Kategoriearchiv: Wein

Toskana Weinreise, der zweite Tag am 9.10.2015

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An diesem Tag beginnen wir die Verkostungen in der Gegend Maremma, wo wir zunächst das Weingut Ornellaia ansteuern. Mit einer imposanten Einfahrt und großem Gelände, welches eher an einen Golfclub erinnert. Das Gut ist 1981 gegründet worden und hat 1988 seinen ersten Wein vinifiziert. Es werden derzeit 100 ha angebaut, wo eine große Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt ist. 90 in den Weinbergen, 30 im Keller, und 30 in der Administration. Zunächst werden uns im relativ neu gebauten Kellergebäude einige Kunstwerke gezeigt, welches von Künstlern in Zusammenhang mit jedem Jahrgang ganz individuell gestaltet und präsentiert wird. Wein und Kunst ist ein oft vorzufindendes Paar, welches wohl aufgrund der guten Einnahmen im Weinverkauf es zuläßt, die Künstler entsprechend freie Hand zu lassen. Bei Ornellaia werden allerdings die Künstler auch jeweils gebeten ein Etikett zum entsprechenden Jahr zu gestalten, wo dann einige Großflaschen und Charity Versteigerungen zu mehr Publicity führen. Nachdem einige Kunstwerke gesehen, wurden uns die Kellertechnik und einige Barriquekeller gezeigt, und dann ging es in Richtung der ersten Gebäude am Eingang des Weingutes zu einem schön verglasten Verkostungsraum, der viel Luft und Platz bot für eine entsprechende Verkostung.

Zu den Weinen:

Le Volte 2013
50% Merlot, 30% Sangiovese.
Helles Violett, sehr tiefe Note, dunkle Nase nach leichtem hellen Geschmack, leichte Säure. (15).

Variation in Rosso, 2013 (nur 4Tsd. Fl.)
Dieser Wein wurde speziell für Weingutsbesucher hergestellt, und ist nicht im Handel erhältlich.
75% CF, ca. 25% Merlot, CS und PV.
Sehr dunkle, schöne frische Note, elegant, recht komplex. (16+).

Le Serre Nuovo 2013 (Zweitwein) wird seit 1997 hergestellt.
50% Merlot, 30% CS + je 10% CF und PV.
Sehr fleischig tiefe Note mit dunklen Tönen, leichte Schärfe. (16).

Ornellaia 2012
50% Merlot, 30% CS und je 10% CF und PV.
Sehr dunkle Ränder, komplexe Nase, feine Frucht, Kirsch, Johannisbeeren – rot. Wunderbare Süße und Frucht mit leichter Säurestruktur und gut eingebundenem Holz. (18).
Ornellaia_im_Weinberg

 

Nach dieser ersten Verkostung am Freitag ging es in das Restaurant zu St. Guido, welches unweit von Ornellaia gelegen zum Weingut gehört wo auch der Sassicaia hergestellt wird. In diesem Lokal mit schönem Garten ist auch eine Vinothek integriert, wo einiges an Weinen der St. Guido, aber auch anderen Weingütern erwerben können.

Wir tranken zum Essen einen
– San Guido 2014 Vermentino
– Bibbona, Campo die Sasso, Insoglio del cinghiale 2013
– Sassicaia 2010

Weiter zum nächsten Weingut im Bolgheri.

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Le Macchiole startet im Jahr 1983 und hat heute gesamt 22 ha wo ca. 7000 Reben pro ha gepflanzt sind. Es werden ca. 150 Tsd. Flaschen abgefüllt und das Weingut ist seit 2002 als organisch zertifiziert.
Dieses Weingut arbeitet nicht nur mit Edelstahl und mit Holzfässern, sondern es werden auch wieder neu hergestellte Betoncuves zur Vergärung der Weine verwendet. Das ist jetzt nicht ganz neu, aber die Vergärung, insbesondere von roten Trauben kann in diesen Vergärungsbehältern eine wohl gleichmäßige und atmende, wie auch temperaturgesteuerte Vergärung vorgenommen werden. Wir hatte eine kleine Kellerbesichtigung, und nach ein paar Erklärungen, ging es gleich zur Verkostung diverser Tropfen von diesem Weingut. Die Verkostung wurde von einer Dame des Hauses begleitet, welche einer der Hostessen war, die Ihr Programm verstand, aber wenig auf die Gruppe eingehen konnte. Da ich auch auf diesem Weingut bisher noch nicht war doch um so interessanter.
Zu den Weinen:

Bolgheri Rosso DOC 2013
50% Merlot, 30% CS, 20% Syrah
8 – 10 Mon. im Barrique
Kräftig fruchtige Nase, sehr voller Mund, intensiv, dunkel mit relativ langem Abgang bei süßer Fruchtnote. (16).

Paleo Rosso 2007 (96 PP)
100% CF
Feine helle Farbe an den Rändern. Wirkt recht jung am Gaumen, lange Frucht, leicht grüne Note. Hat Potential mit so einer Wirkung am Gaumen bei dem Jahrgang. (17+). Wird erst seit 2001 so abgefüllt.

Scrio 2009
100% Syrah
14-20 Mon. Barrique
Weniger Nase, wirkt recht rund und ausgewogen, einzelne Kanten. Wird in 300-500 Liter Fässern vergoren.

Scrio 2011 (95 PP)
Sehr guter Gaumen, wird nur für 7-8 Tsd. Flaschen abgefüllt. (18+).

Messorio 2011 (94PP)
100% Merlot
Leicht scharfe Nase, wirk sehr jung. Recht gerade Linie vom Geruch. Typisch, sehr feine Struktur, rund und langer-sehr langer Abgang. (18).

Argentiera_Tenuta_Schild
Als letzte Station an diesem bisher sehr interessanten und vielversprechendem Tag gab es einen ersten Niederschlag, aber nicht in Form von Regen, der uns erst am nächsten Tag ereilen sollte. Die Tenuta Argentiera empfängt zu Verkostungen nur in Ihrem Verkaufs.- und Verkostungsraum. Die Gläser waren aufgebaut, wir wurden hereingebeten und bemerkten einen etwas muffigen Geruch. René bat darum die Verkostung im Freien abzuhalten, wo bereits Tische und Stühle standen, was aber kategorisch abgelehnt wurde. Die zwei Damen ließen sich auch nicht erweichen. Und dann gings los. Im Schweinegalopp wurden uns die Weine eingeschenkt, so schnell konnten wir garnicht schaun, waren alle Gläser eingeschenkt, und fast alle Erklärungen, bzw. die mündlichen Ausführungen zum flüssigen Gut bereits heruntergespult. Wir bremsten die Mundschenke noch ein wenig aus, aber das war ein Rekord an Geschwindigkeit bei einer Verkostung mit 7 Personen und  5 Weinen. Argentiera hat gesamt ca. 22ha Weinberge.
Zu den verkosteten Weinen:

Weiß 2014
70% Vermentino, 20% SB und 10% Viognier. (14,5).

Rosé 2013
CS und Syrah (14)??.

Poggio Ai Ginepri 2013
Cuveé aus CS, Syrah und Merlot (15).

Villa Donorartico 2012
Cuveé´aus CS, CF, Merlot und PV. (15).

Argentiera 2011
Cuveé aus CS, Merlot und CF. (15).
Eine einzelne Bewertung will ich hier nicht abgeben, da die Umstände während der „Schnelldurchgangsverkostung“ wirklich nicht ein einigermaßen qualifiziertes Urteil im Einzelnen zulassen. Die Benotung in Klammern sind also mit Vorsicht zu genießen.


 

Toskana Weinreise, der erste Tag am 8.10.2015

Vorneweg:  für alle Kürzel der Rebsorten gelten folgende Auflösungen:
Cabernet Sauvignon=CS
Sauvignon Blanc=SB
Cabernet Franc=CF
Petit Verdot=PV
Meine Bewertungspunkte System basiert auf max. 20 Punkte.

Im Oktober sollte dieses mal die Reise in die Toskana gehen. Wieder einmal mit dem mir bereits vertrauten Veranstaltern von airtour austria aus Wien ging es für 4 Tage als Ausgangspunkt nach Siena.
Als kleine Gruppe von 7 Personen starteten wir vom Flughafen in Florenz mit einem Kleinbus in Richtung Süden wo das Weingut Brancaia unser erstes Ziel sein sollte.

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Das Weingut Brancaia ist Anfang der 80er Jahre von Schweizern aus Zürich gegründet worden, welches heute von der Tochter Barbara geführt wird. 1988 konnte auf dem Weingut ein erster Wein geerntet werden, wo wir heute zu Besuch sein sollten. In den 90er Jahren kam ein Weingut in der Maremma dazu, wo dann heute gesamt ca. 65 ha bewirtschaftet werden und ca. 600 Tsd. Flaschen abgefüllt werden. Es sind 25 ha im Chianti und 40 ha in der Maremma. Die Weingärten im Chianti, wo wir zu Gast waren,liegen auf einer Höhe von 350-400 m und sind über eine Schotterstraße nach 4 km zu erreichen.
Zu den Weinen der Verkostung:

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Il Bianco 2014
90% SB
8% Viognier
2% Semillon
Feine kräftige Note, etwas luftig, breit und dicht. Schöne Säure mit Spitzen. (15-16).

Rosé 2014 aus 100% Merlot
Mittlere Note mit etwas dumpfen Anklängen.
Sehr ungewöhnlich, das für die Herstellung eines Rosé ein Merlot verwendet wird. (14,5).

TRE-IGT 2013
80% Sangiovese
10% Merlot und CS.
Mittelkräftige Säure, etwas Frucht mit längerem Nachklang, ein wenig astringierend. Dunkle Früchte (15).

Ilatraia-IGT 2011 (Maremma)
18 Mon. Barrique
40% CS
40% PV
20 % CF
Recht starke Cabernet Note, sehr typisch, Bordeaux ähnliche Machart (17+).

Chinati Classico 2013
im Edelstahl ausgebaut
90% Sangiovese, 10% Canaiolo
leichte frische Nase, etwas heftiger Gaumen. (14,5).

Riserva 2012
16 Mon. Barrique
80% Sangiovese, 20% Merlot.
Sehr feine Nase, elegante gute Frucht mit langem Abgang, Kirschnoten. (16-17).

Il Blu 2010
20 Mon. Barrique, und 10 Monate auf der Flasche vor Vermarktung.
50% Sangiovese
45% Merlot
5% CS
Leichter Schwefelton in der Nase, dichte und kräftige Struktur. Etwas scharfe Tannine noch am Gaumen. Warmer Abgang mit guter Fruchtnote. (17+).

Riserva 2011
80% Sangiovese, 20% Merlot
Mittlere Nase, ausgewogen, komplex, aber je länger im Glas wirkte der Wein fast wässrig.
Feine Frucht und mittlerer Abgang. Etwas voluminöser als der 2012 Riserva. Die einzelnen Komponenten kommen einzeln hintereinander; Frucht – Säure – reißt schnell ab. (16).

Dann ging es zum Weingut Castello di Cacchiano, wo uns der deutsche Exportmanager bereits auf dem Innenhof des Schlosses in Empfang nahm mit weißem Rauschebart und einem nicht enden wollenden Redeschwall.

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Es gab diverse kleine Geschichten zum Chianti, u.A. die nur noch in Italien zu verwendende Gallo Nero Marke, oder auch das es im Chianti 600 Betriebe gibt. Nach einer längeren Einführung über die ideale Lage des Weingutes an einer ehemaligen Küstenlinie, wo die Bodenbeschaffenheit recht oft wechselt, ging es zur Verkostung.
Das Weingut hat 31 ha bepflanzte Flächen wo ca. 120 Tsd. Flaschen erzeugt werden.
Zu den verkosteten Weinen:

Ein Rosé Sekt in Methode traditionelle hergestellt aus Sangiovese 2011.
Starke kräftige Nase, leicht Schärfe mit Spitzen, Rosenblätter, etwas saftig und gute breite Note bei sehr feiner Perlage. (15)

Rosato 2014 – ein Rosé
100% Sangiovese
feine marmeladige Note, etwas Mandeln, weniger vordergründiger Abgang. (15).

Rosso Toskana 2012
80% Sangiovese, 20% Merlot
leicht scharfe Nase, etwas fruchtig. Schöne frische Note mit leichter Säure und mittlere reife Noten. (14)

Chianti Classico 2011
95% Sangiovese, 5% Canaiolo
Dunkle Farbe mit sehr typischer Nase. Schöne Fruchtaromen, weich und nicht vordergründig. Recht komplex und leicht. (15-16)

Chianti Classico Reserva 2007
sehr feine Nase, weich am Gaumen, weniger Tannine. (16)
Für meinen Geschmach sehr gut passend zu Pilzen.

Chianti Classico Grand Selection Millesima 2009
100% Sangiovese
Sehr spezielle Nase, volle Frucht, leichte Astringenz, recht komplexe lange Note. (17+).

Fonte Melano 2007 (ließ uns die Traubenzusammensetzung raten).
Sehr gut eingebundene Frucht mit sehr runder weicher Note.
Leichte Note des Terroir-Kalkböden, fruchtig typisch und dunkle Kirschen. (15+).
Mein Tipp war 50/50 CS und Merlot. Die Auflösung war 100% Merlot.

Vin Santo 2002
85% Malvasia, 15% Canaiolo
Dunkle Sherrynote, recht frisch, lang, Honignoten, Mandeln. (17).


 

Neues Weinmagazin schluck


Vor drei Tagen von der Messe in Nürnberg zurückgefahren, und im Bahnhofs-Zeitschriften-Laden einen Blick in die Regale und den Titel „schluck“ entdeckt, welchen ich schon in der Fachliteratur gelesen hatte.
Ungewöhnlicher Titel, welcher aus einer Charlie Hebdo Karikatur für ein Weinetikett entlehnt ist und als Foto nachgestellt wurde.
schluck_magazin
Dann ging es natürlich auf der Zugreise zurück von Nürnberg nach München an die Lektüre dieses neuen Pamphlets. Schon der Untertitel, „das anstössige Magazin“ welches durchaus zweideudig verstanden werden sollte, kann einen zum weiterblättern animieren. Angenehmes Papier, matt, ohne großen Glanzeffekt, dafür bei der Fotoauswahl, auch den farbigen, durchaus speziell, aber mit einer klaren Linie in Richtung Information und nicht illustrativ, sondern das Geschriebene soll unterstützt werden. Also kein Bilderbuch, kein Hochglanzmagazin, welches Eindruck schinden will, sondern Aussagen an die Weintrinker bringen will, oder auch Biertrinker und Geniesser. Wow.
In dieser Nullnummer, welche  als #01 herauskommt drei Leitartikel auf der Titelseite: Massimo Bottura, Mein erstes Mal, Charlie Hebdo.  Und was hat das jetzt mit dem schluck zu tun? Einiges, denn schluck will nicht nur Weinmagazin, sondern auch andere Themen aus dem Bereich Gourmet, Genuss etc. aufgreifen und ausbreiten.
Zu den ersten Inhalten dieser #01 Ausgabe:
Gut gegliederte Typografie, klare Überschriften, und Zwischentitel. Ein Genuss hier weiterzulesen. Klar auch dieses Magazin kommt nicht ganz ohne die Werbeseiten aus, jedoch diese reihen sich ausgezeichnet in die laufenden Artikel, sozusagen mit gutem Abgang, in die Riege der Artikel ein. Es beginnt mit einem Artikel zu einem Winzer aus Burgund, der nach einem Hagelschaden seine gesamte Jahresernte verloren hat, und wie ihm durch soldarische Kollegen geholfen wurde. Dann etwas zu Alwin Jurtschitsch und einem der Titelstorys über Massimo Leader. Dann etwas später ein Artikel übertitelt mit „Mein erstes Mal“. Ha! Dreideutig, denn hier steckt die Vieldeutigkeit im Mal oder auch Ma(h)l, oder auch Anfang. Artikel zum Architekten Andreas Burghardt der das Weingut von Fred Loimer neu entworfen hat.
Und dann solche Sprüche:
Ich Rauschkind, als Titel, und der Untertitel:
Deswegen muß er moderiert werden. Und nicht verboten.
Let’s talk about Sex Wine!
Das Label nach dem Tod (siehe vorne zum Titel)
Dann: Ersatzbefriedigung, ein Artikel als Fotostrecke, also kein Artikel!
10 000 Jahre Alkohol.
Etwas zu Bier
Rieslinglagen im Rheingau
Wurst
Die Berliner Bulette
Mein Rausch der Anderen
Und dann ein Bericht zu einer Japanerin die ins Burgund ausgewandert ist, welche dort ein Weingut aufgezogen, nein, hochgejubelt hat, was sicher bemerkenswert ist.
Die Champagne & das Pariser Becken mit guten Grafiken zum Thema.
Und noch ein paar Artikel um das Thema Wein.
Uff. Jetzt erst mal sacken lassen und das Heft beiseite legen und auf den zweiten oder dritten Eindruck sich einlassen, aber der war dann um so besser. Allein die Anfassqualität dieser „Broschüre“ mit 124 Seiten macht so viel Spaß, das ich den Machern alles Gute wünsche noch viele Jahre durchzuhalten. Das Thema Wein und Genuss gibt ja genug Stoff dafür her und wird sicher nie langweilig, es sollte nur spannend und unabhängig darüber berichtet werden.
Prost!


 

Dreierlei von Pilzen zum Herbstanfang

Da in der vergangenen Woche der Herbstanfang Einzug hielt wollte ich eine Vorspeise zusammenstellen, welche zur Jahreszeit und den Produkten im Herbst paßt.
Pilze wachsen ja bereits im Sommer, jedoch sind im Herbst besonders viele Varianten auf dem Markt zu bekommen. Ich hatte mich für
Shiitake (gedämpft im Bambuskorb)
Steinpilze (roh mariniert) und
Pfifferlinge (gebraten mit Crème Fraîche)
entschieden.
Shiitake sind zwar ein japanischer Zuchtpilz, der auf alten speziellen Holzstämmen gezüchtet wird, also nicht wirklich aus unseren Wäldern stammt, aber diese Variante der Zubereitung habe ich schon mehrmals ausprobiert und für sehr interessant empfunden.

Jetzt zu den Zutaten bzw. der Vorbereitung.
je Portion:
2 Shiitake
1 TL helle Misopaste
Frühlingszwiebeln
helle Sojasauce
Sojasauce und Sake, je ca. 50 ml
1 kleiner Steinpilz in Scheiben geschnitten
weißer Aceto Balsamico
Mirin
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
wenig Salz
50 gr. Pfifferlinge
1 EL Butter
1 Schalotte
1 EL Crème Fraîche
Salz und Pfeffer
Petersilie

So sieht das in der Vorbereitung aus:
Shiitake_im_Bambus
Shiitake im Bambusdämpfer

marinierte_Steinpilze
Die marinierten Steinpilze

Die Zubereitung:
Shiitake säubern und den Stil fast ganz abschneiden. die Misopaste von innen einstreichen, mit den klein geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen und mit einigen Tropfen heller  Sojasauce betreufeln. In den Bambuskorb einlegen. Kochtopf mit Wasser, Sojasauce und Sake  zum Kochen bringen, herunterschalten und den Bambuskorb daraufsetzen und ca. 10 Min. dünsten.
Die Steinpilze sehr gut säubern, in ca. 3mm dünne Scheiben schneiden und in einem tiefen Teller in weißem Aceto Balsamico, Mirin und schwarzem Pfeffer ca. 30 Minuten Marinieren.
Die Pfifferlinge putzen und trocken tupfen,  Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotte darin glasig anschwitzen. Pfeffern, salzen und die Pfifferlinge dazugeben. Dann den Crème Fraîche dazugeben und je nach Garzustand vom Feuer nehmen.
Ich habe heute noch einen Parmesanchip dazu gemacht.
Parmesan reiben, leicht pfeffern und ein paar Tropfen Öl dazu und in einer dünnen Schicht auf dem Backblech ausbreiten. Den Backocfen auf ca. 180 °C vorheizen und dann bei mittlerer Grillstufe ca. 5-6 Min. den Parmesan mittelbraun ausbacken. Nach dem Erkalten werden die vorher zerschnittenen Stück etwas stabil.
Pilze_dreierlei_Holger_2

Und dann hatte ich aber noch als Ergänzung 2 Flaschen Weißwein aus dem Keller geholt und kaltgestellt, welche ich zu diesem Pilzgericht testen wollte:
Zunächste eine Flasche
Dom_Tunnel_Etikett
Domaine du Tunnel von Stéphane Robert aus Saint-Peray.
Roussanne 2011, 13,5 % Vol.
sehr helles goldgelb, lebendige Nase mit frischer Blumennote, Frühlingswiese.
Am Gaumen saftig, feste Pinot breit und recht lang,. Feine Strukturen mit umkomplizierten Geschmacksnoten zwischen feinfruchtig und leichter Säure. (16-17)
Als zweiten Wein einen Riesling vom Weingut
van_Volxem_Goldberg_Etikett
van Volxem, Goldberg Fuder 11, Riesling 2013, 12% Vol.
sehr helles Zitronen gelb, feine säuerliche Nase, Schiefer. Komplexe Struktur am Gaumen mit vielen Frucht Säure Nuancen.

Fazit: Beide Wein passten recht gut zu den Pilzen, wobei bei den Shiitake recht vorsichtig mit der Misopaste umzugehen ist. Der Goldberg paßte mit seiner Säure insgesamt etwas besser zu den 3 angerichteten Pilzvarianten.


www.vanvolxem.com

Neuer Champagner Laden von Champagne Characters in München

Heute hat in München ein neuer Champagner Laden aufgemacht, wo ich auf Einladung von Nicola Neumann, welche den Laden eröffnet hat, gleich um 18 Uhr, wo noch nicht so viele Gäste zugegen waren, aufkreuzte.
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Champagne-Characters in der Holzstr. 1 (Glockenbach Viertel)

Zur Begrüßung gab es ein Glas von J. Lassalle, Cru Préférence, ein Cuvée aus Pinot Meunier, Chardonnay und ein wenig Pinot Noir besteht. Leicht bekömmlich, unkompliziert und etwas fruchtig im Gesamtgeschmack.
Mit der Zeit füllte sich der kleine Laden zusehends schnell, denn es begann auch leicht zu regnen,draußen vor der Tür. Die Stimmung wurde immer besser und die Gäste kamen untereinander schnell ins Gespräch. Das ist sicher auch eine Wirkung welche vom Getränk ausgeht. Und weil es an diesem Abend, zur Eröffnung, jedes weitere Glas für laue 4 € zu erwerben gab, ging es weiter mit den guten Tropfen.
Als nächstes ein Glas von Champagne Lallier, wo die Tochter des Hauses zugegen war und mir zunächst ein Glas vom Grand Cru einschenkte. Die Cuvée aus 100% Grand Cru Trauben setzen sich zusammen aus 65% Pinot Noir und 35% Chardonnay. Seit April 2014 auf der Flasche kam noch ein leichter Hefegeruch in die Nase, welcher im Abgang recht fruchtig weich und lieblich hinunterfloss.
Champ_characters_innen_Plakate
Weil aber auch noch ein Rosé kaltgestellt war mußte der auch noch probiert werden.
Mein Gesprächspartner schwärmte schon davon, da er bereits diesen im Glas hatte.
Also dann jetzt zum Grand Cru Rosé Brut aus wieder 100% Grand Cru Trauben welche aus 80% Pinot Noir und 20% Chardonnay Trauben cuvetiert wurden.
Das war eine erstaunliche Steigerung, denn hier kaum Hefe in der Nase, feine Perlage und schöne trockene Noten welche sich am Gaumen fortsetzten. Beim Rosé sagt man ja so landläufig das das mehr von Frauen bevorzugt getrunken wird, aber hier liegt das genau andersherum, denn der Rosé kommt viel männlicher herüber als der Grand Cru blanc.
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Hier im neuen Laden gibts auch einige diverse Craft-beer, welche zusammengestellt zu den Champagnern passen sollen, was ich an dem Abend noch nicht ausprobiert habe, aber das folgt sicher in einer weiteren Verkostungen in den nächsten Wochen.


 

Weinreise Südafrika im März 2015, der siebente Tag

Bei super Wetter hatten wir der Reiseleiterin eine 1 Stunde spätere Abfahrtszeit herausgeleiert, um den Damen in der Gruppe eine Einkaufsmöglichkeit im Städtchen zu geben.

Nach pünktlicher Abfahrt dann in Hermanus ging es zunächst zu einem Aussichtspunkt, um die West Bay und die Stadt nochmals von oben anzusehen und dann sogleich auf direktem Weg zum nächsten Weingut Oak Valley Wines.

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Oak Valley

Die verkosteten Weine bei Oak Valley:
Rosé 2012 (14,5)
Sauvignon Blanc 2014 – Fantasy of the Youth, (16)
Cuvée Blanc 2009 aus 80% SB und 20% Semillon  (16-17)
Chardonnay 2013 (17)
rouge:
Pinot Noir 2013, 9.10 Mon. Barr. (16-17)
Shiraz 2013 – etwas jung, da erst im Sept. 2013 abgefüllt. (16+)
Cuvée – 2008, aus 47% Merlot, 40% CF, 13% CS (17-18), bereits leicht oxidativ, feine Schokonote, Nougat
Cabernet Franc 2012 sehr schöne ausgewogene reife Süße (16-17)
Nach der Weinprobe wurde im Restaurant des Weingutes gegessen, bei wunderbarem Ambiente am Pool
und pünktlich aufgebrochen zum nächsten und letzten Weingut Paul Cluver, gleich um die Ecke.


 

Die verkosteten Weine bei Paul Cluver:
Sauvignon Blanc 2014 (15+)
Gewürztraminer 2014  – sehr typisch, ausgewogen (15+)
Chardonnay 2014 (16)
Pinot Noir 2013 (15+)
Estate PN 2013 (15-16)
Damit waren die Weinverkostungen für diese Reise abgeschlossen.
17 Weinverkostungen auf den Weingütern, welche noch durch diverse Weine zu den Mittagessen und den Abendessen in den Restaurants ergänzt wurden.
Die 6er Gruppe bestellte fast immer noch nicht bisher verkostete Weine, so das wir in den weiteren Genuß von mindestens ca. 50 weiteren Weinen kommen konnten.
Abschließen kann ich sagen, das neben dem Weingut Plaisir de Merle das Weingut Bouchard Finsley mit seinen Weinen am ehesten überzeugen konnte.
Die Qualitäten schwanken doch recht stark, auch wenn wir wie angesagt die besten Weingüter besucht haben.
Durch die Eigeninitiative der Gruppe konnten wir dann eben auch noch Raats und andere Weingüter auf Nachfrage und durch Organisation der Reiseleiterin mit einbauen.

Weinreise Südafrika im März 2015, der fünfte und sechste Tag

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Springfield Estate

Heute sollte es nur eine Weinverkostung auf einem Weingut geben, dafür ging es an einer der südlichsten Punkte in Afrika, wo sich Indischer und Atlantischer Ozean treffen.
Das Weingut Springfield Estate hat eine Wein Anbaufläche von 150 ha und wird jetzt in der 5. Generation als Familienbetrieb geführt.
Die verkosteten Weine bei Springfield Estate:
Sauvignon Blanc 2014 – super Struktur, sehr fein ziselierte aber kräftige Nase, (16-17)
Sauvignon Blanc Special Cuvée 2014, feine Apfelnote mit entsprechender Säure (16)
Chardonnay Wild yeast 2013 – sehr schöne Struktur Greapfruit (16+)
Chardonnay unwooded – feine Süße mit kräftigem Karamellgeschmack (15-16)
Chardonnay 2011, 12 Mon Barr. sehr gute Fruchtstruktur mit süßen Spitzen (15+)
rouge:
Cabernet Sauvignon 2013 – rauchige Note in der Nase, Tanninstruktur (15)
The Work of Time 2008 – Cuvée aus CF, Merlot und CS – tiefe dunkle Nase und super Struktur (16+)
Cabernet Sauvignon 2009 – Methode Ancienne, feine Struktur, leicht scharfe Seiten (15-16) – Reben 1979 gepflanzt.

Der nächste Tag:
Eigentlich war für den Vortag das etwas schlechtere Wetter angekündigt, aber dann kam es doch erst am Freiteg dem 13. März mit ein wenig Regen und Temperaturen um die 20°C.
Ursprünglich waren 2 Weingüter vorgesehen, jedoch hatte unsere Reiseleiterin nach Nachfrage auch noch ein weitreres Weingut am Nachmittag mit eingebaut.
Wir fuhren zunächst zu dem südlichsten Punkt Südafrikas, welcher nur zu Fuß erreichbar ist und uns vor den Weinverkostungen in der nahegelegenen Ortschaft noch eine kleine aber gut sortierte Weinboutique bescherte.


 

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Raka Winery

Die verkosteten Weine bei Raka:
Sauvignon Blanc 2014 (13,5)
Chenin Blanc 2014 (14)
Rosé 0214 aus CS + Merlot (14,5)
Pinotage/Cuvée 2012 aus 5 Rebsorten (13)
Cabernet Sauvignon Cuvée 2011 50% CS und 3 weitere Rebsroten (14,5)
Shiraz 2011 (14,5)
Merlot  (14,5)


 

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Hamilton Russell

Dann ging es nach dem Mittagessen am Strand in einer Höhlentaverne zu Hamilton Russell
Die verkosteten Weine bei Hamilton Russell:
Ashbourne SB 2014 – 80% SB, 20% Ch, 15+
Ashbourne Sandstone 2009 – 88% SB, 12% Ch. (16)
Hamilton Russell Chardonnay 2014 – 8,5 Mon Barr. sehr komplexe Nase (16-17)
Ham. Russell Pinot Noir 2014 – 10 Mon Barr. sehr fein uns strukturiert (17+)
Ashbourne Pinotage 2009, 86% Pin., CS, CF, PV, und Malbes – 14 Mon. Barr (16+)


 

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Bouchard Finsley

Und gleich nebenan das Nachbarweingut von Bouchard Finsley, welches sich folgendermaßen präsentierte:
Die verkosteten Weine bei Bouchard Finsley:
Blanc de Mer 2014 – Cuvée aus 69% Riesling, 24% Viognier, 4% Ch. und 3& Ch.Bl. (15)
Sauvignon Blanc 2014 – schöne fruchtige Nase, (16)
Sauvignon Blanc 2014 – ohne Holz (16+)
Chardonnay 2014 – Crocodiles Lair (15)
Chardonnay 2012 Missionvale, feine Struktur, super Frucht Säure Ausgleich (17+)
Chardonnay 2011, 50/50 – Holz/ohne Holz. feine Gewürzstruktur (16-17)
Pinot Noir 2012 Galpin Peak – sehr feine und ausgewogene Fruchtstruktur (17-18)
Hannibal 2013 – Cuvée aus 52% Sangiovese,  17% PN, 15% Nebbilolo, 8% Mourvèdre, 6% Shiraz und 2% Barbera. (15+)

Weinreise Südafrika im März 2015, der vierte Tag

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Weingut Raats

Da noch ein angehender Weinakademiker aus Rust in der 6er Gruppe dabei war, der das Weingut Raats von anderen Verkostungen kannte hatten wir bereits mit der Reiseleiterin einen zusätzlichen Termin beim Weingut Raats, nicht weit außerhalb von Stellenbosch für diesen Tag um 10 Uhr vereinbart.
Das Weingut Raats hat sich auf Chenin Blanc und Cabernet Franc spezialisiert.
Insgesamt werden 25 ha Weingärten angebaut, wo für diese Besitzer die erste Ernte 2001 stattfand.
Das Weingut beschäftigte auch den ersten dunkelhäutigen Weinmacher aus der Schule in Stellenbosch, der dann 2006 einen Rotwein mit 96 PP bewertet bekam.
Ihr Cabernet Franc Dolomite landete in Südafrika unter den Top 100 Weinen.
Die verkosteten Weine bei Raats:

Bis zu diesem Tag hier die beste Weinverkostung
Chenin Blanc 2014 – unwooded, sehr kräftige Nase, intensiv, feine Säure; super (17+)
Ch. Bl. Familiy Old Vine 2013, feine Säure und Zitrus Struktur (16-17)
Dolomite Cabernet Franc 2013, 18 Mon. Barr. mit 5% Malbec, (17)
Family Red Jasper 2013 – 85% CF, 5% CS und Malbec, 2,5% PV und Merlot (16-17)
Cabernet Franc 2013, 93 PP; sehr volle ausgewogene Frucht, dichte Beeren (17+)


 

Jason's_Hill

Zum Mittagessen ging es auf ein mittleres Weingut Richtung Robertson, wo wir zunächst auch eine Verkostung machen konnten.
Jason’s Hill ist ca. 80 ha groß und baut 50/50 % rote/weiße Trauben an.
Die verkosteten Weine bei Jason’s Hill:

Sauvignon Blanc 2014 (13)
Chenin Blanc 2014 (14)
Jason’s Creek Classic 2013 – Cuvée aus CF, Merlot und PV (14)
Merlot 2011, typisch (15)
Shiraz 2010, wenig Tannine (15+)


 

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Graham Beck Winery

Weiterfahrt am Nachmittag nach dem Lunch zu Graham Beck, der für seine Sekte bekannt ist.
Modern daherkommendes Weingut mit großem Ambiente und wie so viele mittlere und große Weingüter intensivem Marketing.
Die verkosteten Weine bei Graham Beck:
Methode Cap Classic, Blanc de Blanc Vintage 2010, 100% Chardonnay (16+)
Brut Zero 2008, (16-17)
stille Weine:
Chenin Blanc 2014, sehr schöne Frucht Säure Balance (16+)
Sauvignon Blanc Vintage (15)
Bowed Head Chenin Blanc 2012, 8 Mon. Barr. (15-)
Coffeestone Cabernet 2012, 22 Mon Barr. (16+)
The Ridge Syrah 2012 (16)
Die vorgesehene Vinery Tanagra Boutique Wine Farm fiel aus, da dort der Termin kurzfristig abgesagt wurde.
Dann ging die Fahrt weiter zu unserer nächsten Unterkunft und einem Weingut, welches von 2 Deutschen betrieben wird.


 

Fraai_Uitzigt

Fraai Uitzicht 1789 (frei übersetzt: schöne/freie Aussicht)
Die verkosteten Weine bei Fraai Uitzicht 1798:
Rosé von Grenache 2014 (15+)
Viognier 2014 – 5 Monate auf der Hefe, (15)
Syrah 2013, mit 5% Viognier (14,5)
Grenache 2013 – super breite und ausgeglichene Säure mit feinem Abgang (17)
Merlot 2011, typische Nase (16+)
Faßprobe 2014 eines Cuvée – Mourvèdre, Grenache, Syrah (16)

Weinreise Südafrika im März 2015, der dritte Tag

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La Motte

Es begann mit dem Weingut La Motte in der Region Stellenbosch.
Sehr schönes Ambiente mit einer großen Anlage Restaurant 2 Cafées und ausgedehnten Gebäuden.
Leider gab es keine Kellerführung, da diese bereits um 10 Uhr vonstatten ging.
Sehr gediegenes Ambiente, wo vom Verkostungsbereich direkt in die Anlage der Maischevergärung durch Glasscheiben getrennt Einsicht gewährt wurde.
Gleich zu den Weinen welche wir dort verkosten konnte:
Die verkosteten Weine bei La Motte:
Sauvignon Blanc 2014 (16)
SB 2014 Pierneef (16-17)
Chardonnay 2013 – 11 Mon. im Barr. sehr typisch aber schwächer (15)
rouge:
La Motte Millenium 2013 – Cuvée aus Merlot 57%, CS 24%, PV 19 %, Malbec und CS.
Cabernet Sauvignon – sehr typisch (15+)
Syrah 2011 (15+)
La Motte Pinereef Syrah (90%), Viognier (10%) – wunderbare Kombination ausgewogen (16-17)
Dann setzten Wolfgang und ich uns zum Mittag auf das Weingut Haut Cabrière ab, wo wir zunächst Mittag aßen, und dann zu einer Weinverkostung im gleichen Weingut schritten, welches einem Deutschen von Armin gehört.
Dieses Weingut produzierte ursprünglich nur Sparkling Wine, ist dann aber dazu übergegangen auch stille Weine aus weißen und roten Trauben zu produzieren.


 

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Haute Cabrière

Die verkosteten Weine bei Haut Cabrière:
Sparkling Wine blanc von Pierre Jourdan aus 40 % Pinot Noir und 60 % Chardonnay.
Sparkling Wine Belle Rosé aus 100% Pinot Noir, welcher unbedeutend daherkam und nicht erwähnenswert ist.
Dann ein leichter ungeholzter roter namens Tranquilles 2014 – 60% PN, 40 % Ch. (14)
Chardonnay 2014 aus 60% Chardonnay und 40% Pinot Noir – (13,5) schwach und unpassend
Pinot Noir unwooded 2014 – (14,5)
Pinot Noir 2012 – 9 Mon. Barr. typische Note (14)
Zum Schluß ein Süßwein Pierre Jourdan Ratafia o.J. aus der 0,375 Fl. mit 100% Chardonnay, welcher sehr honiglastig daherkam. ohne Bewertung.


 

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Plaisir de Merle

Drittes Weingut an diesem Tag war für die Gruppe Plaisir de Merle.
Gesamt mit 2500 ha Anbaufläche, werden auf ca. 450 ha Wein angebaut.
Die höchsten Lagen des Weingutes befinden sich für Weiße Sorten auf 600 – 700 m, welche aber erst vor einigen Jahren neu angepflanzt wurden, und bisher noch nicht vinifiziert wurden.

Die verkosteten Weine bei Plaisir de Merle:
Sauvignon Blanc 2014 (15+)
Chardonnay (16)
die Roten:
Merlot 2013 – mild, feine Frucht, runde Struktur (16-17)
Cabernet Sauvignn 2011 mit 15% Syrah (16)
Petit Plaisir 2013 – Cuvée aus 80% Syrah, 10% CF, 10% CS. (16)
Shiraz(Syrah) – sehr kräftig, super Nase, feine süße Frucht mit reifer Kirsche (17+)
Cabernet Franc – komplexe Nase, sehr feine Frucht, gute Struktur, Thymian, Curry, rote Beeren (17-18)
Grand Plaisir – Cuvée aus 55% CS, 9%Shiraz, 6% CF, 10% Merlot und PV (16)
Insgesamt war Plaisir de Merle bisher das aussagefähigste Weingut der letzten Tage und konnte auch vom Weinstil und den verkosteten Wein recht gut überzeugen.
Am Abend ging es dann in ein ausgezeichnetes Restaurant mit Namen „Terroir“.
Gelegen in Stellenbosch, ein wenig außerhalb in einer abgeschirmten Siedlung namens Kleine Zalze.

Weinreise Südafrika im März 2015, der zweite Tag

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Anura Winery

Fahrt vom Hotel in Kapstadt nach Stellenbosch, wo zunächst die Koffer abgeladen wurden, wir uns gleich ins direkt daneben befindliche Café zu einem Espresso hinsetzten
Als erstes Weingut war Anura Vinery geplant, wo wir pünktlich eintrafen und dort auch eine Käseverkostung mit im Programm hatten.
Wir reklamierten allerdings zunächst die Weine zu verkosten, und dann anschließend den Käse, welcher auf dem eigenen Landgut bei Anura hergestellt wird verkosten konnten. Es war ziemlich ernüchternd was da so geboten wurde. Anura hat gesamt 200 ha, wovon 120 ha mit Weinreben bepflanzt sind, und es werden im Jahr ca. 1,9 Mio. Flaschen abgefüllt.
Wir konnten 3 weiße und 4 rote Gewächse bzw. Cuvées verkosten.

Die verkosteten Weine bei Anura:
Sauvignon Blanc 2014 – ohne Holz
Chardonnay 2013/2014 – 9 Mon. im Barr.
Viognier 2013 – hatte wohl einen Fehler der nach Reklamation aber nicht weiter kommentiert wurde.
Pinotage 2013
Malbec 2013
Syrah 2008 – welcher insgesamt von der Range noch der beste war
Cabernet Sauvignon 2010


 

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Boschendahl

Dann zu den Weinen, bzw zu der Kellerführung bei Boschendahl:
Im Garten war unter einer ca. 300 Jahre alten Eiche eine große Bar installiert, welche rings um mit weißen Tischen und Stühlen umringt war, wo die vielen Gäste des Weingutes Platz nehmen konnten. Nachdem unser Führer sich herausgefunden hatte wurden wir in den Barriquefaßkeller geführt, wobei wir auf dem Weg dorthin mit beobachten konnten, das die frisch geernteten Trauben, welche gerade angeliefert wurden, aus relativ großen Behältern oder auch aus einem LKW aus großen Kipplohren die Trauben in die Entrappung geschüttet wurden. Die Größe der Erntekisten zeugte nicht gerade von einer besonderen Sorgfalt zur Traube zwischen Ernte und Maischevergärung.
Nach einer kurzen Kelleführung wurde die Gruppe zu der Open Air Verkostung geführt, wo bereits die 5 vorgesehenen Wein auf dem Tisch eingeschenkt auf uns warteten. Natürlich für die weißen viel zu warm.
Die verkosteten Weine bei Boschendahl:
Chardonnay 2013
Blanc de Noir 2013 – Cuvée aus ca. 5 roten Sorten
Le Bouquet 2013 – weißer Cuvée
Lanoy 2013 – CS 60%; Shiraz 40%.
Shiraz 2013 – schwarze Johannisbeere, feine Tannine, ausgewogener Abgang, war noch der beste.
Da auf Boschendahl das eine Restaurant geschlossen war, und wir in dem letztlich geöffneten nicht den adäquaten Platz fanden, konnte unsere Reiseleitung kurzfristig eine Reservierung im Restaurant von dem Weingut De Graaf organisieren.


 

De_Graff
Boschendahl

Die verkosteten Weine bei De Graff zum Mittag:
Sparkling Wine von De Graaf – gut (16)
Chenin Blanc 2014, Old Bush Wine (16-17)
Semillon 2010 von Deetlefs, sehr dunkles Gelb, dichte Note (17)
Vuurberg 2013 Cuvée, sehr schmelzig, super dichte Struktur (17-18)