Archiv der Kategorie: Specials

Eataly in der Schrannenhalle in München eröffnet

Eataly_eingang
Heute am Donnerstag, 26. November 2015 hat die Schrannenhalle in München ein seiner Neuzeit ein drittes Mal eröffnet. Zur heutigen Eröffnung hat sich die Feinkostkette Eataly aus Italien eingemietet und bietet in der gesamten Schrannenhalle ein breites Angebot an Feinkost, Lebensmitteln und diversen Lebensmitteln an, die meist Ihren Ursprung in Italien habe. Daneben gibt es Stände von dem Fahradhersteller Bianci, einen Stand von Nutella und im Kellerbereich ein breites Angebot an Wein und Spirituosen. Auch dort im Keller ein kleines Kochstudio, La scuola genannt, welches in Verbindung mit dem Küchenhersteller valcuccina betrieben wird. Wir dürfen gespannt sein was das Angebot so für die Münchener Gaumen alles aufzuwarten hat. Der Andrang am ersten Tag war auf jeden Fall riesig. Aber das war auch bei den ersten zwei Neueröffnungen der Schranne zu beobachten. Ich werde sicher in den nächsten Monaten noch weiter über die Restaurartionen oder auch über einzelne Angebote dort berichten. Hier ein paar fotografische Eindrücke.
Schranne_Eataly_gesamt
Schranne_Eataly_gang
Schranne_Eataly_illy
Schranne_Eataly_salumi


Auf ein Neues!

Restaurant No. 15 in Schwabing

No_15_Eingang
Heute ging es zum Mittagessen einmal wieder ins Restaurant No. 15. Die Adresse Neureuthersrtr. 15 in Schwabing gab hier den Namenspatron, man betritt das Lokal allerdings über die Arcisstrasse. Der Garten ist inzwischen geschlossen, aber im Sommer ist das ein schöner Platz unter alten Bäumen mitten in Schwabing in einem 1* Lokal ein feines Mittagsmenü oder auch ein längeres Abendmenü zu genießen. Jetzt hat das No. 15 wieder bis Jahresende auch mittags geöffnet, allerdings auch die Preise für das 2 Gänge Menü (30.- €) sowie auch das 3-Gänge Menü (39.-€) erhöht.
Eine flinke junge Dame im Service ist allerdings auch zu beachten.
Das Lokal war bereits knapp zur Hälfte besetzt, so hatte wohl die INfo mail an die Kunden schon mal seine Wirkung gezeigt. Ich bestellte ein 2-Gänge Menü mit einem passenden Rotwein, der in diesem Fall aus dem Cahor stammt und aus der Traube Malbec herrührte. Ursprünglich hauptsächlich in Argentinien und Uruguay angepflanzt hat sich die Malbec auch in einigen südlichen europäischen Gegenden breit gemacht.
No_15_Speck_auf_Röstbrot
Zu Beginn gab es auf einem schönen kleinen orangenen Plättchen ein Amuse Gueule mit einem Röllchen von Bauernspeck auf einem  leicht gerösteten Brot. Zugleich serviert wurde die Vorspeise, welche eine Kastaniensuppe war mit dünn gehobelten Scheiben von einer ganzen Kastanie und einige Tropfen Öl, welches mit leuchtendem Grün sich aber geschmacklich der Suppe nicht erwehren konnte. Insgesamt eine kräftige gut abgeschmeckt Kastaniensuppe.
No_15_Kastaniensuppe
Dazu paßte der Malbec ganz gut. Zum Hauptgang dann ein Teller, tiefschwarz, mit Boudin, Burrata, Salatblättern und fein gewürfelten Beilagen die frisch zum Burrata daherkamen.
No_15_Boudinmit_Burrata_Salat_
Eine schöne Kombination aus warmer und außen knusprig gebratener Boudin sowie der frischen Burrata mit dem Salat. Und zum Abschluß gibt es natürlich einen Espresso wo es hier im No. 15 bereits Tradition ist, das ein Madeleine dazu gereicht wird.
Also dann, wer Zeit und Lust hat einmal mittags gut Essen zu gehen ist hier bei der Familie Dupuis sicher herzlich willkommen.


 

Food-Festival eat & style in München

eat&style_Hallenansicht
Am vergangenen Wochenende gab es die Messe eat&style in münchen in der Zenithhalle. Einem ehemaligem Industriegelände mit morbidem Charakter aber sonst recht passend als Kontrast zum Thema Genuss und Stil.
Ich hatte mir vorgenommen schon recht früh am Sonntag, so kurz nach 11 Uhr einzulaufen, und war überrascht über den starken Zulauf und Andrang in der Halle.
Als Hauptsponsor tritt Miele und das deutsche Weininstitut auf, welche in den 2 Hallen auch die entsprechende Präsenz vertraten. Im Untertitel konnte auf dem Hallenplan dann die Begriffe wie Foodtrends, Tasting, Live Cooking und workshops verzeichnet werden.
eat&style_Dt_Weininstitut_wine&style
An den drei Veranstaltungstagen Freitag – Sonntag konnte das Publikum also an Kochevents, Weinverkostungen mit Schokolade und an vielen kleinen Ständen der Anbieter alles Mögliche an diversen Leckereien wie Gewürzen über versprühbares Salz, Nussmischungen bis Weinverkostungen oder Marketing von Lyon bis zu speziellen Holz und Bambusschneidebrettern erleben.
Insgesamt konnte ich allerdings bei dieser bereits mehrfach veranstalteten Messe in dieser Halle feststellen, das die Themenbereich immer noch sehr wild durcheinander aufgebaut sind. So stehen Weingüter neben italienischen Salami- und Käseanbietern, Gewürzvermarkter neben einem Wein Massenanbieter aus den USA. Interessant zu vermerken, das in diesem Jahr zum ersten Mal einige kleine Anbieter einen fast einheitlichen Stand hatten, der ein großes Schild mit prägnanter Aufschrift und integrierter LED Beleuchtung hatten.
eat&style_Standschilder
Die Stimmung in beiden Hallen war auch mit zunehmender Publikumszahl immer noch recht gut und locker, so das es kein Problem war an die allermeisten Stände gut heranzukommen, um sich eine Kostprobe oder auch ein kleines Glas zur Verkostung zu ergattern. Was allerdings im Laufe der Zeit mit zunehmendem Publikum schwierig war ist das Durchkommen in den Gängen, fast wie im richtigen Leben.
eat&style_Kartoffeln_alteSorten
Fazit: Eine vielseitige kleine Messe mit sehr unterschiedlichen Anbietern von einfachen bis hochwertigen Gourmet Produkten. Der Bereich Wein wird zwar vom deutschen Weininstitut n der zweiten Halle gut repräsentiert, schafft aber nicht den Spagat mit den weiteren Weinanbietern auf der Messe ein rundes Angebot für den Weintrinker anzubieten. Alle weiteren Produkte sind sehr bunt gemischt in der ersten Halle, so das einem nichts anderes übrig bleibt, als wirklich alle Stände genau unter die Lupe zu nehmen, sonst verpaßt man doch das eine oder andere highlight oder auch den weiteren flop aus dem Bereich der gourmandise. Auf ein Neues im nächsten Jahr.
eat&style_WalkofCoffee


 

Buch zu asiatischer Küche, Architektur und Interior

Buch_Asiatisch_geniessen
Es gibt eine neue Publikation zum Thema Geniessen und Architektur.
Der Titel der Broschur:
Asiatisch Geniessen, Architektur – inszeniert – Esskultur.
Der Titel spiegelt nicht so wirklich wider, was der Inhalt auf 143 Seiten dann widergibt. Es werden 9 Projekte in Asien, 17 Projekte in Europa und davon 4 in Deutschland auf meist jeweils 2 Seiten beschrieben und bebildert.
Zu Beginn 4 Essays zu den Themen:
– Vielfalt der asiatischen Küche,
– Esskultur und Architektur in Asien,
– Esskultur in Ostasien im historischen Kontext und
– Tee und Kaffee.
Die einzelnen Artikel werden mit einigen Fotos bebildert und es wird immer ein Grundriß der Lokalität als Zeichnung beigestellt, die die Situation aufzeigt.
Einige Zeilen zu Beginn der einzelnen Artikel mit Daten zu den Lokalen, professionelle Fotos innerhalb der einzelnen Artikel und dann kann man sich in die Erklärungstexte vertiefen, welche die jeweiligen Spezialitäten der Lokale erläutern.
Auch streuen sich einige Fotos von angerichteten Gerichten in die Reportagen ein, oder es werden auch mal eine Aussenansicht oder auch die Innenbereiche mit den Ausstattungen der Lokalen im Foto gezeigt.
Weitere Projekte werden zu Ende der Broschüre auf 2 Seiten aufgezählt, wo sich nochmals 12 asiatische, und 21 europäische Projekte als Adressnennung zeigen können.
Die Titelseite mit siner Gestaltung erinnert mich eher an einen koreanischen Tempelweg mit seinen orangenen Toren in die Reihe gestellt, da wäre etwas mehr Fantasie gefragt gewesen.
Eines meiner absoluten Favoriten ist das Projekt des KAYANOYA, Sojasoßenladen in Tokyo. Eine super Adaption der Zubereitung der Sojassoßen auf das Interior des L<aden mit hellem Holz.
detail Verlag, 39 €.


 

Neues Weinmagazin schluck


Vor drei Tagen von der Messe in Nürnberg zurückgefahren, und im Bahnhofs-Zeitschriften-Laden einen Blick in die Regale und den Titel „schluck“ entdeckt, welchen ich schon in der Fachliteratur gelesen hatte.
Ungewöhnlicher Titel, welcher aus einer Charlie Hebdo Karikatur für ein Weinetikett entlehnt ist und als Foto nachgestellt wurde.
schluck_magazin
Dann ging es natürlich auf der Zugreise zurück von Nürnberg nach München an die Lektüre dieses neuen Pamphlets. Schon der Untertitel, „das anstössige Magazin“ welches durchaus zweideudig verstanden werden sollte, kann einen zum weiterblättern animieren. Angenehmes Papier, matt, ohne großen Glanzeffekt, dafür bei der Fotoauswahl, auch den farbigen, durchaus speziell, aber mit einer klaren Linie in Richtung Information und nicht illustrativ, sondern das Geschriebene soll unterstützt werden. Also kein Bilderbuch, kein Hochglanzmagazin, welches Eindruck schinden will, sondern Aussagen an die Weintrinker bringen will, oder auch Biertrinker und Geniesser. Wow.
In dieser Nullnummer, welche  als #01 herauskommt drei Leitartikel auf der Titelseite: Massimo Bottura, Mein erstes Mal, Charlie Hebdo.  Und was hat das jetzt mit dem schluck zu tun? Einiges, denn schluck will nicht nur Weinmagazin, sondern auch andere Themen aus dem Bereich Gourmet, Genuss etc. aufgreifen und ausbreiten.
Zu den ersten Inhalten dieser #01 Ausgabe:
Gut gegliederte Typografie, klare Überschriften, und Zwischentitel. Ein Genuss hier weiterzulesen. Klar auch dieses Magazin kommt nicht ganz ohne die Werbeseiten aus, jedoch diese reihen sich ausgezeichnet in die laufenden Artikel, sozusagen mit gutem Abgang, in die Riege der Artikel ein. Es beginnt mit einem Artikel zu einem Winzer aus Burgund, der nach einem Hagelschaden seine gesamte Jahresernte verloren hat, und wie ihm durch soldarische Kollegen geholfen wurde. Dann etwas zu Alwin Jurtschitsch und einem der Titelstorys über Massimo Leader. Dann etwas später ein Artikel übertitelt mit „Mein erstes Mal“. Ha! Dreideutig, denn hier steckt die Vieldeutigkeit im Mal oder auch Ma(h)l, oder auch Anfang. Artikel zum Architekten Andreas Burghardt der das Weingut von Fred Loimer neu entworfen hat.
Und dann solche Sprüche:
Ich Rauschkind, als Titel, und der Untertitel:
Deswegen muß er moderiert werden. Und nicht verboten.
Let’s talk about Sex Wine!
Das Label nach dem Tod (siehe vorne zum Titel)
Dann: Ersatzbefriedigung, ein Artikel als Fotostrecke, also kein Artikel!
10 000 Jahre Alkohol.
Etwas zu Bier
Rieslinglagen im Rheingau
Wurst
Die Berliner Bulette
Mein Rausch der Anderen
Und dann ein Bericht zu einer Japanerin die ins Burgund ausgewandert ist, welche dort ein Weingut aufgezogen, nein, hochgejubelt hat, was sicher bemerkenswert ist.
Die Champagne & das Pariser Becken mit guten Grafiken zum Thema.
Und noch ein paar Artikel um das Thema Wein.
Uff. Jetzt erst mal sacken lassen und das Heft beiseite legen und auf den zweiten oder dritten Eindruck sich einlassen, aber der war dann um so besser. Allein die Anfassqualität dieser „Broschüre“ mit 124 Seiten macht so viel Spaß, das ich den Machern alles Gute wünsche noch viele Jahre durchzuhalten. Das Thema Wein und Genuss gibt ja genug Stoff dafür her und wird sicher nie langweilig, es sollte nur spannend und unabhängig darüber berichtet werden.
Prost!


 

Neuer Gewürzladen „Gewürze der Welt“ in München

Gewürze_der Welt_Front
Im Ruffiniblock, in der Sendlingerstr. 1 gibt es seit einer Woche einen neuen Gewürzladen. Gleich am ersten Eröffnungstag stürmte ich vor meinem Gang zum Viktualienmarkt kurz nach 10 Uhr hinein, und fand noch eine Reihe Helfer bei der Hängung von großformatigen Gewürzfotos vor. Bisher waren die Gewürze nur im internet zu bestellen,  und jetzt auch hier vor Ort im Zentrum sehr günstig gelegen. Ein kleiner Laden von der Verkaufsfläche her, dafür um so interessantere Produkte, welche auch entsprechend professionell verpackt sind. In offenen Regalen werden die Gewürze entweder in Dosen oder auch in Papiertüten, welche innen beschichtet sind angeboten.
Gewürze_der_Welt_innen_Regal   Gewürze_der_Welt_innen_Tisch
Eine kleine Auswahl an besonderen Gewürzen werden aber als Riechprobe, oder auch in Kleinstmengen zum probieren offen auf dem Tisch in der Mitte zu Schau gestellt.
Die Gewürze sind deswegen so professionell auf zweierlei Art und Weisen verpackt, da getrocknete Gewürze durch Luftkontakt und Lichteinfall recht schnell ihre Intensität und Geschmack verlieren, sowie die ätherischen Öle anfangen zu oxidieren, und das wirkt sich recht unangenehm auf den Geschmack aus.
Die Dosen sind mit einem zweifachen Deckel versehen, wobei der innere Deckel quasi mit einem „Henkel“ versehen ist und in die Dose in den Innenrand eingreift. Der Außendeckel kann am äußersten Ring angefaßt werden und durch leichtes Drehen, welcher die Dose außen umgreift geöffnet werden. Dieser doppelte Deckelverschluß schließ somit sehr gut die Luft von außen ab, so das es kaum zu einer Zirkulation kommen kann.
Gew_der_Welt_Dose
Die weiteren Behälter sind die Tüten. Diverse Gewürze können nicht immer in Dosen als Schüttgut verpackt werden, wie z. B. Zimtstangen, Vanilleschoten und andere sperrige Gewürze. Auch bei diesen Tüten ist es bemerkenswert, das sie verschlossen, innen beschichtet, lange Ihre Gewürznoten erhalten. Einmal geöffnet allerdings wird auch hier sehr auf die weitere Qualität der Produkte geachtet, weil nämlich eine Tüte zum Einsatz kommt, welche nach dem Aufreißen wiederverschließbar ist.
Gewürze_der_Welt_Tüte_Zimtstangen   Gew_der_Welt_Tüte

Ich wünsche viel Erfolg beim weiteren Gewürze mischen und erschnüffeln.
www.gewuerze-der-welt.net


 

Neuer Champagner Laden von Champagne Characters in München

Heute hat in München ein neuer Champagner Laden aufgemacht, wo ich auf Einladung von Nicola Neumann, welche den Laden eröffnet hat, gleich um 18 Uhr, wo noch nicht so viele Gäste zugegen waren, aufkreuzte.
Champ_characters_Front
Champagne-Characters in der Holzstr. 1 (Glockenbach Viertel)

Zur Begrüßung gab es ein Glas von J. Lassalle, Cru Préférence, ein Cuvée aus Pinot Meunier, Chardonnay und ein wenig Pinot Noir besteht. Leicht bekömmlich, unkompliziert und etwas fruchtig im Gesamtgeschmack.
Mit der Zeit füllte sich der kleine Laden zusehends schnell, denn es begann auch leicht zu regnen,draußen vor der Tür. Die Stimmung wurde immer besser und die Gäste kamen untereinander schnell ins Gespräch. Das ist sicher auch eine Wirkung welche vom Getränk ausgeht. Und weil es an diesem Abend, zur Eröffnung, jedes weitere Glas für laue 4 € zu erwerben gab, ging es weiter mit den guten Tropfen.
Als nächstes ein Glas von Champagne Lallier, wo die Tochter des Hauses zugegen war und mir zunächst ein Glas vom Grand Cru einschenkte. Die Cuvée aus 100% Grand Cru Trauben setzen sich zusammen aus 65% Pinot Noir und 35% Chardonnay. Seit April 2014 auf der Flasche kam noch ein leichter Hefegeruch in die Nase, welcher im Abgang recht fruchtig weich und lieblich hinunterfloss.
Champ_characters_innen_Plakate
Weil aber auch noch ein Rosé kaltgestellt war mußte der auch noch probiert werden.
Mein Gesprächspartner schwärmte schon davon, da er bereits diesen im Glas hatte.
Also dann jetzt zum Grand Cru Rosé Brut aus wieder 100% Grand Cru Trauben welche aus 80% Pinot Noir und 20% Chardonnay Trauben cuvetiert wurden.
Das war eine erstaunliche Steigerung, denn hier kaum Hefe in der Nase, feine Perlage und schöne trockene Noten welche sich am Gaumen fortsetzten. Beim Rosé sagt man ja so landläufig das das mehr von Frauen bevorzugt getrunken wird, aber hier liegt das genau andersherum, denn der Rosé kommt viel männlicher herüber als der Grand Cru blanc.
Champ_characters_innen_Gläaser
Hier im neuen Laden gibts auch einige diverse Craft-beer, welche zusammengestellt zu den Champagnern passen sollen, was ich an dem Abend noch nicht ausprobiert habe, aber das folgt sicher in einer weiteren Verkostungen in den nächsten Wochen.


 

Mittags im Le Stollberg

Am letzten Sonnabend Mittag bin ich mal wieder im Restaurant Le Stollberg eingekehrt.
Anette Huber koch dort seit gut drei Jahren und kann mit einer großen Vielfalt an regionalen, aber französisch beeinflußten Küche aufwarten.
Ein sehr aufmerksamer Service rundet das angenehme Ambiente ab, und kann auch immer wieder einige gute Empfehlungen in Punkto Weinbegleitung geben, auch wenn ich selber das Weinangebot insgesamt ausbaufähig halte.
An diesem Sonnabend – überraschen zur Mittagszeit – gab es vor meinem 2-Gänge Mahl

ein Amuse bouche (kleine Vorspeise als Gruß aus der Küche):
LeSrtollberg_Beeftartar
Beef Tartar auf einer gerösteten Schwarzbrotscheibe mit einem Joghurtcrème.
Sehr schmackhaft, da das Tartar gut gewürzt war und mit dem knusprigen Brot sowie dem Crème ausgezeichnet harmonierte. Feiner Anfang.

Vorspeise:
Steinpilzravioli
Steinpilzravioli mit Parmesan und Kräutern, Spinatschaum
Eine angepaßt auf eine Vorspeise passende kleine Portion konnten die Ravioli insbesondere mit den Steinpilzen, da diese zur Jahreszeit sehr passend sind, sehr überzeugen und schmeckten sehr intensiv und abgerundet mit dem Ravioliteig zusammen. Der Parmesan darübergehobelt rundete nicht nur den Ravioliteig ab, sonder konnten auch den Steinpilzen mit den Kräutern Stand halten. Einzig der Spinatschaum wollte sich geschmacklich nicht so recht durchsetzen.

Hauptgang:
St_Jaques_Pfifferlinge
Und dann zum Hauptgang die Jakobsmuscheln auf Pfifferlingen mit Tomaten und Kräutern. Zunächst, sehr gut angebratene Jakobsmuscheln, welche innen noch zur Hälfte glasig waren, also nicht trocken. Die Pfifferlinge, ebenso sehr passend zur Saison harmonierten ausgezeichnet zu den Jakobsmuscheln. Die Cocktailtomaten schmuggelten sich so zwischen die Pfifferlinge und runden mit Ihrer leichten Säure den Saußenschaum, der wohl mit Butter aufmontiert wurde köstlich ab.
Insgesamt mal wieder ein ausgezeichnetes Mittagsmenü, welches auch unter der Woche sehr zu empfehlen ist. Wers nicht glaubt, selbst hingehen und kosten.


 

Gillardeau Austern im Poseidon am Viktualienmarkt

Austern sind nicht jedermanns Geschmack. Am besten und sicher immer am frischesten schmecken und sind die außen hart und innen sehr weichen Meerestiere an den Küstenorten direkt dort wo diese auch gezüchtet werden. Es gibt aber auch im Binnenland ein paar wenige Adressen, wo ich selber noch immer sehr frische und schmackhafte Exemplare bekommen habe. Eines dieser Orte ist das Poseidon am Viktualienmarkt. Seit einiger Zeit kann man dort sich auch Gillardeau Austern bestellen, die direkt von der Familie Gillardeau, welche die Austern seit 1898 züchtet, importiert werden.
Gillardeau_teller_09_15
Geschmacklich unterscheiden sich die Gillardeau recht stark von anderen weit verbreiteten Austern wie Fines des Claires, Speciales de Claires oder auch Belon. Etwas nussich, weniger nach Meereswasser, aber etwas fester als sonstige Austern. Insgesamt ein Hochgenuss.
Da Austern heute inzwischen zu einer der recht speziellen Lebensmittel gehören, welche auch ihren Preis haben, was sich bei gutem Wein auch niederschlägt, wird auch hier in bestimmten Regionen der Welt diese auch gefälscht. Was dagegen gemacht werden kann zeigt die Familie Gillardeau mit Ihrer Produktkennzeichnung, auch labelling genannt. Im Bereich hochpreisiger Weine werden heute bereits mehrfach RFID Kennungen oder auch Hologramme auf jede Flasche verklebt, um die Originalität der Weine feststellen zu können.
Zurück zu den Austern:
Hier wird inzwischen mit Lasermarkierungen gearbeitet. Wer also immer in einem Lokal eine Gillardeau auf den Teller bekommt, sollte nach dem Ausschlürfen der Austern einmal die Schale herumdrehen und sich nach dem Logo einem G n einem Kreis Ausschau halten, welches mit einem Laser in die harte Aussenschale eingebrannt, bzw. ausgebrannt wurde.
Hier ein Foto einer solchen Markierung:
Gillardeau_Logo_gelasert
Das helle G in der Mitte ist deutlich zu erkennen und somit ein Originalprodukt aus dem Hause Gillardeau.
Gut schlürf.


 

Tapas – Neues Gourmet Magazin aus Spanien

Tapas_Titel
Yummy, Yummy Magazine nennt sich ein neues Gourmet Magazin im Untertitel.
Derzeit ist Tapas an drei Orten in Deutschland zu erhalten, Berlin, Hamburg und München. Angenehme Aufmachung , gedruckt auf einem hellgrauen weichen Papier wo die meisten Fotos zwar nicht so brillant wie in einem Hochglanzmagazin herauskommen, aber die Lesbarkeit ist trotz der relativ kleinen Fließtexte in ca. 8pt gesetzt noch gut und angenehm lesbar.
Die Nr. 5 hat immerhin einen Umfang von 196 Seiten, was für ein Gourmet Magazin recht ungewöhnlich ist. Und das bei Kosten für die Einzelnummer von 10 €.
Mit einem recht variablen Layout quer durch die Artikel, mal dreispaltig, mal 2 1/2 spaltig oder auch einzelne kleine Artikel frei über die Seiten gestreut.
Kein Inhaltsverzeichnis, aber dafür auf Seite 16 eine Seite mit Titel: „Staff“. Und zwei Seiten später eine Weltkarte mit dem Titel „Suppliers“. Dann geginnt es redaktionell auf Seite 20 mit einem Einleitungswort des Herausgeberas. Aber zur Qualität der Artikel kann sich ja jeder selber sein Urteil bilden. Nummer besorgen und eintauchen in die Welt der Gourmets.