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Athen/documenta14 – der fünfte und letzte Tag

An einem Montag haben auch in Athen die meisten Museen geschlossen und so hatte ich an diesem letzten Tag wenig Gelegenheit die Locations der documenta14 zu besuchen, denn es gab nur 2 oder 3 Orte welche aber zum Teil an diesem Tag nicht bespielt wurden.

So machte ich mich zunächst in die gleich in der Nachbarschaft meines Hotels gelegene Markthalle auf, wo ich am ersten Tag schon einmal kurz durchgegangen bin, und wirklich faszinierend rurale Marktbetriebe entdeckt habe. Die Markthalle funktioniert noch wirklich wie ein täglicher Markt der morgens früh die Ware anliefert, und abends, insbesondere die Fische auch verkauft sind.

Frisch auf Eis gebettet sind alle Waren direkt zu beurteilen und nur die Metzgereien haben inzwischen ihre Waren zum Teil hinweglas in gekühlten Vitrinen etwas verborgen.
Die Markthalle besteht aus einem großen hohen Mittelschiff, und seitlichen 2 kleineren Seitenschiffen, wobei hier auch eine Eisenkonstruktion zugrunde liegt.

Das Mittelschiff mit Licht von oben und einer guten Belüftung.

Eines der Seitenflügel, wo die Fleischstände untergebracht sind.
Mittags ging es dann noch in ein Lokal Namen „cookoovaya“, welches ich per Pedes in Richtung Osten erreichte und hier um 13 Uhr mal wieder der erste Gast war. Fast mitten in einem Wohngebiet mit diversen anderen Lokalen außenherum hätte man auch auf der Terrasse vor dem Lokal Platz nehmen können, jedoch war das Wetter zu schlecht, und die weißen Tische und Stühle standen nur undekoriert herum. Ich ging hinein und konnte mir einen Tisch aussuchen, wobei ich gegenüber einem langen Tresen Platz nahm, wohinter ein Teil der Küchencrew schon fleißig wergelte. Ich bestellte mir Vor- und Hauptgericht wobei ich gespannt auf das Rindertartar am Montag war, denn auch hier in Athen haben die meisten Restaurants am Montag geschlossen.

Auf einem großen schwarzen Chip, wohl mit Sepiatinte durchgefärbt, kam das etwas wenig angemachte Tatar daher. Oben auf noch 3 Käsechips und ansonsten insgesamt recht schmackhaft von der Fleischqualität.
Zum Hauptgang hatte ich eine Ente bestellt, welche sehr stark angebraten war und in einer Art Sauce aus Kastanien, Thunfisch, Pfeffer schwamm.

Von der Fleischqualität recht ordentlich, aber insgesamt wohl zu lange gebraten und dann zu schnell und heiß aufgewärmt.
Das wars dann mit Athen. zum Abschluss nochmals das Bild der Akropolis bei Nacht von der Hotelterrasse aus:



 

Athen/documenta14 – der vierte Tag und Vintage Weinbar

Es ist inzwischen Sonntag an meinem vierten Tag in Athen und ich habe bereits die meisten Museen mit Ausstellungsprojekten der documenta abgeklappert, welche ich sehen wollte. So machte ich mich auf einen besuch eines Museums auf den Weg den ich bereits vor vielen Jahren einmal gegangen bin und besuchte das Kykladen Museum eines privaten Sammlers und Sensors dieses Museums, was wieder sehr interessant sein sollte. Überrascht wurden die Athen Besucher allerdings von einem starken Regenschauer und Gewitter, der auch mich heftig erwischte und ich mußte zurück ins Hotel um mich umzuziehen und mit trockenen Klamotten weiter auf meine Tour zu gehen.

Von dort aus erkundete ich noch einen weiteren Park eines der Museen, wo Künstler eine Klanginstallation für die Zeit der documenta14 aufgebaut hatten, und da trotz des recht nahen und lauten Straßenverkehrs die Parkruhe nicht ganz zu genießen war, konnte man den Klängen der diversen Lautsprecher immer wieder in den verschiedenen Ecken der bepflanzten Ecken lauschen.
Insbesondere aber wollte ich an diesem Abend in die Vintage Bar, die auch am Sonntag ab 18 Uhr geöffnet hatte, und so schlenderte ich, da in Fußmarschnähe, so kurz nach 18 Uhr Richtung der Bar wo gerade mal 2 Japaner in die Karte vertieft waren. Ich wurde vom Personal gleich wieder erkannt und konnte mir einen Platz aussuchen.
Warum zeige ich hier diesen Titel der Weinkarte? Seit 2 Jahren hat diese Weinbar im Zentrum von Athen geöffnet, und wenn man sich die gesamte Karte so durchblättert kann man doch einige sehr interessante Posten – aus der ganzen Welt entdecken. Preislich durchaus angemessen aber der Clou an der Sache liegt an einem heute auf dem Markt befindlichen technischen Gerät, welches es erlaubt alle Weine, die getrunken werden wollen, glasweise wie angekündigt, auszuschenken. Das Gerät heißt „Coravin“ und ist technisch gesehen eine Apparatur mit einer dünnen Edelstahlnadel, die durch die Kapsel und den Korken geführt werden kann, und die entnommene Menge an Wein mit einem neutralen Gas namens Argon wieder aufgefüllt wird. Und das wird in dieser Bar wohl recht erfolgreich praktiziert.
Ich bestelle mir also eine Vorspeise und einen Hauptgang, da ich mehr erst auf die unterschiedlichen Wenn lege die ich heute Abend so verkosten möchte.

Vorspeise sollte ein Wildkräutersalat mit dünnen Pastaplatten dazwischen sein, welcher fein abgeschmeckt war und einen guten Start in den Reigen der flüssigen Ingredenzien bildete.

Als Hautgang gab es dann ein Stück von der Lammkeule ohne Knochen, welche perfekt abgeschmeckt und wunderbar rosa gegart war.
Zu den Weinen:

Der erste weiße war ein Cuvée aus 30% Semillon und 70% Acintiko, (wenn ich das richtig geschrieben habe?), us 2016 und konnte recht gut überzeugen. Feine Säure und gut abgerundeter leichter Schmelz, der sich im Abgang fortsetze. (16/20). Dann machte ich bereits mit den roten Sorten weiter, denn mit Weißweinen ist es in Griechenland nicht so wirklich prickelnd. Ausnahmen bestätigen die Regel

Dieser Wein aus dem nördlichen Peleponees wird aus der Traube Agiorgitiko gekeltert, welche fast ausschließlich in Griechenland angebaut wird. Der Saft wurde für ein Jahr im Barrique vergoren, was mir das Personal der Vintage Bar berichtete, und ich konnte eine dichte fest und feine Komplexität feststellen, welche mich von der Qualität dieses roten Tropfen doch recht gut überzeugte. Als 2014er paßte dieser ausgezeichnet zu meinem Lamm. (16,5/20)

Dann gab es diesen weiteren roten Traubensaft, welcher mir irgendwie von der Beschreibung durch die Lappen gegangen ist, aber nach meinen Notizen eine tolle Struktur aufwies und die Region Nehme. wie auf dem Etikett zu lesen eine der guten Anbaugebiete auf dem Peleponees wohl sind. (17/20)

Weiter ging es mit einer internationalen Traube – einem Cabernet Sauvignon – aber einem etwas älteren Jahrgang 2006, was insofern auch wieder interessant war, denn wirklich so alt erschien mir dieser Wein im Glas wirklich noch nicht. Gut, 11 Jahre sind kein wirkliches Alter für einen gut ausgebauten CS, aber hier zeigte sich doch noch immer eine klitzekleine grüne Note, woher auch immer, dicht und feine Noten mit sehr guten Nuancen der Frucht und einer feinen Struktur. (17/20)
Und als dann schon alles abgeräumt war wollte ich noch einen finalen Abschlußwein verkosten, der ja auch etwas Besonderes sein konnte, weiterhin gerne von der Griechischen Halbinsel, und so wurde mir etwas präsentiert was wirklich außergewöhnlich für meine Vorstellungskraft war.

Dieser Rotwein aus 1999 vom Weingut Economou mit der Bezeichnung SITIA wird aus 80% der Traube Liatiko und 20% der Traube Mandilaria gekeltert. 2 wieder einmal wohl autochthone Sorten, welche wohl fast ausschließlich hier in Griechenland angebaut werden. In der ersten Nase wirkte dieser Wein für mich wie ein sehr guter Pinot aus dem Burgund. Weiterhin eine sehr feine Kräuterwürze am Gaumen, dicht und mit exzellenter breiter Säuerung ausgezeichnetem Fruchtspiel. Super Abgang und sehr feine dichte Noten. (18+/20) Die Bar-Mitarbeiter berichteten mir, das diesen Weingut die Philosophie verfolgt, das die Weine sehr lange im eigenen Keller befassen werden, und erst in den Verkauf kommen, wenn das Weingut denkt, das die Weine auf dem richtigen Reifeniveau sind. Und das zeigte sich überdeutlich bei diesem 1999er denn das ist derzeit wohl der aktuelle Jahrgang der derzeit verfügbar ist.  TOLL!

Athen/documenta14 -der dritte Tag und Botrini’s

Am dritten Tag in Athen ging es natürlich erst einmal wieder zu den entsprechenden Locations der documenta14 wo es bei mir zunächst einmal zur Academie of Fine Arts ging und weiteren kleiner Ausstellungsorten.

  
Da ich mit weiteren Besuchern zu früh am Platz der Academy eingetroffen war hatte ich die Möglichkeit einige der Grafittis an den Wänden zu fotografieren. Da ein Fest am Abend zuvor dort stattgefunden hatte, sah es recht wild aus so zwischen den Gebäuden, was nicht so wirklich fotogen wirkte. Die Ausstellung war dafür durchaus interessant mit seinen Beiträgen.
Am Abend hatte ich dann nochmals eines der besseren Restaurants in Athen gebucht wasch gleich hier berichten werde. Mittags hatte ich dann wieder einmal das Glück ein kleines Lokal zu erwischen, wo ich mir eine sehr interessante Vorspeise bestellen konnte: Das waren eine Art Cremekügelchen mit Oliven, welche wohl in einer Fritteuse gebacken waren und insgesamt recht gut schmeckten.

Und dann ging es Abend um 20 Uhr ins Botrinis, welches im Nordosten der Stadt in einem Wohngebiet liegt und auch einen schönen Garten hat, aber an diesem Tag zu schlechtes Wetter war, um dort zu speisen.

Drei weitere Gäste standen bereits kurz vor 20 Uhr vor der Tür und wir wurden dann kurz vor Öffnung des Lokals in die Etage eingelassen, wo wir unsere Plätze einnehmen konnten.

Ich hatte fast Schin die Auswahl, und wählte mir den Platz mit Aussucht auf die Küche. Klar, denn da bekommt man am meisten mit, was so in der Küche und im Service passiert. Ich bestellte mir also das Menu „my Origins“ mal wieder mit Weinbegleitung (was mich später wieder reute), welche auf der Karte mit 7 Gängen ausgewiesen wr, was sich allerdings mit weiteren 3 Gängen aus der Küche sehr wohlwollend ergänzt wurde und durchaus auch überzeugen konnte. Das bezog sich aber leider nur auf die Menüfolge und konnte mit der Weinbegleitung zum wiederholten Male leider nicht überzeugen. Ich werde hier nicht die kompletten Titel der Gerichte wiedergeben, weil diese zum Teil sehr ausufernd formuliert worden sind, aber habe von allen Gängen ein Foto und eine kurze Beschreibung. So empfängt mich also der Tisch, welcher dezent reduziert und aufgeräumt dekoriert ist.

Los geht es mit einer Minipizza, welche auf der Speisekarte wie folgt tituliert wird: „Our pizza, travelling from Naxos to Corfu 2015“  Auf einem Cracker wird eine Creme mit weiteren Tupfern von grünem Creme präsentiert was sich insgesamt eher als kleiner Happen zeigt, als wie angekündigt als Pizza. Das Gestell darunter zieht wohl noch mehr seine Aufmerksamkeit auf sich denn hier zeigt die Struktur mehr visuelle Anziehungskraft als das Gericht an sich.

Dann folgt ein weiteres Minigericht welches als „Macaron from wild mushroom, hazelnut and hints of 5 Spikes 2013“ tituliert wird.

Dieses wundervolle Macaron wird in einer Holzbox präsentiert und auf einer Mohnschüttung, welche ich nicht weiter anrühre. Das Macaron ist dafür mit seiner nussigen Geschmacksnouance sehr gut und macht einen sehr guten Eindruck. Dann folgen die Vor- und Hauptgerichte, welche noch von einigen Zwischengängen aus der Küche ergänzt werden. Davor noch eine kleine Vorspeise aus einer Porzellanform in Ei-Größe, wo sich eine feine Creme mit Vanille, Honig und Vermocht befindet. Sehr gelungen und ein feiner Vorgang zu den Hauptgerichten.

Dann folgt der erste Hauptgang mit einem Schwertfisch Carpaccio, welches sich auf einer Glasplatte und einigen süßlichen Früchten wie Weintrauben als ausgezeichnet präsentiert.

Zwischendurch gab es dann immer mal wieder ein weiteren, nicht auf der Karte stehendes Zwischengericht, was sich als ausgezeichnetes Intermezzo zeigen sollte. So hier ein kleines Gericht einer marinierten Sardine mit verschiedenen Kräutern.

Der nächste Gang sollte den Titel „Octopus in his natural Environment 2001“  erhalten und konnte geschmacklich sehr gut überzeugen, wobei die theatralisch Inszenierung schon fast den Focus auf das Gericht fast ganz ausblenden ließ.

Ein hölzerner Kasten mit Sand, Muscheln und verschiedenen Teilen aus den Meeren der Welt wurde aufgetischt, wo sich auf der oben aufgesetzten Glasplatte der angerichtete Oktopus mit einem großen Chip und diversen kleineren Ingredienzien präsentierte.
Dann kam der Hammer des Abends, weil ich fast schon an der Menge, aber auch an der Dichtigkeit der Portion und dem dichten Gehalt von Nudeln, Ente und Trüffeln scheiterte.

Und das war noch lange nicht der letzte Streich aus der Küche für mein Menü. Der tatsächliche Hauptgang wurde wie folgt betitelt: „Organic veal check as a „blanquette de veau“  lost in the Woods 2016″ was sich aus ausgezeichnet gebratenes Kalbsfleischstück präsentierte mit einer kräftigen Sauce mit grünem Pfeffer, wo ein erstes Mal der empfohlene Wein auch wirklich einigermaßen dazu paßte.

Dazwischen gab es auch noch ein kleines Gericht mit einem geeisten Joghurt in der Mitte und ringförmig angeordnet rote Beete, Mohrrüben und Rettich was sich insgesamt sehr gut ergänzte.

Zum Finale gab es einen Pre-dessert, welcher einige weiche Kügelchen in weiß in einer Rosensauce-Flüssigkeit schwimmend zeigte.

Schmeckte insgesamt recht süß pappig, was wohl an der Rosenflüssigkeit lag, war aber sonst von der Konsistenz recht angenehm war.
Als Dessert gab es dann einen sogenannten „Bounty Colada 2012“, was sich als zum Teil frische Joghurtvariante mit grün karamellisierten Blättern darstellte.

Zwischendrin noch eine Praline mit Schokolade, und sonst wirkte dieser Dessert nach der üppigen Speisenfolge etwas zu süß und füllig, was mich auch dazu brachte nur die Hälfte zu verspeisen.
Fazit hier ist für mich insgesamt recht positiv, was sich auf die Speisenfolge bezieht. Leider konnte auch hier die Weinbegleitung nicht überzeugen, was sich durch eine der roten Weine zum Glück ein wenig aufwerten lassen konnte.
Das Restaurant ist durchaus zu empfehlen und erhält von mir eine Bewertung von 16,5/20 Punkten.


 

Athen/documenta14 und der zweite Tag

Am zweiten Tag in Athen ging es also erst einmal zu einigen der wesentlichen Ausstellungsorte der documenta14 welche interessanterweise alle ohne Eintrittsgeld zu besuchen waren. Da waren das National Museum of Contemporary Art und auch weitere kleiner Ausstellungsorte in der Stadt. Angekündigt wurden diese Ausstellungen der documenta14 im Wesentlichen auf Plakaten in Bushaltestellen wie hier zu sehen:

Aber mittags ging ich erst einmal in ein kleines Fischlokal, welches in einer der vielen kleinen Fußgängerzonen nicht unweit mit Museum of Contemporary Art gelegen war.

Das Wetter ließ es gerade noch zu draußen auf der Terrasse zu sitzen und so bestellte ich mir eine Portion Oktopus mit Olivenöl und Knoblauch und zum Hauptgang eine, wie auf der Karte verzeichnet, Brasse, was sich dann wohl aus ausgezeichneter Gebratener Loup de Mer herausstellte.


Beides recht schmackhaft, wunderbar gebraten und für einen fast unschlagbaren Preis, der mich immer wieder in dieser Stadt bei den Mahlzeiten verblüffte. Auf einem weiteren Fußweg noch zu einer anderen Ausstellungsorte Location, und dann sollte es am Abend in ein Sternelokal namens Hydra im Onassis Cultural Center gehen, wo in der Sommerzeit auf der Dachterrasse, welche verschlossen werden kann gespeist wird.
Dort war ich erst einmal etwas zu früh am Ort und konnte mich so ein wenig umsehen, was folgende Impression zeigte:

Reserviert hatte ich hier also auf 21:15 Uhr, was in Griechenland nicht ungewöhnlich ist, denn hier wird auch recht spät gegessen, bzw. die Restaurant öffnen of erst so gegen 20 Uhr Ihre Tore. Vom Restaurant aus, im 7. Stock des Cultural Centers gelegen, hat man auch einen gigantischen Ausblick auf Athen. Und von Innen sieht das dann so aus:

Das Hydra hat einen Michelin Stern und ich wollte eigentlich mehr über das Menü und die Speisefolgen berichten, doch kam es ein wenig anders als ich mir so gedacht hatte. Am Nachbartisch wurde eine e-Zigarette geraucht, was schon etwas irritierend war, und insgesamt muß ich sagen war die Speisenfolge mit der Weinbegleitung recht eigenartig zusammengestellt, so das ich hier nur drei der gereichten Speisen, bzw. deren Begleiter vorstellen möchte. Als einer der ersten Beilagen gab es einen großen grünen Chip, welcher wohl mit Spinat eingefärbt war der geschmacklich recht gut auch noch mit ein paar Saucenklecksen versehen war.

Dann folgte einige Zeit später eine Pilzconsommée mit einer Einige von Schwarzwurzel oder Spargel, welche ausgezeichnet kräftig und gut gewürzt war.

Aber der beste Gang für meine Begriffe war eine Sache, die ch so bisher noch nicht verkosten konnte. Ein frisch gebackenes Brot in Muffin Form, mit einem Schälchen Olivenöl und einem Zweig Oregano darin, welcher mit einem kleinen Häufchen Salz ergänzt war. Das Brot noch gut warm und ausgezeichnet gewürzt konnte wunderbar mit dem Olivenöl und dem Oreganozweig bestrichen werden und dann mit mit Salz abgerundet werden.

Ich hatte mir das 8 Gänge Menü mit der Weinbegleitung bestellt, was mich zwar neugierig gemacht hatte, was sich der als fast kleines Fiasko herausstellen sollte. Die begleitende Weine waren fast alle irgendwie nicht wirklich oder garnicht passend zu den Gerichten ausgewählt, und der Gipfel war dann der süßliche Sekt zum Dessert, den ich dann auch stehen ließ. Aber Schwamm darüber, denn am nächsten Tag hatte ich die zweite Chance in einem weiteren sehr guten Restaurant, was gleich folgend zu berichten ist.


 

5 Tage Athen mit documenta14 und kulinarischen Erlebnissen-der erste Tag

Meine nächste kleinere Reise sollte also nach Athen zum ersten Teil der documenta14 nach Athen gehen. 5 Tage Ende Mai sollten dafür reichen, und im Vorfeld hatte ich mir dann auch gleich einmal 2 empfohlene Lokale per mail reserviert. Das erste Lokal mußte ich allerdings 3 Tage später nochmals buchen, da meine erste Anmeldung wohl nicht eingetroffen war. Nach längerer Anreise vom Flughafen, der recht weit außerhalb Athens liegt, konnte ich den letzten Weg per Pedes zum Hotel zurücklegen, was ich auch gleich, in der Nähe der Markthallen gefunden hatte. Ein wenig frisch gemacht, machte ich mich auf eine erste kleine Tour durch die Strassen der Umgebung, was sich gleich auch als recht interessant herausstellte, denn ich entdeckte eine Weinbar namens Vintage, welche erst 2 Jahre hier geöffnet hatte und fast alle der Flaschenweine auch glasweise anbietet. Möglich macht das heute ein noch nicht so alte Erfindung, wo mit einem Gerät ein ganz dünnes Edelstahlrohr auch Kapsel und Korken gebohrt wird, und die entnommene Menge an Wein mit einem Gas, welches neutral sich dem Wein gegenüber verhält, nachgefüllt wird.
 
Da ich der einzistge Gast um diese Uhrzeit, welche so ca. 17 Uhr war, kam ich mit dem Menschen hinter der Bar ins Gespräch und er konnte mir etwas über griechische Weine erzählen und auch entsprechende Tropfen einschenken.
Zunächst gab es einen weißen aus Santorin vom Weingut Hatzidakis,  – -Weinbeschreibung

Dann gab es einen roten aus 2013, welcher auch mit den typischen Trauben aus Griechenland winifiziert wurde.

Mit diesen ersten Eindrücken von einer kleinen Verkostung gibt es später noch mehr, denn ich wollte dann am Sonntag Abend in die gleiche Weinbar einkehren, um dort dann auch zu essen und weitere griechische Tropfen zu verkosten. Bei meinem kleinen Rundgang um das Hotel herum hatte ich ein kleines Lokal in einem Eckgebäude entdeckt, welches mir sehr interessant erschien. Mitten in dem Lokal befand sich eine Art Metzgerei, wo die Menschen auch einkauften.
  
Also um ca. 19 Uhr direkt dorthin, was sich als vorteilhaft erwies, denn der Andrang auf das Lokal war später am Abend so stark, das die Leute vor der Tür schon eine kleine Schlange bildeten. Ich bestellte mir eine Vorspeise, was sich als überbackener Käse mit Tomaten herausstellte, dann zum Hauptgang, zweierlei Würstchen, welche mit Pitabrot, Joghurt und auch Tomaten serviert wurden, sowie gab es einen kleines Teller Joghurt, der in der Mitte mit karamellisierten Karotten wie ein Spiegelei daherkam. Starten sollte das Abendgericht allerdings mit einem auf einem Papier auf dem Tisch geschmissenen aufgeschnittenem Rinderschinken der ausgezeichnet schmeckte.

Der interessant wirkende Dessert sah dann so aus und schmeckte ebenso recht gut.

Insgesamt war das mit diesem Abendessen schon mal ein abgerundeter erster halber Tag in Athen, der dann bei einem Glas Weißwein auf der Dachterrasse des Hotels endete, wovon man einen einmaligen Blick auf die Akropolis hatte.

Das Dos Palillos in Barcelona

Nach den 4 Tagen Priorat und Penedès hatte ich mir noch eine kleine Auszeit in Barcelona gegönnt, wo ich dann vom Montag bis Mittwoch ein paar Lokalität ausprobieren wollte, aber nach vielen Jahren auch einmal wieder die Stadt Barcelona, und insbesondere den Markt La Boqueria entdecken. An dem Dienst Abend der mir zur Verfügung stand hatte ich also einen Platz im Dos Palillos von München aus reserviert, welches von einem ehemaligen Küchenchef des El Bulli, Albert Aurich, betrieben wird. Aurich war 2001 bis 2007 Küchenchef im El Bulli, und nach einer gemeinsamen New York Reise mit Fern Adria stellte sie ein neues Konzept für dieses Lokal zusammen, was auf Dim Zum und asiatischer Küche basierte. Aurich präsentiert Fern Adria ein entsprechendes Konzept vor und das neue Lokal Dos Palillos wurde dann im April 2008 in einer kleinen Nebengasse in der Innenstadt von Barcelona in Nachbarschaft des Camper Hotels eröffnet.
Los gehen sollte es also um 19:30 Uhr, was die frühestes Öffnungszeit in diesem Lokal war. Für spanische Verhältnisse fast schon früh, denn in Spanien wird oft erst um 22 Uhr zum Abendessen gegangen. Ich war allerdings nicht der erste im Lokal, welches sehr interessant eingerichtet ist, denn es gibt im Prinzip nur Plätze rund um eine hufeisenförmige Bar, welche um eine Küche angeordnet ist. Mehr später auf den Bildern zu sehen. Ich bekam einen Platz ganz am Ende der Bar und hatte im Prinzip einen ganz guten Überblick über Gäste und Küche.

Dos Palillos heißt im Prinzip, zwei Stäbchen, was auch eines der Grundwerkzeuge der asiatischen Küche, welche ich besonders liebe, immer war und weiter sein wird.
Dann gab es die Auswahl zwischen kleinem und großem Menü, wobei ich mir das größere aussuchte, was mit 95.-€ auch nicht wirklich überzogen teuer, nein eigentlich eher günstig erschien für die angekündigten 16 Gänge, welche sich dann eher noch mehr anfühlten. Da es sehr asiatisch wohl sein sollte, bestellte ich mir also aus einer recht reichhaltigen Getränkekarte zunächst einmal einen Fake, der so bis zu den Fleischgerichten auch reichen sollte.

Hier der Sakekühler aus einem Stück Bambus, der ohne Probleme die Eisflüssigkeit halten konnte.
Sehr interessant war zu beobachten, das die ganze Crew hinter dem Tresen gemeinsam die Schälchen für die verschiedenen Gerichte anrichtete und alle Gäste an der Bar fast gleichzeitig Ihre entsprechenden Gänge erhielten. Trotzdem gab es einen großen Zettelkasten n einer Säule, wo der Chef der Küche ansagte und auch die servierten Gerichte abhakte.

Dann gehts los mit den diversen Gerichten auf immer recht unterschiedlichen Platten angerichtet.


Als erster Gang ein Minicracker mit Frühlingszwiebeln und etwas fischigem, sowie Minikrabben getrocknet mit einem Stroh von einem Kraut was ich akustisch nicht verstanden hatte, es aber wie Spargel oder ähnlichem schmeckte. Super passend der Sake dazu, was mir besonders Spaß machte.

Dann gab es links einen frischen Salat von Sprossen, Radieschen und auch wieder etwas fischiges, welches von 2 Spargelspitzen mit Sauce und einer Art Kaffeekränzchen, welches nusszig schmeckte ergänzt wurde. Wieder sehr gut zum Safe.

Jetzt wurde es schon richtig spannend, denn hier gb es als Grundlage einigen kleinen Algensalat mit darauf drappiertem stark mariniertem Fisch, der in Richtung Fleisch schmeckte, aber eine irreKonsistenz hatte.

Nicht nur das Geschirr war hier ganz außergewöhnlich, wo sch die Form einer halben Fischgräte in der Fläche abdrückte, sondern der marinierte Lachs wr kombiniert mit einer sehr hellen Schicht, fast wie Papier, welche aus Kartoffeln bestehen sollte, wenn ich das richtig verstanden hatte.

Dann gab es einen marinierten Kabeljau in einer Fischgen Sauce mit Kaviar obenauf, was eine schöne Kombination darstellte, den Kaviar aber etwas untergehen ließ.

Und noch ein Fischgang mit Sepia, welcher wohl auch stark mariniert war, und sich mit ein paar kleinen Zwiebelstücken äußerst gut auf der Schieferplatte und m Gaumen machte. Damit waren zunächst wohl einmal die Fischgänge durch und es sollte einen kleinen Zwischengang geben, der sich aus 2 Schalen um Komponenten zusammensetzte.

Links ein Kokoseis, als Sorbet, mit kleinen grünen Ergänzungen und rechts in der Schale ein paar grüne Erbsen mit frischer Note und ganz passend so als Ergänzung zu dem Kokoseis.

Aber noch ein Meeresfrüchtegang sollte sich hier anschließen, denn es folgte eine Garnele auf einer Schieferplatte, den ausgelösten Kopf, wohl etwas angebrüllt, und in dem Schälchen darüber ein Kaviar, der vorzüglich sich zu dem Meerestier ergänzte.

Hier bin ih mir nicht mehr sicher was serviert wurde, denn ich hatte nicht mitgeschrieben, was sich am Ende doch als kleiner Fehler herausstellen sollte. Ich denke es handelte sich hier um Lamm mit vielen Kräutern obenauf abgeschmeckt, welche recht kräftig daherkamen und ausgezeichnet schmeckten. Erdig, Kräuter, tief im Boden. Und dann sollte es auch so langsam Richtung Fleischgerichte gehen, woraufhin ich mit ein Glas Rotwein bestellte.
  
Aber wie hier zu sehen, sollten die beiden nächsten Gänge einer der Klassiker, woraufhin ja das Konzept des Lokales ursprünglich aufgebaut war, auf den Tresen kommen. Dim Sum aus dem Bambusdämpfer, der links mit einem Schälchen Sesam serviert wurde, und eine Fleischfüllung sein sollte, und recht ein innen flüssiges Dim Sum, welches empfohlenermaßen auf einen Bissen zu essen war. Beide schmeckten ganz ausgezeichnet und brachten so den Übergang zu den fleischlichen Gerichten.

Mitten im Lokal gab es eine offene Feuerstelle, die bereits ganz zu Beginn schon vor sich hin flämmelte und nun zum Einsatz kommen sollte. Das wohl lange abgehangene Rindfleisch wurde von allen Seiten kurz angeröstet und dann so aufgeschnitten, das es sich wie hier auf der Schieferplatte auslegen ließ. Dazu gab es ein kleines Schälchen mit einem Eigelb und eine kleine würzige helle fest Sauce dazu.

Dann sollte für mich hier der absoluteHöhepunkt des gesamten Menüs kommen. Ein Kombination aus Kimchi (links die 2 Häufchen) und ein dry aged Schweinefleisch welches ebenso kurz auf dem Grill angeröstet wurde und dann so aufgeschnitten wie hier auf der Steinplatte serviert. Keine Fasern, sehr kräftig aber ausgewogen gewürzt. Unwahrscheinlich fein und super abgestimmt mit dem Kimchi, welches bei Nachfrage etwas anders als das klassische koreanische Kimchi wenig fermentiert wurde, sondern nur in Gewürzen über 1-2 Tage eingelegt. Super!
 
Die ersten 2 Dessert mit einem frischen kräutrigen Konsistenz und eine Creme.
 
Dann folgt ein Schokoladenkuchen mit viel Machateepulver, was aber gut paßt und mit einer Nocke Mangoeis, sowie eine Schale mit 2 gebackenen Kugeln welche eine feine Füllung ins sich haben.
Damit hat sich die Menüfolge erst einmal abgeschlossen und ich komme zu meiner ganz persönlichen Bewertung: Service 8/10 Punkten, Menü 8,5/10 Punkten, Getränke bei den 2 von mir ausgewählten recht passend. Ein ausgezeichneter Abend.

 

Weinreise ins Penedès und Priorat, der vierte Tag

Am vierten und letzten Tag der Weinreise ins Priorat/Penedès besuchten wir eine kleines Weinfest in Falset im Priorat und anschließend das Weingut Pares Balta im Pendès. Die Fira del Vi in Falset begann erst so gegen 11 Uhr und somit hatten wir eine gemütliche Anfahrt von unserem Quartier in Reus bis wir dort eingetroffen waren, unsere Anmeldungen getätigt hatten, ein wenig Informationsmaterial bekommen und ein Verkostungsglas entgegennehmen konnten. Auf einem freien Platz nicht weit weg von der Genossenschaftskellerei waren einige Zelte aufgebaut, welche jeweils ein oder 2 der präsentierenden Weingüter beherbergten. Für ein paar Euro hatten wir also alle in der Gruppe unsere Unterlagen und das Verkostungsglas erhalten und konnten so in der nächsten Stunde an den verschiedenen Ständen einige Weine verkosten, die wir bisher nicht kannten, oder auch zu den Weingütern nochmals pilgern, die wir in den letzten 3 Tagen bereits in der Region besucht hatten

Da war zum Beispiel Mas Martinet an einem Stand und dieses Weingut ist verwandtschaftlich verbunden mit einem Weingut wo wir am ersten Abend in Reus eine Magnum verkostet hatten, vom Wein „Venus“ der uns allen in der Gruppe recht gut mundete. Die rote Silhouette in der Mitte des Bildes stellt die Region Priorat dar, und so starteten wir mit dieser erneuten Verkostung der Weine.

Die Zeltstände waren alle gut beschriftet mit dem Weingut und der Region aus welcher die einzelnen Weingüter im Priorat oder Montsant auch herkamen. Bei schönem Wetter, was in den Tagen nicht so ganz sicher war, konnten wir also eine gute Stunde zwischen den Gängen flanieren und einige der uns auch noch nicht bekannten Tropfen verkosten. Ein weiteres Getränk wäre auch noch zu entdecken gewesen, wozu wir aber in den kurzen vier Tagen nicht wirklich gekommen waren. Das ist der Vermut, der in dieser Region auch eine bereits lange Tradition hat.

Dann ging es wieder zurück zum Kleinbus und auf einer ca. einstündigen Fahrt zum Weingut Pares Balta, welches in der Region Pendés liegt in Richtung Barcelona.



Wir wollten dann eigentlich mit einem Geländewagen in die Weinberge fahren, jedoch stellte sich heraus, das es fast zu einer Schleuderfahrt werden sollte, denn der eine Reifen des Geländewagen hatte schlicht zu wenig Luft, oder war bereits komplett flach. Also ging es wieder zurück und wir erweiterten die Verkostung im Weingut auf ein paar weitere Flaschen, was nicht unangenehm war. Die erweiterte Verkostung brachte uns also 10 Weine und ein Olivenöl zur Verkostung.

Hier auf dem Foto nur eine gewisse Auswahl der Flaschen, welche in diesem Weingut eine komplett andere Vermarktungsstrategie verfolgt. Es werden sehr schlichte und kleine Etiketten verwendet, die gerade einmal die Basics an Informationen zu den beinhaltenden Weinen liefern.
Das Weingut Pares Balta ist seit 2012 als Bio-dynamischer Betrieb zertifiziert und bewirtschaftet derzeit ca. 200 ha Weinberge. Es werden auch Weinberge im Priorat und im Ribera del Duero bewirtschaftet.
In einem schönen Verkostungsraum können wir dann an einem großen Tisch im Stehen die diversen Javas und Weine mit einem abschließenden Olivenöl die Bandbreite ausloten.
Ein sehr schöner weißer Tropfen ist dabei, welcher aus der Traube Charello gekeltert wird.
Recht überzeugend war hier insbesondere ein 100% Syrah aus 2012 der im neuen Holz ausgebaut wird und mit weniger Nase bei frischen Gewürznoten eine feine Schärfe am Gaumen abgeben konnten.

Ein kleiner Rundgang vor der Verkostung im Weingut durch die Keller zeigte auch hier das recht viel Java erzeugt wird, der zwar auch exportiert, bei der Größe des Weingutes, aber auch viel im eigenen Land getrunken wird.

Fazit für mich und sicher einem Teil der Gruppe der Mitfahrer war hier, das es sehr spannende sein kann so eine Region zu entdecken, welche wir allesamt bisher nicht besucht hatten. Vorbereitet war diese Reise durch den Veranstalter AOC-Genusscréateure aus Wien einmal wieder ausgezeichnet, was die Tagesabläufe, aber auch die einzelnen Besuche auf den Weingütern und die diversen Besuche in Lokalen betraf. Dazu kämm allerdings auch das die Menschen in dieser Region ausgewiesen freundlich uns allesamt empfangen hatten und das dann die Sache mit der Sprache und vielen anderen Kleinigkeiten bei so einer Neuerkundung durchaus leichter macht sich zu begegnen.
Also hoffentlich bald wieder uf eine weitere solche spannende Weinreise mit anderer Besetzung.
Auf ein gutes Glas in einer anderen Region.



 

Weinreise ins Penedès und Priorat, der dritte Tag

Am dritten Tage dieser Weinreise sollten wir drei Weingüter anfahren und dort verkosten und am Abend gemeinsam in eines der besten Restaurants in der Ortschaft Reus gehen.
Die Weingüter sollten sein:
Mas Martinet
Clos Figueras
Clos Mogador
Der Start bei Mas Martinet begann damit, das wir alle in der kleinen Gruppe in einen großen grünen händegängigen Wagen verfrachtet wurden und auf eine holprig angelegte Weinbergstrecke gefahren wurden. Da wir nicht alle in die vordere Kabine passten, wurden drei der Herren  auf die hintere Pritsche verfrachtet, was zumindest bei dem trockenen Wetter noch einigermaßen erträglich war. Die Aussicht war dafür, je höher wir in die Weinberge gelangten, von hinten auf der Pritsche  dann um so besser.  Es ging dann fast bis auf über 600 Meter hoch, wo dann ein kleines zweites Frühstück ausgepackt wurde, und auch der Wein dazu nicht fehlen durfte. Aber um so faszinierender war hier zu entdecken, das der Vater des Weingutes, welches 1989 gestartet ist, die Weinreben alle mit einer Metallstange und jeweils 2 Metallringen versehen hat, wo sich jedes Jahr die jungen Rebtriebe neu daran anlehnen können und in dieser Höhe und ach wieder auf Schieferboden, gestützt werden können.
Ganz besonders interessant ist zu hören das in diesem Weingut die Hefen selber erzeugt werden, was so vor sich geht, das ca. 10% der Trauben aus jeder Parzelle kurz vor der Ernte separat gepflückt werden und in offenen Fermentierboxen die Hefen dort erzeugt werden.
  
Das Weingut Clos Martinet produziert ca. 50 Tsd. Flaschen im Jahr und bewirtschaftet Wein auf 11 ha Rebflächen. Zurück im Weingut können wir einen kleinen Rundgang durch den Keller machen, der mit sehr unterschiedlichen Gefäßen und Behältern gefüllt ist.

Aber es wird auch seit einigen Jahren mit Glasbehältern experimentiert, wo sich ein neuer Süßwein auf den Dächern des Weingutes entwickeln soll.

Schließlich kommen wir dann zu der Verkostung, welche uns 6 verschiedene Weine, bei 2 Faßproben (also noch nicht auf Flaschen gefüllt) präsentiert.
Den Mas Martinet aus 2015 gab es bereits im Weinberg der aus den 4 klassischen Reben der Region cuvetiert ist. Feine frische Fruchtnoten mit noch einer kräftigen Säure. Feine Würznoten und guter Fruchtstruktur bei komplexen Noten (16/20)

Dann folgt der Els Escurcons aus 2014, der aus 100% Grenache gekeltert ist. Mit einer sehr dunkel wirkenden Nase und super feiner Struktur am Gaumen macht die filigrane Säure das übrige zum hohen Genuss eines solchen Tropfens. Sehr schön eingebundene Tannine und eine feine Struktur mit blumigen Noten. (17,5/20)
Dann folgen die 2 Faßproben aus 2015 und 2016, welche sich schon mit recht schöner Säure und Fruchtstruktur präsentieren. Meine Bewertungen um die 16/20
Final noch 2 etwas ältere Jahrgänge, was den gesamten Eindruck sicher auch an diesem Ort ganz gut abrunden kann.
Clos Martinet aus 2014, der mit den klassischen Traubensorten verkostet eine sehr feine und kräftige Fruchtnote an den Tag legt. Feine Tannen, welche sicher noch reifefähig sind und für mich noch ein ordentliches Potential haben. (18,5/20)
Dann noch ein Clos Martinet aus 2005. Sehr rund und fein mit super abgerundeten Frucht und Säurenoten. Tolle Länge und super feine Fruchtaromatik. (19/20)


Dann geht es mit sehr interessanten Eindrücken aus dem ersten Weingut des Tages auf das Weingut Clos Figueras, wo gerade im Garten eine mittelgroße Weinverkostung im Garten stattfindet und wir uns zunächst einmal unter die Leute mischen. Aber recht schnell werden wir vom Eigentümer, einem Engländer, der einmal Negocian in Bordeaux war, und damit wohl sein Geld verdient hatte, um dieses Weingut im Priorat zu kaufen.

Es wird uns rasch von 2 Helfern ein Tisch im Garten aufgebaut, die Stühle darum herum für die 7 Gäste platziert und der Gutsherr kommt mit einem großen Bastkorb voll Flaschen daher, welche eine nach der Anderen entkorkt werden, wobei dann auch ein paar ältere Jahrgänge sein sollten.


Wir starten mit einem Blanc aus 1998, der hier nicht auf dem Foto ist, und aus 55% Viognier, Chenin Blanc und Grenache Blanc vindiziert ist. Sehr feine Säure noch am Gaumen, mit gut geschliffenen Säurenoten und leicht buttrigen Noten, was bei dem Alter kein Wunder ist. (16,5/20)
Dann folgt die Reihe der oben abgebildeten, wenn auch nicht in der Reihenfolge von links nach rechts, zuerst der Serras del Priors, welcher als günstiger roter seit 2008 gekeltert wird. Leicht, frisch mit fruchtigen Noten (15/20)
Dann der erste Font de la Figura, aus 2014 mit 60% Grenache und 20% Syrah, sowie weiteren Sorten. Vordergründige Cassisnoten und super ausgewogen zwischen Frucht und Säure. Allerdings sind die dann doch präsenten Fruchtaromen im Abgang noch weiterhin sehr dominant. (17/20)
Dann ein Clos Figueras aus 2012 der auch aus 60% Grenache aber 40% Syrah zusammengesetzt ist. Sehr präsente Nase mit voller Frucht. Super Fruchtnoten mit sehr langer erdbeerigem Abgang. (17,5-18/20)
Dann folgen drei Font de la Figuera aus 2010, 2005 und 2000, wobei es sich herausstellen sollte, das der 2010er wohl einen Korkfehler oder einen Weinfehler hatte, denn nach der Öffnung einer zweiten Flasche die Duft und Geschmacksnoten sich wesentlich besserten. Die Reihe zeigt sehr deutlich ein wunderbares Reifepotential dieser Weine aus dem Priorat, wo sich dann auch für mich die Bewertungen mit dem Alter der Flasche steigert. (17 – 18,5/20)
Dann folgt ein Los Figueras aus 2009, welcher sich sehr reif in der Nase präsentiert und mit Brombeernoten und viel präsenter Frucht aufwartet. Feines süßliches Notenspiel am Gaumen mit sehr feinen Noten bei ein wenig schwächerem Abgang. (18/20)
Final noch ein Clos Figueras aus 2005. Super Nase mit noch feinen Tannieren am Gaumen, welche schön ausgewogen mit immer noch leichter Frische spielen. Feine Struktur der sich je nach Dauer immer weiter entwickelt. (17,5/20)


Das dritte und letzte Weingut an diesem Tage sollte Clos Mogador sein, welches so ca. 30 Tsd. Flaschen im Jahr produziert und seinen ersten Jahrgang 1989 vermarkten konnte. Clos Mogador hat ca. 40 ha Fläche, wobei derzeit davon auf ca. 20 ha Wein angebaut werden. Wir machen auch hier zunächst einen Ausflug in die Weinberge wo es einige Erklärungen zu den Spezialitäten der hiesigen Anbaumethoden und Eigenheiten gibt, was sich im Keller auch optisch widerspiegelt mit den offenen und blanken Schiferflsen.

Der Boden ist hier wirklich sehr karg, und Regen fällt ja auch nur sehr wenig, so das die Reben wirklich tief wurzeln müssen um noch an feuchtere Erdschichten zu gelangen.

Im Keller stehen aber nicht nur diese Holzfuder und Edelstahlbehälter, sondern es wird auch noch eine alte Vertikalpresse für die langsame und sanfte Pressung der Weine eingesetzt.

Wir verkosten hier 3 Weine welche da sind:


Manyetes aus 2014, ein 100% Carignan der bei mir recht gut abschneidet mit seiner süffigen guten Frucht/Säure. (17/20)
Das der Clos Mogador aus Grenache, Carrignan, Syrah und CS. und final noch ein
Blanc namens Nelin aus 85% Grenache blanc. Sehr eigene Nase mit recht tiefer Noten nach medizinalten Düften. Feine Tran Note, Drops von Eukalyptos und einem langen Abgang mit Kräuternoten der Garrigue. (16,5/20)
Über das gemeinsame Abendmenü ist allerdings leider nicht so besonders viel zu erzählen, da es nach allgemeiner Meinung der Gruppe, trotz guter sonstiger Bewertungen, für uns nicht so wirkliche ausgezeichnet war.



 

Weinreise ins Penedès und Priorat, der zweite Tag

Am zweiten Tag in der Region Priorat, mit Ausgangspunkt in Reus, sollte es mit dem Besuch von 4 Weingütern erst richtig losgehen. Wir besuchen also in der Reihenfolge:

Clos del Portal
Ferrer Bobet
Mas Doix
Terroir al Limit

Abfahrt um 8 Uhr im Hotel und selbst mit einem Mini Bus geht es zunächst einmal für ca. 1 Stunde durch die teils recht hügelige Landschaft des Monsanto und Priorat. Die Weinregion Priorat wird im Prinzip umgeben von der Region Monsant, wo zum großen Teil die unterschiedlichen Böden den Ausschlag geben. Priorat besteht zur Hauptsache aus Schieferböden. Los geht es also bei Clos del Portal wo wir recht pünktlich eintrafen, aber der Gastgeber erst noch mit einer kleinen Verspätung eintreffen mußte. Bei Los del Porte wird auf 40 ha Land derzeit auf 20 ha Wein angebaut. Der relativ neu erbaute Keller und Vinifizierungsgebäude mitten in den Weinbergen hat auch hier einen Wasserspeicher vor dem Gebäude, was wir in den nächsten Tagen immer wieder sehen sollten, denn die Region Priorat ist sehr trocken, und fast alle Weingüter bewässern Ihre Weinreben insbesondere wenn es sich um Neuanpflanzungen in den ersten 5 Jahren handelt.

Nach einem kleinen Rundgang durch die Reben kommt auch der Winzer angefahren und wir erhalten eine recht ausführliche Beschreibung der derzeitigen Situation was die klimatischen und sonstigen Besonderheiten im Weingut anbelangt. Da spielt dann immer wieder das Klima eine große Rolle, denn in den letzten 2 Jahren gab es große Trockenheit und so gut wie keinen Regen. Dann ging es zur Verkostung in den Keller, wo es nicht nur die diversen Edelstahl Behälter und die Barrique Fässer zu sehen gab, sondern auch die immer mehr auftauchenden Betoneier, welche uns auch in den nächsten Tagen noch mehrfach begegnen sollten.
  
Eine Erklärung der Winzer ist es auch, warum man heutzutage vermehrt die Betonform wählt, das währen der Verklärung und Reifung der Weine die Hefen sich in der Zirkulation von oben nach unten aufgrund der Ei-Form besser mit dem Wein vermischen und so eine wohl auch bessere Aromatik und Reifung des Traubensaftes entsteht.

Wir verkosten dann gemeinsam mit dem Winzer einige seiner Weine aus den aktuellen Jahrgängen 2014 und 2015, wobei hier primär die Traubensorten Garignan, Grenache und Syrah zum Einsatz kommen. Es werden aber auch Klassischerweise hier in der Region, wo sonst auch in weiteren Anbaugebieten auf der iberischen Halbinsel eine ganze Reihe autochthoner Reben angepflanzt die ihren Weg in den einen oder anderen Cuvée finden. Einer dieser Weine die wir verkosten ist ein Nedra de Negras:

60% Grenache und eben viele der kleinen Rebsorten.
Im Geschmack mit sehr feinen Gewürznoten nach Rosmarin. Feine komplexe Fruchtnoten was sicher sehr gut zu dunklem Fleisch passen würde. (17/20)
Ein weiterer ist ein Carrignan mit Syrah Cuvée aus 2014. Sehr weich und dichte typische Note nach Syrah, welche im neuen Barrique ausgebaut werden und eine sehr dichte komplexe Note hervorbringen. (17,5/20)



Mit einem recht positiven Eindruck von diesem ersten Weingut am Tage geht es zu einem gigantischen architektonischen Bau des Weingutes Ferrer Bobet. Mitten in die hügelige Landschaft wurde auf einer Endkuppe eines der Hügel ein neuer Weinkeller gebaut, welches aus dem Verkostungsraum einen super Überblick über die Reben der Umgebung gibt.
 
Ferrer und Bote sind 2 Partner wo der eine die Finanzierung und der andere die Weintechnische Seite zu diesem Projekt beigetragen hat. Auf 50 ha werden Weinreben bearbeite, wobei davon sich nur 20 ha im eigenen Besitz befinden. Parallel zum Weingut wurde dann auch noch ein Lokal in Barcelona mit dem Namen Man Vinci eröffnet, worüber ich später in einem Bericht zu Barcelona berichten werde. Ein kleiner Durchgang durch die Keller, welche sehr modern eingerichtet sind, denn es werden auch erst seit 2013 hier die Weine abgefüllt. Wir verkosten dann 2 der aktuellen Tropfen wie folgt:

Ferrer Bobet 2014 bestehend aus 50% Carrignan, 25% Grenache, 20% Syrah und 5% CS. Recht kräftige Nase mit viel Fruchtnoten und feinen sehr weichen Noten der Tannen. Ein sehr langer Abgang bei merkbar sehr reifen Fruchtaromen bilden einen komplexen Strauss an vielfältigen Nuancen. (17,5/20)

Der zweite Wein ist ein Ferrer Bote Ville Eignes 2014. Mit ca. 60% neuem Holz ausgebaut. 70% Carrignan und 30% Grenache. Sehr feine Struktur und super würzige Röstaromen. Brombeeren und dunkle Früchte aber feine weiche Noten bei langem Abgang. (16,5/20)


Dann geht es noch vor dem Mittagessen zum Weingut Mas Doix welches mit einer Anbaufläche von etwas mehr als 20 ha auch zu einer der mittelgroßen Betriebe im Priorat gehört. Bei Mas Doix wurde 1999 die erste Ernte eingefahren und hat sich seither aber einen recht guten Namen unter den Betrieben verschafft, welche auf der Produktion mit hohem Qualitätsanspruch setzen. Es werden primär Grenache und  Carignan sowie Syrah angebaut. Wir können hier einige der Weine verkosten, wobei auch etwas ältere Jahrgänge an unserem Gaumen gelangen.

Es gibt im Prinzip 3 verschieden Weinlinien, welche unter dem Titel, les Crestes, Salangues und Doix laufen.
Les Crestes aus 80% Grenache, und je 10% Carignan und Syrah.
Salangues aus 65%Grenache, 25% Carignan und 10% Syrah.
Doix aus 55% Carignan und 45% Grenache.

Alle Weine haben einen ausgesprochen kräftigen Würzton in der Nase und werden am Gaumen aber je nach Cuvetierung recht weich und harmonisch, wobei das Alter der jeweils verkosteten Wein auch hier eine außerordentliche Rolle spielt.
Vor der Linie Salangues können wir die Jahrgänge 2014, 2011 und 2007 verkosten, wo für mich hier der 2007er mit 17,5/20 Punkten am besten abschneidet.
Von der Linie Doix dürfen wir die Jahrgänge 2013 und 2009 verkosten wobei für mich hier der Jahrgang 2009 mit seinen sehr kräftigen Noten m Gaumen, viel Kräutern und weichen ausgewogenen Noten als fast bester Wein der ganzen Reise abschneidet. (19/20)

Als Erklärung zu diesem Bild wäre zu sagen, das einer der Rebanlagen aus dem Jahre 1902 stammt und somit Eingang in die Benennung einer weiteren Weinlinie gefunden hat.



Und am Nachmittag geht es dann noch zu einem Weingut mit Namen Terroir al Limit, welches vom Deutschen Dominik Huber und einem Südafrikaner Namen Porter, der inzwischen aus dem Projekt ausgestiegen ist, im Jahre 2001 begonnen wurde. Auf 24 ha werden heute ca. 65 Tsd. Flaschen produziert und vermarktet.
Vor drei Jahren hatte ich bereits einmal das Vergnügen eine Verkostung mit Dominik Huber in München in der Tantris Bar (welche inzwischen wieder geschlossen hat) zu erleben, welches mit einer kleinen Speisenfolge einherging und sicher zur allgemeinen Qualitätssteigerung der ausgeschenkten Weine beigetragen hatte.
Hier im Weingut durften wir 7 verschiedene Weine verkosten welche sich alle aus dem Jahrgang 2014 recht würzig und präsent präsentieren. 
Insbesondere sehr überzeugend waren für mich die 2 letzten in dieser Verkostunsgreihe ausgeschenkten Weine.
Rouge Manyes 2014 aus 100% Grenache. Sehr spezielle Note am Gaumen mit sehr unterschiedlichen super präsenten Gewürzen. Leichte Tannine mit einem breiten und eleganten Säurespiel welche opulent wirken. (17,5/20)
Les Tosses, 2014 aus 100% Carrignan, Hier werden Weintrauben aus ca. 102 Jahre alte Reben verarbeitet. Die sehr feine Struktur wirken super ausgewogen und sehr kräftig mit unterschiedlichen Gewürznoten. Hiervon werden c. 2 Tsd. Flaschen produziert. (16,5/20)


 

Weinreise ins Penedès und Priorat, der erste Tag

Auf einer erneuten Weinreise in zweier der spanischen Weinregionen brachte mir und sicher auch der kleinen Reisegruppe von 7 Personen einen großen Erfahrungsschatz, den wir zum großen Teil bisher nicht bewußt erlebt und gelebt hatten. Organisiert einmal mehr von airtour Austria aus Wien waren wir auf allen Stationen dieser Reise gut betreut und fachlich sicher auch kompetent begleitet in unseren vielen und umfangreichen Verwüstungen auf den Weingütern. Ausgeschrieben war diese Weinreise auch als Expedition mit „Abenteuercharakter“, was sich tatsächlich in einigen Situationen, insbesondere auf einigen Weingütern, auch bestätigen sollte. Die Region Pendès liegt im Süd-Westen von Barcelona, wo unser Flug hinging, und die Weinregion Priorat ist nur wenig entfernt nach Südwesten umgeben von der Region Montsant.

Am ersten Tag dieser Weinreise sollte es also erst einmal in die Region Pendès gehen, wo die Cava Hersteller der Schwerpunkt der Weinproduktion bildet. Java wird im Prinzip genauso hergestellt wie Champagner, darf sich aber seine Eintritt der Spanier in die EU und seit dem Markenschutz für Champagner nicht mehr so nennen und erfand damit den Namen Cava der abgeleitet vom Wort „Cave“ als Begriff für den Keller herzuleiten ist.

Wir starten also vom Flughafen in Barcelona und erreichten nach einer gemütlichen Fahrt nach ca. 1 Std. das Cava Weingut Recaredo, welches mitten in der Ortschaft von Sant Sadurni d’Anoia liegt und seit einigen Jahren auf einen voll Bio-dynamischen Anbau umgestellt hat. Das Weingut wurde 1924 gegründet und produziert heute auf 65 ha Anbaufläche eine jährliche Flaschenzahl von ca. 280 Tsd. Flaschen. Alle Cavas werden als Gran Reserve hergestellt und somit erst recht spät nach der Flaschengärung auf den Markt gebracht. Ein interessantes Projekt wovon wir auf diesem Besuch hörten, ist die Wiederansiedlung von Fledermäusen, um dem Ansteigen der schädlichen Insekten eine Grenze zu setzen.

Dann ging es zur Verkostung von verschiedenen Cavas, welche der kleinen Gruppe allen einen wohligen Einstieg bescherte.
Wir starten im Keller mit einem Reserve Particular 2005. Mit einer fruchtigen Note in der Nase und später am Gaumen fein mit Frucht und gutem Säurespiel. Aprikosenduft und langes feines Säurespiel. Gekeltert aus zwei Trauben welche da sind Macabeu und Claretto. Meine Bewertung (17,5/20).

Dann geht es in den Verkostungsraum wo es noch 2 weitere Cavas zur Probe gibt.

Recaredo Terrers ist ein Vintage aus 2010. Sehr frische feine Nase mit feinen Spitzen. Die feine Frische mischt sich bei einer mittleren Struktur mit fruchtige Noten. (15/20)
Dann folgt noch ein Brut de Brut der in der Zeit von 106 Monaten gealtert wird.
Präsentiert sich mit einer dichten Nase und ein wenig frischer Note mit weniger Struktur und recht vordergründig. Leicht scharfe Note mit einem Hauch von Gemüsenoten. (14,5/20)


Und ab ins nächste Weingut, welches auf den Namen Gramona hört. Dort werden auf ca. 200 ha Weine für die Cavaproduktion angebaut. Diese Weingut baut seinen Dossage Wein selber an und vergärt diesen für die weitere Verarbeitung in den Javas in der Keller als Solana, welchen wir auch aus den Holzfässern im Keller verkosten durften. Für mich eine wirklich erstmalige Erfahrung, was in diesem Fall eine recht säuerliche Wirkung hatte und erstaunlich war, da beispielsweise in der Champagne die Flaschen meist mit wesentlich süßeren Dossage Weinen oder auch Alkoholhaltigen Ingredienzien versetzt werden.

Wir verkosten hier also erst einmal trocken ausgebaute Weine, welche von der Traube her aber auch zum Teil in der Cavaproduktion Verwendung findet.
La Maca, aus der Traubensorte Macabeo. Mit einer sehr hellen gelben Farbe und leicht fruchtiger Nase. Sehr schöne frische Note am Gaumen, Frische und Ananas mit feiner Struktur. (16/20)
Dann folgt der Ovum, welcher aus 100% Charello gekeltert wird. Kräftige Nase mit dichter Säurenoten. Im Beton-Ei vergoren wirkt er mit seiner breiten Säure und feinen Spitzen erfrischend und leicht. (15,5/20)
Dann folgen 3 Cavas welche sich steigernd in der Reihenfolge präsentieren.
Ein Brut Cuvée aus 60% Charello und 40% Macabeo. Sehr gefällig und mit feiner Frucht sowie feiner Säure am Gaumen. (15/20)

Dann kommt ein Cava Imperial aus 2011 welcher aus 3 Reben gekeltert wird. 50% Charello, 40% Macabeo und 10 % Chardonnay. Hier ebenso mit der Lossage des Solar eine feine dichte Note recht fruchtig und ein langer Abgang und guter frischer Note. (16/20)

Final noch ein Grand Reserve mit Namen Illustros. 2009 aus 75% Charello und 25% Macabeo. Sehr dichte feine Säure mit Röstaromen, Caramelnoten und leicht cremiger Note. (16,5/20)


Nach diesen 2 Weingütern ging es direkt ins Hotel in das Städtchen Reus, welches in der Region Priorat liegt und ein guter Ausgangspunkt für unsere weiteren Erkundungen sein sollte. Am Abend hatte unser Reiseleiter dann profilaktisch eine Tapas Bar reserviert, wo dann auch gleich die gesamte Gruppe mit unseren 7 Personen sich auf den Weg in die nicht weit entfernte Stadt aufmachte.

Diese Tapes Bar sollte sich eine eine super Wahl herausstellen, da nicht nur die guten Speisen mit Tapas und diversen Speisen sich als herausragend darstellten, sondern auch die Weinauswahl sich als wirklich herausragend präsentierte. Kaum unseren Tisch tut eingesessen, wurden wir aufmerksam auf eine Magnum-Flasche, welche sich später als eine wahre Entdeckung darstellte, denn an den nächsten 2 Tagen sollten wir diesen Winzern und Weingütern wiederholt begegnen. Das war dann die Flasche, welche wir gemeinsam vertilgen sollten:

Und um die Sache ein wenig abzurunden hier noch eine kleine Köstlichkeit, welche wir an einem der 2 Abenden in diesem Lokal, der Tapas-Bar genießen konnten:

Erkannt, was da auf der langen Platte liegt?  Wer’s genau wissen will, kann hier ja einen Kommentar hinterlassen, und ich schreib ihm dann die Auflösung.