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Champagner Verkostungsreise im September von Reims aus

Die Champagne im Spätsommer zu bereise ist insbesondere bei trockenem und schönem Wetter besonders angenehm. Dazu kommt natürlich dann aber auch eine entsprechend fachkundige kleine Reisegruppe die sich auf den diversen Verkostungen der nächsten Tage so harmonisch in die Gruppendynamik einbringen konnte das die einzelnen Geschmäcker der Champagner aber auch die diversen Speisen in den Sterne Restaurants zu einem intensiven Erlebnis werden können. Busfahrer spielen in solchen Situationen manchesmal zwar auch eine Rolle, aber wir hatten für die 9-köpfige Gruppe einen sehr voluminösen Bus der jedem wohl eine ganze Bank zum Ausstrecken Platz geboten hätte.

Einiges Teilnehmer reisten aus Österreich an, weitere mit dem Auto direkt aus Ihrer Heimat in die Stadt Reims und ich selber flog dann auch recht pünktlich von München nach Paris, wo uns der gebuchte Reisebus mit den weiteren Teilnehmern erwartete und wir uns auf den Weg in die zentrale Stadt der Champagne – Reims – aufmachten. Im Hotel angekommen wollten wir uns erst einmal kurz erfrischen, aber die Lust auf einen guten Schluck zum Start in diese knappe Woche in Reims und Umgebung lockte uns dann doch auf die Terrasse des Hotels, welche direkt neben der berühmten Kathedrale von Reims lag, wo in den vergangenen Jahrhunderten diverse französische Könige gekrönt wurden.

Unser absoluter Fachmann in Sachen Champagner griff sich die Weinkarte und bestellte eine Magnum Moet&Chandon Millesim 2015, Grand Vintage, Extra Brut.

Als Einstieg für den Abend sicher eine sehr gelungene Wahl und alle Teilnehmer die noch aus den Zimmern sich dazugesellten konnten sich an dem feinen Tropfen ebenso erfreuen wie wir, die zu dritt als Erste auf der Terrasse Platz genommen hatten.

Am Abend war für die Gruppe der 9 Personen im Restaurant Le Millenaire, welches derzeit mit 1 Michelin Stern dekoriert ist reserviert, und wir schlenderten vom Hotel in ca. 1o Minuten zum entsprechenden Lokal.

Dort eingetroffen ging es aber erst einmal in den ersten Stock, wo wir an einem fein dekorierten Tisch rundherum Platz nahmen und die Weinkarte gereicht bekamen. Das sollte auch auf den weiteren Besuchen natürlich zu einem gewissen Ritual auf dieser Reise werden, denn wir hatten mit dem Chefredakteur des Falstaff, Peter Moser, einen ausgewiesenen Fachmann in Sachen Champagner für diesen „Job“ unter uns in der Gruppe mit dabei. Hier also einmal ausnahmsweise die Weinauswahl vorneweg was an diesem Abend zum Menü so an Getränke ausgesucht worden war.

Von links nach rechts beginnen wir mit einem Champagner von Leclerc Briant in der Magnum der sich fein zu den gereichten Amuse Bouche gesellte.

Dann folgte ein Ch. Pierre Paillard, Bouzy, Bl. de Noir, sowie ein Ch. Mailly aus 2018, gefolgt von einem Sancerre von Dom. Vacheron, und einem Ch. Castelnau, Galena 92, Brut der wiederrum gut mit den Dessert harmonierte.

Kaum ist der erste Champagner geöffnet und eingeschenkt kommen auch schon die ersten Amuse Bouche auf den Tisch, die meist mit sehr ausschweifenden Erklärungen des Service einhergehen, die man sich in der Regel nie wirklich merken kann. Dafür spielt natürlich der eigene Geschmack eine große Rolle, denn das ist dann das wirkliche Vergnügen an so einem Abend sich die diversen Geschmäcker der einzelnen Happen oder Teller einzuprägen oder auch auf dem Gaumen zerrinnen zu lassen. Los geht es damit:

Ganz links eine unscheinbare kleine Portion Melone, dann eine kleine Teigschale mit kräftig grünem Gelee und Crème, gefolgt von einem leicht krustigen Törtchen und ganz rechts eine Teigrolle mit cremiger Fpllung.

Das zweite AG war schon sehr fein angerichtet mit einem blütenförmigen Teignetz, darunter einige grüne Kräuter und in der Mitte ein wenig dunkler Kaviar der scih ganz ordentlich zum ersten Champagner machte. Es folgten diverse kleine Teller mit Butter, einem Brioche-Riegel und ein erster Gang mit einer Art Tomate, die sich mit einer Kugel von aufgeschäumter Crème zeigte.

Dann folgte ein Gang mit einem Weißfisch der auf einem sehr feinen Sößchen von gelben und grünen Zucchini mit diversen Ölen angemacht war.

In einigen Fällen an diesem Abend aber auch an diversen weiteren Gelegenheiten in den anderen Sterne Lokalen werden heutzutage die Saucen oft erst am Tisch auf den Teller angegossen, was insbesondere dann den Vorteil hat, wenn die Saucen angewärmt sind sich das Gericht mit einer solchen warmen Sauce wunderbar vereinigen kann und nicht der halb erkaltete Teller mit seinem Gericht erst aufgetischt wird. Beispiele folgen noch. Bei diesem Gericht gab es allerdings eine weitere sehr interessante Variante, wo sich eine halbe Schale einer Stabmuschel gefüllt mit einem fein dekorierten Crème dazugesellte, der mit dem Teller vom Gast selber eingefüllt werden konnte.

Dann folgte ein Gang mit Hummer der sich recht frisch und sehr ordentlich präsentierte.

Links neben dem Hummer noch eine Portion angerichteter kleingeschnittener recht säuerlicher Apfel mit ein paar Kräuterblättern. Dazu eine Art Béchamel oder Safransauce.

Dann folgte ein Gericht mit Pilzen die in einem feinen recht dunklen Gelee eingebaut waren die auf einer stark aufgeschäumten Sauce ihren Platz fanden. Hier wäre anzumerken das der Kontrast von Pilzen zu dem ummantelnden Gelée ein sehr feine Kombination bildeten.

Final dann ein Fleischgericht, welches von einer kleinen Tomatentarte begleitet wurde und insgesamt auch sich ganz ordentlich zeigte.

Es folgen 2 Desserts die bemerkenswerterweise auch in Frankreich fast immer recht süß ausfallen. Hier die entsprechenden Fotos dazu:

Sehr fein in der Präsentation wo diverse Kräuter in einer dünnen Scheibe von geeistem Crème sich eingebettet haben. Darunter noch diverse süße Geschmäcker mit einem leichten Crunch.

Final diese doppelte Kaffeebohne, welche links einmal mit Kakaopulver auf dem Teller dekoriert wurde und rechts von einer sehr dünnen Schokoschale die diversen süßlichen Crèmes sich auf dem Teller dem Gast entgegenlächelten.