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Wir feiern 40 Jahre OH Design in Wien mit dem Team

So ein Jubiläum kommt nicht so oft vor und in Schwaben sagt ma ja sprichwörtlich: Mit 40 wird ma gscheid. Also planten wir im Frühjahr einen Ausflug in die Stadt Wien, die inzwischen ja mit der Bahn in 4 Std. von München aus sehr gut erreichbar ist.

Wir hatten gemeinsam ein kleines Programm ausgearbeitet, welches einen Ausflug in die Unterwelt der Stadt Wien beinhaltete, einen urigen Restaurantbesuch am ersten Abend wo wir im Freien sitzen konnten, eine kulinarische und zeitgeschichtliche Stadtbegehung mit diversen sehr interessanten Besuchen ganz unterschiedlicher Lokalitäten sowie einen Besuch in einem Weingut mit einem sogenannten Heurigen und einen Rundgang durch das Museumsquartier, welches gerade gleich nebenan vom Hotel lag. Jetzt aber genug der Vorrede zu den diversen Programmpunkten und zum ersten Ausflug in die Unterwelt von Wien. Die Organisation benannte sich nach dem Film aus den 50er Jahren „Der dritte Mann“, wo wir uns an einem der zentralen Plätze trafen, mit Helmen ausgestattet wurden und über eine schmale eiserne Metall-Wendeltreppe einige Meter tief in den Untergrund hinabstiegen.

Hier ist also deutlich zu sehen, wo wir gelandet sind. Es ist die vor vielen Jahren bereits geplante und enorm groß umgesetzte Kanalisation von Wien. Hier fließen sämtliche Abwässer aus den Häusern, aber auch aller Regenfall aus den Straßen zusammen, die von der Kanalisation aufgenommen werden muß. Ein besonderer Aspekt in Wien ist, das die zum Teil starken Regenfälle aus dem Wienerwald alle sehr schnell in der Stadt landen. weil der Wienerwald im Prinzip auf einem Boden steht, der fast Wasserundurchlässig ist und somit das Wasser sehr schnell abläuft und in die Stadt strömt. Die Tour ging durch diverse enge Gänge, wo wir den Kopf einziehen mußten, aber natürlich begleitete uns auch immer ein entsprechender Geruch der vom Brackwasser herrührte.

Nach diesem Unterwelt-Abenteuer ging es erst einmal wieder ins nicht weit entfernte Hotel zurück wo wir kurz ausruhten, einen Kaffee genossen, oder auch ein wenig relaxten. Dann ging es per Trambahn in den Gmoa-Keller, der uns von einem orkundigen Reiseführer empfohlen wurde.

Mit solch gelabelten Gläsern hatte ich schon große Hoffnung, das es auch was ordentliches auf die Teller geben sollte. Ich selber starte mit einer Leberknödelsuppe und ließ als Hauptgang einen Teller mit Nieren und Kartoffeln folgen. Beide Gerichte ausgezeichnet für diese Location.

Und dazu gab es – selbstredend – einen österreichischen Wein aus der Steiermark – Weingut Tement, Sauvignon Blanc

Und zum Hauptgang einen weiteren Österreicher vom Weingut Ebner-Ebenauer aus der Traube Grüner Veltliner.

Mit der Rückfahrt ins Hotel endete der erste Tag bei schönem Wetter und zufriedenen Gästen.


Dann folgt also auf den ersten Tag immer ein zweiter Tag in der Stadt Wien, wo die Gäste sichtlich zufrieden mit dem Hotel waren, welches wir ausgesucht hatten. So war zumindest mein Eindruck. Nach dem Frühstück trafen wir uns vor dem Hotel und wurden von einem Ur- Wiener auf eine kulinarische Reise und Führung durch die Stadt mitgenommen. Peter Gallhofer kannte ich bereits durch viele Weinreisen durch Frankreich und andere Weinregionen. Los ging es mit diversen kulturellen Hintergründen der KuK Monarchie rund um die Hofburg und diverse historische Erklärungen die uns sicher so noch nicht wirklich präsent waren. Eine erste kulinarische Station gab es dann in einem klassischen Kaffeehaus in der Wiener Innenstadt wo wir uns erst einmal ein wenig ausruhen konnten.

Aber auch so ein Stadtrundgang kann müde machen und wir fuhren mit einer U-Bahn zu einem Markt der sehr lebendig war und alles an Durchsetzungskraft brauchte um zu der nächsten Station einer kulinarischen Verspeisung von interessanten Schinkenbroten auf uns wartete. Schließlich war es dann auch schon bereits Mittags und wir pilgerten zu einem Lokal, welches in einer Seitengasse, direkt neben einer Kirche einige Plätze im Freien aufgebaut hatte, die wir belegen konnten. Hier gab es Budweiser Bier und urige Speisen wie z. Bsp. ein hervorragender Tafelspitz mit Meerrettich und Apfelmuß.

Einer der Hochgenüsse auf so einer kulinarischen Tour. Hier noch der Eindruck aus dem Inneren des Lokals, wo sich die entsprechenden Budweiser Tanks befanden.

Was aber vielleicht fehlte wurde fluchs nachgeholt, denn der Nachtisch ließ nicht lange auf sich warten. In einer der ganz großen traditionellen Eisbars gab es für jeden ein Eis nach Wusch. Was blieb mir übrig als einmal ein Diabetiker-Eis zu probieren. War aber durchaus recht fein angerichtet und auch nicht irgendwie besonders abgeschmeckt, sondern fein als Scheibe auf einem Teller mit entsprechender wohl zuckerfreier Sahne serviert.

Obenauf noch eine halbe Scheibe Pfirsich, die wohl aus der Dose kam, aber kaum ins Gewicht fiel im Vergleich zur gesamten Portion. Dann aber nochmals in die U-Bahn und in ein weiteres Stadtviertel gefahren, wo wir auf einem weiteren Markt die Genüsse der Stadt kennenlernen sollten. Einer der Marktstände servierte uns eine Gulasch Zubereitung welche köstlich schmeckte, aber auch noch weitere Rafinessen wie einen Kümmelbraten sowie eine Portion 4er-lei Würste die unterschiedlich gewürzt waren. Hier eines der Gerichte:

Am weiteren Nachmittag schlenderte ich mit Begleitung noch durch die Innenstadt wobei wir einen Sprung in die Hauptpost machten und in einer kleinen Gasse einen Laden entdeckten, der sich fast außschließlich auf Leder Einbände und solche Produkte aus Leder konzentriert hatte.

Zurück im Hotel hatten wir nicht mehr viel Zeit, aber wollten dann am Abend zu einem Heurigen am Rande der Stadt fahren, wo wir einen Tisch reserviert hatte.Das Weingut Fuhrgassl-Huber erreichten wir dann aber doch fast pünktlich und wir suchten uns noch einen besser passenden Tisch im Inneren des Gebäudes aus, anstatt in einer im Eck reservierten Tafel, die sich als etwas abgelegen herausstellte.

Der offene Garten war sehr gut belebt und fast alle Tische wohl besetzt. Wir hatten einen kleinen Überblick aus dem Inneren in den Garten, waren aber mit der Tischwahl durchaus sehr zufrieden, denn Service war auch laufend zugange und wir schwelgten in wienerischen kulinarischen Genüssen.

Was für die Umgebung von Wien sehr typisch ist, weintechnisch gesehen, ist hier der Wiener Gemischte Satz. Dieser Wein heißt hier so, weil im Weinberg die Reben in den Jahrzehnten zuvor so gepflanzt wurden, das man heute nicht mehr richtig weis, welche Trauben wo an welchem Stock wachsen. Also nennt sich diesen Wein von vielen verschiedenen Trauben gekeltert Gemischter Satz. Ist heutzutage meist trocken ausgebaut hat aber durch den Traubenanteil von z. Bsp. Morillon oder auch Gewürztraminer immer einen etwas leicht süßlichen Anteil vom Geschmack her.

Aus der Küche sollte es für mich an diesem Abend folgende Speise geben:

Eine Platte mit 6 Weinbergschnecken, welche mir nach dem ausführlichen kulinarischen Rundgang durch die Wiener Innenstadt vollkommen ausreichte für den Abend.

Hier noch ein kleiner Eindruck, wo wir uns im Lokal innen platziert hattem, denn neben so einem Weinlager mit fast ausschließlich Großflaschen sitzt man auch gut!

Das war dann der Abschluß des zweiten Tages in der Stadt Wien, der wohl allgemein sehr großes Wohlgefallen getroffen ist.


Final geht es dann am dritten Tag für alle Teilnehmer an diesem Sonntag-Vormittag je nach Lust und Laune auf eigene Faust los durch die Stadt oder auch gerade einmal um die Ecke in ein Museum. Da das Museums-Quartier, welches ich bereits durch vorherige Besuche der Stadt Wien kannte naheliegend war stolperten wir um 10 Uhr dorthin um uns in 2 Museen umzusehen und einen entspannten Mittags Kaffee mit einer Miso Siuppe für mich zu genießen.

Links auf dem Bild eines der großen Museen auf dem Quartiers Gelände und geradeaus der schwarz verkleidete Bau ebenso ein weiteres Museum wo wir uns an diesem Vormittag und Mittag herumtrieben.

Die mit großen bunten Blumenkübeln besetzten Freiflächen welche auch kleine Bäume enthielten bildeten einen kleinen Kontrast zu der fast schon monumentalen modernen Architektur. Die eine der zwei angesehenen Ausstellungen war richtig lebendig und auch gut besucht, wo es klassische Wiener, österreichische und auch sonstige internationale Künstler zu sehen gab.

Zu Abschluß noch ein Bild aus der ebenso direkten Nachbarschaft des Hotel, welches die Wiener Hofburg ist und für Conaisseure der Weinwelt einen wohl gigantischen Weinkeller beherbergt. Hier finden auch diverse große Weinverkostungen im Laufe des Jahres statt.

Schön war’s in Wien und ich denke jeder der Gruppe wird mit freudiger Erinnerung an die Tage zurückdenken.