Archiv der Kategorie: Wein

Champagnerreise der vierte Tag im Nov. 2021

Es ist Sonntag, das Wetter wieder trübe, aber es sollte an diesem Rückreisetag nochmals zu einem Weingut in der Champagne mit Namen Jean Paul Deville gehen. Dieses Champagnerhaus wurde 1968 gestartet und im Wesentlichen führt diie Tochter des Hauses den Betrieb heute weiter. Auch wenn das Herbstwetter die Situation im Freien nicht so ganz prickelnd erschinen läßt, treffen wir die Winzeerin an einem illustren Treffpunkt in der Champagne wo zu Begonn des letzten Jahrhundert ein Leuchtturm aufgebaut wurde, der mehr oder weniger die Funktion hatte die Leute aus der Umgebung anzulocken, oder auch Touristen, welche mal einen Champagner verkosten wollen. Zu Fuße dieses Leuchtturms und dem größeren Verkostungs- und Verkaufsraums treffen wir dann die Winzerin mit Gläsern und erfahrn, das das Weingut Ihre Reben auf ca. 20ha anbaut und so ca. 70 Tsd. Flaschen im Jahr produziert.Wir starten mit einem Rosé aus dem Hause Deville der sich aus 63% PN, 30% Ch. und 7% Rotwein Zugabe besteht. Der sehr zugängliche Rosé hat eine feine Fruchtnote, welche in die Richtung Rotwein geht und wohl sicher auch zu Geflügelfleisch paßt. Ein feiner Nachhall am Gaumen mit breiter Rotweinnote. (16,5/20)

Anschließend an diesen Rosé gibt es einen Jahrgangschampagner aus 2012 mit 6 gr. Dossage, 80% Chardonnay und 20 % Pinot Noir. Wenig Duftnoten in der Nase aber mit sehr feiner Note am Gaumen mit Noten von reifen Birnen und feinen buttrigen Noten, welche sich gut mit den fruchtigen Noten des Weins zeigen. (17/20)

Damit ist dieser Ausflug in die Welt der Champagner einmal wieder abgeschlossen. Wir hatten mit der Gruppe der Champagner-seligen ein paar wunderbare weinselige Tage mit viel Spaß und guten Tropfen, sowie auch zum Teil feinen Köstlichkeiten auf den Tellern. Auf ein Neues und noch mehr Blubberwasser!

Champagnerreise der dritte Tag im Nov. 2021

An diesem dritten Tag in der Champagne sollt es zu zwei Weingütern gehen, die einmal wieder an der Côte de Blanc liegt, und das zweite an der Côte de Noir in der Gegend von der Stadt Bouzy. Weil sich der Samstag zwar auch recht trübe ankündigte wurde es umso schöner, als sich die Sonne zeigte und wir bei fast strahlendem Wetter, wenn auch bei niedrigen Temperaturen am Vormittag bei dem Champagnerhaus Veuve Lanaud eintrafen. Das Gut hat eine Größe von 12 ha und ist noch einer der Familienbetriebe.

Wir wurden sehr freundlich und nett empfangen und bekamen sogleich einen Empfangsschluck, wonach sich ein Gang durch die Keller und wieder einmal durch so manche Gewölbe unter den Straßen und Häusern des Ortes schlängelten. Die Orientierung unter der Erde hat man ja sofort verloren, was ja im Prinzip nicht so tragisch ist angesichts der vielen Flaschen und Flüssigkeiten darin, jedoch so ganz ohne ein Tageslicht und mit keiner Orientierung wo man sich befindet reicht dieser Flascheninhalt unter Tage dann doch nicht aus, um dort für längere Zeit zu verweilen. Nach diesem Kellergang geht es in den relativ neu gebauten Verkostungsraum im Innenhof des Geländes und wir können 5 verschiedene Champagner des Hauses verkosten. Zu den verkosteten Champagnern gab es eine vorzügliche Käse und Wurst-platte mit diversem Brot was sich an diesem Vormittag regem Interesse und Zuspruch bezeugte. Mein Favorit in diesem Haus war ein Millesime 2011 Namens Carte Noir als Brut Nature ausgebaut. In der Nase mit leicht gerösteten Noten und am Gaumen ein sehr feines Säure Fruchtspiel mit kräftigen Würznoten. (16,5/20)

Dann ging es mit dem Bus von Avize nach Bouzy, wo uns der Winzer Arnaud Moreau bereits bei schönstem Sonnenschein im Weinberg erwartete. Mit diesem Winzer ist es ein wenig anders als bei diversen anderen, denn mit seinen 4 ha ist er wohl wirklich einer der kleiineren Häuser die selbst vermarkten. Durch die Situation das wir im Freien verkosten muß man sich zwar ein wenig umstellen, denn die Geschmäcker, bzw. auch die Ablenkung in freier Natur ist meist eine wesentlich höhere als die in einem Verkostungsraum. Der Winzer hatte beriets einen Campingtisch mit einem großen Kühgler und Eus aufgestellt, worin die 5 Flaschen sich präsentierten und links und recht davon wieder einige sehr feine Essens-Zugaben, welche zum Teil vorzüglich zu den Champagners paßten.

Da wir die Verkostung ja im Freien an einem Waldrand und darunter die Weinberge mit seinem gelben Laub hatten, war es hier zum ersten Mal möglich eine Variante der Öffnung der Champganerflaschen mit dem Säbel zu versuchen. Michael hatte auch gleich das entsprechende Werkzeug mitgebracht nd so versuchten sich er, der Winzer und auch weitere Teilnehmer aus der Gruppe an der Flaschen-Öffnung mit einem Säbelschlag, oder -hieb, oder wie man das auch sonst nennen soll. Die ersten vier mal ging es nach manchen Versuchen auch gut, wobei beim letzten Versuch sich der Flaschenhals weigerte abzuspringen, ansonsten nur der Korken sich verflüchtigte und nicht mehr in der Wiese auffindbar war. Hier der Winzer mit den geköpften Flaschen.

Mein absoluter Favorit in dieser Reihe der Champagner war ein Millesime 2005 namens Odysee der aus 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir bestand. Die zweite Flasche von rechts auf dem Foto. Den Abschluß bildete an diesem wunderbaren Nachmittag ein Rosé, der recht kräftig ausfiel und wohl fast allen in der Gruppe auch recht gut mundete. Dazu wäre aber auch zu sagen, das alle in dieser Gruppe einen regelrechten Hang zu solchen Prätiosen aus der Champagne hatten und so gut wie kaum einen der angebotenen Getränke ausschlagen wollten. Hier ein kleiner Blick durch die Rosé-Brille in den späten Herbsthimmel in der Champagne.

Damit waren die Verkostungen an diesem Tage abgeschlossen, und es sollte am Abend in ein Lokal in Epernay gehen, welches den Namen Chez Max trug. Ein kleiner Spaziergang durch die Straßen in Richtung Lokal machte schon einmal hungrig und ir wurden einmal wieder von einer Champagnerflasche begrüßt.

Das Lokal im Inneren sehr typisch eng wie ein französisches Bistro eben ist, und es kamen zu der Zeit als wir eintrafen immer mehr Personen zur Tür herein, die aber fast alle im 1. Stock des Lokals verschwanden. Für diesen Abend hatten wir bereits die einzelnen Menüzusammenstellungen bereits vorreserviert, was es der Küche sicher sehr vereinfachte einen Tisch mit 8 Personen und unterschiedlichen Zusammenstellungen zu bedienen. Die große Show war aber für 4 an unserem Tisch das Rindertatar, welche auf einem Beistelltischchen am Tisch zubereitet wurde. Natürlich hatte die Küche ein perfektes Mis en place auf dem Wägelchen vorberietet, so das der Servicechef mit lautstarken Erklärungen zum Anmixen der Zutaten seine Handlungen begleiten konnte. Geschmeckt haben mußte es wohl recht gut, was die einzelnen Besteller sagen konnten, aber die Portion war ungewöhnlich groß. Meine Wahl fiel hier auf folgende Reihenfolge:

Linsen mit Schnecken in einer wunderbaren Kräutermischung aus der Cocotte.

Kalbsnieren, rosa gebraten mit einem kleinen Kartoffelgratin und Mohrrüben sowie

ein Dessert aus Früchten (ohne Foto)

Ein sehr gelungener Abend mit feiner Bistro Küche, guten Getränken und einem beschwingten Nachhausegang der noch auf einen Absacker in der Hotelbar endete.

Champagnerreise der zweite Tag im Nov. 2021

Nach einem ordentlichen Frühstück ging es gemeinsam im Bus nach Norden in die Stadt Avize, wo wir 2 Champagnergüter besuchen sollten, ein deftiges aber recht gutes Mittagessen in einem ehemaligen Postamt genießen durften, und zum Abschliß des Tages noch ein weiteres Glas bei einem dritten Winzer verkosten durften. An diesem Tag ging es also zu:

  • Waris Larmandier (Bio dynamische Winzerin)
  • Waris Hubert (Biowinzer)
  • Philippe Glavier
  • und mittags ins Lokal Le Recommandé

Der erste Halt also am Vormittag das Weingut Waris Larmandier, welches seit einige Jahren Bio-dynamisch bewirtschaftet wird und auf seinen 6ha ca. 35 Tsd. Flaschen im Jahr produziert. Zertifiziert wurde der Betrieb in den Jahren 2016/17 und wir konnten hier 3 Champagner verkosten in der Reihenfolge beginnend mit einem Extra Brut, Blanc de Blanc, welcher eine sehr feine Mineralität aufweisen konnte. Dann gab es einen Rosé, welcher ein Cuvée aus 80% Chardonnay und 20% Stillwein von Pinot Noir beinhaltete. Zum Finale ein Ch. Namens Les Arts aus 2014 der mit einer künstlerisch gestalteten Flasche der Winzerin schon allein wegen der Flaschengestaltung begehrt ist, aber auch vom Inhalt her überzeigen konnte.

Die Winzerin steht ganz rechts außen auf dem Bild mit einem Ihrer Söhne ganz links außen. Auch noch positiv zu erwähnen sei der Umstand, das es bei fasz jeder Verkostung einen entsprechenden kleinen Imbiss gab, der meist aus Käse, Wurst, Schinken und passendes Brot bestand.

Dann ging es zu einem Mittagessen ins Restaurant Le Recommandé, welches in einem alten Postgebäude mitten in dem Städtchen Avize gelegen ist. Feine Bistroküche mit deftigen Noten, wobei ich mir das Schweine Rilette ausgesucht hatte.

Gut gestärkt ging es dann zum nächsten Winzer, welcher den Namen Waris Hubert trägt und auf 12 ha seit 1999 seine Trauben anbaut. Seit 2020 ist der Betrieb auch Bio-zertifiziert. Hier können wir insgesamt auch 3 Champagner verkosten und zum guten Schluß, nach einer Kellerführung geht es in den Barriqueraum, wo es eine Faßprobe der frisch geernteten Trauben aus 2020 und 2021 gibt. Da wir hier in einer primär Weißweingegend sind ist das hauptsächlich Chardonnay.

Dieser Weinberg liegt direkt neben dem Champagnerhaus und zeigt nicht nur die Lage, sondern mit dem WH auch den Namenskürzel des Weingutes an.

Sehr spannend ist bei solchen Weingütern auch so eine Faßprobe, denn im fertigen Champagner nach manchmal sehr vielen Jahren ist der Geschmack des Chardonnay durch die Hefen, die lange Lagerzeit und die Vinfizierung doch eine gesamt ganz andere Geschmacksnote, als sich so dieser Grundwein im Holz präsentiert.

Und dann sollte es noch einen Abstecker zum Winzer Philippe Glavier geben, wo wir vor dem Eingang zum Verkostungsraum ein Glas des Angel zu verkosten bekamen.

Am Abend ging es dann ins Hotel nach Epernay, wo wir erst einmal die Zimmer bezogen, undich auf einem Sprung durch’s Städtchen die Post aufsuchte, ein paar Postkarten mir besorgte und wir uns dann am Abend im Hotelrestaurant, welches aber eher eine bessere Weinbar war, treffen sollten, wo es dann bei dieversen Magnumflaschen für alle ein kräftiges Essen aus der Küche gab. Hier eine Zusammenstellung der diversen Mahlzeiten und Flaschen:

Champagnerreise der erste Tag im Nov. 2021

Wieder einmal nach fast 2 Jahren Abstinenz sollte es bei mir auf eine kleine Weinreise gehen, welche uns in die Champagne führen sollte. Der Veranstalter in diesem Fall war diesmal der Champganerimporteur Champagnerglück, welcher auf dem Programm im Vorfeld so ca. 6-7 Champganerhäuser hatte, wir aber final in den 4 Tagen dann doch bei 8 verschiedenen Champagnerhäuser die diversen Flaschen verkosten durften. Es ging in München mit dem Kleinbus schon sehr früh am Morgen los, was aber den Vorteil hatte, das wir am ersten Nachmittag bereits eine erste Verkostung auf einem der Weingüter in der Champagne genießen durften. Aber bevor wir dort angekommen waren sollte es bereits im Laufe der Reise auf einem der Parkplätze der Autobahn in Richtung Westen einen ersten Schluck dieses so herzhaft genüßlichen Getränkes geben, welches mit dem geschützten Namen „Champgane“ in einer der Weinregionen in Frankreich erzeugt wird.

Unser Reiseleiter Michael schenkt ein, die Jacken mancher Teilnehmer noch dicht verschlossen, da es an diesem Morgen noch kühl feucht und ungemütlich, fast regnerisch war, was aber der Stimmung für die nächsten 4 Tage bei der Aussucht auf 4 Champagnerbeseelte Tage keonen Abbrucht tat.

Am Nachmittag war dann das erste Ziel in der Champagne erreicht, welches den Namen Le Brun de Neuville hatte und ein Champagnergut ist, welches seinerzeit einmal von 10 Winzern aus der Region ganz im Süden der Champagne errichtet worden ist, um gemeinsam Ihre Champagner zu erzeugen und dann auch zu verkaufen.

Hier ein Blick in die Landschaft rund um das Weingut, welches in diesen Herbsttagen schon bereits eine kräftige Braunfärbung der Rebblätter hatte. Wir konnten einen kleinen Rundgang durch die Kellergewölbe machen und verkosteten anschließen einige der guten Tropfen aus der Region, wekche hier im Spden der Champagne primär aus den Trauben des Chardonnay entstehen. Sehr schön war hier auch zu entdecken, das die Leitung des Champagnerhauses wohl auf ein gutes Marketing achten, denn die Verpackungen der besseren Flaschen wurden so gestaltet, das auf den vir Seiten des Kartons die Karte der Champagne in Gold aufgedruckt war, und so nebeneinenader gelegt eine gesamte Karten „Landschaft“ der Champagne vor einem liegt.

Anschließend ging es dann in eine nicht weit weg gelegene Unterkunft, weche von einem Holländer betrieben wird, der dann auch abends für uns kochte und uns mit seiner Küche recht gut überzeugen konnte. Hier ein Bild der Hauptspeise welche aus einem geschmortem Rindfleisch mit Ofenkartoffel, gefüllter Tomate uns einem Fenchel als Beilage ser fein schmeckte.

Hier auch noch ein Bild der Unterkunft von außen, welche sich nach Rücksprache mit dem Betreiber als ehemalige Ziegelei herausstellte. Sehr geräumige Zimmer, gut eingerichtet und auch zum Essen gab es ordentliche Weine. Soweit der erste Tag – was fortzusetzen ist mit dem zweiten Tag, welcher demnächst hier folgt.

Champagner Verkostung mit den Weinakademikern

Endlich sollte es im Spätsommer 2021 einmal wieder soweit sein, das wir mit den Weinakademikern eine Verkostung in kleiner Runde zusammen mit dem Champagner-Importeir Champganerglück beiwohnen konnten. Die Besonderheit bei der Veranstaltung war die Location. Wir trafen uns im 1. AStock des Donisl am Marienplatz, welches eigentlich von seinem Konzept her eine urige Bierkneipe ist, aber durch die erneute Absage des Oktoberfestes in 2021 war es möglich die Räumlichkeiten dort im 1. Stock zu bespielen und einen richtig angenehmen Abend zu haben mit leicht befremdlichen Tönen aus dem Erdgeschoss von urger Blasmusik und sonstigem Biergeschäpper.

Zur Verkostung standen 14 Flaschen an in 5 Flights, welche von den Weinakademikern wie immer sehr professionell geöffnet und eingeschenkt wurden. Hier auch noch zu nennen die diversen Champagnerhäuser aus welchen wir die guten Tropfen verkosten konnten:

  • Deville
  • Bonnaire
  • Waris Hubert
  • John Charles Ricciuti
  • Waris Larmandier
  • Philippe Glavier
  • André Robert
  • Veuve Lanaud
  • Maurice Vesselles
  • Le Brun de Neuville
  • Bremont

Die Auswahl der Champagner hatte die Mit-Veranstalter der Importeure von Champagnerglück ausgesucht, wo bei der Auswahl es sich um gesamt 8 reine Chardonnay Champagner handelte. Also 8 unterschiedliche Blanc de Blanc, wie das so in der Champagnersprache heißt. Pinot M<eunier war nur bei eiiner Flasche zu 90% vertreten und die weiteren 4 Flaschen waren Cuvées aus den klassischen Sortn Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. 1 reiner Pinot Noir war auch dabei. Zur Einführung wurde einiges zu dem Stil des Importeurs Champagnerglück gesagt, was sich zum Teil auf den Stil der Champganer bezog, aber andererseits auch auf die Einkaufs-Strategie, welche eher auf kleinen Häusern besteht und mehr zugänglichen und Champagners, die einer breiten Öffentlichkeit gut zu munden dürfte. Im Laufe des Abends stellte sich dann auch heraus, das die Herren des Champagerglücks auch Reisen in die Champagne veranstalten, wovon ich in den nächsten Wochen an diesem Platz auch mehr berichten werde, da ich Anfang November mit dem Veranstalter einen 4 Tage Tripp in die Champagne mitmachen werde.Hier zum Schluss auch noch eine kleine Bewertung der diversen Flaschen, welche im Gesamten recht gut mundeten und zum Teil auch großartig in der Präsentation sich zeigten. Mein Favorit war dabei der Champagne von:

  • André Robert, Mesnil le Vigne de Montigny mit 90% Pinot Meunier und 10% Chardonnay bei 3 gr. Restsüße. (17.5 – 18/20)

Hier auch noch ein Foto aller verkosteten Flaschen:

2. Nachtrag zum Besuch im Weingut Karl Haidle

Im Septembeer war ich ja zu Besuch auf dem Weingut Karl Haidle im Remstal, wonach ich am 25.9.21 hier meinen ersten Bericht dazu geschrieben hatte. Zwei Tge später kam dann dei FINE Zeitschrift heraus mit einem großen Bericht zum Weingut Haidle, und in diesen Tagen, Mitte Oktober brachte auch Meiningers Weinwelt einen Bericht über das Weingut Haidle mit Moritz >Haidle auf der Titelseite wo er im stark gebrünten Weinberg zwischen Reben und vielen Gräsern und blühenden Blumen hockt und ein zufriedenes Gesicht macht. Der Bericht von MeiningersWweinwelt ist zu finden in der Nummer 6, Oktober/Novmber 2021 auf Seite 32 bis 38, wo es zwar Wiederholungen aus dem Bericht aus der FINE zu finden gibt, was aber wohl eher aus den Erzählungen des Winzers Moritz Haidle führt, denn er war früher ein „junger Wilder“ auf ganz andere Art und Weise, denn er hat Grafitti gesprüht, liebt Hip Hop und Rap und hat in Stuttgart als Diskjokey Platten aufgelegt. In beiden Artikeln wird gerade nicht nur das Remstal auf gewisse Art und Weise „gehipt“, sonder ganz generell scheint die Region mit seinen Weinen einen großen Auftrieb zu erleben, der bereits vor einigen Jahren mit dem Weingut Aldinger begann, als dort die jüngere Generation die Sachen im Weingut übernahm und einen Preis nach. dem Andern einheimste.

Interessant zu esen in dem Artikel, als Morit Haidle das Weingut vom Vater übernahm baute er die Weinberge stark um und schmiß 14 der bisher angebauten Rebsorten zugunsten von Riesling und Lemberger einfach raus. Also eine starke Konzentration auf einige wenige aber sehr vielversprechende Rebsorten hier im Remstal, was in der Lage Pulvermächer für den Riesling gilt, die unterhalb der Burgruine liegt, und in einem mehr schattigen Seitental für die roten Traubensorten.

Hier nochmals bildlich zu sehen ein Teil der Lage Pulvermächer unterhalb der Burgruine.

Ergänzung zum Weingut Karl Haidle

Kaum hatte ich den Artikel über meinen Besuch beim Weingut Haidle geschrieben, kam am heutigen Montag, dem 27.9.2021 ein Artikel in der neuesten FINE, das Weinmagazin aus dem Tre Torri Verlag heraus. Auf 7 Seiten bekommt man einen Eindruck von der Machart, wie heute mit klassischen aber auch modernen Mitteln und Methoden im Remstal, aber auch anderswo in Württemberg heute Wein erzeugt wird. Der Artikel stammt von der Chefredateurin Nicole Mieding mit Fotos von Rui Camilo. Und auch wenn in dem Artikel nur 4 Weine bei einer Verkostung beschrieben werden, es lohnt sich immer einen Abstecher zu so einer Adresse in Württemberg zu machen.

Dieses Schild paßt wunderbar zum Weingut, aber auch als Mahnung an die weiteren Generationen die guten Flaschen eher einmal liegen zu lassen und dann nach mehreren Jahren erst zu trinken.

Besuch im VDP Weingut Karl Haidle, Remstal/Württemberg

Ende August hatte ich einmal wieder die Gelegenheit eines der württembergischen Weingüter, welche im VDP zusammengeschlossen sind, zu besuchen. Das Weingut Karl Haidle in Kernen-Stetten liegt fst genau unterhalb der Großen Lagen des Pulvermächer, der in der Geschichte bereit sehr früh Erwähnung findet. Interessanterweise werden auch hier in der Ecke des Remstals relativ viel Riesling angebaut. Das Weingut wurde 1949 von Karl Haidle gegründet und bewirtschaftet heute ca. 16 ha Weinberge, welche neben Riesling auch den Lemberger beherbergt. Hier ein Blick auf die Burgruine, worunter die GG Lage Pulvermächer liegt.

Dort im Weingut eingetroffen wurde ich ehr freundlich empfangen und konnte diverse Weine aus den Jahren 2016 bis 2019 verkosten. 3 weiße Sorten und 4 rote Traubensorten. Nach dieser ersten Verkostung wurde ich durch einige der Kellerräume geführt, wo es großes Holz, Barriques, aber ntürlich auch die klassischen größeren Edelstahltank zu sehen gab. Aufgefallen war mir aber ach, das insbesondere bei den Edelstahltanks die Größe nicht so wirklich üppig groß war, denn auch hier werden die einzelnen Lagen separat vergporen und nur bei Bedarf dann später in den Barriques zur finalen Reife gebracht. So sieht im Keller dann eines der größeren Holzfässer aus, welche in der Vergangenheit auch immer wieder so kunstvolle Schnitzereien erhalten haben.

Wie hier zu sehen ist trägt das Holzfass auf der Vorderseite die Bezeichnung 2500l, was einem Äquivalent von 25 hl entspricht. Vor ca. 30 – 40 Jahren war das der Ertrag in Württemberg beim Riesling von ca. 1/8 bis 1/4 ha. Heute dürfte das wohl eher so ca. der Ertrag von etwas weniger als einem ha sein. Hier zeigt sich auch bei der Erntemenge über die letzten Jahrzehnte, das die Qualität welche im Weinberg erzeigt werden will eine geringere Erntemenge nach sich zieht und somit die besten Lagen einen eher geringeren Ertrag bringen, als manche anderen Lagen.

Die Verkostung war also rum, der Gang durch das Weingut ebenso und somit konnte ich noch ein paar Fläschchen für meinen eigenen Keller bestellen, was dann mit Freunden, Weinfreaks und manchen sonstigen Weinverrückten in den nächsten Monaten und Jahren getrunken werden kann. Hier noch ein Bild vom Haus und dem Logo des Weingutes.

Dieses Weingut sollte man sich also nicht nur wegen seiner großartigen Rieslinge merken, denn auch aus Württemberg kommen große Gewächse, insbesondere haben mir auch die großartigen Lemberger sehr gut gefallen.


Benefiz-Verkostung zu Gunsten der Ahr-Winzer

Als ich im Juli die Bilder aus dem Ahr-Tal im Fernsehen verfolgen konnte kam mir recht schnell der Gedanke, das auch hier einige der VDP Weingüter und weitere dort ansässige Winzer wohl sehr betroffen sein werden. Die Bilder ließen mich nicht los, und so kam mir die Idee eine Benefiz-Verkostung bei mir zu veranstalten. Ein ähnliche Konzept hatte ich bereits vor ca. 3 Jahren durchgeführt und in diesem Jahr dann eben als Benefiz Veranstaltung für die Ahr Wnzer.

Das Konzept beinhaltet: Jeder Gast holt sich aus meinem Keller eine Flasche Wein, spendet dafür 20.-€ in die Spendenkasse und so kamen durch meine Einladung zu Anfang September 2021 eine Summe von 410.-€ als Spende für die Ahr-Winzer zusammen. Ehrlich gesagt hatte ich ja eigentlich mit mehr Gästen gerechnet, aber da hier in Bayern noch Schulferien waren, hatten auch einige potentielle Gäste leider absagen müssen. So sah dann meine Einladung, kurzfristig per mail verschickt aus:

Dann folgte an dem Samstag, dem 4. September 2021 die Verkostung, welche bei bestem Wetter auf der Terrasse und im kleinen Garten bei mir stattfinden konnte. In aller Kürze hier aber auch für alle Wein-Interessenten, was wir an dem Nachmittag/Abend so alles getrunken haben:

• 3 Champagner

Billecart-Salmon Brut Reserve

Ayala Brut Majeur

Eric Rodez Blanc de Blanc

• Dann ging es weiter mit 3 weißen Flaschen aus Spanien, Deutschland und Kanada

Granbazan, Albarinho Limousin

Van Volxem Goldberg GG 2018

Lakeview Cellars Viognier 2007, Niagara Peninsula

• Und die roten Sorten waren ebenso vielseitig und unterschiedlich aus den Ländern Italien, Spanien und Frankreich

E. Walch, Beyond the Clouds 2015

Contino, Rioja 2009 Gran Reserva

Ch. Estanilles, Faugères, 2007

Dom. Gauby, Vielle Vignes, 2016 Cote Catalanes

Das snd die Flaschen welche ausgetrunken wurden:

Das war eine wunderbare Abfolge von äußerst leckeren Tropfen, welche sich die Gäste aus dem Keller ausgesucht hatten, und welche fast alle bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken wurden. Für mich eine recht gelungene Aktion und mit einem dann insgesamt doch passablen Ergebnis. Zur Abrundung der Weine hatte ich 2 Brote gebacken aus dem Buch der Wildbakers. Einmal ein Backfeuerbrot, welches am Vortag aus dem Ofen kam, und eine Focaccia, welche ich am gleichen Tag angesetzt hatte und kurz vor Eintreffen der ersten Gäste aus dem Ofen gezogen werden konnte.

Mein Fazit: eine gelungene Aktion, wenn auch vielleicht etwas spontan entwickelt, was sich aber aufgrund der aktuellen Situation nicht anders machen ließ.

Und zum Abschluss kann man nur sagen: schaut Euch nach Ahr-Weinen um, oder verlaßt Euch auch sicher auf den VDP Adler, der Euch den richtigen Weg zum Genuss weisen kann.

Ausflug an den Bodensee zu 2 Weingütern

Zum Ende des Monats August will ich noch einen kleinen Bericht schreiben, den einer meiner Brüder mit mir an den Bodensee geführt hat. Im Vorfeld hatte ich mir den relativ neuen Weinführer des Gault&Millau zu Baden-Württemberg 2021 besorgt, und dort dann entsprechend den deutschen Weinregionen eine eigene Rubrik Bodensee gefunden. Bei dem einen Weingut Clauß, in Nack, welches westlich des Bodensees liegt hatte ich mich vorher telefonisch angemeldet, und bei dem Weingut der Staatlichen Domäne in Meersburg war ich mir sicher, das dort eine Verkostung möglich war.

Am Vormittag machten wir uns dann aus der Region Rottweil auf den Weg und hatten doch den relativ weiten Weg fast ein wenig unterschätzt. Wir erreichten allerdings das Weingut Clauß doch noch kurz vor dem Mittag, und wurden freundlichen empfangen und durften gesamt 14 Weine verkosten. Das Weingut Clauss hat gesamt ca. 19,5 ha Anbaufläche und ca. die Hälfte der Rebflächen befinden sich direkt beim Gutshof, der in einer der letzten Zipfel von Baden ganz von der Schweiz umschlossen ist.

Zur Verkostung beginnen wir mit einem PN Winzersekt der eine feine Fruchtnote aufweist.Dann folgen 7 Weißweine und 5 rote Traubensorten. Die Vielfalt bei den weißen reicht vom Müller-Thurgau über Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling und einem Muskateller, der bei meinen Bewertungen der weißen Sorten fast am besten wegkommt. Dann folgt noch ein Sauvignon-Blanc der ene feine Struktur aufweist und recht würzig rüberkommt.

Intermezzo mit einem Rosé, der aus der Traube Pinot Noir erzeugt wurde und klassischerweise in Baden-Württemberg Weißherbst bzw. auch Blanc de Noir genannt wird.

Dann folgen die roten Sorten mit Spätburgunder undeinem Cuvée aus Dornfelder, CS ud Merlot. Für mich eröffneten sich hier echte Geschmäcker, welche auch bei diesen noch relativ jungen Jahrgängen 2018, bzw. 2016 schon recht gut zur Geltung kamen. Die Böden in dieser Region um die Ortschaft Nack herum ist primär aus sandigen Lehmböden, bzw. auch stark durchsetzt von kishaltiger Endmoräne, die aus der letzten Eiszeit stammt. In den älteren Kalkablagerungen befinden sich eine Menge Versteinerungen, wonach auch eine Reihe der Weine von Clauss mit dem Titel „Belemnit“ benannt wurden. Aus der Reihe der roten konnte mich am besten der Pinot Noir aus Nack, Reserve aus dem Jahr 2018 überzeugen, der eine sehr schöne Nase aufweisen konnte und am Gaumen eine feine Fruchtstruktur zeigte, welche sehr ausgewogen und schmelzig sich auf der Zunge entwickelte. (17,5/20)



Dann ging es weiter zum zweiten Weingut in Meersburg, das Staatsweingut Meersburg, welches nicht nur so heißt, sondern tatsächlich dem badenwürttembergischen Staat gehört. Hier geht es also um eine etwas größere Dimension, denn dieses Staatsweingut baut Ihre Weine auf einer Fläche von 63 ha an und produziert im Jahr ca. 350 000 Flaschen. Wir fanden zu unserer Überraschung einen Parkplatz direkt vor dem Weingut, welches auf dem Hochufer des Bodensees liegt und die Weingärten sich dann entsprechend hinter der Ortschaft befinden. Direkt hinein in den Verkostungsraum der von außen sp aussieht:

Und weil diese Bodenseeregion im Sommer ein richtiger Magnet für Touristen ist, war auch an diesem Tag ein reger Besuch im Hause zugange. Die Verkostungsräume wirken. eher wie die Verkaufshalle eines gut sortierten Supermarktes, wo die Flaschen auf Schrägregalen präsentiert werden, und direkt darunter die abgepackten Kisten mit den abgefüllten Flaschen lagern.

Zu unserer Enttäuschung waren natürlich genau die Weine welche wir nach Verkostungsliste anfragten ausgetrunken und so mußten wir auf 2 weitere weiße Sorten ausweichen, die ordentlich gemacht, aber nicht so wirklich groß überzeugen konnten. Dazu beigetragen hatte aber sicher auch die etwas sterile, bzw. stark verkaufsgeprägte Situation in den Räumlichkeiten, denn die 2 Damen hinter dem Tresen hatten oft mehr mit Ihrer Büroarbeit, dem Telefon und sonstigen Beschäftigungen zu tun, als sich um die Gäste zu kümmern. 2 rote Sorten durften wir auch noch verkosten und sollten dann final von jeder Farbe je ein 6er Kistchen mit ins Auto nehmen. Das wird dann nochmal ganz in Ruhe in den nächsten Monaten und Jahren nachverkostet, was wir dort erstanden hatten. Das sollte man prinzipiell doch eigentlich immer machen, denn in häuslicher Atmosphäre, in ganz anderen Umständen als wie auf den Weingütern schmeckt der Wein doch immer recht anders. Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir fuhren wieder gen Norden nach Hause.

Demnächst hier auf meinem blog ein weiterer kleiner Bericht über einen Besuch beim VDP Weingut Karl Haudle in Stetten im Remstal.