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Kalbsnieren, Kraut, Wurzelgemüse

Nach einem älteren Rezept von Wolfram Siebeck gab es mal wieder eine Variation von Kalbsnieren mit Kraut und Wurzelgemüse. Hier werden die Kalbsnieren in recht kleine Stücke zurechtgeschnitten, was den Vorteil hat, das sämtliche Fettanteile in der verwachsenen Niere leicht entfernt werden können. Die nicht entfernten Fettanteile werden nämlich beim Braten recht zäh und sind wenig genießbar. Die klein geschnittenen Teile werden mit einer kräftigen Mischung aus Kräutersalz, Pfeffer und weiteren Gewürzen je nach Belieben mariniert und werden so auf die Pfanne vorbereitet. Das Kraut bereite ich klassisch vor, je nach Bedarf aus der Dose, oder auch frisch gekauft auf dm Markt, wo die Gewürze wie Kümmel, Wacholderbeeren, Salz und Pfeffer, sowie ein wenig Ingwer bei mir dazu kommen. Das Kraut kann ja recht lang geköchelt werden, womit ich dann auch beim Zubereiten beginne. Dann noch die dritte Zutat eines Wurzelgemüses, wo ich diesmal eine gelbe Beete verwende, die recht dünn zugeschnitten, fast wie ein Carpaccio, in der Pfanne kurz angeschwitzt werden kann und dann als Grundlage für die Zubereitung auf dem Teller dienen kann. Je nach Bedarf noch ein wenig grüner Dekor von Kräutern und das Gericht kann angerichtet werden.





Minestrone mit Gartenbohnen von D. Humm

Aus dem I love New York Kochbuch von D. Humm und W. Guidara gibt es heute mal wieder ein Rezept, welches mich ganz besonders im Herbst besonders gefallen hat. Die gesamte Vorbereitung ist natürlich wie so meist bei solchen Rezepten aus einem 3*** Lokal und seinem Chefkoch ein wenig aufwändig, jedoch habe ich auch hier ein wenig abgewandelt und ergänzt. Das komplette Rezept ist im Kochbuch „I love New York“ – Mein New York Kochbuch, nachzulesen und steht auf Seite 84 ff. Das Grundrezept zur Minestrone ist gut zu bewältigen, wobei so manche Bohnensorten vielleicht garnicht alle so einfach zu erhalten sind. Dafür habe ich diese tolle Suppe noch mit zwei geröstet Focaccia Scheiben ergänzt, welche ich noch aus dem letzten Rezept mit der Kürbssuppe hatte. Hier die frisch gebackene Focaccia aus dem Wildbakers Buch.

Daraus hatte ich dann zwei Scheiben herausgeschnitten, welche mit ein wenig Olivenöl beträufelt werden, und dann für 4-5 Minuten unter dem Backofengrill kurz braun geröstet werden.
Die fertiggestellte Minestrone wird dann auf dem Teller angerichtet, mit den diversen Gemüsen und Bohnen versehen und so mit dem gerösteten Brot serviert.



 

Thunfischspieße auf Focaccia mit Röhren Pfifferlingen

Zunächst habe ich erst einmal am Nachmittag ein Blech Focaccia gebacken, was nach dem Rezept der Wildbakers eine recht einfach, schnelle und sehr schmackhafte Sache sein kann. Dieses schnelle Hefebrot mit viel Olivenöl kombiniere ich dann zum Schluß noch mit einigem Thymian und Rosmarin on top aus meinem eigenen Garten. Das sind die dunklen Stellen auf dem Brot obenauf und schmecken in Kombination mit dem frisch gebackenen Brot ganz besonders gut. So kommt das dann aus dem Ofen raus:

Diese Focaccia ist nach dem Rezept eines der wenigen Zubereitung von Brot, welche eben nicht über Nacht irgendwie gären oder quellen müssen, um den Teig entsprechend gehen zu lassen. Muß dafür aber auch innerhalb 3-4 Tagen verspeist werden, sonst schmeckt es nicht mehr wirklich frisch.
Am Abend hatte ich von einem meiner Brüder Besuch und es sollte die Thunfisch-Spieße geben, welche ich dann noch mit dem Focaccia kombinieren wollte. Das Rezept der Thunfisch-Spieße kommt aus dem Buch Miso von Claudia Zaltenbach auf Seite 168 und muß am Abend vorher bereits in der Misopaste und weiteren Zutaten mariniert werden. Dazu gab es noch vom Samstag-Vormittag auf dem Markt eine Tüte voll Röhren-Pfifferlinge von meinem Pilz-Stand und das konnte dann ein entsprechend interessantes Gericht in seiner Kombination werden.
Zur Zubereitung:
Von dem Focaccia schneide ich jeweils 2 mitteldicke Scheiben die zuunterst auf den Teller landen, welche mit einem guten Olivenöl beträufelt werden. Die Pilze gut säubern, mit 1-2 Schalotten kleingeschnitten in einer Eisenpfanne mit etwas Butter anschwitzen und mit ein wenig Weißwein oder Sake ablöschen. Die Spieße habe ich vorher nach Rezept auf Spieße entsprechend vorbereitet und dann auf jeder Seite für ca. 15-20 Sekunden in einer heißen Pfanne angebraten und kann die Spieße dann auf den Focaccia Streifen entsprechend anrichten. Hat wunderbar geschmeckt und sieht dann so aus in Kombination mit der Avocadocreme.

So etwas näher im Detail:



 

Kürbissuppe mit Herbsttrompeten ud Holunderessig

Vor ca. 2 Jahren hatte ich bereits ein ähnliches Rezept hier veröffentlicht. Insbesondere Kürbissuppe kann man ja auf wirklich sehr viele Varianten herstellen. Da eignet sich dann auch besonders der Hokkaido Kürbis, dessen Schale ohne Probleme, bei kräftigem waschen und abbürsten, komplett mit in der Kürbissuppe verarbeitet werden kann. Diesmal habe ich mir eine etwas dicker Variante erstellt, was auch so ein wenig im Foto nachzuvollziehen ist. Auf dem Markt also ein Kürbis erstanden, weiterhin an dem Pilzstand ein kleines Tütchen Herbsttrompeten dazu eingekauft, welche einen schönen Kontrast zu kräftigen Kürbissuppe bilden können. Die Pilze noch gut reinigen, ein wenig die Stilenden abschneiden, und in mundgerechten Stücken nach Fertigstellung zur Suppe geben. Zum guten Schluss kommt diesmal eine Variante ins Spiel, welches ich einige Tage zuvor erst in einem kleinen Fläschchen geschenkt bekommen habe. Ein Holunderessig, der recht süß schmeckte, aber ähnlich wie ein Acceto Balsamico seine Wirkung in der warmen Suppe ausbreiten konnte. Je nach Bedarf kann man dann noch ein wenig Grünzeug wie Frühlingszwiebeln oder etwas Petersilie darüberstreuen. Und so sieht das dann im Teller aus:
  



 

Stockfisch mit karamellisierten Birnen

An Freitag vor der Urlaubszeit des Poseidon am Viktualienmarkt wollte ich mir nochmals ein Stück Stockfisch besorgen woraus ich in den nächsten Tagen 2 Gerichte zubereiten wollte, die mit den Fallobstbirnen aus meinem Garten kombiniert werden sollten.
Stockfisch ist meist ein Kabeljau aus den kühlen Gewässern des Norden, wo dann die Fische getrocknet und eingesalzen werden, was diese recht lange haltbar macht und vor der Zeit der Kühlschränke so über Monate hinweg auf Schiffen und in heißeren Regionen der Welt Verwendung finden konnten. Aber auch die feine Küche hat dieses Produkt dann irgendwann entdeckt und man kann daraus alle möglichen Kombinationen erstellen. Heute einmal ein Rezept mit karamellisierten Birnen, welche noch ein wenig unreif waren, was aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel, da durch das karamellisieren hier doch die Süße im Vordergrund steht.
Der Stockfisch muß für 2-3 Tage in kaltem Wasser also gewässert werden, wobei das Wasser pro Tag so ca. 3 – 4 mal gewechselt werden sollte. Nach dem Wässern habe ich mir für den Teller 2 der größeren Stücke herausgesucht, welche für dieses Gericht dann herhalten sollten. Alle fertig gewässerten Stockfischteile werden zunächst in einer fettreichen Milch für 10 Minuten gedünstet, wobei hier sonst kaum bereits ein Gewürz vonnöten ist, da immer noch ein wenig vom Salz der Stockfische vorhanden ist. Die 2 Stücke herausgenommen und dann geht es an die karamellisierten Birnen. Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse großzügig ausschneiden und die Viertel in dünne Scheiben schneiden, und sofort mit ein wenig Zitronensaft beträufeln, so das die Scheiben nicht sofort anfangen zu oxidieren. 2 Eisenpfannen auf den Herd stellen und die eine mit Puderzucker bestreuen, und die andere mit Olivenöl für den Stockfisch. Birnenscheiben in der flüssig gewordenen Puderzuckermasse karamellisieren und mit ein wenig Weißwein ablöschen. Parallel dazu die 2 Stücke Stockfisch in der Olivenölpfanne leicht anbraten, daneben noch 1-2 kleine Schalotten mitdünsten und diese Pfanne dann für noch ca. 5-6 Minuten bei 150°C in den Backofen zum Nachdünsten schieben. Dann kann schon fast angerichtet werden.
Hier nochmals die Zutaten für den Teller mit dem Stockfisch und den karamellisierten Birnen:. Bei 2 Personen brauche ich:

Ca. 400 gr. Stockfisch
2-3 Schalotten
1/2 liter Milch
2 feste, fast unreife Birnen
Puderzucker
etwas Weißwein
Pfeffer, Fleur de Sel

So sieht das Gericht dann auf dem Teller angerichtet aus:

Die drei Cocktailtomaten sind noch aus dem Glas der eingelegten Tomaten welche ich nach dem Rezept von Tohru Nakamura aus der SZ vor einigen Wochen eingelegt hatte.



 

Stab.- und Jakobsmuscheln aus der Muschelschale

Nachdem ich das Rezept von D. Humm mit den Jakobsmuscheln umgesetzt hatte, konnte ich ein paar Tage später eine eigene Kreation aus Stabmuscheln und Jakobsmuscheln auf den Teller bringen. Neben den Stabmuscheln und je Portion eine Jakobsmuschel kombinierte ch noch etwas Cocktailtomaten, Frühlingszwiebeln und einige Saucenanteile zum Gratinieren hinzu. Je Portion und Muschelschale der Jakobsmuscheln brauche ich folgende Zutaten:

1 Jakobsmuschel ohne Coraille
2 – 3 Stabmuscheln
1- -2 Cocktailtomaten
1/2 Frühlingszwiebel
Zitronensaft, oder das Zitronenpürée von D. Humm,
Olivenöl, Mirin, Sojasauce, Salz und Pfeffer
trockener Weißwein und 2 – 3 Knoblauchzehen.

Zur Zubereitung:

Die Stabmuscheln sehr gut unter fließendem Wasser sehr gut waschen und in einem großen Topf mit einigen El Olivenöl stark erhitzen und die Stabmuscheln mit den zerdrückten Knoblauchzehen darin für 1-2 Minuten kurz anschwitzen, dann mit dem Weißwein ablöschen und nach 2-3 Minuten bei geschlossenem Deckel in ein Sieb abgießen. Die Jakobsmuscheln leicht salzen und pfeffern und in einer schweren Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten. Dann mit den fein geschnittenen Zutaten in die Schale der Jakobsmuscheln legen und die Muschelhälfte mit einem kleinen feuchten Mehlbatzen auf einem Blech so festkleben, das die Muschelhälften nicht mehr umkippen kann. Den Backofen mit dem großen Grill so vorheizen, das bei der Einschubhöhe 2 von oben die Muschelschalen auf dem Blech für 5-6 Minuten fertiggestellt werden können.

Auf dem Teller serviert seht das Gericht dann so aus:
  



 

Stabmuscheln/Schwertmuscheln mit Fenchel

Stabmuscheln, welche auch Schwertmuscheln genannt werden können insbesondere in der Sommerzeit beim sehr guten Fischhändler erworben werden. Dann sind diese besonders saftig und schmecken entsprechend gut, wenn das Rezept paßt. Diesmal wählte ich mir eine Rezeptur von Daniel Humm aus dem Kochbuch des Eleven Madison Park, welches für meine Begriffe ein ausgezeichnetes Rezept ist, wenn auch in der Zubereitung insgesamt ein wenig aufwändig. Das ist aber für ein Dreisternelokal durchaus angemessen. Wie also bereits gesagt, das Rezept im Kochbuch des Eleven Madison Park auf Seite 243 (Abb.), auf Seite 331/332 das Rezept und allen weiteren Zutaten und Rezepturen im laufenden Text und dessen Beschreibung. Wer es ebenso nachkochen wollte, bitte zuerst das gesamte Rezept durchlesen, denn es braucht einige Zeit für die Zwischenkühlung im Kühlschrank. Am Vormittag werden also alle weitere Zutaten auf dem Markt besorgt, wie der Fenchel und die weiteren Zutaten, und am Nachmittag geht es dann an die Zubereitung. Ich habe am Marktstand diesmal noch ein kleines Bund Mini-Radieschen erstanden, welche ebenso auf die Stabmuscheln als Dekoration obenauf ihren Platz finden. Im Prinzip ist das gesamte Gericht eine kalte Vorspeise, welche aber sicher auch als warm gratinierte Variante unter dem Grill auf den Teller kommen könnte. Ich habe mir 2 Serviervarianten ausgedacht, wobei die Stabmuscheln immer eine schön dekorative Wirkung auf einer langen Platte erzielen, aber sicher auch gut wirken auf einem großen Teller von Stefanie Hering aus der Serie Ocean. So sehen dann meine Dekorationsvorschläge aus:

  



 

Kalte Udon Nudeln mit Meeresfrüchten

Aus dem Buch „Japan“ Kochkunst für Feinschmecker habe ich mir am Wochenende ein Rezept ausgesucht, welches von Minoru Odajima stammt und eine feine schnelle Sache ist für ein wunderbares Zwischengericht. Udon Nudeln sind ganz aus Weizen hergestellt, recht dick und weiß, und man kann sie beim Japanladen entweder vorgekocht oder auch getrocknet kaufen. Die Meeresfrüchte dazu besorge ich mir dann am liebsten bei meinem Fischgeschäft Poseidon in München am Viktualienmarkt, wo ich eben auch kleinere Mengen an Muscheln etc. erhalten kann. Alles weitere an Gemüse dann am Marktstand und dann kann die Vorbereitung für den Teller bereits beginnen. Es müssen aufgrund der unterschiedlichen Zutaten wie Gemüse, Meeresfrüchte und die Nudeln ein paar diverse Kochgefäße dazu herangezogen werden, aber das Resultat entschädigt dafür dann auch wieder. Je nach Menüfolge ist es hier dann auch möglich die diversen Zubereitungen immer wieder zwischen den anderen Gängen und Zubereitungen herzustellen, denn dieses Gericht wird kalt serviert. Sind dann alle Zutaten für dieses Nudelgericht soweit fertiggestellt, kann es mit dem Anrichten losgehen. Ich habe mir dazu natürlich wieder einmal eine Porzellanschale von Hering-Berlin aus meinem Bestand ausgesucht, die mit den Quallen aus der Serie Ocean. So sieht das dann aus:

Umi no sachi no udon pasta, so der japanische Titel des Gerichtes übersetzt.



 

Thunfischtatar auf Daikon und wilder Spargel

Ich wollte mal wieder nach der Winterzeit mir eine Variante von Thunfisch zubereiten, welche in einem Tatar auf Daikon (weißer Rettich) mit wildem Spargel endete. Thunfisch in Sushi Qualität beim Fischhändler besorgt, alle weiteren Zutaten wie den Daikon und die weiteren Gemüse auf dem Markt bei meinem Markt-Händler besorgt, und dann abends entsprechend der Vorbereitungszeit die Vorbereitungen beginnen.

Zutaten für ca. 2 Personen:
200 – 250 gr. Thunfisch
1 Schalotte
1 Daikon (weißer Rettich)
1 Frühlingszwiebel
weißer Pfeffer
Thymian, glatte Petersilie
Ein paar Tropfen von Limonen oder Zitronensaft
1 El Mirin

Für die Vinaigrette:
Olivenöl, Traubenkernöl
heller Essig
Salz / Pfeffer
Limonensaft je nach Geschmack
1 Messerspitze Kurkuma

Zubereitung:
Bei Tatar ist es immer eine zwiespältige Sache, wenn man an die Zubereitung geht. Schneiden sollte man, insbesondere bei einem so weichen Fleisch wie dem Thunfisch die Stücke möglichst kalt, so das die Stückchen nicht zu sehr auf dem Schneidebrett davonlaufen. Andererseits wäre das Tatar auch direkt aus dem Kühlschrank wieder zu kalt um direkt serviert zu werden. Also den Thunfisch möglich kalt aus dem Kühlschrank oder auch schon leicht angefroren auf das Schneidebrett und in die entsprechend richtig großen Stücke wie ca. 1,5-2 mm Größe schneiden. Dann mit dem abgezupften Thymian, dem weißen Pfeffer mischen sowie die Frühlingszwiebeln sehr fein schneiden und für ca. 15 – 30 Minuten marinieren lassen.
Dann parallel den Daikon auf einem Gemüsehobel in ganz dünne Scheiben hobeln, auf einem Teller für das spätere Gericht die Scheiben platzieren und leicht mit Salz oder auch Fleur de Sel bestreuen. Dann sollte aber spätestens nach 10 Minuten angerichtet und serviert werden.
Dann kommt die Vinaigrette an die Reihe.
Hier kann man je nach eigenem Geschmack, oder auch je nach ausgewähltem Wein einige Variationen einbauen, so das das Gesamtgeschmackserlebnis entsprechend passend ist. Ich verwende bei diesem Thunfischtatar ein bestes Olivenöl und Traubenkernöl wo ich hier eine kleine Variante mit dem Gewürz Kurkuma als Farbe mit einbaue.
Zum Schluss das Tatar noch mit dem Limonensaft abschmecken und mit Hilfe eines Metallrings auf dem Teller in der Mitte platzieren und die hier verwendeten wilden Spargel mit dem Petersilie auf dem Teller dekorieren.



 

Pastinaken-Birnen-Suppe

Diese Rezept mit dem Herbst/Wintergemüse Pastinaken stammt aus dem neuen Buch von Daniel Humm „I love NY“. Ich will in diesem Fall nicht das ganze Rezept beschreiben, welches im Buch auf Seite 304 gut nachzulesen ist, aber dafür das begleitende Vanille-Mandel-Öl, welches eine wunderbare Beigabe zu einer solchen geschmacklich abgerundeten Suppe darstellt, und noch die diversen Geschmacksrichtungen in der Suppe hervorheben kann. Dazu habe ich mir einen etwas gealterten weißen Tropfen vom Weingut Gauby aus 2007 aus dem Keller geholt.
Zu dem Mandel-Vanille-Öl braucht man 50 ml Mandelöl (welches ich bei uns nur im Reformhaus gefunden habe) und 1/2 der Länge nach aufgeschnittene Vanilleschote bester Qualität. Das Öl und die Vanilleschpte in einen kleinen Topf geben und auf 90 Grad erhitzen. Dann erkalten lassen und und abgedeckt bei Zimmertemperatur 24 Std. ziehen lassen. Dieses Öl hab ich dann in ein kleines Sojakännchen gegeben, womit man diese Flüssigkeit wunderbar dosieren kann.
Die Kombination der Pastinaken mit den Birnen ergibt schon einen kräftigen und erdig dichten Geschmack, der dann mit der Zugabe des Mandel-Vanille-Öls erst so richtig an Finesse gewinnt. So hab ich das dann auf den Hering Teller angerichtet:

Und am Tag darauf gab es die Suppe nochmals ergänzt durch etwas eingelegten Daikon (weißer Rettich).
  
Hier noch der dazu von mir ausgewählte Weißwein aus dem Languedoc-Roussillon Gebiet, genauer gesagt aus der Ortschaft Cale vom Weingut Gauby. Diese heiße Region bringt mit seinen zum Teil alten Reben sehr kräftige und intensive Tropfen hervor, die zu so einer geschmacksintensiven Suppe bestens passen.

Domaine Gauby, Vieilles Vignes, 2007 aus Calce.
Ein Cuvée aus:
40% Macabeu
30% Grenache blanc
5% Carignan blanc
10% Grenache gris
15% Chardonnay
Der Wein wird nicht geschönt und nicht gefiltert.