Tag 3 der Neuseeland Reise mit heißen Quellen und Maori Kultur

Da Neuseeland auf einer der aktiven Erdspalten zwischen Asien und Amerika liegt gibt es hier im Land einige Stellen, wo heiße Quellen an die Erdoberfläche treten, und diese nicht nur Geysire produzieren, sonder auch manchesmal Erdbeben, die auch enorme Schäden verursachen können. Über die Dauer unserer Reise konnten wir keine solche Erbeben empfinden, was aber zu besichtigen ist, weil ständig am brodeln, sind zum Beispiel heiße Quellen, die sich mit Kraft aus dem Erdinneren an die Oberfläche entladen. Bei Te Puia sind solche wie folgt zu beobachten.

In diesem abgesperrten Gebiet brodelt es also ständig, und die Wärme-Entwicklung kann zum Teil so genutzt werden, das die heißen Wasser in Energie oder Heizkraft umgewandelt werden. Weil diese Stellen aber auch bereits für die Ureinwohner der Insel bedeutend waren, haben die Neuseeländer in dieser Gegend ein Maori-Kulturzentrum gebaut, wo alte Kulturen und deren handwerklichen Tätigkeiten gepflegt und gelehrt werden.

Hier ein Blick in die Holzwerkstatt, wo die Jugendlichen die althergebrachten traditionellen Handwerkskünste mit dem Holz umzugehen wieder erlernen.

Das war dann also eine der kulturellen Beiträge im Laufe der Reise, welche sich ansonsten ja mehr um kulinarische und vinophile Belange kümmerte.

Am späten Nachmittag waren wir dann, nach dem einchecken in einem anderen Hotel in Taupo, bei einer Maori Familie eingeladen, die für die Gruppe eine kleine kulturelle Demonstration vorbereitet hatte, welche sich auf der Rasenfläche vor Ihrem Haus stattfinden sollte. Ebenso dort hatte das Oberhaupt der Familie auch bereits Stunden zuvor einen Teil unseres Abendessens in einem Erdloch so vorbereitet, das dieses Essen dann zur Demonstration für uns entnommen wurde.

Die Familie ohne Ihr Oberhaupt.

Hier in der Montur, welche dann wohl eine der klassischen Bekleidungen in den Zeiten der Maori war. Das Oberhaupt in Montur.

Dann wurde übergeleitet auf das Erdloch, welches zunächst noch einmal komplett zugedeckt war, und wir aus der Gruppe nicht so wirklich ahnen konnten, was da jetzt so vor sich geht.

Sah zunächst schlicht aus wie eine einfache Feuerstelle, wo vor noch nicht zu langer Zeit noch gegrillt wurde, oder ein Feuer gemacht wurde. Aber weit gefehlt, denn diese Stelle entpuppte sich als Erdloch, worin unser Abendessen vorberietet wurde. Ich möchte den Beitrag mit nicht zu vielen Bilder überfrachten, so aber hier noch das Ende, als der Korb mit allen Zutaten bereits auf dem Weg in die Küche war.

Erklärt wurde uns vom Oberhaupt, das er die Steine wie hier zu sehen, für 2 Stunden stark erhitzt und dann das Loch mit den Zutaten so abgedichtet wird, das die Fleischstücke und das Gemüse gegart werden können. Das Resultat konnten wir dann anschließen beim Abendessen entsprechend genießen.

Lamm mit diversen Gemüsen und die Sauce dann wohl in der Küche separat zubereitet.

Ankunft Auckland und erste Eindrücke

Wie bereits angesprochen habe ich mich gründlich auf so eine lange und weit entfernte Weinreise vorbereitet. So ist es heutzutage recht einfach solche Orte in weit entfernten Städten zu finden, wo man früher zum Teil umständlich das Fremdenverkehrsbüro anschrieb und dann nach Wochen, wenn überhaupt, ein paar Infos zu erhalten. So suchte ich im internet Weinbars in Auckland, welche auch einige dann zu finden sind. Weiterhin gibt es heutzutage Plattformen im internet, wo auch so etwas wie Weinbars in fast allen großen Städten der Welt zu finden sind. Ein Beispiel ist Star Wine List.

Fündig wurde ich also bei der Suche zu einer Weinbar apéro, welche mit einem kleineren Spaziergang durch die Stadt verbunden zu Fuß zu erreichen war.

Ansicht von außen, welche am späten Nachmittag noch recht wenig belebt aussah.

Innen dann umso belebter, zumindest von der Einrichtung her, denn ich war auch noch der erste Gast an diesem Nachmittag. Ich bestellte mir eine Kleinigkeit zu Essen, und dann entsprechende Weine dazu. Die Brettchen an der Wand mit den schwarzen Gläsern darauf sind die Speise.- und Weinkarten.

Beginne mit einem Pinot Gris aus Central Otago, welches das Gebiet auf der Südinsel Neuseelands ist, das wir in den letzten 3 Tagen der Reise besuchen werden. Der zweite Wein ein Orange Wine aus Spanien wo ich auch noch zur weiteren Info das Rückenetikett aufgenommen habe.

So ein weißer Orange Wine hat immer etwas Besonderes an sich. Nicht nur das die Farbe deutlich in einen orangenen honiggelben Ton geht, sondern auch der Geschmack zeigt deutlich, das hier eine Menge an Tanninen der weißen Traubenschalen verarbeitet wurde. Das heißt, das die Maische der weißen Trauben einen wochenlangen Kontakt mit dem Traubensaft hat. So entstehen dann Orange Weine aus weißen Trauben.

Weil ich von der langen Anreise doch etwas müde war sollte es bei diesen 2 Weinen bleiben und am nächsten Tag sollte es dann abends mit dem Dinner der Gruppe im Hotel losgehen.

Davor hatte ich also noch einen fast vollen Tag, wo ich weitere Weine zum Lunch genießen konnte und dazu ein anderes Hotel im Hafenbereich von Auckland besuchte. Hier die Weinauswahl:

Spy Valley, Riesling aus dem Anbaugebiet Marlborough, ist ein wenig untypisch für die Gegend, denn dort wächst zu fast 90% Sauvignon Blanc, aber schmeckt deswegen umso besser. Trinity Hill hatte ich bereits vor 8 Jahren besucht und die Region Hawke’s Bay sollten wir mit der Gruppe ebenso besuchen. Davon aber später in einem der weiteren Berichte. Hier noch ein Eindruck aus dem Hafengebiet, wo auch nicht weit entfernt unser Hotel lag, wo wir untergebracht waren.

Aucklands Skyline von einem Steg aus im Hafen zu sehen.

Der erste Tag in NZ mit Verkostung bei Mudbrick Vineyard auf Waiheke Island

An diesem ersten kompletten Tag in Neuseeland sollte es mit der Gruppe von 14 Personen plus die beiden Reiseleiter, Britt und Per Karlsson, mit der Fähre auf die vorgelagerte Insel Waiheke gehen. Da auch diese Insel nicht gerade klein ist, empfing uns hier ein Bus mit ortskundigem Reiseleiter der uns ein wenig durch die Landschaft der Insel führte und das Ziel zur Mittagszeit das Weingut Mudbrick auf dieser Insel sein sollte. Dort gab es dann auch ein ausgezeichnetes Mittagessen, welches wie bei allen solchen Essen auch einige passende Weine beinhaltete. Nicht nur hier sondern für fast alle Weingüter auf Neuseeland gilt das sich diese so in den später 80er bis 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet haben. Mudbrick produzierte seine ersten Weine 1992.

Ein genereller Kommentar zu all diesen Weinreisen sei erlaubt, denn auch auf dieser Weinreise durch Neuseland hatten wir mehrere Mittagessen wo zugleich die Weine des Weingutes zum Mittagessen zur Verkostung angeboten wurden. Im Prinzip ja eine gute Sache, nur hat das mit einer echten Verkostung der Weine, wo man sich auf den Wein als solchen und die einzelnen Geschmäcker darin konzentrieren will, nicht wirklich mehr viel zu tun. Eine separate Verkostung ziehe ich immer ener gemischten mit einem Essen vor.

So werden jetzt auch für alle weiteren Verkostungen die mit einem Essen in Verbindung gereicht wurden keine separaten Verkostungsnotizen von mir hier weiter stehen können, denn diese parallel zu einem Essen zu notieren ist nicht nur zeitlich unmöglich, und ebenso geschmacklich werden die Weine zwar durch ein begleitendes Essen immer entsprechend gut oder sonstwie empfunden, so das eine echte Einschätzung der Weine nicht erstellt werden kann.

Das Weingut Mudbrick spricht schon von seinem Namen her Bände, denn der Lehm (Mud) im Namen deutet in Verbindung mit brick (Ziegel) auf einen eindeutigen Lehmbau hin. Gut zu sehen auch im Portal des Verkostungsraumen, der hier in NZ und auch Australien immer „cellardoor“ genannt wird.

Grundsätzlich fand ich die Weine bei Mudbrick sehr gut zum Essen, was aber auch für eine hohe Qualität des Essens sprach. Es gab weiße Trauben und rote Sorten die vom Gesamteindruck sehr gut zum Essen paßten. Hier nur ein kleines Beispiel eines der Gläser bei Mudbrick mit einem Rotwein zum Lunch.

Nach diesem ausführlichen und sehr guten Essen ging es dann wieder in den Bus, wo auf dem Weg dorthin noch ein Blick auf die Bar des Hauses zu erhaschen war, wo wir allerdings leider keine begleitenden Erklärungen zum Weingut oder sonstigen Speziaitäten des Hauses erfahren konnten.

Waiheke Island ist nämlich wesentlich vielfältiger als dieses eine Weingut, was ich vor 8 Jahren, bei meinem ersten Besuch auf Neuseeland und der Insel Waiheke erfahren konnten.

Weinreise 2024 nach Neuseeland und Adelaide

Auch in 2024 sollte es für mich einmal wieder auf eine längere und weit entfernte Weinreise gehen. Der erste Teil nach Neuseeland mit dem Veranstalter BK Wines aus Paris, und der zweite Teil in die Region Adelaide in Süd-Australien, wo ich bisher in Sachen Wein noch nicht unterwegs war.

Eine solche längere Reise bedarf nicht nur gründlicher Vorbereitung, sondern die Auswahl des Veranstalters für eine solche Reise, aber auch die Transportmittel sind für eine erfolgreiche Reise mit entscheidend. So ging es für mich Mitte März in München los Richtung Dubai und weiter dann direkt nach Auckland mit der Fluggesellschaft Emirates. Beide Flüge mit dem Airbus A 380 (der einzige Doppeldecker) der von München nach Dubai ca. 5,5 Std. benötigt, und dann der Weiterflug direkt nach Auckland für 14 3/4 Std. angekündigt war. Diese weite Strecke wurde auf den früheren Reisen in die Region immer mit einem Zwischenstopp in Singapur oder auch Hong-Kong zum Auftanken gemacht, was heute mit dem A 380 nicht mehr notwendig ist.

Einer der späktakulären Ausblicke aus dem Flieger-Fenster hier ein Sonnenaufgang zu sehen.

Da ich aber ja auf dem Sprung zu einer Weinreise war, konnte diese auch bereits im Flieger mit diversen Tropfen entsprechend beginnen. So hatte ich das Vergnügen zu den Speise folgende Weine zu verkosten:

Links der Grüne Veltliner von Lenzmark Wines in Österreich, und rechts der Shiraz von Two Hands aus dem McLaren Vale, welches in der Region Melbourne liegt.

Damit aber noch nicht genug, denn zu weiteren Mahlzeiten im Flieger gab es passend zu den Zielen die ich mit dieser Weinreise ansteuerte auch die passenden Weine. Hier zu lesen auf der Weinkarte im Flieger.

Craggy Range ist ein sehr typischer Vertreter seiner Traube für den Sauvignon Blanc aus Martinborough, welches am Südende der Nordinsel von Neuseeland liegt.

Ebenso der Chardonnay von Shaw+Smith M3 welches in der Region Adelaide liegt und mein zweites Ziel dieser Weinreise sein sollte.

Eine spezielle Weinverkostung mit Ch. Palmer aus 1988 und 2014

Wenn man mal wieder eine große Flasche Wein geschenkt bekommt, sollte dann auch das Essen dazu entsprechend passen, und die weiteren Weine sowie Gäste natürlich auch. Zu den beiden Flaschen Chateau Palmer

  • Zweitwein aus 2014, Alter Ego, sowie
  • Grand Vin von Chateau Palmer aus 1988

W<eiterhin hatte ich mir für eine vorgeschaltete Suppe einen Weißburgunder „Art“ vom Weingut Abraham aus 2015 aus dem Keller geholt, und für den Dessert gab es dann eine Beerenauslese vom Weingut Nimmervoll aus dem Wagram in Österreich aus dem Jahr 2011.

Hier aber zunächst auch einmal die Speisenfolge, welche ich mir zu den einzelnen Weinen ausgedacht und in den Tagen vor dem Menü zubereitet hatte.

  • Suppe: Pastinaken, Ingwer mit Nussöl
  • Vorspeise: Wan-Tan Rezept nach Jan Hartwig abgewandelt mit Entenrilette, Jakobsmuscheln und Entenconsommée.
  • Hauptgang: 7 Stunden Lammkeule nach Anthony Bourdin
  • Dessert: Pascha – eine baltische Osterspeise aus Quark, Zucker und Eiern gekocht.

Wir waren zu diesem Menü 4 Personen, was die gesamte Vorbereitungszeit am Tag der Speisung ein wenig entspannter machte. Den Dessert hatte ich allerdings bereits am Abend vorher zubereitet, und das Brot für den Abend, ein Chiabata mit Oliven hatte ich ebenso 2 Tage vorher mit dem Sauerteig begonnen und dann am Freitag Vormittag entsprechend ausgebacken.

Der erste Gang, die Suppe wurde also im Topf auf dem Herd heiß gemacht und auf den Hering-Ocean Tellern mit dem Nußöl serviert. Dazu der Weißburgunder vom Weingut Abraham.

Durch die kräftige Ingwernote der Suppe konnte der Weißburgunder sich so richtig beweisen, wo er standhalten konnte gegen Gewürze und deftige Noten. Ein Wein, der sich wenig typisch wie ein Weißburgunder präsentiert, aber dafür umso besser für einen solchen Start ins Menü sich eignet.


Dann folgt die Vorspeise, bestehend aus einem Wan-Tan, gefüllt mit Entenrillette und Jakobsmuscheln, welches in einem China-Dämpfer für ca. 10 Minuten gedämpft wird, und auf sehr fein gewürfeltem Gemüse in einer Entenconsommée schwimmt. Dazu der erste Rotwein aus dem Hause Palmer mit dem Zweitwein Alter Ego aus dem Jahr 2014.


Dann folgt zum Hauptgang, welches eine Lammkeile aus dem Bräter, welche für ca. 7 Stunden im Backofen bei 150°C vor sich hin schmorte, der Hauptwein des Abends, zu welchem Anlass ich dann auch dieses Menü zusammengestellt habe. Die Lammkeule habe ich dann noch mit Rosmarinkartoffeln ergänzt und das Schmorgemüse landete natürlich auch auf dem Teller.

Das Etikett noch sehr einwandfrei, wobei der Korken sich schon ziemlich verabschiedet hatte. Es wurde also kurzerhand umdekantiert, was aber nicht wirklich zu schmecken war. Dieser Wein war zwar wirklich schon seine ca. 36 Jahre alt, zeigte sich an den Rändern im Glas auch schon leicht braun, konnte aber nur mit einer kleinen dumpfen Note in der Nase am Gaumen und im Abgang noch ziemlich gut überzeugen. Die Frische ist etwas verflogen aber wer vermutet, das dieser Wein nicht mehr genießbar ist liegt vollkommen falsch.


Zum Abschluß folgt ein Dessert, den ich schon mehrfach in meinem Elternhaus genossen habe, aber selber auch schon mehrfach selber zubereitet habe, welches in 2 verschiedenen Formen passieren kann. Es kann in einer rohen Form zubereitet werden, aber diese Quarkspeise zum Osterfest kann auch gekocht werden. Der Name Pascha deutet natürlich deutlich auf die Herkunft zum Osterfest – Passa. Die wesentlichen Bestandteile sind Quark, Eier, Zucker, Vanilleschote, Mandelsplitter und die Rosinen, welche ich anstelle von Zucade verwende.

Dazu habe ich eine Beerenauslese vom Weingut Nimmervoll aus dem Wagram ausgewählt. Hier in den Abbildungen.

Shogayaki – Gebratenes Schweinefleisch mit Ingwersauce

Auch dieses Rezept stammt aus dem Tokyo Buch – die Kultrezepte, wo auf Seite 100 nachzulesen ist, welche Zutaten und welche Zubereitung empfohlen werden. Im Prinzip ist es ganz einfach zuzubereiten, denn das dünn geschnittene Schweinefleisch wird durch das marinieren in den asiatischen Zutaten erst richtig fein und kann dann wunderbar variiert werden. D<er gehobelte Weißkohl, welchen ich noch ein wenig mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln verfeinert habe stellt sich dann als frische und knackige Beilage zu dem kräftigen Schweinefleisch, welches aber eben durch diese Marinade sehr zart wirkt und auch wird. Der Ingwer spielt dann natürlich in der Marinade seine kräftige Würze aus, wo man an der Wurzel sicher nicht sparen braucht. So kommt das dann bei mir auf den Teller.

Zugegeben, das Fleisch sieht recht dunkel aus, was aber sicher an der zu dunklen und kräftigen Sojasauce auch gelegen hat. Heißt: hier reicht sicher eine helle Sojasauce aus!

Weinverkostung Württemberg mit 12 Winzern und 18 Weinen

Es stand einmal wieder eine größere Weinverkostung bei mir an, welche ich natürlich wieder mit Uly Schroth organisiert hatte. Das Thema an diesem Sonntag Nachmittag hatten wir diesmal auf das Weinbauland Württemberg beschränkt, welches immer noch unserer Meinung nach weit unterschätzt ist, und somit ein sehr interessantes Thema sein sollte um hier einmal mit Vorurteilen und festgefahrenen M<einungen aufzuräumen.

Das Weinbauland Württemberg besteht aus ca. 11500 ha, wo auf einer Fläche von ca. 30% weiße Sorten, und auf ca. 70% rote Sorten angebaut werden. Im „Ländle“, wie auch die ansässigen Württemberg Schwaben sagen gibt es 19 Genossenschafts-Kellereien und 18 VDP Winzer.

D<ie Auswahl der Weine hatte ich nach dem Prinzip vorgenommen die meist angebauten R<ebsorten aus dem Anbaugebiet Württemberg zu zeigen, und dann als Top Ergänzung die Weine der HADES Gruppe. Dazu später ein wenig mehr.

In Württemberg werden folgende Rebsorten am meisten angebaut:

  • Riesling
  • Trollinger
  • Lemberger
  • Schwarzriesling
  • Spätburgunder
  • Müller Thurgau
  • Samtrot

Diese W<eine sollten also den ersten Teil der Verkostung darstellen und wurden gefolgt von den Spitzenweinen der HADES Gruppe, welche sich aus den folgenden Weingütern zusammensetzt:

  • Hohenlohe Öhringen
  • Adelmann
  • Drautz-Able
  • Ellwanger
  • Sonnenhof

Und aus den Anfangsbuchstaben der 5 Weingüter ergibt sich dann der zusammengesetzte Name HADES. Gegründet so um das Jahr 1986 war eines der Prinzipien den besten Wein des einzelnen Winzers unter der Marke zu vermarkten und diesen Wein dann aber auch im Barrique auszubauen, was natürlich imJahr 1986 auf großes Unverständnis stieß. Die Geschichte lehrt uns aber eines Besseren! Heute sind nicht nur die einzelnen Winzer die Top Betriebe im Gebiet Württemberg, sondern auch Pioniere für einen anderen Stil der Weinbereitung im kühlen Anbaugebiet Württemberg.

Ich hatte die Weinverkostung in 2er Flight aufgebaut wovon ich dann auch so berichten will in der Reihenfolge der angestellten Weine. Wir beginnen mit 2 Flight weiße Sorten von den 3 folgenden Weingütern:

  • Haidle mit einem Riesling Kabinett, Pulvermächer aus 2019,
  • Weingut Merkle mit einem Müller-Thurgau aus 2021
  • Weingut Aldinger mit einem Sauvignon-Blanc aus 2021
  • Weingut Merkle mit einem Sauvignon-Blanc aus 2021

Für die Verkostungsrunde begannen wir also im Prinzip gleich mit einem der Kracher aus der gesamten Verkostung, welches der Riesling Kabinett vom Weingut Haidle war. Aber auch die beiden Sauvignon Blanc, welche ja nicht zwingend zu den meistangebauten R<eben in Württemberg zählen können kam ich mit meiner Bewertung beim Aldinger SB mindestens auf eine genauso gute Bewertung wie manche bei Riesling vom Weingut Haidle.

Nach dieser weißen Einleitung zum Nachmittag sollte es erst einmal eine typisch schwänische kleine Stärkung geben, welche aus einem dunklen Brot mit Griebenschmalz bestand.

Das Brot aus einem Rezept der Wildbakers mit einem Bergbauernbrot und einem Griebenschmalz aus dem Hohenlohischen.

Dann folgten 3 Flights mit den roten Sorten aus folgenden Weingütern:

  • Schlossgut Hohenbeilstein
  • Drautz-Able
  • Wöhrwag
  • Weingärtner Markelsheim
  • Ellwanger
  • Sonnenhof

Wir verkosten zunächst einen Flight Spätburgunder von Hohenbeilstein und Drautz-Able, welche ja regional gesehen recht dicht beieinanderliegen auf der rechten Seite des Neckars auf der Höhe von Heilbronn und dann natürlich aus Beilstein.

Dann folgt ein Flight mit Lemberger und Schwarzriesling. Vielleicht ein wenig schwierig diese nebeneinander zu stellen, aber auch hier zeigt sich einmal wieder so die Vielfältigkeit eines solchen Weinbaugebietes. Der Lemberger vom Weingut Wöhrwag aus Untertürkheim, also direkt am Neckar bei Stuttgart. Der Schwarzriesling stammte dann von den Weingärtnern aus Markelsheim, welches einer der nördlichsten Gegenden für den Weinbau in Württemberg darstellt.

Aufgrund der Spätlese des Schwarzriesling hatte dieser durchaus einen guten Stand neben einem solchen Lemberger vom Weingut Wöhrwag. Feine Fruchtnoten gegen kräftige Tiefe und langem Abgang. Ausgewogenes Frucht-Säure Spiel gegen fedin ziselierte Noten von kräftigem Aroma aus dem Wald und dunklen Früchten.

Zum Abschluss dieser Reihe gab es noch 2 sehr typische Sorten aus dem Ländle mit einem Trollinger vom Weingut Ellwanger und einem Samtrot vom Weingut Sonnenhof. Wenn vielleicht auch diese 2 Sorten hätten besser an den Anfang der Verkostung gehört, wollte ich zum Übergang auf die HADES Weine eine gewisse Leichtigkeit und frischere Noten in die Reihe bringen um die Lockerheit und Frische, sowie eine gewisse Leichtigkeit dieser Traubensorten hier aufzuzeigen. Die Trollingertraube ist eines der ganz traditionellen Gewächse, welche früher in großen Mengen geerntet wurde, und der Schwabe diese an den Feierabenden in der Besenwirtschaft oder auf der Terrasse sich auf eine Art zu sich nahm die man „schlotzen“ nannte. Ebenso ist die Traube Samtrot eine alte Rebe die immer noch in gewissen Mengen angebaut wird und gute Ergebnisse für süffige Weine erzielt.

Dann folgen die HADES Weine aus den Weingütern

  • Adelmann mit einem Cuvée weiß aus 2019
  • Drautz-Able mit einem Grauburgunder aus 2018
  • Ellwanger mit einem Zweigelt aus 2020
  • Sonnenhof mit einem Lemberger aus 2015
  • Staatsweingut Weinsberg mit einem Pinotage aus 2019
  • Weingut Fürst Hohenlohe Öhringen mit einem Cuvée rot aus 2015

Diese Reihe der 6 HADES Weine wurde mit einem Teller Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen begleitet. -ohne Foto-

Der erste Flight mit den weißen Sorten aus einem Cuvée vom Weingut Adelmann bestand aus Riesling, Grauburgunder und Weißburgunder und zeigte seine gesamte Eleganz im Glas. Für mich einer der am besten bewerteten Flaschen. (17,5-18/20). Aber ebenso herausragend der Grauburgunder von Drautz-Able mit einem leichten Anflug von grüner Note zu Beginn, welche dann mit der Wärme im Glas etwas sich verflüchtigte.

Dann folgten 2 rote Flights mit den weiteren Sorten Zweigelt, Lemberger, Pinotage und einem Cuvée. Der Zweigelt vom Weingut Ellwanger ist für mich so ein Beispiel eines Rotweins, der sich bei einer solchen Verkostung immer sehr präsent und hervorragend zeigt, da er mit seiner vollen typischen Note der Trauben eine wunderbare ausgewogene Eleganz zeigt die sich dann aber in verschiedenen Fruchtnoten so widerspiegelt, das man nicht glaubt, das dieser Wein aus dem Remstal bei Stuttgart stammt, es ist aber so, und das nicht erst seit gestern, sonder seit ca. 50 Jahren. Daneben der Lemberger vom Sonnenhof der sich insbesondere mit seinem typischen Lemberger Noten noch leicht tanninig präsentiert, obwohl er aus 2015 stammt, also immer noch ein wenig mehr in der Flasche reifen dürfte.

Zum guten Abschluss gibt es noch einen Pinotage vom Weingut Staatsweingut Weinsberg und einen Cuvée aus Hohenlohe Öhringen. Der Pinotage hat hier allerdings einen recht schwierigen Stand gegenüber so einem Spitzen-Cuvée.

Der Pinotage kann sich durchaus gegenüber dem Cuvée auf seine Art und Weise behaupten, wirkt aber sicher aufgrund seines 4 Jahre jüngeren Jahrgangs etwas leichter und gefälliger. Dafür kann sich der Cuvée vom Weingut Fürst Hohenlohe Öhringen aus 2015 mit Namen in Senio sehr gut in Szene setzen. Cuvée aus Cabernet Franc, Merlot, Cabernet Sauvignon und Malbec. Hört sich ja vielleicht eher wie eine Cuvetierung aus Südamerika an, kann aber aufgrund des heutigen Klimas wohl auch in unseren Breitengraden sehr gut gedeihen. Für mich war dieser Cuvée einer der Highlights der gesamten Verkostung, und somit auch zu Recht als der letzte Wein in der Reihe der angestellten Flaschen. Sehr feine Gaumennoten mit leichten Tanninen und einer sehr ausgewogenen Säure Frucht Eleganz. (18,5-19/20)

Ende der Verkostung mit glücklichen und zufriedenen Gästen.

Entenleber in Wan-Tan

Solche kleine Teigtaschen mit Namen Wan-Tan sind sehr beliebt in Asien, wo auch der Teig herkommt, der tiefgefroren im Asia Laden besorgt werden kann. Für die weiteren Zutaten bei der Belegung von einem Blech brauch ich für ca. 6 – 8 Teigtaschen folgende Mengen:

Bei 8 Teigtaschen brauche ich also mind. 16 Blatt für die Teigtaschen.

  • 150 gr. Entenleber
  • 1/4 – 1/2 Apfel, kleingeschnitten
  • 1-1,5 cm Ingwer
  • 1 Schalotte, Gewürze, P<etersilie und 1-2 Lauchzwiebeln, ein wenig Sahne oder Créme Fraîche.

Die Zubereitung geht dann folgendermaße:

Die Entenleber gut reinigen und in kleine Würfel schneiden. Ebenso den Apfel entfernen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Dann den Ingwer schälen und auch in kleine Würfel schneiden. Diese Zutaten dann in einer großen Pfanne so anrösten, das die Entenleber durchgebraten ist und die Ingwer und Apfelstücke Ihren Geschmack abgeben. Alles in einer Schüssel erkalten lassen und mit den Gewürzen und der Crème so verfeinern, das es eine fast homogene Masse ergibt, welche die Füllung darstellt. In der Zwischenzeit habe ich die Wan-Tan Teigblättchen aus dem Tiefkühlfach geholt und ausgepackt, sowie leicht mit kaltem Wasser bestrichen, so das die oberste Seite leicht antaut. Die Füllung wird noch mit der kleingeschnittenen Frühlingszwiebel verfeinert und entsprechend nachgewürzt, je nach Geschmack.

Den Backofen auf 210°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Dann werden die Wan-Tan Teigblättchen mit jeweils 1 El der Füllung belegt, und ein zweiten Blättchen darübergelegt und sehr gut mit dem unteren so verschlossen, das keine Füllung mehr austreten kann. as Blech kommt dann für ca. 10 – 12 Minuten bei Umluft in den Ofen, wobei die Hitze auch für die letzten 5 Minuten reduziert werden kann.

Resteverwertung und eine feine kleine Vorspeise

In manchen Familien und Haushalten wird zum Weihnachtsfest, aber auch zum Jahreswechsel an Silvester ein Käsefondue aufgetischt. Wir hatten in diesem Jahr uns am Heilig Abend für ein Käsefondue entschieden, und es war nicht nur gelungen, sondern schmeckte mit den entsprechenden Gewürzen und Zutaten auch recht gut. Zum Ende des Stochern im heißen Käsetopf blieb dann aber immer noch ein kleiner Rest der geschmolzenen Käsemasse übrig, welche folgende Verwendung fand:

Ich legte ein Backpapier auf eines der Ofenbleche, heizte den Backofen auf 180 °C Umluft vor und dann kam der restliche Käse aus dem Fonduetopf auf dieses Backblech, welches für ca. 8 – 12 Minuten in den Backofen geschoben wurde. Das Ergebnis, nach etwas mehr Zeit sah dann folgendermaßen aus:

Die Käsechips für den weiteren Abend waren also kreiert. Das war aber in diesem Fall noch nicht alles, denn die Form inspirierte und der große Käsechip landete auf einem Küchenpapier, welches entsprechend noch grafisch umgestaltet wurde, und so hatten wir plötzlich einen Käsefisch auf dem Brettchen.

An gleichen Abend gab es aber vor dem Fondue noch eine kleine Spezialität aus Frankreich, welche sehr erfrischend und lecker sein kann. Die Zutaten sind schlicht ein schwarzer Rettich und Salz. Den Rettich gut waschen und abtrocknen, sowie anschließend in ganz dünne Scheiben aufschneiden. Diese auf einem Teller ausbreiten und kräftig mit Salz bestreuen. Nach 10 Minuten kann dieser Teller dann bereits aufgetischt werden, denn das Salz hat sich in den Rettich gearbeitet, und das meiste Wasser ist ausgetreten. So schaut’s aus:

Damit wird das Jahr 2023 beschlossen und ich erwarte bereits mit Spannung meine nächste W<edinreise nach Neuseeland und Australien, worüber ich hier wieder berichten werde.

Le Stollberg, wiederbesucht

Streng genommen müßte ich dieses Lokal eigentlich auch schon zu meinen Stammlokalen zählen. Im Le Stollberg, in der Altstadt gelegen, in der Stollbergstr. 2 habe ich in den letzten Jahren immer sehr gut gegessen, einen passenden Wein dazu gefunden, und fand einen sehr freundlichen, schnellen und zuvorkommenden Service vor. In dieser Woche am Donnerstag war es also wieder einmal soweit, das ich nur kurz per Telefon meine Reservierung für 12:30 Uhr auf dem Ab gesprochen hatte, und ich hatte dann auch meinen Platz entsprechend zu der Zeit vorgefunden. im Le Stollberg gibt es ein Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgang und einen Kaffee oder Espresso zum Schluss für 23,50 €, was aber diesmal nicht meine Wahl war. Ich wählte also diesmal von der Vorspeisenkarte eine Ententerrine mit Salat als Vorspeise, und von der extra präsentierten Schiefertafel ein Kalbskopf-Ragout mit Jakobsmuscheln und Bohnen aus. Hier beide Gänge im Foto, welche nicht nur für sich selber sehr ausgezeichnet schmeckten, sonder auch zu einem Weißwein aus Südfrankreich ausgezeichnet paßten.

Die Ententerrine war fein und zart abgeschmeckt, wo der Salat dazu insgesamt seine besondere Abrundung dazu beitrug.

Noch ausgezeichneter war für mich das Kalbskopf-Ragout mit den Jakobsmuscheln und den Bohnen abgeschmeckt. Ein wenig salzig, aber insgesamt gerade noch passend zu den weiteren Zutaten auf dem Teller. Die Stücke vom Kalbskopf in sehr klassischer W<eise gedünstet bildeten die Basis für diesen Teller, wo aber auch die 2 Jakobsmuscheln ihre Abrundung dazu beitrugen. Abgerundet wurde der Teller aber dann so insgesamt sehr fein von den leicht fest gekochten weißen Bohnen die mit Ihrem Biss den Teller abrundeten. Insgesamt kocht für mich die Anette Huber im Le Stollberg eine so feine klassisch, fast immer französische Küche das es eine wahre Freude ist. Nicht zu vergessen der sehr kompetente und schnelle Service, der auch bei starkem Besuch an so einem Donnerstag Mittag ausgezeichnet ist.

Restaurant Le Stollberg, Stollbergstr. 2 in der Nähe vom Isartor am Altstadtring.