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Champagner Verkostungsreise im September von Reims aus

Die Champagne im Spätsommer zu bereise ist insbesondere bei trockenem und schönem Wetter besonders angenehm. Dazu kommt natürlich dann aber auch eine entsprechend fachkundige kleine Reisegruppe die sich auf den diversen Verkostungen der nächsten Tage so harmonisch in die Gruppendynamik einbringen konnte das die einzelnen Geschmäcker der Champagner aber auch die diversen Speisen in den Sterne Restaurants zu einem intensiven Erlebnis werden können. Busfahrer spielen in solchen Situationen manchesmal zwar auch eine Rolle, aber wir hatten für die 9-köpfige Gruppe einen sehr voluminösen Bus der jedem wohl eine ganze Bank zum Ausstrecken Platz geboten hätte.

Einiges Teilnehmer reisten aus Österreich an, weitere mit dem Auto direkt aus Ihrer Heimat in die Stadt Reims und ich selber flog dann auch recht pünktlich von München nach Paris, wo uns der gebuchte Reisebus mit den weiteren Teilnehmern erwartete und wir uns auf den Weg in die zentrale Stadt der Champagne – Reims – aufmachten. Im Hotel angekommen wollten wir uns erst einmal kurz erfrischen, aber die Lust auf einen guten Schluck zum Start in diese knappe Woche in Reims und Umgebung lockte uns dann doch auf die Terrasse des Hotels, welche direkt neben der berühmten Kathedrale von Reims lag, wo in den vergangenen Jahrhunderten diverse französische Könige gekrönt wurden.

Unser absoluter Fachmann in Sachen Champagner griff sich die Weinkarte und bestellte eine Magnum Moet&Chandon Millesim 2015, Grand Vintage, Extra Brut.

Als Einstieg für den Abend sicher eine sehr gelungene Wahl und alle Teilnehmer die noch aus den Zimmern sich dazugesellten konnten sich an dem feinen Tropfen ebenso erfreuen wie wir, die zu dritt als Erste auf der Terrasse Platz genommen hatten.

Am Abend war für die Gruppe der 9 Personen im Restaurant Le Millenaire, welches derzeit mit 1 Michelin Stern dekoriert ist reserviert, und wir schlenderten vom Hotel in ca. 1o Minuten zum entsprechenden Lokal.

Dort eingetroffen ging es aber erst einmal in den ersten Stock, wo wir an einem fein dekorierten Tisch rundherum Platz nahmen und die Weinkarte gereicht bekamen. Das sollte auch auf den weiteren Besuchen natürlich zu einem gewissen Ritual auf dieser Reise werden, denn wir hatten mit dem Chefredakteur des Falstaff, Peter Moser, einen ausgewiesenen Fachmann in Sachen Champagner für diesen „Job“ unter uns in der Gruppe mit dabei. Hier also einmal ausnahmsweise die Weinauswahl vorneweg was an diesem Abend zum Menü so an Getränke ausgesucht worden war.

Von links nach rechts beginnen wir mit einem Champagner von Leclerc Briant in der Magnum der sich fein zu den gereichten Amuse Bouche gesellte.

Dann folgte ein Ch. Pierre Paillard, Bouzy, Bl. de Noir, sowie ein Ch. Mailly aus 2018, gefolgt von einem Sancerre von Dom. Vacheron, und einem Ch. Castelnau, Galena 92, Brut der wiederrum gut mit den Dessert harmonierte.

Kaum ist der erste Champagner geöffnet und eingeschenkt kommen auch schon die ersten Amuse Bouche auf den Tisch, die meist mit sehr ausschweifenden Erklärungen des Service einhergehen, die man sich in der Regel nie wirklich merken kann. Dafür spielt natürlich der eigene Geschmack eine große Rolle, denn das ist dann das wirkliche Vergnügen an so einem Abend sich die diversen Geschmäcker der einzelnen Happen oder Teller einzuprägen oder auch auf dem Gaumen zerrinnen zu lassen. Los geht es damit:

Ganz links eine unscheinbare kleine Portion Melone, dann eine kleine Teigschale mit kräftig grünem Gelee und Crème, gefolgt von einem leicht krustigen Törtchen und ganz rechts eine Teigrolle mit cremiger Fpllung.

Das zweite AG war schon sehr fein angerichtet mit einem blütenförmigen Teignetz, darunter einige grüne Kräuter und in der Mitte ein wenig dunkler Kaviar der scih ganz ordentlich zum ersten Champagner machte. Es folgten diverse kleine Teller mit Butter, einem Brioche-Riegel und ein erster Gang mit einer Art Tomate, die sich mit einer Kugel von aufgeschäumter Crème zeigte.

Dann folgte ein Gang mit einem Weißfisch der auf einem sehr feinen Sößchen von gelben und grünen Zucchini mit diversen Ölen angemacht war.

In einigen Fällen an diesem Abend aber auch an diversen weiteren Gelegenheiten in den anderen Sterne Lokalen werden heutzutage die Saucen oft erst am Tisch auf den Teller angegossen, was insbesondere dann den Vorteil hat, wenn die Saucen angewärmt sind sich das Gericht mit einer solchen warmen Sauce wunderbar vereinigen kann und nicht der halb erkaltete Teller mit seinem Gericht erst aufgetischt wird. Beispiele folgen noch. Bei diesem Gericht gab es allerdings eine weitere sehr interessante Variante, wo sich eine halbe Schale einer Stabmuschel gefüllt mit einem fein dekorierten Crème dazugesellte, der mit dem Teller vom Gast selber eingefüllt werden konnte.

Dann folgte ein Gang mit Hummer der sich recht frisch und sehr ordentlich präsentierte.

Links neben dem Hummer noch eine Portion angerichteter kleingeschnittener recht säuerlicher Apfel mit ein paar Kräuterblättern. Dazu eine Art Béchamel oder Safransauce.

Dann folgte ein Gericht mit Pilzen die in einem feinen recht dunklen Gelee eingebaut waren die auf einer stark aufgeschäumten Sauce ihren Platz fanden. Hier wäre anzumerken das der Kontrast von Pilzen zu dem ummantelnden Gelée ein sehr feine Kombination bildeten.

Final dann ein Fleischgericht, welches von einer kleinen Tomatentarte begleitet wurde und insgesamt auch sich ganz ordentlich zeigte.

Es folgen 2 Desserts die bemerkenswerterweise auch in Frankreich fast immer recht süß ausfallen. Hier die entsprechenden Fotos dazu:

Sehr fein in der Präsentation wo diverse Kräuter in einer dünnen Scheibe von geeistem Crème sich eingebettet haben. Darunter noch diverse süße Geschmäcker mit einem leichten Crunch.

Final diese doppelte Kaffeebohne, welche links einmal mit Kakaopulver auf dem Teller dekoriert wurde und rechts von einer sehr dünnen Schokoschale die diversen süßlichen Crèmes sich auf dem Teller dem Gast entgegenlächelten.


Geburtstagsessen im Alois bei Dallmayr und Rosina Ostler

Mit 3 Gästen war ich Mitte Juni zum Abend eines Freitags im Zentrum Münchens, wo im Hause Dallmayr das Restaurant Alois sich im ersten Stock befindet. Was macht man nicht so alles zu einer Geburtstagsfeier. Auch wenn es in diesem Jahr kein runder Geburtstag war, wollte ich einmal wieder eine exzellente kulinarische Menüfolge mit den Freunden erleben, welche ich in den letzten Jahren immer wieder einmal in gleicher Runde genießen konnte. Also was macht so eine Geburtstagseinladung dann aus? Sind es die Gäste, ist es die außergewöhnlich Menüfolge, sind es die Getränke, die Musik oder auch der Entertainment Faktor? Für mich sind es an erster Stelle die Gesellschaft der guten Freunde und der gemeinsame Austausch zu Menü und Getränken. Klar sagt jetzt manch einer das so ein Gourmet diese Dinge in den Vordergrund stellt, aber bei vielen anderen Freunden sind es doch wesentliche andere Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung. Nun genug zur Vorrede, denn ich war schon sehr gespannt auf das im internet angekündigte Menü, welches wir mit folgenden Weinen begleiten ließen.

Wir starten mit einem Champagner Bollinger Special Cuvée.

Dann folgt ein Sauvignon Blanc vom Weingut Waßmer aus Baden.

Gefolgt von einem roten Tropfen aus der Region Gigondas – Chateau de Saint Cosme aus dem Jahr 2017.

Aber jetz zum 16 gängigen Menü welches von einer sehr klar gestalteten Speisekarte begleitet wurde, die einem die Reihenfolge und deren Verfolgung leichter machte.

Ich will zu den einzelnen Gängen jetzt nicht gerade viel schreiben, denn viele der Gänge werden dadurch auch nicht klarer – die beste Variante wäre schlicht selber dort einmal abends hingehen und das Menü bestellen (300.-€)

Wir starten mit einer kurzen aber sinnvollen Erklärung des Service, das es zu Beginn erst einmal 6 Fingerfood Gänge gibt, die von einer „Signature Rosina“ unterbrochen werden können, welche wir aber an diesem Abend wegließen. Somit geht es wie folgt los:

Kohlrabi, Kürbiskern, Unreife Stachelbeere

Absolut Exzellent mit Frische und feiner Säure. Ein toller Start – auch zum Champagner.

Stör, Körnerfenchel, Zierquitte

Das ist ein Teller für 2 Personen, als jeweils 1 Fingerfood. Sehr fein, wo der Stör dominiert.

Auster, Alge, Bergamotte

Dieser kleine Teller war schon sehr elegant angerichtet, wo die Auster in der Mitte versteckt war und doch relativ stark von der Alge und der Bergamotte überdeckt wurde.

Senfkraut, Radieschen, Raps

Sehr schön angerichtet und toll kombiniert mit dem Raps und dem Senfkraut.

Bayerisches Wagyu, Morchel, Zimtblüte

In einem kleinen gebackenen „Töpfchen“, wo die drei Zutaten sich vermählten waren hier die drei Geschmackskomponenten ganz besonders gut herausgearbeitet.

Holunderblüte, Alois Selektion Kaviar, Weissbier

Die Holunderblüten waren wohl in dem Weissbier frittiert und unter dem Kaviar war noch eine helle Crème versteckt die ausgezeichnet zum Kaviar paßte.

Jetzt folgen nach den Fingerfood Happen die etwas größeren Teller wo mich insbesondere die Saucen ganz besonders überzeugten.

Spargel, Büffelmilch, Feigenblatt

Mit dieser Variante von Spargel – hauchdünn geschnitten und aufgefächert angerichtet kamen einmal wieder alle Geschmaclskomponenten ganz besonders gut heraus.

Bachforelle, Junge Erbsen, Lorbeer

Hier mußten es also 2 Fotos für das eine Gericht sein, denn wie im ersten Bild zu sehen kam der Service mit der Sauce und den jungen Erbsen an den Tisch zum Angießen. Das Gesamterlebnis dieser Folge umso vollkommener auf dem Teller.

Intermezzo mit einem sehr blumig ausstaffierten Teller, wo die Hühnerteile, bereits gegart uns präsentiert wurden und diese dann in der Küche wohl erst fertig gefüllt wurden.

Gefüllter Hühnerflügel, blauer Portugieser, Alois Hot Sauce

Für mich ein sehr innovatives Gericht, wo Hühnerfleisch mit Käse kombiniert von einer toll aufgeschäumten Sauce aber auch eine leicht scharfe Komponente dazu paßt.

Hummer, Blutorange, Speck

Auch hier einmal wieder eine Top-Sauce zu den 3 Hummerscheiben

Kalbsleber, Pfifferlinge, Oregano

Nochmals eine sehr elegante und passende Sauce zu allen weiteren Komponenten.

Koriandersaat, unreife Tomate, Kopfsalat

Hier gab es eine kleine Anleitung vom Service, wie das Gericht zu genießen ist. Die Koriandersaat rechts auf dem Deckel zuerst in den Mund und anschließen den pürierten Kopfsalat aus der Schale dazulöffeln.

Lamm, Kapuziner (kresse), weiße Bohnen

Wieder eine der ausgezeichneten Saucen an den Scheiben vom perfekt gegartem Lamm.

Es folgen die Desserts in den nächsten 3 Gängen

Grüne Erdbeere, Strahlenlose Kamille, Wermut

Top Kombination aus Chrunch, Kühle, Süße und weichen Komponenten.

Sauerrahm, Szechuan, Zwetschge

Dessert einmal wieder ganz anders und anregend frisch.

Honigbuchtel, Rose, rosa Pfeffer

Hier habe ich leider das Foto verpaßt – aber damit ist jetzt auch Schluß.

Ein sehr gelungener und runder Abend unter Freunden in einer ebenso entsprechend angenehmen Atmosphäre.


Weinfest des Menzinger Weinladen mit VDP Verkostung von Dr. Crusius

Am ersten Tag des Weinfestes des Menzinger Weinladen in Obermenzing gab es eine Verkostung mit dem Weingut Dr. Crusius. Die Location war die Zehentscheuer in Obermenzing, die nicht weit weg von der Blutenburg liegt und für dieses Weinfest wohl vom Weinbauverein der Obermenzinger gemietet wurde.

Am ersten Tag gab es gleich eine schöne Verkostung mit dem Weingut Dr. Crusius, welches von der Nahe stammt und eine lange historische Geschichte hat. Das Weingut hat ca. 25 ha Weinrebfläche und wird auf der heutigen Verkostung von der Tochter des Weingutes, Frau Rebecca Crusius, vertreten.

Das Weingut Dr. Crusius ist auch Mitglied im VDP und dort bereits seit den 80er Jahren ein aktives Mitglied von der Nahe. Ein kleiner Wehrmutstropfen für diese Verkostung war allerdings, das die zu verkosteten Weine nur die einfachen Sorten an weißen Weinen und die Cuvées solcher Sorten anstanden. Alle Großen Gewächse, welche das Weingut auch erzeugt blieben leider außen vor. Meine Vermutung: die Veranstalter wollten nur die günstigen Weine für das Weinfest anstellen. Nichtsdestotrotz hätte man natürlich für so eine Verkostung auch ganz einfach 1-2 GG mit zur Verlostung anstellen können, zumal die Verkostung für knapp 30.-€ auch ein wenig Geld kostete. Dr. Crusius produziert im Jahr so ca. 120 Tsd. Flaschen und ist seit 1984 Mirtglied im VDP.

Die Weine: gesamt verkosten wir 6 weiße Sorten aus der Basiskategorie.

Der erste Wein mit einer Betitelung: „DolceFarNiente“ ist im P<rinzip ein gemischter Satz, den man eher aus den österreichischen Regionen kennt.

Der zweite Wein ein Cuvée aus WB un∂ Auxerrois.

Dann folgt ein Frühburgunder – weiß ausgebaut.

Dieser wird gefolgt von einem Weißburgunder mit Namen Kaffel. Dieser Wein bekam von mir die höchste Bewertung in dieser 6er Reihe. Feine Gewürznoten mit leichten Terroir Noten. Steinig, mit süßlicher Note, weniger Tiefe welcher hauptsächlich im Holz ausgebaut wurde. 600/300 Liter Fässer. (16,5/20)

Es folgt ein Cuvée von WB mit Ch. aus 2023 der eine leichte chremigkeit im Abgang mitbringt. Ein wenig Dichte am Ende.

Final folgt dann ein Riesling der sich mit einer typischen Nase präsentiert. Jahrgang 2024. Sehr schöne Gaumennote mit leichten Spitzen von Säure, aber recht gut eingebunden.

So präsentiert sich die Reihe der Weine die verkostet wurden. Leider ohne rote Sorten und gänzlich ohne GG. Das kann sicher in den nächsten jahren noch besser werden mit solchen Verkostungen.

Aber immerhin ein Anfang für Menzing – im Westen von München.


Süßwein Verkostung mit 12 Weinen aus 4 Ländern

Vielleicht insgesamt ein wenig exotisch, aber so mitten im April einmal eine Süßwein Verkostung zu veranstalten war aufgrund der anstehenden Weine doch eine recht unterhaltsame und auch geglücktes Unterfangen an einem sonnigen Samstag Nachmittag.

Die Verkostung sollte 4 flights beinhalten, welche aus 4 verschiedenen Ländern stammten, und jeweils mit 3 Weinen aus dem Land bestückt war. Die Länder in der Reihenfolge der Verkostung:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Italien
  • Frankreich

Und zwischen den einzelnen flights gab es dann etwas zur Stärkung und auch zur Neutralisierung der Geschmacksnerven aus der Küche. Ich werde hier in der Beschreibung der einzelnen flights nicht zu detailliert auf die einzelnen Weine eingehen, aber doch insbesondere bei herausragenden Geschmäckern ein wenig mehr dazu erzählen.

Flight 1: Deutschland mit

  • Peter Winter aus Rheinhessen mit einem Spätburgunder Rosé Beerenauslese
  • Heymann-Löwenstein von der Mosel mit dem Riesling von den Schieferterrassen aus 2003
  • Glaser-Himmelstoss aus Franken mit einem Müller Thurgau als Beerenauslese aus 2009

Dieser erste flight brachte insgesamt bereits einen ganz tollen Einstieg in den späten Nachmittag, denn diese 3 Weine waren auch von Ihrer Gesamtstruktur recht unterschiedlich.

Der PN Rosé konnte breite Zustimmung erzeugen und schmeckte fein. Dann der fein gealterte und bereits dunkel daherkommende Risling von der Mosel weckte sicher auch Erstaunen aus, was aber ebenso einem Müller Thurgau aus Franken gelang, der sich mit einer tollen Frische und Leichtigkeit zeigte die von einem solch gealterten Süßwein kaum zu erwarten war. Die beiden Weine von der Mosel und aus Franken erhielten von mir beide 17/20 Punkten.

Hier noch 2 kleine Eindrücke aus dem Weingut von Heymann Löwenstein

Nach diesem ersten Flight ein Brioche mit Foie Gras

Flight 2 aus Österreich mit

  • Heidi Schröck aus dem Burgenland mit einem Welschriesling Weißburgunder Cuvée aus 2022
  • Ein Gelber Muskateller von Feiler Artinger als Ruster Ausbruch von 2020
  • Vom Weingut Temer ein Welschriesling Weißburgunder Cuvée als Trockenbeerenauslese aus 1999

Diese drei Österreicher aus dem Burgenland präsentierten einen schönen breiten Durchschnitt für die Präsenz der Nachbarn aus dem Süden.

Insbesondere der Cuvée vom Weingut Temer zeigte sich mit einer ganz besonderen Note von rauchigen Geschmäckern, Salzigkeit am Gaumen sowie Kaffeenoten und feinen Cognac-Noten die sich lange am Gaumen und im Abgang hielten. Hier eine 18,5/20 als meine Bewertung.

Hier ein kleines Beispiel der diversen Weine von Heidi Schröck, die ja nicht nur Süßweine produziert, sondern auch diverse weitere gute Tropfen.

Nach diesem zweiten Flight sollte es aus der Küche erst einmal eine kräftige Note eines Garnelen Currys geben, der insgesamt und allen Beteiligten sehr fein mundete.

Flight 3 aus Italien mit

  • Genossenschaft Kaltern mit einem Passito Serenade aus 2011
  • Weingut La Vialla mit einem Passito aus Moscato 2009 und meist in Sizilien angebaut
  • Genossenschaft St. Michael Eppan mit einem Passito aus 2007

Das wir für diese Verkostung ausgerechnet drei Passito aus Italien hatten war eher ein kleiner Zufall, aber in der Verkostung dann ausgezeichnet zu vergleichen, denn die Trauben stammten auch aus unterschiedlichen Regionen in Italien. Meine Bewertung dieser drei Passito fiel relativ gleich aus, auch wenn sie aus drei unterschiedlichen Jahrgängen stammten. So im Foto zu sehen:

Final ging es dann in die Weinregion Frankreich wo wir ebenso drei Süßweine zu Verkostung angestellt hatten.

Flight 4 aus Frankreich mit

  • Leon Baur aus dem Elsaß und einem Pinot Gris aus 2018
  • Ch. Giraud aus dem Sauternes mit einem Cuvée aus 2007
  • Domaine Fontanel aus 1999 mit einem Grenache Gris als Rivesaltes Ambré ausgebaut

Auf diesen Flight war ich besonders gespannt, ob der relativ junge Elsässer von L. Baur mit den 2 kräftigen und wesentlich älteren aus dem Sauternes und dem Süden Frankreichs mithalten konnte. Er konnte, denn aufgrund seiner Frische und Leichtigkeit stand er in keinster Weise irgendwie hintenan. Das aber so ein Rivesaltes Ambré nach fast 27 Jahren und einer stark gedunkelten Couleur noch so animierend daherkam war schon sehr erstaunlich. Ein sehr gelungener und runder Abschluss dieser Verkostung mit drei Franzosen im Glas.

Auch hier noch ein kleines Foto als Randbemerkung zu einer dieser Weine mit Ch. Giraud, welches ich in den letzten Jahren mehrfach besucht hatte.

Leider sind ja die Süßweine auf den Speisekarten und den Menüs unserer Lokale so gut wie verschwunden, bzw. sie werden lange nicht mehr so oft bestellt wie einmal vor vielleicht 20 – 30 Jahren. Woran das öiegt kann sich jeder selber einen Reim darauf machen.


Bergwein Summit 2026 in Dt. Museum

Die Weinregion Südtirol im Norden von Italien hat sich nicht nur in den letzten Jahrzehnten enorm stark entwickelt und kann heute zu den Highlights der Italienischen Weinregionen gezählt werden. Aber auch nördlich der Alpen wurde das erkannt und so hat sich die Vielfalt dieser Region mit der Weinhandlung Bergwein in München, welche in der Corneliusstr. residiert, inzwischen einen ausgezeichneten Platz in der Weinszene von München erarbeitet.

Mit insgesamt 21 Winzern, ausschließlich aus der Region Südtirol, organisierte also die Firma Bergwein einen weiteren Summit im März 2026, der diesmal im Deutschen Museum stattfand. Es wurden mit den 2 Räumen großzügig vom Platz her umgegangen und für das Fachpublikum ab 11 Uhr geöffnet, konnte man bei viel Platz um die Tische der einzelnen Winzer ganz in Ruhe sich seine Favoriten und Lieblinge aus der Vielfalt des Angebotes heraussuchen.

Neben den Verkostungen an den einzelnen Tischen gab es dann auch noch einige Masterclasses, welche in einem quasi Nebenraum stattfand und über so ca. 1 Std. dauerte. Ich wurde kurzfristig zu einer Masterclass über Piwi Weine des Weingutes Niedermayr eingeladen bzw. hingelotst und kam so zu einer sicher sehr interessanten Einführung und umfangreichen Erklärungen zu Piwi Weinen dieses Weingutes. Nur kurz zur Erklärung: Piwi Weine sich solche Rebsorten die im Prinzip pilzresistent sind, meist Neuzüchtungen aus den letzten 2-3 Jahrzehnten und inzwischen immer mehr in Europa, aber auch in Übersee angebaut werden. Darunter fallen solche Rebsorten wie: Solaris, Brommer, Sauvignier Gris, Muscaris und diverse weitere die sich erst einmal einen Namen in der Weinwelt verschaffen müssen. Wir verkosteten 4 unterschiedliche Flaschen vom Weingut Niedermayr der weißen Sprten wie folgt:

Von links nach recht:

SUMM, ein Cuvée aus Solaris, Brommer und Sauvignier Gris aus 2023 der sich gefällig am Gaumen zeigte und eine recht ausgewogen Note an Frucht und Säure am Gaumen bildete.

BRONNER aus 2019, hier also ein reinsortiger PIWI der sich kräftig von der Note zeigte und angesichts seines Alters bereits ein wenig gereifter am Gaumen rüberkam.

SOLARIS aus 2020 stellte sich dagegen mit etwas feinerer Frucht aber trotzdem einem entsprechend passenden Säurespiel im Glas dar. Bei Solaris sollte man wissen, das diese Sorte auch in kühleren Regionen wie Skandinavien heute vermehrt angebaut wird. Auch kann man die Traube z. Bsp. in dem nördlichen Land Estland finden, wo heute mit solchen Trauben Wein produziert wird. Allerdings fallen die Geschmacksnuancen der Solaris aus den wärmeren Regionen wie Südtirol und dem kühleren Norden wie Schweden oder Estland sehr unterschiedlich aus.

S.ALT aus dem Jahr 2019 besteht primär aus der Traube Solaris, welche von „Alten Reben“ geerntet werden.

Nicht zu vergessen sind aber auch die roten Trauben der PIWI Sorten. In Deutschland auch schon länger bekannt die Rebsorte Regent, welche in manchen Regionen auch sortenrein ausgebaut wird.

In Deutschland werden z. Bsp. folgende Flächen an PIWI Sorten heute (2022) angebaut:

  • • weiße Trauben – 2049 ha
  • • rote Trauben 1878 ha

Dieser Event vom Bergwein veranstaltet war also ein sehr gelungenes Summit in einer ausgezeichneten Location wie dem Deutschen Museum, wobei natürlich der Wein noch lange nicht museumsreif ist, Ich hoffe auf so einen Summit auch in den nächsten Jahren.



Dubai der letzte Tag mit einer Vinophilen Randbemerkung

An diesem letzten Tag in Dubai hatte ich mir kein Programm vorgenommen und sonst auch keine größeren Aktivitäten geplant. Zum Mittagslunch kehrte ich nicht so besonders weit weg von meinem Hotel in ein Bistro ein, welches an diesem Sonntag Mittag noch recht leer war und ich mich auf der Terrasse einen Platz ausgesucht hatte. Zum Essen ein Gläschen Wein bestellt, welches in den meisten Lokalen in Dubai bei 0,15 l von der Menge her liegt. Und da erlebte ich eine kleine Überraschung. Denn so ein Weinglas hatte ich bisher noch nirgends gesehen. Die Füllmengenmarkierung war durch eine Tönung des Glases markiert wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist.

So erlebt man auch in Ländern die keinen Wein anbauen, damit aber entsprechend umgehen immer wieder kleine neue Aspekte, die es sicher auch dem Service leichter machen.

Bergwein Summit am 21. März im Dt. Museum

Das Bergwein Summit mit 21 Weingütern aus Südtirol findet am 21. März 2026 im Experience Center Forum der Zukunft im Deutschen Museum statt. Museumsinsel 1, 80538 München.

Weiterhin wird es 3 Masterclasses geben für die man sich über die Seite von Bergwein anmelden kann. https://bergwein.com

Die Verkostungen sind in 2 Slots aufgeteilt:

12 – 15 Uhr und 16 – 19 Uhr

Der Eintritt beträgt 35.- € und ist auch über Bergwein zu buchen.

Die typischen Traubenfarben der Gewürztraminer in den Weinbergen von Südtirol.

Aber auch sehr typisch für Südtirol sind die Eßkastanien im Herbst in den Wäldern.


Chardonnay aus Deutschland, Verkostung mit Florian Hopf

Die Verkostung wurde organisiert von der Vereinigung Culinarium Bavaricum und der Unterorganisation MOD (Modernist Winzer) welche eine Gruppe von meist jungen Winzern ist die sich insbesondere auch wie hier fachlich auseinandersetzen.

Zum Thema Chardonnay gab es vom Referenten Florian Hopf eine recht ausführliche Einführung die aufzeigte, das gerade die Traube Chardonnay einen interessanten Aufschwung in den letzten Jahren genommen hat. Das betrifft nicht nur die weltweit erweiterte Anbaufläche, heute so ca. 212 Tsd. ha. in 41 Ländern, sonder auch die Preisentwicklung insbesondere in Deutschland aber auch auf dem internationalen Markt.

Die Traube Chardonnay wurde erst im Jahr 1991 in Deutschland als offizielle Rebe im Anbau und der Vermarktung zugelassen und hat inzwischen eine Fläche von 3000 ha (2024) erreicht.

Nach einem kleinen Imbiss der für die ca. 20 Teilnehmer vorbereitet war ging es zur Blindverkostung mit jeweils 2 Flaschen pro flight. Und dazu hatte Herr Hopf jeweils eine Frage zu jedem flight vorbereitet. So zeigte Herr Hopf auch in der Einführung folgendes Bild, welches natürlich ein Rebenblatt einer Chardonnay Pflanze repräsentierte.

Dann ging es zu der Verkostung, welche insgesamt mit 10 flights à 2 Flaschen bestritten wurde. Nochmals festzuhalten, alle Weine aus Deutschland und den unterschiedlichen Anbaugebieten.

Flight 1:

Weingut Krebs-Grode – leichter Feuerstein bei mittlerer Nase und breiter Geschmacksnote (16)

Weingut Au Terroir – mit dem Ch. 58° der sich mit einer dichten tiefen Nase zeigte und recht fruchtig wirkte. (16)

Flight 2:

Weingut Trautwein – eine leicht frische Note in der Nase, leicht buttrig und dicht mit burgundischer Note. (17)

Weingut Chat Sauvage – mit leicht exotischen Noten in der Nase und etwas spitzen Fruchtnoten. Kräftig breite Note (16,5)

Flight 3:

Weingut Dambach, Kirchenstück – Nase Naturwein, was täuschte, denn der Wein wurde in 100% Neuholz ausgebaut. Für mich ein wunderbarer Essensbegleiter. (16,5)

Weingut Österreicher – Volle Frucht, vom Geschmack aber mehr Holz als der vorherige. Dichte Säure. (16)

Flight 4:

Weingut J. Neuss, Schloßberg 2022 – Sehr rund und geschmacklich burgundische Note. Würzig und frisch (17,5)

Weingut J. Neuss, Schlossberg 2023 – Fast schon eine Fehlnote in der Nase, leicht agressive ausgeprägte Säure mit wenig Frucht. Hier konnte in diesem Flight nun verkostet werden, wie sich der Wein aus 2023 eventuell innerhalb eines Jahres entwickeln würde. Ich hätte da meine Zweifel. (14,5)

Flight 5:

Weingut Jürgen Hofmann, Steinberg – Sehr feine Frucht bei ausgereifter Stilistik. Geht in Richtung SB. Mehr Frische und Dichte bei schönem Trinkfluss. (16)

Weingut Leon Gold, Steingrüble – Feine Frucht in der Nase, mit typischer Note einer kalten Region. Etwas hervorstechender Alkohol mit fetter Frische. (17)

Flight 6:

Weingut Seckinger, Kapellenberg – Sehr heller Gaumen mit feiner Frucht und langem Abgang. Recht breite Note von Aprikosen. (16)

Weingut Seckinger, Linse, Landwein – Etwas verhalten am Gaumen, Frucht im Abgang. (16,5)

Flight 7

Weingut Lorenz Ritter – Super Nase mit feiner Eleganz. Volle komplexer Note und einer feinen Ziselierung. (17,5)

Weingut B. Huber, alte Reben – Gute Säure und dicht am Gaumen, Leichte Spitzen in der Säure und einer hellen Frische, herausfordernd. (16)

Flight 8:

Weingut Frank John – Mittlere Note bei sehr opulenter dichter Note, Bergpfirsich mit Aprikosen und fruchtiger Nase. (17,5)

Weingut Karsten Peter – Dichte Säure, wohl reduktiv ausgebaut. Vordergründiger Druck am Gaumen mit sehr verhaltenem Abgang. (15,5)

Flight 9:

Weingut Cornelia Saalwächter – Sehr feine Stilistik! Mittlere Frucht bei feiner Säure, Lichies, Landwein! (17+)

Weingut Ziereisen, Jaspis – Verhaltene Nase mit feiner Frucht am Gaumen. (Amarone Presse) (16)

Flight 10:

Weingut Fürst – Sehr geschmeidig und rund ausgebaut. Super feine Ziselierung und äußerst komplex mit langem Abgang. (17,5) (Kostet aber heute auch schon ca. 80€)

Weingut Jülg – (leider nicht auf dem Foto) Tolle Nase mit frischer Frucht, leicht grün, weniger Dichte, vermutete junge Reben was aber nicht stimmte. (16,5)

Das waren dann so gesamt 20 Chardonnay die wir verkosten durften und insgesamt in einer hochkarätigen Winzergruppe auch sehr genossen habe. Der Seminarleiter Herr Hopf trug ebenso zur Abrundung des Infopaketes bei wie die fachlichen Kommentare der weiteren Teilnehmer.


Fünfter Tag in Bordeaux mit Ch. Bernateau und Ch. de Franc-Mayne

Chateau Bernateau ist ein mittelgroßes Weingut in der Anbauregion St. Emilion und bewirtschaftet eine Weinbaufläche von ca. 15 ha. Die Familie betreibt bereits seit ca. 1650 dieses Weingut und ist somit seit 11 Generationen hier ansässig. Wir erreichen das Weingut am Vormittag und werden wieder einmal herzlich von den Eigentümern begrüßt. Obligatorisch wie fast überall geht es zunächst auf eine kleine Erkundungsrunde durch das Weingut und landen dann natürlich zum guten Schluss in den Räumlichkeiten, wo es zur Verkostung geht.

Hier der Eingang zum Verkostungsraum, wo auch die Weine gekauft werden können.

Die Lagerung und Weinbereitung wird uns gezeit, wie sonst auch auf diversen weiteren Weingütern die Edelstahl- aber auch Holzfässer für die Weinbereitung stehen.

Hier habe ich bei bzw. nach der Verkostung tatsächlich kein Foto der verkosteten Flaschen gemacht, was aber trotzdem schade war, denn auch hier schmeckten die 4 verkosteten Weine außerordentlich gut.

Wir starten mit einem Merlot aus 2019 der ohne Schwefelzusatz gekeltert ist. (16,5/20)

Dann folgt ein Cabernet Franc aus 2020 der ebenfalls ohne Schwefel, als sulfidfrei gekeltert wurde. Ausgesprochen klare und dichte Note mit feiner Frucht und gutem Säurespiel. Noten von Pilzen und Waldboden, und feiner Abgang. (17/20)

Dann folgt ein Ch. Bernateau aus 2019 mit einer Cuvée aus CF und PV, sowie ein wenig Merlot. Es steigt mir eine feine Schoko-Note in die Nase. (17+/20)

Final dürfen wir einen 2015er verkosten der mit einer tollen Frucht und einer feinen Säurenote sich präsentiert. Leichte Tannine am Gaumen sind noch präsent. (18/20)

Wieder einmal eine sehr gute Auswahl eines Weingutes, welches nicht zu den ganz großen Namen gehört, aber mit feinen Weinen sicher einen sehr guten Platz einnimmt.

Dann geht es mit der kleinen Gruppe von 9 Personen zum nächsten Weingut, wo wir auch zum Mittagessen bleiben sollten und uns eine großartige Verkostung zum Lunch erwartet.


Das Chateau Franc-Mayne ist ein zertifiziertes Grand Cru Classé Weingut im Saint Emilion und wartet wohl auch bereits mit einer langen Tradition auf. Hier zunächst einmal ein Blick auf eine Karte wo die diversen Bodenverhältnisse dargestellt sind und die Lagen mit Ihren Größen abgebildet sind.

Diese Sache mit den unterschiedliche Böden spielt heute im Weinbau zumindest im Marketing auch eine gewisse Rolle. Im französischen wird da von „Terroir“ gesprochen. Auf der Karte wird von „Types des Sols“ gesprochen. Da wir inzwischen mit Saint Emilion auf der rechten Seite der Gironde gelandet sind gibt es hier auch bereits mehr an felsigem Boden und so manche kleine hügelige Erhebung. So spazieren wir auch auf einen Keller zu der im Wesentlichen in den Hang und seiner felsigen Struktur gebaut ist. Meist wurden aus solchen Felsen die zum Steinbruch dienten die Häuser der Region in der Vergangenheit gebaut.

Sehr imposant ein bereits älterer Baum der direkt auf diesen Keller vor wohl einigen Jahrzehnten gepflanzt wurde und heute inzwischen zum Wahrzeichen des Weingutes geworden ist. Darunter der Eingang zu den Kellern und einem Verkaufsraum.

Nach diesem obligatorischen Durchgang, der auch hier einmal wieder recht unterschiedlich ausfiel, denn solche Keller kannte ich bisher nur von der Loire. Jetzt geht es dann ins Haupthaus des Anwesens und wir dürfen uns zum Lunch an einen gedeckten Tisch setzen.

Ich nehme es gleich vorneweg, es erwartet uns ein Super Mittagessen mit einer imposanten Weinauswahl. Wo bekommt man schon ein Lunch mit einer Weinauswahl der Jahrgänge 2021 bis runter ins Jahr 1995 als Weinbegleitung zu verkosten. Wie auf den Gläsern auch nochmals zuu sehen der Baum über dem Keller als Symbol für das Weingut. Wir starten mit einer Vorspeise wo sich auf einer Brioche eine Foie Gras befindet die noch ein wenig dekoriert ist mit einem sehr feinen Schinken und einer halben Feige und ausgezeichnet mundet.

Der Hauptgang ist ein Sirloine Steak vom Grill welches von einem Kartoffel Gratin begleitet wird .Dann folgt, wie in Frankreich bei fast allen kompletten Mittagessen ein Käseteller.

Eine Auswahl von 4 Käsesorten die sicher aus der Region, bzw. auch aus ganz Frankreich stammen, denn Käse ist so eine Art Nationalstolz, über den kein Franzose etwas kommen läßt.

Das Dessert zum Finale ist eine Crème mit einem Schokoküchlein on top und der zu sehenden Himbeere, welche durchaus harmonieren.

J<etzt aber noch zu den Weinen welche zu den einzelnen Gängen und anschließend uns serviert wurden.

Wir starten mit einem Zweitwein aus 2021 der aus 100% Merlot besteht und sich rund und ausgewogen am Gaumen zeigt. (16/20)

Gefolgt von einem Chateau Franc-Mayne aus 2012, aus der Magnum, der mit 90% Merlot und 10% Cabernet Franc cuvetiert ist. Ich habe notiert: Recht typisch und fein am Gaumen, super ausgewogen und fein vom Abgang. (17/20)

Dann folgt ebenso ein Ch. Wein aus 2011 der sich ebenso mit runden Noten und einer feinen Tanninstruktur zeigt. (16/20)

Nummer 4 in der Reihe ein Ch. aus 2002 der sich mit sehr feinen Noten zeigt und einer leicht rauchigen Note sich präsentiert. (19,5/20)

Zum Abschluß wird noch eine besonders Glanzstück aus dem Weinkühler, bzw. dem Nebenraum geholt, denn nicht überall bekommt man auf diesen Bordeaux Weingütern einen Jahrgang 1995 zum Verkosten. In der Nase eine feine Tabaknote begleitet von Schokoladenoten und feinen Frucht- sowie Säurenoten. Mit dieser Verkostung zeigte sich einmal wieder was solche Weinreisen für einen außerordentlichen Wert haben. Wir können nicht nur die interessantesten Weingüter, sonder auch einige der wirklich edlen und umwerfenden Weine der Bordelaiser Weingüter verkosten.

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Das war der letzte Tag in Bordeaux für dieses Jahr.

Es hat uns sehr gefreut – und auf ein Neues.

Und wer einmal solche Weinerlebnisse live erleben möchte, der kann sich entweder auf der web site von BKWine informieren, oder gleich eine der nächsten Weintouren entsprechend buchen.

www.bkwine.com

Vierter Tag in Bordeaux mit Brane-Cantenac, Beychevelle und Resto im Musée du Vin

Für mich war dieser Tag in Bordeaux mit den 2 großen Verkostungen, dem Lunch auf Beychevelle und einem abendlichen Besuch im Restaurant des Musée du Vin ein ganz Besonderer, denn beide Weingüter hatte ich bisher nicht besucht, und in Gesellschaft von einem der amerikanischen Paare aus der Gruppe einen schönen Restaurantbesuch im Muée du Vin zu erleben. Es geht also wieder in die Region Médoc, wo die Unterregion Margaux einer der wichtigsten und zum Teil auch noch heute am spannendsten Weinbauregionen des Bordeaux ist. Wir erreichen das Weingut Brane-Cantenac pünktlich und werden auch hier erst einmal mit einer fachkundigen Führung durch die Anlage, den Keller und diverse Räumlichkeiten geführt wo es eine Menge an interessanten Tätigkeiten zu beobachten gibt. Es ist die Maischevergärung der Trauben zum Teil noch im vollen Gang und die Arbeiten im Keller ebenso.

Hier der Blick auf eines der traditionellen Häuser auf dem Weingut, welches offensichtlich top hergerichtet ist. Ein weiterer Blick in den Keller im neuen Haus:

Hier zu sehen also auch wieder einmal die großen Holzfuder, wo die Trauben bis zum Abzug des Weines vergären. Da wir aber gerade ganz kurz nach der Ernte hier reingeschneit sind gibt es noch viel mehr im Keller zu beobachten:

Diese großen Holzfuder sind so aufgebaut, das man durch eine ca. 10cm breites Fenster in die Maische hineinsehen kann, und es war wirklich auch eine Vergärungsaktivität innerhalb des Fasses zu sehen.

Aber auch Edelstahlfässer kommen zum Einsatz, wo gerade der Traubenmost abgepumpt wird und im Sieb vorne zu sehen die Schwebstoffe und Teile der Maische aufgefangen werden. Ebenso werden die Holzfuder bearbeitet, wo eben dann im nächsten Schritt nach dem Abpumpen die Maische aus den Holzfudern herausgeholt werden muß um die Fässer zu reinigen und für eine nächste Verwendung vorzubereiten.

Final geht es dann nicht nur mit dem vergorenen Wein, sondern auch wir als Gruppe in den Barriquekeller der nicht weniger imposant gestaltet ist.

Inzwischen sehr oft zu beobachten, das in diesen Kellern elegant mit Licht so gespielt wird, das es sehr optimal im Hinblick auf die Ausleuchtung der Halle passiert. Der nächste sehr spannende Teil auf diesem Weingut sollte die Verkostung werden. Wir kommen in einen recht großen Verkostungsraum, der sicher auch für andere Veranstaltungen herhalten kann. Zum Beispiel für die Primeur-Verkostungen meist im April des Jahres.

Das Weingut baut seine Weine auf ca. 70 ha an und ist in der Bordeaux Klassifizierung als 2 ème cru classé gelistet. Es werden SB, Semillon, CS, Merlot, PV, Carménère und Malbec angebaut. Sehr interessant beginnt hier die Verkostung, denn wir starten mit dem älteren Jahrgang von 2005 und testen uns weiter durch bis zum Jahrgang 2022. Diese sonst sehr unübliche Reihenfolge der Verkostung bringt aber einen sehr interessanten Aspekt zum Vorschein. Die länger gealterten Weine haben wesentlich tiefere und zum Teil komplexere Noten bei aber noch immer vorhandener Frische, wobei die jüngeren Jahrgänge meist immer etwas frischer wirken und von der Komplexität etwas weniger zeigen. Aber trotzdem sehr erstaunlich die weiterhin frischen Noten eines 2005 er Weines den wir zuerst verkosten.

Jetzt aber auch noch ein paar Worte zu den einzelnen Jahrgängen.

2005, aus Merlot und CS zeigt sich mit einer sehr schönen expressiven Nase. Super Schmelz am Gaumen und wunderbarem Säure Frucht Spiel. (17,5/20)

2011, mit 1% Carménère. Sehr schöne frische Note und feiner Frucht. Noch etwas feine Tannine am Gaumen. (18/20)

2016, CS 70%. Sehr reife und schöne Frucht bei feiner frischer Note nach frischen roten Beeren. (18/20)

2022, 100% neues Holz, mit sehr expressiver Note. Ganz tolle Frucht (18,5/20)

Fazit: Auch wenn das hier „nur“ 4 Weine zum verkosten waren zeigte sich in der Auswahl der Jahrgänge und der interessanten Reihenfolge ein wunderbares Gesamtbild was dieses Weingut zu bieten hat. Die Preise liegen für diese Jahrgänge so zwischen 110 – 185 €.

Dann geht es zu einem nächsten interessanten Weingut mit Namen Beychevelle. Bisher von mir noch nicht besucht und aber auch noch nicht verkostet. Der Name war mir allerdings gut bekannt. So werden wir zunächst im Schloß empfangen und sofort wieder einmal auf einen interessanten Rundgang mit Führung geschickt.

Im relativ neuen und modernen Nebenbau liegt der Maische, aber auch Barrique Keller, den wir über Treppen und Aufzug erklimmen.

Zunächst geht es erst einmal in die oberste Etage und aufs Dach von wo man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat. Dann aber wieder in die unterste Etage, wo wir Amphoren und diverse Barriques bestaunen dürfen.

Vielleicht ein wenig schlichter von der Innenausstattung, aber durchaus charmant, wo diese Barriquefässer so lagern. Dann geht es auf dem Weingut Beychevelle hier zum Lunch mit den begleitenden Weinen.

Großartig angerichtet mit Speisekarte, einer bestickten Serviette und den entsprechenden Weingläsern für die Verkostung. Da ich persönlich es bevorzuge Weinverkostung und Mittagessen zu trennen, habe ich auch hier leider keine Weinnotizen gemacht aber die verkosteten Flaschen wenigstens einmal fotografiert. (Foto weiter unten) Wir verksoten zu den Essensgängen folgende Weine:

  • Bruliéres de Beychevelle, 2016
  • Amiral de Beychevelle, 2016
  • Château Beychevelle, 2009

Die Menüfolge kann ich aber hier etwas genauer widergeben, da wir ja eine Speisekarte auf dem Platz zugegen hatten und ich dann auch entsprechend die Fotos machen konnte.

Vorspeise: Nois de Saint-Jaques et émulsion de Porto (Jakobsmuscheln mit einer 2 Komponenten Sauce und Portwein)

Sehr schön angerichtet auf einem goldverzierten Teller der die Muscheln mit dem Portwein gut zur Geltung brachte.

Hauptgang: Veaux Bazadais grillé et légumes du potager ( Bazadais Kalb gegrillt und Gemüse aus dem Garten) Bazadais sind eine Rinderrasse wo die Mutterkühe aus der Schweiz stammen.

Super fein und zart, wo das Fleisch wohl mit Niedrigtemperatur gegart ist.?

Seléction de fromage, (Auswahl von Käse) ein etwas lieblos und langweiliger Teller

Dessert, Nuage de cacao aux carcahuètes et caramel (eine Wolke von Erdnuss-Kakao Gemisch).

Sehr süß, aber durchaus fein und passend für einen solchen Dessert.

Hier noch ein kurzer Blick auf die drei verkosteten Weine. Von rechts nach links. Siehe Liste weiter oben im Artikel.

Am Abend ging es dann noch in das Musée du Vin in Bordeaux, welches wir mit der Trambahn in Bordeaux erreichten und bei Ankunft etwas zu früh waren, so schlenderten wir durch die große Wein Boutique die dort im Musée du Vin eingerichtet ist.

Zum reservierten Termin ging es dann in die fast oberste Etage des Musée du Vin, wo sich das Restaurant befindet und wir einen Tisch für 3 Personen bestellt hatten. Da an diesem Abend das Wetter einigermaßen schön war gelang es uns dann auch einen wunderbaren Ausblick Richtung der Stadt Bordeaux zu erleben der wie folgt aussieht.

Für den Aussenbereich war es an diesem frühen Oktober Abend bereits zu kühl und so konnten wir mit Ausblick und kleinem Menü, sowie einer Flasche Wein den Abend ausklingen lassen. Das Menü war nicht wirklich besonders, so das es sich erübrigt hier darüber zu berichten.