Archiv der Kategorie: Wein

Ein Gulasch aus der Provence – Daube Provençale

In Gedenken an den Gourmet Kolumnisten Wolfram Siebeck veröffentlicht das ZEIT Magazin bis zum 4. August einige legendäre Rezepte welche Siebeck seinerzeit im Zeit Magazin veröffentlicht hat. Heute also ein Daube Provençale welches sich aufgrund seiner langen Vorbereitungszeit ideal für ein Wochenend Essen eignet. Nachzulesen das Rezept im Zeit Magazin Nr. 21 vom 21. Juli 2016 in überarbeiteter Form aus dem Jahr 1995.
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Das angeschmorte Fleisch mit Speck und Tomaten

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Die marinierten Gemüse im Schmortopf

Ich habe die Variante diesmal mit ein paar Kartoffeln variiert und aufgrund seiner langen Schmorzeit von 4 Stunden oder auch mehr entsteht hier ein dermaßen zartes Rindergulasch, woran alle Beteiligten noch lange denken können.

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Dazu habe ich diesmal einen typischen roten aus dem Süden Frankreichs ausgewählt, der aus dem Roussillon, genauer gesagt aus der Region Tautavel kommt.

Domaine des Schistes, Les Terrasses, 2011, Côtes du Roussillon Villages Tautavel.
Dom_des_Schistes_Etikett
Dieser Wein aus dem heißen Süden ist eine Cuvée von Carignan und Grenache, zwei typischen Reben des heißen Südens. Tiefe dunkelrote Farbe mit kräftigen und leicht beißender Nase, welche aber angenehm rüberkommt. Duft nach einer sehr trockenen Garrique und heißer schwirrender Luft. Am Gaumen lebendig und mit sehr feiner Frucht. Kein Holz mehr zu bemerken. Intensive breite Note nach sehr reifen Früchten – super. 18/20 Punkten.


 

5. Bayerisches Genussfestival

5. Bayerisches Genussfestival vom 5. bis 7. August auf dem Odeonsplatz in München

In den vergangenen Jahren war das vom Culinarium Bavaricum veranstaltete Genussfestival auf dem Odeonsplatz in München, immer wieder ein vielseitiges und unterhaltsames Genussfestival, wenn das Wetter mitspielte.
An einigen Ständen gibt es kleine Spezialitäten aus bayerischen Landen zu genießen und viele Weingüter aus Franken präsentieren Ihre neuesten Weine aus dem vergangenen Jahr mit den wesentlichen Rebsorten von Silvaner, Scheurebe bis hin zum Riesling.
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Wir sehen uns!


 

Leichtes Sommermenü mit frischen Produkten vom Markt

Kurz nach Sommeranfang wollte ich mal wieder an einem Wochenende ein leichtes Sommermenü mit drei Gängen erstellen, welches zur Jahreszeit paßt, aber auch die Produkte zum großen Teil auf dem Markt dann frisch zu bekommen sind.
Es sollte dann folgende Menüfolge werden:
Gazpacho
Dreierlei Pilze auf Blinis
Marinierte Südfrüchte mit Estragon und Vanilleschmand

Dazu habe ich mit drei Weine aus den Kellervorräten ausgesucht welche da waren:
Rosé von Franz Haas, Südtirol, Pinot Noir aus 2012
Blanc vom Weingut Ostatu aus der Region Rioja, Spanien
Süßwein zum Dessert von Ch. Guiraud, 2007, Sauternes

Die Vorspeise:
Zu den einzelnen Gängen und deren Zubereitung hier also zum Auftakt die kalte Gazpacho. Klassischerweise kann man Gazpacho auf sehr unterschiedliche Art und Weise herstellen, wobei ich mich hier auf ein Rezept beziehe, welches ich schon mehrfach ausprobiert und immer wieder leicht modifiziert habe.
Zutaten für ca. 4 Personen:
3 Knoblauchzehen
Salz
1 Salatgurke
2 grüne Paprika
1 kg Tomaten
300 gr. altbackenes Brot
8 – 10 El Olivenöl
2 El Weinessig-rot
1 1/2 liter Wasser
1 Zwiebel
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Zubereitung:
Den Knoblauch zerkleinern und mit dem Salz in einem Mörser zu einer Paste zerstoßen. Die Gurke schälen, die Paprika säubern und beide Gemüse grob zerkleinern. Die Gemüse in den Mixer und mittelfein zerkleinern. Dann den Knoblauch dazugeben und nochmals leicht aufmixen. Die Tomaten überbrühen, häuten und vierteln, so das diese durch ein grobes Sieb gedrückt werden können, um die Kerne zu entfernen. 200 gr. Brot einweichen und ausgedrückt ebenfalls unter das Gemüse mischen. Das Olivenöl unter ständigem Rühren dazumischen. Alles in einen großen Topf geben, Wasser und Essig hinzufügen und nach leichtem Aufkochen die gesamte Masse nochmals durch ein feineres Sieb drücken, wenn man eine feinsämige Konsistenz haben will. Die durchpassierte Masse in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen. Mit fein geschnittenen Zwiebeln, Croutons und ein wenig Grün von Estragon, Petersilie oder Minze auf die Teller verteilen und je nach Bedarf nochmals mit ein wenig Öl beträufeln.

Der Wein dazu:
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Hier gibt es einen Rosé aus dem Südtiroler Weingut Franz Haas dazu, den ich als letzte Flasche in meinem Keller gefunden habe. Ein Pinot Noir aus 2012 der mit einer feinen aber kräftigen Nase nach Erdbeeren sich präsentiert. Frische Säure am Gaumen mit einer dichten Fruchtstruktur. Scheint absolut am Höhepunkt zu sein. Auch wenn schon fast 4 Jahre „alt“, die Farbe strahlt noch die volle Frucht aus, welche darin enthalten sind. (15+/20)

Zum Hauptgericht:
Zur Sommersaison dreierlei Pilze auf Blinis.
Zutaten für die Blinis, wo ich das Rezept aus dem baltischen Kochbuch abgewandelt habe.
Für ca. 20-25 Stück brauche ich:
200 gr. Weizenmehl
20 gr. Hefe
700 ml Wasser
200 gr. Buchweizenmehl
300 ml Milch
Öl oder Butter zum Anbraten
Blinis_dreierlei_Pilze_Detail
Zubereitung:
Weizenmehl, Hefe und Wasser gut vermischen und zur Seite stellen zum gehen lassen. nach ca. 2-3 Std. das Buchweizenmehl daruntermischen und kurz vor Beginn des Bratens in der Pfanne die heiße Milch daruntermischen. Sollte der Teig zu dünn ausfallen, dann einfach noch weiteres Buchweizenmehl daruntermischen, so das ein etwa dickflüssiger Pfannkuchenteig zustande kommt.
Ich habe auf dem Markt dreierlei Pilze bekommen, so das ich später auf drei Blinis die geschmorten Pilze anrichten konnte.
– Pfifferlinge
– Steinpilze
– Kaiserlinge
Kaiserling
Dann nehme ich noch zum Ablöschen nach dem Anbraten ein wenig vom geöffneten Weißwein und eventuell ein wenig Crème Fraîche zum abrunden. Salz und Pfeffer ist selbstverständlich zur Geschmacksabrundung
Die Pilze sehr gut putzen und zum Teil zerkleinern, so das später auf den Blinis gut angerichtet werden kann.
Blinis in einer heißen Pfanne ca. Untertellergroß von beiden Seiten ausbraten und darauf dann die Pilze anrichten.
Ostatu_Korken
Dazu gibt es einen jungen sehr frischen Weißwein aus dem Rioja:
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Weingut Ostatu, Rioja Alavese, Lore 2012.
Sehr dichte Nase, klare Struktur mit feinen Spitzen in der Nase. Leicht vordergründige Säurenoten von Stachelbeeren, Zitrus und kräftiger Limone in Richtung Yuzu. (16-17/20)

Das Dessert:
Marinierte Zitrusfrüchte mit Estragon und Vanilleschmand
Zutaten für ca. 2-3 Personen:
20 gr. Sultaninen
ca. 80 gr. Orangenlikör
1 Vanilleschote
150 gr. Mascarpone
1/2 Zitrone
30 gr. Puderzucker
40-60 ml Orangensaft
2 Orangen
2 rosa Grapefruit
25 gr. Zucker
2-3 Zweige Estragon
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Zubereitung:
Sultaninen im Orangenlikör einlegen und am besten 24 Stunden ziehen lassen. Am nächsten Tag die Vanilleschote halbieren und das Mark mit der Mascarpone, dem Puderzucker, dem Zitronensaft, sowie Orangensaft vermischen und kaltstellen.
Die Orangen und die Greapfruit schälen und das Fruchtfleisch als Filetstücke herausschneiden. Alle weißen Häute entfernen. Die Sultaninen mit dem Orangenlikör aufkochen und für ca. 5 Minuten dicklich einkochen lassen.
Auf einem großen Teller die Fruchtfilets anrichten, mit dem Vanilleschmand garnieren und Sultaninen sowie Estragon darauf anrichten.
Dazu kann man einen frischen prickligen Sekt servieren, aber ich habe mich mal wieder für eine süße Variante entschieden.

Ein Süßwein aus der Region Bordeaux/Sauternes vom Weingut Ch. Guiraud.
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Ch. Guiraud, Sauternes 2007
Sehr schönes goldgelb im Glas mit orangenen Reflexen. Milde süßliche Nase mit wenig holziger Note. Schmelziger Gaumen mit sehr langer Frucht welche erst spitz am Gaumen sich entwickelt. Etwas eindimensionaler und weniger komplex. (16+/20)
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La Cité du Vin in Bordeaux

La cité du Vin ist die neueste Weinlocation in Bordeaux wo seit Anfang Juni in einer erstmal imposanten Architektur einiges zu Wein und alles darum herum entdeckt werden kann. Ist man allerdings der französischen Sprache nicht mächtig empfiehlt es sich auf der web site ganz nach unten zu scrollen, um auf die bisher einzige weitere Sprache – englisch umzuschalten, um auch die Inhalte hier verstehen zu können.01-museums-La-Cite-Du-Vin-cr-courtesy
Auf www.laciteduvin.com ist der link zu der web site. Ein einzigartiger Platz, welcher der Weinkultur gewidmet ist, wie sie sich selber so betitelt.

Die cité du Vin wird betrieben von der Fondation pour la Culture et les Civilisations du Vin. Diese Organisation ist 2014 gegründet worden, wohl auch zu dem Zweck hier der Träger zu sein.
Die Cité du Vin versteht sich nicht als klassisches Museum, mit einer permanenten Ausstellung, sonder eher als sensorischer Erlebnispark mit diversen Stationen, wo man sich dem Thema Wein – aus aller Welt – wie es auf der web site heißt, nähern kann. 2017 sollen dann noch klassische Ausstellungsräume hinzugebaut werden.
Hier nur ein kleines Zitat aus der web site zu den Zielen der Cité du Vin:
Our mission: to promote and share the cultural, universal and living heritage that is wine with the broadest possible audience.
Our goal: to focus on emotions, sensations and imagination.
The founding principles of the tour experience: to pass on knowledge interactively, to experience things at your own pace, to learn according to your personal wishes.
Schon ein wenig merkwürdig allerdings wenn in den Zielen der Weinvermittlung als eines der Punkte die Sensation im Vordergrund steht?
Der beste Weg das zu überprüfen dürfte dann allerdings ein Besuch in den nächsten Monaten dort sein. 20  kostet eine permanente (wohl) Jahreskarte, wo noch nicht so ganz klar ist, was es dabei dann an Wein zu verkosten gibt.
Von manchen Autoren wurde diese Location bereits als das Disneyland des Wein tituliert, was zu überprüfen wäre, denn Bordeaux als Weinstadt oder auch immer noch als eine der wichtigsten Weinanbaugebiete in Frankreich oder auch Europa hat ja auch einen Ruf zu verlieren, sollte sich das mit dem „Disneyland-Faktor“ bestätigen. Dann auf einen guten Schluck – Wein.


 

30 Jahre Olaf Hoffmann Design – das Fest dazu/Rotweine

Auch wenn es in diesem Sommer im Juni nicht wirklich so warm werden sollte wie vielleicht vermutet, hatte ich natürlich neben den Weißweinen einige gute Tropfen Rotweine zu dem Jubiläum in den letzten Monaten organisiert, die ich hier beschreiben möchte.

ROT_alle_Flaschen

Poliziano, Vino Nobile di Montepulciano,
Italien Toskana, Sangiovese, Canaiolo, Merlot – 2012

Niepoort, Fabelhaft, Cuvée, Portugal Dourotal – 2011

St. Antonin, Cuvée, Frankreich Faugères – 2010

Bodegas Baigorri, Reserva, Tempranillo, Spanien, Rioja – 2007

Bodegas Ostatu, Cuvée Gloria de Ostatu, Spanien Rioja – 2005

Ch. Sociando-Mallet, Cuvée, 55% CS, 40% M, 5% CF, Frankreich Bordeaux Haut Medoc – 2010

Ch. D’Issan, Cuvée 60% CS, 40% M, Frankreich, Bordeaux Margaux – 2004

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Hier die Bouteillen von Baigorri, St. Antonin und Sociando Mallet

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Hier die Bouteillen von Ch d’Issan, Poliziano und Niepoort

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Und hier noch die Flasche von Bodegas Ostatu

Meine eigenen Bewertungen zu den einzelnen Flaschen:

Poliziano, Vino Nobile di Montepulciano,
sehr feine Nase, mittlere Note mit etwas Tanninen. Ausgewogen und recht typisch von seiner Struktur her. (17/20)

Niepoort, Fabelhaft, kräftige Nase mit leicht fruchtigen Noten. Am Gaumen rund und voll mit Fruchtaromen von Erdbeeren und feinen roten Früchten. (15+/20)

St. Antonin, mittlere Note in der Nase, sehr feine Fruchtnoten mit weichem rundem Abgang. Geschmeidig und sehr schön ausgereift. (18/20)

Bodegas Baigorri, sehr schöne kräftige Nase, feine Marzipan Note mit super feiner Frucht bei lange, Abgang. (17+/20)

Bodegas Ostatu, sehr feine dichte Nase mit floralen Noten. Feine süffige Note mit sehr schönen Traubennoten, und ein wenig leichten Tanninen im Abgang. (16-17/20)

Ch. Sociando-Mallet, dichte Nase bei mittlerer Note am Gaumen mit Frucht und breiter leichter Säure am Gaumen und ein wenig grünen Noten. (17-18/20)

Ch. D’Issan, sehr volle dichte Nase mit kräftiger und druckvoller Frucht. Sehr feine reife Noten mit kräftiger Struktur am Gaumen. (18-19/20)

Scoring_Card
Die Scoring Liste der Weiß- und Rotweine mit einzelnen Bewertungen.


 

30 Jahre Olaf Hoffmann Design – das Fest dazu/Weißweine

Auch wenn es schon ein paar Monate her ist, das ich mein tatsächliches Firmenjubiläum hätte feiern können, wollte ich das mit einigen meiner Weinfreunde im Sommer zu meinem Geburtstag an einem Sonntag veranstalten, wo ich dann auch den Garten und die Luft, den langen Abend mit Licht und guten Freunden, bei mehreren Gläsern gutem Wein feiern konnte.
Das Konzept zu diesem Abend hatte ich schon im Vorfeld ausgelotet und es sollte lauten:
30 Jahre OH Design mit 30 Gästen oder mehr,
Wein aus 3 Liter Flaschen und meine Wenigkeit wurde an dem Tag 63!

Somit ging es los im letzten Jahr auf die Suche nach passenden Flaschen für diese Gelegenheit. Die diversen Weinhändler wurden kontaktiert, einige Weingüter direkt angeschrieben und ausgelotet, was sich so an bezahlbaren bouteillen auf dem Markt für diese Gelegenheit zu erstehen waren. Da die Veranstaltung ja mitten im Sommer sein sollte, lag ein wenig der Schwerpunkt auf den weißen Trauben, was aber kein Übergewicht ergeben sollte. Denn einen entsprechend richtig gekühlten roten kann man auch bei großer Hitze genießen, was aber nicht dazu kommen sollte, denn an dem Wochenende sollten wir bei sehr angenehmen milden Temperaturen die roten Sorten nicht einmal in die Kühlung stellen müssen.

Im Einzelnen sollte es dann im Weinbereich bei folgenden Sorten bleiben.

Hier zunächst die Weißweine, inklusive einem Champagner und ein Rosé:

Billecart_Salmon
Champagne
Billecart-Salmon, Brut Réserve – o. Jahr

Miraval_Etikett
Rosé
Ch. Miraval, Provence, Grenache, Syrah, Cincault – 2010

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Othegraven, Riesling,
Saar – 2013
Heymann-Löwenstein, Riesling, Uhlen R,
Mosel – 2008

Bocksbeutel_Kühler
Schloss Castell, Silvaner, Hohnart, Erste Lage
Franken – 2013
Schloss Castell, Silvaner, Kugelspiel, Erste Lage
Franken – 2007

Weissweine
Weingut Ott, Grüner Veltliner, Spiegel,
Österreich, Wagram – 2013

Weingut Polz, Sauvignon blanc, Therese,
Österreich, Südsteiermark – 2014

Und hier meine eigenen Bewertungen dazu:
Billecart-Salmon:  Immer fein und klassischer Champagner der in seiner Preislage ausgezeichnet zu allen guten Gelegenheiten paßt. (17-18/20)

Ch. Marival: leichte Erdbeernote in der Nase und auch leichter Erdbeergeschmack am Gaumen, wenig Nachhall, etwas lau und wenig Druck. (16/20)

Othegraven: wenig Nase, recht süßliche kräftige Frucht im Vordergrund, sonst geschmeidig und nur weniger typisch für dieses Weingut. (16/20)

Heymann-Löwenstein: sehr fruchtige Nase, feine Frucht am Gaumen mit Noten von ausgeprägtem Boden der Schieferlagen. Wirkt lange nach und kann gut gefallen.(17+/20)

Schloss Castell Hohnart(Bocksbeutel): Feine Nase mit dichter fruchtiger Note. Erdig und Anklänge von Quitten und feinen Fruchtnoten. (16/20)

Schloss Castell Kugelspiel: schöne dunkle Farbe mit grünen Anklängen im Licht. Leicht medizinischer Ton, der aber nicht unschön wirkt. Steht mit seinem Alter wohl gerade auf dem Höhepunkt seiner Reife. (17+/20)

Weingut Ott: sehr präsente Nase, Szechuan Pfeffer, und sehr feine würzige Note mit leicht scharfen Abgängen. (17(20)

Weingut Polz: leicht grüne Note von typischen Grasschnitt. Wirkt kalt und frisch mit ausgewogenem Geschmacksbild. (17-18/20)

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Thai-Curry und Erdbeeren mit einem Muscat de Rivesaltes

Heute einmal wieder zwei Rezepte aus dem Buch „Das Familien Essen“ von Ferran Adriá.
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Thai-Curry mit Rind und passend zur Jahreszeit Erdbeeren in Rotweinessig.
Hier zunächst einmal der Hauptgang mit dem Curry.
Zutaten für 2 Personen:
330 gr. Rinderschulter
2 El Olivenöl
1 El Ingwer
1/2 Tl Currypaste
10 Blätter Koriander
500 ml Wasser
100 ml Kokosmilch
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Zubereitung:
Das Fleisch in 5 mm dünne Scheiben schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ingwer ungeschält in feine Scheiben schneiden und dann hacken. Einen schweren Topf bei mittlerer Hitze auf dem Herd setzen, Olivenöl rein und den Ingwer für 2 min. darin andünsten. Die Currypaste zugeben, sowie die Hälfte des Korianders. Dann das Wasser hinzugeben, sowie zweidrittel der Kokosmilch. Dann die Fleischscheiben hinzugeben und den geschlossenen Topf nach dem Aufkochen für ca. 3 Std. bei 180 °C durchdünsten lassen. Zwischendrin mal nachsehen, ob das Wasser welches zugegeben wurde ausreicht, sonst kann die Sache auch so anbrennen. Nach der Garzeit die restliche Kokosmilch und den Koriander hinzugeben und in einem tieferen Teller servieren.

Dann geht es zum Dessert:
Zutaten für 2 Personen:
10-12 Erdbeeren
3-4 El Zucker
ca. 1 El kochendes Wasser
2 El Rotweinessig
zur Deko ein wenig Estragon
Erdbeeren_in_Rotweinessig
Zubereitung:
Den Zucker in einer tiefen Pfanne schmelzen und weitererhitzen bis sich ein Karamell gebildet hat. Den Karamell glatt rühren und mit dem Wasser vermengen. Komplett abkühlen lassen und dann den Essig darunterrühren. Die Erdbeeren säubern und halbieren oder noch kleiner und mit dem Rotweinessig übergießen und bis zum Anrichten im Kühlschrank ziehen lassen. Beim Anrichten mit z.B. ein wenig Estragon oder auch ein paar Tropfen Aceto balsamico verfeinern.
Domaine_des_Chênes_Rivesaltes_

Dazu habe ich einen Muscat de Rivesaltes vom Weingut Domaine des Chênes geöffnet.
Solche Süßweine sollten bei relativ geringen Temperaturen getrunken werden. Der Grund dafür ist der geschmacklich hohe Zuckergehalt, der dann bei klühlen Temperaturen nicht so stark zum Vorschein kommt gegenüber den weiteren Geschmackskomponenten. Dieser Rivesaltes aus 2009 hat eine sehr feine Birnennote und am Gaumen dann Geschmack von Marakuja und frischer Süße mit eleganten Noten von frischer Frucht. Und das paßt ausgezeichnet zu den kräftig süßen Erdbeeren mit dem Rotweinessig.


 

Frühlingsmarkt von Slow Food in München

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Unter dem Motto „der Frühlingsmarkt“ hatte Slow Food in München zu einem Markt mit diversen Anbietern aus der Kulinarik Branche in die Mixed Munich Art Location in der Katharina-von-Bora-Str. 8a, eingeladen. Ich war fast überpünktlich am Samstag dort und etwas erstaunt, das noch kräftig im Innenhof aufgebaut wurde. Nach nur leicht verspätetem Einlass für 3.- € steuerte ich erst die Kellergewölbe dieser Event Location an, wo sich einige Anbieter mit Slow Food Hintergrund präsentierten. Da waren 2-3 Weingüter, eine Brennerei, ein Kaffeeröster und diverse Anbieter von Marmelade in Gläsern, aber auch klassische Anbieter von Markenprodukten, die sich den Mantel von Slow Food umhängen trotz Ihrer Größe. Geschmacklich und inhaltlich sollte jeder selber urteilen ob das auch noch dazupaßt. Generell war das Angebot an Anbietern und Ständen recht übersichtlich, da der Platz in der unterirdischen Halle doch beschränkt ist. Konkret gesagt nicht zu vergleichen mit einem richtigen Markt, der Woche für Woche mit unterschiedlichen Angeboten die Kunden betreut. Allerdings kann man hier kompakt an 2 Tagen ein tatsächlich alternatives Angebot zu den Wochenmärkten in der Stadt entdecken, da hier auch z.B. die Winzer und Anbieter von Produkten auftreten, welche die Köstlichkeiten herstellen, und auch direkt befragt werden können.
Somit steuerte ich zunächst einen Weinstand an, welcher mit einem omnipräsenten Winzer hinter dem Tisch aufwarten konnte, der mir dann auch drei seiner Riesliche und einen Weißburgunder verkosten ließ.
Slowfood_Markt_Jakob_Christ  Slowfood_Markt_Christ_R93
Jakob Christ aus dem gleichnamigen Weingut wartete mit den Rieslingen aus 2013 und 2014  zwischen 8,50 € und 10,50 € auf, welche recht Säurebetont aber mit feiner Struktur und langem Nachhall aufwarten konnten. WB aus 2014 ebenso mit 8,50 € konnte mich nicht so wirklich überzeugen. Dann zu einem Garagenwinzer Namens Betz aus Frickenhausen am Main, der mich mit seinen Silvanern und dem Riesling nicht wirklich überzeugen konnte.
Einen Gang an die Oberfläche um etwas frische Luft zu schnappen konnte nach mehr als einer Stunde Öffnungszeit kaum mehr Aktivitäten im Innenhof zeigen als zu dem Zeitpunkt da ich kurz nach 13 Uhr Einlass gewährt bekam. Also nochmals in den Keller und zum Abschluß eine Brennerei ausprobiert, wo ich feststellen mußte, daß diese aus dem Weinort Castell stammte, aber von einem Architekten seit ein paar Jahren betrieben wird. Angeboten werden verschiedene Obstbrände von Mirabelle, Birne, Apfel und Kirschen, wobei ich mir einen Riesling Trester genehmigte. In der Nase bereits ein sehr feiner Duft nach diversen Tönen mit frischen Noten nach Frucht, kernigem Obst, fasz schon etwas Holzig und im Geschmack am Gaumen dann sehr elegant und strukturiert, was auf einen mehrfachen Brand Durchgang schließen läßt. Recht elegant und auch komplex im Abgang und zart, sowie wenig alkoholisch wirkend. Fein.
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Vinum im Tresor Vinum mit Weinen aus San Giminiano und Vino Nobile di Montepulciano

Die Zeitschrift Vinum hatte eingeladen zu einer Toskana Verkostung mit Weinen des Consorzio della Denominazione San Giminiano und des Consorzio del Vino Nobile di Montepulciano. Die Location war in diesem Falle besonders interessant, da ich dort bisher nicht gewesen war und sehr gespannt, wie in einem ehemaligen Bierkeller die 16 Weingüter untergebracht waren. Aber der Platzbedarf war überhaupr kein Problem, denn die Veranstalötung war recht schwach besucht, was die Verkostungen um so interessanter machte, da ich mit den Winzern und den Vetretern an den einzelnen Verkostungstischen auch noch einige Details erfahren konnte.

Zunächst einmal zu den beiden Weinregionen, welche aus einem Jubiläum heraus diese Verkostung mit der Zeitschrift Vinum in einigen Städten aus Marketinggründen veranstaltet haben. Aus der Region San Giminiano waren bei der Veranstaltung 6 Weingüter vor Ort, und aus der Region Montepulciano waren es 10 Weingüter. In San Giminiano stehen ca. 720 ha Weinreben und in der Region Montepulciano sind das ca. 2000 ha. In den beiden Regionen gibt es 166 abfüllende Betriebe, und es werden ca. 12 Mio. Flaschen pro Jahr gefüllt.

Dann ging es an die Verkostungen, wobei ich selber mir immer alle Weine der einzelnen 6 Güter die ich mir ausgesucht hatte, verkosten wollte.

Bei San Giminiano waren das:
– Fattoria di Pancole
– Fattoria San Donato (Bio Weingut zertifiziert)
– La Rampa di Fugnano

Bei Vino Nobile di Montepulciano waren das:
– Boscarelli (wo ich bereits im Sommer 2015 einmal mit einer Weinreise war)
– Palazzo Vecchio
– Tenuta di Gracciano della Seta

Die Wein waren durchweg recht ordentlich gemacht bei insgesamt recht unterschiedlichem Angebot. Mal hatte ein Weingut einen Rosé dabei, einige auch einen Vin Santo, welche mir ganz gut mundeten, und die weißen und roten Tropfen aus Vernacchia, Viognier oder den typischen Toskana Weißen wie Canaiolo, sowie Sangiovese, Merlot, Cabernet Sauvignon bei den Roten Trauben zeigten die typische Vielfalt einer Region. Nur ein wirklich prickelndes Wasser war kaum vorhanden oder nicht zu sehen.

Nun aber noch einige Sätze zu der Lokalität, wohin die Zeitschrift Vinum eingeladen hatte. Das Ganze nennt sich Tresor Vinum, wurde im Jahre 2015 eröffnet und wurde gebaut 1881 als Bierkeller, der heute mit seinen 400qm unterirdischer Fläche eine imposante Lokalität ist. Die 16 Winzer aus der Toskana hatten locker Platz in den 2 großen Räumen mit Tonnengewölbe, wobei in den Nebenräumen eben noch weitere Möglichkeiten bestehen Vorträge, Verkostungen und eben Weinlager unterzubringen. Recht gut ausgeleuchtet und mit Garderobe, sowie wohl einer kleinen Küche in einem der hinteren Räume darf man gespannt sein, was hier noch so alles in den nächsten Jahren veranstaltet wird.
Hier ein paar Fotos von dem Verkostungsabend in den Räumlichkeiten von Tresor Vinum.
Tresorvinum_Eingang
Tresorvinum_Abgang
Tresorvinum_Gang
Tresorvinum_Keller2_Gläser
Tresorvinum_Tresorraum
Tresorvinum_Keller2
Tresorvinum_Keller1


 

Bordeaux Faßproben-Verkostung bei Vin-Wein-Vino

Bordeaux 2015 – Faßproben bei Vin Wein Vino

Hans hatte kurz nach seiner Rückkehr aus Bordeaux zur Faßprobenverkostung in seinen Laden am Kanal eingeladen. Knapp 2 handvoll Weinenthusiasten waren eingetroffen und wir machten uns über die kleinen Flaschen mit dem roten Elexir aus den roten Trauben des letzten Jahres her. Da es ja in 2015 wettertechnisch ein recht gutes „Weinjahr“ wie wir so hörten, gegeben hatte, waren wir sehr gespannt, was sich so bei den diversen Winzern rund um Bordeaux aus der Traubenernte vor ca. einem halben Jahr ergeben hatte. Festzustellen war zunächst einmal, das fast alle Weine mit einer recht ausgewogenen Tanninstruktur und gut eingebunden in Säure und Frucht daherkamen. Allerdings fehlte mir bei den allermeisten guten Tropfen auch etwas die Säure, was wohl ebenso auf das recht warme und gute Wetter in 2015 zurückzuführen ist. Irgendwie wiederholt sich aber auch hier vielleicht etwas die Geschichte, denn 2005 war das gehypte Weinjahr in Bordeaux wo die Preise exorbitant explodierten. Das Wird in 2015 gegenüber den Vorjahren wohl nicht passieren, denn das Niveau liegt inzwischen einiges höher als 2005, aber warten wir ab, was die Primeur-Angebote so in ein paar Wochen anbieten werden.
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_3
Nun zu den verkosteten Weinen:
Wir starten mit einem Zweit- oder Drittwein von Dom. de Chevalier in weiß.
Clos des Lunes, hat noch eine recht hefige Nase, was nach einem halben Jahr kein Wunder ist. Feine Säure mit guter Frucht und schönem Abgang. (17/20)
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino   Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_2
Dann folgen die 16 roten Fläschchen, welche auf einem kleinen Tisch vereint aufgebaut sind.

Ch. Soutard – sehr kräftige Fruchtnase, etwas weniger Säure, aber sicher mit Entwicklungspotenzial und einem schönen Abgang mit leichter Schärfe, aber fein. (17+/20)

Ch. Puygueraud – sehr schöne komplexe Struktur, etwas Frucht und Säure. Von den Tanninen her etwas kernig mit dunklen Beerennoten und Cassis, weniger Länge. (16-17/20)

Dom. Piy Arnaud – ein Bio Weingut. Mit mittlerer Frucht und leichter Struktur noch etwas holzig bei mittlerem Abgang. Wohl etwas weniger Merlot als die Vorgänger. (16/20)

Fuge de Nenin – sehr schöne Nase mit runder Frucht. Recht ausgewogene Tannine, runde Note mit feinem Abgang. Wirkt schon recht fertig,  was aber in dem Alter auch trügerisch sein kann. (17-18/20)

Ch, Guillot Clauzel – schon komplexe dichte Nase mit Frucht, welche gut euingebunden ist. Noch unreife Tannine und leichte Schärfe, welche sich am Gaumen dann verstärkt (16+/20)

Ch. Maucaillou – sehr vordergründiger CS. Dichte Frucht mit recht komplexer Note am Gaumen. Etwas unreifer grüner Abgang. (16-17/20)

Ch. Citran – Mittlere Frucht mit runden Noten und etwas weniger lang am Gaumen. Leicht bittere Note am Gaumen. (16/20)

Ch. Haut Caussan – recht florale Nase mit Frucht und feiner Komplexität. Kräftig süße Gaumennote. Weniger Abgang. Schon sehr gefällig und rund. (17+/20)

Ch. Cambon la Pelouse – Vordergründig etwas flach, später am Gaumen  dann recht fruchtig mit leichter Säure und dann kommt der volle Geschmack am hintersten unteren Winkel bei Schlucken zustande und zur Geltung (16+/20)

Demoiselle de Sociando Mallet – der Zweitwein von Sociando Mallethat schon eine recht feine Nase mit dunkler Struktur. Am Gaumen fast etwas wässrig und leicht, ansonsten eine feine runde Frucht mit weniger Abgang. (16-17/20)

Sociando Mallet – Der Erstwein aus diesem Hause im Haut Medoc zeigt eine runde dichte Nase mit Frucht. Eine kräftige Geschmacksstruktur mit ebenso vorhandenen Tanninen. (16-17/20)

Ch. Moulin Haut Laroque – Nase mit löeichtem Benzinstinker, der aber langsam vergeht. Recht süße Anklänge mit Noten von reifen Zwetschgen, Schokolade und recht komplexer Note nach Nougat und nur sehr wenig Tanninen. (18+/20)

Ch. Talbot – Recht verhaltene Nase. Sehr runde feine Frucht am Gaumen mit feiner Fruchtstruktur. Reißt schnell ab und wirkt fast verschlossen. (- -/20)

Ch. Capbern – dieses Weingut gehört zu Ch. Calon Ségur und hat derzeit ca. 37 ha. Sehr dichte komplexe Nase mit feiner roter Fruchtnote. Kaum Schärfe und runde feine Komplexität mit feinen Noten nach reifem gedünstetem Gemüse. (17+/20)
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Le Marquis de Calon Ségur – Mittlere Nase mit leichter Schärfe. Am Gaumen ganz different, sehr geschmeidig mit feiner Struktur. (17+/20)

Ch. Lafon Rochet – Recht rund und feine Struktur. Wirkt schon segr fertig und hat wenig Tannine am Gaumen. (16-17/20)

Kleines Fazit nach dieser sehr gelungenen kleinen Bordeaux Verkostung im kleinen Kreise. Der Jahrgang 2015 dürfte sich nach diesen ersten Eindrücken als sehr guter Jahrgang im Laufe der nächsten Jahre präsentieren. Nicht nur das gute Wetter in dem Jahr haben dazu wohl beigetragen, sondern sicher auch wieder viel Arbeit im Weinberg und im Keller. Also wird es wohl nach 2005 wieder im 10 Jahres Abstand einen ausgezeichneten Bordeaux Jahrgang geben. Santé