An diesem letzten Tag in Dubai hatte ich mir kein Programm vorgenommen und sonst auch keine größeren Aktivitäten geplant. Zum Mittagslunch kehrte ich nicht so besonders weit weg von meinem Hotel in ein Bistro ein, welches an diesem Sonntag Mittag noch recht leer war und ich mich auf der Terrasse einen Platz ausgesucht hatte. Zum Essen ein Gläschen Wein bestellt, welches in den meisten Lokalen in Dubai bei 0,15 l von der Menge her liegt. Und da erlebte ich eine kleine Überraschung. Denn so ein Weinglas hatte ich bisher noch nirgends gesehen. Die Füllmengenmarkierung war durch eine Tönung des Glases markiert wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist.
So erlebt man auch in Ländern die keinen Wein anbauen, damit aber entsprechend umgehen immer wieder kleine neue Aspekte, die es sicher auch dem Service leichter machen.
Das Art Museum in Dubai liegt mitten in einem der größten Einkaufszentrum in der Nähe des Burj Kalifa wo man sich auch regelrecht verlaufen kann, sollte man sich nicht vorher eine Orientierung verschafft haben. An diesem Tag ging es also für mich nach dem Mittagessen in einem Lokal welches fast noch im WTC lag zu diesem Art Museum in der Emirates Mall, wo sich neben einem riesigen Aquarium auch dieses Museum befand, welches in diesen Wochen eine Multimedia-Installation in 9 großen Räumen zeigte und diese in Kooperation mit dem Musée d’Orsay in Paris stattfand.
In einem der Räume war eine Projektion einer riesigen Wasserwelle zu sehen, welche permanent auf den Zuschauer einfiel.
Ein weiteres Video in einem noch wesentlich größeren Raum gab es einige Räume weiter, wo die Kooperation zwischen dem Art Museum und dem Musée d’Orsay noch viel deutlicher wurde.
Hier zunächst ein Standfoto welches wohl KI generiert war, denn so eine Ansicht im ehemaligen Bahnhof welcher im Musée d’Orsay früher beherbergt war, kann heute nicht entdeckt werden. Dazu auch ein Video mit Verknüpfungen der Geschichte zu heute.
Die Ausstellung war ansonsten auch nur computergeneriert mit diversen Ansätzen von künstlerischen Dingen die aktuell sicher auch im Museum in Paris als starre Bilder zu sehen sind. Mich hat die Ausstellung, auch wenn sie noch so aufwändig inszeniert wurde, nicht überzeugt.
An diesem ersten Tag der Briefmarken-Ausstellung hatte ich mir von München aus dieses 1* Lokal im Zentrum von Dubai mit einem Platz reserviert wo ich das zwar nur aufgrund der Fotos und mancher Besprechungen tat, aber entsprechend zufrieden war über diese Wahl. Das Lokal lag nur 2 Metrostationen und einen kleinen Spaziergang von der Station zum Gebäude weg wo es dann wie sonst auch so oft in einer der obersten Etagen ging. Mit einem freundlcihen Empfang einer der Mitarbeiter des Lokals der gleich mit dem Lift mitfuhr ging es nach oben zu einem Speiseraum der mich mit einer großen zusammenhängenden Tafel empfing, wo ich an diesem Abend der erste Gast von max. 14 war.
Der Vergleich zum Lokal von Kevin Fehling lag nicht weit weg, denn diese gemeinsame Tafel war auch hier aus einem Guss. An meinem Platz der mir zugewiesen wurde lag bereits eine Serviette, ein kleines Begrüßungsschild mit meinem Namen und eine silbern verpackte Hülle mit vielen Postkarten wo sich herausstellte das zu jedem Gang eine Postkarte mit Beschreibungen vorlag. Also hatte man wenn man wollte auch noch einigen Text zu studieren.
Das nenne ich erst einmal eine wirklich sehr individuelle Begrüßung, denn so eine Karte braucht ja nicht wirklich viel Aufwand, denn bei Anmeldung sind ja die Namen der Gäste bekannt. Dann gab es aus der Küche einen erfrischenden Begrüßungstrunk, der sich nach Macha mit einem sehr großen Eiswürfel präsentierte und durchaus frisch schmeckte.
Dann ging es mit der Speisenfolge nach der Menükarte los wo angekündigt 12 Gänge serviert werden sollten, und dazu dann auch die entsprechenden Karten zur Verfügung standen. Das Lokal mit seinen 14 Plätzen hatte sich inzwischen fast gefüllt, wo nur 2 Plätze freiblieben die erst etwas später am Abend eintreffen sollten. War wohl eine Geburtstagseinladung soweit ich das beobachten konnte.
In der Folge werde ich jetzt immer zuerst das Foto zeigen, und dann darunter die entsprechende Erklärung mit ein paar Details wenn nötig.
ROOTS – so der Name dieses ersten Ganges der primär von feinen Tomaten bestritten wurde, die auf einem crunchigen Bett von Algen gebettet war.
Diese sogenannte GRILLED CHEESE BOMB hatte einen sehr unterschiedlichen Geschmack von der oben aufgesetzten gehobelten Käsescheiben zu der unteren Kugel die sich aber fein mit den weiteren Zutaten vermählte.
DYNAMITE 65 ist hier der Name des Gerichtes, wobei ich nicht wirklich die 65 erklären kann. In diesem Fall möchte ich aber auch die entsprechende Postkarte dazu zeigen, die sich mit dem Namen des Gerichtes auch beschäftigt.
In der Menükarte wird dieser Gang folgendermaßen beschrieben:
Lobster Claw Dynamite, Chicken 65 Masala, Prawn Head Dynamite Sauce.
FATTOUCH NAM JIM wurde als sehr fein geschnittenes Dry Aged Shima Aji angekündigt, welches mit einer sehr intensiven Sauce mit Nuancen von Lemon und Olivenöl abgeschmeckt war. Ein sehr elegantes feines Filet von drei Streifen des Fisches der sich gut mit der kräftigen Sauce verband.
MARKET PRAWNS hier mit einem vielleicht etwas banalen Titel bezeichnet legten sich diese Garnelen aber ausgezeichnet in eine Sauce die mit Pedro Ximenez und Ponzu Sauce verbanden. Ich hatte etwas zu schnell zum Werkzeug gegriffen, so entstanden die 2 Flecken auf der Fahne des Tellers.
MOONRISE KHUBZ für mich eines der signature dishes an diesem Abend, denn so eine Komposition auf dem Teller war wirklich gelungen und absolut fein. Die Beschreibung wie folgt: 4 years old Charcoal Khubz, Beurre de Barette, Organic Brown Nagano Miso, Organic Saudi Dates. Eine super Kombination von weichen und kräftigen Geschmäckern die im Mund zergingen.
SAROOKH & TURBOT Eine umwerfende Saucenbasis mit sehr frischen und feinen öligen Noten die sich zu dem Fisch wunderbar ergänzten.
LOBSTER BUTTER CHICKEN Der Lobster klar zu identifizieren, wobei das Pendant auf dem Teller gegenüber primär aus Kräutern und einer feinen Basis bestand die sich auch mit der Chicken Butter sehr gut ergänzte. So eine fein abgeschmeckte Butter Sauce sollte es öfter geben.
LOOMI TIKKA Für mich auch anhand der Beschreibung etwas leicht undefinierbares auf dem Teller. Es hätte ein Stück Thunfisch, aber auch ein Stück Fleisch sein können. Es war dann schließlich ein Stück Rinderlende die in einer sehr feinen Sauce schwamm und von dem Salat weiter oben auf dem Foto begleitet wurde.
KUMQUAT CEVICHE so der Name dieses Zwischengerichtes welches einerseits recht frisch daherkam, denn diese weißen fast wie Kügelchen erscheinenden Sahne Stückchen waren primär wohl aus Apfel und Tee hergestellt und so dazu serviert.
STAWBERRY SUPERNOVE als Titel wohl sehr treffend ausgewählt und richtig super als ersten Dessert mit 2 kleinen Madeleines serviert. Die goldig rote Zwischenschicht entpuppte sich als Karamelschicht, die unter sich noch eine ganze Reihe interessanter Geschmäcker hervorbrachte die sich nach Karte in Richtung Macha, Honig und sonstigen Zutaten entpuppte.
STARRY NIGHTS als zweiten Dessertgang kam mit einigen Komponenten einer Meringe daher die mit Nüssen und sonstigen leicht chrunchigen Elementen bestreut war.
Zum Abschluss einen kleinen grünen Tee mit 2 Pralinen aus einer sehr opulenten Schale die sich vor einem öffnete.
Mein Gesamturteil zu diesem Abend und einem 1* Lokal in Dubai ist leicht euphorisch und ich würde dem Lokal mindestens 2,5 * geben. Sehr guter Service, Die Gäste an dem großen Tisch wurden immer fast zugleich bedient und wurden wohl auch in breiter Masse recht zufrieden vondannengehen.
An diesem zweiten Tag in Dubai hatte ich bereits aus München ein Lokal reserviert, für den Abend, wo ich fälschlicherweise davon ausgegangen war das es das Restaurant von Anne Sophie Pic sei. Das Lokal namens Aelia gehörte allerdings zum Hotelkomplex The Link welcher von meinem Hotel am WTC, das Novotel, zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen war. The Link ist ein doppelt nebeneinander gebautes Hochhaus mit ca. 200 Meter Höhe, wo zwischen den Häusern eine Stahlkonstruktion gehängt ist, die mehrere Restaurants beherbergt. Hier schon einmal der Blick auf The Link tagsüber, aber auch bei Nacht.
Dieser zwischen den Häusern eingehängte Zwischensteg auf ca. der 25ten Etage ist ausschließlich mit Restaurants und Lokalitäten bestückt, wo das Aelia eines der zum Hotel gehörende ist. Weiterhin ist auch Nobu mit einem Lokal, ganz links im The Link und ganz recht A.S. Pic mit Ihrem 1* Lokal vertreten, welches ich ein paar Tage später zu einem Lunch besucht hatte. Zum Essen im Aelia ist nicht viel zu berichten, aber die Location in so einer Höhe, aber auch das Interior ist schon recht späktakulär. Hier ein Blick von meinem Platz aus hinunter auf eine Straßenszene die im Laufe des Abends immer noch sehr belebt war.
Dieses Lokal Aelia ist mit vielleicht ca. 120 Plätzen relativ groß und auf einer der obersten Etagen des The Link befindlich. Besuch an diesem Abend relativ schwach, was mich aber nicht weiter störte. Hier ein Blick auf das Interior.
Dezent eingerichtet mit meist dunklen Farben, aber die Tische trotzdem gut ausgeleuchtet. Blick in eine der Küchen, die aber recht weit weg war von meinem Platz. Der Service recht freundlich und immer zur Stelle wenn es etwas zu fragen oder zu bestellen gab. Insgesamt also eine wohltuend leise und feine Atmosphäre. Hier noch ein Blick in die unteren Etagen des The Link, denn das Aelia zog sich nur über ca. 1/4 der Länge der Konstruktion auf der oberen Etage hin.
Dubai war für mich in diesem Jahr die erste Station wo ich bisher nur auf dem Flughafen umgestiegen bin und jetzt die Gelegenheit hatte aus Anlass einer großen Briefmarken-Ausstellung im World Trade Center von Dubai mich einmal intensiver in dere Stadt umzusehen. Das war natürlich auch eine Gelegenheit einmal eine kleine Stadtrundfahrt zu buchen, wo wir eine Mosche, einen Suk, also Händlermarkt für Gewürze aber auch einen Markt für Gold und Silber besuchen konnten. Da Dubai ja fast komplett auf Sand gebaut ist war es doch recht erstaunlich, das an vielen Orten sich grüne Beet Rabatten befanden, aber auch diverse Wasserspiele und Springbrunnen sich zeigten.
Nach einer kleinen Abholtour anderer Gäste die die Tour gebucht hatten, ging es zur blauen Moschee, wo wir nach einem Schuh-Ausziehen auch in die heiligen Hallen eintreten durften.
Es wurde zwar vom Reiseleiter einiges erklärt, aber die wirkliche Tiefe der Bedeutung so einer Stätte kann von uns West-Europäern wohl nicht wirklich erfasst werden. Dann ging es mit dem Kleinbus an einen Flusslauf, bzw. an einen Seitenarm der Meeresausläufer, wo wir einen kleinen Mittagsimbiß erhielten. In Nachbarschaft zu den Einheimischen.
Eine weitere Station auf dieser Stadtrundfahrt war eines der teuersten Hotels hier in der Gegend. Das Burj Al Arab Jumeirah ist mit fast ausschließlich Suiten bestückt und wird damit auch fast nur von den reichsten Familien der arabischen Welt gebucht. Wir betrachteten das Hotel eher aus einer etwas respektablen Entfernung vom danebengelegenen Strand aus, der sich für mich aber bei diesem trockenen Wetter ebenso als durchaus fotogen zeigte.
Vor diesem Besuch gab es aber auch noch ein anderes Highlight zu besichtigen, welches bis vor einigen Wochen nich das höchste Gebäude der Welt war. Der Burj Kalifa steht mitten in Dubai, von einigen Wasserspielen und nidrigerer Bebaung umsäumt steht diese silbergrau verkleidete Nadelspitze sehr prominent zwischen vielen weiteren hohen Wolkenkratzern.
Dieser 828 Meter hohe Turm war bis vor ein paar Wochen der höchste Turm der Welt und steht aber auch sehr prominent inmitten der Stadt in Dubai. Dann hatte wir noch eine Station in einem Gewürz-Suk, der sich als recht belebt von Touristen und sonstigen Besuchern war. Daneben gab es auch noch einen Gold- und Silbermarkt der mich persönlich aber nicht wirklich interessierte.
Final konnten wir noch eine späktakuläre architektonische Station besuchen, welches das Museum of the Future war. Für einen Besuch innen reichte die Zeit nicht, so kam es dann entsprechend nur für einige Aussenansichten, die nicht weniger imposant waren. Die Fotos entstanden auch zum Teil in den Tagen danach bei Dunkelheit wo sich die Hülle des Gebäudes ganz besonders hervorhob.