Kalbfleisch-Bocconcini mit Salbei im Pancetta-Mantel

Aus dem Abracadabra Buch hab ich mir einmal wieder ein bisher nicht ausprobiertes Rezept herausgesucht, welches von den Zutaten recht einfach wirkte, aber auch in der Zubereitung recht schnell ging, wenn man sich die Zutaten entsprechend an einer Stelle besorgt hatte. Der Salbei dazu kam aus dem Garten, und die weiteren Dinge besorgte ich mir auf dem Markt, bzw. bei einem Metzger meines Vertrauens.

Zutaten: 200 gr. hauchdünne Kalbsschnitzel, 10 Scheiben Pancetta, 30 gr. Butter, Weißwein und Olivenöl.

Zubereitung: Die Kalbsschnitzel in 5 x 3 cm große Stücke schneiden, zusammenrollen, ein Salbeiblatt oben auflegen, und mit einer oder 2 Pancetta Scheiben so einwickeln, das sich das Röllchen in der Pfanne braten läßt. Das Braten dauert so ca. 4-5 Minuten, wobei ich parallel den Backofen auf ca. 150°C aufgeheizt habe, um die Röllchen nach dem Braten warmzuhalten und dort dann komplett durchziehen können. Nach dem Anbraten mit Weißwein ablöschen und soweit leicht weiterbraten bis die Röllchen ansich fertig sind. Diese dann in den Backofen, und mit der Butter die Sauce anmontieren. Dazu habe ich mir eine Art Risibisi gekocht, also 2 Schalotten angebraten, den Reis und die frischen Erbsen dazu und alles soweit kochen, bis der Reis gerade noch ein wenig Biss hat, bzw. das Reiswasser verkocht ist. So kommt das dann auf den Teller:


Sommermenü mit drei Gästen und passenden Weinen

In den sehr heißen Tagen im Juli hatte ich drei Gäste eingeladen und dafür ein Sommermenü zusammengestellt, welches mit passenden Weinen aus meinem Keller begleitet werden sollten. Hier also zunächst einmal die Speisenfolge.

  • Pastinaken Birnen Suppe
  • Frühlingsrollen
  • Radicchio Salat mit Mozarella
  • Ossobuco
  • Chocolate Cookies mit Nußeis
  • Dazu gab es die entsprechenden Weine, welche die folgenden waren:
  • Als Aperitif:
  • Vin d’orange aus Eigenherstellung aus 2006
  • Zur Suppe:
  • Dom. de l’Hortus, Pic St. Loup aus 2013, blanc
  • Ch. Smith Haut Lafitte, Bordeaux aus 1999
  • Zu den Frühlingsrollen:
  • Sake: Tengumai, Yamaha, Jikomi, Junmai, “Shata Shuzo”
  • Zum Radicchio Salat:
  • Brunnenhof, Rosé de Noir, Südtirol aus 2016
  • Zum Ossobuco:
  • Tignanello, Antinori Toskana aus 2003
  • Vina Tondonia, Rioja aus 2005
  • Zum Dessert:
  • Müller Thurgau, Glaser-Himmelstoss, Beerenauslese Franken aus 2009

Beginnen möchte ich hier aber mit dem Brot, welches ich dazu am selben Tag noch gebacken habe. Es gab eine Focaccia, die ich mehrfach für Einladungen hergestellt hatte, und so aus dem Ofen, noch im Blech, herauskam:

Focaccioa läßt sich sehr gut am gleichen Tag der Einladung herstellen, da der Teig nicht irgendwie ruhen oder länger im Kühlschrank aufbewahrt werden muß. Der Thymian und Rosmarin obenauf stammt aus meinem Garten.

Die Suppe hatte ich natürlich am Vormittag bereits fertiggestellt, wobei das Mandelöl, welches als zusätzliche Beigabe auf der Suppe schwimmt, bereits am Vortag herzustellen ist. Das Rezept stammt aus dem Buch von D. Humm, I love NY.

Dazu gab es zwei bereits leicht gealterte, bzw. recht alten Weißwein die sich als feine Begleitung zu der Pastinaken, Birnensuppe herausstellten. Beides sind Weißweine.

Nach diesem Auftakt hatte ich die Frühlingsrollen auf einem Backblech vorbereitet, welches nur noch für ca. 10-12 Minuten bei ca. 210°C in den Backofen geschoben werden mußte. Die Frühlingsrollen noch kurz mit etwas Eigelb bestrichen und ab in den Ofen.

In den kleinen Schälchen ist der Dipp, welcher sch hauptsächlich aus Sojasauce, Sesamöl und diversen anderen flüssigen Noten aus dem asiatischen Bereich zusammensetzt. Diese hatte ich vorher kurz auf den Herd gesetzt, so das der Geschmack dadurch etwas intensiver wird. Dazu gab es dann einen Sake, welcher bei dem warmen Klima im Juli kalt serviert wurde.

Nach diesem Zwischengang gab es einen Salat, wo das Rezept auch aus einer der Kochbücher von D. Humm stammt, in diesem Fall aber aus dem Eleven Madison Park, wo das Rezept auf Seite 254 schlicht Radicchio heißt.

Bei diesem Salat waren zum Radicchio noch folgende weitere Zutaten kombiniert: Mozzarella Mango, Basilikumblätter und ein Basilikumöl, welches ich am Tag zuvor schon vorbereitet hatte, da dieses über Nacht ziehen sollte. Das Öl ist mir aber wohl etwas zu flüssig geraten. Passend dazu gab es dann einen kräftigen Rosé aus Südtirol, und zwar vom Brunnenhof:

Dann ging es endlich zum Hauptgang des Abends, wobei die bisherigen Kombinationen von Speisen und Wein für die Gäste wohl recht angenehm ausfielen und ich selber mit den Kombinationen und den erreichten Geschmacksnuancen auch ganz zufrieden war. Also dann zum Ossobuco, welches ich mit frischen Nudeln kombinierte. Die Sauce für die Nudeln konnte natürlich ohne Probleme aus dem angesetzten Ossobuco bestritten werden, welches ja bereits ca. 2 Stunden auf dem Herd stand.

Auch wenn jetzt vielleicht zu einem Sommermenü bei den heißen Temperaturen ein Ossobuco vielleicht nicht so ganz passend war, konnte die dazu ausgesuchten Weine um so mehr überzeugen. Ich hatte noch eine einzelne Flasche Tignanello aus 2003 im Keller und dann noch als weitere Begleitung einen Vina Tondonia aus 2005, wo ich auch schon auf dem Weingut war und es immer wieder erstaunlich finde, wie ein solches Weingut mit traditionellen Methoden einen solchen Wein erzeugen kann. Aber Tradition heißt in dem Fall ja nicht stehengeblieben, sondern es werden mit guten Trauben einfach lange haltbare und lagerfähige Tropfen erzeugt, die erst mit den Jahren der Lagerung ihre Qualitäten entwickeln können.

Einer der Gäste war dann so von der Kombination des Ossobuco mit dem Vina Tondonia begeistert, das er sich gleich die Bezugsquelle des Weines geben ließ. Diesen hatte er bislang noch nicht gekannt oder probiert.

Zum Abschluss geht es dann zum Dessert, der als Rezept wieder aus dem Buch I love NY von D. Humm stammt. “Mast Brothers Chocolate Cookies. Auch wenn ich jetzt nicht die Originalzutaten der Must Brothers verwenden konnte, gibt es ja bei uns ebenso feine Zutaten im Bereich Kuvertüre mit 70% Kakaoanteil zu kaufen. Dazu kombinierte ich nich ein Nußeis, welches ich noch von einem anderen Essen vorbereitet hatte und ein paar Blaubeeren als fruchtig süße Ergänzung landeten auf dem Teller. So stellte sich das dann dar:

Auf dem Backblech sahen die Schoko Cookies dann so aus:

Hier kombinierte ich zu den süßen Komponenten eine Beerenauslese vom Weingut Glaser-Himmelstoss aus Franken aus dem Jahr 2009 aus der halben Flasche.

An diesem feinen Tropfen aus der Weißweinrebe Müller-Thurgau kann man sehen und schmecken, wie sich so ein Tropfen in 10 Jahren in einer solch kleinen Flasche entwickeln kann. Oben das Front-Etikett und unten das Rücken-Etikett der Flasche. Recht tiefdunkler Honigton, welcher sich mit den Honignoten in der Nase fortsetzt. Am Gaumen eingetrocknete Aprikosen und ein sehr schönes Säurespiel, welches die süßlichen Noten nicht verdrängt, sondern ausgezeichnet ergänzt. (18/20)


Champagner Verkostung mit den Weinakademikern bei Champagne-characters

Gleich vorweggenommen, es war wieder einmal eine sehr gelungene Verwüstungen im Kreise der Weinakademiker, welche diesmal bei Nicola Neumann in Ihrem Laden und Ihrem Geschäft und den Verkostungsräumen der Champagner-characters stattgefunden hat.

Nicola Neumann hatte die Auswahl getroffen und die Flaschen so zusammengestellt, das es am Schluß 15 verschiedene Flaschen waren die sch noch durch 1-2 Zugaben ergänzten. Beginnen sollte es mit einem dreier-Flight, der zunächst einmal die drei typischen Rebsorten gegeneinanderstellte. Ein 100% Chardonnay von Pascal Docquet, ein 100% Pinot Noir von Roland Poillot und ein 100% Pinot Meunier von André Heucq. Auch sehr hervorheben möchte ich, das Nicola Neumann eine recht ausführliche Beschreibung der einzelnen Weingüter schriftlich mitlieferte, wobei Sie betonte, das eben nicht alle Güter durchaus sehr informationsfreudig sind. Aber generell waren Ihre Erklärungen und die schriftlichen Unterlagen durchaus sehr aufschlußreich. Der erste Betrieb von Pascal Docket arbeitet so zum Beispiel seit 2004 komplett organisch. Diese drei ersten Betriebe glichen sich auch in der Größe recht gut, denn sie lagen alle so zwischen 6 und 9 ha Anbaufläche. Auch der zweite Betrieb ist seit 2009 biologisch zertifiziert und dieser Pinot Noir hatte in der Flasche keine Dossage erfahren.

Beim dritten Betrieb von André Heucq, welches im Marnetal liegt, ist es ebenso, das dieser Betrieb organischen Weinbaubetreibt und zertifiziert ist. Diese Auswahl der ersten drei Flaschen war schön zu schmecken, das sich die reine Traube, so wie sie hier verarbeitet waren recht deutlich die Unterschiede zeigten. Ganz besonders konnte mich der Pinot Meunier von André Heucq mit seiner Frucht und einem langen Abgang überzeugen.

Dann folgt ein Vergleich zweier Flaschen, wo sich ein Chardonnay einmal im Holz und einmal im Stahltank ausgebaut gegeneinander verkosten lassen. Ein Cuvée Extra Brut von Pierre Peters im Stahltank ausgebaut, welcher mit einer sehr feinen Nase aufwarten konnte. Am Gaumen Marzipannoten mit einer feinen Frucht. Recht spitze und feine Säure aus Gaumen und einem langen Abgang. (18/20) Der im Holz ausgebaute Cuvée Vendémiaire von Doyard ist dann im Holz ausgebaut und man hat dieses bereits leicht in der Nase. Weiche und warme Natoen am Gaumen von recht reifen Früchten. (16/20)

Dann folgen 2 Rosé Champagner wo der erste von René Geoffroy stammt, als Rosé der Saignée Brut, der als Weingut so ca. 14 ha bewirtschaftet und ca. 120 000 Flaschen im Jahr produziert. Und der zweite Rosé stammt vom Weingut Pierre Moncuit als Rosé Brut. Hier werden auf 20 ha so ca. 180 000 Flaschen im Jahr produziert. Beide Rosés durchaus etwas vergleichbar, da beide auch Pinot Noir enthalten, wobei bei Moncuit noch Chardonnay dabei ist. Für mich liegen beide Flaschen so im Mittelfeld der Bewertung und würden zu einem Essen durchaus gut harmonieren.

Dann folgen die so titulierten 3 Top Champagner, welches sich zum Teil nicht nur im Preis niederschlägt, sonder zum Teil auch in meiner Bewertung. Wir starten mit Pierre Gimmonet Cramant Spécial Club 2012 – also hier einmal ein erster Jahrgangschampagner. Hat eine sehr feine frische Nase, aber etwas verhalten am Gaumen. Mit runden Noten und feiner prickelnder Note und einer feinen Struktur. (16,5/20)

Dann folgt ein Cuvée Alliae von Davy Dosnon, der seine Weine komplett im Holz ausbaut. So wie Nicola Neumann beschreibt, werden die Champagner für die erste Gärung im kleinen gebrauchten Barriquefass ausgebaut, und anschließen dann für 20-45 Monate ebenfalls im gebrauchten Barrique ausgereift. Die Holznote war recht kräftig noch zu schmecken was der Flasche eine recht breite Note verlieh.

Als dritten Kandidaten hatten wir eine Flasche von David Léclapart, l’Apôtre 2010 im Glas. Einen 100% Chardonnay der mit einer sehr frischen leichten Nase aufwarten konnte. Recht vielschichtig am Gaumen mit unterschiedlichen Nuancen von Säure, Frucht und Komplexität welcher wirklich überzeugen konnte. (17/20)

Dann folgt ein sogenannter Terroirvergleich, der sich allerdings in solch unterschiedlichen Flaschen zum Teil recht schwer nachvollziehen läßt. Wir beginnen mit einem 100% Chardonnay von Marie Courtin – Eloquente aus 2014. Diese Reben stehen alle in Les Mesnil-sur-Oger, Aube. Die Böden sind hier primär Lehmhaltig und halten somit auch in trockenen Jahren eher die Feuchtigkeit als in steinig felsigen Böden. Der andere Ch. von Pierre Paillard aus der Region Bouzy steht dann eher als kalkhaltigen Böden wo sich im Glas bereits eine recht feine Struktur in der Nase zeigt. Dicht und mit spitzen Nuancen welche sehr typisch für die Traube Chardonnay hier stehen kann. Ein dritter Kandidat mit Chardonnay aus der Region Côte des Blancs ist die Flasche von Robert Moncuit aus dem Jahr 2012. Sehr feine Frucht am Gaumen mit einer frischen Säure. Brioche Noten und feiner leichter Marzipan-Note im Abgang.(17,5/20)

Zum Abschluss gab es dann noch 2 Flaschen von Eric Rodez. Einmal einen Berufs et les Secs aus 2008 und dann einen Cuvée des Grands Vintages als Single Vineyard ebenso aus 2008. Für mich waren beide Flaschen ausgezeichnet und ein krönender Abscluß dieser Abendverkostung.

Das war dann wohl wirklich nicht der letzte Besuch in den Verkostungsräumen von Nicola Neumann, die sich zum Teil im Keller befinden, was aber der Verkostung und den guten Gesprächen dazu absolut keinen Abbruch antaten. So sieht’s dort etwa aus:

Die leergetrunkenen Flaschen stehen auf dem Tisch. Bis zum Nächsten – Prost!


ROSE – Biogasthof in Ehestetten auf der Schwäbischen Alb

Mit einem Freund war ich vor einigen Tagen auf dem Weg in den Schwarzwald auf einer Zwischenstation auf der Schwäbischen Alb in Ehestetten beim Biogasthof ROSE abgestiegen. Obwohl es bereits schon 14 Uhr durch war, es noch 5 weitere Gäste im Lokal zugegen waren, gab es noch ein komplettes Mittagessen für uns Beide. Die Familie Tress hat dieses Unternehmen bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhundert als Bio-Betrieb gegründet und ist heute nicht nur mit dem Restaurant, sonder auch mit einem Hotel, der Kochschule, dem Catering und dann auch mit einer Manufaktur am Markt, wo heute eine Art Fertigprodukte für Bio-Läden produziert werden, wie Erbseneintopf, Kartoffel-Ingwer Suppe und andere Gerichte, die in attraktiven und bunten Verpackungen in ganz Deutschland in Bio-Läden zu finden sind. Da wir mitten in der Woche im Lokal einfielen, hatten wir zu Ende unseres Mahls auch noch kurz das Vergnügen mit dem Küchenchef Herrn Simon Tress zu sprechen und lobten seinen Mittagstisch. Dort gab es dann wie folgt. Vorneweg ein Gruß aus der Küche mit 2 verschiedenen Cremes und einer frischen Haube Joghurt und einem Thai-Basilikum. Anschließend hatte ich mir eines der Gerichte aus der Richtung vegetarisch ausgesucht, welches als Basis das Getreide Emmer hatte. Daneben gab es in einer weiteren Schüssel eine kleine Frühlingsrolle auf asiatisch angemachtem Blumenkohl, und eine weitere Schüssel mit einem Krautsalat der mit Nüssen und Zwiebeln sehr fein angemacht war. So stellte sich das dann visuell dar:

Links die Schale mit dem Emmer, rechts daneben der Krautsalat und oben der asiatische Blumenkohl, der ausgezeichnet zum Getreide Emmer paßte.

Wir hatten uns einen Ecktisch ausgesucht, von wo aus ich einen guten Blick ins Lokal hatte:

Mein Fazit: Hier lohnt es sich immer einen Stopp einzulegen, welcher im Lokal, oder auch im Shop einen Besuch sehr lohnenswert macht.


Sommerrollen im Reisblatt

Im Sommer gibt es ja reichlich frisches Gemüse auf dem Markt, welches in solche Sommerrollen verarbeitet werden kann. Also sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt, was den Einsatz für die Füllung dieser Sommerrollen anbetrifft. Mal abgesehen von diversen fleischlichen Einlagen, werden am Besten so 2-3 Gemüsesorten wie Mohrrüben, Frühlingszwiebeln, diverse Salate und Ingwer in dünne Streifen geschnitten verwendet. Dazu passen insbesondere ganz gut die Shiitake Pilze und auch einige verschiedene Meeresfrüchte wie Garnelen, welche dann wieder mit einem asiatischen Dip in Richtung Soja, Sesamöl und diversen anderen Geschmacksrichtungen zu kombinieren sind. Um den Dip etwas konzentrierten zu machen, kann man ohne Probleme diese Kombination aus Soja, Sesamöl und vielleicht ein wenig Fischsauce und Mini auch leicht aufkochen, so das der Dip dann insgesamt etwas kräftiger wird. Das Ganze mit einem leichten Senf abgerundet kann die Geschmacksrichtung entsprechend beeinflussen. Wenn das Gemüse in dünne Streifen – Julienne – geschnitten ist, kann es kurz in einer Pfanne angebraten werden und sollte dann kaltgestellt werden. Das Reispapier in einer Schale mit lauwarmem Wasser einlegen, und nach recht kurzer Zeit von einigen Sekunden wieder entnehmen, da das Wasser diesen “Teig” weiter wässert und somit weich genug wird um die Röllchen zu produzieren. Das erkaltete Gemüse auf das Reisblatt legen und einrollen, so das die Rolle nicht mehr auseinanderfällt. Dann kann die Sache serviert werden:


Kichererbsen-Garnelen-Curry

Zur Abwechslung mal wieder ein Rezept aus einer der vielen Zeitschriften am Markt, wo die viele hunderte Rezepte veröffentlicht werden, die so am Markt zu finden sind. Da ich die Kombination aus Kichererbsen und Garnelen mit den Zuckerschoten ganz interessant fand machte ich mich diesmal an die Vorbereitung, welche nicht besonders aufwändig war, denn im Rezept waren Kichererbsen aus dem Glas bzw. der Dose, welche ich dann auch im Supermarkt bekommen sollte. Alle weiteren Zutaten wie Garnelen, Zuckerschoten und den Koriander konnte ich frisch auf dem Markt bekommen und macht mich damit abends an die Kocherei. Kokosmilch war in diesem Fall die Grundlage für dieses Curry. Insgesamt wurde die Basis für den Curry mit der Kokosmilch aufgekocht und dann durch ein Sieb gegossen. Zum Schluß dann die Garnelen dazu und der gezupfte Koriander dazu. So sieht das dann auf dem Teller aus:

Zum Schluß noch ein paar Tropfen feinen Öls oder Essigs der sich auch noch geschmacklich gut auswirken kann.


Marmelade aus Felsenbirnen

In diesem Jahr habe ich mich erstmals daran gemacht meine 2 Sträucher im Garten, wo die Felsenbirnen wachsen auch zu ernten und dann daraus eine Marmelade zu kochen. In unserer Wohnanlage stehen bei fast jedem Grundstück und auch als Sträucher um die Spielplätze diese Gattung der Rosengewächse, welche fast nicht beachtet werden, aber im Frühjahr eine sehr schöne weiße Blüte haben.

Foto: Von Jean Van Schaftingen – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50539058

Hier habe ich einmal ein Foto aus Wikipedia verwendet mit dem entsprechenden Autorenhinweis. Da ich in den letzten Jahren immer wieder gesehen habe, das die Sträucher dann im Sommer entsprechend schöne und viele Früchte tragen hatte ich mich einmal ein wenig schlau gemacht und konnte feststellen, das daraus eine recht schmackhafte Marmelade zu kochen sei. Und da der Fruchtansatz in diesem Jahr besonders stark wr, ging ich daran mir entsprechend an einem trockenen Vormittag Ende Juni die Mühe zu machen die kleinen Früchte vom Strauch zu ernten. Es werden dann insgesamt so ca. 2 kg. Beeren, wobei die Ernte eines Strauches der Nachbarin noch mithalf. So sehen die Beeren am Strauch aus und sind recht klein.

Der lateinische Name für dieses Rosengewächs lautet: Amelanchier lamarckii. Nach einem Rezept, welches ich aus dem internet mir besorgt hatte, war wohl die Kombination aus 2 Teilen Frucht und einem Teil Gelierzucker die beste Kombination. Die Zubereitung geht dann folgendermaßen. Nachdem die kleinen Beeren geerntet sind habe ich nach Möglichkeit ist alle dünnen grünen Stengel entsprechend abgezupft und alle Beeren dann erst einmal in kaltem Wasser gut abgewaschen. Vögeln schmecken diese Beeren nämlich auch ganz gut. Aber es hängen auch heute noch eine ganz Menge am Strauch. Nach dem Waschen etwas trocknen lassen und dann in einem großen Topf der mindestens 3-5 Liter fasst die Beeren und den Gelierzucker einfüllen und auf den Herd stellen. Ich habe noch ein wenig Ingwer sehr fein geschnitten und dazugegeben. Es dauert eine ganze Weile bis diese drei Kilo aufgekocht sind, wonach ich dann die Masse noch so ca. 10 Minuten leicht vor sich hinköcheln lasse. Dann die Gläser bereitstellen und möglichst heiße einfüllen und gleich mit den Deckeln verschließen. Etiketten drauf und entsprechend genießen und verschenken. Kleine Anmerkung noch meinerseits: Der Geschmack ist insofern recht einmalig, da hier Nuancen von Marzipan, frischen roten Früchten durchkommen, die sonst so wohl bei kaum einer anderen Marmelade zu schmecken sind.


Heute im Glas: Sauvignon Blanc vom Weingut Drautz-Able

Vorneweg zunächst einmal das Foto der Flasche, welche ich vor ein paar Tagen mir aus dem Keller geholt hatte und mal wieder basserstaunt war, wie gut so ein Gutsein aus Württemberg von der Traube Sauvignon Blanc sein kann.

Die Eckdaten: Weingut Drautz-Able aus Heilbronn in Württemberg, Gutswein aus 2016, Qualitätswein mit 12,5% vol. Das Weingut Drautz-Able ist Mitglied im VDP.

Ich hatte den Wein bei mir im Kühlschrank recht stark heruntergekühlt, was dann so bei 8-10 °C im Glas bei den hohen sommerlichen Temperaturen recht gut war, den der Wein sollte sich sehr schnell erwärmen. In der Nase kräftige Noten von Zitrusfrüchten, Limonen und einer feinen Mineralität welche nicht enden wollte. Trotz der kühlen Anfangstemperaturen gab sich der Wein im Glas bereits recht gut mit den Fruchtaromen zu erkennen welche in Richtung Ananas und reifen Mangos sowie Litchi ging. Dieser Gutsein für ca. 15 € im Preis kann sich sicher ohne große Probleme mit manchen großen Sauvignon Blanc insbesondere aus der Neuen Welt oder auch mit ähnlichen Tropfen aus der Steiermark messen lassen. Für mich noch einige Jahre trinkbar und es zeigt sich auch hier, das eine bereits ca. dreijährige Flasche mit dem Alter erst richtig aufblüht. (17,5 – 18/20)


Salat mit Schnecken, Pilzen und Tomaten

Auch wenn jetzt diese Schnecken nicht wirklich vom Markt frisch eingekauft wurden, sondern aus der Dose stammen sind diese durchaus recht schmackhaft, sollte man diese mögen. Im Sommer ist so ein Salat mit Pilzen und getrockneten, oder auch Cocktail Tomaten immer erfrischend und leicht als Vorspeise oder Zwischengericht zu genießen. Für diesen Teller benötige ich folgende Zutaten:

  • 1 Dose Weinbergschnecken
  • 1-2 kleine Schalotten, 1 kleine Knoblauchzehe
  • eine Handvoll kleiner Champignons
  • 4-5 getrocknete Tomaten
  • Salat je nach Belieben wie z. Bsp. Ruccola
  • Olivenöl zum Anbraten, Salz und Pfeffer

Die Zubereitung geht dann ganz einfach und auch recht schnell:

Die Dose Schnecken öffnen und den Saft von den Schnecken trennen. Den Salat waschen und gut trockentupfen. Schalotten und Knoblauch fein schneiden und ebenso getrennt davon die trockenen Tomaten in Streifen schneiden. Die Pilze säubern und eventuell in die Hälfte schneiden. In einer Eisenpfanne das Öl erhitzen, die Schalotten glasig anschwitzen und die Tomatenstreifen dazugeben. Dann die kleinen oder halbierten Pilze dazugeben und soweit leicht braten bis die Pilze das Öl angenommen haben. Dann die Schnecken mit dem kleingehackten Knoblauch dazugeben und je nach Bedarf eventuell nochmals ein wenig Öl dazugeben, oder von dem Saft der Schnecken aus der Dose. Je nach Bedarf noch mit ein wenig Grünzeug am Schluß in der Pfanne das Gericht dekorieren und dann auf dem Salat anrichten. Der Salat sollte natürlich mit einer leichten, nicht zu kräftigen Vinaigrette, angemacht worden sein. So zeigt sich das dann auf dem Teller:

Bon appetit!


Kugel-Zuccini gefüllt mit Pfifferlingen

Auch wenn ich jetzt schon mehr als 35 Jahre in München wohne, freue ich mich immer wieder, wenn es auf dem Mark im späten Frühjahr, bzw. früh im Sommer die ersten frischen Pilze zu kaufen gibt. An meinem Gemüsestand gab es dann auch schon wieder die ersten runden kugeligen Zuccini, was sich anbot einmal wieder gefüllt zu werden. Für dieses Rezept brauche ich also folgende Zutaten:

  • Pro Person, 1 Kugel-Zuccini
  • ca. 150 gr. Pfifferlinge
  • 1 mittelgroße Schalotte
  • 3 Stängel Petersilie
  • etwas Sahne oder Crème Fraîche, Salz und Pfeffer, Olivenöl

Dann geht es an die Zubereitung. Von der Zuccini den Kopf soweit abschneiden, das man mit einem großen Teelöffel gut den weichen Inhalt herausschauen kann. Vorher mit einem scharfen Küchenmesser die weicheren Teile einschneiden, dabei aber nicht die Schale der Zuccini verletzen. Dann die Pfifferlinge sehr penibel säubern, so das beim Essen später keine Sandkörner mehr zu finden sind. Die Füllung in einer Schüssel zusammen mischen und leicht ziehen lassen. Dann wird der Backofen auf 180 °C Umluft aufgeheizt, so das die Zuccini in einer feuerfesten Form auf mittlerer Schiene für ca. 20 bis 25 Minuten garen. Daneben können dann die weiteren Pilze in einer Pfanne mit ebenso ein wenig Schalotten und Petersilie gegart werden, was gerade einmal so ca. n den letzten 5 Minuten der Backofen-Garzeit passieren kann. Also auch hier: Timing ist Alles! So sieht das Gericht dann auf dem Teller angerichtet aus: