An diesem letzten Tag in Dubai hatte ich mir kein Programm vorgenommen und sonst auch keine größeren Aktivitäten geplant. Zum Mittagslunch kehrte ich nicht so besonders weit weg von meinem Hotel in ein Bistro ein, welches an diesem Sonntag Mittag noch recht leer war und ich mich auf der Terrasse einen Platz ausgesucht hatte. Zum Essen ein Gläschen Wein bestellt, welches in den meisten Lokalen in Dubai bei 0,15 l von der Menge her liegt. Und da erlebte ich eine kleine Überraschung. Denn so ein Weinglas hatte ich bisher noch nirgends gesehen. Die Füllmengenmarkierung war durch eine Tönung des Glases markiert wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist.
So erlebt man auch in Ländern die keinen Wein anbauen, damit aber entsprechend umgehen immer wieder kleine neue Aspekte, die es sicher auch dem Service leichter machen.
Das Lokal von A. S. Pic lag in Fußweite von meinem Hotel und so hatte ich zwei Tage vorher mir einen Platz zum Lunch reserviert im Gebäude The Link. The Link ist ein doppeltes Hochhaus mit einem auf ca. 25. Stock quer eingebauten Verbindungsteil, welches ausschließlich Lokale beherbergt. Auf der einen Seite eine Abteilung von Nobu und auf der anderen Seite das Lokal von A.S. Pic mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt.
Im Gebäude unten angekommen wird man von einer großzügigewn Lobby empfangen die sich in mehrere Gänge und Abteile aufteilt wo sich die Aufzüge entsprechend in die oberen Etagen und zu besagtem The Link befinden. Von außen betrachtet sieht die ganze Sache so aus:
Und das Lokal von A.S. Pic liegt in dem Querbau ganz auf der rechten Seite, wie gesagt mit Blick auf die Stadt, Foto folgt später. Dieser Querriegel liegt auf einer Höhe von ca. 25 ter Etage und hat selber 3-4 Etagen, die zum Teil offen gestaltet sind, so das die Raumhöhen fast den gesamten Riegel umfassen. Nun zum Lokal von A.S. Pic. In dieser Location mit 1* Michelin bestückt und 3 Gault Millau Hauben.
Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekomme einen Tisch fast mittig im Lokal, aber mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es wird ein Apero angeboten, wo ich mich für ein Gläschen Billecard-Salmon entscheide. Und unbekannterweise ist das auch noch eine Spezialabfüllung für das Haus von A.S. Pic.
Der Blick in die Küche ist hier auch von fast allen Plätzen ausgezeichnet, so kann man während der kurzen Wartezeit auf einen nächsten Gang das Treiben dort oder auch das Anrichten der Speisen beobachten.
Für mein 3-Gänge Menü entscheide ich mich zunächst für einen Wein aus Spanien, den ich auch schon in den letzten Jahren besucht hatte, aber dort kaum diesen weißen Tropfen verkostet hatte. Remirez de Ganuza aus weißer Traube paßte sehr gut zu den kräftigen Gerichten, dem Octopus etc.
Ein Reserva von ausgezeichneter Feinheit am Gaumen und der Jahrgang 2019 entsprechend fein in seiner Komplexität. Diese Reserva beinhaltet folgende Trauben: Viura, Malvasia, Garnacha Blanco und in kleinen Mengen weitere weiße Trauben. 8 Monate auf der Hefe vergoren und erstmals vermarktet in 2009.
Dann folgt der erste Gang mit Namen Confit Beetroot mit Java Pfeffer und Kaffee Espuma.
Elegant und fein am Gaumen mit leichten Spitzen des Java Pfeffers. Toller Einstieg.
Dann folgt ein Gang mit Oktopus der ganz besonders fein gelungen war. Ein paar kleine Beilage mit u. A. Zucchini und diverse kleine Beigaben brachten den Oktopus richtig zur Geltung.
Dann bestellte ich noch ein weiteres Glas Weißwein, welches aus Südafrika stammte, besser gesagt aus Stellenbosch mit dem Namen Die Kluisenaar, The Grangesmith, welches zur Simington Familie gehört.
Großartiger Tropfen mit einer typischen Note der „Neuen Welt“ was aber durchaus zum Menü passte. Zwischendrin wurde noch ein frisch gebackenes Brot serviert mit einer gesalzenen Butter die wohl zu den meisten Gerichten, aber auch zum Wein passen.
Dann ging es zum Dessert der den Titel Winter mandarin trug.
In der Beschreibung ist zu lesen das dieser Dessert mit Vanille daherkommt, Arabischer Kaffee, gerösteten Mandeln und einem Safran Schaum. Sehr fein, insbesondere die „Mandarine“ in der Mitte mit einer eleganten feinen Säure.
Dann schweift in so einem Lokal natürlich der Blick rundherum, und da ich fast der einzigste Gast an diesem Mittag war konnte ich auch entsprechende Fotos machen.
Seitlich links sind die enorm großen Verstrebungen zu sehen, die dann ja wohl auch zur Grundkonstriktion dieses The Link gehören. Aber auch der Blick nach Draußen entsprechend interessant, da wir uns auf der Höhe von Stock 25 befanden.
In der linke Raute ganz links ist der höchste Turm von Dubai im Dunst zu sehen, der Burj Kalifa.
Am Nachmittag ging es dann noch zu einem Kaffee Museum in einer Gegend der Stadt Dubai, wo noch einige alte Lehmbauten stehen die dann wohl in den letzten jahren wieder hergerichtet wurden und mit Beleuchtung versehen, so das man hier wohl auch bei Nacht sich aufhalten kann. Das Kaffee Museum war in einer dieser Lehmbauten untergebracht und machte auf den ersten Blick nicht den Eindruck eines Museums.
Und auch die Beschriftung an einer der Hauswände hatte schon einen Buchstaben verloren. In den zweistögigen Räumlichkeiten konnte man dann allerlei Objekte zur Kaffee Verarbeitung ansehen und bekam auch zum Eintrittsgeld einen Schluck eines besonderen Tees zu verkosten.
Ein ziemliches Sammelsurium und diverse Objekte die vielleicht nicht gerade in so ein Museum reinpassen. Hier aber noch ein Teil aus Deutschland, welches sich von einem ehemaligen Bewohner übriggeblieben ist, oder aus Deutschland importiert wurde.
Vielleicht sollte man dazu wissen, das die Städte an der Küste meist die großen Händler beherbergte und dort dann auch der Kaffee frisch geröstet wurde. Hier aus Bremen.
Jetzt noch 2 Eindrücke aus der Umgebung des Kaffee Museums wo sich die Lehmhäuser um enge Gassen gruppierten.
Solche Türmchen wie auf dem Foto hier zu sehen dienten ja nicht nur für Tauben als Ruhestätte, sondern insbesondere in den heißen Regionen der arabischen Welt als sogenannte Kühltürme die durch die Luftzirkulation das Klima in den Räumlichkeiten einigermaßen erträglich hielt. Wird heute in der Architektur wieder aufgegriffen, war aber Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten.
Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.
In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.
Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.
Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.
Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.
An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.
Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.
Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.
Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.
In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.
ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.
Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.
DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.
In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:
Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.
FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.
MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.
MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.
SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.
LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.
LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.
KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.
STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.
STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.
Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.
Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.
An diesem zweiten Tag in Dubai hatte ich bereits aus München ein Lokal reserviert, für den Abend, wo ich fälschlicherweise davon ausgegangen war das es das Restaurant von Anne Sophie Pic sei. Das Lokal namens Aelia gehörte allerdings zum Hotelkomplex The Link welcher von meinem Hotel am WTC, das Novotel, zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen war. The Link ist ein doppelt nebeneinander gebautes Hochhaus mit ca. 200 Meter Höhe, wo zwischen den Häusern eine Stahlkonstruktion gehängt ist, die mehrere Restaurants beherbergt. Hier schon einmal der Blick auf The Link tagsüber, aber auch bei Nacht.
Dieser zwischen den Häusern eingehängte Zwischensteg auf ca. der 25ten Etage ist ausschließlich mit Restaurants und Lokalitäten bestückt, wo das Aelia eines der zum Hotel gehörende ist. Weiterhin ist auch Nobu mit einem Lokal, ganz links im The Link und ganz recht A.S. Pic mit Ihrem 1* Lokal vertreten, welches ich ein paar Tage später zu einem Lunch besucht hatte. Zum Essen im Aelia ist nicht viel zu berichten, aber die Location in so einer Höhe, aber auch das Interior ist schon recht späktakulär. Hier ein Blick von meinem Platz aus hinunter auf eine Straßenszene die im Laufe des Abends immer noch sehr belebt war.
Dieses Lokal Aelia ist mit vielleicht ca. 120 Plätzen relativ groß und auf einer der obersten Etagen des The Link befindlich. Besuch an diesem Abend relativ schwach, was mich aber nicht weiter störte. Hier ein Blick auf das Interior.
Dezent eingerichtet mit meist dunklen Farben, aber die Tische trotzdem gut ausgeleuchtet. Blick in eine der Küchen, die aber recht weit weg war von meinem Platz. Der Service recht freundlich und immer zur Stelle wenn es etwas zu fragen oder zu bestellen gab. Insgesamt also eine wohltuend leise und feine Atmosphäre. Hier noch ein Blick in die unteren Etagen des The Link, denn das Aelia zog sich nur über ca. 1/4 der Länge der Konstruktion auf der oberen Etage hin.
Dubai war für mich in diesem Jahr die erste Station wo ich bisher nur auf dem Flughafen umgestiegen bin und jetzt die Gelegenheit hatte aus Anlass einer großen Briefmarken-Ausstellung im World Trade Center von Dubai mich einmal intensiver in dere Stadt umzusehen. Das war natürlich auch eine Gelegenheit einmal eine kleine Stadtrundfahrt zu buchen, wo wir eine Mosche, einen Suk, also Händlermarkt für Gewürze aber auch einen Markt für Gold und Silber besuchen konnten. Da Dubai ja fast komplett auf Sand gebaut ist war es doch recht erstaunlich, das an vielen Orten sich grüne Beet Rabatten befanden, aber auch diverse Wasserspiele und Springbrunnen sich zeigten.
Nach einer kleinen Abholtour anderer Gäste die die Tour gebucht hatten, ging es zur blauen Moschee, wo wir nach einem Schuh-Ausziehen auch in die heiligen Hallen eintreten durften.
Es wurde zwar vom Reiseleiter einiges erklärt, aber die wirkliche Tiefe der Bedeutung so einer Stätte kann von uns West-Europäern wohl nicht wirklich erfasst werden. Dann ging es mit dem Kleinbus an einen Flusslauf, bzw. an einen Seitenarm der Meeresausläufer, wo wir einen kleinen Mittagsimbiß erhielten. In Nachbarschaft zu den Einheimischen.
Eine weitere Station auf dieser Stadtrundfahrt war eines der teuersten Hotels hier in der Gegend. Das Burj Al Arab Jumeirah ist mit fast ausschließlich Suiten bestückt und wird damit auch fast nur von den reichsten Familien der arabischen Welt gebucht. Wir betrachteten das Hotel eher aus einer etwas respektablen Entfernung vom danebengelegenen Strand aus, der sich für mich aber bei diesem trockenen Wetter ebenso als durchaus fotogen zeigte.
Vor diesem Besuch gab es aber auch noch ein anderes Highlight zu besichtigen, welches bis vor einigen Wochen nich das höchste Gebäude der Welt war. Der Burj Kalifa steht mitten in Dubai, von einigen Wasserspielen und nidrigerer Bebaung umsäumt steht diese silbergrau verkleidete Nadelspitze sehr prominent zwischen vielen weiteren hohen Wolkenkratzern.
Dieser 828 Meter hohe Turm war bis vor ein paar Wochen der höchste Turm der Welt und steht aber auch sehr prominent inmitten der Stadt in Dubai. Dann hatte wir noch eine Station in einem Gewürz-Suk, der sich als recht belebt von Touristen und sonstigen Besuchern war. Daneben gab es auch noch einen Gold- und Silbermarkt der mich persönlich aber nicht wirklich interessierte.
Final konnten wir noch eine späktakuläre architektonische Station besuchen, welches das Museum of the Future war. Für einen Besuch innen reichte die Zeit nicht, so kam es dann entsprechend nur für einige Aussenansichten, die nicht weniger imposant waren. Die Fotos entstanden auch zum Teil in den Tagen danach bei Dunkelheit wo sich die Hülle des Gebäudes ganz besonders hervorhob.
Chateau Bernateau ist ein mittelgroßes Weingut in der Anbauregion St. Emilion und bewirtschaftet eine Weinbaufläche von ca. 15 ha. Die Familie betreibt bereits seit ca. 1650 dieses Weingut und ist somit seit 11 Generationen hier ansässig. Wir erreichen das Weingut am Vormittag und werden wieder einmal herzlich von den Eigentümern begrüßt. Obligatorisch wie fast überall geht es zunächst auf eine kleine Erkundungsrunde durch das Weingut und landen dann natürlich zum guten Schluss in den Räumlichkeiten, wo es zur Verkostung geht.
Hier der Eingang zum Verkostungsraum, wo auch die Weine gekauft werden können.
Die Lagerung und Weinbereitung wird uns gezeit, wie sonst auch auf diversen weiteren Weingütern die Edelstahl- aber auch Holzfässer für die Weinbereitung stehen.
Hier habe ich bei bzw. nach der Verkostung tatsächlich kein Foto der verkosteten Flaschen gemacht, was aber trotzdem schade war, denn auch hier schmeckten die 4 verkosteten Weine außerordentlich gut.
Wir starten mit einem Merlot aus 2019 der ohne Schwefelzusatz gekeltert ist. (16,5/20)
Dann folgt ein Cabernet Franc aus 2020 der ebenfalls ohne Schwefel, als sulfidfrei gekeltert wurde. Ausgesprochen klare und dichte Note mit feiner Frucht und gutem Säurespiel. Noten von Pilzen und Waldboden, und feiner Abgang. (17/20)
Dann folgt ein Ch. Bernateau aus 2019 mit einer Cuvée aus CF und PV, sowie ein wenig Merlot. Es steigt mir eine feine Schoko-Note in die Nase. (17+/20)
Final dürfen wir einen 2015er verkosten der mit einer tollen Frucht und einer feinen Säurenote sich präsentiert. Leichte Tannine am Gaumen sind noch präsent. (18/20)
Wieder einmal eine sehr gute Auswahl eines Weingutes, welches nicht zu den ganz großen Namen gehört, aber mit feinen Weinen sicher einen sehr guten Platz einnimmt.
Dann geht es mit der kleinen Gruppe von 9 Personen zum nächsten Weingut, wo wir auch zum Mittagessen bleiben sollten und uns eine großartige Verkostung zum Lunch erwartet.
Das Chateau Franc-Mayne ist ein zertifiziertes Grand Cru Classé Weingut im Saint Emilion und wartet wohl auch bereits mit einer langen Tradition auf. Hier zunächst einmal ein Blick auf eine Karte wo die diversen Bodenverhältnisse dargestellt sind und die Lagen mit Ihren Größen abgebildet sind.
Diese Sache mit den unterschiedliche Böden spielt heute im Weinbau zumindest im Marketing auch eine gewisse Rolle. Im französischen wird da von „Terroir“ gesprochen. Auf der Karte wird von „Types des Sols“ gesprochen. Da wir inzwischen mit Saint Emilion auf der rechten Seite der Gironde gelandet sind gibt es hier auch bereits mehr an felsigem Boden und so manche kleine hügelige Erhebung. So spazieren wir auch auf einen Keller zu der im Wesentlichen in den Hang und seiner felsigen Struktur gebaut ist. Meist wurden aus solchen Felsen die zum Steinbruch dienten die Häuser der Region in der Vergangenheit gebaut.
Sehr imposant ein bereits älterer Baum der direkt auf diesen Keller vor wohl einigen Jahrzehnten gepflanzt wurde und heute inzwischen zum Wahrzeichen des Weingutes geworden ist. Darunter der Eingang zu den Kellern und einem Verkaufsraum.
Nach diesem obligatorischen Durchgang, der auch hier einmal wieder recht unterschiedlich ausfiel, denn solche Keller kannte ich bisher nur von der Loire. Jetzt geht es dann ins Haupthaus des Anwesens und wir dürfen uns zum Lunch an einen gedeckten Tisch setzen.
Ich nehme es gleich vorneweg, es erwartet uns ein Super Mittagessen mit einer imposanten Weinauswahl. Wo bekommt man schon ein Lunch mit einer Weinauswahl der Jahrgänge 2021 bis runter ins Jahr 1995 als Weinbegleitung zu verkosten. Wie auf den Gläsern auch nochmals zuu sehen der Baum über dem Keller als Symbol für das Weingut. Wir starten mit einer Vorspeise wo sich auf einer Brioche eine Foie Gras befindet die noch ein wenig dekoriert ist mit einem sehr feinen Schinken und einer halben Feige und ausgezeichnet mundet.
Der Hauptgang ist ein Sirloine Steak vom Grill welches von einem Kartoffel Gratin begleitet wird .Dann folgt, wie in Frankreich bei fast allen kompletten Mittagessen ein Käseteller.
Eine Auswahl von 4 Käsesorten die sicher aus der Region, bzw. auch aus ganz Frankreich stammen, denn Käse ist so eine Art Nationalstolz, über den kein Franzose etwas kommen läßt.
Das Dessert zum Finale ist eine Crème mit einem Schokoküchlein on top und der zu sehenden Himbeere, welche durchaus harmonieren.
J<etzt aber noch zu den Weinen welche zu den einzelnen Gängen und anschließend uns serviert wurden.
Wir starten mit einem Zweitwein aus 2021 der aus 100% Merlot besteht und sich rund und ausgewogen am Gaumen zeigt. (16/20)
Gefolgt von einem Chateau Franc-Mayne aus 2012, aus der Magnum, der mit 90% Merlot und 10% Cabernet Franc cuvetiert ist. Ich habe notiert: Recht typisch und fein am Gaumen, super ausgewogen und fein vom Abgang. (17/20)
Dann folgt ebenso ein Ch. Wein aus 2011 der sich ebenso mit runden Noten und einer feinen Tanninstruktur zeigt. (16/20)
Nummer 4 in der Reihe ein Ch. aus 2002 der sich mit sehr feinen Noten zeigt und einer leicht rauchigen Note sich präsentiert. (19,5/20)
Zum Abschluß wird noch eine besonders Glanzstück aus dem Weinkühler, bzw. dem Nebenraum geholt, denn nicht überall bekommt man auf diesen Bordeaux Weingütern einen Jahrgang 1995 zum Verkosten. In der Nase eine feine Tabaknote begleitet von Schokoladenoten und feinen Frucht- sowie Säurenoten. Mit dieser Verkostung zeigte sich einmal wieder was solche Weinreisen für einen außerordentlichen Wert haben. Wir können nicht nur die interessantesten Weingüter, sonder auch einige der wirklich edlen und umwerfenden Weine der Bordelaiser Weingüter verkosten.
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Das war der letzte Tag in Bordeaux für dieses Jahr.
Es hat uns sehr gefreut – und auf ein Neues.
Und wer einmal solche Weinerlebnisse live erleben möchte, der kann sich entweder auf der web site von BKWine informieren, oder gleich eine der nächsten Weintouren entsprechend buchen.
Für mich war dieser Tag in Bordeaux mit den 2 großen Verkostungen, dem Lunch auf Beychevelle und einem abendlichen Besuch im Restaurant des Musée du Vin ein ganz Besonderer, denn beide Weingüter hatte ich bisher nicht besucht, und in Gesellschaft von einem der amerikanischen Paare aus der Gruppe einen schönen Restaurantbesuch im Muée du Vin zu erleben. Es geht also wieder in die Region Médoc, wo die Unterregion Margaux einer der wichtigsten und zum Teil auch noch heute am spannendsten Weinbauregionen des Bordeaux ist. Wir erreichen das Weingut Brane-Cantenac pünktlich und werden auch hier erst einmal mit einer fachkundigen Führung durch die Anlage, den Keller und diverse Räumlichkeiten geführt wo es eine Menge an interessanten Tätigkeiten zu beobachten gibt. Es ist die Maischevergärung der Trauben zum Teil noch im vollen Gang und die Arbeiten im Keller ebenso.
Hier der Blick auf eines der traditionellen Häuser auf dem Weingut, welches offensichtlich top hergerichtet ist. Ein weiterer Blick in den Keller im neuen Haus:
Hier zu sehen also auch wieder einmal die großen Holzfuder, wo die Trauben bis zum Abzug des Weines vergären. Da wir aber gerade ganz kurz nach der Ernte hier reingeschneit sind gibt es noch viel mehr im Keller zu beobachten:
Diese großen Holzfuder sind so aufgebaut, das man durch eine ca. 10cm breites Fenster in die Maische hineinsehen kann, und es war wirklich auch eine Vergärungsaktivität innerhalb des Fasses zu sehen.
Aber auch Edelstahlfässer kommen zum Einsatz, wo gerade der Traubenmost abgepumpt wird und im Sieb vorne zu sehen die Schwebstoffe und Teile der Maische aufgefangen werden. Ebenso werden die Holzfuder bearbeitet, wo eben dann im nächsten Schritt nach dem Abpumpen die Maische aus den Holzfudern herausgeholt werden muß um die Fässer zu reinigen und für eine nächste Verwendung vorzubereiten.
Final geht es dann nicht nur mit dem vergorenen Wein, sondern auch wir als Gruppe in den Barriquekeller der nicht weniger imposant gestaltet ist.
Inzwischen sehr oft zu beobachten, das in diesen Kellern elegant mit Licht so gespielt wird, das es sehr optimal im Hinblick auf die Ausleuchtung der Halle passiert. Der nächste sehr spannende Teil auf diesem Weingut sollte die Verkostung werden. Wir kommen in einen recht großen Verkostungsraum, der sicher auch für andere Veranstaltungen herhalten kann. Zum Beispiel für die Primeur-Verkostungen meist im April des Jahres.
Das Weingut baut seine Weine auf ca. 70 ha an und ist in der Bordeaux Klassifizierung als 2 ème cru classé gelistet. Es werden SB, Semillon, CS, Merlot, PV, Carménère und Malbec angebaut. Sehr interessant beginnt hier die Verkostung, denn wir starten mit dem älteren Jahrgang von 2005 und testen uns weiter durch bis zum Jahrgang 2022. Diese sonst sehr unübliche Reihenfolge der Verkostung bringt aber einen sehr interessanten Aspekt zum Vorschein. Die länger gealterten Weine haben wesentlich tiefere und zum Teil komplexere Noten bei aber noch immer vorhandener Frische, wobei die jüngeren Jahrgänge meist immer etwas frischer wirken und von der Komplexität etwas weniger zeigen. Aber trotzdem sehr erstaunlich die weiterhin frischen Noten eines 2005 er Weines den wir zuerst verkosten.
Jetzt aber auch noch ein paar Worte zu den einzelnen Jahrgängen.
2005, aus Merlot und CS zeigt sich mit einer sehr schönen expressiven Nase. Super Schmelz am Gaumen und wunderbarem Säure Frucht Spiel. (17,5/20)
2011, mit 1% Carménère. Sehr schöne frische Note und feiner Frucht. Noch etwas feine Tannine am Gaumen. (18/20)
2016, CS 70%. Sehr reife und schöne Frucht bei feiner frischer Note nach frischen roten Beeren. (18/20)
2022, 100% neues Holz, mit sehr expressiver Note. Ganz tolle Frucht (18,5/20)
Fazit: Auch wenn das hier „nur“ 4 Weine zum verkosten waren zeigte sich in der Auswahl der Jahrgänge und der interessanten Reihenfolge ein wunderbares Gesamtbild was dieses Weingut zu bieten hat. Die Preise liegen für diese Jahrgänge so zwischen 110 – 185 €.
Dann geht es zu einem nächsten interessanten Weingut mit Namen Beychevelle. Bisher von mir noch nicht besucht und aber auch noch nicht verkostet. Der Name war mir allerdings gut bekannt. So werden wir zunächst im Schloß empfangen und sofort wieder einmal auf einen interessanten Rundgang mit Führung geschickt.
Im relativ neuen und modernen Nebenbau liegt der Maische, aber auch Barrique Keller, den wir über Treppen und Aufzug erklimmen.
Zunächst geht es erst einmal in die oberste Etage und aufs Dach von wo man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat. Dann aber wieder in die unterste Etage, wo wir Amphoren und diverse Barriques bestaunen dürfen.
Vielleicht ein wenig schlichter von der Innenausstattung, aber durchaus charmant, wo diese Barriquefässer so lagern. Dann geht es auf dem Weingut Beychevelle hier zum Lunch mit den begleitenden Weinen.
Großartig angerichtet mit Speisekarte, einer bestickten Serviette und den entsprechenden Weingläsern für die Verkostung. Da ich persönlich es bevorzuge Weinverkostung und Mittagessen zu trennen, habe ich auch hier leider keine Weinnotizen gemacht aber die verkosteten Flaschen wenigstens einmal fotografiert. (Foto weiter unten) Wir verksoten zu den Essensgängen folgende Weine:
Bruliéres de Beychevelle, 2016
Amiral de Beychevelle, 2016
Château Beychevelle, 2009
Die Menüfolge kann ich aber hier etwas genauer widergeben, da wir ja eine Speisekarte auf dem Platz zugegen hatten und ich dann auch entsprechend die Fotos machen konnte.
Vorspeise: Nois de Saint-Jaques et émulsion de Porto (Jakobsmuscheln mit einer 2 Komponenten Sauce und Portwein)
Sehr schön angerichtet auf einem goldverzierten Teller der die Muscheln mit dem Portwein gut zur Geltung brachte.
Hauptgang: Veaux Bazadais grillé et légumes du potager ( Bazadais Kalb gegrillt und Gemüse aus dem Garten) Bazadais sind eine Rinderrasse wo die Mutterkühe aus der Schweiz stammen.
Super fein und zart, wo das Fleisch wohl mit Niedrigtemperatur gegart ist.?
Seléction de fromage, (Auswahl von Käse) ein etwas lieblos und langweiliger Teller
Dessert, Nuage de cacao aux carcahuètes et caramel (eine Wolke von Erdnuss-Kakao Gemisch).
Sehr süß, aber durchaus fein und passend für einen solchen Dessert.
Hier noch ein kurzer Blick auf die drei verkosteten Weine. Von rechts nach links. Siehe Liste weiter oben im Artikel.
Am Abend ging es dann noch in das Musée du Vin in Bordeaux, welches wir mit der Trambahn in Bordeaux erreichten und bei Ankunft etwas zu früh waren, so schlenderten wir durch die große Wein Boutique die dort im Musée du Vin eingerichtet ist.
Zum reservierten Termin ging es dann in die fast oberste Etage des Musée du Vin, wo sich das Restaurant befindet und wir einen Tisch für 3 Personen bestellt hatten. Da an diesem Abend das Wetter einigermaßen schön war gelang es uns dann auch einen wunderbaren Ausblick Richtung der Stadt Bordeaux zu erleben der wie folgt aussieht.
Für den Aussenbereich war es an diesem frühen Oktober Abend bereits zu kühl und so konnten wir mit Ausblick und kleinem Menü, sowie einer Flasche Wein den Abend ausklingen lassen. Das Menü war nicht wirklich besonders, so das es sich erübrigt hier darüber zu berichten.
Es erwartet uns an diesem Tag ein nicht geahntes interessantes Programm, welches mit einem für Bordeaux Verhältnisse winzigen Weingut beginnt, das sich „Paradise Rescued“ nennt. David Stannard, ein gebürtiger Australier,hat sich in dieser Bordeaux Ecke niedergelassen und so ca. 1,5 ha Weinreben gekauft und zum Teil selber neu angebaut. Es werden so ca. 2 – 3 Tsd. Flaschen im Jahr produziert die nach streng biodynamischen Regeln und Methoden angebaut werden. Wir werden bei der Ankunft von einer Tafel begrüßt, die schon ahnen läßt, das es hier anders zugeht.
Nach einer herzlichen Begrüßung geht es zunächst einmal in die um das Haus gelegenen Weinreben Zeilen welche mit Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot bestockt sind. Dieses kleine Weingut kann man getrost als Garagen Winzer bezeichnen, denn die Weinbottiche und auch sonstige Barriques stehen tatsächlich in der Garage neben dem Wohnhaus.
Hier noch ein Blick auf den Winzer, der unwahrscheinlich enthusiastisch erzählen kann. Ganz gleich welche schwierigen Fragen ihm gestellt wurden.
Noch eiin weiterer Blick auf die Weinbereitung, denn bei einem solchen Besuch ist man wirklich ganz nah am Geschehen dran.
Da die Ernte im Bordeaux ja gerade erst vorbei war lagerten die Weine in den größeren Tanks zur finalen Vergärung und so auch das Schild mit diesem Cuvée von Cabernet Franc und Petit Verdot aus 2025 mit 2,5 hl.
Dann geht es in den Garten vor dem Haus zur Verkostung, da wir schönes, wenn auch kühles, Wetter hatten, was die Freiluftverkostung doch ermöglichte.
Wir klnnen hier insgesamt 5 verschiedene Weine verkosten die aus den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2024 stammen. Richtig sehr schön ausgebaute Weine die Ihren Vergleich mit diversen anderen viel größeren Weingütern nicht scheuen müssen. Die Tafeln auf dem Tisch zeigen auch das der Winzer in den letzten Monaten und Jahren bereits diverse Preise für seine Weine erzielen konnte. Für mich waren 2 Weine aus der Reihe am besten bewertet. 2018 ein Cuvée aus 75% Merlot und 25% Petit Verdot der sich wunderbar mit ausgewogener Säure und noch leichten Tanninen am Gaumen zeigte. (17,5/20) Daneben ebenso der 2024 er mit einer Cuvée aus je zur Hälfte Cabernet Franc und Petit Verdot der sich mit relativ komplexen Noten in der Nase und ebenso komplexer Note am Gaumen und einer sehr feinen Säure präsentierte. (17,5/20).
Dieses kleine Weingut in einer Region wie Bordeaux zeigt einmal wieder, das nicht nur große Namen mit hohen Preise bestehen können, sondern auch solche Newcomer sich auf dem sehr breiten Feld der Weinmacher – hoffentlich – entsprechend behaupten können. Dann ging es zunächst einmal zu einem Lunch in ein Lokal welches direkt in der Ortschaft Sauternes liegt, wonach auch die Region im Süden von Bordeaux benannt ist. Wir steuern auf das Lokal mit dem Namen Le Cercle de Guiraud zu, welches zum Weingut Ch. Guiraud gehört und wohl erst in den letzten Jahren eröffnet hat.
Uns empfängt eine rustikale Inneneinrichtung die aber durchaus seinen Charme zeigen kann.
Wir dürfen wie fast auch immer zu den Lunches ein drei Gänge Menü genießen, welches aber auch hier mit ein paar kleinen Amuse bouche startet.
Feine Creationen die in fast allen Lokalitäten immer gemundet haben. Dann folgt die Vorspeise.
In der Mitte ein gedämpfter Kürbis der mit einer sehr feinen und elegant glasierten Crème überzogen ist, die von feinen Haselnüssen dekoriert wird. Der Schaum von Schafskäse begleitet die kräftige Note des Kürbis aufs feinste.
Der Hauptgang mit einem feinen Stück Wildlachs auf grünem Gemüse und einer Sauce die mit einem leichten Forellenkaviar verfeinert wurde.
Zum Dessert dann ein ganz umwerfendes Schoko Souflée, welches innen noch sehr fein flüssig geraten war und absolut top serviert wurde. Dazu eine kleine Nocke Vanilleeis als Gegenspiel zum süßen Schokosouflée. Jetzt aber noch zu den Weinen, denn bei einem Ch. Guiraud darf dieser natürlich nicht fehlen.
Wir starten mit einem Petit Guiraud aus 2023 der zum Amuse Bouche und der V<orspeise serviert wird. Dann folgen drei Chateau Weine aus den Jahren 2023, 2022 und 2009. Für eine Verkostung von Süßweinen zwar ein wenig jung, aber zum Lunch passen die Weine ausgezeichnet gut. Insbesondere natürlich zum Dessert mit dem Schoko Souflée harmoniert der Ch. Guiraud aus 2009 ausgezeichnet.
Dann führt uns der Weg am Nachmittag noch zum Weingut Ch. Carsin, welches von einer finnischen Familie geführt wird und heute in der zweiten Generation uns empfängt. Das Weingut wurde 1990 von der Familie gekauft und startete mit 14 ha Weinreben worauf natürlich die klassischen Rebsorten angebaut werden, wobei auch Carménère eine Rolle spielt.
Heute baut das Weingut Ihre Weine auf 16 ha an und die Tochter, namens Nea Berglund, managet hier mit Ihrer Familie das Weingut.
Hier zu sehen das Haupthaus des Weingutes, welches auch Gästezimmer beinhaltet, und wir können dann nach einer kurzen Begehung der Weinberge mit der Winzerin zur Verkostung schreiten.
Das hier ist ein wirklicher Kontrast, inclusive des Weingutes, welches wir am Vormittag besucht hatten – paradise rescued – denn diese nicht nur kleineren, sondern auch mehr ruralen Weingüter produzieren zum Teil sicher nicht schlechtere Weine als viele der großen Namen.
Bei der Verkostung können wir 7 verschiedene Weine verkosten, die sich sicher sehr unterschiedlich präsentieren, was aber so natürlich auch den Charme dieses Weingutes ausmacht. Wir starten mit 2 weißen Sorten von einem Cuvée und einem Sauvignon gris. Dann folgt ein Rosé der von den Trauben Merlot 80% und Malbec 20% stammt. Dann folgt hier ein Orange Wine der sich erstaunlich fruchtig zeigt und relativ lange auf dem Most fermentierte, sowi 10 Monate reifen durfte. Interessante Variante für einen Orange aus Bordeaux. Dann folgen eben noch drei rote Sorten, meist Cuvées wo mir der reinsortige Carménère aus 2022 einmal wieder am besten mundete und wirklich überzeugen konnte. (17,5-18/20)
Um 9 Uhr starten wir im Hotel aus der Mitte von Bordeaux in Richtung Norden wo wir die Region Margaux ansteuern wo das Weingut Lascombes liegt. Wir werden von geflaggten Fahnenstangen mit den Bannern der USA und Deutschland begrüßt. Nichts für Ungut, aber das war schon leicht dick aufgetragen für die Gruppe die entsprechenden Nationalflaggen aufzuziehen, aber trotzdem haben sich die Teilnehmer darüber auch gefreut. Wir sollten dann auch später unseren Lunch auf dem Weingut einnehmen dürfen.
Wir können auch hier auf dem Weingut erst einmal einen ausführlichen Rundgang durch das Gelände und die Keller absolvieren. Das ursprüngliche alte Schlossgebäude liegt auch auf unserem Weg und sieht sehr klassisch aus mit seinen Erkern und Türmchen am Gebäude.
Nach diesem outdoor Rundgang geht es auch hier einmal wieder in einen recht neu errichteten Weinkeller der aber nicht nur sehr funktional, sondern auch mit einer Reihe sehr interessanten Leuchten usgestattet ist.
Ein Blick in eine der Reihen mit Edelstahlfässern auf beiden Seiten, die nach der Ernte die Maische beherbergt.
Hier sehr gut einzusehen befinden wir uns auf der oberen Ebene des Weinkeller wo durch die Anlieferung der Weintrauben die Maischebottiche in der darunterliegenden Etage gefüllt werden können. Auf dieser Ebene stehen dann aber während der Ernte die Sortierbänder oder auch die Entrappungsmaschinen, wenn das erforderlich ist. Nochmals ein kleiner Blick zurück auf den Keller, wo wir an diesem sehr schönen Spätsommerabend einen super Wolkenhimmel beobachten können.
Das große und neue Kellergebäude von außen gesehen. Dann geht es in aller Ruhe zu einem der Verkostungsgebäude, wo wir zunächst die Weine genießen können.
Wie hier zu sehen ist können wir vor dem Lunch vier Weine des Chateau verkosten. Die Jahrgänge reichen von 2020 über 2016, 2010 bis hin zu einem Chateau Wein aus 2000. Auf diesem Weingut war es für mich der erste Besuch und ich hatte bisher auch noch keinen Wein von Lascombes verkostet. Dafür war ich relativ positiv von den Weinen beeindruckt und hatte für diese Reihe der Weine Noten von 17,5 bis 18 von 20 vergeben. Also insgesamt ein wunderbar positives Ergebnis. hier die Reihe der Weine nochmals als Etikett auf den Flaschen.
Dann geht es mit aller Gemütlichkeit zum Lunch der ebenso auch im Hause von Lascombes genossen werden darf. Wir bekommen einmal wieder ein Menü mit 3 Gängen serviert mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Dabei dürfen auch hier die diversen Amuse bouche nicht fehlen.
Die Vorspeise aus einem super dünn geschnittenen Rindercarpaccio ist dekoriert mit diversen kleinen Pilzen, Kräutern und sonstigen fein geschnittenen Gemüsen.
Dann geht es weiter mit dem Hauptgang der sich aus einem geschichteten Gemüse/Fleisch Burger sowie einem weiteren fein gedünsteten Stück Fleich sowie einer gefüllten Zuccini Blüte besteht. Dann folgt aber auch hier vor dem Dessert ein Käseteller der sich nicht verstecken muß.
Eine sehr schöne Käseauswahl, welche auch wieder einmal fein zum Wein paßt.
Das Dessert macht dann mit seiner feinen Früchtenoten und seiner Frische einen sehr schönen Abschluss mit Vanillesauce. Ein toller Besuch.
Dann folgt am Nachmittag der Besuch auf dem Weingut Pichon Baron, welches ich in den letzten 20 Jahren bereits mehrfach besucht hatte, wo aber auch hier sich diverse Veränderungen gezeigt haben. Ein neuer Verkostungsraum und auch die Boutique im Erdgeschoss zeigt sich inzwischen sehr modern. Auch hier geht es nach einer kurzen Begrüßung einmal quer durch die Keller und sonstigen Räume die von den Besuchergruppen so durchlaufen werden. Es beginnt natürlich in den Außenanlagen, wo das imposante Schloß sich vor uns aufbaut.
Unter dem Vorgarten, der hier mit einem sehr flachen Gewässer zu sehen ist liegt der Faßkeller und wird sicher auch durch dieses kleine angelegte Gewässer auf natürliche Art und Weise gekühlt. Rechts daneben auch noch weitere Räumlichkeiten, wo wir in den letzten Jahren meist die Verkostungen hatten.
Wie auf dem Foto zu sehen spielte das Wetter außerordentlich gut mit und wir stiegen dann in die Keller hinab, wo unter Anderem ein Teil der Schatzkammer hinter den Gittern zu bestaunen war.
Nicht das der Betrachter vermutet das hier nur Großflaschen liegen, nein denn in anderen Ecken waren auch normale Flaschen gelagert, die aber erfahrungsgemäß sicher ein wenig schneller altern als die Großflaschen mit ihren Inhalten. Wie vorhin bereits angesprochen unter dem kleinen See liegt der Faßkeller, der aber beim diesjährigen Besuch auch noch weitere Gärgefäße und neue Tonamphoren beinhaltete, die ich in den vergangenen Jahren hier noch nicht gesehen hatte.
Nach diesem kurzweiligen und sicher auch imposantem Rundgang geht es in den ersten Stock des neue angebauten Verkostungsraumes, wo wir drei der Chateau Weine aus den Jahren 2020, 2015 und 2010 verkosten können. Da ich an dem Tage vielleicht ein wenig verspult war hatte ich irgendwie keine Fotos der Verkostung gemacht, was mich hinterher allerdings leicht geärgert hatte, denn diese Weine sind so großartig, das ein weiterer kleiner Ärger war diese nicht in den letzten Jahren bereits auf Vorrat gekauft zu haben. Aber manchesmal geht eben nicht alles! Hier also der Teil eines Raumes wo wir verkosten durften.
Zu den Weinen habe ich mir allerdings doch so diverse Notizen gemacht. Alle drei Weine haben so ziemlich genau die gleichen Mischverhältnisse von Cabernet Sauvignon und Merlot. Diese liegen dann bei so ca. 77% CS und 23% Merlot. Meine Bewertungen reichen absteigend mit den Jahren von 17 bis 18 Punkte von 20. Insbesondere der Jahrgang 2010 weist noch eine feine frische Note auf die sich imposant am Gaumen widerspiegelt. Sehr langer Nachhall mit feiner Ziselierung der Fruchtnoten. Kräftig aber nicht voluminös. Tolle Weine. Hier ein Beispiel der Flaschen, die seit vielen Jahren die gleichen Etiketten tragen.
Dann geht es mit der Gruppe wieder zurück ins Hotel nach Bordeaux und ich besuche mit 2 weiteren Teilnehmern der Gruppe eine Weinbar die fast um die Ecke des Hotels liegt und wir dort so am frühen Abend einkehren. Die Weinbar heißt L’ampélo und wir bekommen sogleich einen Tisch auf einer der Seiten des Lokals zugewiesen, wo sich die Regale mit Weinflaschen aneinanderreihen.
Ein Blick von unserem Tisch in den Raum hinein, wo sich eine größere Bar ausbreitet und auch schon am frühen Abend ein gewisser Betrieb herrscht. Es wird eine Flasche Wein bestellt und diverse kleinere Gerichte die dann auch entsprechend geteilt werden können. Das zeigt sich bereitsa seit einiger Zeit, das in solchen Locations wie einer Weinbar die Gerichte aus der Küche nicht wirklich viel Arbeit machen sollen, sonder man will sich wohl auch mehr auf die Weine die angeboten werden konzentrieren. Hier die Beispiele wie Oktopussalat und einige Dosen mit Rilette sowie einer Gänseleber, also foie gras die uns serviert werden.
Damit beschlossen wir den Abend ausklingen zu lassen, denn auch wenn es erst der zweite Tag war in Bordeaux hatten wir doch so ganz leichte Ermüdungserscheinungen was die Kondition anging. Auf ein Neues am dritten Tag in Bordeaux.