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Grüne Gazpacho mit Seidentofu, Cashews und Avocado

Hier einmal wieder ein Rezept aus dem Tofu Buch von Claudia Zaltenbach. Das Rezept findet Ihr im Buch auf Seite 77 und ich will hier mehr die Feinheiten beschreiben, wie ds Gericht bei mir entstanden ist. Den Seidenstoff besorge ich mir am Besten im Japanladen, sowie ebenso die Hijiki Algen, welche in getrockneter Form erhältlich sind. Alle weiteren Zutaten sind auf dem Markt zu bekommen, und das Rezept ist insgesamt leicht herzustellen und kann aufgrund des kalt servierten Zustandes natürlich auch einige Zeit vor dem Essen zubereitet werden. So ein Gericht eignet sich einerseits sehr schön als mittelgroßes Zwischengericht, oder auch in kleinerer Form als Vorspeise in Form einer kleinen Suppe. Serviert sieht das bei mir dann so aus:

Bon appetit!

Buchweizen-Kichererbsen Curry mit Salciccia

Ich wollte eigentlich schon lange einmal wieder ein Gericht mit Buchweizen zubereiten und hatte mir also vorgenommen bei meinem nächsten Einkauf in einem Supermarkt nicht unweit von mir dort nach Buchweizen zu suchen. Und ich wurde tatsächlich fündig, denn ich steuerte relativ zielsicher auf die Regale der “ausländischen” Zutaten zu, wo unter dem Schild Russland dann tatsächlich ach der Buchweizen zu finden war. Ich erinnerte mich schwach an meine Kinder- und Jugendzeit, wo es zu Hause manchmal auch dieses Pseudogetreide zu essen gab. Buchweizen ist also kein Getreide, sonder der Samen eines Knöterichgewächses, welches in der Form dreieckig aussieht und hell bis dunkelbraun in Tüten verkauft wird. Für dieses Rezept hatte ich mir ausgedacht den Buchweizen mit Kichererbsen zu kombinieren und das Gericht dann fast wie ein Curry zuzubereiten. Die Zutaten für 2 Personen wären:

  • 100 gr. Buchweizen
  • 50 gr. Kichererbsen
  • 1 kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe
  • 1 mittlere Karotte sowie 1/2 rote Paprika
  • 300 ml Wasser
  • 100 gr. Tomaten aus der Dose, oder ein solches Sugo
  • Curry, Chili, Paprika, Oregano, frischer Koriander, schwarzer Kompott-Pfeffer
  • Sesam und Schwarzkümmel
  • 1-2 Salciccia, je nach Hunger und Laune

Die Zubereitung ist nicht wirklich schwierig, denn diese kann folgendermaßen ablaufen: In einem größeren Topf in Olivenöl die Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen. Dann Karotten und Paprika kleingeschnitten dazugeben und ebenso für ein paar Minuten anschwitzen. Dann den Buchweizen, Wasser, Tomaten, Gewürze, Salz und Pfeffer dazugeben und für 30-35 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn die Zubereitung zu trocken wird, noch einen Schluck Wasser oder Weißwein dazugeben. Anschließend die Kichererbsen dazugeben und je nach Geschmack mit etwas Zitronensaft abschmecken. Vor dem Servieren kann man noch ein wenig Crème Fraîche darunterrühren, den Koriander kleinschneiden und ebenso untermischen. Ganz zum Schluß mit dem Sesam und dem Schwarzkümmel dekorieren und die gebratene Salciccia oben aufsetzen.

Seeteufel mit Dinkelnudeln und Zwiebel-Sahnesauce

Ein immer wieder schneller Teller kann auch diese Variante eines Mittagessens sein, welches mit einem sehr unkomplizierten Fisch, einem Seeteufel in Kombination solcher Dinkelnudeln und einer Sahnesauce mit diazugeschnittenen Zwiebeln mit Knoblauch sein. Da Seeteufel ja keine Gräten hat, sondern ein Knochenfisch ist geht es nur darum sich vom Fischhändler schon mal die gröbsten Häute um den Fisch entfernen zu lassen, und wenn man dann den Fisch aus dem Kühlschrank zum zubereiten holt, können noch die letzten feinen Häutchen entfernt werden, denn diese werden beim Braten sehr fest und wirken beim Essen wie Fremdkörper. Parallel zur Zubereitung des Fisches setze ich einen Topf mit gut gesalzenem Wasser auf, wo die Dinkelnudeln für 10-12 Minuten gegart werden. 1-2 Schalotten recht fein geschnitten und eine Knoblauchzehe dazu und dieses wird dann in einer großen Pfanne so angebraten, das sich dann mit Sahne oder auch Crème Fraîche eine fein gewürzte Sauce dazu hergestellt werden kann. So serviere ich das dann in einer meiner neuen Keramikteller meines Bruders.

Gurkensalat mit Soja- Radieschen und Ei

Hier habe ich einmal 2 Rezepte von Stevan Paul zusammenkombiniert und noch 2 Eier abgekocht, die sich mit dem Schwarzkümmel ganz gut zu der Gurke und den Radieschen haben kombinieren lassen. Die beiden Rezepte stehen in dem Buch “Meine japanische Küche” auf Seite 170 und 172 und sind selbst mit der Marinier-Zeit der Radieschen auch recht schnell und einfach hergestellt. Dieses Gericht kann in kleinerer Form sehr schön als Zwischengang hergenommen werden, oder bei einer größeren Menge auch als ein kaltes Hauptgericht bei warmen Tagen recht frisch wirken. Die Gurken und Radieschen besorgte ich mir natürlich bei meinem Marktstand auf dem Viktualienmarkt und meist besorge ich mir auch die Eier bei einem Stand auf dem gleichen Markt. Dann mal ran ans schnibbeln und vorbereiten, es ist immer wieder köstlich mit frischen Zutaten zu arbeiten.

Hackbällchen vom Huhn aus dem miso Buch

Aus dem “miso” Buch von Claudia Zaltenbach habe ich mal wieder ein Rezept umgesetzt, welches sehr schmackhaft, schnell zuzubereiten geht und auch eine gewisse Abwechslung in den derzeitigen “Corona-Alltag” bringen kann. Das Rezept ist auf Seite 28/29 zu finden und braucht nicht wirklich viele Zutaten. Der Untertitel des Rezeptes lautet: mit Zitronengras, Miso und Koriander. Hier bringt das fein geschnittene Zitronengras in den Hähnchenbällchen einen sehr feinen Geschmack dazu, wobei das Miso natürlich, je nach Menge, auch seinen Beitrag zum intensiven kräftigen Geschmack beiträgt. Der Koriander tut dann sein Übriges mit den Zuckerschoten als Grundlage auf dem Teller für eine gewisse Frische und Leichtigkeit. Der Teller sieht dann angerichtet so aus:

Hat wirklich gut geschmeckt!

Soja-Radieschen mit Salciccia

Diese Zubereitung habe ich zum Teil aus dem Buch von Stevan Paul, meine japanische Küche, und dazu mir ein paar Salciccia Würstchen bei meinem Viktualienmarkt-Metzger besorgt, die zusammen kombiniert ausgezeichnet zusammenpassen sollten. Für die Zutaten brauche ich also:

  • 1 Bund Radieschen
  • 1 El Sesam
  • 4 El süße Sojasauce
  • 1 – 2 Tl Reisessig
  • Salz und 1 El Öl
  • Thymian für die Salciccia zum Anbraten

Die süße Sojasauce entweder im Asiashop erstehen, oder selber herstellen, indem man 4 El Sojasauce mit 2 El Wasser und 1 Tl Zucker soweit vermischt, bis sich der Zucker in der Lösung aufgelöst hat. Hier kann aber auch leicht etwas variiert werden, je nach Geschmack und auch der weiteren Zutaten. Zur Herstellung wäre folgendes zu vermerken.

Radieschen mit dem Blattgrün unter fließendem kalten Wasser sehr gut abwaschen. Die kleinen Blätter abzupfen und zur Seite legen. Die Radieschen in der Mitte halbieren und den Sesam in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten und leicht salzen. Aus Sojasauce, Essig und Öl eine Vinaigrette anrühren, und damit die Radieschen für ca. 1 Stunde marinieren. Übrige Teile lassen sich auch gut für ein paar Tage im Kühlschrank in der Marinade aufbewahren, was die Radieschen allerdings wesentlich kräftiger erscheinen läßt. Während des marinierend kann ich dann die Salciccia leicht anschneiden und in einer Pfanne mit Öl so anbraten, das es zum Anrichten einen schmackhafte Salat aus den Radieschen mit einer warmen Wurst ergeben kann. Dieses Radieschen-Rezept läßt sich aber sicher auch zu diversen anderen Fleischwürstchen kombinieren. So sieht das dann bei mir angerichtet aus:

Gebackene Rote Beete und Würstchen

Ein sehr schönes Rezept aus dem Buch von Olafur Eliasson The Kitchen ist diese gebackene Rote Beete, welche etwas Vorbereitugszeit in Anspruch nimmt, aber dafür für das Fertigstellen und Anrichten recht schnell geht. An Zutaten für 6 Personen benötige ich:

  • 1 kg Rote Beete, ungeschält
  • 50 gr. ganze Mandeln, blanchiert
  • 40 gr fein geriebener Meerrettich
  • 1 El Sherry Essig
  • 100 ml Sahne
  • 1 El Milch oder Mandelmilch
  • 1 TL Dill, fein gehackt

Zunächst wird die ungeschälte Rote Beete gründlich gewaschen und dann bei 220°C im Backofen für 50-60 Minuten unter einer Alufolie gegart. Nach dem Abkühlen kann dann die Rote Beete wunderbar geschält werden in in mittlere Scheiben mundgerecht zugeschnitten werden. Parallel zum Garprozess kann die Sauce zubereitet werden. Die Mandeln im Mir relativ fein hacken, und in einer Schüssel mit dem Meerrettich vermischen. Den Sherry-Essig dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Sahne, Milch und Mandelmilch, sowie den Dill dazugeben und wer möchte die Sauce unter die Rote Beeten mischen, oder auch separat servieren. Das Würstchen hatte ich noch vom Vortag aus dem Kühlschrank geholt und rundete so diesen erdigen Salat fein ab. Zum Schluß hab ich noch eine kleine Frühlingszwiebel darübergeschnitten.


Kohlrabi mit Miso und Chorizo

In diesem Rezept kombiniere ich heimisches Gemüse, wie den Kohlrabi mit japanischen, bzw. asiatischen Geschmäckern, und einer Chorizo Wurst welche von der iberischen Halbinsel stammt und dort zu vielen Gerichten gerne gegessen wird. Die Chorizo habe ich ausnahmsweise mal im Supermarkt gekauft, was aber sicher auch sehr gut im speziellen Feinkost-Fachhandel zu bekommen ist. Den Kohlrabi auf dem Markt, und die Misopaste habe ich in mehreren Variationen sowieso zu Hause im Kühlschrank, wo sich diese Soja-Paste sehr lange aufbewahren läßt. Für ca. 2 Personen benötige ich ungefähr folgende Mengen:

1 Kohlrabi, 1-1/2 EL Miso, 1-2 Chorizo, je nach Größe, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, ein wenig Weißwein trocken, 50-100 ml Sahne und je nach Geschmack und Bedarf ein wenig grünes zum Dekorieren.

Die Zubereitung geht dann relativ einfach und schnell. Den Kohlrabi schälen in in mitteldicke Stifte oder Scheiben schneiden. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die geschnittene Schalotte mit dem Knoblauch darin leicht anschwitzen. Dann den Kohlrabi dazugeben und so anbraten, das er nicht Farbe annimmt. Dann kann mit dem Weißwein abgelöscht werden und ich rühre parallel die Misopaste unter die Sahne die dann unter den Kohlrabi in der Pfanne gerührt werden kann. Will man die Kohlrabi noch etwas knackig auf den Teller bringen reich so ca. eine Garzeit von 5 Minuten, je nach Hitze. Sollte die Sahne zu stark einkochen kann noch ein wenig vom Weißwein, oder wenn man gerade etwas davon im Kühlschrank hat auch etwas Dashi daruntergemischt werden. In einer zweiten Pfanne dann ein wenig Olivenöl erhitzen und darin die leicht angeschnittene Chorizo so anbraten, das diese nicht zu sehr aufplatzt. Angerichtet sieht das bei mir dann so aus:

Thunfisch mit Bratkartoffeln

Auch wenn sich dieses Gericht vom Titel her vielleicht etwas exotisch anhört, kann es wunderbar zusammenpassen in seiner geschmacklichen Richtung und auch in der Kombination von zweierlei angebratenen Konsistenzen. Der Thunfisch eben nur ganz kurz von beiden Seiten so angebraten, das er für ca. 5 Minuten im Backofen nachziehen kann, dagegen die Bratkartoffeln halb vorgekocht, und dann in der Pfanne stark angebraten, so das hier die Röstaromen entstehen können. Ich habe mir also bei meinem Fischhändler das Stück Thunfisch besorgt, welches entweder die Sushi Qualität haben sollte, oder es könnte hier auch ein Stück Thunfisch mit gewissen Fettanteilen genommen werden, welches sich dann durchaus aber in der geschmacklichen Komponente niederschlagen kann.

Die Zutaten für 1-2 Personen:

  • ca. 250 gr. Thunfisch (als dicke Scheibe)
  • 4-5 mittlere Kartoffeln, festkochend
  • 1-2 Schalotten
  • Olivenöl, etwas Butter, Salz, Pfeffer, Sesam
  • Kräuter wie Thymian, Rosmarin für die Kartoffeln je nach Geschmack

Die Zubereitung ist dann relativ einfach und schnell:

Die Kartoffeln waschen, schälen und für ca. 12 Minuten abkochen. Leicht abkühlen lassen und dann in gleichmäßige Scheiben für die Bratkartoffeln schneiden. Schalotten in Ringe schneiden und alles gemeinsam in einer schweren Pfanne in Olivenöl und Butter braten. Parallel habe ich mir das Stück Thunfisch vorbereitet. Das Stück Thunfisch von außen gut abtrocknen und mit Salz, Pfeffer und ein wenig Sesam würzen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Thunfisch darin von jeder Seite ca. 2 Minuten bei mittelhoher Hitze anbraten. Vor dem Anbraten sollte ich allerdings den Backofen auf 160 °C erhitzt haben, so das der Thunfisch darin für ca. 5 Minuten nachziehen kann. Je nach Geschmack kann jetzt noch ein wenig Petersilie oder auch etwas Frühlingszwiebeln kleingeschnitten werden, welche dann als Dekoration dienen kann. Nach dem Fertiggren den Stücks Thunfisch das Stück in jeweils 2-3 Stücke schräg aufschneiden, die Bratkartoffeln auf dem Teller anrichten und den Fisch daraufsetzen. So kann das dann aussehen:


Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen.

Zucchinipürée mit Minze nach D. Humm

Dieses Rezept ist mal wieder eine feine Sache, wenn man aus so einem vielseitigen Gemüse wie einer Zucchini ein entsprechendes Begleitgemüse erstellen will, oder auch dieses als eine wesentliche Beilage zu Kartoffeln oder auch einem kräftigen Fleisch beigeben will. Das genaue Rezept steht im Buch I love NY von D. Humm und W. Guidara. Nachzuschlagen auf Seite 399 unter dem Titel wie oben beschrieben “Zucchinipürée mit Minze”. Für mich ist diese Zubereitung auch eine ideale Art für die weitere Zugabe von anderen Gemüsesorten, welche sich geschmacklich gut dazugesellen können. Also meine ich ich die diversen Rübchen, welche im Herbst bei uns auf den Märkten zu bekommen sind, oder auch so manche Kürbisse oder Gurkensorten können hier kombiniert werden. Auch noch einfallen würde mir der wilde Brokkoli, der jetzt immer öfter an meinem Marktstand zu erhalten ist.

Und zu diesem feinen Gemüse habe ich mir eine Flasche Riesling aus dem Keller geholt, welches vom Weingut Van Volxem stammt. Dieser Riesling stammt also aus der Region Saar und von der Lage Altenberg mit dem Zusatz alte Reben aus dem Jahr 2015. Da dieser Jahrgang 2015 in Deutschland bei den Rieslingen ganz besonders gut ausgefallen ist, sollte hier eine Kombination mit einem kräftig gemüsigem Gericht wohl auch gut passen. Und es sollte sich wirklich als ausgezeichnete Wahl erweisen. Die Kombination mit dem fruchtig säuerlichen Gemüse paßte wunderbar zu dem trockenen Riesling, der sich fast schon geschmeidig zu dem Gemüse gesellte. Hier die Belege in Fotos, wie das auf den Teller kommt.