4 Tage London – der dritte Tag

Ein besonderes Programm hatte ich an diesem Sonntag nicht vor, wollte aber ein wenig durch die Stadt streifen, an der Themse entlang, aber auch in die Ecke der Portobello Road, wo ich vor einigen Jahren den Buchladen „Books for Cooks“ einmal besucht hatte, jedoch an diesem Sonntag nicht geöffnet war. Dann zog ich so durch die Straße und entdeckte zur Mittagszeit ein kleines Bistro mit Namen 140 Portobello Wine&Art. Was mich daran interessierte war die Ankündigung einer speziellen Rosé Verkostung mit fast 30 verschiedenen Rosés aus Portugal. Das reizte also für einen Mittagsimbiß und ein paar Gläser aus der Rosé Reihe. Hier nur mal als Beispiel eine der 4 Seiten der Rosé Auswahl:

Und schaut man sich die Preise an, so kann festgestellt werden, das diese sich durchaus in einem regulären Rahmen befinden. Zumal alle Rosés zum gleichen Preis angeboten wurden. Das Lokal von außen sieht dann schon mal so aus:

Ich bestellte mir also zu einem Mittagsimbiß hintereinander 2 verschiedene Rosés. Einmal aus dem Alentejo einen Monzaras aus 2017 mit den Traubensorten Aragonez und Castelao. Dann gab es noch ein Gläschen aus der Region Douro vom Weingut Caves Santa Marta ebenfalls aus 2017 mit der Traubensorten Touriga Franca. Auf der Bar hatte der Wirt dann zur besseren Veranschaulichung und Sichtbarkeit alle Flaschen der angebotenen Rosé auf der Theke in der Reihenfolge wie sie auf der Karte standen aufgebaut.

Als Speisenbegleiter gab es dann einen Lachs der durchaus schmackhaft auf der Hautseite gut angebraten war und mit den kleinen Beigaben recht gut zu den Rosés paßte.

Dazu gab es zum Schluß noch einen süß ausgebauten Port-Rosé, der mich besonders interessierte und der kam von der Kellerei Offley aus dem Douro Tal, Pink Port NV mit den Traubensorten Touriga National, Touriga Franca und Tinte Barocca. Dieser süße Port war durchaus von recht hoher Qualität mit einem sehr feinen Geschmack am Gaumen und einer frischen Säure, welche sich im Abgang durchaus fortsetzte. Hier noch eine Innenansicht des Bistros:

Das war dann doch eine kleine Entdeckung in der selbst auch am Sonntag-Nachmittag noch recht belebten Portobello Road.

Und am Abend ging es dann mal wieder in ein reserviertes Lokal, welches ich auch schon vor einigen Jahren besucht hatte, aber an einer ganz anderen Stelle in London, was sich aber erst im Laufe des Abends herausstellen sollte, denn der Besitzer dieses Weinbistros mit Namen 28-50 hatte vor einiger Zeit gewechselt. Im Erdgeschoss eines Neubaus untergebracht gab es eine zentrale große Bar, wo ich mich natürlich gerne hinsetzte, denn da gibt es meist am meisten zu beobachten, da ansonsten in vielen Lokalen in London die Küche oft in den Kellerräumen untergebracht ist, was sicher auch mit den Platz- und Preisproblemen zu tun hat. So sah das Lokal von draußen aus:

Und wenn man dann das Lokal betreten hatte, stand einem der gesamte Raum offen, mit der Wand gegenüber voller Weinkisten mit bekannten Namen und die große Bar, welche sich in den Raum erstreckte.

Hier gab es dann zu verschiedenen Gläschen erst eine Erbsensuppe mit anschließendem Crabbencocktail.

Und zum Hauptgang gab es dann gegrillte Saitlinge mit Buchweizen und Spinat.

So konnte ich dann gut gesättigt bereits recht früh Richtung Hotel mich auf den Rückweg machen, was mich aber an einer weiteren Weinbar in der gleichen Ecke vorbeiführte, die ich im Vorfeld schon als Namen registriert hatte, aber nicht weiter in die engere Wahl gezogen hatte. Da es aber noch recht früh am Abend war gönnte ich mir noch ein gute Glas an der Bar, die so imposant groß war, wie in dem Hotel, welches in dem Film Einer flog über das Kuckucksnest, vorkommt. Die Lokalität hieß „108“, Brasserie, Bar, Pantry.

Das war endlich der dritte Tag in London, der auch ohne großes Programm sich als recht ausgefüllt im Nachhinein erweisen sollte. Und am nächsten Tag geht es dann in die Tate Modern, bei typisch englisch regnerischem Wetter.


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