Archiv der Kategorie: Specials

Dubai der fünfte Tag mit Coffee Museum und lunch bei Mme. Le Pic

Das Lokal von A. S. Pic lag in Fußweite von meinem Hotel und so hatte ich zwei Tage vorher mir einen Platz zum Lunch reserviert im Gebäude The Link. The Link ist ein doppeltes Hochhaus mit einem auf ca. 25. Stock quer eingebauten Verbindungsteil, welches ausschließlich Lokale beherbergt. Auf der einen Seite eine Abteilung von Nobu und auf der anderen Seite das Lokal von A.S. Pic mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Im Gebäude unten angekommen wird man von einer großzügigewn Lobby empfangen die sich in mehrere Gänge und Abteile aufteilt wo sich die Aufzüge entsprechend in die oberen Etagen und zu besagtem The Link befinden. Von außen betrachtet sieht die ganze Sache so aus:

Und das Lokal von A.S. Pic liegt in dem Querbau ganz auf der rechten Seite, wie gesagt mit Blick auf die Stadt, Foto folgt später. Dieser Querriegel liegt auf einer Höhe von ca. 25 ter Etage und hat selber 3-4 Etagen, die zum Teil offen gestaltet sind, so das die Raumhöhen fast den gesamten Riegel umfassen. Nun zum Lokal von A.S. Pic. In dieser Location mit 1* Michelin bestückt und 3 Gault Millau Hauben.

Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekomme einen Tisch fast mittig im Lokal, aber mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es wird ein Apero angeboten, wo ich mich für ein Gläschen Billecard-Salmon entscheide. Und unbekannterweise ist das auch noch eine Spezialabfüllung für das Haus von A.S. Pic.

Der Blick in die Küche ist hier auch von fast allen Plätzen ausgezeichnet, so kann man während der kurzen Wartezeit auf einen nächsten Gang das Treiben dort oder auch das Anrichten der Speisen beobachten.

Für mein 3-Gänge Menü entscheide ich mich zunächst für einen Wein aus Spanien, den ich auch schon in den letzten Jahren besucht hatte, aber dort kaum diesen weißen Tropfen verkostet hatte. Remirez de Ganuza aus weißer Traube paßte sehr gut zu den kräftigen Gerichten, dem Octopus etc.

Ein Reserva von ausgezeichneter Feinheit am Gaumen und der Jahrgang 2019 entsprechend fein in seiner Komplexität. Diese Reserva beinhaltet folgende Trauben: Viura, Malvasia, Garnacha Blanco und in kleinen Mengen weitere weiße Trauben. 8 Monate auf der Hefe vergoren und erstmals vermarktet in 2009.

Dann folgt der erste Gang mit Namen Confit Beetroot mit Java Pfeffer und Kaffee Espuma.

Elegant und fein am Gaumen mit leichten Spitzen des Java Pfeffers. Toller Einstieg.

Dann folgt ein Gang mit Oktopus der ganz besonders fein gelungen war. Ein paar kleine Beilage mit u. A. Zucchini und diverse kleine Beigaben brachten den Oktopus richtig zur Geltung.

Dann bestellte ich noch ein weiteres Glas Weißwein, welches aus Südafrika stammte, besser gesagt aus Stellenbosch mit dem Namen Die Kluisenaar, The Grangesmith, welches zur Simington Familie gehört.

Großartiger Tropfen mit einer typischen Note der „Neuen Welt“ was aber durchaus zum Menü passte. Zwischendrin wurde noch ein frisch gebackenes Brot serviert mit einer gesalzenen Butter die wohl zu den meisten Gerichten, aber auch zum Wein passen.

Dann ging es zum Dessert der den Titel Winter mandarin trug.

In der Beschreibung ist zu lesen das dieser Dessert mit Vanille daherkommt, Arabischer Kaffee, gerösteten Mandeln und einem Safran Schaum. Sehr fein, insbesondere die „Mandarine“ in der Mitte mit einer eleganten feinen Säure.

Dann schweift in so einem Lokal natürlich der Blick rundherum, und da ich fast der einzigste Gast an diesem Mittag war konnte ich auch entsprechende Fotos machen.

Seitlich links sind die enorm großen Verstrebungen zu sehen, die dann ja wohl auch zur Grundkonstriktion dieses The Link gehören. Aber auch der Blick nach Draußen entsprechend interessant, da wir uns auf der Höhe von Stock 25 befanden.

In der linke Raute ganz links ist der höchste Turm von Dubai im Dunst zu sehen, der Burj Kalifa.


Am Nachmittag ging es dann noch zu einem Kaffee Museum in einer Gegend der Stadt Dubai, wo noch einige alte Lehmbauten stehen die dann wohl in den letzten jahren wieder hergerichtet wurden und mit Beleuchtung versehen, so das man hier wohl auch bei Nacht sich aufhalten kann. Das Kaffee Museum war in einer dieser Lehmbauten untergebracht und machte auf den ersten Blick nicht den Eindruck eines Museums.

Und auch die Beschriftung an einer der Hauswände hatte schon einen Buchstaben verloren. In den zweistögigen Räumlichkeiten konnte man dann allerlei Objekte zur Kaffee Verarbeitung ansehen und bekam auch zum Eintrittsgeld einen Schluck eines besonderen Tees zu verkosten.

Ein ziemliches Sammelsurium und diverse Objekte die vielleicht nicht gerade in so ein Museum reinpassen. Hier aber noch ein Teil aus Deutschland, welches sich von einem ehemaligen Bewohner übriggeblieben ist, oder aus Deutschland importiert wurde.

Vielleicht sollte man dazu wissen, das die Städte an der Küste meist die großen Händler beherbergte und dort dann auch der Kaffee frisch geröstet wurde. Hier aus Bremen.

Jetzt noch 2 Eindrücke aus der Umgebung des Kaffee Museums wo sich die Lehmhäuser um enge Gassen gruppierten.

Solche Türmchen wie auf dem Foto hier zu sehen dienten ja nicht nur für Tauben als Ruhestätte, sondern insbesondere in den heißen Regionen der arabischen Welt als sogenannte Kühltürme die durch die Luftzirkulation das Klima in den Räumlichkeiten einigermaßen erträglich hielt. Wird heute in der Architektur wieder aufgegriffen, war aber Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten.

Dubai der vierte Tag mit Museum der besonderen Art

Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.

In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.

Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.

Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.

Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.

Dubai der dritte Tag mit Besuch im moonrise (1*)

An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.

Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.

Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.

Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.

In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.

ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.

Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.

DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.

In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:

Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.

FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.

MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.

MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.

SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.

LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.

LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.

KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.

STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.

STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.

Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.

Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.


Dubai der zweite Tag mit hohen Aussichten vom The Link

An diesem zweiten Tag in Dubai hatte ich bereits aus München ein Lokal reserviert, für den Abend, wo ich fälschlicherweise davon ausgegangen war das es das Restaurant von Anne Sophie Pic sei. Das Lokal namens Aelia gehörte allerdings zum Hotelkomplex The Link welcher von meinem Hotel am WTC, das Novotel, zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen war. The Link ist ein doppelt nebeneinander gebautes Hochhaus mit ca. 200 Meter Höhe, wo zwischen den Häusern eine Stahlkonstruktion gehängt ist, die mehrere Restaurants beherbergt. Hier schon einmal der Blick auf The Link tagsüber, aber auch bei Nacht.

Dieser zwischen den Häusern eingehängte Zwischensteg auf ca. der 25ten Etage ist ausschließlich mit Restaurants und Lokalitäten bestückt, wo das Aelia eines der zum Hotel gehörende ist. Weiterhin ist auch Nobu mit einem Lokal, ganz links im The Link und ganz recht A.S. Pic mit Ihrem 1* Lokal vertreten, welches ich ein paar Tage später zu einem Lunch besucht hatte. Zum Essen im Aelia ist nicht viel zu berichten, aber die Location in so einer Höhe, aber auch das Interior ist schon recht späktakulär. Hier ein Blick von meinem Platz aus hinunter auf eine Straßenszene die im Laufe des Abends immer noch sehr belebt war.

Dieses Lokal Aelia ist mit vielleicht ca. 120 Plätzen relativ groß und auf einer der obersten Etagen des The Link befindlich. Besuch an diesem Abend relativ schwach, was mich aber nicht weiter störte. Hier ein Blick auf das Interior.

Dezent eingerichtet mit meist dunklen Farben, aber die Tische trotzdem gut ausgeleuchtet. Blick in eine der Küchen, die aber recht weit weg war von meinem Platz. Der Service recht freundlich und immer zur Stelle wenn es etwas zu fragen oder zu bestellen gab. Insgesamt also eine wohltuend leise und feine Atmosphäre. Hier noch ein Blick in die unteren Etagen des The Link, denn das Aelia zog sich nur über ca. 1/4 der Länge der Konstruktion auf der oberen Etage hin.


Besuch im Sparkling Bistro bei Jürgen Wolfsgruber

Zu einem Firmenjubiläum, welches in diesem Jahr in meinem Design-Büro anstand hatte ich die Jubilarin und Ihren Partner ins Sparkling Bistro in Schwabing, genauer gesagt in der Max-Vorstadt, zu einem Abendessen eingeladen. Das Restaurant Sparkling Bistro liegt in der Amalienpassage und residiert dort bereits seit 2015, wobei es dann im Jahr 2020 mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Jürgen Wolfsgruber hat vor der Eröffnung seines ersten Restaurants bereits diverse Stationen hinter sich gebracht, wovon hier nur einige wenige zu erwähnen sind. So war er im El Bulli von Feran Adria und danach im Fat Duck von Heston Blumenthal. J. Wolfsgruber ist Österreicher und hat in der Zwischenzeit bereits 3 Lokale in München eröffnet. Diese sind neben dem Sparkling Bistro das Tschecherl in der ehemalingen Kochschule von Franz Haas entstanden, und seit ca. August 2025 hat Wolfsgruber in Gern das kleine Lokal „das Obers“ eröffnet, wo ich zu Beginn des Oktobers mit meinem Bruder einen Abend verbracht habe, wozu ich noch später ein Gericht zeigen möchte. Im Sparkling Bistro hatten wir für 19 Uhr reserviert und waren dann auch pünktlich anwesend und verbrachten mit einem köstlichen M<enü den Abend bei einer feinen Weinbegleitung, welche wir allerdings selber ausgesucht hatten. Los geht es mit einem Amuse bouche, welches aus 3 kleinen Happen bestand, die sich sehr fein zu Beginn eines Menüs an den Anfang setzten.

Hier auf dem Foto zu sehen, links oben eine cremige Variante, dann rechts daneben ein Mini Törtchen mit Trüffel on top, und mittig unten eine Teigschale mit diversen recht frischen grünen Einlagen, welche von Limetten Zesten begleitet wurden.

Dann folgte die Speisenfolge nach der Menükarte, welche bereits als schmaler Ausdruck auf dem Tisch bei jedem Gedeck danebenlag und somit auch schon einmal studiert werden konnte. Die Speisenfolge lautete wie folgt:

  • Puntarelle aus Venezien
  • Bretonischer Hummer
  • Raviolo con Sorpresa
  • Atlantik Steinbutt
  • Almtaler Aubrac
  • Bozner Apfel

Auf die Extras der Menükarte wollten wir verzichten, denn das Menüs versprach bereits eine sehr schöne Reihenfolge der Speisen. Es startet also die Speisenfolge mit der Puntarelle.

Dieser Salat ist also nicht alles von der Puntarelle, sondern nur der dunkelgrüne Teil, welcher in der wärmeren Mittelmeerregionen wächst. Dazu gab es Radicchio und weitere kleine Zutaten zum Salat und ein Schaum als Abrundung. Fein!

Dann folgte der Teller mit dem Bretonischen Hummer, der ausgezeichnet gedünstet war und in einer Hummer Bisque schwamm, die recht würzig das Gegenstück zum Hummer selber bildete.

Die Bisque war schon recht dunkel aber rundete den Teller durchaus ab. Dann folgte ein Raviolo con Sorpresa.

Obenauf in der Mitte ein kleines Wachtelei, pochiert und sonst auch mit einer feinen Füllung in einer grünen Sauce die von einer hellen Sauce begleitet wurde. Dicht aber durchaus fein zusammengestellt. Dann folgt im nächsten Gang der Atlantik Steinbutt.

Geschmacklich wirklich wunderbar, wobei mir der Teller, bzw. die Platte worauf dieses Gericht serviert wurde nicht wirklich gefallen hatte. Der Steinbutt wurde einmal wieder von einer aufgeschäumten Sauce begleitet die durchaus zum Gericht paßte. Dann der Hauptgang mit dem Titel: Almtaler Aubrac. Hier wäre zu erwähnen, das der Name Aubrac aus Frankreich stammt und eine bestimmte Region in Süd-West Frankreich bezeichnet, wo eine ganz bestimmte Rindersorte gezüchtet wird.

Begleitet wird das Stück Rind von einer aufgewickelten Sardinenrolle, welche auf einer sehr intensiven grünen Sauce liegt, aber insgesamt recht harmonisch zueinander abgestimmt ist. Es folgt ein Dessert mit dem Titel Bozner Apfel, wo bereits die Hauptkomponente betitelt ist.

Rechts in der Nocke der fein geschnittene Apfel der cremig abgeschmeckt war und wieder bon einer Crème begleitet wurde. Obenauf ein Chip mit viel Kakao. Wieder einmal so ein leicht abartiger Teller der eher an einen Hut der Damen in Escot (Pferderennbahn in England) erinnerte.

Final möchte ich noch ein Dessert aus dem Das Obers zeigen, welches mein Bruder und ich zu Anfang Oktober im Lokal in Gern geniessen durften. Österreichischer Palatschinken. Wenn der Teig schon zubereitet ist, dann ist dieser „Pfannkuchen“ in einer heißen Pfanne auch ganz schnell gegart und auf dem Teller dann mit einer entsprechend passenden Marmelade gefüllt.

Das war’s dann für das Jahr 2025, wo ich versäumt hatte mein 10-jähriges Jubiläum meines food-blogs bisher erwähnt zu haben. Aber jeder kann ja selber einmal nachlesen, wann ich damit begonnen habe.

Guten Rutsch ins Neue Jahr 2026

OLaf

Besuch im KOMU bei Christoph Kunz 2**

Zu meinem Geburtstag Mitte Juni hatte ich 3 Freunde eingeladen, in das 2 ** Restaurant von Christoph Kunz in München. Seine vorherige Station beim Kochen war für einige Jahre das Restaurant im Feinkosthaus Dallmayr. Seit gut einem Jahr betreibt Kunz aber sein eigenes Lokal in der Hackenstr. 4, welches in einer Ecke der Passagen liegt, die zum ehemaligen Areal der Süddeutschen Zeitung gehört und auch Hofstatt heute genannt wird.

Es beginnt mit einem freundlichen Empfang, der uns die Wahl läßt in dem Vorraum, oder gleich am Tisch unseren Aperitiv zu genießen. Wir beschließen uns an den Tisch zu setzen und beginnen mit einem Glas Champagner.

Hier schon einmal der Blick auf die 2 Amuse Geule, die von der geschmacklichen Seite sehr frisch und leicht fruchtig sich zeigten und im Mund insgesamt sehr angenehm sich mit vielen unterschiedlichen Nuancen zeigte.

Diese zweite Variante, auf einem Hering Porzellan, war ein Popkorn mousse mit einem Löffel Kaviar obenauf. Das körnige des Kaviars entsprach genau der Tellerwahl und den Löchern des Porzellans von Stefanie Hering. Sehr fein und aber auch von den beiden Komponenten so unterschiedlich das es ein super Anfang war.

Wir hatten alle 4 am Tisch das 8-Gänge Menü gewählt, und ich hatte im Vorfeld bereits einige Weine ausgesucht, wo wir dann als erste Variante einen Grauburgunder von Burg Ravensburg aus 2015 ausgewählt hatte. Sehr schöne leicht gealterte Farbe ins helle orange aber vom Gaumen her insgesamt immer noch recht frisch und lebendig. Das passte wunderbar zu den ersten beiden Vorspeisen, wobei bei dieser 8-Gänge Reihenfolge fast garnicht von Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang etc gesprochen werden kann, außer die beiden Desserts, die sich deutlich vom sonstigen abhoben.

Es biginnt mit einem Gang aus Loup de Mer mit Pfifferlingen Tamarillo, welches eine Tomatenvariante ist. Sehr schön angerichtet und sehr frisch und wieder mit vielen Nuancen sehr schmackig.

Der nächste Gang hat die Überschrift Artischocke mit Bienenwachs und Buttermilch.

Dann folgt ein Gang mit Seeteufel, welcher von Spargel und Jasmin begleitet wird.

Wonach ein Gang folgt, der sich in die Fleischregion begibt und mit dem Titel Kalbsbries begleitet von Rhabarber und Kopfsalat auf der Karte steht.

Hier auch einmal zu erwähnen sind die immer wieder sehr unterschidlichen feinen Saucen zu den einzelnen Gängen, denn diese Begleiter machen nicht nur geschmacklich und optisch einen großen Unterschied im Vergleich zu normal angerichteten Speisen, sondern da zeichnet sicher eine Fine Dining Küche ganz besonders aus. Es geht wieder fischig weiter mit einem Gang einer Rotbarbe begleitet von Erbse und Chipotle. Das ist eine getrocknete und geräucherte Jalapeño-Chilischote. Geschmacklich für mich in der Menüfolge einer der Highlights.

Es folgen zwei Gänge die eher zu den nicht fischigen zu zählen sind, welches einmal ein gereifter Cheddar mit Rosehariss und breiter Bohne.

Sowie einem Gang mit dem Titel Mispel begleitet von Pumpernickel und Sauerampfer.

Ganz großartige Geschmackserlebnisse von überaus sehr fein geschnittenem Kraut welches eben auf dem Pumpernickel tront.

Final gibt es dann noch einen Gang mit Apfel der von Sesam und Aguachite begleitet wird. Aguachite kommt aus der mexikanischen Küche und bezieht sich hier wohl primär auf die Sauce.

Noch zu erwähnen wäre unser zweiter Weißwein der vom Nickolaihof , Im Weingebirge, ein Grüner Veltliner auch aus 2015.

Braunauer Hof in München wiederbesucht

Einer meiner Stammlokale, wo ich fast wöchentlich hingehe, ist der Braunauer Hof, welcher direkt beim Isartor liegt und auch im Sommer einen wunderbar ruhigen Biergarten mit Kastanien Bestand für den Schatten hat. Ansonsten stehen in dem Innenhof ausreichend große Sonnenschirme so das man sich hier bei jedem guten Wetter niederlassen kann.

Serviert wird dann ebenso schnell wie auch die Bestellung aufgenommen wurde. An diesem Mittwoch im März 2025 mittags so kurz vor 12 Uhr ist das Lokal bereits sehr gut gefüllt, so das ich einen Platz an einem der Hochtische im großen Saal zugewiesen bekomme. Jetzt aber auch ein paar Bemerkungen zum Service. Hier wird man nicht einfach an einen Tisch geführt, sondern es gibt gleich dazu die übersichtlich geschriebene Karte und ein kleines Körbchen mit Serviette und Messer und Gabel. Und auch wie an diesem Tag kommt nach wenigen Momenten der Service vorbei um die Bestellung, die man sich aus der Karte ausgesucht hat, aufzunehmen, sowie das gewünschte Getränk notiert und anschließend gleich im Computer boniert, so das die 2 Jungs hinter der Bar das ebenso schnell wie gekonnt einschenken. So sieht das Lokal auch während der Weihnachtszeit aus.

Das Interior ist typisch rustikal „bayerisch“ hat aber insgesamt auch mit seinen jahreszeitlich unterschiedlichen Dekorationen immer einen bescheiden zurückhaltenden Stil, der nicht ins pompöse geht, sondern somit auch bestimmt dem Stammpublikum angepaßt.

An diesem Mittwoch Mitte März gab es auf der Karte einen gebratenen Bachsaibling den ich orderte und wie immer natürlich ein Glas Wein dazu, der diesmal auf den Sylvaner fallen sollte. Fisch aß ich in den letzten Jahren in diesem Lokal ja wirklich nicht oft, aber auch dieser gebratene Bachsaibling war ein wenig speziell zubereitet. Von der Küche bereits „halb“ filettiert und die Mittelgräte entfernt. Dann aber mit den 2 Fischhälften so fein gebraten, das diese Hälften auf dem Teller wieder übereinanderliegen und das weitere zum Gericht wie die Salzkartoffeln und ein wenig klein geschnittenes Gemüse sich auf dem Teller breitmachte. Vom Serv ice wird automatisch ein zusätzlicher kleinerer Teller neben dem Gericht platziert, und das Fischmesser steckt auch schon im Teller. So kann ich dann das Gericht als wunderbares Mittagsgericht für relativ günstige 21,50 € genießen.

DaΩu habe ich mir ein Glas Sylvaner bestellt, was zu so einem Fisch immer paßt.

Der Braunauer Hof ist für mich ein Paradebeispiel für sehr gelungene Gastronomie in einer Stadt wie München, wo es ja auch große Konkurrenz gibt. Hier können sich manche Gastronomen ein Beispiel zeigen lassen, was guter Service, sehr gute Küche und ein stimmiges Ambiente zu einem Erfolg in diesem Bereich führen kann.

Besuch im YUKI auf der Theresienhöhe

Spontan hatte ich mich dazu entschlossen in ein mir bisher unbekanntes Lokal einzukehren, welches im Spätsommer 2024 auf der Theresienhöhe, Kazmairstr. eröffnet hatte. Das YUKI ist eine Mischung aus japanischer und koreanischer Küche, was man auch gleich auf der Speisekarte erkennen kann, denn es gab Kimchi – das koreanisch Nationalgericht – diverse Sushi Varianten und sonstige feine Kleinigkeiten, die in einem Artikel, welchen ich vorher zufällig gelesen hatte sehr gelobt wurden. Also auf den Weg gemacht, so das ich bereits kurz nach Eröffnung um 11:30 Uhr dort eintraf und ganz locker einen Platz auch ohne Reservierung erhalten konnte. Das sollte sich allerdings schnell ändern, denn in dieser Gegend gibt es viele Büros mit hungrigen Schreibtischtätern, die auch mittags noch was ordentliches in den Magen haben wollen.

Ich bestelle mir also 2 Vorspeisen in Form von Kimchi und eine kleine Platte mit frittierten Bällchen, die wohl mit Frischkäse und diversen feinen sonstigen Leckereien gefüllt waren. Auch von außen schon fein anzusehen und das Kimchi war zwar auf der Karte mit einer Pepperonischote als scharf markiert, kam mir aber insgesamt recht ordentlich und fein abgeschmeckt vor. Hier ein erster Blick in das kleine Lokal mit einem Vorraum und wohl auch einem weiteren Gastraum im hinteren Bereich.

4 Plätze an der Bar und weitere ca. 16 Plätze an den Tischen in diesem Raum. Weitere im hinteren Zimmer. Ich bestelle mit also meine Vorspeisen und als Hauptgericht ein Thunfisch Sashimi, welches aus 5 sehr dicken Scheiben besteht, die mit einem Bissen kaum zu bewältigen sind, also irgendwie zerbeißen. Alle drei Gerichte werden zugleich serviert, wobei der bestellte Wein natürlich weit im Vorfeld bereits auf dem Tisch stand und ganz ordentlich zu den Gerichten paßte. Hier der visuelle Eindruck der Speisen wie folgt:

Links oben die Schale mit dem Kimchi welches wirklich gut angemacht und fein säuerlich und mit pikanter Schärfe aufgetischt wurde. Davor die Platte mit den frittierten Bällchen, welche von einer kleinen Beilage von Mohrrüben die wohl fermentiert waren und fast wie ein eingelegter Ingwer dazu wirkten. Dazu dann eben das Thunfisch Sashimi, welches wirklich frisch und fein angerichtet mit seinen typischen Beilagen auf dem Teller lagen.

Insgesamt ein recht ausgewogenes Mahl mit seinen 3 Gängen, welches ich wohl vielleicht in den nächsten Wochen einmal wiederholen will, denn um die Ecke liegt die Bar der Champagner Characters und bald auch ein weiteres Tageslokal namens Mokum, welches die Sommelière Julia Kolbeck mit 2 Kollegen in der Zeile vor dem alten Eingang der Messe eröffnen wird.

Ein Besuch bei Jan Hartwig im JAN, 3*** Michelin

Gut, die 3 * in der Überschrift sagen erst einmal nur aus, das es hier wohl eine besonders gute Küche gibt, der Service ausgezeichnet sein muß und auch sonstige Umstände in diesem Lokal etwas Besonderes sein sollten, im Vergleich zu sonstigen Lokalen in dieser Liga. Und im Jan trifft das wirklich zu, denn nicht nur die Speisenfolge, sondern auch alle weiteren Umstände wie der Service, die generelle Atmosphäre, die sehr angenehm reduzierte Musik aus dem Hintergrund und sonstige Kriterien waren hier so wunderbar perfekt umgesetzt, das wir 4 an unserm runden Tisch den ganzen Abend lang sehr zufrieden waren – nein fast euphorisch am späten Abend das Lokal glückseelig verließen. Unser runder Tisch für 4 Personen war fast dirrekt neben dem Eingang aber durch eine Wand abgeschirmt und wir hatten fast alle am Tisch einen Blick in die ständig offenstehende Tür zu einem der Küchenräume. Hier der entsprechende Blick im Foto.

Das Motto des Lokals direkt über der Tür zur Küche – Labor der Liebe – und sein Logo im Bereich der Küchenblöcke so sichtbar das es immer zu lesen ist, wenn man im Gastraum seinen Blick Richtung Küche schwenkt. Ein Foto kann zwar nur einen gewissen optischen Eindruck vernitteln, hier zeigt sich aber in der Wahl der Farben, der Materialien und sonstiger Dekoelemente genau das wider was sich in dem Gastraum als Atmosphäre widerspiegelte. Die Runde am Tisch war bereits zu Beginn des Besuches sehr angenehm berührt und wir freuten uns auf einen kulinarischen Abend. Zu Beginn gab es einen Schaumwein aus der Magnum vom Weingut Dönnhof und dann bestellten wir aus der Karte das Menü für alle vier am Tisch sowie 2 Weine, welche ich bereits im Vorfeld aus der Weinkarte mir ausgesucht hatte.

Rechts der Weißburgunder Praesulis vom Weingut Gumphof aus Südtirol, und links ein Pinot Noir vom Weingut Rossignol Trapet, Vielles Vignes aus dem Jahr 2016. Bei beiden Weingütern war ich in den letzten Jahren mehrfach zu Verkostungen, die immer sehr positiv ausfielen. Dann startete auch die Speisenfolge, welche zunächst mit 5 verschiedenen Amuse Geule, oder auch Amuse Bouche genannt werden. Zu den einzelnen Gerichten werde ich jetzt keinen langen Text schreiben, denn jeder der sich hier angesprochen fühlt, sollte sich das Vergnügen vor Ort selber ansehen und verkosten und selber urteilen.

Oben Foie Gras à la Chantilly – Krokant Kapern, Pekanuss, Finger Limes&geräucherter Ahornsirup. Unten Crustade – Saiblingsbauch, Pistazie, Wasabi, Soja-Tapioka & Myoga. Sehr fein und geschmacklich ein toller Start.

Carne Cruda & Bonito Sahne – im knusprigen Brickteig. Dieser eine Bissen wirkt sehr lebendig und frisch mit den obenliegenden Zwiebelringen.

Rauchaal – genannt „kleiner Eintopf“ setzt sich aus Markknödelchen, Wurzelgemüse, Backpflaume & Parmesan zusammen. Die klare Brühe ist sehr intensiv und wird aber mit all seinen Einlagen der Klößchen und einer kleinen Mini Maultasche so wunderbar abgerundet, das es ein Vergnügen ist die Suppe auch aus diesem Glasgefäß zu schlürfen.

Wachtelei nennt sich dieser Gang, der in einer sehr originellen Porzellan Eierschale serviert wird, die von einer Porzellan-Hand gehalten wird. Hier solte man nicht zu lange auf den Verzehr warten, denn die warme Unterlage schmeckt mit seinen Zutaten ausgezeichnet im warmen Zustand. Gelierte Serano Schinkenbrühe, Mais und Parmesan. Ein Erlebnis!

Die erste richtige Vorspeise beinhaltet einen Schliersee Saibling der mit Kolrabi, Fenchel und Combava Vinaigrette begleitet wird. Sehr fein mit der Vinaigrette und den ganz hauchdünn gehobelten Radieschen on top.

Dann folgt ein Gang der absolut außergewöhnlich auf den Tisch kommt. Der Name: Hechtnockerl 2.0, bestehend aus Makrele, Gewürztagetes & Umami Beurre Blanc. Die Kombination ist so geschmeidig was für eine sehr innovative Herangehensweise der Küche und des Chefkochs Jan Hartwig unter Beweis stellt. Es folgt der Gang Brot.

Wir lesen in der Karte: hausgebacken & Allgäuer Bio-Sauerrahmbutter, „Gruß aus meiner Heimat“, Grünkohl, Kartoffel & Speck.

Dann folgt der Glattbutt aus der Vendée. In Daikon gedämpft, Brokkoli, Kren & geräuchertes Muschelfumet. Leider ist mir das Foto etwas unscharf geraten, was aber den Geschmack nicht schmälerte.

Dieser Teller nennt sich „Glasiertes Kalbsbries“, welches allerdings unter dem mit roter Beete gefärbtem Nudelblatt versteckt ist. Weiter: Ofenpaprika, Cornichons, Sellerie & Gulasch Sud. Insgesamt sehr fein und kräftig gewürzt, was von den meisten Gängen gesagt werden kann. Dann der Hauptgang mit Ente.

Die Ente liegt links und die Foie Gras rechts daneben, welche begleitet werden von Anchovis, Eisbergsalat, Blutorange, grünem Pfeffer und Lorbeer. Ein Genuss der lange anhält.

Der ertse Dessert nennt sich „Grana Bavaria“, welcher sich aus folgenden Zutaten zusammensetzt: Bittersalate, knusprige Hendlhaut, Preiselbeeeren & Feigenblattöl aus Völs am Schlern. Dann folgt.

Williams Christ Birne, welche sich grandios auf dem Glasteller präsentiert. Die Karte weist folgende Zutaten aus: Dulceys, Erdnuss-Toffeew, rehydrierte Rosinen & Hagebutte. Die vielen Komponenten waren ein sehr unterschiedliches Gaumentheater, welches von der Optik schier überflügelt wurde. Großartig und genial.

Zum Finale einen Espresso, welcher den Milchreis begleitete. Darin ebenso enthalten Orange und Banane. Zum Schluss natürlich diverse Petit Four, die ich aber nicht im Foto festgehalten habe.

Mein Fazit zu diesem Besuch: Absolut TOP und außergewöhnlich, denn Jan Hartwig versteht es klassische Gerichte und deren Zutaten so modern und innovativ zu verändern, das es ein besonderes Vergnügen ist sich auf diese Speisenfolge einzulassen. Menü 340.-€ / Person.

Besuch im Elsaß, der zweite Tag in Eguisheim und der Auberge Frankenbourg

Das Wetter hielt, so Ende Mai, und wir machten uns auf den Besuch zunächst einmal nach Eguisheim im Elsaß, wo es heute noch sehr pitoreske Häuserzeilen gibt und an allen Ecken und Enden Wein angeboten wird. Zu einem der Winzer sollte dann am späten Vormittag auch unser Weg führen. Hier ein kleiner Eindruck aus den engen Gasse in Eguisheim.

Und weil so ein sonniger Spaziergang dann durstig macht, kehren wir bei Leon Baur, einem Winzer aus dem Ort, auch für eine kleine Verkostung auf seiner Terrasse ein. Hier auch typisch für das Elsaß werden Riesling, Grauburgunder und weitere weiße Rebsorten angeboten.

Wie hier auch auf dem Etikett zu lesen handelt es sich um ein alteingesessenes Weingut, welches auch hier heute noch im Familienbesitz ist und in der inzwischen 9. Generation von der Familie geführt wird. Weine werden um das Städtchen Eguisheim auf 10 ha angebaut und dort auch entsprechend vinifiziert.

Hatte auch bereits in den letzten Jahren einige verschiedene Flaschen aus dem Weingut verkostet, welche in der Breite immer recht fein und angenehm zu diversen Speisen zu genießen waren. Auch in diesem Weingut werden, wie in fast allen weiteren Weingütern im Elsaß Schnäpse gebrannt, die auch gerne in der gehobenen Gastronomie angeboten werden.

Am Abend geht es dann in die kleine Ortschaft La Vancelle, wo wir uns in der Herberge Auberge Frankenbourg breit machen und abends dann im 1* Lokal des Hauses ein entsprechendes Menü genießen wollen. So sieht der Gastraum, welcher wohl anschließend an das Hotel angebaut wurde aus, mit viel Licht und hohen Fenstern, was dem Holzinterior einen sehr angenehmen lichtdurchfluteten Eindruck verleiht.

In der Mitte des Raumes steht ein entsprechender Tisch, wo bereits die Brote (selbstgebacken) aufgetischt sind und diverse andere Zutaten ihren Platz finden.

Wir haben mit unseren 6 Personen also an unserem Tisch Platz genommen und werden, wie so üblich bei einer Sterneküche, mit diversen Amuse Bouche auf schönen Holzetageren begrüßt.

Titel: Variation von der Erbse. Dann geht es aber so richtig los mit dem 5-6 Gänge Menü, welches zumindest schon einmal von der schriftlichen Seite auf der Speisekarte wunderbar zu lesen ist.

Wir starten mit einem Rindertartar, geröstet, Salicornes und einer jodierten Vinaigrette.

Jetzt hätte ich aber fast vergessen, den Wein zu erwähnen, der natürlich vor dem ersten Gang serviert wird, was wir heute zum Menü ausgesucht hatten. Ein Grauburgunder aus dem Elsaß von Saint-Jaques aus 2020.

Hier einmal wieder das Front.- und Rücken-Etikett, welches dann die gesamte Information zum entsprechenden Wein beinhalten sollte. Da die nächsten 2 Gänge des Menüs auch zum Teil einen Fisch beinhalteten, sollte dieser Tropfen ganz gut passen.

Es folgt der nächste Gang mit Spargel, geräuchert mit Muskat-Wein und diversen weiteren feinen Geschmäckern auf dem Teller die sehr gut zum Spargel passen.

Dann folgt ein Gang mit einer Rotbarbe, mariniert im Gin aus dem Elsaß, Algen und einem Consommé verfeinert mit Tapioca.

Dann folgt ein Fleischgang mit Wildschwein in einem Teigmantel, welches ebenso leicht geräuchert war und von einer halben grünen Erdbeere begleitet wurde.

Und jetzt folgt ein Foto, wo ich mir nicht mehr sicher bin, ob dieser Gang zum Wildschwein gehörte, oder ob das ein eigener Gang aus dem Menü war.

War aber ebenso fein und geschmacklich ausgezeichnet. Dann folgte ein Gang Käseteller (nicht im Foto festgehalten) und einige diverse süße Teile, welche ebenso interessant präsentiert wurden, wie viele andere Teile, die nicht unbedingt auf einem Teller daherkamen.

Insgesamt war das, ebenso wie der Abend vorher, auch hier ein sehr ausgewogenes und interessantes Menü, welches zwar seine Höhepunkte hatte, aber kaum wirkliche Schwächen innerhalb der einzelnen Gänge des Menüs. Mein Urteil (17,5/20)