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Champagne, der zweite Tag mit folgenden Häusern

• Taittinger

• Pommery

• Les Crayères

An diesem zweiten Tag folgen also 2 großartige Verkostungen mit unterschiedlicher Ausrichtung und ein Lunch im 2 * Hotel und dessen Restaurant Les Crayères, welches natürlich auch einen großartig bestückten Wein.- und Champagnerkeller hat. Da beide Champagnerhäuser und auch unser Ziel zum Mittags-lunch in der Stadt Reims liegen und auch nicht weit weg voneinander entfernt starten wir ganz gemütlich um 9 Uhr vom Hotel mit dem Bus und sind dann auch ein wenig zu früh bei Taittinger wo wir uns dann ein wenig im Innenhof umsehen können.

Wir erhalten dann von unserer Dame die die Führung macht ein paar Erklärungen zum Hause Taittinger, welches heute auf ca. 200 ha seine Weine anbaut und im Jahr 1915 gegründet wurde. Aber bevor es einen Morgen-Schluck gibt, erst einmal einen Gang in den Keller, der auch hier einerseits imposant beleuchtet ist, andererseits aber auch zeigt, das hier noch viel mit den Rüttelpulten gearbeitet wird.

Diese Kalkstein Höhlen sind seinerzeit meist mit der Hand und Pickel herausgehauen worden, denn in der Anfangszeit des 18. Jahrd. gab es noch keine Preßlufhammer oder ähnliches. Auch hier winden sich die Kellergänge kilometerweit durch den Fels und halten deswegen auch sehr konstant die Temperatur bei ca. 10-12 °C. Dann geht es aber auch wieder an die Oberfläche und wir schreiten zum Verkostungsraum, der sonst am Mittag oder auch abends als Restaurant genutzt wird.

Wir bekommen 6 kleine Riechfläschchen vorgesetzt, um sich erst einmal in die spezifischen Gerüche der wohl hier ausgebauten Weine einzuriechen. Dann folgt eine kleine Erklärung, das wir die 3 Verkostungsflaschen in folgender Reihenfolge der Jahre anschließend verkosten dürfen. 2014, dann 2013, dann 2012. Alle drei Jahrgänge sind aus 100% Chardonnay hergestellt und haben mit 12,5 Vol.% einen mittleren Alkoholgehalt. Kurz zu den einzelnen Jhrgängen:

2014 – helles Goldgelb, sehr schöne Frucht und vordergründig mit Pfirsich, Mirabelle und leichtem Feuerstein in der Nase.

2013 – frischer und mehr Säure als 2014, späte Fruchtnote am Gaumen. (Lesebegbinn: 20.9.)

2012 – Deg. Okt. 2022, Sehr feine Note am Gaumen mit leicht prikellnder Note. Elegant und angenehm mit runden Noten von frischem Brioche. Volle Frucht und feine Süße.

Das sind die Flaschen welche ich gerade beschrieben habe.

Ein schöner und ausgewogener Start in den Tag.

Dann geht es gleich um die Ecke zu Pommery.

Dieser Eingang führt direkt in einen großen Raum der bunt bestuhlt ist und auch noch ein überdimensionales Eichenfass beherbergt, welches einmal in die USA zu einer Weltausstellung geschicklt wurde, wo von der Menge her ca. 100.000 Flaschen Champagner Platz hätten.

Auch hier gibt es eine kleine Kellerführung durch die Gewölbe im Untergrund wo nach Aussage unserer Führung heute in Reserve ca. 25 Mio. Flaschen lagern. Das Weingut Pommery produziert heute ca 5-6 Mio Flaschen Chamoagner im Jahr.

Hier sind im Keller an einer Art Seilbahn diverse Körbe aufgehängt, die heute nicht mehr in Betrieb sind, aber vor der Zeit wo man noch nicht mit Gabelstaplern etc. durch die Keller gefahren ist hat man so die Flaschen aus dem Keller zum Degorgieren, zum Verpacken und Verschicken an die Oberfläche transportiert.

Dann geht es auch für uns als Gruppe wieder an die Oberfläche und in einem schönen mit dicken Polstern ausgestatteten Verkostungsraum.

Hier dürfen wir gesamt 5 Champagner des Hauses Pommery verkosten die von einem Bl. de Bl. über einen Bl. de Noir, einen Clos Pompadou zu einem Brut Nature Louise bis zu einem Cuvée Louise aus 2008 reichen. Insgesamt waren alle Flaschen recht zugänglich und fein in der Säure. Hier die Flaschen auch im Bild zu sehen.

Was mich hier wundert, da das Haus Pommery ja doch recht groß ist, das hier keinerlei Stilkomponenten in solch einer Flaschenreihung zu erkennen ist. Ganz links 2 x der Markenname groß auf dem Etikett, dann ein Art Siegel, weiter mit den 2 Louise Tropfen die sich untereinander auch exorbitant voneinander unterscheiden. Das Thema greife ich vielleicht bei einer der späteren Besuch wohl nochmals auf.

Dann geht es zum lunch ins les Crayères, welches auch ein Hotel ist, und wo ich bisher nur im Bistro im Park das Vergnügen hatte. Heute sind wir aber im Restaurant des Hauses zu Gast und konnten die Speisenfolge sehr genießen. Inklusive eines recht späten Kaffees auf der Terrasse bei schönstem Wetter.

Nun aber zum Menü, welches in solchen Lokalitäten immer mit einem oder mehreren Grüßen aus der Küche beginnt. Das betitelte Restaurant nennt sich Le Parc und hat 2 Michelin *.

Der erste Gang laut Speisekarte lautet wie folgt: Langoustinos carpaccio Ginger and lime. Sehr fein dekoriert, wie zu sehen, aber auch geschmacklich äußerst elgant. Es folgt ein Fischgang.

Dieses Stück Dorade war sehr fein gedünstet und wurde von einer hellen Sauce begleitet die sich mit Buchweizen und grünen Kräutern auf dem Teller einließ. Dann folgte ein Fleischgang.

Ein Stück Rind, wohl Sous-Vide oder mit Niedrigtemperatur gegart wurde von diversen kleinen fein gerösteten Schmankerln begleitet. Es folgt ein Kräutergang mit Walnuss und Pilzen.

Die Crème mit den Walnüssen sehr fein abgeschmeckt und passend zu dem Salat und den Kräutern. Final der Dessert.

Gestartet wird mit einem Sorbet von Südfrüchten aus Mandarine, Orange etc. Weiter geht es dann mit Schokolade aus Indonesien und einer leichten Mousse.

Sehr süß, mächtig und schon ein wenig merkwürdig für meinen Gaumen der sich zu Ende eines solchen Menüs eher eine frische und leichte Note wünschen würde.

Final hier noch die feinen Tropfen die wir zu diesem Menü genießen durften:

Der Delamotte und narürlich auch der Rosé von Billecart Salmon paßten wunderbar zu dedn gereichten Gängen.

Dann dieser feine Phélan Segur aus 2016 sowie zum Dessert der Mas Amiel, wo ich selber ja auch schon zweimal auf dem Weingut im äußersten Süd-Westen von Frankreich war.

Der restliche Abend stand für die Gruppe zur freien Verfügung und bei dem schönen Septemberwetter konnte man sich in der Stadt Reims entsprechend umsehen.