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Besuch bei Hallmann & Klee in Berlin

Mit einem Kollegen habe ich mich in einer Juni Woche in Berlin bei Hallmann & Klee verabredet, wo wir einen gemütlichen und kulinarisch durchaus interessanten Abend verbringen durften. Ich hatte einige Wochen vorher reserviert, was durchaus sinnvoll erschien, denn das Lokal füllte sich im Laufe des Abends doch fast zur Gänze. Ich hatte natürlich vorher bereits einmal auf der website von H&K durchgesehen, was die Speisekarte so hergab und wir wählten schließlich beide das Menü mit Fleisch und eine kleine Weinbegleitung dazu, welche ich allerdings einmal wieder leicht bereuen mußte, denn außer einem sehr feinen Eingangswein gab es sonst fast nur recht unpassende Tropfen zu den Gerichten. Ausnahme war der erste Dessert, wozu es einen Port gab, wie später zu sehen sein wird.

Ein erstes Amuse Geul auf einem fein geschliffenen Holzpodest entpuppte sich als kleine Teigtasche wie ein Macaron, worauf sich eine Crème mit kleinen Kräutern befand.

Die zweite Variante zur Begrüßung aus der Küche sollte im Wesentlichen die Tomatenessenz sein, welche in der Mitte platziert ist und von einem Teigtäschchen, sowie einem kleinen Töpfchen mit Kräutern begleitet wurde. Sehr fein im Geschmack und gut abgestimmt aufeinander.

Dann wurde uns ein wenig Brot serviert mit den Laugentäschchen links im Bild, einer gesalzenen Butter und zwei Baquette Stangen, die sich sehr ansehnlich zeigten und wohl auch direkt aus der Küche auf den Tisch kamen.

Das ist ein Blick von unserem Tisch in einen Teil des Lokals, welches in einem Eckhaus liegt und somit von der Raumaufteilung sicher ein schwieriges Unterfangen war hier ein adäquates Lokal einzurichten. Der Herr in der Mitte des Bildes sitz am Ende einer Bar, die den zweiten Teil des Raumes zum Teil auch noch unterteilt.

Jetzt aber zu der Speisenfolge unseres Menüs.

Sehr schön angerichtet mit dem Titel „tartar vom rind, kapuzinerkresse, leindotter“ Die drei Nocken Rindertartar waren fein, konnten aber aufgrund fehlender Würze nicht so wirklich gänzlich überzeugen.

Schwarzer Seehecht, der wie uns der Service erklärte aus Südamerika stammte, weil er derzeit wohl in Europa nicht zu bekommen ist. Super fein gedünstet und mit einer elegant abgeschmeckten Sauce die mit Ihrer Salzigkeit ausgezeichnet zum Fisch paßte.

Kalmar, Guanciale, Eigelb sind hier die drei wesentlichen Zutaten für diesen Gang. Für mich in diesem Gang der unpassende „Teller/Gefäß“ worin das Gericht serviert wird, denn so gehen die Einzelkomponenten nicht nur beim Servieren unter, sondern auch in so einer engen Schale wirkt das Gericht eher geschichtet als nebeneinander präsentiert.

Hier das Huhn von der Domäne Wachter, welche wohl in Österreich liegt, wie der Service erklärt. Die weitere Komponente auf diesem Teller ist die Gorgonzola Dolce, sowie die oben aufgesetzten Erbsen, die fein dazu paßten. Dieser Gorgonzola Schaum war eine Wucht zu dem Huhn.

Mikan, Butter, Vanille lautete hier der Titel auf der Menükarte, was ein sehr feiner Abschluss zu den Vorspeisen und Hauptgängen als frische Komponente sich zeigte.

Das Dessert schien erst einmal etwas unscheinbar, aber als der Port auf den Tisch kam war schon klar, das hier eine Symbiose zwischen dem Töpfchen aus Haselnuss, Steinpilz und Vollmilch versucht wurde herzustellen, die von den Geschmacksnuancen doch recht fein gelungen war.

Im Anschluss an diese Menüfolge gab es dann auch noch die schon fast obligatorischen Petit Four, die zum Kaffee gereicht wurden.. Links oben eine feine Madeleine, rechts daneben eine Art Schwarzwälder Kirsch und unten mittig ein Gelee, der nach Cassis und auch Kirsch schmeckte und im Mund leicht zerfloss.

Geburtstagsessen im Alois bei Dallmayr und Rosina Ostler

Mit 3 Gästen war ich Mitte Juni zum Abend eines Freitags im Zentrum Münchens, wo im Hause Dallmayr das Restaurant Alois sich im ersten Stock befindet. Was macht man nicht so alles zu einer Geburtstagsfeier. Auch wenn es in diesem Jahr kein runder Geburtstag war, wollte ich einmal wieder eine exzellente kulinarische Menüfolge mit den Freunden erleben, welche ich in den letzten Jahren immer wieder einmal in gleicher Runde genießen konnte. Also was macht so eine Geburtstagseinladung dann aus? Sind es die Gäste, ist es die außergewöhnlich Menüfolge, sind es die Getränke, die Musik oder auch der Entertainment Faktor? Für mich sind es an erster Stelle die Gesellschaft der guten Freunde und der gemeinsame Austausch zu Menü und Getränken. Klar sagt jetzt manch einer das so ein Gourmet diese Dinge in den Vordergrund stellt, aber bei vielen anderen Freunden sind es doch wesentliche andere Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung. Nun genug zur Vorrede, denn ich war schon sehr gespannt auf das im internet angekündigte Menü, welches wir mit folgenden Weinen begleiten ließen.

Wir starten mit einem Champagner Bollinger Special Cuvée.

Dann folgt ein Sauvignon Blanc vom Weingut Waßmer aus Baden.

Gefolgt von einem roten Tropfen aus der Region Gigondas – Chateau de Saint Cosme aus dem Jahr 2017.

Aber jetz zum 16 gängigen Menü welches von einer sehr klar gestalteten Speisekarte begleitet wurde, die einem die Reihenfolge und deren Verfolgung leichter machte.

Ich will zu den einzelnen Gängen jetzt nicht gerade viel schreiben, denn viele der Gänge werden dadurch auch nicht klarer – die beste Variante wäre schlicht selber dort einmal abends hingehen und das Menü bestellen (300.-€)

Wir starten mit einer kurzen aber sinnvollen Erklärung des Service, das es zu Beginn erst einmal 6 Fingerfood Gänge gibt, die von einer „Signature Rosina“ unterbrochen werden können, welche wir aber an diesem Abend wegließen. Somit geht es wie folgt los:

Kohlrabi, Kürbiskern, Unreife Stachelbeere

Absolut Exzellent mit Frische und feiner Säure. Ein toller Start – auch zum Champagner.

Stör, Körnerfenchel, Zierquitte

Das ist ein Teller für 2 Personen, als jeweils 1 Fingerfood. Sehr fein, wo der Stör dominiert.

Auster, Alge, Bergamotte

Dieser kleine Teller war schon sehr elegant angerichtet, wo die Auster in der Mitte versteckt war und doch relativ stark von der Alge und der Bergamotte überdeckt wurde.

Senfkraut, Radieschen, Raps

Sehr schön angerichtet und toll kombiniert mit dem Raps und dem Senfkraut.

Bayerisches Wagyu, Morchel, Zimtblüte

In einem kleinen gebackenen „Töpfchen“, wo die drei Zutaten sich vermählten waren hier die drei Geschmackskomponenten ganz besonders gut herausgearbeitet.

Holunderblüte, Alois Selektion Kaviar, Weissbier

Die Holunderblüten waren wohl in dem Weissbier frittiert und unter dem Kaviar war noch eine helle Crème versteckt die ausgezeichnet zum Kaviar paßte.

Jetzt folgen nach den Fingerfood Happen die etwas größeren Teller wo mich insbesondere die Saucen ganz besonders überzeugten.

Spargel, Büffelmilch, Feigenblatt

Mit dieser Variante von Spargel – hauchdünn geschnitten und aufgefächert angerichtet kamen einmal wieder alle Geschmaclskomponenten ganz besonders gut heraus.

Bachforelle, Junge Erbsen, Lorbeer

Hier mußten es also 2 Fotos für das eine Gericht sein, denn wie im ersten Bild zu sehen kam der Service mit der Sauce und den jungen Erbsen an den Tisch zum Angießen. Das Gesamterlebnis dieser Folge umso vollkommener auf dem Teller.

Intermezzo mit einem sehr blumig ausstaffierten Teller, wo die Hühnerteile, bereits gegart uns präsentiert wurden und diese dann in der Küche wohl erst fertig gefüllt wurden.

Gefüllter Hühnerflügel, blauer Portugieser, Alois Hot Sauce

Für mich ein sehr innovatives Gericht, wo Hühnerfleisch mit Käse kombiniert von einer toll aufgeschäumten Sauce aber auch eine leicht scharfe Komponente dazu paßt.

Hummer, Blutorange, Speck

Auch hier einmal wieder eine Top-Sauce zu den 3 Hummerscheiben

Kalbsleber, Pfifferlinge, Oregano

Nochmals eine sehr elegante und passende Sauce zu allen weiteren Komponenten.

Koriandersaat, unreife Tomate, Kopfsalat

Hier gab es eine kleine Anleitung vom Service, wie das Gericht zu genießen ist. Die Koriandersaat rechts auf dem Deckel zuerst in den Mund und anschließen den pürierten Kopfsalat aus der Schale dazulöffeln.

Lamm, Kapuziner (kresse), weiße Bohnen

Wieder eine der ausgezeichneten Saucen an den Scheiben vom perfekt gegartem Lamm.

Es folgen die Desserts in den nächsten 3 Gängen

Grüne Erdbeere, Strahlenlose Kamille, Wermut

Top Kombination aus Chrunch, Kühle, Süße und weichen Komponenten.

Sauerrahm, Szechuan, Zwetschge

Dessert einmal wieder ganz anders und anregend frisch.

Honigbuchtel, Rose, rosa Pfeffer

Hier habe ich leider das Foto verpaßt – aber damit ist jetzt auch Schluß.

Ein sehr gelungener und runder Abend unter Freunden in einer ebenso entsprechend angenehmen Atmosphäre.


Wir feiern 40 Jahre OH Design in Wien mit dem Team

So ein Jubiläum kommt nicht so oft vor und in Schwaben sagt ma ja sprichwörtlich: Mit 40 wird ma gscheid. Also planten wir im Frühjahr einen Ausflug in die Stadt Wien, die inzwischen ja mit der Bahn in 4 Std. von München aus sehr gut erreichbar ist.

Wir hatten gemeinsam ein kleines Programm ausgearbeitet, welches einen Ausflug in die Unterwelt der Stadt Wien beinhaltete, einen urigen Restaurantbesuch am ersten Abend wo wir im Freien sitzen konnten, eine kulinarische und zeitgeschichtliche Stadtbegehung mit diversen sehr interessanten Besuchen ganz unterschiedlicher Lokalitäten sowie einen Besuch in einem Weingut mit einem sogenannten Heurigen und einen Rundgang durch das Museumsquartier, welches gerade gleich nebenan vom Hotel lag. Jetzt aber genug der Vorrede zu den diversen Programmpunkten und zum ersten Ausflug in die Unterwelt von Wien. Die Organisation benannte sich nach dem Film aus den 50er Jahren „Der dritte Mann“, wo wir uns an einem der zentralen Plätze trafen, mit Helmen ausgestattet wurden und über eine schmale eiserne Metall-Wendeltreppe einige Meter tief in den Untergrund hinabstiegen.

Hier ist also deutlich zu sehen, wo wir gelandet sind. Es ist die vor vielen Jahren bereits geplante und enorm groß umgesetzte Kanalisation von Wien. Hier fließen sämtliche Abwässer aus den Häusern, aber auch aller Regenfall aus den Straßen zusammen, die von der Kanalisation aufgenommen werden muß. Ein besonderer Aspekt in Wien ist, das die zum Teil starken Regenfälle aus dem Wienerwald alle sehr schnell in der Stadt landen. weil der Wienerwald im Prinzip auf einem Boden steht, der fast Wasserundurchlässig ist und somit das Wasser sehr schnell abläuft und in die Stadt strömt. Die Tour ging durch diverse enge Gänge, wo wir den Kopf einziehen mußten, aber natürlich begleitete uns auch immer ein entsprechender Geruch der vom Brackwasser herrührte.

Nach diesem Unterwelt-Abenteuer ging es erst einmal wieder ins nicht weit entfernte Hotel zurück wo wir kurz ausruhten, einen Kaffee genossen, oder auch ein wenig relaxten. Dann ging es per Trambahn in den Gmoa-Keller, der uns von einem orkundigen Reiseführer empfohlen wurde.

Mit solch gelabelten Gläsern hatte ich schon große Hoffnung, das es auch was ordentliches auf die Teller geben sollte. Ich selber starte mit einer Leberknödelsuppe und ließ als Hauptgang einen Teller mit Nieren und Kartoffeln folgen. Beide Gerichte ausgezeichnet für diese Location.

Und dazu gab es – selbstredend – einen österreichischen Wein aus der Steiermark – Weingut Tement, Sauvignon Blanc

Und zum Hauptgang einen weiteren Österreicher vom Weingut Ebner-Ebenauer aus der Traube Grüner Veltliner.

Mit der Rückfahrt ins Hotel endete der erste Tag bei schönem Wetter und zufriedenen Gästen.


Dann folgt also auf den ersten Tag immer ein zweiter Tag in der Stadt Wien, wo die Gäste sichtlich zufrieden mit dem Hotel waren, welches wir ausgesucht hatten. So war zumindest mein Eindruck. Nach dem Frühstück trafen wir uns vor dem Hotel und wurden von einem Ur- Wiener auf eine kulinarische Reise und Führung durch die Stadt mitgenommen. Peter Gallhofer kannte ich bereits durch viele Weinreisen durch Frankreich und andere Weinregionen. Los ging es mit diversen kulturellen Hintergründen der KuK Monarchie rund um die Hofburg und diverse historische Erklärungen die uns sicher so noch nicht wirklich präsent waren. Eine erste kulinarische Station gab es dann in einem klassischen Kaffeehaus in der Wiener Innenstadt wo wir uns erst einmal ein wenig ausruhen konnten.

Aber auch so ein Stadtrundgang kann müde machen und wir fuhren mit einer U-Bahn zu einem Markt der sehr lebendig war und alles an Durchsetzungskraft brauchte um zu der nächsten Station einer kulinarischen Verspeisung von interessanten Schinkenbroten auf uns wartete. Schließlich war es dann auch schon bereits Mittags und wir pilgerten zu einem Lokal, welches in einer Seitengasse, direkt neben einer Kirche einige Plätze im Freien aufgebaut hatte, die wir belegen konnten. Hier gab es Budweiser Bier und urige Speisen wie z. Bsp. ein hervorragender Tafelspitz mit Meerrettich und Apfelmuß.

Einer der Hochgenüsse auf so einer kulinarischen Tour. Hier noch der Eindruck aus dem Inneren des Lokals, wo sich die entsprechenden Budweiser Tanks befanden.

Was aber vielleicht fehlte wurde fluchs nachgeholt, denn der Nachtisch ließ nicht lange auf sich warten. In einer der ganz großen traditionellen Eisbars gab es für jeden ein Eis nach Wusch. Was blieb mir übrig als einmal ein Diabetiker-Eis zu probieren. War aber durchaus recht fein angerichtet und auch nicht irgendwie besonders abgeschmeckt, sondern fein als Scheibe auf einem Teller mit entsprechender wohl zuckerfreier Sahne serviert.

Obenauf noch eine halbe Scheibe Pfirsich, die wohl aus der Dose kam, aber kaum ins Gewicht fiel im Vergleich zur gesamten Portion. Dann aber nochmals in die U-Bahn und in ein weiteres Stadtviertel gefahren, wo wir auf einem weiteren Markt die Genüsse der Stadt kennenlernen sollten. Einer der Marktstände servierte uns eine Gulasch Zubereitung welche köstlich schmeckte, aber auch noch weitere Rafinessen wie einen Kümmelbraten sowie eine Portion 4er-lei Würste die unterschiedlich gewürzt waren. Hier eines der Gerichte:

Am weiteren Nachmittag schlenderte ich mit Begleitung noch durch die Innenstadt wobei wir einen Sprung in die Hauptpost machten und in einer kleinen Gasse einen Laden entdeckten, der sich fast außschließlich auf Leder Einbände und solche Produkte aus Leder konzentriert hatte.

Zurück im Hotel hatten wir nicht mehr viel Zeit, aber wollten dann am Abend zu einem Heurigen am Rande der Stadt fahren, wo wir einen Tisch reserviert hatte.Das Weingut Fuhrgassl-Huber erreichten wir dann aber doch fast pünktlich und wir suchten uns noch einen besser passenden Tisch im Inneren des Gebäudes aus, anstatt in einer im Eck reservierten Tafel, die sich als etwas abgelegen herausstellte.

Der offene Garten war sehr gut belebt und fast alle Tische wohl besetzt. Wir hatten einen kleinen Überblick aus dem Inneren in den Garten, waren aber mit der Tischwahl durchaus sehr zufrieden, denn Service war auch laufend zugange und wir schwelgten in wienerischen kulinarischen Genüssen.

Was für die Umgebung von Wien sehr typisch ist, weintechnisch gesehen, ist hier der Wiener Gemischte Satz. Dieser Wein heißt hier so, weil im Weinberg die Reben in den Jahrzehnten zuvor so gepflanzt wurden, das man heute nicht mehr richtig weis, welche Trauben wo an welchem Stock wachsen. Also nennt sich diesen Wein von vielen verschiedenen Trauben gekeltert Gemischter Satz. Ist heutzutage meist trocken ausgebaut hat aber durch den Traubenanteil von z. Bsp. Morillon oder auch Gewürztraminer immer einen etwas leicht süßlichen Anteil vom Geschmack her.

Aus der Küche sollte es für mich an diesem Abend folgende Speise geben:

Eine Platte mit 6 Weinbergschnecken, welche mir nach dem ausführlichen kulinarischen Rundgang durch die Wiener Innenstadt vollkommen ausreichte für den Abend.

Hier noch ein kleiner Eindruck, wo wir uns im Lokal innen platziert hattem, denn neben so einem Weinlager mit fast ausschließlich Großflaschen sitzt man auch gut!

Das war dann der Abschluß des zweiten Tages in der Stadt Wien, der wohl allgemein sehr großes Wohlgefallen getroffen ist.


Final geht es dann am dritten Tag für alle Teilnehmer an diesem Sonntag-Vormittag je nach Lust und Laune auf eigene Faust los durch die Stadt oder auch gerade einmal um die Ecke in ein Museum. Da das Museums-Quartier, welches ich bereits durch vorherige Besuche der Stadt Wien kannte naheliegend war stolperten wir um 10 Uhr dorthin um uns in 2 Museen umzusehen und einen entspannten Mittags Kaffee mit einer Miso Siuppe für mich zu genießen.

Links auf dem Bild eines der großen Museen auf dem Quartiers Gelände und geradeaus der schwarz verkleidete Bau ebenso ein weiteres Museum wo wir uns an diesem Vormittag und Mittag herumtrieben.

Die mit großen bunten Blumenkübeln besetzten Freiflächen welche auch kleine Bäume enthielten bildeten einen kleinen Kontrast zu der fast schon monumentalen modernen Architektur. Die eine der zwei angesehenen Ausstellungen war richtig lebendig und auch gut besucht, wo es klassische Wiener, österreichische und auch sonstige internationale Künstler zu sehen gab.

Zu Abschluß noch ein Bild aus der ebenso direkten Nachbarschaft des Hotel, welches die Wiener Hofburg ist und für Conaisseure der Weinwelt einen wohl gigantischen Weinkeller beherbergt. Hier finden auch diverse große Weinverkostungen im Laufe des Jahres statt.

Schön war’s in Wien und ich denke jeder der Gruppe wird mit freudiger Erinnerung an die Tage zurückdenken.



Dubai der fünfte Tag mit Coffee Museum und lunch bei Mme. Le Pic

Das Lokal von A. S. Pic lag in Fußweite von meinem Hotel und so hatte ich zwei Tage vorher mir einen Platz zum Lunch reserviert im Gebäude The Link. The Link ist ein doppeltes Hochhaus mit einem auf ca. 25. Stock quer eingebauten Verbindungsteil, welches ausschließlich Lokale beherbergt. Auf der einen Seite eine Abteilung von Nobu und auf der anderen Seite das Lokal von A.S. Pic mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Im Gebäude unten angekommen wird man von einer großzügigewn Lobby empfangen die sich in mehrere Gänge und Abteile aufteilt wo sich die Aufzüge entsprechend in die oberen Etagen und zu besagtem The Link befinden. Von außen betrachtet sieht die ganze Sache so aus:

Und das Lokal von A.S. Pic liegt in dem Querbau ganz auf der rechten Seite, wie gesagt mit Blick auf die Stadt, Foto folgt später. Dieser Querriegel liegt auf einer Höhe von ca. 25 ter Etage und hat selber 3-4 Etagen, die zum Teil offen gestaltet sind, so das die Raumhöhen fast den gesamten Riegel umfassen. Nun zum Lokal von A.S. Pic. In dieser Location mit 1* Michelin bestückt und 3 Gault Millau Hauben.

Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekomme einen Tisch fast mittig im Lokal, aber mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es wird ein Apero angeboten, wo ich mich für ein Gläschen Billecard-Salmon entscheide. Und unbekannterweise ist das auch noch eine Spezialabfüllung für das Haus von A.S. Pic.

Der Blick in die Küche ist hier auch von fast allen Plätzen ausgezeichnet, so kann man während der kurzen Wartezeit auf einen nächsten Gang das Treiben dort oder auch das Anrichten der Speisen beobachten.

Für mein 3-Gänge Menü entscheide ich mich zunächst für einen Wein aus Spanien, den ich auch schon in den letzten Jahren besucht hatte, aber dort kaum diesen weißen Tropfen verkostet hatte. Remirez de Ganuza aus weißer Traube paßte sehr gut zu den kräftigen Gerichten, dem Octopus etc.

Ein Reserva von ausgezeichneter Feinheit am Gaumen und der Jahrgang 2019 entsprechend fein in seiner Komplexität. Diese Reserva beinhaltet folgende Trauben: Viura, Malvasia, Garnacha Blanco und in kleinen Mengen weitere weiße Trauben. 8 Monate auf der Hefe vergoren und erstmals vermarktet in 2009.

Dann folgt der erste Gang mit Namen Confit Beetroot mit Java Pfeffer und Kaffee Espuma.

Elegant und fein am Gaumen mit leichten Spitzen des Java Pfeffers. Toller Einstieg.

Dann folgt ein Gang mit Oktopus der ganz besonders fein gelungen war. Ein paar kleine Beilage mit u. A. Zucchini und diverse kleine Beigaben brachten den Oktopus richtig zur Geltung.

Dann bestellte ich noch ein weiteres Glas Weißwein, welches aus Südafrika stammte, besser gesagt aus Stellenbosch mit dem Namen Die Kluisenaar, The Grangesmith, welches zur Simington Familie gehört.

Großartiger Tropfen mit einer typischen Note der „Neuen Welt“ was aber durchaus zum Menü passte. Zwischendrin wurde noch ein frisch gebackenes Brot serviert mit einer gesalzenen Butter die wohl zu den meisten Gerichten, aber auch zum Wein passen.

Dann ging es zum Dessert der den Titel Winter mandarin trug.

In der Beschreibung ist zu lesen das dieser Dessert mit Vanille daherkommt, Arabischer Kaffee, gerösteten Mandeln und einem Safran Schaum. Sehr fein, insbesondere die „Mandarine“ in der Mitte mit einer eleganten feinen Säure.

Dann schweift in so einem Lokal natürlich der Blick rundherum, und da ich fast der einzigste Gast an diesem Mittag war konnte ich auch entsprechende Fotos machen.

Seitlich links sind die enorm großen Verstrebungen zu sehen, die dann ja wohl auch zur Grundkonstriktion dieses The Link gehören. Aber auch der Blick nach Draußen entsprechend interessant, da wir uns auf der Höhe von Stock 25 befanden.

In der linke Raute ganz links ist der höchste Turm von Dubai im Dunst zu sehen, der Burj Kalifa.


Am Nachmittag ging es dann noch zu einem Kaffee Museum in einer Gegend der Stadt Dubai, wo noch einige alte Lehmbauten stehen die dann wohl in den letzten jahren wieder hergerichtet wurden und mit Beleuchtung versehen, so das man hier wohl auch bei Nacht sich aufhalten kann. Das Kaffee Museum war in einer dieser Lehmbauten untergebracht und machte auf den ersten Blick nicht den Eindruck eines Museums.

Und auch die Beschriftung an einer der Hauswände hatte schon einen Buchstaben verloren. In den zweistögigen Räumlichkeiten konnte man dann allerlei Objekte zur Kaffee Verarbeitung ansehen und bekam auch zum Eintrittsgeld einen Schluck eines besonderen Tees zu verkosten.

Ein ziemliches Sammelsurium und diverse Objekte die vielleicht nicht gerade in so ein Museum reinpassen. Hier aber noch ein Teil aus Deutschland, welches sich von einem ehemaligen Bewohner übriggeblieben ist, oder aus Deutschland importiert wurde.

Vielleicht sollte man dazu wissen, das die Städte an der Küste meist die großen Händler beherbergte und dort dann auch der Kaffee frisch geröstet wurde. Hier aus Bremen.

Jetzt noch 2 Eindrücke aus der Umgebung des Kaffee Museums wo sich die Lehmhäuser um enge Gassen gruppierten.

Solche Türmchen wie auf dem Foto hier zu sehen dienten ja nicht nur für Tauben als Ruhestätte, sondern insbesondere in den heißen Regionen der arabischen Welt als sogenannte Kühltürme die durch die Luftzirkulation das Klima in den Räumlichkeiten einigermaßen erträglich hielt. Wird heute in der Architektur wieder aufgegriffen, war aber Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten.

Dubai der vierte Tag mit Museum der besonderen Art

Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.

In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.

Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.

Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.

Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.

Dubai der dritte Tag mit Besuch im moonrise (1*)

An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.

Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.

Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.

Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.

In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.

ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.

Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.

DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.

In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:

Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.

FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.

MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.

MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.

SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.

LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.

LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.

KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.

STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.

STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.

Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.

Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.


Dubai der zweite Tag mit hohen Aussichten vom The Link

An diesem zweiten Tag in Dubai hatte ich bereits aus München ein Lokal reserviert, für den Abend, wo ich fälschlicherweise davon ausgegangen war das es das Restaurant von Anne Sophie Pic sei. Das Lokal namens Aelia gehörte allerdings zum Hotelkomplex The Link welcher von meinem Hotel am WTC, das Novotel, zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen war. The Link ist ein doppelt nebeneinander gebautes Hochhaus mit ca. 200 Meter Höhe, wo zwischen den Häusern eine Stahlkonstruktion gehängt ist, die mehrere Restaurants beherbergt. Hier schon einmal der Blick auf The Link tagsüber, aber auch bei Nacht.

Dieser zwischen den Häusern eingehängte Zwischensteg auf ca. der 25ten Etage ist ausschließlich mit Restaurants und Lokalitäten bestückt, wo das Aelia eines der zum Hotel gehörende ist. Weiterhin ist auch Nobu mit einem Lokal, ganz links im The Link und ganz recht A.S. Pic mit Ihrem 1* Lokal vertreten, welches ich ein paar Tage später zu einem Lunch besucht hatte. Zum Essen im Aelia ist nicht viel zu berichten, aber die Location in so einer Höhe, aber auch das Interior ist schon recht späktakulär. Hier ein Blick von meinem Platz aus hinunter auf eine Straßenszene die im Laufe des Abends immer noch sehr belebt war.

Dieses Lokal Aelia ist mit vielleicht ca. 120 Plätzen relativ groß und auf einer der obersten Etagen des The Link befindlich. Besuch an diesem Abend relativ schwach, was mich aber nicht weiter störte. Hier ein Blick auf das Interior.

Dezent eingerichtet mit meist dunklen Farben, aber die Tische trotzdem gut ausgeleuchtet. Blick in eine der Küchen, die aber recht weit weg war von meinem Platz. Der Service recht freundlich und immer zur Stelle wenn es etwas zu fragen oder zu bestellen gab. Insgesamt also eine wohltuend leise und feine Atmosphäre. Hier noch ein Blick in die unteren Etagen des The Link, denn das Aelia zog sich nur über ca. 1/4 der Länge der Konstruktion auf der oberen Etage hin.


Besuch im Sparkling Bistro bei Jürgen Wolfsgruber

Zu einem Firmenjubiläum, welches in diesem Jahr in meinem Design-Büro anstand hatte ich die Jubilarin und Ihren Partner ins Sparkling Bistro in Schwabing, genauer gesagt in der Max-Vorstadt, zu einem Abendessen eingeladen. Das Restaurant Sparkling Bistro liegt in der Amalienpassage und residiert dort bereits seit 2015, wobei es dann im Jahr 2020 mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Jürgen Wolfsgruber hat vor der Eröffnung seines ersten Restaurants bereits diverse Stationen hinter sich gebracht, wovon hier nur einige wenige zu erwähnen sind. So war er im El Bulli von Feran Adria und danach im Fat Duck von Heston Blumenthal. J. Wolfsgruber ist Österreicher und hat in der Zwischenzeit bereits 3 Lokale in München eröffnet. Diese sind neben dem Sparkling Bistro das Tschecherl in der ehemalingen Kochschule von Franz Haas entstanden, und seit ca. August 2025 hat Wolfsgruber in Gern das kleine Lokal „das Obers“ eröffnet, wo ich zu Beginn des Oktobers mit meinem Bruder einen Abend verbracht habe, wozu ich noch später ein Gericht zeigen möchte. Im Sparkling Bistro hatten wir für 19 Uhr reserviert und waren dann auch pünktlich anwesend und verbrachten mit einem köstlichen M<enü den Abend bei einer feinen Weinbegleitung, welche wir allerdings selber ausgesucht hatten. Los geht es mit einem Amuse bouche, welches aus 3 kleinen Happen bestand, die sich sehr fein zu Beginn eines Menüs an den Anfang setzten.

Hier auf dem Foto zu sehen, links oben eine cremige Variante, dann rechts daneben ein Mini Törtchen mit Trüffel on top, und mittig unten eine Teigschale mit diversen recht frischen grünen Einlagen, welche von Limetten Zesten begleitet wurden.

Dann folgte die Speisenfolge nach der Menükarte, welche bereits als schmaler Ausdruck auf dem Tisch bei jedem Gedeck danebenlag und somit auch schon einmal studiert werden konnte. Die Speisenfolge lautete wie folgt:

  • Puntarelle aus Venezien
  • Bretonischer Hummer
  • Raviolo con Sorpresa
  • Atlantik Steinbutt
  • Almtaler Aubrac
  • Bozner Apfel

Auf die Extras der Menükarte wollten wir verzichten, denn das Menüs versprach bereits eine sehr schöne Reihenfolge der Speisen. Es startet also die Speisenfolge mit der Puntarelle.

Dieser Salat ist also nicht alles von der Puntarelle, sondern nur der dunkelgrüne Teil, welcher in der wärmeren Mittelmeerregionen wächst. Dazu gab es Radicchio und weitere kleine Zutaten zum Salat und ein Schaum als Abrundung. Fein!

Dann folgte der Teller mit dem Bretonischen Hummer, der ausgezeichnet gedünstet war und in einer Hummer Bisque schwamm, die recht würzig das Gegenstück zum Hummer selber bildete.

Die Bisque war schon recht dunkel aber rundete den Teller durchaus ab. Dann folgte ein Raviolo con Sorpresa.

Obenauf in der Mitte ein kleines Wachtelei, pochiert und sonst auch mit einer feinen Füllung in einer grünen Sauce die von einer hellen Sauce begleitet wurde. Dicht aber durchaus fein zusammengestellt. Dann folgt im nächsten Gang der Atlantik Steinbutt.

Geschmacklich wirklich wunderbar, wobei mir der Teller, bzw. die Platte worauf dieses Gericht serviert wurde nicht wirklich gefallen hatte. Der Steinbutt wurde einmal wieder von einer aufgeschäumten Sauce begleitet die durchaus zum Gericht paßte. Dann der Hauptgang mit dem Titel: Almtaler Aubrac. Hier wäre zu erwähnen, das der Name Aubrac aus Frankreich stammt und eine bestimmte Region in Süd-West Frankreich bezeichnet, wo eine ganz bestimmte Rindersorte gezüchtet wird.

Begleitet wird das Stück Rind von einer aufgewickelten Sardinenrolle, welche auf einer sehr intensiven grünen Sauce liegt, aber insgesamt recht harmonisch zueinander abgestimmt ist. Es folgt ein Dessert mit dem Titel Bozner Apfel, wo bereits die Hauptkomponente betitelt ist.

Rechts in der Nocke der fein geschnittene Apfel der cremig abgeschmeckt war und wieder bon einer Crème begleitet wurde. Obenauf ein Chip mit viel Kakao. Wieder einmal so ein leicht abartiger Teller der eher an einen Hut der Damen in Escot (Pferderennbahn in England) erinnerte.

Final möchte ich noch ein Dessert aus dem Das Obers zeigen, welches mein Bruder und ich zu Anfang Oktober im Lokal in Gern geniessen durften. Österreichischer Palatschinken. Wenn der Teig schon zubereitet ist, dann ist dieser „Pfannkuchen“ in einer heißen Pfanne auch ganz schnell gegart und auf dem Teller dann mit einer entsprechend passenden Marmelade gefüllt.

Das war’s dann für das Jahr 2025, wo ich versäumt hatte mein 10-jähriges Jubiläum meines food-blogs bisher erwähnt zu haben. Aber jeder kann ja selber einmal nachlesen, wann ich damit begonnen habe.

Guten Rutsch ins Neue Jahr 2026

OLaf

Besuch im KOMU bei Christoph Kunz 2**

Zu meinem Geburtstag Mitte Juni hatte ich 3 Freunde eingeladen, in das 2 ** Restaurant von Christoph Kunz in München. Seine vorherige Station beim Kochen war für einige Jahre das Restaurant im Feinkosthaus Dallmayr. Seit gut einem Jahr betreibt Kunz aber sein eigenes Lokal in der Hackenstr. 4, welches in einer Ecke der Passagen liegt, die zum ehemaligen Areal der Süddeutschen Zeitung gehört und auch Hofstatt heute genannt wird.

Es beginnt mit einem freundlichen Empfang, der uns die Wahl läßt in dem Vorraum, oder gleich am Tisch unseren Aperitiv zu genießen. Wir beschließen uns an den Tisch zu setzen und beginnen mit einem Glas Champagner.

Hier schon einmal der Blick auf die 2 Amuse Geule, die von der geschmacklichen Seite sehr frisch und leicht fruchtig sich zeigten und im Mund insgesamt sehr angenehm sich mit vielen unterschiedlichen Nuancen zeigte.

Diese zweite Variante, auf einem Hering Porzellan, war ein Popkorn mousse mit einem Löffel Kaviar obenauf. Das körnige des Kaviars entsprach genau der Tellerwahl und den Löchern des Porzellans von Stefanie Hering. Sehr fein und aber auch von den beiden Komponenten so unterschiedlich das es ein super Anfang war.

Wir hatten alle 4 am Tisch das 8-Gänge Menü gewählt, und ich hatte im Vorfeld bereits einige Weine ausgesucht, wo wir dann als erste Variante einen Grauburgunder von Burg Ravensburg aus 2015 ausgewählt hatte. Sehr schöne leicht gealterte Farbe ins helle orange aber vom Gaumen her insgesamt immer noch recht frisch und lebendig. Das passte wunderbar zu den ersten beiden Vorspeisen, wobei bei dieser 8-Gänge Reihenfolge fast garnicht von Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang etc gesprochen werden kann, außer die beiden Desserts, die sich deutlich vom sonstigen abhoben.

Es biginnt mit einem Gang aus Loup de Mer mit Pfifferlingen Tamarillo, welches eine Tomatenvariante ist. Sehr schön angerichtet und sehr frisch und wieder mit vielen Nuancen sehr schmackig.

Der nächste Gang hat die Überschrift Artischocke mit Bienenwachs und Buttermilch.

Dann folgt ein Gang mit Seeteufel, welcher von Spargel und Jasmin begleitet wird.

Wonach ein Gang folgt, der sich in die Fleischregion begibt und mit dem Titel Kalbsbries begleitet von Rhabarber und Kopfsalat auf der Karte steht.

Hier auch einmal zu erwähnen sind die immer wieder sehr unterschidlichen feinen Saucen zu den einzelnen Gängen, denn diese Begleiter machen nicht nur geschmacklich und optisch einen großen Unterschied im Vergleich zu normal angerichteten Speisen, sondern da zeichnet sicher eine Fine Dining Küche ganz besonders aus. Es geht wieder fischig weiter mit einem Gang einer Rotbarbe begleitet von Erbse und Chipotle. Das ist eine getrocknete und geräucherte Jalapeño-Chilischote. Geschmacklich für mich in der Menüfolge einer der Highlights.

Es folgen zwei Gänge die eher zu den nicht fischigen zu zählen sind, welches einmal ein gereifter Cheddar mit Rosehariss und breiter Bohne.

Sowie einem Gang mit dem Titel Mispel begleitet von Pumpernickel und Sauerampfer.

Ganz großartige Geschmackserlebnisse von überaus sehr fein geschnittenem Kraut welches eben auf dem Pumpernickel tront.

Final gibt es dann noch einen Gang mit Apfel der von Sesam und Aguachite begleitet wird. Aguachite kommt aus der mexikanischen Küche und bezieht sich hier wohl primär auf die Sauce.

Noch zu erwähnen wäre unser zweiter Weißwein der vom Nickolaihof , Im Weingebirge, ein Grüner Veltliner auch aus 2015.

Braunauer Hof in München wiederbesucht

Einer meiner Stammlokale, wo ich fast wöchentlich hingehe, ist der Braunauer Hof, welcher direkt beim Isartor liegt und auch im Sommer einen wunderbar ruhigen Biergarten mit Kastanien Bestand für den Schatten hat. Ansonsten stehen in dem Innenhof ausreichend große Sonnenschirme so das man sich hier bei jedem guten Wetter niederlassen kann.

Serviert wird dann ebenso schnell wie auch die Bestellung aufgenommen wurde. An diesem Mittwoch im März 2025 mittags so kurz vor 12 Uhr ist das Lokal bereits sehr gut gefüllt, so das ich einen Platz an einem der Hochtische im großen Saal zugewiesen bekomme. Jetzt aber auch ein paar Bemerkungen zum Service. Hier wird man nicht einfach an einen Tisch geführt, sondern es gibt gleich dazu die übersichtlich geschriebene Karte und ein kleines Körbchen mit Serviette und Messer und Gabel. Und auch wie an diesem Tag kommt nach wenigen Momenten der Service vorbei um die Bestellung, die man sich aus der Karte ausgesucht hat, aufzunehmen, sowie das gewünschte Getränk notiert und anschließend gleich im Computer boniert, so das die 2 Jungs hinter der Bar das ebenso schnell wie gekonnt einschenken. So sieht das Lokal auch während der Weihnachtszeit aus.

Das Interior ist typisch rustikal „bayerisch“ hat aber insgesamt auch mit seinen jahreszeitlich unterschiedlichen Dekorationen immer einen bescheiden zurückhaltenden Stil, der nicht ins pompöse geht, sondern somit auch bestimmt dem Stammpublikum angepaßt.

An diesem Mittwoch Mitte März gab es auf der Karte einen gebratenen Bachsaibling den ich orderte und wie immer natürlich ein Glas Wein dazu, der diesmal auf den Sylvaner fallen sollte. Fisch aß ich in den letzten Jahren in diesem Lokal ja wirklich nicht oft, aber auch dieser gebratene Bachsaibling war ein wenig speziell zubereitet. Von der Küche bereits „halb“ filettiert und die Mittelgräte entfernt. Dann aber mit den 2 Fischhälften so fein gebraten, das diese Hälften auf dem Teller wieder übereinanderliegen und das weitere zum Gericht wie die Salzkartoffeln und ein wenig klein geschnittenes Gemüse sich auf dem Teller breitmachte. Vom Serv ice wird automatisch ein zusätzlicher kleinerer Teller neben dem Gericht platziert, und das Fischmesser steckt auch schon im Teller. So kann ich dann das Gericht als wunderbares Mittagsgericht für relativ günstige 21,50 € genießen.

DaΩu habe ich mir ein Glas Sylvaner bestellt, was zu so einem Fisch immer paßt.

Der Braunauer Hof ist für mich ein Paradebeispiel für sehr gelungene Gastronomie in einer Stadt wie München, wo es ja auch große Konkurrenz gibt. Hier können sich manche Gastronomen ein Beispiel zeigen lassen, was guter Service, sehr gute Küche und ein stimmiges Ambiente zu einem Erfolg in diesem Bereich führen kann.