig mit einer feinen Würznote. (16,5-17/20).

Das war die Reihe der weißen und roten aus der Reihe der burgundischen 10 Flaschen.

Auf hoffentlich ein Neues im nächsten Jahr.


Champagner Verkostung mit Fanny Heucq bei Champagne Characters

Eingeladen hatte Nicola Neumann in Ihrem Laden bei Champagne Character zu einer Verkostung der diversen Champagners von Andrea Heucq mit Fanny Heucq, der Tochter des Champagner Hauses, welche einen Champagner Laden mit Bar in Paris betreibt. Die Lokalität heißt Le Dilettantes wa nicht wörtlich zu nehmen ist, denn die diversen Champagner des Hauses A. Heucq sind wirklich exzellent. Da ich nur einige Wochen vorher bereits mit einer ganz kleinen Gruppe bereits vorher im Champagner Haus vor Ort zu Besuch war, konnte ich besonders gespannt sein, was mich bei der Verkostung in München dann erwartete. Es sollte an diesem Abend 7 verschiedene Champagner zur Verkostung geben, und die Veranstaltung war auch entsprechend gut besucht. Hier Schin einmal ein Bild des derzeitigen Besitzers von Champagne Heucq.

Primär werden die Traubensorte Pinot Meunier angebaut, was ca. 80% ausmacht, und daneben Pinot Noir und Chardonnay zu jeweils ca. 10%.

So konnten wir die Trauben am Stock im August in der Champagne sehen, welche trotz der großen Trockenheit auch im Jahr 2019 wohl ganz gut gereift waren. An diesem Abend konnten wir 7 verschiedene Champagner aus dem Weingut verkosten, wobei es mit dem Blanc de Meunier beginnen sollte.

Hier also das Front- und Rückenetikett des Blanc de Meunier, welcher mit einer sehr kräftigen Nase und einer sehr feinen Frucht und ausgewogen am Gaumen sich präsentiert. Neben diesem Blanc de Meiner konnten wir dann folgende Champagner verkosten:

Heritage Assemblage aus Ch 40%, PN 30% und PM 30%. Dann gab es einen Blanc de Blanc vom Chardonnay. Einen Rosé aus Pinot Meunier. Dann folgte eine Assemblage als Jahrgangs Champagner aus 2012 mit 50% Ch, 30% PN und 20% PM. Sehr schöne Frucht in der Nase mit einer frischen Note. Leicht erdige Würznote mit vollem Charakter. (16,5/20)

Dann folgend die Variante Les Roches, welche eine 100% Pinot Meunier aus einer Einzellage ist, die im Holz ausgebaut wird und 3 Jahre auf der Hefe ausgebaut wird. In der Nase eine sehr dichte und reife Nase, welche für mich insbesondere zu Foie Gras passen würde. Feine komplexe Nase mit einer super ausgewogenen Frucht/Säure Struktur. (17,5/20)

Zum Abschluss gab es dann eben noch einmal einen Cuvée Originel, welcher aus dem Jahr 2005 stammte. 70% PM und 30% PN. Dunkle Note in der Nase und sehr gereifte und gealterte feine Noten. Leicht salzig am Gaumen und fein mit komplexer Note. (17,5-18/20)

Hir noch ein Eindruck der Gastgeber an dem Abend:

Links Funny Heucq, welche die Champagner Bar in Paris betreibt und recht Nicola Neumann von Champagne Characters. Die Bar in Paris sieht folgendermaßen aus:


Weinbar Kreis in Stuttgart am Schillerplatz

Vor ein paar Wochen hatte ich einmal wieder die Gelegenheit in Stuttgart, wo ich ja geboren bin und gut 20 Jahre gelebt habe, einen Termin wahrzunehmen, den ich mit einem Besuch bei Muttern und an einem Nachmittag auch in einer Weinbar, die ich schon lange besuchen wollte. Die nämliche ist die Weinbar Kreis, welche schon seit fast 7 Jahre ganz in der Nähe des Schillerplatzes im Zentrum von Stuttgart gleich auch neben der Markthalle liegt. Eine sehr kleine Räumlichkeit für die Weinbar, welche im Prinzip nur aus einem etwas vergrößertem Schaufenster besteht und im Nebenraum, sowie im Kellerraum darunter, wird der Wein der Weinhandlung Kreis verkauft. Selbst mitten am Nachmittag waren die Plätze schon gut besetzt, aber auch reichlich frequentiert da in so einer Weinbar die Gäste wohl recht oft wechseln. Hier ein Blich in das Interieur der kleinen Bar aus 2 Perspektiven:

Die aktuelle Weinliste wechselt immer wieder, was durchaus wohl auch dem Konzept der Weinhandlung entspricht. Auf der Tafelstehen 2 prickelnde Flaschen, 5 weiße Tropfen und 5 rote Sorten. Ich probiere hier also zuerst einen weißen Dão Branco von der Casa Mouraz aus 2015 der sich recht elegant am Gaumen zeigt. Als zweiten dann einen roten aus der spanischen Region Ribera del Duero vom Weingut Anadia de Gomariz aus 2013, der sich für sein Alter sehr schön gereift zeigt, aber keineswegs oxidativ oder sonst irgendwie gealtert. Hier werden also wirklich sehr ausgesuchte Weine auf der Tageskarte serviert, die sich dann entweder gleich im Laden nebenan erstehen lassen, oder man trinkt sich noch weiter durch die Karte bis es nicht mehr weitergeht. Der Service war auch recht gut, obwohl gerade als ich am Bestellen war alle mögliche weitere Aktivitäten in der Weinbar zugange waren. Läßt das Wetter es zu, kann man auch im Freien vor dem Laden sitzen und einen guten Schluck zu sich nehmen. Hier die Karte vor ein paar Wochen die ich vorfand:

Diese Empfehlung ist also sicher ein guter Tipp für einen kleinen Abstecher mitten in der Innenstadt von Stuttgart. Im Netz: www.wein-kreis.de In Stuttgart zu finden: Dorotheenstr. 2, gleich beim Schillerplatz.