Kategoriearchiv: Wein

30 Jahre Olaf Hoffmann Design – das Fest dazu/Rotweine

Auch wenn es in diesem Sommer im Juni nicht wirklich so warm werden sollte wie vielleicht vermutet, hatte ich natürlich neben den Weißweinen einige gute Tropfen Rotweine zu dem Jubiläum in den letzten Monaten organisiert, die ich hier beschreiben möchte.

ROT_alle_Flaschen

Poliziano, Vino Nobile di Montepulciano,
Italien Toskana, Sangiovese, Canaiolo, Merlot – 2012

Niepoort, Fabelhaft, Cuvée, Portugal Dourotal – 2011

St. Antonin, Cuvée, Frankreich Faugères – 2010

Bodegas Baigorri, Reserva, Tempranillo, Spanien, Rioja – 2007

Bodegas Ostatu, Cuvée Gloria de Ostatu, Spanien Rioja – 2005

Ch. Sociando-Mallet, Cuvée, 55% CS, 40% M, 5% CF, Frankreich Bordeaux Haut Medoc – 2010

Ch. D’Issan, Cuvée 60% CS, 40% M, Frankreich, Bordeaux Margaux – 2004

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Hier die Bouteillen von Baigorri, St. Antonin und Sociando Mallet

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Hier die Bouteillen von Ch d’Issan, Poliziano und Niepoort

Flasche_Ostatu
Und hier noch die Flasche von Bodegas Ostatu

Meine eigenen Bewertungen zu den einzelnen Flaschen:

Poliziano, Vino Nobile di Montepulciano,
sehr feine Nase, mittlere Note mit etwas Tanninen. Ausgewogen und recht typisch von seiner Struktur her. (17/20)

Niepoort, Fabelhaft, kräftige Nase mit leicht fruchtigen Noten. Am Gaumen rund und voll mit Fruchtaromen von Erdbeeren und feinen roten Früchten. (15+/20)

St. Antonin, mittlere Note in der Nase, sehr feine Fruchtnoten mit weichem rundem Abgang. Geschmeidig und sehr schön ausgereift. (18/20)

Bodegas Baigorri, sehr schöne kräftige Nase, feine Marzipan Note mit super feiner Frucht bei lange, Abgang. (17+/20)

Bodegas Ostatu, sehr feine dichte Nase mit floralen Noten. Feine süffige Note mit sehr schönen Traubennoten, und ein wenig leichten Tanninen im Abgang. (16-17/20)

Ch. Sociando-Mallet, dichte Nase bei mittlerer Note am Gaumen mit Frucht und breiter leichter Säure am Gaumen und ein wenig grünen Noten. (17-18/20)

Ch. D’Issan, sehr volle dichte Nase mit kräftiger und druckvoller Frucht. Sehr feine reife Noten mit kräftiger Struktur am Gaumen. (18-19/20)

Scoring_Card
Die Scoring Liste der Weiß- und Rotweine mit einzelnen Bewertungen.


 

30 Jahre Olaf Hoffmann Design – das Fest dazu/Weißweine

Auch wenn es schon ein paar Monate her ist, das ich mein tatsächliches Firmenjubiläum hätte feiern können, wollte ich das mit einigen meiner Weinfreunde im Sommer zu meinem Geburtstag an einem Sonntag veranstalten, wo ich dann auch den Garten und die Luft, den langen Abend mit Licht und guten Freunden, bei mehreren Gläsern gutem Wein feiern konnte.
Das Konzept zu diesem Abend hatte ich schon im Vorfeld ausgelotet und es sollte lauten:
30 Jahre OH Design mit 30 Gästen oder mehr,
Wein aus 3 Liter Flaschen und meine Wenigkeit wurde an dem Tag 63!

Somit ging es los im letzten Jahr auf die Suche nach passenden Flaschen für diese Gelegenheit. Die diversen Weinhändler wurden kontaktiert, einige Weingüter direkt angeschrieben und ausgelotet, was sich so an bezahlbaren bouteillen auf dem Markt für diese Gelegenheit zu erstehen waren. Da die Veranstaltung ja mitten im Sommer sein sollte, lag ein wenig der Schwerpunkt auf den weißen Trauben, was aber kein Übergewicht ergeben sollte. Denn einen entsprechend richtig gekühlten roten kann man auch bei großer Hitze genießen, was aber nicht dazu kommen sollte, denn an dem Wochenende sollten wir bei sehr angenehmen milden Temperaturen die roten Sorten nicht einmal in die Kühlung stellen müssen.

Im Einzelnen sollte es dann im Weinbereich bei folgenden Sorten bleiben.

Hier zunächst die Weißweine, inklusive einem Champagner und ein Rosé:

Billecart_Salmon
Champagne
Billecart-Salmon, Brut Réserve – o. Jahr

Miraval_Etikett
Rosé
Ch. Miraval, Provence, Grenache, Syrah, Cincault – 2010

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Othegraven, Riesling,
Saar – 2013
Heymann-Löwenstein, Riesling, Uhlen R,
Mosel – 2008

Bocksbeutel_Kühler
Schloss Castell, Silvaner, Hohnart, Erste Lage
Franken – 2013
Schloss Castell, Silvaner, Kugelspiel, Erste Lage
Franken – 2007

Weissweine
Weingut Ott, Grüner Veltliner, Spiegel,
Österreich, Wagram – 2013

Weingut Polz, Sauvignon blanc, Therese,
Österreich, Südsteiermark – 2014

Und hier meine eigenen Bewertungen dazu:
Billecart-Salmon:  Immer fein und klassischer Champagner der in seiner Preislage ausgezeichnet zu allen guten Gelegenheiten paßt. (17-18/20)

Ch. Marival: leichte Erdbeernote in der Nase und auch leichter Erdbeergeschmack am Gaumen, wenig Nachhall, etwas lau und wenig Druck. (16/20)

Othegraven: wenig Nase, recht süßliche kräftige Frucht im Vordergrund, sonst geschmeidig und nur weniger typisch für dieses Weingut. (16/20)

Heymann-Löwenstein: sehr fruchtige Nase, feine Frucht am Gaumen mit Noten von ausgeprägtem Boden der Schieferlagen. Wirkt lange nach und kann gut gefallen.(17+/20)

Schloss Castell Hohnart(Bocksbeutel): Feine Nase mit dichter fruchtiger Note. Erdig und Anklänge von Quitten und feinen Fruchtnoten. (16/20)

Schloss Castell Kugelspiel: schöne dunkle Farbe mit grünen Anklängen im Licht. Leicht medizinischer Ton, der aber nicht unschön wirkt. Steht mit seinem Alter wohl gerade auf dem Höhepunkt seiner Reife. (17+/20)

Weingut Ott: sehr präsente Nase, Szechuan Pfeffer, und sehr feine würzige Note mit leicht scharfen Abgängen. (17(20)

Weingut Polz: leicht grüne Note von typischen Grasschnitt. Wirkt kalt und frisch mit ausgewogenem Geschmacksbild. (17-18/20)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA


 

Thai-Curry und Erdbeeren mit einem Muscat de Rivesaltes

Heute einmal wieder zwei Rezepte aus dem Buch „Das Familien Essen“ von Ferran Adriá.
Das_Familien_Essen_Titel
Thai-Curry mit Rind und passend zur Jahreszeit Erdbeeren in Rotweinessig.
Hier zunächst einmal der Hauptgang mit dem Curry.
Zutaten für 2 Personen:
330 gr. Rinderschulter
2 El Olivenöl
1 El Ingwer
1/2 Tl Currypaste
10 Blätter Koriander
500 ml Wasser
100 ml Kokosmilch
Thai_Curry_Mit_Rind
Zubereitung:
Das Fleisch in 5 mm dünne Scheiben schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ingwer ungeschält in feine Scheiben schneiden und dann hacken. Einen schweren Topf bei mittlerer Hitze auf dem Herd setzen, Olivenöl rein und den Ingwer für 2 min. darin andünsten. Die Currypaste zugeben, sowie die Hälfte des Korianders. Dann das Wasser hinzugeben, sowie zweidrittel der Kokosmilch. Dann die Fleischscheiben hinzugeben und den geschlossenen Topf nach dem Aufkochen für ca. 3 Std. bei 180 °C durchdünsten lassen. Zwischendrin mal nachsehen, ob das Wasser welches zugegeben wurde ausreicht, sonst kann die Sache auch so anbrennen. Nach der Garzeit die restliche Kokosmilch und den Koriander hinzugeben und in einem tieferen Teller servieren.

Dann geht es zum Dessert:
Zutaten für 2 Personen:
10-12 Erdbeeren
3-4 El Zucker
ca. 1 El kochendes Wasser
2 El Rotweinessig
zur Deko ein wenig Estragon
Erdbeeren_in_Rotweinessig
Zubereitung:
Den Zucker in einer tiefen Pfanne schmelzen und weitererhitzen bis sich ein Karamell gebildet hat. Den Karamell glatt rühren und mit dem Wasser vermengen. Komplett abkühlen lassen und dann den Essig darunterrühren. Die Erdbeeren säubern und halbieren oder noch kleiner und mit dem Rotweinessig übergießen und bis zum Anrichten im Kühlschrank ziehen lassen. Beim Anrichten mit z.B. ein wenig Estragon oder auch ein paar Tropfen Aceto balsamico verfeinern.
Domaine_des_Chênes_Rivesaltes_

Dazu habe ich einen Muscat de Rivesaltes vom Weingut Domaine des Chênes geöffnet.
Solche Süßweine sollten bei relativ geringen Temperaturen getrunken werden. Der Grund dafür ist der geschmacklich hohe Zuckergehalt, der dann bei klühlen Temperaturen nicht so stark zum Vorschein kommt gegenüber den weiteren Geschmackskomponenten. Dieser Rivesaltes aus 2009 hat eine sehr feine Birnennote und am Gaumen dann Geschmack von Marakuja und frischer Süße mit eleganten Noten von frischer Frucht. Und das paßt ausgezeichnet zu den kräftig süßen Erdbeeren mit dem Rotweinessig.


 

Frühlingsmarkt von Slow Food in München

Slowfood_Markt_Schild
Unter dem Motto „der Frühlingsmarkt“ hatte Slow Food in München zu einem Markt mit diversen Anbietern aus der Kulinarik Branche in die Mixed Munich Art Location in der Katharina-von-Bora-Str. 8a, eingeladen. Ich war fast überpünktlich am Samstag dort und etwas erstaunt, das noch kräftig im Innenhof aufgebaut wurde. Nach nur leicht verspätetem Einlass für 3.- € steuerte ich erst die Kellergewölbe dieser Event Location an, wo sich einige Anbieter mit Slow Food Hintergrund präsentierten. Da waren 2-3 Weingüter, eine Brennerei, ein Kaffeeröster und diverse Anbieter von Marmelade in Gläsern, aber auch klassische Anbieter von Markenprodukten, die sich den Mantel von Slow Food umhängen trotz Ihrer Größe. Geschmacklich und inhaltlich sollte jeder selber urteilen ob das auch noch dazupaßt. Generell war das Angebot an Anbietern und Ständen recht übersichtlich, da der Platz in der unterirdischen Halle doch beschränkt ist. Konkret gesagt nicht zu vergleichen mit einem richtigen Markt, der Woche für Woche mit unterschiedlichen Angeboten die Kunden betreut. Allerdings kann man hier kompakt an 2 Tagen ein tatsächlich alternatives Angebot zu den Wochenmärkten in der Stadt entdecken, da hier auch z.B. die Winzer und Anbieter von Produkten auftreten, welche die Köstlichkeiten herstellen, und auch direkt befragt werden können.
Somit steuerte ich zunächst einen Weinstand an, welcher mit einem omnipräsenten Winzer hinter dem Tisch aufwarten konnte, der mir dann auch drei seiner Riesliche und einen Weißburgunder verkosten ließ.
Slowfood_Markt_Jakob_Christ  Slowfood_Markt_Christ_R93
Jakob Christ aus dem gleichnamigen Weingut wartete mit den Rieslingen aus 2013 und 2014  zwischen 8,50 € und 10,50 € auf, welche recht Säurebetont aber mit feiner Struktur und langem Nachhall aufwarten konnten. WB aus 2014 ebenso mit 8,50 € konnte mich nicht so wirklich überzeugen. Dann zu einem Garagenwinzer Namens Betz aus Frickenhausen am Main, der mich mit seinen Silvanern und dem Riesling nicht wirklich überzeugen konnte.
Einen Gang an die Oberfläche um etwas frische Luft zu schnappen konnte nach mehr als einer Stunde Öffnungszeit kaum mehr Aktivitäten im Innenhof zeigen als zu dem Zeitpunkt da ich kurz nach 13 Uhr Einlass gewährt bekam. Also nochmals in den Keller und zum Abschluß eine Brennerei ausprobiert, wo ich feststellen mußte, daß diese aus dem Weinort Castell stammte, aber von einem Architekten seit ein paar Jahren betrieben wird. Angeboten werden verschiedene Obstbrände von Mirabelle, Birne, Apfel und Kirschen, wobei ich mir einen Riesling Trester genehmigte. In der Nase bereits ein sehr feiner Duft nach diversen Tönen mit frischen Noten nach Frucht, kernigem Obst, fasz schon etwas Holzig und im Geschmack am Gaumen dann sehr elegant und strukturiert, was auf einen mehrfachen Brand Durchgang schließen läßt. Recht elegant und auch komplex im Abgang und zart, sowie wenig alkoholisch wirkend. Fein.
Slowfood_Markt_innen


 

Vinum im Tresor Vinum mit Weinen aus San Giminiano und Vino Nobile di Montepulciano

Die Zeitschrift Vinum hatte eingeladen zu einer Toskana Verkostung mit Weinen des Consorzio della Denominazione San Giminiano und des Consorzio del Vino Nobile di Montepulciano. Die Location war in diesem Falle besonders interessant, da ich dort bisher nicht gewesen war und sehr gespannt, wie in einem ehemaligen Bierkeller die 16 Weingüter untergebracht waren. Aber der Platzbedarf war überhaupr kein Problem, denn die Veranstalötung war recht schwach besucht, was die Verkostungen um so interessanter machte, da ich mit den Winzern und den Vetretern an den einzelnen Verkostungstischen auch noch einige Details erfahren konnte.

Zunächst einmal zu den beiden Weinregionen, welche aus einem Jubiläum heraus diese Verkostung mit der Zeitschrift Vinum in einigen Städten aus Marketinggründen veranstaltet haben. Aus der Region San Giminiano waren bei der Veranstaltung 6 Weingüter vor Ort, und aus der Region Montepulciano waren es 10 Weingüter. In San Giminiano stehen ca. 720 ha Weinreben und in der Region Montepulciano sind das ca. 2000 ha. In den beiden Regionen gibt es 166 abfüllende Betriebe, und es werden ca. 12 Mio. Flaschen pro Jahr gefüllt.

Dann ging es an die Verkostungen, wobei ich selber mir immer alle Weine der einzelnen 6 Güter die ich mir ausgesucht hatte, verkosten wollte.

Bei San Giminiano waren das:
– Fattoria di Pancole
– Fattoria San Donato (Bio Weingut zertifiziert)
– La Rampa di Fugnano

Bei Vino Nobile di Montepulciano waren das:
– Boscarelli (wo ich bereits im Sommer 2015 einmal mit einer Weinreise war)
– Palazzo Vecchio
– Tenuta di Gracciano della Seta

Die Wein waren durchweg recht ordentlich gemacht bei insgesamt recht unterschiedlichem Angebot. Mal hatte ein Weingut einen Rosé dabei, einige auch einen Vin Santo, welche mir ganz gut mundeten, und die weißen und roten Tropfen aus Vernacchia, Viognier oder den typischen Toskana Weißen wie Canaiolo, sowie Sangiovese, Merlot, Cabernet Sauvignon bei den Roten Trauben zeigten die typische Vielfalt einer Region. Nur ein wirklich prickelndes Wasser war kaum vorhanden oder nicht zu sehen.

Nun aber noch einige Sätze zu der Lokalität, wohin die Zeitschrift Vinum eingeladen hatte. Das Ganze nennt sich Tresor Vinum, wurde im Jahre 2015 eröffnet und wurde gebaut 1881 als Bierkeller, der heute mit seinen 400qm unterirdischer Fläche eine imposante Lokalität ist. Die 16 Winzer aus der Toskana hatten locker Platz in den 2 großen Räumen mit Tonnengewölbe, wobei in den Nebenräumen eben noch weitere Möglichkeiten bestehen Vorträge, Verkostungen und eben Weinlager unterzubringen. Recht gut ausgeleuchtet und mit Garderobe, sowie wohl einer kleinen Küche in einem der hinteren Räume darf man gespannt sein, was hier noch so alles in den nächsten Jahren veranstaltet wird.
Hier ein paar Fotos von dem Verkostungsabend in den Räumlichkeiten von Tresor Vinum.
Tresorvinum_Eingang
Tresorvinum_Abgang
Tresorvinum_Gang
Tresorvinum_Keller2_Gläser
Tresorvinum_Tresorraum
Tresorvinum_Keller2
Tresorvinum_Keller1


 

Bordeaux Faßproben-Verkostung bei Vin-Wein-Vino

Bordeaux 2015 – Faßproben bei Vin Wein Vino

Hans hatte kurz nach seiner Rückkehr aus Bordeaux zur Faßprobenverkostung in seinen Laden am Kanal eingeladen. Knapp 2 handvoll Weinenthusiasten waren eingetroffen und wir machten uns über die kleinen Flaschen mit dem roten Elexir aus den roten Trauben des letzten Jahres her. Da es ja in 2015 wettertechnisch ein recht gutes „Weinjahr“ wie wir so hörten, gegeben hatte, waren wir sehr gespannt, was sich so bei den diversen Winzern rund um Bordeaux aus der Traubenernte vor ca. einem halben Jahr ergeben hatte. Festzustellen war zunächst einmal, das fast alle Weine mit einer recht ausgewogenen Tanninstruktur und gut eingebunden in Säure und Frucht daherkamen. Allerdings fehlte mir bei den allermeisten guten Tropfen auch etwas die Säure, was wohl ebenso auf das recht warme und gute Wetter in 2015 zurückzuführen ist. Irgendwie wiederholt sich aber auch hier vielleicht etwas die Geschichte, denn 2005 war das gehypte Weinjahr in Bordeaux wo die Preise exorbitant explodierten. Das Wird in 2015 gegenüber den Vorjahren wohl nicht passieren, denn das Niveau liegt inzwischen einiges höher als 2005, aber warten wir ab, was die Primeur-Angebote so in ein paar Wochen anbieten werden.
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_3
Nun zu den verkosteten Weinen:
Wir starten mit einem Zweit- oder Drittwein von Dom. de Chevalier in weiß.
Clos des Lunes, hat noch eine recht hefige Nase, was nach einem halben Jahr kein Wunder ist. Feine Säure mit guter Frucht und schönem Abgang. (17/20)
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino   Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_2
Dann folgen die 16 roten Fläschchen, welche auf einem kleinen Tisch vereint aufgebaut sind.

Ch. Soutard – sehr kräftige Fruchtnase, etwas weniger Säure, aber sicher mit Entwicklungspotenzial und einem schönen Abgang mit leichter Schärfe, aber fein. (17+/20)

Ch. Puygueraud – sehr schöne komplexe Struktur, etwas Frucht und Säure. Von den Tanninen her etwas kernig mit dunklen Beerennoten und Cassis, weniger Länge. (16-17/20)

Dom. Piy Arnaud – ein Bio Weingut. Mit mittlerer Frucht und leichter Struktur noch etwas holzig bei mittlerem Abgang. Wohl etwas weniger Merlot als die Vorgänger. (16/20)

Fuge de Nenin – sehr schöne Nase mit runder Frucht. Recht ausgewogene Tannine, runde Note mit feinem Abgang. Wirkt schon recht fertig,  was aber in dem Alter auch trügerisch sein kann. (17-18/20)

Ch, Guillot Clauzel – schon komplexe dichte Nase mit Frucht, welche gut euingebunden ist. Noch unreife Tannine und leichte Schärfe, welche sich am Gaumen dann verstärkt (16+/20)

Ch. Maucaillou – sehr vordergründiger CS. Dichte Frucht mit recht komplexer Note am Gaumen. Etwas unreifer grüner Abgang. (16-17/20)

Ch. Citran – Mittlere Frucht mit runden Noten und etwas weniger lang am Gaumen. Leicht bittere Note am Gaumen. (16/20)

Ch. Haut Caussan – recht florale Nase mit Frucht und feiner Komplexität. Kräftig süße Gaumennote. Weniger Abgang. Schon sehr gefällig und rund. (17+/20)

Ch. Cambon la Pelouse – Vordergründig etwas flach, später am Gaumen  dann recht fruchtig mit leichter Säure und dann kommt der volle Geschmack am hintersten unteren Winkel bei Schlucken zustande und zur Geltung (16+/20)

Demoiselle de Sociando Mallet – der Zweitwein von Sociando Mallethat schon eine recht feine Nase mit dunkler Struktur. Am Gaumen fast etwas wässrig und leicht, ansonsten eine feine runde Frucht mit weniger Abgang. (16-17/20)

Sociando Mallet – Der Erstwein aus diesem Hause im Haut Medoc zeigt eine runde dichte Nase mit Frucht. Eine kräftige Geschmacksstruktur mit ebenso vorhandenen Tanninen. (16-17/20)

Ch. Moulin Haut Laroque – Nase mit löeichtem Benzinstinker, der aber langsam vergeht. Recht süße Anklänge mit Noten von reifen Zwetschgen, Schokolade und recht komplexer Note nach Nougat und nur sehr wenig Tanninen. (18+/20)

Ch. Talbot – Recht verhaltene Nase. Sehr runde feine Frucht am Gaumen mit feiner Fruchtstruktur. Reißt schnell ab und wirkt fast verschlossen. (- -/20)

Ch. Capbern – dieses Weingut gehört zu Ch. Calon Ségur und hat derzeit ca. 37 ha. Sehr dichte komplexe Nase mit feiner roter Fruchtnote. Kaum Schärfe und runde feine Komplexität mit feinen Noten nach reifem gedünstetem Gemüse. (17+/20)
Calon_Segur
Le Marquis de Calon Ségur – Mittlere Nase mit leichter Schärfe. Am Gaumen ganz different, sehr geschmeidig mit feiner Struktur. (17+/20)

Ch. Lafon Rochet – Recht rund und feine Struktur. Wirkt schon segr fertig und hat wenig Tannine am Gaumen. (16-17/20)

Kleines Fazit nach dieser sehr gelungenen kleinen Bordeaux Verkostung im kleinen Kreise. Der Jahrgang 2015 dürfte sich nach diesen ersten Eindrücken als sehr guter Jahrgang im Laufe der nächsten Jahre präsentieren. Nicht nur das gute Wetter in dem Jahr haben dazu wohl beigetragen, sondern sicher auch wieder viel Arbeit im Weinberg und im Keller. Also wird es wohl nach 2005 wieder im 10 Jahres Abstand einen ausgezeichneten Bordeaux Jahrgang geben. Santé


 

Spargel mit Pimentos, Carciofi und Yuzu-Vinaigrette

Für eine Person benötige ich folgende Zutaten:
4 Stangen weißer Spargel
4 Pimentos
4 Carciofi
Zitronensaft
1/4 Zitrone
ca. 50 ml Weißwein
für die Yuzu Vainaigrette:
4 El Yuzu Saft
2 El Reisesig
1 Tl helle Sojasauce
1/2 Tl Fleur de Sel
1/2 Tl grob gemahlener schwarzer Pfeffer
1 kleine Knoblauchzehe
6 El Traubenkernöl
Als Deko bzw. kleine knackige Ergänzung
nehme ich Wan-Tan Blätter mit Sesam und Kreuzkümmel.
Spargel_Pimentos_Carciofi
Die Zubereitung:
Ich bereite die Carciofi und die Pimentos für das Anbraten vor. Dann können die Wan-tan Blätter in einer kleinen Sauteuse mit dem Sesam und dem Kreuzkümmel frittiert werden und auf Küchenkrepp getrocknet werden. Wasser aufsetzen für den Spargel, die Spargelstangen schälen und mit einer 1/4 Zitrone im heißen Wasser ca. 10 Min leicht dünsten. Parallel die Yuzu-Vinaigrette wie folgt herstellen. Yuzu Saft, Essig, Sojasauce, Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer gut vermischen. Anschließen das Traubenkernöl langsam hinzufügen, bis die Flüssigkeit dickflüssig wird. Die Carciofi mit den Pimentos in einer Eisenpfanne mit etwas Olivenöl vorsichtig anbraten und nach leichter angenommener Farbe mit Weißwein oder auch dem restlichen Zitronensaft ablöschen. Spargel ca. 10 Minuten dünsten, und dann alles auf einem Teller entsprechend so anrichten. das die drei wesentlichen Zutaten zur Geltung kommen. Ich bringfe Spargel in die Mitte, rechts die Pimentos und links die Carciofi Hälften auf den Teller. Dann die Vinaigrette darüber und die Wan-tan Blätter dazu.
Spargel_Pimentos_Carciofi_Detail
Dazu habe ich diesmal einen Weißen Tropfen aus dem Keller geholt, der aus der Region Pic St. Loup stammt und von Weingut Domaine de l’Hortus stammt. Der weiße Cuvée von 2013 paßt recht gut zum Essen und wirkt mit seiner kräftigen Note insgesamt recht gut zum säuerlichen Eindruck der Yuzu-Vinaigrette.
Dom_de_Hortus_blnc_13


 

Wein-Plus Convention auf der Theresienhöhe

Es geht im Frühjahr mal wieder los mit den Weinverkostungen, wo es auch bereits einige frisch abgefüllte 2015er Jahrgänge zu verkosten geben sollte. Heute also die Wein-Plus Convention auf der Thersienhöhe, der alten Messe in München, wo im Festsaal, dem Atrium und auf der Empore im Atrium die Tisch der insgesamt ca. 120 Aussteller Ihre Wein und Produkte präsentierten. Wie auch in den letzten Jahren ging es. trotz frühen Erscheinens, am Einlass etwas chaotisch zu, da das mit der Kartenausgabe, den Gutscheinen zu 5 Euro, den Klebeetiketten für die einzelnen Verkostungen an den Ständen, viel zu lange zur Erklärung benötigte, und auch die Winzer an Ihren Ständen mit den Etiketten und Gutscheinen nicht wirklich vertraut waren. Da ich bereits um 14 Uhr eintraf, dachte ich einer der Ersten zu sein, da es online für 14 Uhr angekündigt war, aber auf dem Katalog dann 13 Uhr gedruckt war. Auch fehlten einige Aussteller, welche online zu lesen waren, aber dann im Katalog und auf der Präsentation nicht mehr gesehen waren. Soviel schon mal zum Einstieg in diese Veranstaltung, welche gleich zu Beginn recht gut besucht war und damit dann auch das Gedränge zwischen den einzelnen Verkostungstischen recht groß war. Erst einmal einen kleinen Überblick verschafft schlenderte ich durch die Abteilung  Generation-Riesling, machte dann eine Runde im großen Saal zu den Franken Winzern und zum VDP, der sich auf die Bühne platziert hatte. Dann ging es auf die Empore im Atrium, wo die orange und natural wines sich zusammengetan hatten. Thematisch also eine einigermaßen gut strukturierte Gliederung in Themenbereiche, was aber in den Räumlichkeiten mit den ca. 120 Ausstellern und darin enthalten auch einige Käse- Schoko- und Salamianbieter, welches den olfaktorischen Nuancen bei dem engen Raum eine große Herausforderung darstellte. Die Verkostungsgläser für 5 € Pfand waren wenigstens gut gewählt.
WeinPlusConvention_Saal
Ich begann also meine erste Verkostung im großen Saal bei einem Winzer aus Gönnheim, welches in der Pfalz liegt und bereits seit 1982 zum demeter gehört und seit 2006 biodynamisch arbeitet.
Eymann_Verkostungstisch  Weingut_Eymann_Poster
Weingut Eymann hat 16 ha im Weinanbau und ich habe hier folgende Weine verkostet:
Winzersekt aus PN, also ein Blanc de Noir, welcher mit einer sehr feinen frischen Note für 2 Jahre auf der Flasche und der Hefe bleibt und klassisch wie ein Champagner ausgebaut wird. Langer Abgang und leicht fruchtige Note mit Frische und langem Abgang. (16+/20)

Riesling Ortswein 2015, recht runde Frucht, kräftige Linie, ein wenig eindimensional. (15/20)

Riesling Sonnenberg 2014, im Holz gewesen. Feine Frucht mit vordergründiger Note bei mittlerer Süße und längerem Abgang. (15-16/20)

Weißburgunder, Ortswein 2014, sehr kräftige Frucht und langer weicher Note mit Pfirsichnoten, süßlicher Banane und cremiger Eleganz. (16+/20)

Dann ein weißer Cuvée aus GB, WB und Chardonnay 2014. Die Maische der drei Sorten wird gemeinsam vergoren und kann im großen Holz sich so entwickeln. Recht süßliche Note und wirkt für mich etwas zu fruchtig im Gesamteindruck. (16/20)
Am Schluß meiner Runde kam ich dann hier nochmals vorbei um die 2 roten mitgebrachten Weine zu verkosten.

Merlot 2013, feine Nase mit einer typischen, aber zurückhaltenden fruchtigen Nase. Sehr schöne Struktur und elegant strukturiert am Gaumen. (16-17/20)

Und der PN aus 2013, welcher 18 Monate im Barrique lagert. Recht süße Note bei mittlerer Säure und etwas Frische am Gaumen. (16/20)
Das Weingut Eymann war also für mich in diesem Jahr meine Entdeckung eines Bio Weingutes aus der Pfalz, welches es im Vergleich mit so einigen anderen Betrieben dieser Größe und Güte sehr gut aufnehmen kann.


 

Dann verkostete ich bei Ständen, wo mir die Weine schon einige Jahre bekannt sind, welche da waren:
Rothe_insignia_Magnums
Weingut Rothe aus Nordheim, der gleich mit 2 Tischen vertreten war. Einer bei den Frankenweinen und Manfred Rothe selber bei den orange Weinen.

Castell_Verkostungstisch
Fürstlich Castellsches Domänenamt aus Castell

Ernst_Triebaumer_Blaufränkisch
Ernst Triebaumer mit seinen ungeschwefelten Weißen und Roten aus Rust.

Dva Duby aus Südmähren in der Tschechischen Republik, welcher bei den Orange Weinen einen Tisch hatte und für mich eine leichte Enttäuschung auf dieser Messe war.


 

Spargel und Garnelen auf Wildsalat

Pro Person nehme ich
4 Stangen weißen Spargel
1 handvoll Wild- und Kräutersalat
4-5 Salzwassergarnelen
4 Scheiben Wasserrettich
helle Vinaigrette
Salz, Pfeffer, Butter, Olivenöl, 1/2 Zitrone, Kochsake

Zubereitung:
Den Spargel schälen, den Wasserrettich gut waschen und in ca. 3-4 mm dicke Scheiben schneiden. Garnelen schälen und den Darm entfernen und gut waschen sowie abtrocknen. Zunächst eine leichte helle Vinaigrette herstellen aus Weißweinessig, weißem Aceto, Olivenöl, weißem Pfeffer und sonst noch einem zu den Kräutern passenden Fruchtessig. Vom Wasserrettich  die dünnen Scheiben herunterschneiden, oder mit einem guten Gemüsehobel die Scheiben herunterschneiden. Auf einem Teller ausbreiten und mit etwas Salz gleichmäßig bestreuen, und das Ganze nach ca. 10 Minuten von der anderen Seite der Scheiben wiederholen. Großen Kochtopf mit Wasser und der halben Zitrone aufsetzen – kein Salz dazu., und darin die Spargel für ca. 8-10  Minuten durchziehen lassen. Parallel die Garnelen salzen und pfeffern und in einer Pfanne mit Olivenöl von beiden Seiten für ca. 2 Minuten anbraten. Mit 2-3 El Sake ablöschen und einen Deckel drauf und die Hitze herunterschalten.
Spargel_Garnelen_Hering
Zum Anrichten die Rettichscheiben leicht abtupfen, so das das ausgetretene Wasser etwas verschwindet. Den Salat mit den Rettichscheiben auf dem Teller anrichten, Vinaigrette darüber, und die Garnelen mit dem Spargel darauf anrichten. Leicht salzen und pfeffern.
Spargel_Garnelen_Detail_Hering
Dazu habe ich mir aus dem Keller einen Sauvignon Blanc vom Weingut Drautz-Able aus 2012 geöffnet. Dieser Tropfen paßte recht gut zu den Garnelen, konnte aber auch mit dem Spargel und dessen leichter Säure mithalten. Die Frucht harmonierte dann wieder ganz gut mit der Vinaigrette des Kräutersalates. (16-17/20)
Drautz_Able_SB_12_front Drautz_Able_SB_12_Rücken


 

Tesch 2015er Jahrgang Faßproben Verkostung

Auf Einladung der Weinhandlung Volkhardts gab es am Montag eine Jungweinverkostung (alles 2015er Jahrgänge) aus den Fässern des Weingutes mit einigen Erklärungen von Dr. Martin Tesch der bei der Probe zugegen war.
Herr_Tesch_Verkostung_21_3_16
Das Ganze fand in einem recht ungezwungenen Rahmen in einem der kleineren Räume im Bayerischen Hof in München statt, wo die Besucher sich um die runden Stehtische gesellten und die gut gekühlten Rieslinge aus der Eiskühlung eingeschenkt wurden.
Also wie schon erwähnt, alles Jahrgang 2015, und somit im Prinzip noch alles Faßproben, da bisher keine der Rieslinge aus 2015 auf dem Markt sind, bzw bereits abgefüllt. Wir konnten 9 verschiedene weiße Sorten verkosten welche sich wie folgt darstellten. Die Weine hatte das Weingut zu dieser Verkostung vorher separat gefiltert.
Tesch_Weine_Kühler_21_3_16
Weißburgunder, feinfruchtige Nase, mittlere Note am Gaumen, sehr schön leichte Fruchtigkeit mit einer guten komplexen Struktur. (16-17/20)

Und dann folgten die Rieslinge:
Deep blue, dunkle Farbe, (was aber auch an den etwas dunklen Räumlichkeiten lag) weniger dichte Nase, schönes Säurespiel mit etwas weniger Fruchtigkeit. (16/20)

Riesling trocken, weniger Nase, sehr kräftige Säure am Gaumen mit langem Nachgang von steinigen, felsigen Noten mit etwas salzigem Anklang. Spät am Gaumen dann etwas kräftiger die Fruchtnoten (17/20)

Riesling Qualitätswein, Eine sehr feine Säurestruktur, gute Würze und schon recht runde Struktur mit feinem Abgang. (16+/20)

Riesling Löhrer Berg, sehr schöne Fruchtstruktur mit etwas später kommender Säure am Gaumen. Breiter Abgang. (17+/20)

Riesling Karthäuser, eine schon recht fruchtige Nase, aber deutlich noch unfertige Noten von noch fast mussierender Konsistenz. Da arbeiteten wohl noch einige Hefen. Feine Säure, mit komplexen Noten, welche auf recht viel Potential hinweisen. (17+/20)

Riesling St. Remigiusberg, sehr feine frische Nase bei guter Säure. Recht komplexe Noten mit dichter Struktur und langem Abgang. (17+/20)

Riesling Krone, sehr feine frische Struktur mit Anklängen von Bergpfirsich. Helle leichte fruchtige Note mit zitronigem Abgang. (17-18/20)

Riesling Königsschild, mittlere Nase mit kräftiger Struktur. Etwas breite Säure am Gaumen und feiner leichter Frucht, welche die Säure fast optimal unterstützt. (18/20)
Tesch_Lagenkarte