Mittags im Le Stollberg

Am letzten Sonnabend Mittag bin ich mal wieder im Restaurant Le Stollberg eingekehrt.
Anette Huber koch dort seit gut drei Jahren und kann mit einer großen Vielfalt an regionalen, aber französisch beeinflußten Küche aufwarten.
Ein sehr aufmerksamer Service rundet das angenehme Ambiente ab, und kann auch immer wieder einige gute Empfehlungen in Punkto Weinbegleitung geben, auch wenn ich selber das Weinangebot insgesamt ausbaufähig halte.
An diesem Sonnabend – überraschen zur Mittagszeit – gab es vor meinem 2-Gänge Mahl

ein Amuse bouche (kleine Vorspeise als Gruß aus der Küche):
LeSrtollberg_Beeftartar
Beef Tartar auf einer gerösteten Schwarzbrotscheibe mit einem Joghurtcrème.
Sehr schmackhaft, da das Tartar gut gewürzt war und mit dem knusprigen Brot sowie dem Crème ausgezeichnet harmonierte. Feiner Anfang.

Vorspeise:
Steinpilzravioli
Steinpilzravioli mit Parmesan und Kräutern, Spinatschaum
Eine angepaßt auf eine Vorspeise passende kleine Portion konnten die Ravioli insbesondere mit den Steinpilzen, da diese zur Jahreszeit sehr passend sind, sehr überzeugen und schmeckten sehr intensiv und abgerundet mit dem Ravioliteig zusammen. Der Parmesan darübergehobelt rundete nicht nur den Ravioliteig ab, sonder konnten auch den Steinpilzen mit den Kräutern Stand halten. Einzig der Spinatschaum wollte sich geschmacklich nicht so recht durchsetzen.

Hauptgang:
St_Jaques_Pfifferlinge
Und dann zum Hauptgang die Jakobsmuscheln auf Pfifferlingen mit Tomaten und Kräutern. Zunächst, sehr gut angebratene Jakobsmuscheln, welche innen noch zur Hälfte glasig waren, also nicht trocken. Die Pfifferlinge, ebenso sehr passend zur Saison harmonierten ausgezeichnet zu den Jakobsmuscheln. Die Cocktailtomaten schmuggelten sich so zwischen die Pfifferlinge und runden mit Ihrer leichten Säure den Saußenschaum, der wohl mit Butter aufmontiert wurde köstlich ab.
Insgesamt mal wieder ein ausgezeichnetes Mittagsmenü, welches auch unter der Woche sehr zu empfehlen ist. Wers nicht glaubt, selbst hingehen und kosten.


 

Restaurants und Weinbars:

Weinbars:
Grapes im Hotel Cortiina
Die goldene Bar
Vintage (Athen)
FRANK
Lump-Stein-Küchenmeister
London:
140 Portobello Wine&Art
Comptoir
28-50
Stuttgart:
Weinbar Kreis

Restaurants Deutschland:
Fischlokale:
http://www.fisch-poseidon.de/


Französische Küche:
www.lestollberg.de
www.marais-soir.de
www.lamazere.de (Berlin)
Le Plaisant


Internationale Küche:
Sophia’s im Hotel Charles (München)
Atelier im Bayerischen Hof (München)
Tulus Lotrec (Berlin)


Vegetarische Küche:


Japanische Küche:


Italienische Küche:
www.kleines-kameel.de


Special Locations:
http://www.brlo-brwhouse.de (Berlin)
herz&niere (Berlin)
Zum Vaas (Forstinning)


Spanien:
http://www.dospalillos.com


Frankreich:
Bordeaux:
Le Bistro du Sommelier
Restaurant Miles


Lettland:
Riga
Muusu
Prego
valtera


Bulgarien:
Plovdiv
Hotel & Wine Bar


England:
London
St. John
Clarette
fish


Estland:
Tallinn:

NOA Chef’s Hall
Lee Restaurant
180° by Matthias Diether

Strickbeeren (Preiselbeeren) als Marmelade

Nach einem alten baltischen Rezept habe ich am vergangenen Freitag 1 kg Strickbeeren (Preiselbeeren) beim Pilzstand auf dem Viktualienmark erstanden, welche aus Schweden stammten. Aus 1 kg Beeren erzielt man ca. 20 kleine Gläser, welche sich viele Jahre bei dunkler Lagerung und kühl im Keller halten.
Zum Rezept:
1 kg Strickbeeren (Preiselbeeeren)
1 kg zusammen, Williamsbirnen und säuerliche Äpfel
ca. 700 gr. Zucker
2 – 3 Zimtstangen und 1 TL Zimtpulver
5 – 6 Nelken

Zubereitung:
Die Beeren heiß blanchieren, gut abtropfen lassen, und die dunklen oder auch unreifen Beeren herauslesen. Das Obst schälen und in recht kleine Stücke (ca. 3×3 mm) schneiden.
Beeren und Obst mit allen weiteren Zutaten in einem großen Topf geben, aufkochen und 15 Minuten leicht vor sich hinkochen lassen.
Strickbeeren_im_Topf
Sollte sich oben etwas Schaum bilden, abschöpfen und während der Kchzeit öfters umrühren.
Heiß in Gläser abfüllen, Deckel drauf und wenn alles abgekühlt ist mit Etiketten versehen. Ab in den Keller damit.
Diese Strickbeer Marmelade paßt zu dunklem Fleich, Wild und wurde im Baltikum insebesondere in den kalten Monaten genossen.

So sieht dann das Ergebnis mit Etikett aus:

Strickbeeren_Glas


 

Gillardeau Austern im Poseidon am Viktualienmarkt

Austern sind nicht jedermanns Geschmack. Am besten und sicher immer am frischesten schmecken und sind die außen hart und innen sehr weichen Meerestiere an den Küstenorten direkt dort wo diese auch gezüchtet werden. Es gibt aber auch im Binnenland ein paar wenige Adressen, wo ich selber noch immer sehr frische und schmackhafte Exemplare bekommen habe. Eines dieser Orte ist das Poseidon am Viktualienmarkt. Seit einiger Zeit kann man dort sich auch Gillardeau Austern bestellen, die direkt von der Familie Gillardeau, welche die Austern seit 1898 züchtet, importiert werden.
Gillardeau_teller_09_15
Geschmacklich unterscheiden sich die Gillardeau recht stark von anderen weit verbreiteten Austern wie Fines des Claires, Speciales de Claires oder auch Belon. Etwas nussich, weniger nach Meereswasser, aber etwas fester als sonstige Austern. Insgesamt ein Hochgenuss.
Da Austern heute inzwischen zu einer der recht speziellen Lebensmittel gehören, welche auch ihren Preis haben, was sich bei gutem Wein auch niederschlägt, wird auch hier in bestimmten Regionen der Welt diese auch gefälscht. Was dagegen gemacht werden kann zeigt die Familie Gillardeau mit Ihrer Produktkennzeichnung, auch labelling genannt. Im Bereich hochpreisiger Weine werden heute bereits mehrfach RFID Kennungen oder auch Hologramme auf jede Flasche verklebt, um die Originalität der Weine feststellen zu können.
Zurück zu den Austern:
Hier wird inzwischen mit Lasermarkierungen gearbeitet. Wer also immer in einem Lokal eine Gillardeau auf den Teller bekommt, sollte nach dem Ausschlürfen der Austern einmal die Schale herumdrehen und sich nach dem Logo einem G n einem Kreis Ausschau halten, welches mit einem Laser in die harte Aussenschale eingebrannt, bzw. ausgebrannt wurde.
Hier ein Foto einer solchen Markierung:
Gillardeau_Logo_gelasert
Das helle G in der Mitte ist deutlich zu erkennen und somit ein Originalprodukt aus dem Hause Gillardeau.
Gut schlürf.


 

Oktopus mit Salicorn

Zutaten für ca. 3-4 Personen.
In dieser Zubereitung habe ich einmal einige Schritte der Zubereitung dokumentiert, wie einfach es ist ein rohes Produkt in einen schmackhaften Salat oder eine Vorspeise zubereiten zu können. Etwas Zeit für die Zubereitung vorausgesetzt.
Zunächst einmal zu den Zutaten:
Oktopus_Misenplace
Hier abgebildet die Zutaten für die Zubereitung des Oktopus.
ca. 1 kg Oktopus
1-2 Stangen Stangensellerie
1 Pastinake
1 Stück Knollensellerie
1 Mohrrübe
2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1 El Pfefferkörner
Thymian, Rosmarin und Salicorn (hier die dickeren Stengel).
Dann setzt man in einem großen Topf ca. 2 Liter Wasser auf, wo der Oktopus am Stück hineingelegt wird, und alle weiteren Zutaten dazukommen. Die Schalotten schälen und halbieren, den Knoblauch zerdrücken, Sellerie, Mohrrübe und Pastinake in mittelgroße Stücke schneiden und dazugeben.
Das sieht dann so aus:
Oktopus_vor_Hitze
Den gesamten Inhalt im Topf einmal stark erhitzen und dann die Hitze auf mittlere Stufe herunterschalten und ca. 75 – 90 Minuten durchgaren.
Oktopus_siedend
Nach ca. 75 bis 90 Minuten kann ich den Oktopus herausnehmen und die Brühe kann ich durch einen mittelgroben Sieb filtern, da die Brühe gut weiterzuverwenden ist für Fischsuppen, Risottos oder ähnliche Gerichte.

Als Beilage habe ich mich diesmal für Salicorn mit kleinen gelben Paprikaschoten entschieden. IN einer Eisenpfanne einen El Butter anschmelzen und die schmal geschnittenen Paprika mit dem Salicorn darin vorsichtig anschwitzen. Leicht pfeffern und mit dem angerichteten Oktopus anrichten.

Oktopus_gelb_Paprika_Salicorn_Hering Oktopus_Paprika_Salicorn_Hering


Guten Appetit!


 

 

Tapas – Neues Gourmet Magazin aus Spanien

Tapas_Titel
Yummy, Yummy Magazine nennt sich ein neues Gourmet Magazin im Untertitel.
Derzeit ist Tapas an drei Orten in Deutschland zu erhalten, Berlin, Hamburg und München. Angenehme Aufmachung , gedruckt auf einem hellgrauen weichen Papier wo die meisten Fotos zwar nicht so brillant wie in einem Hochglanzmagazin herauskommen, aber die Lesbarkeit ist trotz der relativ kleinen Fließtexte in ca. 8pt gesetzt noch gut und angenehm lesbar.
Die Nr. 5 hat immerhin einen Umfang von 196 Seiten, was für ein Gourmet Magazin recht ungewöhnlich ist. Und das bei Kosten für die Einzelnummer von 10 €.
Mit einem recht variablen Layout quer durch die Artikel, mal dreispaltig, mal 2 1/2 spaltig oder auch einzelne kleine Artikel frei über die Seiten gestreut.
Kein Inhaltsverzeichnis, aber dafür auf Seite 16 eine Seite mit Titel: „Staff“. Und zwei Seiten später eine Weltkarte mit dem Titel „Suppliers“. Dann geginnt es redaktionell auf Seite 20 mit einem Einleitungswort des Herausgeberas. Aber zur Qualität der Artikel kann sich ja jeder selber sein Urteil bilden. Nummer besorgen und eintauchen in die Welt der Gourmets.


 

Safran-Risotto mit Weinbergschnecken

Risotto_Topf
Risotto_Schnecken_Hering
Portion für ca. 3 Personen
frei nach W. Siebeck, „Das Kochbuch der verpönten Küche“

Zutaten:
1 Tasse Risotto Reis
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
Saft einer halben Zitrone
1 l Brühe oder Gemüsefond
ca. 30 Safranfäden
Salz, Parmesan, Butter
1 Schnapsglas Pastis
1 Glas Weißwein trocken
1 Dose Weinbergschnecken (ca. 12 Stück)

Zubereitung:
Risotto klassisch ansetzen, die Brühe anwärmen und die Schnecken darin dünsten. Kurz vor der Fertigstellung, mit dem letzten Aufguß der Brühe die Schnecken und den geriebenen Parmesan dazugeben und mit den kalten Butterflocken abschmecken. Je nach Bedarf mit  etwas Petersilie servieren.


 

Hühnerherzen pikant

Hühnerherzen_pikant_Detail

Für 2-3 Personen

Zutaten:
150-200 gr. Hühnerherzen
1-2 Schalotten
1 mittelgroße Tomate Ochsenherzen (Coeur de Boeuf)
1 Knoblauchzehe
1 El Harissa
1/2 rote Paprika
1 Chili
ca. 10 cm Tomatenmark
1-2 Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer, Öl und Rotwein zum ablöschen

Zubereitung:
Die Hühnerherzen sehr gut waschen und trockentupfen.
Schalotten und Knoblauch kleinschneiden, Paprika und Chili in kleine Stücke schneiden und Öl in einer Eisenpfanne stark erhitzen. Die Hühnerherzen scharf anbraten un dann das Gemüseklein mit dem Tomatenmark dazugeben. Sind die Schalotten glasig gibt man das Harissa dazu und löscht das Gemenge leicht mit etwas Rotwein ab. Hitze etwas reduzieren und so lange durchbraten, das die Herzen nicht zu fest werden. Abschmecken und mit Gewürz abrunden und auf dem Teller mit dünn geschnittenen Frühlingszwiebeln dekorieren. Heiß servieren.


 

 

Pimentos mit Ingwer als Pinchos

Pimentos_Ingwer_Blech

Pimentos_Ingwer_Holger_lang

Ein erstes Mal habe ich diese Pimentos vor einigen Jahren im Rioja in einer Tapas Bar bekommen und war gleich begeistert von der Frische und Einfachheit.
Meine Abwandlung dazu ist noch der zusätzliche Ingwer.

Zutaten für 2 Portionen:
8 – 10 Pimentos
1 cm Ingwer
Ein kräftiges Olivenöl und
wer möchte ein wenig Fleur de Sel

Zubereitung:
Im Backofen den Grill auf höchste Stufe aufheizen. Die Pimentos eventuell kurz Waschen und abtrocknen. Denn Ingwer in dünne schmale Streifen aufschneiden, die Pimentos von der Spitze her leicht aufschneiden und die Ingwerstreifen dort hineinschieben. Das Backblech leicht einölen, die Pimentos darauf und dann kräftig mit Öl benetzen. Im Backofen in der obersten oder zweiten Schiene von oben ca. 5 – 6 Min. grillen und wer mag noch zum Schluß mit Fleur de Sel bestreuen.


 

Frühlingsrollen mit Pak Choi

Frühlingsrollen_PakChoi

Auf einem Sommerfest sollte ich mal wieder etwas mitbringen. Da dieser Sommer zeitweise ja recht heiß war, hatte ich mich für Frühlingsrollen entschieden, welche auch kalt verspeist werden können und dazu noch ein paar rohe Pak Choi Blätter.

Zutaten für ca. 12 Stück:
tiefgefrorener Frühlingsrollenteig (beim Chinesen)
1 Mohrrübe (Burkane, das ist der baltische Begriff)
ca. 3 cm Ingwer
Sprossen
2-3 Shiitake Pilze
helle Sojasauce
1 Tl Sesamöl
2 El Mirin
1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung:
Mohrrübe und Ingwer in feine Julienne schneiden. In einer Pfanne mit wenig Öl vorsichtig anbraten, nicht braun werden lassen, nur glasig, dann die Sprossen und die in Streifen geschnittene Shiitake, ohne die Stile, dazugeben und mit Soja, Mirin ablöschen. Noch 2-3 Minuten durchziehen lassen, und dann in einer Schüssel erkalten lassen. Je nach Bedarf noch mit Mirin und Sesamöl etwas Flüssigkeit beigeben. Den Frühlingsrollenteig so ausbreiten, das im vorderen Bereich eine 1 El große Portion plaziert werden kann, dann den Teig zur Hälfte einschlagen, den Teig links und rechts darüberklappen und alles einrollen. An Schluß mit etwas Wasser den Teig zusammenkleben. Auf ein leicht gefettetes Backblech und mit dem Eigelb bestreichen. Den Backofen auf 210 °C aufheizen und auf mittlerer Höhe 12-15 Min. durchbacken.