Kategoriearchiv: Reisen

Champagne, der 5. Tag mit wieder 3 großartigen Stationen

Ch. Philipponnat

Ch. Bollinger

Restaurant Arbane in Reims

An diesem Tage sollte es also wieder drei großartige Stationen auf der diesjährigen Champagner Reise geben. Wir starten mit der Gruppe am Vormittag ganz gemütlich und brechen zu unserer ersten Station des Hauses Philipponnat auf. Wir steuern wieder einmal von Reims in den Süden, wo es in die Ortschaft Mareuil-sur-Ay geht. Wir sind fast ein wenig zu früh, was uns aber erlaubt ein wenig ausführlich Fotos zu machen, oder sich auch gemütlich in den Schatten der Gebäude zu setzen. So empfängt uns das Haus Ch. Philipponnat.

Dieses Champagner Haus geht auf eine Gründung bereits aus dem Jahr 1522 zurück und hat sich bis heute sicher einen großen Namen erworben, was wir dann später bei der Verkostung und sicher auch schmecken können. Im Hof gibt es eine kleine Einführung, bzw. es geht erst einmal einige Schritte die Strasse herunter in einen der steilen Weinberge wo es diverse fachliche Erklärungen zur Lage, den Pflanzungen etc. gibt. Dann wieder zurück im Stammhaus natürlich auch in den Keller.

Hier ganz deutlich zu sehen in welcher Jahreszeit wir uns befinden, denn die Holzfässer haben noch Ihre speziellen Verschlüsse auf dem Spundloch, wo über einen Wasserfilter die Gärgase entweichen können. Wir befinden uns also gerade ganz kurz nach der Ernte. Es ist Anfang September. Weiter geht es in die Katakomben wo auch hier eine große Menge Rüttelpulte stehen.

Und noch ein Eindruck aus einem anderen Kellerraum.

Es geht dann anschließend wieder ans Tageslicht wo uns ein fein aufgeräumter Verkostungsraum mit viel Platz und so mancher guter Tropfen erwartet, Wir können hier 8 verschiedene Tropfen des Hauses genießen und werden auch entsprechend positiv überrascht.

Wie auf dem Foto zu sehen ist – lichtdurchflutet und wir gruppieren uns als kleiner Gruppe von 9 Personen eher alle um die Bar wo dann auch eingeschenkt wird. Zunächst ein paar kleine Beschreibungen und später dann ansdchließen das Foto der Flaschen.

Wir starten mit einem Cuvée aus 2021 von 60% PN, 34% Ch. und 4% PM. Fein und ausgewogen mit Mineralik und feinen Terroirnoten/Kalk.

Der zweite ist eine Reserve non dosé, sehr expressiv von der Note her, Gewürze und eine feine Säure am Gaumen mit ebenso Mineralität.

Gefolgt von einem Rosé der aus 80% PN, 18% Ch, und 2% PM sich zusammensetzt. Sehr helle Farbe – pink. Eine dichte Note mit feiner Frucht. Ausgewogener Gesamteindruck der sich sehr fein präsentiert. Einer der besten Rosés der letzten Jahre für mich.

Blanc de Blanc Vintage 2019. Brioche in der Nase, mit sehr feiner heller Note. Tolle Säure am Gaumen.

Es folgt ein Blanc de Noir aus 100% PN. Ausgewogen und mit feinem Säurespiel am Gaumen.

Dann der 1522 aus dem Jahr 2019. 77% PN, 20% Ch. und 3% PM. Lange feine Note am Gaumen mit super eleganter Säure und Mineralität.

Aus 2014 stammt der nächste mit Namen Clos de Goisse, 71% PN . . . Super fein am Gaumen und einer eleganten Frucht. Ein Hauch von Pralinen mit eleganter Ausrichtung und einem langen Abgang.

Final gibt es noch eine Blindverkostung: Ein Extra Brut aus dem Jahre 2005 mit einer Cuvetierung von: 70%PN, 25%Ch. und 5% PM. Dieser LV ist super ausgewogen und zeigt einmal wieder wie lange so ein Tropfen nicht nur im Keller auf der Flasche sondern auch bei Endverbraucher lagern kann, bevor man so einen schönen Tropfen entkorkt.

Hier noch die Reihe der Flasche wie ich sie gerade beschrieben habe.

Nach dieser großartigen Verkostung bei Philipponnat ging es eine kurze Strecke weiter zum Weingut Bollinger, welches so im Jahres 1823 gegründet wurde und eines der traditionellen großen Champagnerhäuser ist. Wir können hier 3 PN Champagner aus dredi verschiedenen Jahrgängen verkosten. So werden wir empfangen.

Links untern ist der Shop zu vermuten, den wir dann aber erst nach der Verkostung besuchen, und im rechten separaten Bau fand im 1. Stock die Verkostung der drei Jahrgänge statt. Vorher ging es dann aber auch hier wieder einen kurzen Gang durch die Kellergewölbe.

Dann folgt die Verkostung, welche noch mit anderen Besuchern gemeinsam erfolgte was zwar grundsätzlich nicht stört, aber die Führung durch das Weingut auch dadurch etwas abgelenkt ist und wir dann sicher nicht die entsprechenden Fragen gestellt haben. Seis drum – wir konnten drei feine Champagner verkosten, hier im Bild.

Eine schöne Reihe dieser drei Jahrgänge, wobei die Vielfalt dieses Hauses darüber sicher nicht rübergekommen ist. Das war bei Philipponnat doch ein ganzes Stück besser.


Hier als kleines Intermezzo auf der Fahrt zurück nach Reims ein Blick über die Weingärten in der Champagne.

Aber dann folgte das 2* Restaurant Arbane, welches in Reims liegt und wir dorthin vom Hotel aus zu Fuß gehen konnten. Der Restaurantname, „Arbane“ ist die Bezeichnung für eine der alteingesessenen Traubensorten, die in der Champagne immer noch zugelassen ist, aber heute auf nur ca. 1 ha noch angebaut wird.

In einer älteren Villa ist das Restaurant beheimatet, wobei wohl ein Teil des Lokals mit einem Glasvorbau in den Garten erweitert wurde und wir auch zu Beginn des Dinners dort im Garten bei einem ersten Glas mit Amuse bouche Platz nehmen durften.

Auch hier fällt bereits die Liebe zum Wein auf, Trauben und alles darumherum was dazu gehört zeigt sich anhand der Assecoires. Auf der Bodenseite einer Champagnerflasche wird ein fein dekorierter Crème serviert, der von kräftigen dunklen Gelées aus einem Kaviardöschen auf einer Faßdaube serviert. Dann geht ein kurzer Weg ins Haus und in einen separaten Raum für uns als Gruppe.

Uns erwartet ein 6 Gänge Menü mit einigen feinen Überraschungen wie wir gleich sehen werden. Insbesondere auch die Platzteller, von denen ja meist nie gegessen wird, sind ein tolles Stück Porzellan geformt wie ein überdimensionales Weinblatt auf dem Tisch. Es geht los mit der ersten Vorspeise die folgenden Titel trägt: „Chef’s vegetal interpretation around the seven grape varieties“. Ein ganz großartiger Einstieg in dieses Menü, welches allerdings in diesem speziellen Fall wirklich einer wesentlich ausführlicheren Erklärung bedarft hätte.

Dafür gab es dann aber gleich im Anschluss noch eine entsprechende kleine Karte mit diversen Erklärungen darauf.

Der gesamte Gang nannte sich auch auf der Speisenkarte Arbanothèque, wobei hier jetzt auch noch zu den Traubensorten die diversen Zutaten vermerkt sind, die auf dem Tisch serviert wurden. Sehr fein und toll ausgewählt.

Dann folgt ein Gericht Namens „La Rose de Notre Dame“, welches seinem Namen alle Ehre macht. Diese gebackene Rose ist in der Mitte mit Oscieta Kaviar gefüllt und verdeckt das Fleisch von Langustinos.

Die Champagner und Weine welche wir ausgesucht hatten will ich zu Ende des Menüs aufzählen, da es dort dann besser zur entsprechenden Abbildung paßt. Weiter geht es mit einem Gang der den Titel trägt: „Shellfish, artichok“. Hier werden die Geschmacknerven so richtig animiert. Dazu gesellte sich auf dem Teller auch noch so etwas wie eine Auster.

Der vierte Gang bringt einen Hummer auf den Teller der nach Speisekarte auf Weinruten gegrillt wurde und violetten Zuccini, Aprikose und Holunderblüten begleitet wird.

Dann folgt im Hauptgang ein Fleischgericht mit Wagyu Rind und grünen Bohnen.

Nicht nur die Sauce war ausgezeichnet, sonder sicher auch die Beilage, wobei ich das Fleisch schon wesentlich zarter erlebt habe. Es folgt ein kleines Erbeersorbet geeist in einer kleinen Tonschale.

Final folgt ein Dessert mit Namen „A l’Origine“, wobei die Speisekarte dazu sagt: Inspired by the creation of a cuvée of Champagne. Weiter: The journey echoes the stages of the birth of Champagne bubbles.

Mit der Beschreibung auf der Speisekarte bin ich allerdings nicht mehr in Verbindung mit dem Dessert auf dem Teller in Verbindung gekommen.?? Die Champagner und Weine:

Ausnahmsweise einmal die Reihenfolge wie wir die Weine getrunken haben von rechts nach links:

Champ. Jaquesson Cuvée No. 746, leicht astringierend, fette dichte Nase mit breiter Note, feine Mineralität am hinteren Gaumen.

Ch. Ruinart Rosé brut, gut und süffig

Ch. Frederic Savart, L’accomplie, keine Erinnerung, keine Notiz

Domaine Trimbach 2019, Riesling, sehr fein zum Fisch und Meeresfrüchte

Xavier Monnot, Meursault,Chevaliers 2023

Domaine Jamet, Cote Roti, 2021, toll zum Wagyu beef

Le Jardin du Babylon, 100% Manseng, Dom D. Daguenea, AOC Jurançon

Champagne, der 4. Tag mit 3 tollen Stationen

Laurent-Perrier

Jaques Selosse

Restaurant L’Assiette Champenoise

An diesem Tag geht es an die Côte de Blanc, welche südlich von Reims liegt und uns per Bus in einer guten Stunde dort hinkutschiert. An diesem vierten Tag hatten wir nach bereits großartigen Tagen vielleicht ein wenig geringere Erwartungen an die kommenden Verkostungen, aber wir sollten durchaus ein wenig überrascht werden, bzw. sollten auch von nicht unbedingt kleineren Häusern auch an diesem Tage mehrere sehr interessante Verkostungen und Restaurantbesuche erleben.

Los geht es mit dem Champagnerhaus Laurent-Perrier, welches sicher durchaus einen großen Namen hat, aber auch mit seinen Produkten und der Location durchaus überzeugen kann.

Im Innenhof des recht großen Areals können wir uns kurz umsehen und anschließen geht es dann in einen großzügigen Verkostungsraum im 1. Stock eines der Vorderflügel an der Straßenseite. Zunächst geht es mit unserer Führung in einen Weinberg hinter dem Hause wo deutlich wird was auch hier in so einer Lage an Reben angebaut wird. Wir durchstreifen ein kleines Wäldchen und treffen nach ein paar Minuten auf die ersten Weinberge mit Gebäuden im Hintergrund, die ebenso zum Weingut gehören. Laurent-Perrier baut heute auf ca. 160 ha seine Weine an wo 1912 die ersten Flaschen für das Haus gefüllt wurden. Sehr interessant auch folgende Zahl, das in Ihren Kellern heute so ca. 45 Mio. Flaschen lagern die in der Phase der Vergärung oder auch zum Verkauf bereit stehen.

Nach diesem kleinen Ausflug an die Ränder der Weinberge geht es wie bei den meisten Häusern in den Keller, der nicht weniger imposant ist.

Dann folgt eine sehr feine Verkostung die sich auf 5 Flaschen erstreckt und feine Tropfen beinhaltet.

Auch hier feine Gläser und diverse schriftliche Erklärungen zum Weingut aber auch zu den einzelnen Champagnern. Hier also die einzelnen Tropfen in Ihren Flaschen.

Wir starten mit einem Bl. de Bl. Brut Nature der sich fein und zitronig mit Spitzen präsentiert.

Dann folgt ein Heritage Brut der sich aus 55% Ch. und 45% PN sehr fein präsentiert. Eine sehr feine Note am Gaumen mit Pampelmuse, Stachelbeeren, fast stahlig und geradeaus. Super.

Der dritte im Bunde ein Millesime 2018 mit einer Cuvée von 52% Ch. und 48% PN. Recht ausgewogen von der Säure und Fruchtnote.

Dann folgt ein Grand Siècle der für mich zu Beginn einen merkwürdigen Nebenton enthielt.

Final dann noch der Rosé, der sich auch von seiner Flaschenpräsentation etwas extravagant präsentiert. Die Reihe war aber durchaus insgesamt recht beeindruckend.

Und nach diesem vormittäglichen Einstand geht es zu einem Lunch in das Lokal des Hauses Jaques Selosse und dem Restaurant Les Avises, wo wir bei wunderbarem Wetter auf der Terrasse des Hauses Platz nehmen konnten. Es wird uns ein schönes Drei-Gänge Menü serviert wozu natürlich auch die passenden Tropfen dazu ausgewählt werden. Hier die Reihe der Gänge.

Zu Beginn ein frischer Salat mit Schinken und gewissen kleingeschnittenen Gemüsen die aber sicher eine feine Grundlage für weitere Genüsse bietet. Dann folgt der Hauptgang.

Dieser Hauptgang setzt sich zusammen aus einem Seebrassenfilet, und Buchweizen sowie gewissen Gemüsen die von einem Schaum bedeckt sind. Dann folgt noch eine Käseplatte, die ich aber nicht im Foto festgehalten habe.

Dann sind natürlich noch die feinen Champagner Tropfen zu erwähnen die mit einem Bl. de Bl. starten der aus dem Hause Pascal Agrapart stammt. Mit Namen Minéral sagt schon auch etwas über die Terroirs aus wo dieser Tropfen wohl angebaut wird.

Dann folgen 2 Flaschen aus dem Hause J. Selosse, die sicher ein wenig in eine andere Richtung gehen als die bisher auf den Gütern verkosteten Flaschen. Der Initial zeigt eine stark reduktive Note mit Geschmäckern von überreifen Aprikosen und Pfirsich, ist aber am Gaumen doch recht geschmeidig und fein.

Die zweite Flasche von J. Selosse ist ein Grand Cru, Extra brut der sich mit einem leichten Säurespiel und dichter Note zeigt. Ich notiere mir – überreife Zwetschgen. Final gibt es dann noch einen Tropfen von Peter Peter als Bl. de Bl. aus dem Jahr 2017 der sich recht kräftig, aber frisch und am Gaumen animierend zeigt.

Am Abend geht es dann am Rande der Stadt Reims in ein 3 *** Restaurant mit dem Namen l’Assiette Champegnoise. Alle in der Gruppe waren auf dieses Restaurant sehr gespannt. Wir fahren von unserem Hotel mit Taxis zum Lokal und kommen bei sehr unterschiedlichen Wegeführungen mit fast 10 Minuten Zeitunterschied im Lokal an, welches in einem Nobel Hotel liegt. Seis drum, denn dann geht es gemiensam auf die Terrasse des Lokals, wo wir nach einer kleinen Begrüßung, auch durch den Chefkoch, die Weinkarte gereicht bekommen und einen Starterschluck für die Gruppe bestellen.

Wie hier zu sehen stehen im Freien auf der Terrasse auch einige Glasbehälter worin sich sicher einige Produkte zur Fermentierung befinden. Dann werden ein paar Amuse bouche auf den niedrigen Tischen serviert die sich zum Champagner durchaus gut angehen.

Nach diesem etwas steifen Aufenthalt auf der Terrasse dürfen wir in einen Raum für unser Dinner gehen, wo wir uns die Plätze aussuchen können. Dann geht es aber auch schon bald los mit der Reihenfolge der Menügänge. Das komplette Menü gibt es dann zum Ende des Dinners ausgedruckt auf einem hochformatigen feinen Papier welche überraschenderweise auch alle von der Gruppe ausgewählte Getränke beinhaltet. (Foto am Ende meines Berichtes)

Wir starten mit einer Vorspeise mit Namen Ravioli, welches den klein dekorierten Teller aber nur halbherzig beschreibt. Was mich aber besonders verblüffte war die Schale in der diese Vorspeise serviert wurde. Ein Metallgefäß, welches wohl versilbert war und bei Verzehr mit dem Löffel etc. recht blechern klang. Hatte ich so bisher noch nie erlebt, das ein * Restaurant einen Gang in einem blechernen Gefäß serviert welches auch noch entsprechend klang???

Geschmacklich ok, aber selbst auch mit den Saucen insgesamt ein wenig merkwürdig.

Dann folgt ein Gang mit Tomate und ein Tomatenwasser, welches in einem hohen Schnapsglas serviert wurde und recht neutral schmeckte. Der Teller mit der Tomate war gut.

Dann folgt ein Gang mit einer kleinen Aubergine mit einer Béchamel Sauce angegossen und konnte geschmacklich durchaus überzeugen ist aber nichts Besonderes.

Jetzt folgt dann ein Gang mit einem Hummer der sich auf der Karte wie folgt tituliert präsentiert: Brittany Blue Lobster / Hommage a mon Papa.

Sehr fein angerichtet mit links einer dunklen Sauce und zwischen Hummer und dem Wan Tan Hütchen, welches wohl Pilze und Nüsse beinhaltet die insgesamt recht fein schmacken.

Weiter geht es mit einem Gang der sich „Brittany Pollack“ nennt und eine Art Stew darstellt die sich so minimalistisch wie sonst auch leider in solchen 3* Lokalen präsentiert. Da frag ich mich was denn so ein Gang in der Folge darstellen soll? Jeder kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die wesentliche Zutat auf diesem Teller ist allerdings der Fisch.

Geschmacklich sicher einigermaßen akzeptabel, aber in der Reihe der Gänge etwas außergewöhnlich. Dann folgt eine Taubenbrust mit Zwiebel und Fenchel.

Es folgt nach dem Hauptgang eine Käseauswahl die sich auf der Speisekart wie folgt benennt: Cheese Selection – Philippe Olivier. Konnte mich nicht überzeugen, recht langweilig und unprätentiös präsentiert.

Und auch hier wieder solche blechernen Teller/Platten die beim Abschneiden mit einem Messer sehr unschöne Töne von sich geben können. Dann folgt ein Sorbet, welches wohl eine kleine Zäsur bilden soll zwischen den Hauptgängen und dem Dessert.

Na ja – Ihr wisst schon, wieder so ein silbernes Schälchen wo der Gang darin serviert wird. ?? Der erste Dessert Gang wird auf der Karte zusammengefasst und lautet: Raspberry La Viard / Meringue / Vanilla. Hier die fotografische Dokumentation dazu:

Damit ist das Menü abgeschlossen und ich möchte noch gerne die Getränke dazu vorstellen.

Auf der Terrasse bei Ankunft begannen wir mit dem Champagner von Thiénot was sich dann im Menü mit dem Rosé in der Magnum von Geoffroy fortsetzte, den ich selber als sehr ausgezeichnet empfand, obwohl ich kein Liebhaber von Champagner Rosé bin. Zu diversen Fischgängen gab es dann den Meursault aus 2022 von der Domaine Roulot und zu den Fleischgerichten einen roten Pinot Noir Clos Saint Landelin Rene Muré aus 2020. Final zu den süßen Desserts ein Süßwein aus der Region Sauternes von Ch. de Fargues Lur Saluces aus 1997 der ausgezeichnet zu den süßen Finalen paßte.

Final zum guten Schluss in diesem 3*** Lokal die Speisekarte die für unsere Gruppe dann wohl auch kurzfristig während unserem Menü so ausgedruckt wurde.


Champagne, der dritte Tag mit folgenden Besuchen

• Pol Roger

• Louis Roederer

• Restaurant Le Crypto

Am dritten Tag ist man auch mit so einer fachkundigen Truppe von geradeinmal 9 Personen sicher schon ein wenig eingetrunken und die diversen feinen prickelnden Tropfen können mit Nase, Gaumen und im Abgang fein unterschieden werden.

An diesem dritten Tag sollte uns aber sicher einer der Höhepunkte der Reise erwarten, wo wir am Vormittag einen Besuch im Hause Pol Roger absolvierten. Zu der Gruppe stieß noch der Hauptimporteur für Österreich dazu, der sich im Haus Pol Roger bereits lange auskennt, aber auh so eine Gruppe wie wir es waren zu Ehre gereichte. Im Weingut selber angekommen wurden wir von Arthur Camu begrüßt und sehr herzlich empfangen.

Ein sehr gepflegter angelegter Garten empfängt uns vor dem Haupthaus des Weingutes welches heute auf 130 ha Wein anbaut und wir mußten allerdings erfahren, das auch hier die Ernte 2026 mit ca. 25% weniger Menge recht reduziert ausgefallen ist. Ins Haus eingetreten wird uns eine große längliche Kiste präsentiert, die Flaschen aus den befreundeten Gütern beinhaltet, die alle von Familien geführt werden. Heute in der sog. Globalisierung ist es nicht selbstverständlich sich als Familienunternehmen auf dem Markt entsprechend durchzusetzen.

Pol Roger, die zweite Flasche von links und 11 weitere Flaschen aus Familienbetrieben wie z. Bsp. Solaia, Sassicaia, Grahams oder auch Hugel. Dann geht es auch hier einmal wieder in den Keller.

Dieser Keller befindet sich allerdings mal nicht unter dem Hauptgebäude, sondern wir gingen auf der Straße um die Ecke zu einem weiteren Gebäude, welches zu Pol Roger gehört um dort den Einblick in die Hallen der Vergärungstanks etc. zu erhalten. Von da aus sollte uns aber dann doch noch der Weg in die unterirdischen Gewolbe führen, wo wir sehr fachmännisch von Arthur Camu geführt wurden.

Da Pol Roger mit seinen Anbauflächen für die Champagne doch ein recht großes Haus ist konnten wir dann nach dem Keller auch die Abfüllanlage, das Verkorken und die Maschinen zur Verpackung besichtigen. Alles zusammen in einer sehr ausgeklügelten Reihenfolge angeordnet und für sicher einige Millionen Flaschen zur Verarbeitung im Jahr installiert. Hier ein Bsp. von der Maschine wo die Korken aufgesetzt werden und anschließend mit der Kapsel und dem Draht verschlossen werden. Das passiert alles maschinell, was früher per Hand erfolgte.

Aus der Nähe betrachtet sieht dann ein frisch verkorkte Flasche dann so aus:

Beim Gang zurück zum Haupthaus, wo wir zum lunch eingeladen waren, passierten wir im Garten eine Statue die für die Familie Pol Roger seit Jahrzehnten einen großen Stellenwert hier hat.

Sir Winston Churchill, der seinerzeit in England eine größere Bestellung aus dem Hause Pol Roger getätigt hatte, sollte mit seiner Familie dem Hause Pol Roger bis heute sehr verbunden bleiben. Die Statue wurde zum Jubiläum im Hof des Weingutes installiert. Der Anlass:

Pol Roger hat die Statue anlässlich des 150. Geburtstags von Sir Winston Churchill und des 175. Jubiläums des Champagnerhauses im Jahr 2024 enthüllt.

Dann spazierte die Gruppe wieder in das Haus in einen schlicht aber fein dekorierten Verkostungsraum wo es aus dem Hause Pol Roger 5 verschiedene Flaschen zur Verkostung gab. Hier schon mal eine bildliche Umsetzung der Flaschen die anstanden.

Von links nach rechts waren es folgende Flaschen. Brut Reserve, Brut Nature, Blanc de Blanc, Rosé und ein W. Churchill. Der Bl. de Bl. hat mir persönlich am besten gefallen der von den Trauben her aus der Côte de Blanc stammt. Jahrgang 2016, mit einer sehr hellen schönen Farbe, elegante Note am Gaumen mit hellen grünen Früchten, Zitrone, spät am Gaumen dann mit einer fein ziselierten Note, langer Abgang. Da die Gruppe mit großer fachlicher Unterstützung unterwegs war, waren wir auch noch bei Pol Roger zum Mittagessen eingeladen. Es gab ein 3-Gänge Menü welches in der hauseigenen Küche vorbereitet wurde und sehr fein mundete mit weiteren Gläsern aus dem Hause Pol Roger. Hier die drei Gänge.

Tartar vom Lachs und Thunfisch mit Avocado. Für eine Vorspeise fast zu groß geraten aber sehr passend als Einstieg mit weiteren 3 Champagnern. Dann folgte ein Rind nach Rossini Art mit einem kleinen Kartoffelgratin, welches sich ausgezeichnet zum Rind als Begleitung gab. Seitlich lnks neben dem Fleisch noch eine dunkel geröstte Mohrrübe der dunklen Art und obenauf ein gebratenes Stück Foie Gras.

Zum Dessert ein Potpourie von Mirabellen mit Bisquit von Mandeln und einer Vanille Crème.

Dazu wurden die drei folgenden Flaschen gereicht:

  • Pol Roger Brut Vintage 2019
  • Cuvée Sir Winston Churchill Edition Vinothèque 2009
  • Pol Roger Rich

Damit war es dann bereits der mittlere Nachmittag und wir hatten einen sehr imposanten Besuch bei einem der großen Champagnerhäuser mit einer großen Gastfreundschaft.

Dann ging es nicht weit weg zum Hause Louis Roederer.

Auch hier sollte es zunächst auf einen kleinen Gang durch gewisse Keller gehen, die uns ja aus den bereits getätigten Besuchen so ähnlich bekannt waren.

Hier mal nur ein wirklich typisches Bild aus dem Roederer Keller der primär mit großen Holzfäassern arbeitet und darin cuvetiert und wohl auch vergären läßt. In diesem Hause sollten es dann 5 Champagner sein die wir verkosten durften, welche sich wie folgt aufreihen:

Multi Vintage, Rosé Vintage 2017, Vintage 2018, Blanc de Blanc aus 2019 und ein Roederer Ctistal aus 2016.

So reihen sich die Flaschen von links nach rechts auf. Der Multi Vintage konnte mich nicht überzeugen. Alle weiteren Tropfen waren fein und insgesamt eine schöne Reihe mit dem Abschluss des Cristal zu Ende der Verkostung. Hier noch ein Eindruck aus dem Verkostungsraum mit den 5 Gewächsen im Glas, welches in der Champagne zu fast 100% immer Cuvées sind. Bei den Blanc de Blanc gibt es eher dann schon mal einen 100% Chardonnay, oder seltener bei den roten Trauben auch mal einen 100% PN oder PM.


Am Abend ging es dann per pedes zu einem Lokal wo wir den Tag bei einem kleinen 3 Gänge Menü und ein paar weiteren guten Tropfen ausklingen lassen wollten. Das Crypto war eng bestuhlt aber wir hatten al 9er Gruppe doch ordentlich Platz und zeitweise auch einen kleinen Blick in die Küche sowie auf den Tresen, wo sich im laufe des Abends dann die Flaschen aufreihten.

Auch hier gab es ein amuse bouche vorneweg vor dem Menü.

Die genauen Zutaten habe ich mir irgendwie nicht notiert, was aber hier nicht so entscheidend war, denn wir saßen auch nicht in einem * Lokal. Dann folgte die Vorspeise welche aus dünn gehobeltem Gemüse bestand und ein mittelgroßer Bu<rata sich darauf befand.

Die Weine und Champagner will ich zusammengefasst am Schluss beschreiben. Dann folgte der Hauptgang mit 2 groß geschnittenen Entenstücken und einer Polenta. Die Ente fiel bei derart großen Stücken relatv zäh aus und konnte nicht wirklich überzeugen.

Final kam dann noch der Dessert auf den Tisch, der wieder einmal recht süß ausfiel und dadurch dann natürlich auch seine Leichtigkeit verliert.

Jetzt aber noch zu den flüssigen Zutaten dieses Abends im Le Crypto. Wir starten mit einem Dom Perignon aus 2012 in der Magnum was sich ordentlich zur Vorspeise gesellte.

Dann folgt ein Rosé aus dem Hause Pichon Comtesse Réserve aus dem Jahr 2019 der ebenso fein zur Ente und der Polenta ausgesucht war.

Und zum Dessert gab es dann auch nochmals einen etwas ausgefalleneren Tropfen aus dem Hause La Closerie der zu 100% aus Pinot Meunier gekeltert ist. Ein sehr schöner Kontrast zu einem solch süßen Dessert. Dieser Tropfen war auch sehr fein und passend.

Das war dann an diesem 3. Tag in der Champagne ein sehr ausgefüllter und spannender Tag mit 2 großen Champagner Häusern einem fantastischem Lunch und große Tropfen zum Ende des Tages. Wir sollten gespannt sein, was die nächsten Tage noch so bringen sollten.


Champagne, der zweite Tag mit folgenden Häusern

• Taittinger

• Pommery

• Les Crayères

An diesem zweiten Tag folgen also 2 großartige Verkostungen mit unterschiedlicher Ausrichtung und ein Lunch im 2 * Hotel und dessen Restaurant Les Crayères, welches natürlich auch einen großartig bestückten Wein.- und Champagnerkeller hat. Da beide Champagnerhäuser und auch unser Ziel zum Mittags-lunch in der Stadt Reims liegen und auch nicht weit weg voneinander entfernt starten wir ganz gemütlich um 9 Uhr vom Hotel mit dem Bus und sind dann auch ein wenig zu früh bei Taittinger wo wir uns dann ein wenig im Innenhof umsehen können.

Wir erhalten dann von unserer Dame die die Führung macht ein paar Erklärungen zum Hause Taittinger, welches heute auf ca. 200 ha seine Weine anbaut und im Jahr 1915 gegründet wurde. Aber bevor es einen Morgen-Schluck gibt, erst einmal einen Gang in den Keller, der auch hier einerseits imposant beleuchtet ist, andererseits aber auch zeigt, das hier noch viel mit den Rüttelpulten gearbeitet wird.

Diese Kalkstein Höhlen sind seinerzeit meist mit der Hand und Pickel herausgehauen worden, denn in der Anfangszeit des 18. Jahrd. gab es noch keine Preßlufhammer oder ähnliches. Auch hier winden sich die Kellergänge kilometerweit durch den Fels und halten deswegen auch sehr konstant die Temperatur bei ca. 10-12 °C. Dann geht es aber auch wieder an die Oberfläche und wir schreiten zum Verkostungsraum, der sonst am Mittag oder auch abends als Restaurant genutzt wird.

Wir bekommen 6 kleine Riechfläschchen vorgesetzt, um sich erst einmal in die spezifischen Gerüche der wohl hier ausgebauten Weine einzuriechen. Dann folgt eine kleine Erklärung, das wir die 3 Verkostungsflaschen in folgender Reihenfolge der Jahre anschließend verkosten dürfen. 2014, dann 2013, dann 2012. Alle drei Jahrgänge sind aus 100% Chardonnay hergestellt und haben mit 12,5 Vol.% einen mittleren Alkoholgehalt. Kurz zu den einzelnen Jhrgängen:

2014 – helles Goldgelb, sehr schöne Frucht und vordergründig mit Pfirsich, Mirabelle und leichtem Feuerstein in der Nase.

2013 – frischer und mehr Säure als 2014, späte Fruchtnote am Gaumen. (Lesebegbinn: 20.9.)

2012 – Deg. Okt. 2022, Sehr feine Note am Gaumen mit leicht prikellnder Note. Elegant und angenehm mit runden Noten von frischem Brioche. Volle Frucht und feine Süße.

Das sind die Flaschen welche ich gerade beschrieben habe.

Ein schöner und ausgewogener Start in den Tag.

Dann geht es gleich um die Ecke zu Pommery.

Dieser Eingang führt direkt in einen großen Raum der bunt bestuhlt ist und auch noch ein überdimensionales Eichenfass beherbergt, welches einmal in die USA zu einer Weltausstellung geschicklt wurde, wo von der Menge her ca. 100.000 Flaschen Champagner Platz hätten.

Auch hier gibt es eine kleine Kellerführung durch die Gewölbe im Untergrund wo nach Aussage unserer Führung heute in Reserve ca. 25 Mio. Flaschen lagern. Das Weingut Pommery produziert heute ca 5-6 Mio Flaschen Chamoagner im Jahr.

Hier sind im Keller an einer Art Seilbahn diverse Körbe aufgehängt, die heute nicht mehr in Betrieb sind, aber vor der Zeit wo man noch nicht mit Gabelstaplern etc. durch die Keller gefahren ist hat man so die Flaschen aus dem Keller zum Degorgieren, zum Verpacken und Verschicken an die Oberfläche transportiert.

Dann geht es auch für uns als Gruppe wieder an die Oberfläche und in einem schönen mit dicken Polstern ausgestatteten Verkostungsraum.

Hier dürfen wir gesamt 5 Champagner des Hauses Pommery verkosten die von einem Bl. de Bl. über einen Bl. de Noir, einen Clos Pompadou zu einem Brut Nature Louise bis zu einem Cuvée Louise aus 2008 reichen. Insgesamt waren alle Flaschen recht zugänglich und fein in der Säure. Hier die Flaschen auch im Bild zu sehen.

Was mich hier wundert, da das Haus Pommery ja doch recht groß ist, das hier keinerlei Stilkomponenten in solch einer Flaschenreihung zu erkennen ist. Ganz links 2 x der Markenname groß auf dem Etikett, dann ein Art Siegel, weiter mit den 2 Louise Tropfen die sich untereinander auch exorbitant voneinander unterscheiden. Das Thema greife ich vielleicht bei einer der späteren Besuch wohl nochmals auf.

Dann geht es zum lunch ins les Crayères, welches auch ein Hotel ist, und wo ich bisher nur im Bistro im Park das Vergnügen hatte. Heute sind wir aber im Restaurant des Hauses zu Gast und konnten die Speisenfolge sehr genießen. Inklusive eines recht späten Kaffees auf der Terrasse bei schönstem Wetter.

Nun aber zum Menü, welches in solchen Lokalitäten immer mit einem oder mehreren Grüßen aus der Küche beginnt. Das betitelte Restaurant nennt sich Le Parc und hat 2 Michelin *.

Der erste Gang laut Speisekarte lautet wie folgt: Langoustinos carpaccio Ginger and lime. Sehr fein dekoriert, wie zu sehen, aber auch geschmacklich äußerst elgant. Es folgt ein Fischgang.

Dieses Stück Dorade war sehr fein gedünstet und wurde von einer hellen Sauce begleitet die sich mit Buchweizen und grünen Kräutern auf dem Teller einließ. Dann folgte ein Fleischgang.

Ein Stück Rind, wohl Sous-Vide oder mit Niedrigtemperatur gegart wurde von diversen kleinen fein gerösteten Schmankerln begleitet. Es folgt ein Kräutergang mit Walnuss und Pilzen.

Die Crème mit den Walnüssen sehr fein abgeschmeckt und passend zu dem Salat und den Kräutern. Final der Dessert.

Gestartet wird mit einem Sorbet von Südfrüchten aus Mandarine, Orange etc. Weiter geht es dann mit Schokolade aus Indonesien und einer leichten Mousse.

Sehr süß, mächtig und schon ein wenig merkwürdig für meinen Gaumen der sich zu Ende eines solchen Menüs eher eine frische und leichte Note wünschen würde.

Final hier noch die feinen Tropfen die wir zu diesem Menü genießen durften:

Der Delamotte und narürlich auch der Rosé von Billecart Salmon paßten wunderbar zu dedn gereichten Gängen.

Dann dieser feine Phélan Segur aus 2016 sowie zum Dessert der Mas Amiel, wo ich selber ja auch schon zweimal auf dem Weingut im äußersten Süd-Westen von Frankreich war.

Der restliche Abend stand für die Gruppe zur freien Verfügung und bei dem schönen Septemberwetter konnte man sich in der Stadt Reims entsprechend umsehen.


Champagner Verkostungsreise im September von Reims aus

Die Champagne im Spätsommer zu bereise ist insbesondere bei trockenem und schönem Wetter besonders angenehm. Dazu kommt natürlich dann aber auch eine entsprechend fachkundige kleine Reisegruppe die sich auf den diversen Verkostungen der nächsten Tage so harmonisch in die Gruppendynamik einbringen konnte das die einzelnen Geschmäcker der Champagner aber auch die diversen Speisen in den Sterne Restaurants zu einem intensiven Erlebnis werden können. Busfahrer spielen in solchen Situationen manchesmal zwar auch eine Rolle, aber wir hatten für die 9-köpfige Gruppe einen sehr voluminösen Bus der jedem wohl eine ganze Bank zum Ausstrecken Platz geboten hätte.

Einiges Teilnehmer reisten aus Österreich an, weitere mit dem Auto direkt aus Ihrer Heimat in die Stadt Reims und ich selber flog dann auch recht pünktlich von München nach Paris, wo uns der gebuchte Reisebus mit den weiteren Teilnehmern erwartete und wir uns auf den Weg in die zentrale Stadt der Champagne – Reims – aufmachten. Im Hotel angekommen wollten wir uns erst einmal kurz erfrischen, aber die Lust auf einen guten Schluck zum Start in diese knappe Woche in Reims und Umgebung lockte uns dann doch auf die Terrasse des Hotels, welche direkt neben der berühmten Kathedrale von Reims lag, wo in den vergangenen Jahrhunderten diverse französische Könige gekrönt wurden.

Unser absoluter Fachmann in Sachen Champagner griff sich die Weinkarte und bestellte eine Magnum Moet&Chandon Millesim 2015, Grand Vintage, Extra Brut.

Als Einstieg für den Abend sicher eine sehr gelungene Wahl und alle Teilnehmer die noch aus den Zimmern sich dazugesellten konnten sich an dem feinen Tropfen ebenso erfreuen wie wir, die zu dritt als Erste auf der Terrasse Platz genommen hatten.

Am Abend war für die Gruppe der 9 Personen im Restaurant Le Millenaire, welches derzeit mit 1 Michelin Stern dekoriert ist reserviert, und wir schlenderten vom Hotel in ca. 1o Minuten zum entsprechenden Lokal.

Dort eingetroffen ging es aber erst einmal in den ersten Stock, wo wir an einem fein dekorierten Tisch rundherum Platz nahmen und die Weinkarte gereicht bekamen. Das sollte auch auf den weiteren Besuchen natürlich zu einem gewissen Ritual auf dieser Reise werden, denn wir hatten mit dem Chefredakteur des Falstaff, Peter Moser, einen ausgewiesenen Fachmann in Sachen Champagner für diesen „Job“ unter uns in der Gruppe mit dabei. Hier also einmal ausnahmsweise die Weinauswahl vorneweg was an diesem Abend zum Menü so an Getränke ausgesucht worden war.

Von links nach rechts beginnen wir mit einem Champagner von Leclerc Briant in der Magnum der sich fein zu den gereichten Amuse Bouche gesellte.

Dann folgte ein Ch. Pierre Paillard, Bouzy, Bl. de Noir, sowie ein Ch. Mailly aus 2018, gefolgt von einem Sancerre von Dom. Vacheron, und einem Ch. Castelnau, Galena 92, Brut der wiederrum gut mit den Dessert harmonierte.

Kaum ist der erste Champagner geöffnet und eingeschenkt kommen auch schon die ersten Amuse Bouche auf den Tisch, die meist mit sehr ausschweifenden Erklärungen des Service einhergehen, die man sich in der Regel nie wirklich merken kann. Dafür spielt natürlich der eigene Geschmack eine große Rolle, denn das ist dann das wirkliche Vergnügen an so einem Abend sich die diversen Geschmäcker der einzelnen Happen oder Teller einzuprägen oder auch auf dem Gaumen zerrinnen zu lassen. Los geht es damit:

Ganz links eine unscheinbare kleine Portion Melone, dann eine kleine Teigschale mit kräftig grünem Gelee und Crème, gefolgt von einem leicht krustigen Törtchen und ganz rechts eine Teigrolle mit cremiger Fpllung.

Das zweite AG war schon sehr fein angerichtet mit einem blütenförmigen Teignetz, darunter einige grüne Kräuter und in der Mitte ein wenig dunkler Kaviar der scih ganz ordentlich zum ersten Champagner machte. Es folgten diverse kleine Teller mit Butter, einem Brioche-Riegel und ein erster Gang mit einer Art Tomate, die sich mit einer Kugel von aufgeschäumter Crème zeigte.

Dann folgte ein Gang mit einem Weißfisch der auf einem sehr feinen Sößchen von gelben und grünen Zucchini mit diversen Ölen angemacht war.

In einigen Fällen an diesem Abend aber auch an diversen weiteren Gelegenheiten in den anderen Sterne Lokalen werden heutzutage die Saucen oft erst am Tisch auf den Teller angegossen, was insbesondere dann den Vorteil hat, wenn die Saucen angewärmt sind sich das Gericht mit einer solchen warmen Sauce wunderbar vereinigen kann und nicht der halb erkaltete Teller mit seinem Gericht erst aufgetischt wird. Beispiele folgen noch. Bei diesem Gericht gab es allerdings eine weitere sehr interessante Variante, wo sich eine halbe Schale einer Stabmuschel gefüllt mit einem fein dekorierten Crème dazugesellte, der mit dem Teller vom Gast selber eingefüllt werden konnte.

Dann folgte ein Gang mit Hummer der sich recht frisch und sehr ordentlich präsentierte.

Links neben dem Hummer noch eine Portion angerichteter kleingeschnittener recht säuerlicher Apfel mit ein paar Kräuterblättern. Dazu eine Art Béchamel oder Safransauce.

Dann folgte ein Gericht mit Pilzen die in einem feinen recht dunklen Gelee eingebaut waren die auf einer stark aufgeschäumten Sauce ihren Platz fanden. Hier wäre anzumerken das der Kontrast von Pilzen zu dem ummantelnden Gelée ein sehr feine Kombination bildeten.

Final dann ein Fleischgericht, welches von einer kleinen Tomatentarte begleitet wurde und insgesamt auch sich ganz ordentlich zeigte.

Es folgen 2 Desserts die bemerkenswerterweise auch in Frankreich fast immer recht süß ausfallen. Hier die entsprechenden Fotos dazu:

Sehr fein in der Präsentation wo diverse Kräuter in einer dünnen Scheibe von geeistem Crème sich eingebettet haben. Darunter noch diverse süße Geschmäcker mit einem leichten Crunch.

Final diese doppelte Kaffeebohne, welche links einmal mit Kakaopulver auf dem Teller dekoriert wurde und rechts von einer sehr dünnen Schokoschale die diversen süßlichen Crèmes sich auf dem Teller dem Gast entgegenlächelten.


Wir feiern 40 Jahre OH Design in Wien mit dem Team

So ein Jubiläum kommt nicht so oft vor und in Schwaben sagt ma ja sprichwörtlich: Mit 40 wird ma gscheid. Also planten wir im Frühjahr einen Ausflug in die Stadt Wien, die inzwischen ja mit der Bahn in 4 Std. von München aus sehr gut erreichbar ist.

Wir hatten gemeinsam ein kleines Programm ausgearbeitet, welches einen Ausflug in die Unterwelt der Stadt Wien beinhaltete, einen urigen Restaurantbesuch am ersten Abend wo wir im Freien sitzen konnten, eine kulinarische und zeitgeschichtliche Stadtbegehung mit diversen sehr interessanten Besuchen ganz unterschiedlicher Lokalitäten sowie einen Besuch in einem Weingut mit einem sogenannten Heurigen und einen Rundgang durch das Museumsquartier, welches gerade gleich nebenan vom Hotel lag. Jetzt aber genug der Vorrede zu den diversen Programmpunkten und zum ersten Ausflug in die Unterwelt von Wien. Die Organisation benannte sich nach dem Film aus den 50er Jahren „Der dritte Mann“, wo wir uns an einem der zentralen Plätze trafen, mit Helmen ausgestattet wurden und über eine schmale eiserne Metall-Wendeltreppe einige Meter tief in den Untergrund hinabstiegen.

Hier ist also deutlich zu sehen, wo wir gelandet sind. Es ist die vor vielen Jahren bereits geplante und enorm groß umgesetzte Kanalisation von Wien. Hier fließen sämtliche Abwässer aus den Häusern, aber auch aller Regenfall aus den Straßen zusammen, die von der Kanalisation aufgenommen werden muß. Ein besonderer Aspekt in Wien ist, das die zum Teil starken Regenfälle aus dem Wienerwald alle sehr schnell in der Stadt landen. weil der Wienerwald im Prinzip auf einem Boden steht, der fast Wasserundurchlässig ist und somit das Wasser sehr schnell abläuft und in die Stadt strömt. Die Tour ging durch diverse enge Gänge, wo wir den Kopf einziehen mußten, aber natürlich begleitete uns auch immer ein entsprechender Geruch der vom Brackwasser herrührte.

Nach diesem Unterwelt-Abenteuer ging es erst einmal wieder ins nicht weit entfernte Hotel zurück wo wir kurz ausruhten, einen Kaffee genossen, oder auch ein wenig relaxten. Dann ging es per Trambahn in den Gmoa-Keller, der uns von einem orkundigen Reiseführer empfohlen wurde.

Mit solch gelabelten Gläsern hatte ich schon große Hoffnung, das es auch was ordentliches auf die Teller geben sollte. Ich selber starte mit einer Leberknödelsuppe und ließ als Hauptgang einen Teller mit Nieren und Kartoffeln folgen. Beide Gerichte ausgezeichnet für diese Location.

Und dazu gab es – selbstredend – einen österreichischen Wein aus der Steiermark – Weingut Tement, Sauvignon Blanc

Und zum Hauptgang einen weiteren Österreicher vom Weingut Ebner-Ebenauer aus der Traube Grüner Veltliner.

Mit der Rückfahrt ins Hotel endete der erste Tag bei schönem Wetter und zufriedenen Gästen.


Dann folgt also auf den ersten Tag immer ein zweiter Tag in der Stadt Wien, wo die Gäste sichtlich zufrieden mit dem Hotel waren, welches wir ausgesucht hatten. So war zumindest mein Eindruck. Nach dem Frühstück trafen wir uns vor dem Hotel und wurden von einem Ur- Wiener auf eine kulinarische Reise und Führung durch die Stadt mitgenommen. Peter Gallhofer kannte ich bereits durch viele Weinreisen durch Frankreich und andere Weinregionen. Los ging es mit diversen kulturellen Hintergründen der KuK Monarchie rund um die Hofburg und diverse historische Erklärungen die uns sicher so noch nicht wirklich präsent waren. Eine erste kulinarische Station gab es dann in einem klassischen Kaffeehaus in der Wiener Innenstadt wo wir uns erst einmal ein wenig ausruhen konnten.

Aber auch so ein Stadtrundgang kann müde machen und wir fuhren mit einer U-Bahn zu einem Markt der sehr lebendig war und alles an Durchsetzungskraft brauchte um zu der nächsten Station einer kulinarischen Verspeisung von interessanten Schinkenbroten auf uns wartete. Schließlich war es dann auch schon bereits Mittags und wir pilgerten zu einem Lokal, welches in einer Seitengasse, direkt neben einer Kirche einige Plätze im Freien aufgebaut hatte, die wir belegen konnten. Hier gab es Budweiser Bier und urige Speisen wie z. Bsp. ein hervorragender Tafelspitz mit Meerrettich und Apfelmuß.

Einer der Hochgenüsse auf so einer kulinarischen Tour. Hier noch der Eindruck aus dem Inneren des Lokals, wo sich die entsprechenden Budweiser Tanks befanden.

Was aber vielleicht fehlte wurde fluchs nachgeholt, denn der Nachtisch ließ nicht lange auf sich warten. In einer der ganz großen traditionellen Eisbars gab es für jeden ein Eis nach Wusch. Was blieb mir übrig als einmal ein Diabetiker-Eis zu probieren. War aber durchaus recht fein angerichtet und auch nicht irgendwie besonders abgeschmeckt, sondern fein als Scheibe auf einem Teller mit entsprechender wohl zuckerfreier Sahne serviert.

Obenauf noch eine halbe Scheibe Pfirsich, die wohl aus der Dose kam, aber kaum ins Gewicht fiel im Vergleich zur gesamten Portion. Dann aber nochmals in die U-Bahn und in ein weiteres Stadtviertel gefahren, wo wir auf einem weiteren Markt die Genüsse der Stadt kennenlernen sollten. Einer der Marktstände servierte uns eine Gulasch Zubereitung welche köstlich schmeckte, aber auch noch weitere Rafinessen wie einen Kümmelbraten sowie eine Portion 4er-lei Würste die unterschiedlich gewürzt waren. Hier eines der Gerichte:

Am weiteren Nachmittag schlenderte ich mit Begleitung noch durch die Innenstadt wobei wir einen Sprung in die Hauptpost machten und in einer kleinen Gasse einen Laden entdeckten, der sich fast außschließlich auf Leder Einbände und solche Produkte aus Leder konzentriert hatte.

Zurück im Hotel hatten wir nicht mehr viel Zeit, aber wollten dann am Abend zu einem Heurigen am Rande der Stadt fahren, wo wir einen Tisch reserviert hatte.Das Weingut Fuhrgassl-Huber erreichten wir dann aber doch fast pünktlich und wir suchten uns noch einen besser passenden Tisch im Inneren des Gebäudes aus, anstatt in einer im Eck reservierten Tafel, die sich als etwas abgelegen herausstellte.

Der offene Garten war sehr gut belebt und fast alle Tische wohl besetzt. Wir hatten einen kleinen Überblick aus dem Inneren in den Garten, waren aber mit der Tischwahl durchaus sehr zufrieden, denn Service war auch laufend zugange und wir schwelgten in wienerischen kulinarischen Genüssen.

Was für die Umgebung von Wien sehr typisch ist, weintechnisch gesehen, ist hier der Wiener Gemischte Satz. Dieser Wein heißt hier so, weil im Weinberg die Reben in den Jahrzehnten zuvor so gepflanzt wurden, das man heute nicht mehr richtig weis, welche Trauben wo an welchem Stock wachsen. Also nennt sich diesen Wein von vielen verschiedenen Trauben gekeltert Gemischter Satz. Ist heutzutage meist trocken ausgebaut hat aber durch den Traubenanteil von z. Bsp. Morillon oder auch Gewürztraminer immer einen etwas leicht süßlichen Anteil vom Geschmack her.

Aus der Küche sollte es für mich an diesem Abend folgende Speise geben:

Eine Platte mit 6 Weinbergschnecken, welche mir nach dem ausführlichen kulinarischen Rundgang durch die Wiener Innenstadt vollkommen ausreichte für den Abend.

Hier noch ein kleiner Eindruck, wo wir uns im Lokal innen platziert hattem, denn neben so einem Weinlager mit fast ausschließlich Großflaschen sitzt man auch gut!

Das war dann der Abschluß des zweiten Tages in der Stadt Wien, der wohl allgemein sehr großes Wohlgefallen getroffen ist.


Final geht es dann am dritten Tag für alle Teilnehmer an diesem Sonntag-Vormittag je nach Lust und Laune auf eigene Faust los durch die Stadt oder auch gerade einmal um die Ecke in ein Museum. Da das Museums-Quartier, welches ich bereits durch vorherige Besuche der Stadt Wien kannte naheliegend war stolperten wir um 10 Uhr dorthin um uns in 2 Museen umzusehen und einen entspannten Mittags Kaffee mit einer Miso Siuppe für mich zu genießen.

Links auf dem Bild eines der großen Museen auf dem Quartiers Gelände und geradeaus der schwarz verkleidete Bau ebenso ein weiteres Museum wo wir uns an diesem Vormittag und Mittag herumtrieben.

Die mit großen bunten Blumenkübeln besetzten Freiflächen welche auch kleine Bäume enthielten bildeten einen kleinen Kontrast zu der fast schon monumentalen modernen Architektur. Die eine der zwei angesehenen Ausstellungen war richtig lebendig und auch gut besucht, wo es klassische Wiener, österreichische und auch sonstige internationale Künstler zu sehen gab.

Zu Abschluß noch ein Bild aus der ebenso direkten Nachbarschaft des Hotel, welches die Wiener Hofburg ist und für Conaisseure der Weinwelt einen wohl gigantischen Weinkeller beherbergt. Hier finden auch diverse große Weinverkostungen im Laufe des Jahres statt.

Schön war’s in Wien und ich denke jeder der Gruppe wird mit freudiger Erinnerung an die Tage zurückdenken.



Dubai der letzte Tag mit einer Vinophilen Randbemerkung

An diesem letzten Tag in Dubai hatte ich mir kein Programm vorgenommen und sonst auch keine größeren Aktivitäten geplant. Zum Mittagslunch kehrte ich nicht so besonders weit weg von meinem Hotel in ein Bistro ein, welches an diesem Sonntag Mittag noch recht leer war und ich mich auf der Terrasse einen Platz ausgesucht hatte. Zum Essen ein Gläschen Wein bestellt, welches in den meisten Lokalen in Dubai bei 0,15 l von der Menge her liegt. Und da erlebte ich eine kleine Überraschung. Denn so ein Weinglas hatte ich bisher noch nirgends gesehen. Die Füllmengenmarkierung war durch eine Tönung des Glases markiert wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist.

So erlebt man auch in Ländern die keinen Wein anbauen, damit aber entsprechend umgehen immer wieder kleine neue Aspekte, die es sicher auch dem Service leichter machen.

Dubai der fünfte Tag mit Coffee Museum und lunch bei Mme. Le Pic

Das Lokal von A. S. Pic lag in Fußweite von meinem Hotel und so hatte ich zwei Tage vorher mir einen Platz zum Lunch reserviert im Gebäude The Link. The Link ist ein doppeltes Hochhaus mit einem auf ca. 25. Stock quer eingebauten Verbindungsteil, welches ausschließlich Lokale beherbergt. Auf der einen Seite eine Abteilung von Nobu und auf der anderen Seite das Lokal von A.S. Pic mit einem grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Im Gebäude unten angekommen wird man von einer großzügigewn Lobby empfangen die sich in mehrere Gänge und Abteile aufteilt wo sich die Aufzüge entsprechend in die oberen Etagen und zu besagtem The Link befinden. Von außen betrachtet sieht die ganze Sache so aus:

Und das Lokal von A.S. Pic liegt in dem Querbau ganz auf der rechten Seite, wie gesagt mit Blick auf die Stadt, Foto folgt später. Dieser Querriegel liegt auf einer Höhe von ca. 25 ter Etage und hat selber 3-4 Etagen, die zum Teil offen gestaltet sind, so das die Raumhöhen fast den gesamten Riegel umfassen. Nun zum Lokal von A.S. Pic. In dieser Location mit 1* Michelin bestückt und 3 Gault Millau Hauben.

Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekomme einen Tisch fast mittig im Lokal, aber mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es wird ein Apero angeboten, wo ich mich für ein Gläschen Billecard-Salmon entscheide. Und unbekannterweise ist das auch noch eine Spezialabfüllung für das Haus von A.S. Pic.

Der Blick in die Küche ist hier auch von fast allen Plätzen ausgezeichnet, so kann man während der kurzen Wartezeit auf einen nächsten Gang das Treiben dort oder auch das Anrichten der Speisen beobachten.

Für mein 3-Gänge Menü entscheide ich mich zunächst für einen Wein aus Spanien, den ich auch schon in den letzten Jahren besucht hatte, aber dort kaum diesen weißen Tropfen verkostet hatte. Remirez de Ganuza aus weißer Traube paßte sehr gut zu den kräftigen Gerichten, dem Octopus etc.

Ein Reserva von ausgezeichneter Feinheit am Gaumen und der Jahrgang 2019 entsprechend fein in seiner Komplexität. Diese Reserva beinhaltet folgende Trauben: Viura, Malvasia, Garnacha Blanco und in kleinen Mengen weitere weiße Trauben. 8 Monate auf der Hefe vergoren und erstmals vermarktet in 2009.

Dann folgt der erste Gang mit Namen Confit Beetroot mit Java Pfeffer und Kaffee Espuma.

Elegant und fein am Gaumen mit leichten Spitzen des Java Pfeffers. Toller Einstieg.

Dann folgt ein Gang mit Oktopus der ganz besonders fein gelungen war. Ein paar kleine Beilage mit u. A. Zucchini und diverse kleine Beigaben brachten den Oktopus richtig zur Geltung.

Dann bestellte ich noch ein weiteres Glas Weißwein, welches aus Südafrika stammte, besser gesagt aus Stellenbosch mit dem Namen Die Kluisenaar, The Grangesmith, welches zur Simington Familie gehört.

Großartiger Tropfen mit einer typischen Note der „Neuen Welt“ was aber durchaus zum Menü passte. Zwischendrin wurde noch ein frisch gebackenes Brot serviert mit einer gesalzenen Butter die wohl zu den meisten Gerichten, aber auch zum Wein passen.

Dann ging es zum Dessert der den Titel Winter mandarin trug.

In der Beschreibung ist zu lesen das dieser Dessert mit Vanille daherkommt, Arabischer Kaffee, gerösteten Mandeln und einem Safran Schaum. Sehr fein, insbesondere die „Mandarine“ in der Mitte mit einer eleganten feinen Säure.

Dann schweift in so einem Lokal natürlich der Blick rundherum, und da ich fast der einzigste Gast an diesem Mittag war konnte ich auch entsprechende Fotos machen.

Seitlich links sind die enorm großen Verstrebungen zu sehen, die dann ja wohl auch zur Grundkonstriktion dieses The Link gehören. Aber auch der Blick nach Draußen entsprechend interessant, da wir uns auf der Höhe von Stock 25 befanden.

In der linke Raute ganz links ist der höchste Turm von Dubai im Dunst zu sehen, der Burj Kalifa.


Am Nachmittag ging es dann noch zu einem Kaffee Museum in einer Gegend der Stadt Dubai, wo noch einige alte Lehmbauten stehen die dann wohl in den letzten jahren wieder hergerichtet wurden und mit Beleuchtung versehen, so das man hier wohl auch bei Nacht sich aufhalten kann. Das Kaffee Museum war in einer dieser Lehmbauten untergebracht und machte auf den ersten Blick nicht den Eindruck eines Museums.

Und auch die Beschriftung an einer der Hauswände hatte schon einen Buchstaben verloren. In den zweistögigen Räumlichkeiten konnte man dann allerlei Objekte zur Kaffee Verarbeitung ansehen und bekam auch zum Eintrittsgeld einen Schluck eines besonderen Tees zu verkosten.

Ein ziemliches Sammelsurium und diverse Objekte die vielleicht nicht gerade in so ein Museum reinpassen. Hier aber noch ein Teil aus Deutschland, welches sich von einem ehemaligen Bewohner übriggeblieben ist, oder aus Deutschland importiert wurde.

Vielleicht sollte man dazu wissen, das die Städte an der Küste meist die großen Händler beherbergte und dort dann auch der Kaffee frisch geröstet wurde. Hier aus Bremen.

Jetzt noch 2 Eindrücke aus der Umgebung des Kaffee Museums wo sich die Lehmhäuser um enge Gassen gruppierten.

Solche Türmchen wie auf dem Foto hier zu sehen dienten ja nicht nur für Tauben als Ruhestätte, sondern insbesondere in den heißen Regionen der arabischen Welt als sogenannte Kühltürme die durch die Luftzirkulation das Klima in den Räumlichkeiten einigermaßen erträglich hielt. Wird heute in der Architektur wieder aufgegriffen, war aber Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten.

Dubai der vierte Tag mit Museum der besonderen Art

Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.

In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.

Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.

Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.

Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.

Dubai der dritte Tag mit Besuch im moonrise (1*)

An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.

Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.

Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.

Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.

In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.

ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.

Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.

DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.

In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:

Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.

FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.

MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.

MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.

SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.

LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.

LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.

KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.

STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.

STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.

Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.

Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.