Südafrika Weinreise – der siebente Tag

An diesem letzten Tag mit der großen Gruppe der Weinverkostungen mit BKwines sollte es zu zwei Weingütern gehen, welche einerseits recht gegensätzlich, andererseits aber auch sehr typisch für die Region Stellenbosch sein sollten.
Posthouse Vineyards
  
welches tatsächlich in den Anfangszeiten hier in Südafrika eine Poststation war. Und um die Mittagszeit ging es dann zum Weingut

Stark-Condé Wines.

Beginnen soll es am Vormittag mit dem Weingut Posthouse, welches 1997 von Nick Gebers übernommen wurde, und heute auf 25 ha seine Weine anbaut und mit vielen verschiedenen Reben eine große Vielfalt anbieten kann. Hier sieht nichts spektakulär aus, die offenen Weinbottiche aus Kunststoff werden gerade einmal mit Plastikfolie abgedeckt und die Räumlichkeiten machen fast schon einen etwas verkommenen Eindruck. Um so kontrastreicher wird dann die Verkostung mit dem Winzer und seiner Tochter die den Teilnehmern der Gruppe gut einschenkt und wir können allein hier insgesamt 12 Weine des Weingutes verkosten undauch genießen. Der Winzer spricht bei den Verwüstungen der Weine immer wieder von dem Geschmack „Umami“, welches aus der asiatisch, japanischen Küche stammt und im Prinzip so einen Geschmack vermitteln soll, der nicht nur die Grundgeschmäcker von salzig, sauer, bitter, scharf, süß etc vermitteln kann, sondern einen rundum alles umfassendes Geschmackserlebnis bringt, welches zum Produkt und dem Geschmackserlebnis paßt. Also dann „Umami“. Habe ich so intensiv auf einem Weingut das erste Mal erlebt. Weiterhin interessant, das das Weingut in einer ehemaligen  Poststation untergebracht ist, was der Winzer aber sehr schön für seine Marketingstrategie zu verwenden weis.

Und eines der stärksten Mittel, welche auch früher schon in Poststationen verwendet wurden, sind die Briefmarken welche dort verkauft wurden, und diese dann dafür herhalten, die Weine entsprechend zu kategorisieren. Die Verkostung startet also mit drei weißen Sorten, wo sich der Chenin Blanc wieder einmal als recht starker Vertreter der weißen Reben darstellt.
    Chenin Blanc 2017, ohne Foto.
Dann folgen die roten Sorten, welche sich auch zum Teil auf Briefmarken und der historischen Vertreter beziehen.
    
    
    
Der CS aus 2017 fehlt hier in der Reihe der Fotos der roten Sorten.
Eine insgesamt sehr vielschichtige Verkostung mit facettenreichen Weinen, welche ich in der Gesamtheit so zwischen 15 und 17 Punkten bewertet haben.
  
Fazit für mich. In einer großen Gruppe von 23 Besucher gab es im Prinzip zu viele der verschiedenen Weine zu verkosten, da der Winzer nicht wirklich auf die verschiedenen Weine eingehen konnte. Er hatte sowieso einen regen Redeschwall, was im Prinzip sehr interessant sich anhörte, auch zu den einzelnen Weinen, jedoch geht so eine Erklärung bei einer dann doch etwas unruhigen Gruppe von über 20 Personen manchmal etwas um allgemeine Geraune unter.


Nach einer kurzen Fahrt treffen wir dann auf dem Weingut Stark-Condé ein, welches sehr malerisch in einem Tal bei Stellenbosch liegt, wo der Winzer mit einer Japanerin verheiratet ist, die das Restaurant „Postcard“ leitet, welches direkt auf dem Gelände des Weingutes sich befindet.

Da es bereits einmal wieder Lunchtime war, wurde vereinbart, sich kurz das Weingut mit Keller anzusehen, und dann am Mittagstisch zunächst die Weine zu verkosten und dann mit einem sehr gelungenen Mittagslunch fortzufahren.
Wir konnten 7 Weine verkosten welche sich für mich auf recht hohem Niveau präsentierten.
    
  
Auch hier im Weingut konnten wir im Keller, wo die Ernte gerade im vollen Gange war sehen, das die Trauben nicht nur in offenen Plastik Cuves vergoren werden, sondern, das auch hier eine Vergärung nicht nur der Trauben, sonder auch mit vollen Stilen und ohne Entrappung vergoren wird.

Aufschrift unten auf dem Aufkleber: 50% whole bunch.

Somit ist zu sehen, das auch hier recht selektiv gearbeitet wird, auch wenn die Kunststoffbottiche für die Europäer etwas befremdlich wirkten. Das ist eben die sogenannte „Neue Welt“.
Dazu aber war nicht nur hier im Keller des Weingutes etwas zu sehen, was wir auf weiteren anderen Weingütern der Woche bereits gesehen hatten: Betoneier, wo kleinere Mengen der Weine auf diese Weine vergoren werden.

Schließlich gab es im Postcard Restaurant ein wunderbares Mittagslunch, wo ich mir zunächst einmal die Karte ablichtete:

Vier Gänge mit den passenden Weinen dazu, wobei wir auch andere der bereits verkosteten Tropfen uns dazu einschenken lassen konnten.

Für mich ein sehr gelungener Abschluss dieser Weinreise mit einer etwas zu großen Gruppe, was aber kaum störte. Die ausgewählten Hotels waren fast alle recht gut und insbesondere die Lunches auf den Weingütern konnten fast immer mehr als überzeugen. Geht allerdings generell auf die Kosten der Zeitschiene, denn damit sind 3 oder mehr Weingüter an einem Tag kaum zu schaffen.



 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.