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Besuch bei Hallmann & Klee in Berlin

Mit einem Kollegen habe ich mich in einer Juni Woche in Berlin bei Hallmann & Klee verabredet, wo wir einen gemütlichen und kulinarisch durchaus interessanten Abend verbringen durften. Ich hatte einige Wochen vorher reserviert, was durchaus sinnvoll erschien, denn das Lokal füllte sich im Laufe des Abends doch fast zur Gänze. Ich hatte natürlich vorher bereits einmal auf der website von H&K durchgesehen, was die Speisekarte so hergab und wir wählten schließlich beide das Menü mit Fleisch und eine kleine Weinbegleitung dazu, welche ich allerdings einmal wieder leicht bereuen mußte, denn außer einem sehr feinen Eingangswein gab es sonst fast nur recht unpassende Tropfen zu den Gerichten. Ausnahme war der erste Dessert, wozu es einen Port gab, wie später zu sehen sein wird.

Ein erstes Amuse Geul auf einem fein geschliffenen Holzpodest entpuppte sich als kleine Teigtasche wie ein Macaron, worauf sich eine Crème mit kleinen Kräutern befand.

Die zweite Variante zur Begrüßung aus der Küche sollte im Wesentlichen die Tomatenessenz sein, welche in der Mitte platziert ist und von einem Teigtäschchen, sowie einem kleinen Töpfchen mit Kräutern begleitet wurde. Sehr fein im Geschmack und gut abgestimmt aufeinander.

Dann wurde uns ein wenig Brot serviert mit den Laugentäschchen links im Bild, einer gesalzenen Butter und zwei Baquette Stangen, die sich sehr ansehnlich zeigten und wohl auch direkt aus der Küche auf den Tisch kamen.

Das ist ein Blick von unserem Tisch in einen Teil des Lokals, welches in einem Eckhaus liegt und somit von der Raumaufteilung sicher ein schwieriges Unterfangen war hier ein adäquates Lokal einzurichten. Der Herr in der Mitte des Bildes sitz am Ende einer Bar, die den zweiten Teil des Raumes zum Teil auch noch unterteilt.

Jetzt aber zu der Speisenfolge unseres Menüs.

Sehr schön angerichtet mit dem Titel „tartar vom rind, kapuzinerkresse, leindotter“ Die drei Nocken Rindertartar waren fein, konnten aber aufgrund fehlender Würze nicht so wirklich gänzlich überzeugen.

Schwarzer Seehecht, der wie uns der Service erklärte aus Südamerika stammte, weil er derzeit wohl in Europa nicht zu bekommen ist. Super fein gedünstet und mit einer elegant abgeschmeckten Sauce die mit Ihrer Salzigkeit ausgezeichnet zum Fisch paßte.

Kalmar, Guanciale, Eigelb sind hier die drei wesentlichen Zutaten für diesen Gang. Für mich in diesem Gang der unpassende „Teller/Gefäß“ worin das Gericht serviert wird, denn so gehen die Einzelkomponenten nicht nur beim Servieren unter, sondern auch in so einer engen Schale wirkt das Gericht eher geschichtet als nebeneinander präsentiert.

Hier das Huhn von der Domäne Wachter, welche wohl in Österreich liegt, wie der Service erklärt. Die weitere Komponente auf diesem Teller ist die Gorgonzola Dolce, sowie die oben aufgesetzten Erbsen, die fein dazu paßten. Dieser Gorgonzola Schaum war eine Wucht zu dem Huhn.

Mikan, Butter, Vanille lautete hier der Titel auf der Menükarte, was ein sehr feiner Abschluss zu den Vorspeisen und Hauptgängen als frische Komponente sich zeigte.

Das Dessert schien erst einmal etwas unscheinbar, aber als der Port auf den Tisch kam war schon klar, das hier eine Symbiose zwischen dem Töpfchen aus Haselnuss, Steinpilz und Vollmilch versucht wurde herzustellen, die von den Geschmacksnuancen doch recht fein gelungen war.

Im Anschluss an diese Menüfolge gab es dann auch noch die schon fast obligatorischen Petit Four, die zum Kaffee gereicht wurden.. Links oben eine feine Madeleine, rechts daneben eine Art Schwarzwälder Kirsch und unten mittig ein Gelee, der nach Cassis und auch Kirsch schmeckte und im Mund leicht zerfloss.