Archiv der Kategorie: Specials

Bistrobesuch im l’Atelier Art et Vin

Seit einigen Monaten habe ich immer wieder an einem Samstag Mittag das Bistro l’Atelier Art et Vin im Zentrum von München besucht. Diese Lokal, welches sehr zentral fast am Viktualienmarkt liegt, ist wirklich ein Bistro klassischer Art wie man es aus den guten Zeiten in Paris kennt. Eine lange Bar, kleine Bistrotische wo man sich auch manchesmal zu viert daran setzen kann, Die Speise- und Weinkarte auf großen Schiefertafeln, welche im Lokal herumgestellt werden, so das die neu eintreffenden Gäste sich die Speisen aussuchen und die Weine dazu erkunden kann. Ansonsten gibt es immer wieder unterschiedliche Kunst zu betrachten, die hier welchselnd ausgestellt wird. Das auch seit der letzten Renovierung ein großer Flachbildschirm an der Wand hängt, wo so etwas wie Nachrichtensender durchlaufen stört zwar nicht wirklich, da der Ton abgedreht wurde. Dafür plätschert eine leise Musik im Hintergrund, welche durchaus in die Atmosphäre der Lokalität paßt, was aber nicht stört, denn die Akustik ist hier erstaunlich gut, auch wenn mittags das Lokal bereits mehr hals halb gefüllt ist. Die Tische und Sitzmöglichkeiten vor der Tür sind bei schönem Wetter natürlich auch gleich gefüllt, was auch dem Ambiente wohltuend einen Flair verabreicht. So genug der Lamentiererei, denn ich habe auch etwas im Bistro gegessen und getrunken.

Ich setzte mich gleich an die Bar, denn von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf alle Tätigkeiten die so in der Vorbereitung der Servicecrew anlaufen. Angefangen vom Pass, direkt hinter der Küchentür, bis hin zum Getränkeausschank, der großen Espressomaschine und den wuseligen sonstigen Aktivitäten des Patron.

Ich bestellte mir also an diesem Mittag:
6 Schnecken überbacken,
Ziegenkäsegratin auf Gemüse,
und dazu gab es einen Sauvignon Blanc aus der Gascogne und
einen Pinot Noir aus der Bourgogne.
Zum Abschluß natürlich einen Espresso

Diese Bistro hat sich inzwischen in München einen festen Platz unter den Frankreichkennern erobert, denn einen authentischeren Platz kann man in München kaum finden, sucht man etwas in dieser Kategorie. Der Service ist meist kompetent, zurückhaltend und recht schnell, wenn das Lokal nicht zu voll ist. Legt man allerdings den Maßstab primär bei der Küche an, so gibt es auch hier in der Umgebung kaum Konkurrenz zu diesem angenehmen Platz.
Das sieht dann in der Summe und optisch folgendermaßen aus:
schnecken_mit_teigdeckel

latelier_ziegenkaesegratin_gemuese

latelier_espresso

Meine Bewertung hier und zum heutigen Tag: 17/20 Punkten.
Auf einen baldigen erneuten Besuch!


 

Wiederbesucht – Restaurant No. 15 in Schwabing

Auch wenn es noch Wies’n Zeit war, aber wahrscheinlich auch gerade deswegen, führte mich mein Weg einmal wieder ins Restaurant No. 15 in der Neureutherstr. 15 in Schwabing. Michel Dupuis der dort Chef ist mit seiner Frau Aysun, die den Service leitet, entwickelten in den letzten Jahren in Ihrem Lokal eine feine Aromatik und auch Atmosphäre, welche von einer immer recht guten Weinauswahl begleitet wird. Seit 2 Jahre hat Ihr Lokal einen Michelin Stern, der sich im Laufe der Zeit für meine Beurteilung immer besser festigte und gerechtfertigt war. An diesem Abend sollte es mal kein Menü sein, sondern ich wählte eine Vorspeise und einen Hauptgang.

Zur Vorspeise gab es Ravioli gefüllt mit Entenconfit und Foie Gras
Zum Hauptgang zweierlei vom Kalb mit Erbsen und Pilzen

Aber der Reihe nach:
Vorneweg kommen 2 Amuse Geule welche da waren:
Rindernacken mit Kimchi auf einem Wasabi-Joghurt
no15_ageule_rindernacken_wasabijoghurt_kimchi
Eine sehr fein abgeschmeckte Wasabi Joghurt Basis, worauf ein Rindernacken ruhte, der sich mit einem recht milde abgeschmeckten Kimchi on Top präsentierte. Ausgezeichnet!

Dann folgte eine Bio-Karotte mit getrockneten Garnelen Flocken
no15_ageule_biomohrruebe_getrocknetegarnele
Schon die Präsentation auf der Schieferplatte, ohne Besteck serviert, zeigte sich sehr interessant zum Verspeisen. Kaum gedünstet, also noch recht bißfest, krachten die getrockneten Garnelenflocken zwischen den Zähnen. Allerdings konnte sich der Geschmack dieser beiden Komponenten nicht so wirklich zeigen. Vielleicht wäre eine kleine Crème dazu eine gewisse Komponente zur Abrundung gewesen.

Dann die Vorspeise mit dem Entenconfit in der Ravioli und ein Stückchen Foie Gras on top.
no15_ravioli_mitentenconfit_foiegras_dfetail
Die Teigtasche mit recht festem Biss umhüllte das Entenconfit so gut, das sich beide Komponenten nicht wirklich mit der Foie Gras vertragen konnten. Auch wenn das Gericht auf der Speisekarte verlocken klang, hatte ich mir vielleicht etwas anderes vorgestellt.

Und zum Hauptgang das zweierlei vom Kalb mit den 2 unterschiedlichen Erbsen und der Sauße mit den Pilzen.
no15_zweierlei_vom_kalbsfleisch
Zum Hauptgang sollten sich die Geschmäcker jetzt aber wirklich entfalten können. Auf der linken Seite ein Stück in Lardo eingewickelt, und rechts ein größeres Stück mit der Pilzsauße ergänzt. Beide Fleischstücke in ausgezeichnetem Garzustand und noch leicht rosa, was sich in der Sauße mit den Pilzen fortsetzte.
Da ich selten einen Dessert bestelle, gab es dafür zum Kaffee eine schöne japanische Lackschale, gefüllt mit Kichererbsen, worauf sich ein kleines Petit four gefüllt mit einem Crème und eine Praline mit Pistazien und sonst etwas süßen Geschmäckern.
no15_petitfour_zum-cafe
Sehr schön präsentiert auf den trockenen und raschelnden Kichererbsen. Das Petit four war ein wenig zu süß für meinen Geschmack. Die Praline soweit ganz gut, aber nicht wirklich der Hit.

Insgesamt ein schöner Abend, bei maximal nur halb gefülltem Lokal an diesem Donnerstag Abend. Meine Bewertung: 17/20 Punkten.


 

Restaurant Acquarello in München Bogenhausen

Am Wochenende ging es mal wieder in ein 1* Lokal in München, welches in diesem Fall das Acquarello sein sollte. Dieses 1 Sterne Lokal in Bogenhausen, welches von Mario Gamba seit vielen Jahren geführt wird und auch recht lange bereits seinen Michelin Stern hat konnte uns sehr freundlich empfangen und eir nahmen an einem der zentralen Tische mit großer Bank Platz, was für 2 Personen recht komfortabel war, aber vielleicht auch der Situation geschuldet war, das das Lokal an diesem Abend gerade einmal ca. halb gefüllt war. Da es bei der Reservierung des Tisches aber auch nachgefragt wurde, ob ein spezieller Anlass uns den Tisch reservieren ließ, konnten wir an unserem Tisch einen sehr schönen Abend verbringen, was hier zunächst einmal sich auf den Service beziehen sollte. Zum Essen jetzt gleich hier noch weitere Kommentare und Einschätzungen, sowie wie sonst auch die passenden Fotos dazu.

Wir bestellten also beide das Markmenü mit 5 Gängen und einmal dazu die Weinbegleitung.

Gestartet wurde das Menü mit einem Gruß aus der Küche, welches sich auf einem Löffel präsentierte, und ein Thunfisch Tatar mit Papaya und ein wenig kleines Grün beinhaltete. Das Tatar recht frisch und ein sehr gutes Produkt mit einer süßlichen Abrundung der Papaya.
acquarello_ag_thunfisch

Dann ging es weiter mit der ersten Vorspeise, welche mit den Zutaten Oktopus und einer Garnele mit ein paar kleinen Zutaten dazu. Das interessante dabei, das der Oktopus in einem Gelle eingepackt war und dieser sehr dünn als Carpaccio auf dem Teller als Grundlage für die Optik und die zentrale Garnele diente. Feine Aromatik, wobei die Garnele ein wenig mehr hätte gewürzt sein können. Dafür war der Oktopus sehr fein und elegant von der Konsistenz.
acquarello_oktopus_garnele

Die zweite Vorspeise sollte in die Richtung Pasta gehen, welche als Panzerotti mit Ratatouille gefüllt auf den Teller kamen. Hier mit einer aufgeschäumten Minzsauße welche sich sehr gut zu den Teigtaschen ergänzte. Feine Konsistenz recht weiche Teigtaschen, aber mit mittlerer Dichte der Gemüse Einlage. Auf den Teigtaschen einige klein geschnittene Paprika, wobei uns ein wenig die Tomaten bei diesem Gericht fehlten. War von der Küche wohl einfach nicht vorgesehen.
acquarello_panzerotti_ratatouille_minzsausse

Dann gab es vor dem Hauptgang ein kleines frisches Sorbet in einer tiefen Schale daher, mit einem kleinen Minzblatt.
acquarello_sorbet

Nun ging es mit bereits vielfältigen Geschmäckern im Mund zu der Hauptspeise, welches ein Schwarzfederhuhn sein sollte und mit einer recht gute Würze darauf sich auf dem Teller zeigte. Insgesamt war das Geflügel sehr fein von der Konsistenz her, weich und wirklich nicht trocken, und schmeckte ausgezeichnet mit den weiteren Zutaten auf dem Teller. Ein paar Stücke weicher gedünstetes Gemüse wie Radieschen, umrandet wieder mal von einer aufgeschäumten Sauße.
hauptgang_

Und zum -fast schon – Abschluss der Dessertgang. Hier gab es heute ein Kokosnuss-Espuma (Schaum) mit einem Litchi Eis, oder war es ein Sorbet? Das Ganze mit einer kleinen Goldauflage, welche wie immer geschmacklos daherkommt. Na-ja, macht was her von der Optik, denn was kann so goldig glänzen? Fast nur das Original.
kokosnussespuma_litschi

Und da es einen Geburtstag zu feiern gab, kam dann noch eine Glückwunsch-Torte aus der Küche für den Geburtstagsgast. Sehr sahnig, viel Butter mit weißer Schokolade als dünne Blätter auf dem Top, und einem kleinen Schokogitter außen herum.
alles_gute_dessert

Und zum guten Abschluß eine kleine Etagere mit dreierlei Pralinen und kleinen Köstlichkeiten, welche zum Café gereicht wurden.
pralinees_acquarello
Meine gesamte Bewertung zum Acquarello: 18/20 Punkten.


 

Heringe – Ein Portrait von Holger Teschke

Als ich vor einer Woche in Berlin am Sonntag ein paar Museen durchstreifte, stieß ich im Museumsladen des Gropiusbau auf eine kleine Publikation die mich interessierte, und die ich dann auch gleich mitnahm. Ein kleines Büchlein üner Heringe, im Matthes & Seitz Verlag Berlin erschienen, Reihe Naturkunden Band 9.
Es geht schlicht und einfach nur um die Heringe dieser Welt. Wobei ich in meinem Foto noch eine, bzw. eine weitere Hering dazugenommen habe. Den Teller von Hering Berlin, die ja auch in Berlin residiert. Das Büchlein hat 8 Kapitel, wobei im Kapitel kulinarische Hering 8 Rezepte zum Thema Hering niedergeschrieben sind. Und dann gibt es auch noch 8 Portraits von Heringen aus aller Welt, denn die Familie der Heringsfische ist größer als man so denkt.
Hier also das Foto dazu:
Heringbuch_Teller_H_Teschke



 

Brasserie Lamazère in Berlin

Da ich zu einer Messe über das Wochenende in Berlin weilte, hatte ich mal wieder die Gelegenheit in der Stadt einige Lokale am Abend zu besuchen. Da es leider auch hier in Berlin auf dem Messegelände oft nur gruselige Mittagsangebote gibt, freute ich mich umso mehr, das am zweiten Abend wir zu zweit ein Lokal ausgesucht hatten, welchen mitten in Charlottenburg am Stuttgarter Platz gelegen, mit einigen kleinen Tischen auf dem Trottoir schon mal sehr einladend wirkt. Da wir nicht reserviert hatten, bekamen wir innen einen Zweiertisch, der sich aber vom Platz sehr angenehm erwies, da wir gut Luft durch das weit geöffnete Fenster hatten, aber auch das Bistroleben im Innern verfolgen konnten.
Lamazère_Gedeck
Das Lamazère hat hier erst seit 2013 geöffnet, aber schon eine Reihe guter Kritiken erfahren, welcher ich mich ohne Einschränkungen anschließen kann. Aber nicht nur die Speisen, welche auf einer großen Schiefertafel präsentiert werden, sondern auch die Weinauswahl, zu einigermaßen normalen Preisen, kann einen fast schon direkt ins Innere der Pariser Bistros versetzen. Wir waren erst der zweite Tisch im Lokal der besetzt wurde, denn bei dem schönen Wetter wollten natürlich alle draußen sitzen. Aber gegen später füllte sich das Lokal noch fast bis auf den letzten Tisch. Der Service war insgesamt sehr freundlich und zurückhaltend, so das wir ungestört unsere Unterhaltung in einem nicht wirklich lauten, weil angenehmer Atmosphäre, fortsetzen konnten. Wir bestellten Vorspeise und Hauptgang, wobei ich mir jeweils einen Wein dazu orderte.
Lamazère_Oefs_aux_pot
Meine Vorspeise  waren in einer Cocotte gedämpfte Eier mit Speck, Kräutern und einem gerösteten Knoblauchbrot. Auf den Punkt gegart, was mit so einer Cocotte auch meist ganz gut gelingt.
Lamazère_Schweinebäckchen
Zum Hauptgang gab es dann ein Schweinebäckchen mit angedünstetem Blumenkohl und grünem Spargel. Ganz zart und perfekt gegartes Schweinebäckchen, wobei der Blumenkohl noch schön bißfest war, und der aufgeschnittene grüne Spargel sich als sehr frisch erweisen sollte.
Meine Bewertung hier an einem sehr gelungenen Abend:
18/20 Punkten


 

Restaurant Besuch im Marais Soir im Westend München

Einer Einladung bin ich gerne Folge geleistet, als mich Freunde in der letzten Woche ins Marais Soir im Westend in München eingeladen haben. Ich war bereits einmal im Lokal vor ca. eineinhalb Jahren mit einer Freundin,  wo wir bereits gut gespeist hatten. An diesem Abend hatten die Freunde einen Tisch für 3 Personen bestellt und wir hatten einen Tisch fast direkt vor der Theke/Bar, wo der Blick in Richtung Ausgang der Küche mich immer wieder gebannt hinblicken ließ. Wir waren einer der ersten Gäste um 19 Uhr an einem wunderbar sonnigen Abend der dann aber mit einem fast komplett gefüllten Lokal zu Ende des Abend enden sollte.
Marais_Soir_Theke
So ging es los in einer angenehmen Atmosphäre wo wir uns gut unterhalten konnte, auch wenn sich das Lokal mehr und mehr füllen sollte.
Marais_Soir_Nebenraum
Der Name Marais Soir leitet sich ab von einem Stadtteil aus Paris, der ursprünglich ein Vorort war und heute mittendrin in der Innenstadt von Paris liegt und u.A. das Judenviertel mit quirligen Strassen und interessanten Cafés im Zentrum von Paris beherbergt. Im 13. Jahrhundert lag dieses Viertel noch am Ostrand der Innesntadt und wurde seither von den Templerorden Mitgliedern aus einem sumpfigen Gebiet trockengelegt. Im Süden begrenzt von der Seine und der Rue Beaubourd sowie der Rue du Renard im Westen begrenzt. Das Viertel hat sich seinen ursprünglichen Flair ein wenig erhalten, denn die großen Umbauten des Architekten Hausmann ging hier im 19. Jahrhundert ein wenig vorbei.
Nun zu unserem Abend in diesem „Pariser Viertel“ in München.

Klassisch wie bei vielen Menüangeboten hatte ich mir ein Menü bestellt, welche in 4 Gängen und einem Preis von 50.-€ recht günstig angeboten wurde. Da wir drei so einen speziellen Weingeschmack haben wollten wir uns die Weine dazu aus der Weinkarte dazu selber aussuchen und orderten dann auch 2 weiße und später noch einen roten aus der Flaschenauswahl.
Marais_Soir_AG_Detail_Quiche
Es ging also los mit einem Amuse Geule, kleiner Gruß aus der Küche, mit einer kleinen Succini Quiche am Spieß mit einer konfierten Tomate. Schmackhaft und leicht und passend sicher auch zum folgenden Menü.

Dann folgte das 4 Gänge Menü in dichter Folge beginnend mit einem
Yellow Fin Thuna mit Wakame und Tataki
Marais_Soir_Thunfisch_Wakame
Sehr schön auf dem Teller präsentiert und auch ausgezeichnet frisch und kühl serviert mit den kleinen Saucendips und einem abgerundeten Geschmack zum sehr fein und nur ganz kurz angebratenen Thunfisch.

Die zweite Vorspeise brachte einen Scampi-Jakobsmuschel-Spieß auf einem Oliven Zitronen Risotto.
Marais_Soir_Jakobsmuscheln_Risotto
Der Teller spielt hier natürlich bei der Präsentation eine große Rolle, wobei der Spieß nicht so wirklich zur Geltung kommt. Das Risotto ordentlich, aber nicht wirklich hervorragend, was aber insgesamt rund und ausgewogen wirkte.

Dann ging es zum Hauptgang mit einem Weide Kalb Medaillon mit Pfifferling Persillade.
Marais_Soir_Weide_Kalbsmedaillon
Das Medaillon etwas versteckt unter den Pfifferlingen und dem dünn gehobelten roten Beeten Streifen. Die Persillade war somit etwas untergegangen, wobei die kleinen Kartofdfelhäubchen recht passend die Pfifferlinge mit der Sauce ergänzten. Somit bisher ein recht ausgewogenes und rundes Menü, was sich mit den entsprechenden Weinen ganz gut zum Abend gesellte und ein wohliges Gefühl im Laufe des Abends abrundete.

Dann gab es ja noch den Nachtisch/Dessert, welcher sich mit einem Aprikosen-Rosmarin Crumble und einem Vanille Eis präsentierte.
Marais_Soir_Dessert
Na-ja! Das Vanille Eis paßt zwar dazu, aber der Crumble, der wunderbar sich zu den Aprikosen gesellte, wollte sich nicht wirklich so gut zu dem Eis gesellen. Eigentlich ein wenig zu süß in manchen Teilen, aber sonst auch wieder fast zu viel nach den 3 Gängen mit dem Amuse Geule vorneweg.

Insgesamt ein sehr gelungenes Menü mit feinen Abstimmungen und kleinen Schwächen in den Details. Sehr entspannt konnten wir den Abend genießen, was eigentliche sehr für den Gesamteindruck spricht. Meine Bewertung gesamt: 17/20 Punkten.


 

Auenfischer – ein Mittagsbesuch

Da mir die Auenstrasse wohl bekannt ist durch die Lage meines ersten Büros in den 90er Jahren, welche fast direkt an der Isar liegt, hat sich das von mir heute mittag besuchte Lokal wohl den Namen „Auenfischer“ gegeben. Die Isar in Sichtweite, auch wenn die servierten Fische wohl nur noch sehr selten aus dem Fluss kommen. Im Erdgeschoss eines Neubaus gelegen zeigt sich im ca. 40 Personen fassenden Innenraum ein mit warmen Tönen eingerichtetes Lokal mit vielen Gin Flaschen auf dem Tresen und hohen wie auf normal hohen Tischen im Gastraum.
Auerfischer
So bestellte ich mir also eine Vorspeise und einen Hauptgang, wozu es jeweils ein 01, l Gläschen Wein sein sollte.

Als Vorspeise gab es dann zunächst einmal ein überbackener, wohl aber frittierter Ziegenkäse als Kugel in zweifacher Ausführung auf Pflücksalat mit Granatapfel und Kernen.
Auerfischer_Ziegenkäse_auf_Salat
Insgesamt mit dem Joghurt Dressing und ein paar kleinen Klecksen Erbsenpürree war das gesamte recht schmackhaft und frisch mit dem Salat und den Granatapfelkernen.
Dazu gab es von Robert Weil einen Riesling, 0,1 l zu 7.-€

Hauptgang sollte dann, trotz Fischlokal, heute einmal ein Stück vom Fleisch sein. Duroc Schweinerücken im Pancetta Mantel mit Salbei-Risotto.
Auerfischer_Duroc_auf_Salbeirisotto
Der Pancetta Schinken sehr schön als Verpackung für das nicht total magere Schweinerückenstück, welches sehr gleichmäßig und gut durchgegart war. Wohl eine ausreichend gute Ruhezeit erfahren. Das Risotto insgesamt einfach gemacht aber durchaus schlotzig und fein abgeschmeckt mit dem Salbei.
Hier sollte es ein Glas Rotwein dazu sein vom Weingut Hensel als Cuvée aus CS und Merlot. das 0,1 l Glas zu 8.- €.

Insgesamt recht ordentlich große Portionen, welche preislich im unteren bis mittleren Bereich liegen. Der Wein liegt allerdings preislich ebenso hoch wie die Essensgänge, was ein wenig ein Mißverhältnis insgesamt ist. Der nächste Besuch an einem Abend kann das vielleicht ja mal revidieren.


 

Restaurant Matsuhisa im Mandarin Oriental Hotel in München

Mit drei Freunden bin ich mal wieder in ein traditionelles Hotel in München eingekehrt, wo das Restaurant komplett umgebaut wurde und unter dem Namen Matsuhisa, einem sehr bekannten Koch aus Japan der einige Restaurants auf der ganzen Welt betreut, hier sein Konzept auch verwirklichen wollte.
Das Lokal im Hotel selber ist sehr stark umgebaut worden und wirkt heute zwar recht dunkel von der Beleuchtung her, hat aber mit den erleuchteten Ecken der Sushi Bar und einem etwas abgegrenztem Raum zwei Lichtpunkte in der Weite des flachen Saals gesetzt, welche dem Ganzen eine gewisse Weite und Offenheit gibt.
Matsuhisa_Interior_1
Matsuhisa_Interior_2
Wir hatten bereits zu 19 Uhr reserviert, so das wir fast die allerersten Gäste im Raum waren, wo an den Tischen sicher bis zu 100 Personen Platz finden. Eine umfangreiche Karte wird uns gereicht, wo es 2 Menüs im Angebot gibt, eines mit 7 Gängen als Überraschungsmenü, und eines mit 4 Gängen und Weinbegleitung. Ansonsten ist die Karte natürlich sehr auf die japanische Küche ausgerichtet, wobei es nicht nur Sushi und Sashimi gibt, sondern auch vegetarische Angebote, Specials und diverse andere Spezialitäten. Wir entscheiden uns nach längerer Diskussion alle für das Überraschungsmenü.

Wir beginnen mit einem Sancerre von der Loire, wonach später noch ein Sauvignon Blanc aus Südtirol von der Cantina Terlan folgt.

Zur Speisenfolge:

Sicher sind wir hier nicht in einem Sternelokal, aber ich habe auch schon in anderen Lokalen in Japan vor einer Menüfolge immer wieder einige Amuse Geule erhalten, was hier allerdings nicht der Fall war.

Also los gehts mit dem ersten Gang.
Matsuhisa_Gelbschwanzmakr_Kaviar_A
Gelbschwanzmakrele mit Kaviar und 2 verschieden marinierten kleines Früchten. Die Sauce in der das feine Makrelenmousse gesetzt war hatte etwas von Soja mit kräftigem Salzgehalt und sollte laut Service etwas vermischt werden. Der Fisch gut, wobei der Rest dazu nur Beiwerk war.

Matsuhisa_Sushi_B
Dann kam die obligatorische Sushiplatte. Auf einer Schieferplatte, etwas ungewöhnlich für japanische Küche, auf einem grünen Blatt etwas lieblos angerichtet, und bei meiner hatte sich auch noch eines der Sushihappen auf den Kopf gestellt. (Im Foto schon wieder zurückgedreht). Obligatorisch natürlich der eingelegte Ingwer und die Wasabipaste, aber insgesamt habe ich das schon wesentlich besser präsentiert und serviert bekommen. Hier fehlte wirklich die Liebe zum Detail.

Matsuhisa_Salat_ThunfischSashimi_C
Dann folgte ein kräftig abgeschmeckter Salat mit 3 Scheiben Sashimi vom Thunfisch, der insgesamt recht gut paßte und harmonierte. Bis hierher also 3 kalte Vorspeisen welche nun von einer warmen gefolgt werden sollte.

Matsuhisa_SchwarzerKabeljau_Ingwer_D
Schwarzer Kabeljau sehr lange mariniert mit einem Krautstengel von Ingwer und ein paar Saucentropfen an den Ecken der Platte die auch hätten ein wenig üppiger ausfallen können. Die Zitronenscheibe war zu dem sehr gut gedünsteten Kabeljau eine schöne säuerliche Abrundung der Geschmacksnoten. Bisher einer der besten Gänge.

Matsuhisa_Wagyu_Hiziki_Daikon_Detail_E
Dann gab es den Hauptgang mit einem Stück Wagyu Rind gegrillt, und schon vorgeschnitten, so das wir auch diese Platte mit den Stäbchen essen konnten. Recht passend zu dem kräftig gewürzten Fleisch ein wenig Hiziki Algen und etwas geriebener Daikon mit gedämpften Tomaten. Das Fleisch konnte nicht wirklich überzeugen, da es für meine Begriffe nicht ausreichend entspannen konnte nach dem Garen. Die Kombination mit den Algen und dem Rettich war sehr erfrischend und passend.

Matsuhisa_Fischsuppe_F
Zur Abrundung der Menüfolge gab es jetzt eine sehr – sehr kräftige, wenn nicht gar übersalzene Fischsuppe mit ein paar kleinen Einlage. Der klassische Asiatische Suppenlöffel wurde gleich vorher schon gereicht und hatte sogar ein Label von Matsuhisa als Stempel auf der Unterseite. Sofort mußte ich natürlich den Vergleich zu den Hering Löffeln ziehen, welche mir geläufig sind, die aber nicht als Suppenlöffel taugen.

Matsuhisa_weißeCremeQuinoaEis_Gelee_Himb_G
Als Abschluss der Dessert mit einer weißen Crème, ein paar grünlich transparente Gelee Häufchen, und einem Quinoa Eis on top. Das war für mich definitiv der schwächste Gang, nicht nur das diese Nachspeise ganz anders hätte präsentiert gehört, sonder auch die Crème mit dem Eis nicht harmonierte.

Aber gut soweit meine kritischen Anmerkungen zu dieser 7 Gänge Folge welche mir doch erlaubt sei zu vergleichen mit den wenigen Essen die ich in Japan vor Ort bisher genießen konnte. Hotelküche ok, war in Deutschland nie wirklich auf dem Höhepunkt wie bei den Nachbarn in Frankreich. Ein international bekannter Japaner gibt seinen Namen für etwas her, was nicht im annäherndsten dem nahekommt, was international mit so einem Namen zu verbinden wäre. Die Weinkarte recht umfangreich und ganz ordentlich sortiert, aber mit wenig wirklich großen Namen. Allerdings recht enttäuschend war der Service, der sich zwar vorstellte, aber nicht das vermitteln konnte, was auf den Platten serviert wurde, da mindestens 3 verschiedene Personen aus dem Service sich um die Erklärungen der Speisen bemühten. Sprachich dann auch noch in zum Teil gebrochenem Deutsch, was bei gefülltem Lokal und Hintergrundsmusik kaum noch zu verstehen war an einem 4er Tisch.

Insgesamt für mich 16/20 Punkten


 

Sonntags-Brunch bei Freunden

An einem der letzten Sonntage, wo es mal wieder einen sonnigen Sonntag gab, konnten wir bei Freunden zu einem vereinbarten Sonntags Brunch uns treffen. Meist begann es so um 11 Uhr und in den Nachmittag hinein war mit open end zu rechnen, falls nicht jemand noch einen Termin mit den Kindern oder anderen Verpflichtungen hatten.
Wir waren meist 7 Erwachsene und 6 Kinder der drei Paare, wobei wir in den Anfangsjahren meist jeder etwas mitbrachten, was dann gemeinsam verspeist wurde. Später gingen wir dann dazu über, das meist derjehnige der eingeladen hatte am Sonntag Vormittag die Vorbereitungen für die Gäste zu treffen hatte, was unter den allgemeinen Arbeitsbelastungen wohl auch nicht das Patentrezept seien sollte.
An diesem Wochenende also viele frische Früchte, mit einem wunderbar frischen Brioche, welches fast noch warm direkt aus dem Backofen kommen sollte und ich es dann mit einigen Früchten auf dem Teller garnierte. So ein Brioche schmeckt so frisch wirklich am besten, denn der Hefeteig frisch gebacken mit einigen Rosinen gespickt, versetzt einen fast schon direkt in eine französische Patisserie Küche. Das sollte dann so aussehen:
Brunchteller_Brioche
Später gab es dann noch einen dunklen Johannisbeerkuchen, klassischerweise natürlich auch frische Brötchen mit Käse und Marmelade, und nicht zu vergessen zu so einem Brunch die neuesten Klatsch und Tratsch Geschichten aus der Nachbarschaft.


 

5. Bayerisches Genussfestival

5. Bayerisches Genussfestival vom 5. bis 7. August auf dem Odeonsplatz in München

In den vergangenen Jahren war das vom Culinarium Bavaricum veranstaltete Genussfestival auf dem Odeonsplatz in München, immer wieder ein vielseitiges und unterhaltsames Genussfestival, wenn das Wetter mitspielte.
An einigen Ständen gibt es kleine Spezialitäten aus bayerischen Landen zu genießen und viele Weingüter aus Franken präsentieren Ihre neuesten Weine aus dem vergangenen Jahr mit den wesentlichen Rebsorten von Silvaner, Scheurebe bis hin zum Riesling.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Wir sehen uns!