Syrah-Weinerlebnis mit Willi Balanjuk

Im Januar gab es eine Syrah Verkostung mit dem Club der Weinakademiker, welcher bei Walter & Benjamin in München veranstaltet wurde.

Es standen 7 flights zu je drei Weinen zur Verkostung an, und ich war sehr gespannt, was da so alles ins Glas kommen sollte. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, eher im Gegenteil, es war ein großes Erlebnis Syrah Weine von 1985 bis 2013 zu verkosten.

Zur Einstimmung und Begrüßung gab es einen Jahrgangs-Champagner von Deutz, 2008 brut. Dann außer der flight Reihe zwei sehr unterschiedliche Syrah aus Österreich und Italien. Das sollten dann ein Syrah aus dem Burgenland und ein Syrah aus Sizilien sein, woran W. Balanjuk die diversen Unterschiede und Eigenheiten dieser Traube erklären konnte.

Die Syrah Traube wächst heute weltweit auf ca. 170 Tsd. ha, wobei allein in Australien heute ca. 45 Tsd. ha Weinbauland mit Syrah bestockt sind.

Nun zu den 7 flights (was man so nennt, wenn diese zusammengestellte Weine gemeinsam im Glas gegeneinander, bzw. gemeinsam untereinander vergleichend verkostet werden) welche anstehen.

Flight 1: Burgund
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Dauvergne Ranvier, 2010 Crozes Hermitage
Sehr weich, rund mit leicht grünen Noten (15+)
J. L. Chave, 2010 St. Joseph Offerus
Weinig Dichte, etwas Tannin mit Struktur, leichte Säure (16+)
Rémi Niero, 2013 Côte Rôtis Eminance
Astringierende Nase, süßliche Note, wirkt jung (15+)

Flight 2: 
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Scheiblhofer, 2012/13 (ohne Foto)
leichter Kork – ohne Bewertung
Charles Smith, 2010, Columbia Valley, Washington State USA
Sehr dichte leicht dumpfe Nase, Kaffee, Kakao. Sehr feine Struktur mit super Frucht.
Am Gaumen elegant und marmeladig. (16-17)
Mullineux, 2013, Swartland, South Africa
Wenig Tannine, runder Duft. Etwas oberflächlich am Anfang.
Mittlere Struktur, ein wenig salzig am Gaumen, reife Früchte, gute Säure. (16-17)

Flight 3:
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Dom.  l’Aigueliere, 1998 Montpeyroux, Côte Dorée
Sehr reife Noten, teife Nase. Warm, Brombeeren, reifer Wacholder. (17)
Paul Achs, 1999, Versuchsgarten
Leicht pfeffrige Nase, Paprika, etwas grün.
Mittlere Reife Töne, gute Frucht Säure Struktur, schlank und elegant. (16-17)
Ojai, 1999, Roll Ranch, Santa Maria Valley
Wirkt überreif, aber volle dichte Nase.
Schokolade, Marzipan, etwas Bittermandeln und sehr reif.

Flight 4:
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Clonakilla, 2013 Shiraz-Viognier
Rauchige Note, feine Frucht mit breiter Wirkung.
Sehr feine Struktur, pfeffrig. (16-17)
Gangloff, 2011 St. Joseph
Frische etwas zurückhaltende Nase.
Vordergründiger Geschmack, weniger im Abgang. (15+)
Alain Voge, 2011, Vielle Vigne, Cornas
Sehr vordergründig mit leichter Schärfe. Mittlere Struktur. Etwas Tannine,
sehr typisch, austrocknende karge Note, sehr direkt.

Flight 5:
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Castell d’Enclus, 2012 Thalarn-Spanien
Sehr dunkle Farbe und Nase, elegant am Gaumen, fruchtig,süß.
Recht marmeladig am Gaumen. (15-16)
Toni Hartl, 2012, Österreich, Burgenland
Mittlere Nase mit feiner Ziselierung. (16+)
Dom. Lises Equis, 2012, St. Joseph (M. Graillot)
Etwas metallische Nase, wenig am Gaumen. (16)

Flight 6: das Highlight des Abends
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J. L. Chave, 2012 Hermitage
Sehr feine super strukturierte Nase.
Kaffee, und elegante Struktur mit ausgeglichener Eleganz. (18-19)
Guigal, 2007 La Turque
Sehr dichte Nase und Note. Ein wenig grün aber super ziseliert.
Feine süßliche Noten mit ein wenig Holzanklang. (18+)
Penfolds, 2010 Grange Bin 95 Australien
Viel Holz in der Nase, bei sehr tiefer dichter Note. Überüppig. (18)

Flight 7:
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Juge, 1985 Cuvée S C, Cornas
Sehr reife Nase, reifer Braten; sehr schöne Pflaumennote, Birnennote. (17+)
Alban 2000 Reva, Edna Valley Californien
Mittlere Dichte, aber fein und angenehm. (17)
Ch. Rayas, 2004 Fonsalette Cuvée
Super Fruchtstruktur, wirkt fast noch etwas jung. Noch etwas Tannine.
Sehr fein und super strukturiert. (17-18)


 

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