Archiv der Kategorie: Wein

Eine kleine Verkostung mit 4 Spaniern, Rioja und Priorat

In den letzten Tagen, so zwischen den Jahren, habe ich einmal wieder mit 2 Nachbarn zusmmengesessen und wir haben 4 Flaschen aus Spanien geöffnet. 2 aus dem Weingut Ostatu aus dem Rioja und jeweils eine Flaschen von Mas Alta und eine von Marques de Murrieta.

Wir beginnen also mit den weißen Tropfen, welche aus den Jahren 2016 und 2017 stammen. Wir starten mit dem Lore de Ostatu, welcher aus 90% Viura und 10% Malvasia gekeltert ist. Ich habe mir dazu notiert: Feine Note in der Nase mit leichten Honigtönen, eine kräftig dunkle Farbe die sich mit einer feinen Säure am Gaumen präsentiert und einen vollen runden Abgang beschert, der sich so präsentiert, als wolle man gleich ein weiteres Glas leeren.

Der zweite weiße am Abend stammt von der Bodega Marques de Murrieta aus dem Jahr 2017 mit dem Namen Capellania. Es zeigt sich eine sehr feine Frucht mit frischer Säure. Die Säure ist nicht aufdringlich und bringt dann eine sehr feine Fruchtnote neben sich her zum Ausdruck, welcher nach Limetten und Grapefruit schmeckt.

Dann folgen due 2 roten Varianten, welche bei der Bodega Ostatu wieder aus dem Rioja stammen und bei dem Weingut Mas Alta aus dem Priorat kommt. Wir starten mit dem La Basseta von Mas Alta, der eine Cuvée aus 90% Grenache und 10% Syrah ergibt. Der Jahrgang ist in diesem Fall das Jahr2 017, was für einen spanischen Rotwein schon fast zu jung erscheint. Der Wein zeigt sich mit einer sehr offenen Nase mit kräftigen Noten von sehr reifen Kirschen und dunklen Früchten. Hier ist die junge Note wohl recht deutlich zu erkennen.

Dann verkosten wir nochmals einen roten vom Weingut Ostatu, welches im Rioja in Samaniego liegt, und welches ich in den vergangenen Jahren bestimmt 2-3 mal besucht habe. Der Gloria de Ostatu ist ein 100% Tempranillo, welcher auch einige Zeit im Holzfass reift. Es zeigen sich sehr feine Tannine, welche schon nach den Jahren wunderbar eingebunden sind, denn der Wein stammt aus dem Jahr 2007. Die Frucht ist nicht aufdringlich, aber im Abgang und hinten am Gaumen werden die Noten so reif und kräftig, das man denkt einen Rumtopf zu schlürfen.

Hier also dies 2 Fotos der roten Sorten, welche den Abend wunderbar abgerundet haben.

Eine feine schöne Auswahl an spanischen Weine, welche so im Preissegment zwischen 20 und 60 € lagen. Zum Wohl!

Hirschrücken, Rotkohl und Nudeln mit einem Rotwein aus Baden

Hört sich alles vielleicht ein wenig banal an, wenn es zum Festmahl zu Weihnachten einen Hirschrücken mit Rotkohl und lapidaren Nudeln gibt. Der Knaller in diesem Jahr war allerdings der entsprechend geöffnete Rotwein dazu, denn dieser kam vom Kaiserstuhl us dem Weingut Clemens Lang, wo seit einigen Jahren alte verfallene Terrassen wieder zum Rebenleben erweckt wurden und dort einige Piwi Cabernet Sorten gepflanzt wurden, welche gerade einmal am Ende des Jahre so ca. 300 Flaschen füllten. Zum Wein später etwas mehr.

Den Hirschrücken hatte ich beim Wildgeschäft am Viktualienmarkt mir besorgt, der Rotkohl kam von den Feldern um Rottweil herum, wo ich in den Feiertagen mich aufhalten sollte und die Nudeln in diesem Fall ausnahmsweise mal aus der Packung.

Im Prinzip sind also drei verschiedene Komponenten für dieses Essen auf die Reihe zu bringen. Der Hirschrücken mit all seinen Gewürzen, sowie der Rotkohl in einem Topf geschmort und die Nudeln, welche schlicht in heißem Wasser gegart werden.

Das Highlight dieses Menüs sollte allerdings einmal wieder der begleitende, besser gesagt der Rotweiln zum Hirschbraten sein, der für alle am Tisch natürlich neu war, denn ich hatte schlicht eine Probierkiste mit 12 Flaschen beim Weingut Clemens Lang bestellt, wo eine dieser Flaschen beinhaltet war.

Die Zubereitung ist im Prinzip nicht schwierig und auch nicht unbedingt langwierig. Den Hirschrücken ca. 1 Std. vor dem Anbraten aus dem Kühler nehmen, gut würzen und so ca. 20 Minuten vor dem Essentermin das Stück Fleisch anbraten. Nach dem Anbraten für ca. 8-10 Minuten in den auf 160°C vorgeheizten Backofen schieben und anschließen für mindestens 5-6 Minuten in Alufolie eingepackt unter einem tiefen Teller durchziehen lassen.

Vorher habe ich allerdings den Rotkohl klein geschnitten und mit Zwiebel, Knoblauch, Gewürzen in einem großen Topf angeschmort, sowie mit Weißwein und wer mag mit Noilly Prat oder auch ein wenig Sake abgelöscht. Das gesamte Schmoren des Rotkohls kann gut und gerne so ca. 1 Std. dauern, wobei man immer mal wieder mit einem Holzlöffel die geschnittenen Kohlblätter umrühren.

Die Nudeln ganz normal in kochendem Wasser garen und wenn der Braten aus dem Backofen gekommen ist, kann aus dem Ansatz in der Bratpfanne die Sauce für das Gericht montiert werden. Bei der Sauce sollte man nicht mit Butter oder Sahne sparen, denn dort entwickelt sich der Geschmack.

So sieht das dann auf dem Teller serviert aus:

Jetzt aber noch ein paar Worte zum wesentlichen Begleiter diesen Essens:

• Weingut Clemens Lang aus Freiburg Munzingen, Cuvée Cabernet aus dem Jahr 2019, benannt nach der Smaragdeidechse, welche dort wo die Reben dieser Cuvée stehen sicher im Sommer auch zu entdecken ist. Dieser Rotwein paßte so wunderbar zum Hirschgericht das es eine wahre Freude war. Der Wein zeigt sich bereits in der Nase sehr präsent mit Noten von kräftigen Kräutern und würde sich so von den Noten eher in die südlichen Regionen von Frankreich oder auch nach Spanien zu verorten sein. Der Geschmack wirkt dann sehr burgundisch mit seinen feinen Cabernet, bzw. Pinot Noten und alle Sinne der Geschmacksnoten werden sehr intensiv bemüht, was sich im Abgang durchaus auch noch fortsetzt. Eine sehr feine Säure umspielt die Geschmacksnerven und fruchtige feine Noten kommen immer wieder durch die Wand der kräftigen Noten durch. Ich bin begeistert!

4 Tage in der Champagne, der letzte Tag

Nach erlebnisreichen 3 Tagen war der Sonntag angebrochen und wir machten uns nach dem ausführlichen Frühstück im Hotel in Epernay auf den Weg zu A. Moreau nach Bouzy. Wie auch schon im letzten Jahr sollten wir 2 Champagner verkosten, die wir aber im Weinberg an einem Waldrand in die mitgebrachten Gläser bekommen sollten. Der erste war ein Blanc de Noir, der wie ein Vintage hergestellt ist und im Prinzip aus 2018 stammt. 2 gr. Dossage mit einer mittleren Note in der Nase aber feinen komplexen Geschmäckern am Gaumen. Sehr schöne feine Frucht mit recht unterschiedlichen eleganten Noten (16,5/20)

Die zweite Flasche sollte dann ein Rosé sein, der aus 70% Ch., 30% PN und 10% Rotwein cuvetiert wurde. Feine Note mit recht fruchtigen Ansätzen von roten Früchten und ein leicht längerer Abgang. (15,5/20)

Da wir an diesem Sonntag-Vormittag im Weinberg verkosten, sei auch einmal ein Blick auf die Gruppe mit Sonne gestattet, auch wenn schon 2 Teilnehmer bereits separat abgereist waren.

Aber wie man sieht, steht der Champagner immer im Vordergrund.

Ebenso beeindruckend sind natürlich die Weinfelder mit ihren Größen und hier ein entsprechender Blick darüber.

Am Abend zuvor waren wir noch in einer erst Anfang August eröffneten Locations, dem Loisium in der Champagne, welches sein Stammhaus in Österreich hat. Über Einzelheiten möchte ich hier nicht berichten, denn offensichtlich war weder der Service, noch die Küche wirklich auf die Anzahl der Gäste eingespielt, denn es gab erhebliche Mängel zu beklagen, welche wir auf den erst Anfang August eröffneten Platz zurückführten. Hier das Logo am Eingang.

Das waren dann die 4 sehr schönen Tage in der Champagne zu Anfang Oktober 2022 unter der Leitung von Champagnerglueck und vielen interessanten Gesprächen mit Teilnehmern und aber auch insbesondere den Winzern. Auf ein Neues.

4 Tage in der Champagne, der 3. Tag

An diesem Tag sollte es von Epernay zu zwei Champagerhäusern gehen, die mir bisher nicht bekannt waren, aber deswegen vielleicht um so interessanter waren mit dieser kleinen Gruppe aus Champagner Enthusiasten zu verkosten.

Das Haus Brémont liegt in der Ortschaft Ambonnay, welches eine der Grand Cru Ortschaften ist und weitere sehr prominente Namen beherbergt. Wir wurden am späten Vormittag sehr freundlich und offen empfangen und konnten nach einem Begrüßungsglas erst einmal die Kellertour machen.

Gegründet wurde das Haus 1965 und baut heute auf ca. 15 ha Ihre Weine an. Auf der Kellertour ist natürlich auch hier etwas zu sehen, was wir schon aus vielen anderen Kellern gesehen haben, aber trotzdem ist es immer wieder interessant nicht nur die Weine, Champagner und sonstige Tropfen zu verkosten, sondern bei entsprechender Fragestellung rücken die Güter auch manche kleine Infos heraus, die man sonst nie dem Endprodukt erschmecken würde. Hier ein paar Impressionen aus dem Keller.

In diesem Hause konnten wir 4 verschiedene Champagner verkosten, worunter sich 2 typische Cuvées befanden, ein Rosé, und ein Coteaux Champenoise, aus 2019 mit 100% Pinot Noir, der 9 Monate im Barrique gelegen hatte und sehr jung wirkte. Für mich nicht so der richtig gute Tropfen, den wir sonst auch schon in der Region genießen durften.

Am Nachmittag ging es dann mehr in Richtung Reims, wo südlich von Reims, aber auch noch südlich des Flusses Marne das Städtchen Ludes liegt, wo wir das Champagnerhaus Quatresols-Gauthier besuchen.

In einem relativ kleinen Verkostungsraum sollten wir Platz nehmen, aber auch hier ging es erst einmal in den Keller. Streng genommen kann man sich ja nicht wirklich vorstellen, wie groß diese unterirdischen Keller tatsächlich sind, denn insbesondere in den Städten Reims, Epernay und weiteren könnte man kilometerweit durch die Unterwelt marschieren und immer wieder neue Flaschenlager entdecken. Auch wenn die einzelnen Keller der Güter nicht wirklich miteinander verbunden sind. Es wird geschätzt, das alle Keller zusammen eine Länge von mehr als 350 km haben.

Hier also die Flaschen mit hellblauem Kronkorken was eindeutig darauf hinweist, das es sich um Flaschen handelt die noch die Hefe beinhalten, und so hier auf Lager vor sich hin reifen.

Auch hier bei Quatresols-Gauthier dürfen wir dann 4 verschiedene Champagner verkosten, wo ich 2 der Getränke insbesondere hervorheben möchte.

Da wäre zunächst einmal der Blanc de Blanc aus 2018 der mit einer leicht strengen Nase aufwartet, aber auch mit viel Frucht. Feine Würzaromen mit einer langen Wirkung und schlanker Note. Im Geschmack eine feine Pfirsich Aprikosen Note. (16,5/20)

Dann verkosten wir als vierten einen Rosé der 4 Jahre auf der Flasche gereift ist und aus den klassischen Sorten PN/PM/Ch und ein wenig Rotwein cuvetiert wurde. Eine feine Nase und leicht mit seiner Frucht. Eine feine und elegante Note am Gaumen mit seiner Frucht, welche mit einer leichten Säure daherkommt. (17+/20) Schon lange nicht mehr so einen feinen Rosé Champagner getrunken.

4 Tage in der Champagne mit tollen Erkenntnissen

Anfang Oktober ging es einmal wieder mit einer kleinen Gruppe Champagner-Liebhaber in die entsprechende Region in Frankreich, wo wir einmal wieder diverse Champagnerhäuser besuchen sollten, die auch alle im Programm des Händlers Champagnerglueck sind.

In diesem Jahr bin ich also bereits zum vierten Mal auf einer dieser intensiven Verkostungsreisen in die Champagne gefahren, wo nicht nur die feinen flüssigen Tropfen, sondern sicher auch die fantastische Landschaft etwas zum Hochgefühl beiträgt.

In diesem Jahr sollte es zu folgenden Häusern gehen, wovon ich nur bisher 2 schon kannte und selbstverständlich gibt es dann aber auch so zwischen den Besuchen der Häuser immer wieder die Gelegenheit weitere Flaschen in kleiner Runde zu verkosten – sei es an einem sonnigen Nachmittag in Epernay, oder zum Abendessen im neu eröffneten Loisium in der Champagne.

Was macht also die Champagne so interessant um dorthin immer wieder für so ein intensives Erlebnis zu reisen, sich mit einer Gruppe von ca. 10 Personen auseinandersetzen, die einem meist vorher unbekannt waren, und dann auf den Verkostungen in den diversen Häusern sehr unterschiedliche Situationen vorzufinden.

Die Champagne hat für mich 3 wesentliche Aspekte:

  • die Beschränkung auf drei wesentliche Rebsorten (Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay)
  • die Gastfreundschaft der allermeisten Häuser in der Region
  • die Landschaft mit ausgezeichneten Blicken, Weiten und bodenständigen Leuten die Ihr Handwerk schon lange pflegen und verstehen.

In diesem Jahr besuchten wir an den 4 Tagen folgende Champagnerhäuser:

  • Deville in Verzy
  • Bonnaire in Cramant
  • Bergère in Ferebrianges und Epernay
  • Bremont in Ambonnay
  • Quatresols Gauthier in Ludes
  • Arnaud Moreau in Bouzy

In dieser kleinen Reportage will ich nicht zu sehr ins Detail bei den einzelnen Häusern gehen, denn das würde den Rahmen sprengen, sondern eher auf ein paar Highlights aufmerksam machen, die mir in den Tagen aufgefallen sind.

Los geht es also mit einem kleineren Bus in München um ca. 5 Uhr morgens, so das wir gegen 15:30 Uhr eine erste Verkostung bei Deville in Verzy auf dem Gut selber genießen können. Das Haus Deville verfügt seit Generationen über ca. 18 ha Rebflächen, wovon selber ca. 8 ha mit den eigenen Flschen vermarktet wird.

Hier zu sehen der Millesime 2012, der vom Haus mit einer Pastete begleitet wird, welche wunderbar dazu paßt und auch von den Gästen kräftig zugelangt wurde. Das Haus verpreßt aber auch für andere große Champagnerhäuser Trauben, welche auf dem eigenen Acker wachsen, oder die sonst auch angeliefert werden. Hier verkosten wir 4 verschiedene Champagner mit einem Blanc de Blanc, einem Rosé, einem Cuvée namens Agape, der als Millesime von 2012 ausgebaut wurde und für mich aus diesem Haus die Höchstnote erhält. (17+/20)

An diesem ersten Tag geht es dann anschließend ins Hotel nach Epernay, wo wir uns dann ein wenig später zum Abendessen in einer Weinbar des Hauses Bergère treffen, wo es diverse kleine Gerichte zum Champagner, oder auch zu einem Wein gibt.

4 Tage in der Champagne, der 2. Tag

An diesem zweiten Tag sollten wir wieder 2 Champagnerhäuser besuchen welche da waren

• Bonnaire in Cramant und

Bergère in Ferebrianges und einem Sitz mit Hotel-Location in Epernay

Beginnen wir also mit dem Besuch bei dem Champagnerhaus Bonnaire, wo wir auch wieder sehr freundliche empfangen wurden und nach einem kleinen Kellerrundgang 6 verschiedene Champagner verkosten durften und zum guten Schluß einen besonderen aus den Jahre 1992.

Dieses Schild am Zaun des Haupthauses sagt zwar zunächst einmal nur das aus, was man so in den meisten Häusern erleben kann, aber nicht wirklich selbstverständlich ist. Der Besuch der Keller ist nicht wirklich selbstverständlich, was man von einer Verkostung nicht sagen kann, denn ohne solch eine werden die Häuser auch nicht wirklich etwas ab Hof verkaufen können. Wir verkosten diverse Flaschen wobei mir insbesondere die Blanc de Blanc Flaschen sehr überzeugen konnten. Der Brut Nature aus 2016 glänzte mit einer feinen Nase und einer recht feinen Note am Gaumen mit frischen und prickelnden Noten von Zitrusfrüchten. (17,5/20)

Ebenso überzeugen konnte mich der Vintage 2015 mit nur 3 gr. Dossage der mit einer sehr kräftigen Kräuternote in der Nase und Gewürzen mit Eisbonbons sich präsentierte. Sehr feine Noten am Gaumen mit einem langen und sehr feinem Abgang. Die Säure ist super eingebunden. (17-18/20)

So fing also der Vormittag bereitsm mit einer wieder einmal ausgezeichneten Auswahl der Region an, wo man so ganz unterschiedliche Noten aus 3 Traubensorten erschmecken konnte.

Dann ging es am Nachmittag zum Champagnerhaus Bergère, wo wir auch zu Gast im Hotel in Epernay sind und diese Tropfen bereits einmal im vergangenen Jahr in dem Bistro verkosten durften. Ein Besuch im Weingut ist aber immer eine besondere Situation und kann in der Original-Location sicher einen anderen Geschmack hervorrufen, als schlicht eine Flasche in einem Bistrio in einer Stadt zu öffnen.

Bei Bergère durften wir auch mal wieder 6 verschiedene Flaschen verkosten, die sich sehr modern präsentierten, vom Etikett her, aber sicher auch von der Herangehensweise der Eigentümer, denn hier wird durchaus auch mal etwas ausprobiert und experimentiert was so die Champagner Herstellung betrifft. In dem Innenhof in Epernay sind die Weinreben der Champagne angepflanzt und nochmals in Ruhe zu betrachten.

Aber auch hier sollten wir zunächst eine kleine Kellertour machen, wo wir wieder die Fäßer, Flaschenlager und sonstige Utesilien betrachten konnten.

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Dann ging es zur Verkostung in einen kleinen Raum mit Theke und einer an die Wand gezeichneten Karte der Lagen.

Bergère ist ein sehr traditionelles Haus, welches bereits seit 1848 besteht und auf ca. 85 ha Ihre Weine anbaut. Es werden ca. 350 Tsd. Flaschen produziert. Aus der Reihe der unterschiedlichen Flaschen konnte mich besonders überzeugen der Extra brut aus 2019 der aus 70% Ch, 20% PN und 10% PM cuvetiert ist. Das Weingut liegt in Ferebriange.

Hier zeigt sich für mich auch einmal wieder, das es nicht nur die ganz kleinen Hersteller mit sehr eigenständigen Champagnern überzeugen könne, sonder auch die mittelgroßen Produzenten, hier mit einer bereits langen Geschichte, als innovativer Betrieb überzeugen können.

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Der vierte und letzte Tag

An diesem vierten Tag sollten wir nach dem Frühstück erst einmal in das Städtchen Beaune schlendern, wo wir einen Rundgang durch das Hospiz du Beaune machten, welches 1443 als Krankenhaus gegründet wurde und seinen Betrieb bis 1971 aufrecht erhalten konnte. Das sogenannte Hôtel-Dieu hat heute noch seinen Betrieb am Laufen für ein Altersheim, welches auch zu den Gebäuden gehört. An diesem Samstag Morgen war der Besucherandrang sehr gering, so das wir fast ganz allein als kleine Gruppe durch die alten Anlagen des sehr gut restaurierten Gebäudes gehen konnten.

Hier der Blick in den Innenhof, der die Dächer wie auch schon im Chateau Corton mit bunt glasierten Schindeln belegt hat. Die Balkone und viele weitere Bauelemente dieses Krankenhauses sind meist aus Holz, was in der Gründerzeit für solche Bauten sicher sehr üblich war. In einem der weiteren Räume konnten wir dann einen Teil der ehemaligen Küche besuchen, wo der große Herd in der Mitte des Raumes steht und man kann sehen, das mit recht fortschrittlicher Technik hier bereits in der Küche gearbeitet wurde, was in der Zeit damals wohl schon bereits revolutionär war.

Zu sehen sind in der Mitte über dem Herd 2 sogenannte Schwanenhälse, woraus das Wasser für die Töpfe welche auf dem Herd standen gezapft wurde. Man muß sich das einfach so vorstellen, das hier in solch einer Küche für mehrer hundert Personen pro Tag gekocht wurde, und das geht nunmal nicht in kleinen Gefäßen zu ein paar Liter. Zu sehen auch an dem großen Topf in der Mitte, welcher sicher so ca. 50-70 Liter faßt. Den heben die Köche nicht einmal so leicht vom Wasserhahn zum Herd. Nach diesem Rundgang verteilte sich die Gruppe etwas über den samstäglichen Markt um die Markthalle herum, konnte diverse Kleinigkeiten einkaufen, was bei mir eine kleine Tüte getrockneter Morcheln war und dann ging es langsam wieder ins Hotel um die Abfahrt Richtung Lyon anzutreten. Auf dem Weg zum Hotel konnte ich noch dieses Gefährt ainfangen, welches eine Spritzmaschine zeigt, die durch die Weingärten der Village Lagen fahren kann und dort gegen diverse Dinge zu spritzen.

Dann ging es mit dem Bus zu einem wunderbaren Mittagessen in der Stadt Mâcon, wo wir direkt am Wasser des Flusses in einem Lokal namens Le Poisson d’Or saßen und bei bestem Wetter und einer leichten Briese unsere Bestellungen genossen. Anschließen wieder in den Bus und direkt zum Flughafen Lyon wo wir dann den Heimflug antraten.

Da der Flughafen Lyon so gebaut ist, das sich hier der TGV und die Fluglinien kreuzen ist es ein regelrechtes Drehkreuz für alle möglichen Verbindungen in Frankreich und darüber hinaus geworden.

Mein Gesamtfazit zu dieser Reise fällt einmal wiedeer recht positiv aus, da nicht nur der Reiseleiter Peter Gallhofer sich sehr professionell zeigte, sonder auch die bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Österreichern und Deutschen eine feine kleine Runde von 12 Teilnehmern war die sich köstlich amüsieren konnte.

Kultur,Küche und Wein im Burgund

Der dritte Tag im Burgund

Der kutirelle Teil im Burgund beginnt diesmal im Museum des Clos de Vougeot, welches früher auch einmal ein Weingut war und heute als Treffpunkt diverser Weinbrüderschften im Burgund dient und sich als Museim für die gesamte Weinbauregion stark macht.

So werden wir vor dem großen Eingangsportal empfangen und im Inneren können wir dann diverse Utensilien aus vergangenen Zeite, aber auch neueren Datums zu Gesucht bekommen.

Diese alte Weinpresse könnte sicher viele interessante Geschichten erzählen, wäre sie bereit Ihre Geheimnisse Preis zu geben. Und da sich in diesen vielen Jahrhunderten, seitdem diese Presse wohl in Betrieb war so einiges in der Weinbereitung getan hat, würden wir aufmerksam lauschen, denn ganz ohne einen geschichtlichen Hintergrund lebt es sich nur halb so schön oder auch gut.

Nach diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit machen wir uns auf zu einer der ganz großen Winzerinnen des Burgund.Anne Gros habe ich, auch mit einer Gruppe von Peter Gallhofer im Jahr 2007 einmal besucht, wobei natürlich in diesen 15 Jahren eine Menge passiert ist, bis hin dazu, das sich Anne Gros mit J.-P. Tollot zusammengetan hat und im Minervois ein ca. 20 ha großes Weingut zugelegt hat, welches wir aber in 2-3 Gläsern auch verkosten sollten. Wir werden von der Tochter von Anne Gros recht freundlich und herzlich begrüßt, und nach ein paar kleinen organisatorischen Klärungen kann es in den Keller zu den Fässern, und zu einigen Faßproben der jüngeren Weine gehen.

Wir können dann also gesamt 5 Faßproben der Burgundischen Weine verkosten, und anschließend noch 3 der Flaschen, welche im Minervois im Süden Frankreichs produziert werden.Die Faßproben beginnen mit einem Blanc aus 2021, wo die Weine im 500 Liter Holzfass reifen. Der Wein zeigt sich bereits recht klar und mit einer feinen Säure. Am Gaumen wirkt dann die Säure ebenso entsprechend klar und nachhaltig nach. (16/20)

Dann geht es in den Rotweinkeller wo wir mit einem Haut Côte de Nuit aus 2021 beginnen. Sehr intensive Nase, super fein und schon reif. Ein voller Mund mit der Frucht vorne und einer feinen Säure zum Finale. Dieser Wein hat wirklich Potential für mich. (17–>18/20)

Dann folgt ein Chambol Village, aus 2021, welcher auf einer Lage wächst, der im Prinzip eine Premier Cru Lage ist. Sehr typisch von der Nase und insgesamt noch etwas unruhig mit feinen Noten vorne am Gaumen und einem leichteren Abgang. (16/20)

Wir setzen die Verkostung fort mit einem Grand Cru, welcher sich mit einer sehr dichten Nase und vollen Aromen bereits sehr präsent zeigt. Ein solch typischer Pinot aus dem Fass verkostet läßt mich schon fast schwelgen in den höchsten Tönen, denn solche Fruchtaromen, die sich hier entwicjkelt habe im Zusammenspiel der Säure am Gaumen kann nur in einem excellenten Weingut mit besten Trauben und viel Erfahrung im Keller zustandebringen. (18,5/20)

Zum Abschluss der roten Reihe gibt es hier noch einen Clos Vougeot von 80 jährigen Rebstöcken der sich noch ein wenig verhalten zeigt, aber trotzdem auch schon fein am Gaumen und mit reifen Fruchtnoten sich zeigt. (16,5/20)

Dann geht es in einem kleinen Verkostungsraum im Anschluss an die Fasskeller, wo wir noch die Weine aus dem Minervois verkosten sollten.An der einen Wand sind mit feinen Strichen die Lagen des Minervois aufskizziert welche ich zum Teil aus langjährigen Reisen mit meinem Bruder Holger in der Region kennengelernt habe.

Hoer also nur ein Beispiel der Karten, wo im Prinzip der größte Anteil des Languedoc abgebildet ist, was so zwischen Montpellier und Carcassonne liegt. Die Region Minervois mit der Ortschaft Casselles links unten zwischen La livinère und Saint Chinian. Diese Weinregion im Süden Frankreichs kann sehr heiß sein und ist am besten in den Monaten bis April und dann im Herbst so im Oktober November zu bereisen. Jetzt aber zu den drei verkosteten Weinen, welche ich auch bereits seit ein paar Jahren kenne, da ich ein paar Flaschen vor einigen Jahren in München erstehen konnte.

Wir beginnen mit dem roten La Ciaude, der sich aus folgenden Trauben zusammensetzt: 40% Carrignan, 40% Syrah und 20% Grenache. Sehr feine dichte Note, rund und ausgewogen aus dem Jahr 2019. So ein sehr typischer Cuvée aus den Trauben des franz. Südens kann unwahrscheinlich herb und Tanninbelastet sein, was sich aber bei dieser Verkostung mit dem 2019er überhaupt nicht zeigte. Der Wein wirkt noch leicht verschlossen. (16,5/20)

Von der gleichen Cuvée können wir dann den 2020er verkosten, der sich mit sehr feinen Fruchtnoten zeigt, eine super ausgewogene Aromatik am Gaumen und auch wiedr Fruchtnoten mit feinen Nuancen. (17/20)

Der dritte im Bunde ist ein roter namens La Combettes, wo eine etwas selten anzutreffende Traube aus dem Süden Frankreichs im Cuvée drin verarbeitet ist, welche den Namen Marselan trägt:

Marselan ist eine Rotweinsorte, eine Neuzüchtung zwischen den Sorten Cabernet Sauvignon x Grenache Noir. Die Kreuzung erfolgte 1961 durch den französischen Ampelographen Paul Truel in der Domaine de Vassal, einer Außenstelle des Institut National de la Recherche en Agronomie der Universität von Montpellier.

Der Wein zeigt sich mit einer erfrischenden Säure am Gaumen, dichte Nebentöne und wir erhalten die Info, das dieser Jahrgang aus 2020 der erste geerntete Jahrgang auf der Flasche ist, der aus den Neuanpflanzungen geerntet wurde. (16/20)

Nach dieser großartigen Verkostung geht es per Bus mit der Gruppe zu einem kleinen Mittagessen in einem mir bereits bekannten Lokal in Vosne Romanée. anschließend dann Weiterfahrt in die Region Corton auf das Château Corton, wo wir wieder einige Weine des Weingutes, mit der Anzahl insgesamt 6, im Weinkeller verkosten. Wir werden von einem gro0en Schloß empfangen, welches einen Garten mit sehr alten und stattlichen Bäumen beherbergt.

Auch hier die Dachziegel sehr typisch bunt glasiert, welche in einem schönen Muster auf die Dachstühle aufgelegt werden. Solche Muster kann man auch auf dem Hospiz de Beaune oder auch sonst auf diversen Kirchdächern finden. Im Weinkeller konnten wir dann 6 verschiedene Weine verkosten, die sich von einem weißen Le Santenay aus 2014 über einen Mersault aus 2018 und weiter zu einem Corton Charlemagne auss 2019 reichte. Dieser letzte Corton Charlemagne aus 2019 ist ein Grand Cru und kostet regulär 130.-€. Das ist schon einmal für einen Grand Cru aus gutem Hause ein ganz normaler Preis.

Dann verkosten wir noch 3 rote Tropfen, welche von einem Corton Premier Cru aus 2016 namens Monterey, welcher sehr typisch für die burgundischen Pinot Noir stehen kann. Nebenbei bemerkt war ds Jahr 2016 für das Burgund und manche Weingüter so katastrophal, das z. Bsp Ch. Corton 55% der Ernte verkoren hatte. Dann verkosten wir noch einen Premier Cru, Aloxe-Corton, Les Poullands aus 2017 und einen Corton Grand Cru, Chaumes aus 2016 die beide recht harmonisch um Glas wirken.

Diese Keramikfigur im Keller ausgestellt zeigt sicher mit einem gewissen geschichtlichen Hintergrund, wie stark die Weinwelt im Burgund hier verwurzelt ist. Das Jahr links unten auf dem Fass ist dann auch wohl das Jahr der Entstehung. Im Garten konnten wir dann noch ein wenig verweilen, während andere Gruppenmitglieder ein paar Flaschen einkauften, wobei uch dann am Rande der Weinreben einen Blick auf die bereits sehr weit entwickelten Trauben werfen konnte. Fot erstellt am 17.Juni 2022.

Zum guten Schluß noch ein kleiner Blick auf ein Schild auch im Garten der Anlage, wo sich das Weingut mit den Öffnungszeiten etc. präsentiert.

Rückfahrt mit dem Bus wieder nach Beaune, wo wir einen kleinen Besuch der Moutarderie (Senfmacher) abstatten, die nur 2 Häuser weiter neben unserem Hotel liegt.

Der Blick in den Innenhof, wo sich manche Kunden bereits im Verkaufsraum tummeln und wir dann als kleine Gruppe noch dazukommen. Eigentlich war ein kleiner workshop geplant, wo wir unseren eigenen Senf kreieren sollten, aber auch hier wa<r die Sache geplatzt, weil die Firma aufgrund Personalmangel die Gelegenheit bereits geschlossen hatte.

Der kleine Innenhof war mit diversen Malereien bedeckt, wo auch die Senfherstellung von der Pflanze bis zum fertigen Produkt dargestellt war. Hier ein alte wohl Citroen mit einem Senffaß daneben, welches sicher so auch heute noch zum Einsatz kommen könnte.

Am Abend geht es dann in Beaune zum großen Abschlußessen in ein * Lokal mit Namen Le Cèdre wo wir in wunderbarem Ambiente im Grünen Garten sitzen, allerdings die Ringstrasse um die Stadtmauer von Beaune herum sehr nah und laut ist.

Hier die Hälfte der Gruppe am zweiten Tisch, wo natürlich an diesem Abend auch wieder einige gute Tropfen unsere Kehlen herunterliefen. Nur ein Beispiel daraus hier im Bild.

Dieser Aloxe-Corton von der Domaine Tollot-Beaut war gigantisch gut und paßte ausgezeichnet zu unseren diversen Gerichten auf den Tellern.

Die Vorspeise mit Spargel, Entenstopfleber und getrocknetem Entenfilet, sowie einer Limetten Zabayone.

Der Hauptgang bestand dann aus Dry-aged Rind, welches gegrillt wurde mit grünen Erbsen, einem Stück Fenchel, der aber eher wie ein Stück Chicorée wirkte, sowie einer reduzierten Minze-Sauce.

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Der zweite Tag im Burgund

An diesem zweiten Tage im Burgund sollte es zunächst einmal in die Senf-Stadt Dijon gehen, wo wir eine interessante und kurzweilige Stadtführung einer französischen Dame in fast perfektem Deutsch genießen konnten. Während dieser Stadtführung gab es viele Details an Architektur zu bestaunen, aber auch ein interessantes Tier, welches für die Stadt Dijon steht und die Stadt entsprechend repräsentiert – eine Eule.

Nach diesem Stadtrundgang ging es mit unserem Bus auf eine nächste Station, welche auf dem Weingut Trapet in Gevrey-Chambertin beheimatet war. Dieses biodynamisch arbeitende Weingut hat wie so viele weitere in der Region Burgund eine lange Tradition und macht enorm interessante Weine, wo wir dann als Gruppe auch noch unser Mittagessen genießen durften.

Hier ein kleiner Blick auf die Eingangstür einer der Tore zum Weingut, wo der Bame des Weingutes in einem ersten Anfangsbuchstaben des „T“ als eine Art Logo in die metallische Fläche geschnitten ist. Der Begriff „La Maison“ steht dann sowieso eigentlich für sich, was zu deutsch Das Haus heißt.In der Kombination mit dem Mittagessen sollten wir aber dann auch die Weine desy Hauses verkosten dürfen, die sich auf 5 Ihrer Sorten zwar beschränkten, dafür auch zu dem Essen ganz besonders gut mundeten.

Hier zum weiteren Verständniss der französischen Kultur, denn in Frankreich wird nicht zum Wein etwas gegessen, sondern zum Essen wird oft der entsprechend passende Wein serviert und getrunken. Also auch hier zum Mittagessen drei Weine welche ich gleich weiter ein wenig beschreiben werde.

Zum Mittag soltle es hier also einen Jambon Persilée geben, was so viel heißt wie ein Schinken mit Petersilie und in Aspik eingelegt als Art Terrine.

Sehr fein und richtig schön kräuterig vom Geschmack her, was auch ganz gut zum ersten Wein, einem Chardonnay aus 2020 paßte.

Dann folgt ein Rouge Village, der aus dem Jahr 2017 stammt und mit feinen fruchtigen Noten daherkommt und eine feine Säure am Gaumen entwickelt.

Dann wird uns ein ganz klassisches französisches Gericht serviert, welches ein Boeuf Bourgignon ist und ich leider im Foto nicht festgehalten habe, aber dieses umso besser schmeckte. Dazu gab es ein Premier Cru vom Weingut aus 2017 welcher mit sehr feinen Kirschnoten und einer hellen Frucharomatik sich zeigte. Sehr passend zum kräftig eingekochten Boeuf Bourgignon.

Anschließen wurde uns noch ein Grand Cru Chambertin aus 2ß11 serviert, der sich ebenso wunderbar zu dem Hauptgang des Boeuf Bourgignon gesellte und für mich einer der Spitzenweine dieser Weinreise werden sollte.

Die Eleganz dieses Weines liegt nicht nur daran, das dieser Wein bereits so ca. seine 11 Jahre hinter sich hat, sondern das natürlich auch der Winzer im Weinberg, aber auch ein wenig im Keller entsprechend mit den richtigen Werkzeugen arbeiten muß, um solche Erdgebnisse zu erreichen.Final dürfen wir hier noch einen weißen Marsannay Village verkosten, der sich zum Dessert gesellen soll.

Das war jetzt eine kleine Tour de Force mit Mittagessen, diversen verkosteten Weinen, guten Gesprächen und einer recht feinen Küche im Weingut selber, was man so nicht aller Tage erleben kann. Alle Achtung nicht nur den Köchen, sondern auch dem Weinmachern, wo aber immer noch die Natur die Hauptrolle spielt.

m Nachmittag geht es dann zunächst einmal zum Weingut Chateau d’Ardhuy, welches nicht weit weg an der Côte d’Or liegt und von der Strasse aus direkt zu erreichen ist.

Nach einem Kellerdurchgang welcher auch hier keine großen neuen Erkenntnisse bringt können wir auch hier die diversen Weine verkosten die das Weingut so erzeugt. Die Weine werden auf ca. 38,5 ha erzeugt, welche sich in 45 Lagen aufteilen. Die kleinste Lage ist dabei gerade einmal o,4 ha groß und es werden auf allen Lagen insgesamt so ca. 120 Tsd. Flaschen pro Jahr erzeugt.In einem schlechten Jahr, wo das Wetter mal leider nicht so mitspielt sind es gerade einmal wie in 2016 32 Tsd. Flaschen gewesen.Wir verkosten insgesamt 5 Weine, welche sich in meinen Benotungen recht gut in den Regionen von 16,5 bis 19 bewegen.

Im Verkostungsraum selber, welcher schön großzügig angelegt ist sitzen wir an einer großen Tafel, wo an einer Längswand dann eine Art Schiefertafel hängt, die mit Kreiden die diversen Lagen aufzeigt, wo das Weingut seine Anlagen und Weinberge verorten kann.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt, welcher das Weingutsgebäude und links daneben die Weingutslagen einer der Hügel aufzeigt. Aber damit sollte an diesem Tag noch nicht Schluss sein mit den Verkostungen, denn wir fuhren noch in eine südlichere Region auf das Chateau Pommard. Diese Chateau wurde vor ein paar Jahren an einen Kanadischen Investor verkauft und es wird derzeit ein großes Wellness-Hotel auf dem Areal des Weingutes aufgebaut. Die Weinlagen umfassen insgesamt 20 ha, welche alle direkt um das Haupthaus des Weingutes liegen.

Hier zu sehen auf dem Plan, welcher sich direkt um das Haus auf der linken Seite gruppiert die diversen Weinlagen, welche im Prinzip aner alles Village Lagen sein müßten.Das Weingut kauft noch weiße Trauben von anderen Winzern zu und vermarken somit im Jahr ca, 80 Tsd. Flaschen Ihrer Marke. Wir verkosten gesamt 5 Ihrer Weine vom Blanc Ch. Ladoix bis zum Monopole Assamblage aus 2016.

In einem Raum wo wir die Weinlagen sehen konnte wurden dann auch die diversen Bodenprofile in großen Gläsern präsentiert

Für mich liegen die Weine alle so zwischen 15,5 bis 16 Pkt. was aber wohl auch mit der Klientel des Weingutes aus dem entfernten Kanada zu tun hat.

Hier die 5 verschiedenen Weine die wir auf dem Weingut verkosten konnten.

Zurück in Beaune sollte es dann am gleichen Abend natürlich wieder in ein kleines aber sehr typisches Lokal gehen, welchesy Peter am Abend zuvor bereits kurzfristig reserviert hatte, und wo wir dank des guten Wetters im Freien auf der Terrassem so zwischen Strasse, Lokal und manchen sonstigen Aktivitäten in Beaune sitzen konnten.

Das Lokal hieß Maison du Colombier und wurde von einem Koch betrieben, welcher früher wohl in Beaune ein Sternelokal hatte, welches er aber aufgegeben hatte, und nun dieses etwas pitoreske Lokal an einer Strassenecke betreiben sollte.

Wir saßen also den ganzen Abend bei bestem Wetter auf der Terrasse und genpssen unsere diversen Tapas von Spargel, Blutwurst, Fischchen auf selbst gebackenem Brot und diverse andere Spezialitäten. Hier ein Beispiel derer.

Und da aber solche Lokale, insbeondere in Frankreich, manchesmal eine solche Weinkarte habe, die einen umhaut, konnten wir als Gruppe natürlich auch hier so die diversen feinen Tropfen verkosten. Ein Beispiel aus der Reihe der Flaschen hier im Bild, welches ein Pinot Noir von Savigny-Lavières als Premier-Cru von Dom. Tollot-Beaut ist. Ganz großartig und sehr fein nicht nur am Gaumen, sondern auch zu diversen Platten der Tapas.

Kultur, Küche und Wein im Burgund

Nachdem ich vor mehr als 3 Wochen von der Moselreise zurückkam, habe ich mich mit einer kleinen Gruppe von 12 Personen auf eine Genussreise ins Burgund aufgemacht.

Die 4 Reisetage beginnen in Lyon am Flughafen, namens St. Exupery, und verlief mit dieser Gruppe so harmonisch und angenehm, das der letzte Tag am Flughafen zurück in Lyon fast zu schnell vorübergleitete, auch wenn das Programm entspannt und doch gut gefüllt war mit folgenden Besuchen:

  • Die Kulturstätten:
  • Klosterabtei Tournus
  • Stadtrundgang Dijon
  • Clos de Vougeot
  • Hotel Dieux in Beaune
  • Die Küchenstationen:
  • La Ciboulette in Beaune
  • Mittagessen im Weingut Trapet in Gevrey-Chambertin
  • Maison du Colombier in Beaune
  • Restaurant la Toute Petite Auberge in Vosne Rpmanée
  • Sternerestaurant Le Cédre in Beaune
  • Le Poisson d’Or in Macon – ohne Fotos
  • Die Weingüter:
  • Ch. Chamirey
  • Ch. Trapet
  • Ch. d’Arhuy
  • Ch. Pommard
  • Dom. Anne Gros
  • Ch. Corton

Der erste Tag im Burgund

Dann beginne ich hier mit dem ersten Tag im Burgund, wo es zunächst auf ein mehr als. 1000Jahre altes Kloster geht in Tournus. Dieses Kloster nennt sich St. Philibert und hat eine bewegte Geschichte hinter sich, aber auch diverse Innovationen gebracht, welches uns unserer Reiseleiter Peter Gallhofer erzählen konnte.

Direkt am Platz vor der Abtei steht ein Rathaus mit klassischer Uhr und wir konnte uns bei relativ großer Hitze uns ein wenig im Schatten des Klosters die Berichte des Reiseführers anhören.

Nach diesem Kulturteil ging die Fahrt mit dem großzügigen Bus zum ersten Weingut mit Namen Ch. Chamirey, welches in der Region Mercurey an der Côte Chalonnaise liegt.

Der Bus platziert sich direkt vor dem Weingut auf einem Platz und wir gehen zunächst einmal im Gebäude wie oben gezeigt in den ersten Stock wo sich eine wundrbare Terrasse auftut und den Blick auf diverse Weinlagen freigibt.

Hier kann man sehr deutlich sehen, wie die Weinberge im Burgund strukturiert sind.Unten zwischen den Straén im Flachland hat sich über die Jahrhunderte der Kalk, Lehm und Kisel von den Hängen heruntergeschwemmt, wo hier dann die Weinlagen als Village bezeichnet werden. Die nächsten Lagen, welche sich Richtung der Hänge leicht erheben nennt man Premier Cru Lagen, und die besten Lagen darüber, aber nicht ganz an den Waldrand reichend, nennt man Grand-Cru Lagen.

In diesem Weingut, welches noch weitere Güter zu seinem Besitz zählt, konnten wir 5 Weine verkosten, die ich hier auf dem Foto zeigen kann.

Die Preise dieser Weine liegen so zwischen 27.- und 90.- €, was aber noch relativ günstig ist für das Burgund. Da werden wir in den nächsten Tagen noch ganz andere Tropfen zu verkosten bekommen.

In dem Verkostungsraum, wo die Gruppe Platz genommen hatte, hingen auch einige Tafeln mit Jahreszahlen beschriftet und diversen weiteren Kürzeln, die ich hier kurz erläutern will. Ich habe einmal exemplarisch meinen Jahrgang zugrundegelegt.

Die zweitoberste Jahreszahl aus 1953, welches auch mein Geburtsjahr ist, zeigt einmal die Ziffer 30 hintere der Jahreszahl, was den Erntetag im Monat Oktober wohl anzeigen soll. Die Anführungszeichen danach sollen wohl zeigen, das ebenso wie im Jahr 1952 a 7 Tagen geerntet wurde. Und das Kürzen hinter diesen Ziffern – natürlich auf französisch – soll heißen „Très bon Vin“ (TBV)

Das war es dann zunächst einmal mit dieser Verkostung und wir fuhren mit dem Bus nach Beaune in unser Hotel, wo wir die Zimmer bezogen und uns für 19:30 Uhr zum Spaziergang in ein Lokal mitten in Beaune aufmachten. Wir mußten durch fast die gesamte Innenstadt wandern, was aber nur noch mehr den Hunger anregte. Wir belegten mit unseren 13 Personen fast einen gesamten Nebenraum wo es entsprechend eng zuging, aber trotzdem recht gemütloch war.

Hier ein kleiner Beleg, was ich mir bestellt hatte. Ein Töpfchen mit Schnecken in Senf Petersilien-sauce. Und ein Kaninchen-Schlegel der wunderbar fein wohl auf Miedrigtemperatur gegart war.