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Bergwein Summit 2026 in Dt. Museum

Die Weinregion Südtirol im Norden von Italien hat sich nicht nur in den letzten Jahrzehnten enorm stark entwickelt und kann heute zu den Highlights der Italienischen Weinregionen gezählt werden. Aber auch nördlich der Alpen wurde das erkannt und so hat sich die Vielfalt dieser Region mit der Weinhandlung Bergwein in München, welche in der Corneliusstr. residiert, inzwischen einen ausgezeichneten Platz in der Weinszene von München erarbeitet.

Mit insgesamt 21 Winzern, ausschließlich aus der Region Südtirol, organisierte also die Firma Bergwein einen weiteren Summit im März 2026, der diesmal im Deutschen Museum stattfand. Es wurden mit den 2 Räumen großzügig vom Platz her umgegangen und für das Fachpublikum ab 11 Uhr geöffnet, konnte man bei viel Platz um die Tische der einzelnen Winzer ganz in Ruhe sich seine Favoriten und Lieblinge aus der Vielfalt des Angebotes heraussuchen.

Neben den Verkostungen an den einzelnen Tischen gab es dann auch noch einige Masterclasses, welche in einem quasi Nebenraum stattfand und über so ca. 1 Std. dauerte. Ich wurde kurzfristig zu einer Masterclass über Piwi Weine des Weingutes Niedermayr eingeladen bzw. hingelotst und kam so zu einer sicher sehr interessanten Einführung und umfangreichen Erklärungen zu Piwi Weinen dieses Weingutes. Nur kurz zur Erklärung: Piwi Weine sich solche Rebsorten die im Prinzip pilzresistent sind, meist Neuzüchtungen aus den letzten 2-3 Jahrzehnten und inzwischen immer mehr in Europa, aber auch in Übersee angebaut werden. Darunter fallen solche Rebsorten wie: Solaris, Brommer, Sauvignier Gris, Muscaris und diverse weitere die sich erst einmal einen Namen in der Weinwelt verschaffen müssen. Wir verkosteten 4 unterschiedliche Flaschen vom Weingut Niedermayr der weißen Sprten wie folgt:

Von links nach recht:

SUMM, ein Cuvée aus Solaris, Brommer und Sauvignier Gris aus 2023 der sich gefällig am Gaumen zeigte und eine recht ausgewogen Note an Frucht und Säure am Gaumen bildete.

BRONNER aus 2019, hier also ein reinsortiger PIWI der sich kräftig von der Note zeigte und angesichts seines Alters bereits ein wenig gereifter am Gaumen rüberkam.

SOLARIS aus 2020 stellte sich dagegen mit etwas feinerer Frucht aber trotzdem einem entsprechend passenden Säurespiel im Glas dar. Bei Solaris sollte man wissen, das diese Sorte auch in kühleren Regionen wie Skandinavien heute vermehrt angebaut wird. Auch kann man die Traube z. Bsp. in dem nördlichen Land Estland finden, wo heute mit solchen Trauben Wein produziert wird. Allerdings fallen die Geschmacksnuancen der Solaris aus den wärmeren Regionen wie Südtirol und dem kühleren Norden wie Schweden oder Estland sehr unterschiedlich aus.

S.ALT aus dem Jahr 2019 besteht primär aus der Traube Solaris, welche von „Alten Reben“ geerntet werden.

Nicht zu vergessen sind aber auch die roten Trauben der PIWI Sorten. In Deutschland auch schon länger bekannt die Rebsorte Regent, welche in manchen Regionen auch sortenrein ausgebaut wird.

In Deutschland werden z. Bsp. folgende Flächen an PIWI Sorten heute (2022) angebaut:

  • • weiße Trauben – 2049 ha
  • • rote Trauben 1878 ha

Dieser Event vom Bergwein veranstaltet war also ein sehr gelungenes Summit in einer ausgezeichneten Location wie dem Deutschen Museum, wobei natürlich der Wein noch lange nicht museumsreif ist, Ich hoffe auf so einen Summit auch in den nächsten Jahren.



Bergwein Summit am 21. März im Dt. Museum

Das Bergwein Summit mit 21 Weingütern aus Südtirol findet am 21. März 2026 im Experience Center Forum der Zukunft im Deutschen Museum statt. Museumsinsel 1, 80538 München.

Weiterhin wird es 3 Masterclasses geben für die man sich über die Seite von Bergwein anmelden kann. https://bergwein.com

Die Verkostungen sind in 2 Slots aufgeteilt:

12 – 15 Uhr und 16 – 19 Uhr

Der Eintritt beträgt 35.- € und ist auch über Bergwein zu buchen.

Die typischen Traubenfarben der Gewürztraminer in den Weinbergen von Südtirol.

Aber auch sehr typisch für Südtirol sind die Eßkastanien im Herbst in den Wäldern.


Masterclass bei Bergwein und Verkostung mit 10 Winzern aus Südtirol

Der zweite „Summit“, bei Bergwein in München fand Ende Oktober ganz in der Nähe der Vinothek in der Corneliusstr. statt. Von der Cantina Kurtatsch war einer der kompetenten Herren gekommen um einer Runde von gut 20 Gästen in einem sehr fein ausgestatteten Raum über gut eine Stunde die Neuigkeiten aus Südtirol zu berichten, welche wir dann anhand von 6 W<einen die zu dieser Masterclass anstanden verkosten konnten. H<ier schon einmal vorneweg die Reihe der Flaschen, worauf ich noch ein wenig im Detail darauf eingehen werde.

Südtirol insgesamt hat ca. 5600 ha, wovon 98% DOC klassifiziert sind. Seit einige Jahren wird nun aber in Südtirol an einer Lagenklassifizierung gearbeitet, die eigentlich hätte schon in diesem Jahr zur Wirkung hätte kommen sollen, was aber an gewissen rechtlichen Abstimmungen mit dem italienischen Weingesetzt noch kurzfristig scheiterte, was aber dann für den Jahrgang 2024 sicher relevant werden wird. Es werden dann 86 Einzellagen in Südtirol klassifiziert sein, die eben auch auf den Etiketten der Winzer auftauchen dürfen. Die Weine, wenn sie so bezeichnet werden müssen dann aber auch ausschließlich aus der Lage stammen. Um diese Lage in der Masterclass ein wenig den Besuchern klar zu machen, hatte Harald Croust aus Kutatsch 2 weiße SB und 4 rote, je 2 PN und 2 Merlot mitgebracht, welche aber auf ganz unterschiedlichen Lagen gewachsen waren.

Es beginnt mit dem SB von Kurtatsch neben dem SB von Niedrist. Der Kohl von Kurtatsch mit einer sehr feinen und typischen Note, die sich mit einer ausgewogenen Säure am Gaumen fortsetzt. Leichte Frucht mit Zitrus und leichter Astringenz sowie ausgewogen.

Dagegen der SB von Niedrist mit einer feinen Mineralität bereits in der Nase, recht volle Note und einem mittleren Abgang mit teils exotischen Säuren.

Dann folgen 2 PN aus der Cantina Kurtatsch mit der Bezeichnung Glen und Mazon. Der Glen zeigt sich sehr typisch mit einer sehr feinen Frucht und leichter verkochten Früchten, sowie einer guten Säure mit bestem Fruchtausgleich.

Der Mazon will sich in der Nase noch nicht so richtig zeigen, was aber mit einer feinen Frucht am Gaumen und einer dichten Note sich fortsetzt. Pilznoten und dunkle Früchte treten hervor.

Die Nummer 5 und 6 in der Reihen sind 2 Merlot. Der Brenntal aus Kurtatsch und der Staffes aus Kornell. Bei beiden Weinen sind die Unterschiede wunderbar herauszuschmecken das sicher nicht nur die unterschiedlichen Böden, sonder auch das Mikroklima und die Sonnenlage der Hänge entsprechend zu dem Resultat beitragen. Alle diese Aspekte wurden in der Masterclass ausführlich erklärt und angesprochen, was dann eben auch in den Weinen zum großen Teil wiederzufinden war.

Das neue Weingesetzt in Südtirol wird sich dann aber auch ein entsprechendes Logo geben, wonach die Lagenweine sicher ebenso auf den Etiketten zu finden sind.

Nicht nur diese Masterclass, sondern auch immer wieder spannend zu besuchen ist der Laden von Bergwein, wo sich eine große Menge hochqualifizierter Südtiroler Weine finden läßt. Wie gesagt, Corneliusstr., gleich beim Gärtnerplatz.

So sah die location noch kurz bevor die Gäste alle anwesend waren aus, und welche ich oben so kurz beschrieben hatte.

Spezzatino romano

In der kalten Jahreszeit ist so eine Art Gemüse, Fleisch Eintopf eine wunderbare Sache, die auch ohne Probleme am nächsten Tag nochmals aufgewärmt werden kann. Das Rezept habe ich diesmal aus dem kleinen Büchlein über Südtirol von Ulrich Ladurner aus dem Sansoussi Verlag. Rezept ist auf Seite 90 nachzulesen und zeichnet sich dadurch aus, das hier als Fleischbasis zu gleichen Teilen Rind.- und Kalbfleisch Verwendung findet. Beim Gemüse dominieren so ein wenig die Erbsen, aber man kann hier auch ohne Probleme einen Staudensellerie oder andere schmackhafte Wurzelgemüse dazu kombinieren. Auch die Zubereitungszeit ist mit den gesamt ca. 40 Minuten nicht übermäßig üppig, so das auch bei spontaner Entscheidung hier noch eine Zubereitung angebracht ist.

So sieht bei mir dann der Teller aus:

Verkostung mit dem Weingut Franz Haas aus Südtirol bei Bergwein

Bei Bergwein in München, in der Corneliusstraße gibt es immer wieder Verkostungen mit Winzern, welche bei Bergwein im Programm vertreten sind. Vor einige Tagen war das Weingut Franz Haas aus Südtirol vertreten, wobei der Sohn das Weingut bei der Verkostung repräsentierte. Ich selber kenne das Weingut aus 2 Besuchen die allerdings schon einige Jahre zurückliegen und mir aber trotzdem in sehr guter Erinnerung geblieben sind. Bei einem der letzten Besuche hatte ich die Gelegenheit eine Führung durch das Weingut zu begleiten, und die Keller und Lokalitäten zu besichtigen. Das Programm des Weingutes beinhaltet die klassischen Traubensorten aus Südtirol mit Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Sauvignon, Gewürztraminer, Merlot und Lagrein, sowie einige Cuvées, aber auch so exotische Sorten für Südtirol wie einen Petit Manseng, der eigentlich aus Frankreich stammt.

Für mich waren die Pinot Noirs aus dem Weingut immer einer der Highlights, wobei der in diesem Jahr verkostete Petit Manseng aus 2016 neben den Pinot Noir Schweizer für mich die absoluten Höhepunkte waren.

Aber auch die Ausstattung mit den Etiketten und hier auch zu sehen die Korken sind ausgesprochenes Aushängeschild für die Präsentation des Weingutes.