Archiv der Kategorie: Wein

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Der vierte und letzte Tag

An diesem vierten Tag sollten wir nach dem Frühstück erst einmal in das Städtchen Beaune schlendern, wo wir einen Rundgang durch das Hospiz du Beaune machten, welches 1443 als Krankenhaus gegründet wurde und seinen Betrieb bis 1971 aufrecht erhalten konnte. Das sogenannte Hôtel-Dieu hat heute noch seinen Betrieb am Laufen für ein Altersheim, welches auch zu den Gebäuden gehört. An diesem Samstag Morgen war der Besucherandrang sehr gering, so das wir fast ganz allein als kleine Gruppe durch die alten Anlagen des sehr gut restaurierten Gebäudes gehen konnten.

Hier der Blick in den Innenhof, der die Dächer wie auch schon im Chateau Corton mit bunt glasierten Schindeln belegt hat. Die Balkone und viele weitere Bauelemente dieses Krankenhauses sind meist aus Holz, was in der Gründerzeit für solche Bauten sicher sehr üblich war. In einem der weiteren Räume konnten wir dann einen Teil der ehemaligen Küche besuchen, wo der große Herd in der Mitte des Raumes steht und man kann sehen, das mit recht fortschrittlicher Technik hier bereits in der Küche gearbeitet wurde, was in der Zeit damals wohl schon bereits revolutionär war.

Zu sehen sind in der Mitte über dem Herd 2 sogenannte Schwanenhälse, woraus das Wasser für die Töpfe welche auf dem Herd standen gezapft wurde. Man muß sich das einfach so vorstellen, das hier in solch einer Küche für mehrer hundert Personen pro Tag gekocht wurde, und das geht nunmal nicht in kleinen Gefäßen zu ein paar Liter. Zu sehen auch an dem großen Topf in der Mitte, welcher sicher so ca. 50-70 Liter faßt. Den heben die Köche nicht einmal so leicht vom Wasserhahn zum Herd. Nach diesem Rundgang verteilte sich die Gruppe etwas über den samstäglichen Markt um die Markthalle herum, konnte diverse Kleinigkeiten einkaufen, was bei mir eine kleine Tüte getrockneter Morcheln war und dann ging es langsam wieder ins Hotel um die Abfahrt Richtung Lyon anzutreten. Auf dem Weg zum Hotel konnte ich noch dieses Gefährt ainfangen, welches eine Spritzmaschine zeigt, die durch die Weingärten der Village Lagen fahren kann und dort gegen diverse Dinge zu spritzen.

Dann ging es mit dem Bus zu einem wunderbaren Mittagessen in der Stadt Mâcon, wo wir direkt am Wasser des Flusses in einem Lokal namens Le Poisson d’Or saßen und bei bestem Wetter und einer leichten Briese unsere Bestellungen genossen. Anschließen wieder in den Bus und direkt zum Flughafen Lyon wo wir dann den Heimflug antraten.

Da der Flughafen Lyon so gebaut ist, das sich hier der TGV und die Fluglinien kreuzen ist es ein regelrechtes Drehkreuz für alle möglichen Verbindungen in Frankreich und darüber hinaus geworden.

Mein Gesamtfazit zu dieser Reise fällt einmal wiedeer recht positiv aus, da nicht nur der Reiseleiter Peter Gallhofer sich sehr professionell zeigte, sonder auch die bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Österreichern und Deutschen eine feine kleine Runde von 12 Teilnehmern war die sich köstlich amüsieren konnte.

Kultur,Küche und Wein im Burgund

Der dritte Tag im Burgund

Der kutirelle Teil im Burgund beginnt diesmal im Museum des Clos de Vougeot, welches früher auch einmal ein Weingut war und heute als Treffpunkt diverser Weinbrüderschften im Burgund dient und sich als Museim für die gesamte Weinbauregion stark macht.

So werden wir vor dem großen Eingangsportal empfangen und im Inneren können wir dann diverse Utensilien aus vergangenen Zeite, aber auch neueren Datums zu Gesucht bekommen.

Diese alte Weinpresse könnte sicher viele interessante Geschichten erzählen, wäre sie bereit Ihre Geheimnisse Preis zu geben. Und da sich in diesen vielen Jahrhunderten, seitdem diese Presse wohl in Betrieb war so einiges in der Weinbereitung getan hat, würden wir aufmerksam lauschen, denn ganz ohne einen geschichtlichen Hintergrund lebt es sich nur halb so schön oder auch gut.

Nach diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit machen wir uns auf zu einer der ganz großen Winzerinnen des Burgund.Anne Gros habe ich, auch mit einer Gruppe von Peter Gallhofer im Jahr 2007 einmal besucht, wobei natürlich in diesen 15 Jahren eine Menge passiert ist, bis hin dazu, das sich Anne Gros mit J.-P. Tollot zusammengetan hat und im Minervois ein ca. 20 ha großes Weingut zugelegt hat, welches wir aber in 2-3 Gläsern auch verkosten sollten. Wir werden von der Tochter von Anne Gros recht freundlich und herzlich begrüßt, und nach ein paar kleinen organisatorischen Klärungen kann es in den Keller zu den Fässern, und zu einigen Faßproben der jüngeren Weine gehen.

Wir können dann also gesamt 5 Faßproben der Burgundischen Weine verkosten, und anschließend noch 3 der Flaschen, welche im Minervois im Süden Frankreichs produziert werden.Die Faßproben beginnen mit einem Blanc aus 2021, wo die Weine im 500 Liter Holzfass reifen. Der Wein zeigt sich bereits recht klar und mit einer feinen Säure. Am Gaumen wirkt dann die Säure ebenso entsprechend klar und nachhaltig nach. (16/20)

Dann geht es in den Rotweinkeller wo wir mit einem Haut Côte de Nuit aus 2021 beginnen. Sehr intensive Nase, super fein und schon reif. Ein voller Mund mit der Frucht vorne und einer feinen Säure zum Finale. Dieser Wein hat wirklich Potential für mich. (17–>18/20)

Dann folgt ein Chambol Village, aus 2021, welcher auf einer Lage wächst, der im Prinzip eine Premier Cru Lage ist. Sehr typisch von der Nase und insgesamt noch etwas unruhig mit feinen Noten vorne am Gaumen und einem leichteren Abgang. (16/20)

Wir setzen die Verkostung fort mit einem Grand Cru, welcher sich mit einer sehr dichten Nase und vollen Aromen bereits sehr präsent zeigt. Ein solch typischer Pinot aus dem Fass verkostet läßt mich schon fast schwelgen in den höchsten Tönen, denn solche Fruchtaromen, die sich hier entwicjkelt habe im Zusammenspiel der Säure am Gaumen kann nur in einem excellenten Weingut mit besten Trauben und viel Erfahrung im Keller zustandebringen. (18,5/20)

Zum Abschluss der roten Reihe gibt es hier noch einen Clos Vougeot von 80 jährigen Rebstöcken der sich noch ein wenig verhalten zeigt, aber trotzdem auch schon fein am Gaumen und mit reifen Fruchtnoten sich zeigt. (16,5/20)

Dann geht es in einem kleinen Verkostungsraum im Anschluss an die Fasskeller, wo wir noch die Weine aus dem Minervois verkosten sollten.An der einen Wand sind mit feinen Strichen die Lagen des Minervois aufskizziert welche ich zum Teil aus langjährigen Reisen mit meinem Bruder Holger in der Region kennengelernt habe.

Hoer also nur ein Beispiel der Karten, wo im Prinzip der größte Anteil des Languedoc abgebildet ist, was so zwischen Montpellier und Carcassonne liegt. Die Region Minervois mit der Ortschaft Casselles links unten zwischen La livinère und Saint Chinian. Diese Weinregion im Süden Frankreichs kann sehr heiß sein und ist am besten in den Monaten bis April und dann im Herbst so im Oktober November zu bereisen. Jetzt aber zu den drei verkosteten Weinen, welche ich auch bereits seit ein paar Jahren kenne, da ich ein paar Flaschen vor einigen Jahren in München erstehen konnte.

Wir beginnen mit dem roten La Ciaude, der sich aus folgenden Trauben zusammensetzt: 40% Carrignan, 40% Syrah und 20% Grenache. Sehr feine dichte Note, rund und ausgewogen aus dem Jahr 2019. So ein sehr typischer Cuvée aus den Trauben des franz. Südens kann unwahrscheinlich herb und Tanninbelastet sein, was sich aber bei dieser Verkostung mit dem 2019er überhaupt nicht zeigte. Der Wein wirkt noch leicht verschlossen. (16,5/20)

Von der gleichen Cuvée können wir dann den 2020er verkosten, der sich mit sehr feinen Fruchtnoten zeigt, eine super ausgewogene Aromatik am Gaumen und auch wiedr Fruchtnoten mit feinen Nuancen. (17/20)

Der dritte im Bunde ist ein roter namens La Combettes, wo eine etwas selten anzutreffende Traube aus dem Süden Frankreichs im Cuvée drin verarbeitet ist, welche den Namen Marselan trägt:

Marselan ist eine Rotweinsorte, eine Neuzüchtung zwischen den Sorten Cabernet Sauvignon x Grenache Noir. Die Kreuzung erfolgte 1961 durch den französischen Ampelographen Paul Truel in der Domaine de Vassal, einer Außenstelle des Institut National de la Recherche en Agronomie der Universität von Montpellier.

Der Wein zeigt sich mit einer erfrischenden Säure am Gaumen, dichte Nebentöne und wir erhalten die Info, das dieser Jahrgang aus 2020 der erste geerntete Jahrgang auf der Flasche ist, der aus den Neuanpflanzungen geerntet wurde. (16/20)

Nach dieser großartigen Verkostung geht es per Bus mit der Gruppe zu einem kleinen Mittagessen in einem mir bereits bekannten Lokal in Vosne Romanée. anschließend dann Weiterfahrt in die Region Corton auf das Château Corton, wo wir wieder einige Weine des Weingutes, mit der Anzahl insgesamt 6, im Weinkeller verkosten. Wir werden von einem gro0en Schloß empfangen, welches einen Garten mit sehr alten und stattlichen Bäumen beherbergt.

Auch hier die Dachziegel sehr typisch bunt glasiert, welche in einem schönen Muster auf die Dachstühle aufgelegt werden. Solche Muster kann man auch auf dem Hospiz de Beaune oder auch sonst auf diversen Kirchdächern finden. Im Weinkeller konnten wir dann 6 verschiedene Weine verkosten, die sich von einem weißen Le Santenay aus 2014 über einen Mersault aus 2018 und weiter zu einem Corton Charlemagne auss 2019 reichte. Dieser letzte Corton Charlemagne aus 2019 ist ein Grand Cru und kostet regulär 130.-€. Das ist schon einmal für einen Grand Cru aus gutem Hause ein ganz normaler Preis.

Dann verkosten wir noch 3 rote Tropfen, welche von einem Corton Premier Cru aus 2016 namens Monterey, welcher sehr typisch für die burgundischen Pinot Noir stehen kann. Nebenbei bemerkt war ds Jahr 2016 für das Burgund und manche Weingüter so katastrophal, das z. Bsp Ch. Corton 55% der Ernte verkoren hatte. Dann verkosten wir noch einen Premier Cru, Aloxe-Corton, Les Poullands aus 2017 und einen Corton Grand Cru, Chaumes aus 2016 die beide recht harmonisch um Glas wirken.

Diese Keramikfigur im Keller ausgestellt zeigt sicher mit einem gewissen geschichtlichen Hintergrund, wie stark die Weinwelt im Burgund hier verwurzelt ist. Das Jahr links unten auf dem Fass ist dann auch wohl das Jahr der Entstehung. Im Garten konnten wir dann noch ein wenig verweilen, während andere Gruppenmitglieder ein paar Flaschen einkauften, wobei uch dann am Rande der Weinreben einen Blick auf die bereits sehr weit entwickelten Trauben werfen konnte. Fot erstellt am 17.Juni 2022.

Zum guten Schluß noch ein kleiner Blick auf ein Schild auch im Garten der Anlage, wo sich das Weingut mit den Öffnungszeiten etc. präsentiert.

Rückfahrt mit dem Bus wieder nach Beaune, wo wir einen kleinen Besuch der Moutarderie (Senfmacher) abstatten, die nur 2 Häuser weiter neben unserem Hotel liegt.

Der Blick in den Innenhof, wo sich manche Kunden bereits im Verkaufsraum tummeln und wir dann als kleine Gruppe noch dazukommen. Eigentlich war ein kleiner workshop geplant, wo wir unseren eigenen Senf kreieren sollten, aber auch hier wa<r die Sache geplatzt, weil die Firma aufgrund Personalmangel die Gelegenheit bereits geschlossen hatte.

Der kleine Innenhof war mit diversen Malereien bedeckt, wo auch die Senfherstellung von der Pflanze bis zum fertigen Produkt dargestellt war. Hier ein alte wohl Citroen mit einem Senffaß daneben, welches sicher so auch heute noch zum Einsatz kommen könnte.

Am Abend geht es dann in Beaune zum großen Abschlußessen in ein * Lokal mit Namen Le Cèdre wo wir in wunderbarem Ambiente im Grünen Garten sitzen, allerdings die Ringstrasse um die Stadtmauer von Beaune herum sehr nah und laut ist.

Hier die Hälfte der Gruppe am zweiten Tisch, wo natürlich an diesem Abend auch wieder einige gute Tropfen unsere Kehlen herunterliefen. Nur ein Beispiel daraus hier im Bild.

Dieser Aloxe-Corton von der Domaine Tollot-Beaut war gigantisch gut und paßte ausgezeichnet zu unseren diversen Gerichten auf den Tellern.

Die Vorspeise mit Spargel, Entenstopfleber und getrocknetem Entenfilet, sowie einer Limetten Zabayone.

Der Hauptgang bestand dann aus Dry-aged Rind, welches gegrillt wurde mit grünen Erbsen, einem Stück Fenchel, der aber eher wie ein Stück Chicorée wirkte, sowie einer reduzierten Minze-Sauce.

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Der zweite Tag im Burgund

An diesem zweiten Tage im Burgund sollte es zunächst einmal in die Senf-Stadt Dijon gehen, wo wir eine interessante und kurzweilige Stadtführung einer französischen Dame in fast perfektem Deutsch genießen konnten. Während dieser Stadtführung gab es viele Details an Architektur zu bestaunen, aber auch ein interessantes Tier, welches für die Stadt Dijon steht und die Stadt entsprechend repräsentiert – eine Eule.

Nach diesem Stadtrundgang ging es mit unserem Bus auf eine nächste Station, welche auf dem Weingut Trapet in Gevrey-Chambertin beheimatet war. Dieses biodynamisch arbeitende Weingut hat wie so viele weitere in der Region Burgund eine lange Tradition und macht enorm interessante Weine, wo wir dann als Gruppe auch noch unser Mittagessen genießen durften.

Hier ein kleiner Blick auf die Eingangstür einer der Tore zum Weingut, wo der Bame des Weingutes in einem ersten Anfangsbuchstaben des „T“ als eine Art Logo in die metallische Fläche geschnitten ist. Der Begriff „La Maison“ steht dann sowieso eigentlich für sich, was zu deutsch Das Haus heißt.In der Kombination mit dem Mittagessen sollten wir aber dann auch die Weine desy Hauses verkosten dürfen, die sich auf 5 Ihrer Sorten zwar beschränkten, dafür auch zu dem Essen ganz besonders gut mundeten.

Hier zum weiteren Verständniss der französischen Kultur, denn in Frankreich wird nicht zum Wein etwas gegessen, sondern zum Essen wird oft der entsprechend passende Wein serviert und getrunken. Also auch hier zum Mittagessen drei Weine welche ich gleich weiter ein wenig beschreiben werde.

Zum Mittag soltle es hier also einen Jambon Persilée geben, was so viel heißt wie ein Schinken mit Petersilie und in Aspik eingelegt als Art Terrine.

Sehr fein und richtig schön kräuterig vom Geschmack her, was auch ganz gut zum ersten Wein, einem Chardonnay aus 2020 paßte.

Dann folgt ein Rouge Village, der aus dem Jahr 2017 stammt und mit feinen fruchtigen Noten daherkommt und eine feine Säure am Gaumen entwickelt.

Dann wird uns ein ganz klassisches französisches Gericht serviert, welches ein Boeuf Bourgignon ist und ich leider im Foto nicht festgehalten habe, aber dieses umso besser schmeckte. Dazu gab es ein Premier Cru vom Weingut aus 2017 welcher mit sehr feinen Kirschnoten und einer hellen Frucharomatik sich zeigte. Sehr passend zum kräftig eingekochten Boeuf Bourgignon.

Anschließen wurde uns noch ein Grand Cru Chambertin aus 2ß11 serviert, der sich ebenso wunderbar zu dem Hauptgang des Boeuf Bourgignon gesellte und für mich einer der Spitzenweine dieser Weinreise werden sollte.

Die Eleganz dieses Weines liegt nicht nur daran, das dieser Wein bereits so ca. seine 11 Jahre hinter sich hat, sondern das natürlich auch der Winzer im Weinberg, aber auch ein wenig im Keller entsprechend mit den richtigen Werkzeugen arbeiten muß, um solche Erdgebnisse zu erreichen.Final dürfen wir hier noch einen weißen Marsannay Village verkosten, der sich zum Dessert gesellen soll.

Das war jetzt eine kleine Tour de Force mit Mittagessen, diversen verkosteten Weinen, guten Gesprächen und einer recht feinen Küche im Weingut selber, was man so nicht aller Tage erleben kann. Alle Achtung nicht nur den Köchen, sondern auch dem Weinmachern, wo aber immer noch die Natur die Hauptrolle spielt.

m Nachmittag geht es dann zunächst einmal zum Weingut Chateau d’Ardhuy, welches nicht weit weg an der Côte d’Or liegt und von der Strasse aus direkt zu erreichen ist.

Nach einem Kellerdurchgang welcher auch hier keine großen neuen Erkenntnisse bringt können wir auch hier die diversen Weine verkosten die das Weingut so erzeugt. Die Weine werden auf ca. 38,5 ha erzeugt, welche sich in 45 Lagen aufteilen. Die kleinste Lage ist dabei gerade einmal o,4 ha groß und es werden auf allen Lagen insgesamt so ca. 120 Tsd. Flaschen pro Jahr erzeugt.In einem schlechten Jahr, wo das Wetter mal leider nicht so mitspielt sind es gerade einmal wie in 2016 32 Tsd. Flaschen gewesen.Wir verkosten insgesamt 5 Weine, welche sich in meinen Benotungen recht gut in den Regionen von 16,5 bis 19 bewegen.

Im Verkostungsraum selber, welcher schön großzügig angelegt ist sitzen wir an einer großen Tafel, wo an einer Längswand dann eine Art Schiefertafel hängt, die mit Kreiden die diversen Lagen aufzeigt, wo das Weingut seine Anlagen und Weinberge verorten kann.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt, welcher das Weingutsgebäude und links daneben die Weingutslagen einer der Hügel aufzeigt. Aber damit sollte an diesem Tag noch nicht Schluss sein mit den Verkostungen, denn wir fuhren noch in eine südlichere Region auf das Chateau Pommard. Diese Chateau wurde vor ein paar Jahren an einen Kanadischen Investor verkauft und es wird derzeit ein großes Wellness-Hotel auf dem Areal des Weingutes aufgebaut. Die Weinlagen umfassen insgesamt 20 ha, welche alle direkt um das Haupthaus des Weingutes liegen.

Hier zu sehen auf dem Plan, welcher sich direkt um das Haus auf der linken Seite gruppiert die diversen Weinlagen, welche im Prinzip aner alles Village Lagen sein müßten.Das Weingut kauft noch weiße Trauben von anderen Winzern zu und vermarken somit im Jahr ca, 80 Tsd. Flaschen Ihrer Marke. Wir verkosten gesamt 5 Ihrer Weine vom Blanc Ch. Ladoix bis zum Monopole Assamblage aus 2016.

In einem Raum wo wir die Weinlagen sehen konnte wurden dann auch die diversen Bodenprofile in großen Gläsern präsentiert

Für mich liegen die Weine alle so zwischen 15,5 bis 16 Pkt. was aber wohl auch mit der Klientel des Weingutes aus dem entfernten Kanada zu tun hat.

Hier die 5 verschiedenen Weine die wir auf dem Weingut verkosten konnten.

Zurück in Beaune sollte es dann am gleichen Abend natürlich wieder in ein kleines aber sehr typisches Lokal gehen, welchesy Peter am Abend zuvor bereits kurzfristig reserviert hatte, und wo wir dank des guten Wetters im Freien auf der Terrassem so zwischen Strasse, Lokal und manchen sonstigen Aktivitäten in Beaune sitzen konnten.

Das Lokal hieß Maison du Colombier und wurde von einem Koch betrieben, welcher früher wohl in Beaune ein Sternelokal hatte, welches er aber aufgegeben hatte, und nun dieses etwas pitoreske Lokal an einer Strassenecke betreiben sollte.

Wir saßen also den ganzen Abend bei bestem Wetter auf der Terrasse und genpssen unsere diversen Tapas von Spargel, Blutwurst, Fischchen auf selbst gebackenem Brot und diverse andere Spezialitäten. Hier ein Beispiel derer.

Und da aber solche Lokale, insbeondere in Frankreich, manchesmal eine solche Weinkarte habe, die einen umhaut, konnten wir als Gruppe natürlich auch hier so die diversen feinen Tropfen verkosten. Ein Beispiel aus der Reihe der Flaschen hier im Bild, welches ein Pinot Noir von Savigny-Lavières als Premier-Cru von Dom. Tollot-Beaut ist. Ganz großartig und sehr fein nicht nur am Gaumen, sondern auch zu diversen Platten der Tapas.

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Nachdem ich vor mehr als 3 Wochen von der Moselreise zurückkam, habe ich mich mit einer kleinen Gruppe von 12 Personen auf eine Genussreise ins Burgund aufgemacht.

Die 4 Reisetage beginnen in Lyon am Flughafen, namens St. Exupery, und verlief mit dieser Gruppe so harmonisch und angenehm, das der letzte Tag am Flughafen zurück in Lyon fast zu schnell vorübergleitete, auch wenn das Programm entspannt und doch gut gefüllt war mit folgenden Besuchen:

  • Die Kulturstätten:
  • Klosterabtei Tournus
  • Stadtrundgang Dijon
  • Clos de Vougeot
  • Hotel Dieux in Beaune
  • Die Küchenstationen:
  • La Ciboulette in Beaune
  • Mittagessen im Weingut Trapet in Gevrey-Chambertin
  • Maison du Colombier in Beaune
  • Restaurant la Toute Petite Auberge in Vosne Rpmanée
  • Sternerestaurant Le Cédre in Beaune
  • Le Poisson d’Or in Macon – ohne Fotos
  • Die Weingüter:
  • Ch. Chamirey
  • Ch. Trapet
  • Ch. d’Arhuy
  • Ch. Pommard
  • Dom. Anne Gros
  • Ch. Corton

Der erste Tag im Burgund

Dann beginne ich hier mit dem ersten Tag im Burgund, wo es zunächst auf ein mehr als. 1000Jahre altes Kloster geht in Tournus. Dieses Kloster nennt sich St. Philibert und hat eine bewegte Geschichte hinter sich, aber auch diverse Innovationen gebracht, welches uns unserer Reiseleiter Peter Gallhofer erzählen konnte.

Direkt am Platz vor der Abtei steht ein Rathaus mit klassischer Uhr und wir konnte uns bei relativ großer Hitze uns ein wenig im Schatten des Klosters die Berichte des Reiseführers anhören.

Nach diesem Kulturteil ging die Fahrt mit dem großzügigen Bus zum ersten Weingut mit Namen Ch. Chamirey, welches in der Region Mercurey an der Côte Chalonnaise liegt.

Der Bus platziert sich direkt vor dem Weingut auf einem Platz und wir gehen zunächst einmal im Gebäude wie oben gezeigt in den ersten Stock wo sich eine wundrbare Terrasse auftut und den Blick auf diverse Weinlagen freigibt.

Hier kann man sehr deutlich sehen, wie die Weinberge im Burgund strukturiert sind.Unten zwischen den Straén im Flachland hat sich über die Jahrhunderte der Kalk, Lehm und Kisel von den Hängen heruntergeschwemmt, wo hier dann die Weinlagen als Village bezeichnet werden. Die nächsten Lagen, welche sich Richtung der Hänge leicht erheben nennt man Premier Cru Lagen, und die besten Lagen darüber, aber nicht ganz an den Waldrand reichend, nennt man Grand-Cru Lagen.

In diesem Weingut, welches noch weitere Güter zu seinem Besitz zählt, konnten wir 5 Weine verkosten, die ich hier auf dem Foto zeigen kann.

Die Preise dieser Weine liegen so zwischen 27.- und 90.- €, was aber noch relativ günstig ist für das Burgund. Da werden wir in den nächsten Tagen noch ganz andere Tropfen zu verkosten bekommen.

In dem Verkostungsraum, wo die Gruppe Platz genommen hatte, hingen auch einige Tafeln mit Jahreszahlen beschriftet und diversen weiteren Kürzeln, die ich hier kurz erläutern will. Ich habe einmal exemplarisch meinen Jahrgang zugrundegelegt.

Die zweitoberste Jahreszahl aus 1953, welches auch mein Geburtsjahr ist, zeigt einmal die Ziffer 30 hintere der Jahreszahl, was den Erntetag im Monat Oktober wohl anzeigen soll. Die Anführungszeichen danach sollen wohl zeigen, das ebenso wie im Jahr 1952 a 7 Tagen geerntet wurde. Und das Kürzen hinter diesen Ziffern – natürlich auf französisch – soll heißen „Très bon Vin“ (TBV)

Das war es dann zunächst einmal mit dieser Verkostung und wir fuhren mit dem Bus nach Beaune in unser Hotel, wo wir die Zimmer bezogen und uns für 19:30 Uhr zum Spaziergang in ein Lokal mitten in Beaune aufmachten. Wir mußten durch fast die gesamte Innenstadt wandern, was aber nur noch mehr den Hunger anregte. Wir belegten mit unseren 13 Personen fast einen gesamten Nebenraum wo es entsprechend eng zuging, aber trotzdem recht gemütloch war.

Hier ein kleiner Beleg, was ich mir bestellt hatte. Ein Töpfchen mit Schnecken in Senf Petersilien-sauce. Und ein Kaninchen-Schlegel der wunderbar fein wohl auf Miedrigtemperatur gegart war.

Moselreise zu 5 VDP Weingütern

Weingut Dönnhoff in Oberhausen an der Nahe

Auf dem Rückweg von der Mosel nach München wollten wir noch einen kleinen Abstecher an die Nahe machen und haben dort dann bei der Jahrgangs-Präsentation der 2021er Weine im Weingut Dönnhoff Halt gemacht und sollten diesen Zwischenstopp, bei schönstem Wetter sicher nicht bereuhen. Wir verließen also Zeltingen und unseren Hotel-Standort nach einem gemütlichen Frühstück so gegen 10 Uhr Vormittags, und waren ca. eine gute Stunde später dann in Oberhausen an der Nahe beim Weingut Dönnhoff eingetroffen. Gut organisiert wurde uns ein sehr weingutsnaher Parkplatz zugewiesen und wir starteten in der noch nicht übermäßig besuchten Halle des Weingutes mit den trockenen Weinen der diversen Lagen.

Aber wie der Zufall es manchesmal so will, stand eine geraume Zeit später gleich neben uns Helmut Dönnhoff ins Gespräch mit anderen Gästen vertieft und wir warteten nur darauf, das wir uns mit in das Gespräch einklinken konnten. Das passierte dann relativ leicht, denn Thomas hatte auf dem handy ein Foto eines Freundes von Flaschen aus der Lage Hermannhöhle GG mit 10 Jahrgängen dabei, die er als Einstieg ins Gespräch zeigen konnte. Das ermöglichte dann im Laufe der nächsten ca. 15 Minuten ein kleines aber interessantes Gespräch mit dem Senior des Hauses zu führen, was sicher immer interessant und manchesmal auch informativ sein kann.

Nach diesem Gespräch tauchten wir noch tiefer in die Verkostung ein und probierten diverse Burgunder sowie weitere trockene Rieslinge, die an dem ersten Tisch in der Halle zur Verkostung standen.

Am zweiten Tisch waren dann die diversen fruchtigen Rieslinge aufgebaut, welche ebenso von uns wenigstens zum Teil in den Gläsern landete und auch mehrheitlich großen Anklang fanden.

Im Garten waren diverse Tische aufgebaut und wir holten uns an einem Catering-Zelt einen kleinen Mittagsimbiß, der so nach diversen Weinen schon mal auch für die Reise gut tat. Was hier aber wohl zu so einer Jahrgangspräsentation gehört, ist die Einladung auch an andere befreundete VDP Weingüter. Da waren dann das Weingut Meyer-Näkel von der Ahr, das Weingut Künstler aus dem Rheingau und das Weingut Heger aus Baden. Auch hier verkosteten wir noch ein paar einzelne Weine was die gesamte Jahrgangspräsentation recht gut abrundete und das gute Wetter sein Übriges dazu beitrug.

Insgesamt auch hier eine sehr gelungene, lohnenswerte Verkostung mit nicht nur sehr feinen Weinen, sondern auch mit einem edlen Abschluß für unsere Mosel-Tour zu diversen VDP Weingütern und dem Besuch beim Weingut Molitor.

Dieses Schild als markante Erinnerung am alten Weinguts-Gebäude soll uns daran erinnern, vielleicht wieder einmal hier einen Halt einzulegen, es lohnt sich sicher.

Moselreise zu 5 VDP Weingütern

Weingut Markus Molitor in Bernkastel-Kues (nicht im VDP)

An diesem Nachmittag hatten wir einen Termin beim Weingut Markus Molitor, wo uns zu einer sehr ausgiebigen Verkostung die Seniorin des Hauses, sprich also die Mutter von Markus Molitor empfangen sollte, und zu einer ganz besonders ausgiebigen Verkostung mit insgesamt 26 Weinen im Weingut begrüßte.

Das Haus Klosterberg, welches wir hier oben auf dem Foto sehen ist die Basis für das Weingut, welches inzwischen auf ca. 100 ha seine Weine anpflanzt. Davon fallen 90% auf Riesling, und jeweils 5% auf Pinot Noir und Pinot Blanc. Da das Weingut nicht im VDP organisiert ist wird hier mit Sternen und farbigen Kapseln gearbeitet. Aktuell werden nach Preisliste 4 Pinot Blanc angeboten, 6 Pinot Noir und dann folgen die trockenen Rieslinge, weiße Kapsel mit 14 Cuvées und Einzellagen, die Rieslinge mit grünen Kapseln, welche feinherb ausgebaut sind welche mit 10 Positionen auf der Liste stehen, und schließlich die Rieslinge mit goldener Kapsel welche fruchtsüß ausgebaut werden, welche mit derzeit 11 Positionen auf der Liste stehen. Aufgrund der Vielfalt die wir an diesem Nachmittag zur Verkostung bekommen möchte ich nicht auf jeden einzelnen Wein eingehen, sondern lieber nach den Kategorien, welche ich hier gerade grob beschrieben habe ein paar Aspekte hervorheben, die mir aufgefallen sind.

Wir starten in die Verkostung mit 4 Pinot Blanc, wo mir in der Reihe der Weine der Wehlener Klosterberg 2016 als *** als besonderer Tropfen mit 18,5/20 und seiner besonderen Dichte und Komplexität aufgefallen ist.

Dann folgt als Zwischenspiel ein Rosé, Haus Klosterberg, der sch mit einer sehr schönen Farbe und ausgesprochen fein am Gaumen präsentiert. Hier zeigen sich aber nicht nur die Fruchtaromen, sonder eine entsprechende Säure tut sein Übriges zu einem ausgewogenen Gesamtbild eines solchen Rosés.

Dann folgen drei Pinot Noir aus dem Jahr 2018, welche sich aus den Lagen Haus Klosterberg, Mandelgraben und Brauneberger Klostergarten zusammenstellen. Diese PN im * und ** Sterne Bereich zeigen bereits in Ihrer Tiefe undEleganz, wo sich so ein Pinot von der Mosel hin entwickeln kann. (16,5 – 18,5)

Ein kleines Büffet mit diversen Flaschengrößen im Verkostungsraum des Hauses Klosterberg.

Und dann kommt es natürlich auch noch zu den diversen Rieslingen, wo wir mit den trockenen Sorten, also der weißen Kapsel beginnen. Wir dürfen hier 8 verschiedene Lagen verkosten, wobei mir auch hier einmal die 18 er Jahrgänge besonders aufgefallen sind, aber zum Abschluss dieser trocken ausgebauten Rieslinge ein *** Zeltinger Sonnenuhr aus 2011 mit seiner sehr feinen Nase und einem super ausgewogenen Säure-Fruchtspiel aufgefallen ist (18,5/20)

Die grüne Kapsel folgt dann mit 5 verschiedenen Lagen, welche ja feinherb ausgebaut sind, und wir bekommen ein Bild sehr unterschiedlicher Jahrgänge zu verkosten, die von 2020 bis zurück ins Jahr 2003 mit einem Graacher Himmelreich* Auslese seinen Höhepunkt erreicht. Auf der Preisliste wird die Flasche als „rekorked April 2020“ ausgewiesen, was für so einen Wein sicher nicht grundsätzlich zwingen wäre, aber sicher von besonderer Sorgfalt für die Weine im Verkauf spricht.

Hier ein typisches Etikett vom Weingut Molitor wo sich von oben nach unten das Haus Klosterberg zeigt, dann der Weinguts-Name, das Jahr, die Lage und dann die Ausbaustufe, gefolgt von der Traubensorte und der Anbauregion. So simpel dieses Etikett auch ist, sollte man also immer genau lesen, was auf dem Etikett der Flasche steht und im Fall des Weinguts Molitor natürlich auch auf die Kapsel sehen. Weiß – grün – gold.

Somit kommen wir zur letzten Reihe der Weine mit der goldenen Kapsel. Wir verkosten 4 der Lagen aus den Jahren 2016, 2003, 2019 und 2017. Auch hier ist für mich einmal wieder der etwas ältere Riesling aus dem Jahr 2003 mit leichtem Abstand vor den weiteren Lagen hervorstechend. Dieser Zeltinger Schloßberg als Auslese zeigt sich recht honiglastig am Gaumen was aber mit den weiteren Noten recht gut harmoniert und wenig klebrig oder gar zuckrig erscheint. Die gewissen feinen sonstigen Aromen spielen sich ebenso mit feiner Frucht im Abgang und einem langen Nachgeschmack recht fein ab. (17/20)

Moselreise zu 5 VDP Weingütern

Weingut Clemens Busch in Pünderich an der Mosel

Am dritten Tag der Reise wollten wir 2 Weingüter besuchen die nicht weit weg von Zeltingen lagen, und einmal Moselabwärts in Pünderich lag, das Weingut Clemens Busch und am Nachmittag dann das Weingut Molitor, gleich in der Nachbarschaft von Zeltingen. Das Weingut Clemens Busch baut zu 99% Riesling an und zu 1% Pinot Noir. Der Betrieb wird seit 1984 als kontrolliert biologischer Betrieb geführt und hat seit 2006 die Anerkennung als biologisch-dynamischer Betrieb. Die Weine werden alle mit ihren natürlichen Hefen vergoren und somit kommen keine künstlichen Reinzuchthefen zum Einsatz. Wir werden sehr freundlich und offen von Frau Busch empfangen und es gab viel zu erzählen über Moselhochwasser, da das großelterliche und elterlich Haus direkt am Ufer der Mosel steht, wo wir dann auch die 12 Weine aus dem Weingut verkosten dürfen.

Durch die sicher prwkäre Lage des Hauses sind inzwischen die Weinbereitung, aber auch das Weinlager von der Mosel wg in andere Lokalitäten verlagert worden, sonst wäre die Gefahr des Verlusates bei Hochwasser einfach zu groß. In dem Raum im Erdgeschoss wo wir die Weine verkosten dürfen stand z. Bsp das Wasser einmal in den vergangenen Jahren so hoch, das es bis hier im Erdgeschos an die Raumdecke reichte.

Dann aber jetzt ein paar Worte zu den verkosteten Weinen, welche für mich auf der gesamten Tour ein gewissen Highlight waren. Ich habe gesamt 3×18 und 3x 17,5 Punkte vergeben.

Wir starten dann mit einem „Naturwein“, der aus 2020 stammt und einige Monate auf der Maische lag, somit eine klassische Art der Weinbereitung solcher Provinienz darstellt.

Dann folgen 2 Rieslinge Nonnengarten aus 2020 und 2017, wo wunderbar die gealterten Nuance des 2017er herauskommen, den ich dann auch entsprechend etwas höher bewertet habe. Dann folgen 2 Rieslinge vom grauen Schiefer und vom blauen Schiefer, beide aus 2018, wo diesmal dann so die feinen Geschmacksnuancen der unterschiedlichen Böden herausgeschmeckt werden können. Dann noch ein Riesling vom Rothenpfad aus 2020 der sich sehr elegant zeigt und recht schmeichlerisch daherkommt.

Dann folgen 4 Rieslinge aus der Lage Marienburg, Fahrlay aus 2020 und 2011, sowie 2 Marienburg Falkenlay aus 2018 und 2017, was sich als recht spannend darstellt, denn hier ist ja dann die Tiefe der Jahrgänge mit der Reifezeit so deutlich zu spüren das wir in der kleinen Gruppe auch recht erstaunt sind wie sich solche Weine über die Zeit von ca. 10 Jahren entwickeln können. Die beiden Fahrlay schneiden bei mir mit 16 und 17,5 Punkten ab, wobei die beiden Falkenlay aus 2018 und 2017 mit Ihrer Komplexität sich in den 18er Punkten befinden. Diese Lage ist unter den VDP Kennern eine GG Lage.

Zum Abschluß gibt es dann noch einen Kabinett aus der Lage Marienburg von 2021 und eine Auslese aus der Lage Falkenlay von 2014. Großartige sehr feine und ziselierte Frucht mit Säure am Gaumen, welche sich insbesondere so am Gaumen präsentiert, als hätte man noch garnicht runtergeschluckt, obwohl schon lange geschehen. In diesen beiden Weinen zeigt sich einmal wieder wie filigran und fein sich solche Kabinett Weine entwickeln können, und was in der Traube der Rieslinge so alles drinsteckt, wenn man nur weis wie man diese entsprechend im Weinberg, aber auch ein wenig im Keller behandelt.

Großartige Verkostung mit viel ergänzender Erzählung von Frau Busch, was die Verkostung ganz besonders illuster und aufschlußreich machte.

Ein Blick in den Seitenraum, wo ein paar Kisten lagern für den direkten Verkauf, was auch hier so die Problematik der Hochwasser sich widerspiegelt.

Und hier noch ein Blick vom Haus über die Mosel auf die Lage Marienburg, welche mehrfach in der Verkostung vorkam. Für mich ein Highlight im Rahmen dieser 5 Weinguts Besuche.

Moselreise zu 5 VDP Weingütern

Am nächsten Tag sollte es dann zu einem Weingut gehen, wo ich bereits vor einigen Jahren einmal eine Verkostung mitgemacht hatte, aber das beue Gebäude des Weingutes Van Volxem noch nicht kannte, welches bereits bei der Anfahrt entsprechend imposant sich mitten im Weinberg zegte.

Weingut Van Volxem in Wiltingen an der Saar

Kaum auf dem Parkplatz des Weingutes eingetroffen konnten wir noch kurz vom Inhabe begrüßt werden, der aber zu einem Termin unterwegs war. Ich möchte zunächst hier einige Fotos zeigen, vom Gebäude, aus dem Keller und der Verkostung, und dann ein paar Worte zur Verkostung und den Weinen verlieren.

Die Lagenkarte im Verkaufsraum
Der Tresen im Verkaufsraum wo es zum Start einen Sekt gab

Unsere Gruppe bei der Verkostung mit einem wunderbaren Blick zu drei Seiten in die Weinberge. Wir hatten einen jungen Chinesen als Gastgeber, der uns die Führung durfch das Weingut näherbrachte und mit einem recht guten Deutsch auch einige schrierigere Fragen beantworten konnte. Nachdem wir dann kurz am Weinberg und im Keller waren ging es in einem der Gebäude in den ersten Stock zu einer Verkostung von 8 Weinen aus dem Weingut, welches mit einem Weißburgunder startete, 2020er der auf ca. 15 ha angebaut wird. Dann folgen aber die 7 Rieslinge, welche auch hier an der Saar vorherrschen und recht dominant für die Böden und das Klima sich breitgemacht haben. Auf den gesamt ca. 100 ha, die das Weingut inzwischen bewirtschaftet wachsen dann noch auf ca. 5 ha Pinot Noir, woraus sicher auch der Begrüßungssekt entstanden ist.Wir verkosten:

  • Schiefer Riesling aus 2020
  • VV-Riesling aus 2021
  • Saarburger Riesling aus 2020
  • Kanzemer Riseling aus 2020
  • Rotschiefer Kabinett aus 2021
  • Bockstein Kabinett aus 2020
  • Goldberg Auslese aus 2018

Vorbehaltlos muß ich natürlich zugeben, das ich die Weine von Van Volxem schon länger kenne und diese mir immer gefallen haben, buw. ich von der Machart hier einen sehr typischen Vertreter einer kühlen Weinbauregion habe, der sich nach gewissen Jahren sehr elegant präsentieren kann. Alle verkosteten Weine liegen bei mir in der Bewertung so zwischen 15 und 17 Punkten, wobei 2 der Weine für mich die 17 erreichen. Das sind zunächst einmal der Schiefer Riesling 2020 und dann abenso der Bockstein Kabinett aus 2020.

Moselreise zu 5 VDP Weingütern

Kurz vor Pfingsten machte ich mich mit 2 Nachbarn auf die Reise an die Mosel, wo wir in Zeltingen ein Hotel gebucht hatten, und von dort aus 5 verschiedene VDP Weingüter in der Weinbauregion Mosel/Saar/Ruwer besuchen wollten, die da wären:

  • • Heymann-Löwenstein
  • • Van Volxem
  • • Clemens Busch
  • • Molitor
  • • Dönnhoff – an der Nahe

Bisher kannte ich nur 2 der Weingüter durch vorhergehende Besuche, wobei sich Van Volxem ja mit einem komplett neuen Weingutsgebäude auf den Höhenlagen der Weinberge enorm repräsentativ aufgestellt hat. Später hier mehr zum Besuch und den Gebäuden. Aus der Region Ruwer war diesmal kein Weingut dabei, dafür besuchten wir das Weingut Dönnhoff auf der Rückreise zu einer Jahrgangsverkostung des 2021er mit weiteren Gästen von befreundeten VDP Weingütern wie Meyer-Näkel von der Ahr, Künstler und weiteren Weinguts-Kollegen.

Am zweiten Tag steuerten wir am Nachmittag das Weingut Heymann-Löwenstein in Winningen an, welches nicht weit weg von Koblenz liegt und dort an diesem Feiertag auch bereits Gäste zugegen waren die fleißig tief ins Glas schauten und die guten Tropfen verkosteten.

Weingut Heymann-Löwenstein in Winningen

Das ältere Haus zeigt nicht nur den Schriftzug des Weingutes sondern beherbergt natürlich auch die Familie und den älteren Teil des Weingutes. Der Buntsandstein für die Mosel zwar nicht ganz typiscxh, aber hier handelt es sich ja nur um den Baustein des Hauses. Vor einigen jahren wurde dann das Haus erweitert und bekam links von diesem Gebäude einen Anbau mit sehr interessanter Fassade.

Im Kellergewölbe des alten Hauses geht es dann für unsere kleine Gruppe zur Verkostung von 8 Weinen aus dem Weingtu, welches einen sehr schönen Querschnitt aus dem Angebot der verschiedenen Lagen und Jahr zeigt. Es beginnt mit den Schieferterrassen, welches ein Riesling aus verschiedenen Lagen als Cuvée sich bereits sehr schön aus dem Jahr 2020 präsentiert. Esa folgen die Lagen Röttgen, Uhlen Laubach, beide aus 2020 und ein weiterer Schieferterrassen, diesmal aus 2019. Dann 2 weitere Rieslinge aus 2019 mit dem Röttgen und einen Laubach. Zu Abschluß der trockenen Reihe präsentiert Reinhard Löwenstein einen Schieferterrassen Bohème aus 2018 der nicht komplett durchgegoren ist, und mit einer feinen fruchtigen Note sich ausgesprochen weich am Gaumen zeigt und so auch ein gewisses Potenzial des Rieslings in die süßere Richtung zeigt.

Dann folgen noch 2 Auslesen aus dem ahr 2015 mit einem Uhen R der gerade einmal 9 vol.% alc. aufweist, was natürlich daran liegt das für diese Auslese die alkoholische Vergärung gestoppt wurde. Meine Verkostungsnotiz sagt: Schöne leichte Nase, wunderbar leicht am Gaumen mit einer super Struktur und feiner Zuckernote sowie spielerischer Note die sich ebenso im Abgang aus elegant und fein darstellt. (18,5/20) Und final gibt es noch eine Auslese der Schieferterrassen von 2003 welche ebenso eine super feine Struktur aufweist die richtig komplex daherkommt und wirkt wie eine frisch blühende Blumenwiese. (19/20)

er Blick aus einem der größeren Verkostungsräume in einen mittleren Kellerraum.

Die Lage Winninger Röttgen aus dem Auto aufgenommen sieht zwar bereits steil aus, ist aber einer der spektakulären Lagen, wo Heymann-Löwenstein einige Lagen besitzt.

Damit war der erste Tag mit dieser Verkostung abgeschlossen, und wir machten uns auf den Weg nach Zeltingen ins Hotel. Die weiteren Weingüter bespreche ich dann in den nächsten Beiträgen hier folgend.

Champagner Verkostung im Mai mit kleinen Anbietern

Nachdem die Möglichkeiten der Zusammenkunft wieder im März bereits gelockert wurden, hatten Uly und ich uns überlegt mal wieder eine Verkostung zu veranstalten, welche diesmal auf die Champagne fiel und es sollten ganz besonders eben keine großen Champagnerhäuser sein, sondern Flaschen von kleinen Anbietern welche jeder mitbringen sollte. Final kamen dann schließlich 11 Flaschen zusammen, welche ich in eine entsprechende Reihenfolge gestellt hatte, um die Geschmäcker ein wenig zu trainieren.

Zu Beginn sollte es drei Flaschen geben, welche die drei Basissorten der Trauben aus der Champagne repräsentieren. Das sind dann also

  1. Pinot Noir
  2. Pinot Meunier
  3. Chatdonnay

Hier im Foto ganz links der Pinot Meinier von A. Heucq, dann folgt der 100% Pinot Noir von Ch. Piollot und rechts der 100% Chardonnay von Pierre Gimonet. In diesen drei Flaschen zeigt sich auf besonder deutliche Art und Weise, was einen 100% gekelterten reinen Wein aus den drei Trsubensorten zeigen kann. In der Verkostung hatten wir uns aber so entschieden, das wir zunächst mit dem Pinot Noir begonnen haben, dann der sicher etwas kräftigere Pinot Neunier (zu deutsch heißt die Traube Schwarzroesling), und als dritter im Reigen der 100% Chardonnay, welche sich vom Haus Pierre Gimonnet sehr deutlich und typisch von der Traube von den beiden „Blanc de Noir“ absetzte. Damit war der erste Einstieg getan und wir gingen über zu den diversen weiteren Flaschen.

Der vierte war eenso ein 100% Chardonnay von Ch. Haus Larmandier-Bernier als Premier Cru, Extra Brut. Das Weingut ist seit 20 Jahren als Bio-dynamischer Betrieb zertifiziert und setzt seinem Chardonnay ca. 40% aus älteren Jahrgängen hinzu. 3g/l Dossage.

Dann geht es weiter mit den diversen Cuvées, welche sich alle ebenso wie die ersteren Flaschen alle recht gut Gefallen finden konnten bei den Teilnehmern. Aus dem Haus Billiot et Fils aus Ambonnay kam die nächste Flasche, welche gerade einmal auf 5 ha Ihre Reben dazu anbaut. Das ergibt ca, 45 Tsd. Fl. Die Flaschen werden für ca. 30 Monate auf der Hefe belassen.

Dann folgt ein weiterer Cuvée, welcher aus dem Haus Georges Clément stammt und ist zusammengesetzt aus 5% PN, 40% PM und 5% Ch. Auch dieser ein Premier Cru mit Brut.

Dann folgt ein ganz besonderer Tropfen, der sich aus einer alten Traube mit 100% Arbane präsentiert, welches ein rares Stück ist, denn nur noch sehr wenige Winzer haben diese Traube in ihrem Weinberg, wobei das Haus Leblond-Lenoir hier sogar einen 100% reinen Arbane abgefüllt hat, der sich wie folgt präsentiert:

Ein sehr feiner Gaumen mit trotzdem kräftigen Noten, wobei sich die fruchtige Note trotzdem zeigt. Im Abgang zeigt sich dann besonders die fruchtige Note der Rebe wobei einige der Teilnehmer meinten, das hier die Nähe zum Pinot Meunier wesentlich näher ist als zum Pinot Noir.

Das war jetzt schon einmal eine richtig dicke Überraschung im Rahmen dieser Verkostung eine so recht seltene Traube als 100% aus diesem Champagner-Haus zu verkosten.

Dann folgt noch ein Cuvée, wo ebenso die Arbane Traube zu 33% enthalten ist und weiter 34% Petit Meslier und 33% Pinot Blanc. Die Flasche aus dem Haus Liébart-Régnier hat ebenso wie weitere vorher eine nur kleine Dossage und liegt für ca. 3 Jahre beim Winzer im Keller.

Als kleiiner Abschluss der Reihe der Flaschen, bevor es zu den 2 Rosés kommt, hatten wir einen Civée aus dem Haus Gratiot-Delugny im Glas. Brut Réserve aus 80% Pinot Meunier und 20% Pinot Noir. Das Haus besitzt 9 ha und baut zu ca. 50% Pinot Meunier an.

Und nun folgen 2 Rosé Champagner die sich beide ganz besonder gut präsentierten. Starten sollten wir mit einem Ch. Laherte-Frères als Rosé de Saignée, Extra Brut les Baudiers, 4 g/l Dossage als 100% Meunier.Im Holz ausgebaut, wo die Reben aus dem Jahr 1965 stammen. 11ha mit einer Produktion von ca. 120 Tsd. Fl.

Final gibt es dann einen Rosé vom Haus Ch. Sophie Baron als Brut aus Charly-sur-Marne und Grande Réserve mit 65% Ch., 25% PM sowie 10% PN. Hier das Foto dazu.


hier folgen jetzt die diversen kleinen Happen, Salate und Brot, welches wir als Begleitung zu den diversen Champagner-Flaschen vorbereitet hatten.

2 Tage zuvor hatte ich schon ein französisches Landbrot angesetzt und dann am Vortag der Verkostung in den Ofen geschoben, so das dieses Brot einerseits auch gut auskühlen konnte, andererseits aber auch so einen Tag oder auch 2 nach dem Backen meist am besten schmeckt.

Nach den ersten drei Flaschen, die ja die drei klassischen Rebsorten aus der Champagne repräsentieren sollte es dann losgehen mit den diversen kleinen Happen und Köstlichkeiten aus der Küche.

Löffel mit Edamame, Lotoswurzel und Yuzusaft auf einem Crème Fraîche Miso-Gemisch.

Dann folgt eine Scheibe Focaccia mit Camambert, Petersilienwurzel und Birne.

Diese zwei ersten Happen paßten sehr wunderbar mit Ihrer Frische und Leichtigkeit zu den Champagnern, insbesondere hier zum Chardonnay.

Dann folgt ein kleines Experiment aus der Küche, wobei ich aus einer Tüte Kesselchips die besten Teile herausgesucht habe, und dann 2 verschiedene passend klein geschnittene Kabeljau und Thunfisch Teile darauf platziert hatte, welche noch mit einem Blatt Zitronenmelisse dekoriert wurdeund dann die fingerfood Teile alle auf einem Blech unter den halb eingestellten Grill für 3-4 Minuten (Abstand zum Grill wichtig) geschoben wird, wobei sch das grüne Blatt fast schon karamelisiert. Insbesondere interessant an diesen kleinen Happen ist der Chrunch der Kesselchips in Kombination mit der kleinen erwärmten Fischteilen.

Dann folgte ein Spargelsalat den ich für die Champagner-Freunde in einer Variation auf den Tisch brachte wo mit einigen kleinen Teilen Erdbeeren auch etwas Süße dazukam, wobei der wesentliche Anteil natürlich ein weißer Spargel mit weiteren grünem Wildspargel bestritten wurde und dann Radieschen und Cocktailtomaten diesen Salat begleiteten und mit angerösteten Mandelplättchen verziert wurde.

Dann folgte noch eine Focaccia mit Gänserilette und Pesto – ohne Foto

Und zu dem einen Rosé etwas Süßes – ohne Foto

Aber dann folgte noch eine recht typische französische Backware mit Namen Brioche, die ich am Vormittag ganz frisch aus dem Backofen geholt hatte und welche wir dann mit einem konfierten Kaninchen Schlegel belegt hatten und diese dann zum zweiten Rosé serviert hatten.

Gier die fertig konfierten Kaninchenschlagel

Und so sahen die Brioche mit dem Kaninchenfleisch an Spießchen aus.

Insgesamt so als Fazit gesehen waren noch eigener Aussage alle recht zufrieden mit der so etwas fast zufälligen Auswahl der Champagner, aber auch die dazu passenden Happen.