Ich wollte eigentlich schon lange einmal wieder ein Gericht mit Buchweizen zubereiten und hatte mir also vorgenommen bei meinem nächsten Einkauf in einem Supermarkt nicht unweit von mir dort nach Buchweizen zu suchen. Und ich wurde tatsächlich fündig, denn ich steuerte relativ zielsicher auf die Regale der „ausländischen“ Zutaten zu, wo unter dem Schild Russland dann tatsächlich ach der Buchweizen zu finden war. Ich erinnerte mich schwach an meine Kinder- und Jugendzeit, wo es zu Hause manchmal auch dieses Pseudogetreide zu essen gab. Buchweizen ist also kein Getreide, sonder der Samen eines Knöterichgewächses, welches in der Form dreieckig aussieht und hell bis dunkelbraun in Tüten verkauft wird. Für dieses Rezept hatte ich mir ausgedacht den Buchweizen mit Kichererbsen zu kombinieren und das Gericht dann fast wie ein Curry zuzubereiten. Die Zutaten für 2 Personen wären:
100 gr. Buchweizen
50 gr. Kichererbsen
1 kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe
1 mittlere Karotte sowie 1/2 rote Paprika
300 ml Wasser
100 gr. Tomaten aus der Dose, oder ein solches Sugo
Die Zubereitung ist nicht wirklich schwierig, denn diese kann folgendermaßen ablaufen: In einem größeren Topf in Olivenöl die Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen. Dann Karotten und Paprika kleingeschnitten dazugeben und ebenso für ein paar Minuten anschwitzen. Dann den Buchweizen, Wasser, Tomaten, Gewürze, Salz und Pfeffer dazugeben und für 30-35 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn die Zubereitung zu trocken wird, noch einen Schluck Wasser oder Weißwein dazugeben. Anschließend die Kichererbsen dazugeben und je nach Geschmack mit etwas Zitronensaft abschmecken. Vor dem Servieren kann man noch ein wenig Crème Fraîche darunterrühren, den Koriander kleinschneiden und ebenso untermischen. Ganz zum Schluß mit dem Sesam und dem Schwarzkümmel dekorieren und die gebratene Salciccia oben aufsetzen.
Zunächst einmal muß ich wohl erklären, warum ich ausgerechnet das Thema Wein auf Briefmarken hier einmal abhandeln will. Zunächst bin ich ja erklärtermaßen ein „Wein-Verrückter“, der sich mit allen Facetten des Wein beschäftigt, und weiterhin bin ich seit meiner Jugendzeit auch Briefmarkensammler, was sich in so einer speziellen Zeit wie dem Corona lockdown als ein wenig hilfreich erwiesen hat. So habe ich in den letzten Wochen in meiner Briefmarkensammlung eine ganze Reihe an Briefmarken entdeckt, die sich mit dem Thema Wein beschäftigen. Außer den dann hier gezeigten gibt es zwar noch eine ganze Reihe mehr solcher bildlicher Darstellungen, jedoch befinden sich diese bisher nicht in meiner Sammlung. Also folgen hier jetzt diejenigen die ich aus meiner Sammlung herausgesucht habe und ein paar Stichworte dazu aus den Katalogen herausgesucht habe. Beginnen will ich mit dem Weinbauland Deutschland, welches ich chronologisch von alt zu neueren Datums darstellen will. Es beginnt mit der
DDR
Diese 15 Pfennig Marke aus 1974 stellt eine Weinprobe im Hofkeller dar, welche im Schloßmuseum Arnstadt ausgestellt ist und das Puppenhaus Monplaisir darstellt.
Entwurf: Gottschall
Deutschland
Diese erste Marke aus dem Bereich der Deutschen Bundespost kam 1958 als eine von vier Wohlfahrtsmarken an den Schalter zum Oberthema Landwirtschaft. Hier also genauer gesagt der Weinbau mit der Darstellung einer Winzerin mit einer Weinrebe. Der Wert von 20 Pf. plus 10 entsprach 1958 dem Standardbrief, wobei die 10 Pf. als zusätzliche Abgabe an die Wohlfahrtsverbände ging. Diese Art von speziellen Briefmarkenserien gibt es heute noch, welche 1-2 mal im Jahr auf den Markt kommen.
Entwurf: Meerwald
Auf dieser 50 Pf. Marke der Deutschen Bundespost aus 1980 wird das Thema Zwei Jahrtausende Weinbau in Mitteleurope in drei Szenen behandelt. Ganz links die Situation im Weinberg, wo der Weinbauer wohl zwischen den Rebenreihen sein Unkraut jätet. In der Mitte die Verarbeitung der Trauben im Keller, was ich selber auch noch heute so in Spanien live erlebt habe. Ganz rechts dann die weitere Verarbeitung des Rebensaftes in den Holzfässern und der Winzer versucht ein erstes Glas aus den Fässern. Die Darstellung ist ein Holzschnitt aus dem „Rucelia commoda“ (1309) von Petrus de Crescentus um 1230 bis ca. 1310 aus Italien, Schriftsteller.
Entwurf: Poell
Dann folgt in Deutschland eine Marke aus dem Jahr 1990 zum Rieslinganbau. 500 Jahre Rieslinganbau als Thema, wo in der gestalterischen Umsetzung eine Rieslingrebe so dargestellt wird, das sich diese in Form des „R“ um die Rebstangen windet. Was mich persönlich hier an der Darstellung allerdings stört ist die Darstellung der Trauben, die weder einer Rieslingtraube entsprechen, noch werden die Farben in so gleichmäßiger Form dem gerecht, wie die Rieslingtrauben am Stock hängen. Die Marke kam 1990 in den Handel und hatte den Wert von 100 Pfennig.
Entwurf: Kößlinger
Als neueste Ausgabe zum Thema Wein kam dann in 2017 eine Marke mit dem Titel Weinbau in Deutschland auf den Markt. Der Wert sind hier 70 cent, welcher in 2017 die Frankierung für den Standardbrief war. Wie hier zu sehen habe ich also diese Marke mit einem Stück Rand in der Sammlung, wo diverse Rebsorten aus Deutschland zu lesen sind wie Trollinger, Müller-Thurgau, Spätburgunder, Blauer Portugieser etc. Die Darstellung der Marke zeigt also eine rote Traube, welche nicht näher bezeichnet ist, jedoch bei näherem Hinsehen, kann man die Silhouette der Deutschen Landkarte aus dem Jahr entdecken.
Entwurf: Erdmann
Lettland
Bei Lettland wird sich so mancher Leser fragen, wie kommt denn dieser Staat in Verbindung mit Weinbau? Selbst in solchen nördlichen Gebieten werden heutzutage wieder vermehrt auch einigermaßen erfolgreich gute Trauben für Wein angebaut, jedoch heute weniger rote, sondern eher weiße Sorten. Die Ortschaft Sabile in Lettland trägt also eine Weintraube im Stadtwappen, wo die Briefmarke aus dem Jahr 2007 stammt.
Entwurf: unbekannt
Ungarn
Aus Ungarn habe ich zwei ganz unterschiedliche Marken bei mir in der Sammlung entdeckt. Die erste aus dem Jahr 1959 zeigt eine Szene eines Winzern vor dem Plattensee und einem Weinberg der den Wert 40 forint darstellt. Die Situation wird im Katalog nicht weiter erklärt.
Entwurf: Tibor Göncz
Diese zweite Marke aus Ungarn stell einer der wirklich interessanten Traubensorte dar, die heute im Weinbau in verschiedensten Regionen der Welt angebaut wird. Cabernet Franc wird hier mit dem Zusatz E.11 beschrieben, was ich nur vermuten kann, wohl einer der Klone, welche in Ungarn angebaut werden bezeichnet wird. Die ungarische Bezeichnung steht darüber. Diese Marke stammt aus 1990.
Entwurf: unbekannt
Frankreich
Diese Marke aus Frankreich stammt aus einem Block der 2004 in Frankreich ausgegeben wurde und mit dem Titel „Les Vignobles du Beaujolais“ eine Gammas Traube wohl darstellt, woraus der Beaujolais hergestellt wird. Die 50 cent Marke ist nur ein Beispiel aus diversen anderen die zum Thema „La France à vivre“ auf diesem Block dargestellt werden. Zu deutsch und im Katalog wird der Block als Aspekte der Regionen bezeichnet.
Entwurf: unbekannt
San Marino
Das Thema dieser Markenserie ist recht profan mit Früchte benannt. Zu sehen ist wohl eine Silhouette von San Marino mit den überschwelgenden Trauben in zwei Farben im Vordergrund. Der Titel der Marke im Katalog, Weintrauben, welche lateinisch vitis vinifera lautet.
Entwurf: unbekannt
Schweiz
Diese Marke aus der Schweiz ist 1979 in einer der Serien von Pro Juventute herausgekommen. Dargestellt ist wohl auch hier ein Stadtwappen aus der Stadt Perroy aus der Schweiz, so ähnlich wie auf der lettischen Marke von Sabile. Und sicher ist auch hier diese Stadt in der Schweiz eine Weinbauortschaft, die sich in der Schweiz sicher nicht als einzigste so darstellen kann.
Entwurf: Gastone Cambin
Süd-Afrika
Diese 2,5 cent Briefmarke aus Südafrika zeigt eines der Hauptgebäude des Weingutes Groos Constantia welches ganz in der Nähe von Kapstadt liegt und wo ich selber auch schon im Jahre 2015 besucht habe. Die Marke stammt aus dem Jahr 1961 und ist interessanterweise noch in zweisprachiger Ausführung bedruckt, also ebenso noch zur Zeit der Apartheid herausgekommen. Da diese Marke in 2 farbiger Gestaltung ausgeführt wurde, ist der schön zu sehen, wie so eine zweite Druckfarbe auch mal kräftig neben den eigentlich vorgesehenen Stellen auf den Briefmarkenbogen gedruckt wurde. Die Farbe grün, welche für die Fensteröffnungen und das Weinblatt vorgesehen waren sind deutlich nach rechts versetzt. Hier noch zwei weitere Fotos von Groot Constantia aus 2015 von meinem Besuch dort.
Entwurf: unbekannt
Schließlich bin ich 2018 ein weiteres Mal in Südafrika auf einer Weinreise gewesen, welche mindestens genauso interessant war wie die erste Reise, denn ich habe 2018 einige weitere Weingüter besucht und hatte auch die Möglichkeit mich in der Region Kapstadt noch weiter umzusehen. Im Jahr 2017 brachte dann die Südafrikanisch Post einen Briefmarkenblock zum Weismachen in Südafrika heraus der mit 5 Marken bestückt ist. die ich weiter unten kurz beschreiben werde.
Von oben Mitte im Uhrzeigersinn zeigen die Marken folgende Situationen:
Groot Constantia Wines. Duke of Northumberland 1791 and Grand Constantin 1821.
South African Pinotage. First bottled vintage Lanzerac Wines 1959.
Weinlandschaft in Südafrika
Weinernte
Barrique-Fässer im Keller
Dieser Briefmarkenblock ist eines der sogenannten modernen Beispiele aus der Briefmarkenproduktion, denn die einzelnen Marken sind nicht mehr im Papier mit einer Zähnung ausgestanzt, so das man diese entsprechen heraustrennen könnte, sondern das Papier der Marken sind auf einer Trägerfolie aufgebracht, wo ie Marken selber nur durch Ihr Papier ausgestanzt sind, und so die Marken entsprechend abgezogen werden können und durch die Klebebeschichtung auf der Rückseite auf einen Brief geklebt werden können.
Zur zweiten Marke wäre noch eine kleine Erklärung nachzuliefern, dem South African Pinotage. Diese Rebsorte ist eine Kreuzung bzw. Neuzüchtung aus Stellenbosch wo in den 20er Jahren des 20 Jhrd. ein Abraham Isak Perold die Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Cinsault (in SA auch Hermitage genannt) so kreuzte, das daraus der Pinotage entstand. Die zwei Reben gaben also hier den zusammengesetzten Namen vor: „Pinot“ – und „age“ von Hermitage. Pinotage wird heute noch recht erfolgreich in Südafrika angebaut, wurde aber in den letzten 20-30 Jahren auch hier rechts stark von anderen internationalen Sorten verdrängt.
Soweit also eine kleine Revue aus der Welt des Weines in Verbindung mit den kleinen Papierschnitzeln, welche millionenhaft durch die Welt kursieren und leider zu oft wenig Beachtung finden, obwohl sie eine Menge interessanter Geschichten erzählen können.
Luxemburg
Briefmarke aus Luxemburg aus dem Jahr 1967. Die Marke zeigt den Weinberg des Winzerdorfes Wortmeldungen an der Mosel. Am oberen Markenrand steht „Le Vignoble“, was zu Deutsch der Weinberg lautet.
Hier einmal wieder ein Gericht, welches ich so auf diesen Art und Weise bisher auch noch nicht zubereitet hatte. Dafür war es am Schluß um so interessanter von der geschmacklichen Note, aber auch von der Zubereitung her, denn das Risotto sollte als Begleitung nicht nur den Portwein und Rotwein erhalten, sondern auch noch rote Beete und ein wenig von Mohrrüben, welche ausgesprochen gut zu so einem Risotto paßten. Ich war also einmal wieder beim Fischhändler, wo ich mir die entsprechende Menge Zanderfilet besorgte, und beim Gemüsehändler dann die Rote Beete, Mohrrüben und alle weiteren Zutaten habe ich dann auch entsprechend bereits zum Hause im Vorratsschrank. Insbesondere brauche ich also hier für das Risotto eine gewisse Menge roten Portwein, und die gleiche Menge Rotwein, die in einem Topf auf die Hälfte eingekocht werden. Zum Risotto noch ein Glas Geflügelfond und alle weiteren Zutaten brauche ich dann je nach Portionen wie sonst auch für ein Risotto. Risotto also ansetzen und parallel die Rote Beete leicht vordersten, schälen und in kleinere Stücke soweit zurechtschneiden, das diese nachher mit den dünnen Scheiben einer Mohrrübe in das Rotweinrisotto entsprechend mitgehört werden können. So ca. 10 Minuten vor Fertigstellung des Risotto erhitze ich ein wenig Butter mit Olivenöl in einer schweren Pfanne, wo ich das gesalzene und gepfefferte Zanderfilet auf der Hautseite entsprechend scharf anbrate. Nach 2-3 Minuten kurz wenden und dort dann auch 1-2 Minuten braten. Das Filet nochmals wenden, und für 3-4 Minuten im Backofen bei ca. 120°C fertig dünsten lassen. Beim Servieren kann ich noch ein paar Estragon Blättchen als geschmacklichen, aber auch dekorativen Akzent oben auf den Teller setzen. Guten Appetit!
In den Zeiten zwischen Winter und Frühling und zum Übergang in den Frühsommer gibt es einen sehr schönen grünen Spargel auf dem Markt u kaufen, den ich hier in dem Rezept von D. Humm mit einer geräucherten Forelle und Mandeln kombiniere. Das genaue und komplette Rezept steht in dem Buch „I love NY“ auf Seite 142, wobei ich klar dazu sagen muß, das ich ein paar Änderungen für meine Zubereitung vorgenommen habe. Da wären das ich mir eine fertig geräucherte Forelle im Fischgeschäft gesorgt habe und auch die Brotchips mir zu diesem Rezept nicht dazu bereitet habe. Sicher ist natürlich, das die Zubereitung meiner Variante natürlich sehr viel Zeit und Aufwand spart, sollte aber auch in Rechnung stellen, das die geschmackliche Seite eventuell auch anders ausfallen kann. Prinzipiell ist aber zu sagen, das hier diese Zutaten ausgezeichnet aufeinander passen und sehr schön ergänzen. Die Räucherforelle mit seiner Note ergänzt sich recht gut zu den frisch gedünsteten grünen Spargelstangen und die Mandelplättchen geben seinen gewissen Chrunch zu den weichen Komponenten der Forelle und dem Spargel. Final kann sich dann auch recht fein die Crème Fraîche beim Anrichten zu den weiteren Komponenten auf dem Teller gesellen. So stellt sich das dann bei mir auf dem Hering-Teller dar:
Ein immer wieder schneller Teller kann auch diese Variante eines Mittagessens sein, welches mit einem sehr unkomplizierten Fisch, einem Seeteufel in Kombination solcher Dinkelnudeln und einer Sahnesauce mit diazugeschnittenen Zwiebeln mit Knoblauch sein. Da Seeteufel ja keine Gräten hat, sondern ein Knochenfisch ist geht es nur darum sich vom Fischhändler schon mal die gröbsten Häute um den Fisch entfernen zu lassen, und wenn man dann den Fisch aus dem Kühlschrank zum zubereiten holt, können noch die letzten feinen Häutchen entfernt werden, denn diese werden beim Braten sehr fest und wirken beim Essen wie Fremdkörper. Parallel zur Zubereitung des Fisches setze ich einen Topf mit gut gesalzenem Wasser auf, wo die Dinkelnudeln für 10-12 Minuten gegart werden. 1-2 Schalotten recht fein geschnitten und eine Knoblauchzehe dazu und dieses wird dann in einer großen Pfanne so angebraten, das sich dann mit Sahne oder auch Crème Fraîche eine fein gewürzte Sauce dazu hergestellt werden kann. So serviere ich das dann in einer meiner neuen Keramikteller meines Bruders.
Jetzt wird sich vielleicht mancher Leser Fragen, was hat denn da den Koch geritten? Spargel so frisch im Frühling mit einer Blutwurst, welche nicht nur farblich in starkem Kontrast zu den weißen Spargelstangen steht, sondern auch geschmacklich hier einen starken Kontrapunkt zu den zarten weißen Stangen bilden kann. Dazu habe ich eine leichte helle Sauce erstellt, welche zwar immer zu solchem Spargel im Frühling und Frühsommer paßt, jedoch auch zu der Blutwurst? Sicher Geschmacksache, aber ich war selber doch leicht erstaunt, wie die fettigen Noten der Blutwurst zu dieser sahnigen Sauce und dem feinen Geschmack des Spargel passen sollte. Also manchmal ist auch ein wenig experimentieren erlaubt und angesagt, was die geschmacklichen Noten anregen kann. Als Basis hatte ich noch ein paar Zweiglein Ruccola angerichtet.
Hier habe ich einmal 2 Rezepte von Stevan Paul zusammenkombiniert und noch 2 Eier abgekocht, die sich mit dem Schwarzkümmel ganz gut zu der Gurke und den Radieschen haben kombinieren lassen. Die beiden Rezepte stehen in dem Buch „Meine japanische Küche“ auf Seite 170 und 172 und sind selbst mit der Marinier-Zeit der Radieschen auch recht schnell und einfach hergestellt. Dieses Gericht kann in kleinerer Form sehr schön als Zwischengang hergenommen werden, oder bei einer größeren Menge auch als ein kaltes Hauptgericht bei warmen Tagen recht frisch wirken. Die Gurken und Radieschen besorgte ich mir natürlich bei meinem Marktstand auf dem Viktualienmarkt und meist besorge ich mir auch die Eier bei einem Stand auf dem gleichen Markt. Dann mal ran ans schnibbeln und vorbereiten, es ist immer wieder köstlich mit frischen Zutaten zu arbeiten.
In diesen Corona-Zeiten haben wenigstens ein paar Lebensmittel-Fachgeschäfte in der Stadt geöffnet, wo man sich ein paar Delikatesse für die eigene Küche kaufen kann, wenn es diese schon nicht mehr in den Lieblingslokalen zu verspeisen gibt. Habe mir auch schon vorgenommen nach der Wiedereröffnung der Speiselokale mit Freunden eine Woche lang jeden Tag in einem anderen Lokal zu Mittags oder zum Abend Essen zu gehen, um einerseits die Gastronomen zu unterstützen, und andererseits mein Bedürfnis für so eine Art an Gourmandise auch für die Gäste auf befriedigen. Hier also mal wieder ein Fischrezept auf einer Zutat, welche leider nicht gerade oft genug auf den Teller kommt. Kabeljau aus dem Fischladen (wo derzeit das dazugehörige Bistro auch geschlossen hat) und ein Sauerkraut, welches auch vom Marktstand kommt von mir aber entsprechend aufgepeppt wird. Für die Zutaten brauche ich pro Person:
150 gr. Kabeljau mit Haut
ca. 100 gr. Sauerkraut
an Gewürzen: 2 Lorbeerblätter, einige Wacholderbeeren, einige Pfefferkörner, Salz, 1/2 Tasse Weißwein, ein Schuß Sherry-Essig oder Ähnlicher Essig und alle weiteren Gewürze je nach Geschmack und Laune.
Bei der Zubereitung beginne ich mit dem Aufkochen des Sauerkrautes, denn hier brauche ich keine fixe Zeit einhalten und kann auch die Reste ohne Probleme an den nächsten Tagen nochmals mit weiteren Zutaten aufwärmen. Das Sauerkraut sollte allerdings mindesten für 20 – 30 Minuten geköchelt werden, sonst wirkt es zu lasch und kann auch noch zu säuerlich schmecken. Parallel dazu kann dann der Fisch vorbereitet werden. Leicht mit kaltem Wasser reinigen und sehr gut abtupfen. Salzen und pfeffern, und in einer Pfanne mit Olivenöl von der Hautseite beginnend anbraten. Daneben habe ich den Backofen auf ca. 130 °C aufgeheizt, worin der Fisch anschließen für ca. 5-7 Minuten nachdünsten kann. Den Fisch also in der Pfanne auf der Hautseite für 2-3 Minuten anbraten, und wenden sowie auf der Seite ebenso für ein paar wenige Minuten leicht anbraten. Zurück auf die Hautseite drehen und in den Backofen zum Nachziehen schieben. Je nach Bedarf ein paar kleine grüne Blättchen zum Dekorieren um den Teller legen und so kann dann der Fisch platziert werden.
Aus dem „miso“ Buch von Claudia Zaltenbach habe ich mal wieder ein Rezept umgesetzt, welches sehr schmackhaft, schnell zuzubereiten geht und auch eine gewisse Abwechslung in den derzeitigen „Corona-Alltag“ bringen kann. Das Rezept ist auf Seite 28/29 zu finden und braucht nicht wirklich viele Zutaten. Der Untertitel des Rezeptes lautet: mit Zitronengras, Miso und Koriander. Hier bringt das fein geschnittene Zitronengras in den Hähnchenbällchen einen sehr feinen Geschmack dazu, wobei das Miso natürlich, je nach Menge, auch seinen Beitrag zum intensiven kräftigen Geschmack beiträgt. Der Koriander tut dann sein Übriges mit den Zuckerschoten als Grundlage auf dem Teller für eine gewisse Frische und Leichtigkeit. Der Teller sieht dann angerichtet so aus:
Diese Zubereitung habe ich zum Teil aus dem Buch von Stevan Paul, meine japanische Küche, und dazu mir ein paar Salciccia Würstchen bei meinem Viktualienmarkt-Metzger besorgt, die zusammen kombiniert ausgezeichnet zusammenpassen sollten. Für die Zutaten brauche ich also:
1 Bund Radieschen
1 El Sesam
4 El süße Sojasauce
1 – 2 Tl Reisessig
Salz und 1 El Öl
Thymian für die Salciccia zum Anbraten
Die süße Sojasauce entweder im Asiashop erstehen, oder selber herstellen, indem man 4 El Sojasauce mit 2 El Wasser und 1 Tl Zucker soweit vermischt, bis sich der Zucker in der Lösung aufgelöst hat. Hier kann aber auch leicht etwas variiert werden, je nach Geschmack und auch der weiteren Zutaten. Zur Herstellung wäre folgendes zu vermerken.
Radieschen mit dem Blattgrün unter fließendem kalten Wasser sehr gut abwaschen. Die kleinen Blätter abzupfen und zur Seite legen. Die Radieschen in der Mitte halbieren und den Sesam in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten und leicht salzen. Aus Sojasauce, Essig und Öl eine Vinaigrette anrühren, und damit die Radieschen für ca. 1 Stunde marinieren. Übrige Teile lassen sich auch gut für ein paar Tage im Kühlschrank in der Marinade aufbewahren, was die Radieschen allerdings wesentlich kräftiger erscheinen läßt. Während des marinierend kann ich dann die Salciccia leicht anschneiden und in einer Pfanne mit Öl so anbraten, das es zum Anrichten einen schmackhafte Salat aus den Radieschen mit einer warmen Wurst ergeben kann. Dieses Radieschen-Rezept läßt sich aber sicher auch zu diversen anderen Fleischwürstchen kombinieren. So sieht das dann bei mir angerichtet aus: