Alle Beiträge von Olaf Hoffmann

Pfirsicheis mit Mieze Schindler Erdbeeren

Das Pfirsicheis hatte ich schon vor ein paar Tagen am Wochenende hergestellt, da sich dieses ja im Kühlfach für einige Zeit halten läßt. Der Frühsommer bringt auf dem Markt schon gute Früchte aus dem Süden Europas. Zu Herstellung brauche ich ein Grundrezept Vanilleeis und ergänze dieses mit dem Pfirsichmus. Zum Grundrezept Vanilleeis brauche ich folgende Zutaten:
1/4 l Milch
250 ml Sahne 100 gr. Zucker
1 Prise Salz
2 Vanilleschoten
4 Eigelb, 2 Eier
Zubereitung:
Milch, Sahne, 50 gr Zucker, Salz und aufgeschnittene Vanilleschoten vorsichtig aufkochen. In einer Schüssel die Eier mit den restlichen Zucker cremig rühren und die aufgekochte Vanillesauce darunterrühren.
Für die Pfirsichmousse brauche ich:
250 gr. Pfirsichpüree
50 gr. Zucker
4 cl Pfirsichlikör
1 El fein gehackte Melisse oder Minze
Die fein. pürierten Pfirsiche koche ich in einer Kasserolle für 2-3 Minuten vorsichtig auf und lasse die Masse erkalten. Dann rühre ich die Likör und das Grünzeug darunter und gebe diese fertige Mousse zum Grundrezept Vanilleeis, wie oben beschrieben.
Dieses Dessert wir aber erst durch die weiteren Zutaten der Mieze Schindler Erdbeeren und einer eingekochten Sauce interessant. Hier eine kurze Beschreibung zu dieser Erbeersorte:
„Mieze Schindler wurde in Dresden gezüchtet. Prof. Otto Schindler aus Pillnitz, der erste Direktor der Höheren Staatslehranstalt für Gartenbau in Dresden, hat sie 1925 gezüchtet und nach seiner Frau »Mieze« benannt.“
Für mich ist diese Erbeersorte eine stark aromatische, welche sehr nach Walderdbeeren der ganz kleinen Sorte schmeckt. An diesen Erdbeeren gibt es aber so gut wie keine hellen Stellen, und die Früchte sind sehr gut durchgereift. Diese Sorte ist selten zu bekommen, da sie bei uns kaum noch angepflanzt wird, denn die Erträge sind recht gering pro Pflanzenertrag.
Für die Sauce habe ich einfach etwas roten Portwein in eine kleine Sauteuse gegeben, vom gerade geöffneten Rotwein hinzugegeben und koche diese so stark ein, bis es eine cremige Flüssigkeit ergibt. Je nach Geschmack kann man auch noch etwas dunklen Aceton Balsamico hinzufügen, was die Sache geschmacklich noch stärker an die Erdbeeren heranführt. Schließlich sieht das auf dem Teller dann so aus.

 


Mmmm!


 

Rehrückenfilet mit Petersilienwurzelmousse, Birne und Perlzwiebeln

Im Sommer hängen an den Wildgeschäften m Viktualienmarkt die Schilder mit diversen Wildangeboten aus, welche alle Variationen von Reh, Hirsch oder auch Wildschwein anpreisen. Ich suchte mir mal wieder ein Rehrückenfilet Rezept heraus und kombinierte diesen mit einer Mousse aus Petersilienwurzel, ein paar Scheiben einer Birne und noch ein paar Perlzwiebeln, di es meist auch nur so im Frühsommer gibt, da diese klein und frisch so geerntet werden. Diese Perlzwiebeln machen eine Menge Arbeit, denn so klein sie eben sind, ist eine Menge an Schälarbeit für eine kleine Handvoll dieser kleinen Zwiebel vonnöten. Ich lege diese zunächst in eine Marinade aus Portwein und Aceton ein, und koche dann die kleinen Zwiebeln in Ihrer Marinade je nach Geschmack und Konsistenz für ca. 15-20 Minuten leicht weich.

Das Fleisch habe ich schon vor gut einer Stunde aus dem Kühlschrank geholt und entferne die letzten kleinen hellen Sehnen vom Äußeren des Filetstückes. Dann mixe ich eine ganze Reihe von Gewürzen im Mörser, welche da wären:
1 El schwarzer Pfeffer
einige Wacholderbeeren
1 El Piment
1 El grobes Meersalz
welche gut zerkleinert werden und später für das Filet eine feine Würzung ergeben, nachdem ich das Fleisch gut mit Olivenöl eingestrichen habe.
Für die Petersilienwurzelmousse brauche ich 2-3 mittelgroßen Wurzeln, 1 Knoblauchzehe, 2 Schalotten, Pfeffer, Weißwein und je nach Geschmack weitere Gewürze, die gerade zur Hand sind.
Dann folgen noch die Birnenscheiben, welche ich aus einer etwas festeren Birne schneide, da diese beim karamellisieren nicht so leicht zerfallen. Birne also gesäubert, aber ich lasse die Schale dran, und schneide mir je Teller ca. 2-3 dünne Scheiben aus der Birne heraus, und steche dann mit einem Kernausstecher die Kerne heraus, wo später die Perlzwiebeln ihren Platz finden werden. Für die Pfanne brauch ich dann noch ein wenig Zucker und ein mittleres Stück Butter, sowie ein wenigWeißwein zum ablöschen.
Sind dann alle Zutaten für das Mis en place hergerichtet, kann ich an die Zubereitung des Gerichtes gehen. Den Backofen auf 190°C aufheizen, eine Sauteuse für das Mousse aufsetzen und die gewürfelten Petersilienwurzel mit den weiteren Zutaten darin für ca. 20 Minuten so weit köcheln, bis ich die Masse mit dem Stabmixer gut zu einem Brei vermengen kann. Nochmals in einem Topf geben und entsprechend mit Wein oder Creme fraîche soweit verfeinern, bis man die richtige Konsistenz erreicht hat. Parallel dazu habe ich die Perlzwiebeln aufgesetzt und sie vor sich hinköchelnd lassen. Dazwischen ließ ich auch noch ein wenig Portwein dazu. Überhaupt konnte das dann auch noch eine weitere Zutat für eine Sauce sein, die ich kurz vor Fertigstellung auch noch aufgesetzt habe, welche aus Portwein, Rotwein und Butter bestand. Dann konnte ich zum Wesentlichen übergehen und das Fleisch, welches ich in Olivenöl geschwenkt hatte und die Gewürze überall rundherum in das Fleisch einmassiert habe, in einer Pfanne mit mit Olivenöl gegeben, sowie parallel die Birnen in einer kleinen Eisenpfanne karamellisieren begann. Je nach Hitze reicht das Fleisch für je 2 Minuten auf jeder Seite anzubraten, und dann für ca. 8-10 Minuten im Ofen fertigzugaren. Herausgenommen wickele ich das Filet in eine Alu-Folie ein und lasse das Fleisch für gute  5 Minuten ruhen, und schneide dann erst die einzelnen Stücke heraus, wenn der Teller schon fast fertig gerichtet ist. Denn of ist es so, das ich beobachte, das die Personen, welche die Teller anrichten das Wesentliche zuerst anrichten, nd somit hier das Fleisch auch als erstes kühler werden kann. Ich streiche also zuerst die Mousse auf, Lege dann die Birnenscheiben auf den Teller, und schneide dann das Fleisch und dekoriere fertig. Bon Apetit!



 

Geburtstagsessen im Sophia’s Restaurant im Charles Hotel München

Im Sophia’s kocht seit einiger Zeit der Chefkoch Michael Hüsken, der schon ganz unterschiedliche Stationen hinter sich hat. Das Lokal im Erdgeschoss gelegen und mit einem Gartenanteil Richtung altem botanischem Garten gelegen wurde vor gut einem Jahr komplett neu renoviert und eingerichtet und macht einen gediegenen Eindruck, welcher ich allerdings auf der Terrasse zum Teil nicht so ganz fortsetzen wollte. Wir hatten an diesem Tag Glück mit dem Wetter, und so gelegten wir einen Tisch im Garten (neben einer versteckten Musikbox). Ich persönlich brauche ja keine Musik zum Essen, denn das ist eine andere Art von Rezeption und Wahrnehmung mit ganz anderen Sinnen.

Nachdem alle Gäste eingetroffen waren gab es erst einmal einen Aperitif in Form eines Glases Ruinart Brut, der den Abend gut beginnen ließ.

Wir wählten alle das Menü und ich wählte zunächst einmal einen Weißburgunder von der Tensta Girlanden zu den ersten Gängen aus. Später folgten dann noch ein Lemberg von Neipperg aus Baden Württemberg, der sich für mich aber nicht so ganz gut zum Fleisch gesellen wollte. Sei’s drum, der Tropfen war trotzdem ganz gut zu genießen und war auch recht schnell weg.

Dann folgte also nach dem Aperitif ein erstes Amuse Geule, welches auch vom Chefkoch M. Hüsken mit serviert wurde, da er mitbekommen hatte, das einer meiner Gäste ein ihm bekannter Sternekoch aus München ist. Es sollte eine fein gebeten Jakobsmuschel sein mit kandierter Tomate, Gurke und einem grünen Mus.

Fein abgeschmeckt, recht vorsichtig und glasig belassen kamen doch ein paar Röstaromen herüber in die Gaumenregion.

Dann sollte es mit der Menüfolge beginnen.

Die erste Vorspeise ein Thunfischtartar mit Avocado, Teigchips und einem Krumple, welches ich nicht so richtig zuordnen konnte. Gut gewürzt und fein abgeschmeckt mit den angebratenen Avocadostückchen.
Zwischengang sollte bestehen aus ein paar kleinen Hummerteigtaschen in einer recht leichten und frischen Sauce der Karkassen, welche von ein paar Rettichstücken begleitet wurden, die eine ordentliche Säure abbekommen hatten. Für sich allein etwas zu sauer, aber im Zusammenspiel der Hummersauce immer wieder interessant zu genießen.

Dann folgte der Hauptgang, wobei wir längst zum Rotwein umgeschwenkt waren und schon gespannt waren auf das Tenderloin Steak mit Süßkartoffelmuß und grünem Spargel. Sehr schöner Garpunkt erwischt und die Beilagenbegleitung machte einen runden Eindruck geschmacklich auf dem gesamten Teller.

Zum Dessert gab es eine Ananasvariation, welche nicht mehr auf der Karte verraten wollte. Das kleine Gebirge auf dem Teller überraschte dann um so mehr, da sich in der Mitte ein Eis mit gewissen Ananasstücken befand, außen waren diverse Schokoflocken bestreut, und oben auf dem Gipfel steckten dünne Schokoplättchen aus Minze oder Macha-Schoko, welches sich sehr gut in die Ananasvariation einfügte.

War für fast alle am Tisch ein gewisses Highlight am Abend, da auch die Überraschung mit der Ananasvariation gelungen war.
Wein war nun alle und wir bestellten noch jeder einen kleinen Abschlußtrunk, wobei dann zum Ende hin noch eine Schieferplatte aufgefahren wurde, die es in sich hatte. Lauter kleine Petit four und Schokoplättchen in weiß und brauner Schoko mit einem Geburtstagsgruß.

So endete der Abend mit einer gewissen Schwere der süßen Sachen und wir konnten gut gespeist sagen, es hat uns mal wieder gefallen einen solchen Abend miteinander verbracht zu haben.
Bis zum nächsten Jahrestag, der „ganz anders“ ausfallen wird.



 

Kimchi, das Nationalgericht der Koreaner aus einem neuen Kochbuch

Diese Kochbuch mit dem Titel „Kimchi die Seele der koreanischen Küche“ ist im Verlag Edition Fackelträger erschienen und ist in deutscher Sprache im Jahre 2016 erschienen.

Ich habe mir also eines der Grundrezepte herausgesucht, welches den Titel „Paechu Kimchi“ Kimchi mit Chinakohl betitelt ist. Da ich in den letzten Jahren zweimal in Korea war, und bei meinem ersten Aufenthalt während eines Workshops mit verschiedenen Designer Kollegen die Gelegenheit hatte viele dieser Kimchi Varianten kennenzulernen, konnte ich auch die diversen Geschmacksnuancen dieser fermentierten Kohlvarianten ennenlernen. Kimchi wird Klassischerweise aus Chinakohl hergestellt und ist bei uns auf dem Markt ohne große Schwierigkeiten zu erhalten. Dazu habe ich mit dieses Mal in einem koreanischen Lebensmittelladen die entsprechende Chiligewürze besorgt und brauche ls für ie weiteren Zutaten folgende Ingredenzien:

2 kg Chinakohl
150 gr. grobes Meersalz

für die Kimchi-Paste:
100 gr. Kochugaru (koreanisches Chilipulver)
300 gr. Lauch, fein gehackt
3 El frisch gepreßter Knoblauch
2 El fein geriebener Ingwer
200 gr. Rettich, geraspelt
1 El Fischsauce
1 El Zucker
1-2 El Salz

Zur Zubereitung:
Den Chinakohl gut waschen und einmal in der Mitte halbieren. In einer großen Schüssel einlegen und mit dem Meersalz so bestreuen und zwischen den Blättern salzen das viel der Kohlblätter Kontakt mit dem Salz erhalten. Mit Wasser auffüllen und über Nacht bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Vorsicht mit dem Wasser, denn der Chinakohl quillt leicht mit dem Einsatz des Salzes.

Dann wird der Chinakohl am nächsten Tag gutabgewaschen und vom Salz befreit, so das der Kohl mit der Kimchi-Paste eingelegt werden kann. Die Zutaten der Kimchi-Paste vermengen und dann mit den halbierten Kohlköpfen so vermengen, das möglichst alle Blätter in Kontakt mit der Paste kommen. Jetzt nicht nervös werden, denn je nach Außen- bzw. Zimmertemperatur kann jetzt der Fermentierprozess einige Tage, aber auch Wochen dauern. In Korea wird dieser Vorgang Klassischerweise in großen Tongefäßen vollzogen, die Auf den Vordächern der Häuser stehen. Das sieht dann so aus:

Bei warmer Außentemperatur sehe ich nach 2-3 Tagen, das sich der Kohl merklich in seinem Volumen verkleinert und die Struktur durch die Fermentieren hier zusammenfällt. Das ist im Prinzip der Zustand der Fertigstellung des fermentierten Chinakohls der dann kleingeschnitten werden kann, und in geschlossenen Behältern im Kühlschrank für einige Monate aufbewahrt werden kann. Sollte die Kimchi-Paste zu scharf ausfallen, kann man den Anteil an Chilipulver reduzieren, oder nach Fertigstellung den Kohl leicht abspülen. In Korea gibt es außerdem spezielle Kühlschränke,welche ausschließlich für die Aufbewahrung von Kimchi in den Wohnungen oder Kellern stehen, und wo jederzeit sich von diesem eingelegten Kohl genossen werden kann. Diese Variante mit Cili ist nur eine der  vielseitigen Möglichkeiten Kimchi zu fermentieren, denn in Korea habe ich weißen, grüne und wie hier auch roten Kimchi zu allen Tageszeiten gereicht bekommen.
So sieht das dann auf dem Teller aus, was jederzeit zu vielen asiatischen Gerichten paßt.

durchaus zu vergleichen mit unserem Sauerkraut, da sich der Fermentiervorgang gleicht, wenn ich nicht identisch ist.



 

Geburtstagskringel (Brezel) mit Safran, Mandeln und Rosinen

Bei uns zu Hause, bei 4 Jungs und den 2 Eltern, gab es jedes Jahr in der Kinder- und Jugendzeit in jedem Jahr 6 mal diesen Geburtstagskringel aus Hefeteig gebacken und auf dem Geburtstagstisch mit Kerzen versehen. Da passte dann immer der Spruch „Safran macht den Kuchen Gel“, was auch sehr treffend stimmte, welches auf den nächsten Fotos zu sehen ist. Für einen großen Kringel, ausfüllend für ein großes Blech, brauche ich folgende Zutaten:

1 kg Mehl von der Sorte 505
1/2 l Milch
1 gr. Safran (ausnahmsweise gemahlen)
1/2 Glas Wasser
50 gr. Hefe (was definitiv zu viel ist, also ca. die Hälfte)
1 Tl Salz
150 gr. Butter
150 gr. Zucker
100 gr. Korinthen, Sultaninen
3 Körner Kardamom zermartert
die Schale von 1/2 Zitrone
50-100 gr. Mandelsplitter
50 gr. Mandeln zum belegen
1 Eigelb zum bestreichen

Die Zubereitung:
Ich starte mit dem Hefeteig einem ich das Mehl in eine große Schüssel gebe und di Milch leicht erwärme und diese dann mit der zerbröselten Hefe in der Mitte leicht vermache und die Schüssel mit dem Vorteil an einem warmen Ort für ca. 30 – 60 Minuten gären lasse.

Dann gebe ich nach der Gärzeit alle Zutaten bis auf das Eigelb und die Mandeln zum Belegen in die Schüssel und rühre/vermixe alle Zutaten zu einem halbfesten Hefeteig der für nochmals mindestens 2 Stunden gären muß. Vorsicht bei zu großer Wärme, denn der Teig kann besonders gut aufgehen. Siehe Foto oben. Nach dieser Reifezeit des Hefeteigs mehlige ich die Arbeitsfläche leicht ein und wirke den Teig nochmals leicht durch und forme diesen zu einer großen Brezel, welche ich auf ein gut eingefettetes Blech setze

Dann wird dieser Teig mit einem Eigelb bestritten und die Mandel darauf gesetzt, bzw. eingedrückt. Den Ofen auf ca. 180 °C aufheizen und dann für ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene ausbacken. Nach ca. 15 Minuten die Temperatur auf ca. 160 °C reduzieren und je nach Fortschritt des Backzustandes den Kuchen aus dem Ofen nehmen.

In diesem Fall war klar, das ich zu viel Hefe verwendet hatte und dadurch die Brezelform sich nicht mehr wirklich auf dem Blech abbildete. Nach dem Abkühlen unter einem Geschirrhandtuch kann man diesen feinen Geburtstagskuchen ich schon mal anschneiden.
Der Safran schmeckt heraus, und sonst sind auch alle Zutaten im Teiggemenge recht ausgewogen vermengt. Das Anschnittbild zeigt einen lockeren Kuchen, der auch ausgezeichnet schmeckte.



 

Athen/documenta14 – der fünfte und letzte Tag

An einem Montag haben auch in Athen die meisten Museen geschlossen und so hatte ich an diesem letzten Tag wenig Gelegenheit die Locations der documenta14 zu besuchen, denn es gab nur 2 oder 3 Orte welche aber zum Teil an diesem Tag nicht bespielt wurden.

So machte ich mich zunächst in die gleich in der Nachbarschaft meines Hotels gelegene Markthalle auf, wo ich am ersten Tag schon einmal kurz durchgegangen bin, und wirklich faszinierend rurale Marktbetriebe entdeckt habe. Die Markthalle funktioniert noch wirklich wie ein täglicher Markt der morgens früh die Ware anliefert, und abends, insbesondere die Fische auch verkauft sind.

Frisch auf Eis gebettet sind alle Waren direkt zu beurteilen und nur die Metzgereien haben inzwischen ihre Waren zum Teil hinweglas in gekühlten Vitrinen etwas verborgen.
Die Markthalle besteht aus einem großen hohen Mittelschiff, und seitlichen 2 kleineren Seitenschiffen, wobei hier auch eine Eisenkonstruktion zugrunde liegt.

Das Mittelschiff mit Licht von oben und einer guten Belüftung.

Eines der Seitenflügel, wo die Fleischstände untergebracht sind.
Mittags ging es dann noch in ein Lokal Namen „cookoovaya“, welches ich per Pedes in Richtung Osten erreichte und hier um 13 Uhr mal wieder der erste Gast war. Fast mitten in einem Wohngebiet mit diversen anderen Lokalen außenherum hätte man auch auf der Terrasse vor dem Lokal Platz nehmen können, jedoch war das Wetter zu schlecht, und die weißen Tische und Stühle standen nur undekoriert herum. Ich ging hinein und konnte mir einen Tisch aussuchen, wobei ich gegenüber einem langen Tresen Platz nahm, wohinter ein Teil der Küchencrew schon fleißig wergelte. Ich bestellte mir Vor- und Hauptgericht wobei ich gespannt auf das Rindertartar am Montag war, denn auch hier in Athen haben die meisten Restaurants am Montag geschlossen.

Auf einem großen schwarzen Chip, wohl mit Sepiatinte durchgefärbt, kam das etwas wenig angemachte Tatar daher. Oben auf noch 3 Käsechips und ansonsten insgesamt recht schmackhaft von der Fleischqualität.
Zum Hauptgang hatte ich eine Ente bestellt, welche sehr stark angebraten war und in einer Art Sauce aus Kastanien, Thunfisch, Pfeffer schwamm.

Von der Fleischqualität recht ordentlich, aber insgesamt wohl zu lange gebraten und dann zu schnell und heiß aufgewärmt.
Das wars dann mit Athen. zum Abschluss nochmals das Bild der Akropolis bei Nacht von der Hotelterrasse aus:



 

Athen/documenta14 – der vierte Tag und Vintage Weinbar

Es ist inzwischen Sonntag an meinem vierten Tag in Athen und ich habe bereits die meisten Museen mit Ausstellungsprojekten der documenta abgeklappert, welche ich sehen wollte. So machte ich mich auf einen besuch eines Museums auf den Weg den ich bereits vor vielen Jahren einmal gegangen bin und besuchte das Kykladen Museum eines privaten Sammlers und Sensors dieses Museums, was wieder sehr interessant sein sollte. Überrascht wurden die Athen Besucher allerdings von einem starken Regenschauer und Gewitter, der auch mich heftig erwischte und ich mußte zurück ins Hotel um mich umzuziehen und mit trockenen Klamotten weiter auf meine Tour zu gehen.

Von dort aus erkundete ich noch einen weiteren Park eines der Museen, wo Künstler eine Klanginstallation für die Zeit der documenta14 aufgebaut hatten, und da trotz des recht nahen und lauten Straßenverkehrs die Parkruhe nicht ganz zu genießen war, konnte man den Klängen der diversen Lautsprecher immer wieder in den verschiedenen Ecken der bepflanzten Ecken lauschen.
Insbesondere aber wollte ich an diesem Abend in die Vintage Bar, die auch am Sonntag ab 18 Uhr geöffnet hatte, und so schlenderte ich, da in Fußmarschnähe, so kurz nach 18 Uhr Richtung der Bar wo gerade mal 2 Japaner in die Karte vertieft waren. Ich wurde vom Personal gleich wieder erkannt und konnte mir einen Platz aussuchen.
Warum zeige ich hier diesen Titel der Weinkarte? Seit 2 Jahren hat diese Weinbar im Zentrum von Athen geöffnet, und wenn man sich die gesamte Karte so durchblättert kann man doch einige sehr interessante Posten – aus der ganzen Welt entdecken. Preislich durchaus angemessen aber der Clou an der Sache liegt an einem heute auf dem Markt befindlichen technischen Gerät, welches es erlaubt alle Weine, die getrunken werden wollen, glasweise wie angekündigt, auszuschenken. Das Gerät heißt „Coravin“ und ist technisch gesehen eine Apparatur mit einer dünnen Edelstahlnadel, die durch die Kapsel und den Korken geführt werden kann, und die entnommene Menge an Wein mit einem neutralen Gas namens Argon wieder aufgefüllt wird. Und das wird in dieser Bar wohl recht erfolgreich praktiziert.
Ich bestelle mir also eine Vorspeise und einen Hauptgang, da ich mehr erst auf die unterschiedlichen Wenn lege die ich heute Abend so verkosten möchte.

Vorspeise sollte ein Wildkräutersalat mit dünnen Pastaplatten dazwischen sein, welcher fein abgeschmeckt war und einen guten Start in den Reigen der flüssigen Ingredenzien bildete.

Als Hautgang gab es dann ein Stück von der Lammkeule ohne Knochen, welche perfekt abgeschmeckt und wunderbar rosa gegart war.
Zu den Weinen:

Der erste weiße war ein Cuvée aus 30% Semillon und 70% Acintiko, (wenn ich das richtig geschrieben habe?), us 2016 und konnte recht gut überzeugen. Feine Säure und gut abgerundeter leichter Schmelz, der sich im Abgang fortsetze. (16/20). Dann machte ich bereits mit den roten Sorten weiter, denn mit Weißweinen ist es in Griechenland nicht so wirklich prickelnd. Ausnahmen bestätigen die Regel

Dieser Wein aus dem nördlichen Peleponees wird aus der Traube Agiorgitiko gekeltert, welche fast ausschließlich in Griechenland angebaut wird. Der Saft wurde für ein Jahr im Barrique vergoren, was mir das Personal der Vintage Bar berichtete, und ich konnte eine dichte fest und feine Komplexität feststellen, welche mich von der Qualität dieses roten Tropfen doch recht gut überzeugte. Als 2014er paßte dieser ausgezeichnet zu meinem Lamm. (16,5/20)

Dann gab es diesen weiteren roten Traubensaft, welcher mir irgendwie von der Beschreibung durch die Lappen gegangen ist, aber nach meinen Notizen eine tolle Struktur aufwies und die Region Nehme. wie auf dem Etikett zu lesen eine der guten Anbaugebiete auf dem Peleponees wohl sind. (17/20)

Weiter ging es mit einer internationalen Traube – einem Cabernet Sauvignon – aber einem etwas älteren Jahrgang 2006, was insofern auch wieder interessant war, denn wirklich so alt erschien mir dieser Wein im Glas wirklich noch nicht. Gut, 11 Jahre sind kein wirkliches Alter für einen gut ausgebauten CS, aber hier zeigte sich doch noch immer eine klitzekleine grüne Note, woher auch immer, dicht und feine Noten mit sehr guten Nuancen der Frucht und einer feinen Struktur. (17/20)
Und als dann schon alles abgeräumt war wollte ich noch einen finalen Abschlußwein verkosten, der ja auch etwas Besonderes sein konnte, weiterhin gerne von der Griechischen Halbinsel, und so wurde mir etwas präsentiert was wirklich außergewöhnlich für meine Vorstellungskraft war.

Dieser Rotwein aus 1999 vom Weingut Economou mit der Bezeichnung SITIA wird aus 80% der Traube Liatiko und 20% der Traube Mandilaria gekeltert. 2 wieder einmal wohl autochthone Sorten, welche wohl fast ausschließlich hier in Griechenland angebaut werden. In der ersten Nase wirkte dieser Wein für mich wie ein sehr guter Pinot aus dem Burgund. Weiterhin eine sehr feine Kräuterwürze am Gaumen, dicht und mit exzellenter breiter Säuerung ausgezeichnetem Fruchtspiel. Super Abgang und sehr feine dichte Noten. (18+/20) Die Bar-Mitarbeiter berichteten mir, das diesen Weingut die Philosophie verfolgt, das die Weine sehr lange im eigenen Keller befassen werden, und erst in den Verkauf kommen, wenn das Weingut denkt, das die Weine auf dem richtigen Reifeniveau sind. Und das zeigte sich überdeutlich bei diesem 1999er denn das ist derzeit wohl der aktuelle Jahrgang der derzeit verfügbar ist.  TOLL!

Athen/documenta14 -der dritte Tag und Botrini’s

Am dritten Tag in Athen ging es natürlich erst einmal wieder zu den entsprechenden Locations der documenta14 wo es bei mir zunächst einmal zur Academie of Fine Arts ging und weiteren kleiner Ausstellungsorten.

  
Da ich mit weiteren Besuchern zu früh am Platz der Academy eingetroffen war hatte ich die Möglichkeit einige der Grafittis an den Wänden zu fotografieren. Da ein Fest am Abend zuvor dort stattgefunden hatte, sah es recht wild aus so zwischen den Gebäuden, was nicht so wirklich fotogen wirkte. Die Ausstellung war dafür durchaus interessant mit seinen Beiträgen.
Am Abend hatte ich dann nochmals eines der besseren Restaurants in Athen gebucht wasch gleich hier berichten werde. Mittags hatte ich dann wieder einmal das Glück ein kleines Lokal zu erwischen, wo ich mir eine sehr interessante Vorspeise bestellen konnte: Das waren eine Art Cremekügelchen mit Oliven, welche wohl in einer Fritteuse gebacken waren und insgesamt recht gut schmeckten.

Und dann ging es Abend um 20 Uhr ins Botrinis, welches im Nordosten der Stadt in einem Wohngebiet liegt und auch einen schönen Garten hat, aber an diesem Tag zu schlechtes Wetter war, um dort zu speisen.

Drei weitere Gäste standen bereits kurz vor 20 Uhr vor der Tür und wir wurden dann kurz vor Öffnung des Lokals in die Etage eingelassen, wo wir unsere Plätze einnehmen konnten.

Ich hatte fast Schin die Auswahl, und wählte mir den Platz mit Aussucht auf die Küche. Klar, denn da bekommt man am meisten mit, was so in der Küche und im Service passiert. Ich bestellte mir also das Menu „my Origins“ mal wieder mit Weinbegleitung (was mich später wieder reute), welche auf der Karte mit 7 Gängen ausgewiesen wr, was sich allerdings mit weiteren 3 Gängen aus der Küche sehr wohlwollend ergänzt wurde und durchaus auch überzeugen konnte. Das bezog sich aber leider nur auf die Menüfolge und konnte mit der Weinbegleitung zum wiederholten Male leider nicht überzeugen. Ich werde hier nicht die kompletten Titel der Gerichte wiedergeben, weil diese zum Teil sehr ausufernd formuliert worden sind, aber habe von allen Gängen ein Foto und eine kurze Beschreibung. So empfängt mich also der Tisch, welcher dezent reduziert und aufgeräumt dekoriert ist.

Los geht es mit einer Minipizza, welche auf der Speisekarte wie folgt tituliert wird: „Our pizza, travelling from Naxos to Corfu 2015“  Auf einem Cracker wird eine Creme mit weiteren Tupfern von grünem Creme präsentiert was sich insgesamt eher als kleiner Happen zeigt, als wie angekündigt als Pizza. Das Gestell darunter zieht wohl noch mehr seine Aufmerksamkeit auf sich denn hier zeigt die Struktur mehr visuelle Anziehungskraft als das Gericht an sich.

Dann folgt ein weiteres Minigericht welches als „Macaron from wild mushroom, hazelnut and hints of 5 Spikes 2013“ tituliert wird.

Dieses wundervolle Macaron wird in einer Holzbox präsentiert und auf einer Mohnschüttung, welche ich nicht weiter anrühre. Das Macaron ist dafür mit seiner nussigen Geschmacksnouance sehr gut und macht einen sehr guten Eindruck. Dann folgen die Vor- und Hauptgerichte, welche noch von einigen Zwischengängen aus der Küche ergänzt werden. Davor noch eine kleine Vorspeise aus einer Porzellanform in Ei-Größe, wo sich eine feine Creme mit Vanille, Honig und Vermocht befindet. Sehr gelungen und ein feiner Vorgang zu den Hauptgerichten.

Dann folgt der erste Hauptgang mit einem Schwertfisch Carpaccio, welches sich auf einer Glasplatte und einigen süßlichen Früchten wie Weintrauben als ausgezeichnet präsentiert.

Zwischendurch gab es dann immer mal wieder ein weiteren, nicht auf der Karte stehendes Zwischengericht, was sich als ausgezeichnetes Intermezzo zeigen sollte. So hier ein kleines Gericht einer marinierten Sardine mit verschiedenen Kräutern.

Der nächste Gang sollte den Titel „Octopus in his natural Environment 2001“  erhalten und konnte geschmacklich sehr gut überzeugen, wobei die theatralisch Inszenierung schon fast den Focus auf das Gericht fast ganz ausblenden ließ.

Ein hölzerner Kasten mit Sand, Muscheln und verschiedenen Teilen aus den Meeren der Welt wurde aufgetischt, wo sich auf der oben aufgesetzten Glasplatte der angerichtete Oktopus mit einem großen Chip und diversen kleineren Ingredienzien präsentierte.
Dann kam der Hammer des Abends, weil ich fast schon an der Menge, aber auch an der Dichtigkeit der Portion und dem dichten Gehalt von Nudeln, Ente und Trüffeln scheiterte.

Und das war noch lange nicht der letzte Streich aus der Küche für mein Menü. Der tatsächliche Hauptgang wurde wie folgt betitelt: „Organic veal check as a „blanquette de veau“  lost in the Woods 2016″ was sich aus ausgezeichnet gebratenes Kalbsfleischstück präsentierte mit einer kräftigen Sauce mit grünem Pfeffer, wo ein erstes Mal der empfohlene Wein auch wirklich einigermaßen dazu paßte.

Dazwischen gab es auch noch ein kleines Gericht mit einem geeisten Joghurt in der Mitte und ringförmig angeordnet rote Beete, Mohrrüben und Rettich was sich insgesamt sehr gut ergänzte.

Zum Finale gab es einen Pre-dessert, welcher einige weiche Kügelchen in weiß in einer Rosensauce-Flüssigkeit schwimmend zeigte.

Schmeckte insgesamt recht süß pappig, was wohl an der Rosenflüssigkeit lag, war aber sonst von der Konsistenz recht angenehm war.
Als Dessert gab es dann einen sogenannten „Bounty Colada 2012“, was sich als zum Teil frische Joghurtvariante mit grün karamellisierten Blättern darstellte.

Zwischendrin noch eine Praline mit Schokolade, und sonst wirkte dieser Dessert nach der üppigen Speisenfolge etwas zu süß und füllig, was mich auch dazu brachte nur die Hälfte zu verspeisen.
Fazit hier ist für mich insgesamt recht positiv, was sich auf die Speisenfolge bezieht. Leider konnte auch hier die Weinbegleitung nicht überzeugen, was sich durch eine der roten Weine zum Glück ein wenig aufwerten lassen konnte.
Das Restaurant ist durchaus zu empfehlen und erhält von mir eine Bewertung von 16,5/20 Punkten.


 

Athen/documenta14 und der zweite Tag

Am zweiten Tag in Athen ging es also erst einmal zu einigen der wesentlichen Ausstellungsorte der documenta14 welche interessanterweise alle ohne Eintrittsgeld zu besuchen waren. Da waren das National Museum of Contemporary Art und auch weitere kleiner Ausstellungsorte in der Stadt. Angekündigt wurden diese Ausstellungen der documenta14 im Wesentlichen auf Plakaten in Bushaltestellen wie hier zu sehen:

Aber mittags ging ich erst einmal in ein kleines Fischlokal, welches in einer der vielen kleinen Fußgängerzonen nicht unweit mit Museum of Contemporary Art gelegen war.

Das Wetter ließ es gerade noch zu draußen auf der Terrasse zu sitzen und so bestellte ich mir eine Portion Oktopus mit Olivenöl und Knoblauch und zum Hauptgang eine, wie auf der Karte verzeichnet, Brasse, was sich dann wohl aus ausgezeichneter Gebratener Loup de Mer herausstellte.


Beides recht schmackhaft, wunderbar gebraten und für einen fast unschlagbaren Preis, der mich immer wieder in dieser Stadt bei den Mahlzeiten verblüffte. Auf einem weiteren Fußweg noch zu einer anderen Ausstellungsorte Location, und dann sollte es am Abend in ein Sternelokal namens Hydra im Onassis Cultural Center gehen, wo in der Sommerzeit auf der Dachterrasse, welche verschlossen werden kann gespeist wird.
Dort war ich erst einmal etwas zu früh am Ort und konnte mich so ein wenig umsehen, was folgende Impression zeigte:

Reserviert hatte ich hier also auf 21:15 Uhr, was in Griechenland nicht ungewöhnlich ist, denn hier wird auch recht spät gegessen, bzw. die Restaurant öffnen of erst so gegen 20 Uhr Ihre Tore. Vom Restaurant aus, im 7. Stock des Cultural Centers gelegen, hat man auch einen gigantischen Ausblick auf Athen. Und von Innen sieht das dann so aus:

Das Hydra hat einen Michelin Stern und ich wollte eigentlich mehr über das Menü und die Speisefolgen berichten, doch kam es ein wenig anders als ich mir so gedacht hatte. Am Nachbartisch wurde eine e-Zigarette geraucht, was schon etwas irritierend war, und insgesamt muß ich sagen war die Speisenfolge mit der Weinbegleitung recht eigenartig zusammengestellt, so das ich hier nur drei der gereichten Speisen, bzw. deren Begleiter vorstellen möchte. Als einer der ersten Beilagen gab es einen großen grünen Chip, welcher wohl mit Spinat eingefärbt war der geschmacklich recht gut auch noch mit ein paar Saucenklecksen versehen war.

Dann folgte einige Zeit später eine Pilzconsommée mit einer Einige von Schwarzwurzel oder Spargel, welche ausgezeichnet kräftig und gut gewürzt war.

Aber der beste Gang für meine Begriffe war eine Sache, die ch so bisher noch nicht verkosten konnte. Ein frisch gebackenes Brot in Muffin Form, mit einem Schälchen Olivenöl und einem Zweig Oregano darin, welcher mit einem kleinen Häufchen Salz ergänzt war. Das Brot noch gut warm und ausgezeichnet gewürzt konnte wunderbar mit dem Olivenöl und dem Oreganozweig bestrichen werden und dann mit mit Salz abgerundet werden.

Ich hatte mir das 8 Gänge Menü mit der Weinbegleitung bestellt, was mich zwar neugierig gemacht hatte, was sich der als fast kleines Fiasko herausstellen sollte. Die begleitende Weine waren fast alle irgendwie nicht wirklich oder garnicht passend zu den Gerichten ausgewählt, und der Gipfel war dann der süßliche Sekt zum Dessert, den ich dann auch stehen ließ. Aber Schwamm darüber, denn am nächsten Tag hatte ich die zweite Chance in einem weiteren sehr guten Restaurant, was gleich folgend zu berichten ist.


 

5 Tage Athen mit documenta14 und kulinarischen Erlebnissen-der erste Tag

Meine nächste kleinere Reise sollte also nach Athen zum ersten Teil der documenta14 nach Athen gehen. 5 Tage Ende Mai sollten dafür reichen, und im Vorfeld hatte ich mir dann auch gleich einmal 2 empfohlene Lokale per mail reserviert. Das erste Lokal mußte ich allerdings 3 Tage später nochmals buchen, da meine erste Anmeldung wohl nicht eingetroffen war. Nach längerer Anreise vom Flughafen, der recht weit außerhalb Athens liegt, konnte ich den letzten Weg per Pedes zum Hotel zurücklegen, was ich auch gleich, in der Nähe der Markthallen gefunden hatte. Ein wenig frisch gemacht, machte ich mich auf eine erste kleine Tour durch die Strassen der Umgebung, was sich gleich auch als recht interessant herausstellte, denn ich entdeckte eine Weinbar namens Vintage, welche erst 2 Jahre hier geöffnet hatte und fast alle der Flaschenweine auch glasweise anbietet. Möglich macht das heute ein noch nicht so alte Erfindung, wo mit einem Gerät ein ganz dünnes Edelstahlrohr auch Kapsel und Korken gebohrt wird, und die entnommene Menge an Wein mit einem Gas, welches neutral sich dem Wein gegenüber verhält, nachgefüllt wird.
 
Da ich der einzistge Gast um diese Uhrzeit, welche so ca. 17 Uhr war, kam ich mit dem Menschen hinter der Bar ins Gespräch und er konnte mir etwas über griechische Weine erzählen und auch entsprechende Tropfen einschenken.
Zunächst gab es einen weißen aus Santorin vom Weingut Hatzidakis,  – -Weinbeschreibung

Dann gab es einen roten aus 2013, welcher auch mit den typischen Trauben aus Griechenland winifiziert wurde.

Mit diesen ersten Eindrücken von einer kleinen Verkostung gibt es später noch mehr, denn ich wollte dann am Sonntag Abend in die gleiche Weinbar einkehren, um dort dann auch zu essen und weitere griechische Tropfen zu verkosten. Bei meinem kleinen Rundgang um das Hotel herum hatte ich ein kleines Lokal in einem Eckgebäude entdeckt, welches mir sehr interessant erschien. Mitten in dem Lokal befand sich eine Art Metzgerei, wo die Menschen auch einkauften.
  
Also um ca. 19 Uhr direkt dorthin, was sich als vorteilhaft erwies, denn der Andrang auf das Lokal war später am Abend so stark, das die Leute vor der Tür schon eine kleine Schlange bildeten. Ich bestellte mir eine Vorspeise, was sich als überbackener Käse mit Tomaten herausstellte, dann zum Hauptgang, zweierlei Würstchen, welche mit Pitabrot, Joghurt und auch Tomaten serviert wurden, sowie gab es einen kleines Teller Joghurt, der in der Mitte mit karamellisierten Karotten wie ein Spiegelei daherkam. Starten sollte das Abendgericht allerdings mit einem auf einem Papier auf dem Tisch geschmissenen aufgeschnittenem Rinderschinken der ausgezeichnet schmeckte.

Der interessant wirkende Dessert sah dann so aus und schmeckte ebenso recht gut.

Insgesamt war das mit diesem Abendessen schon mal ein abgerundeter erster halber Tag in Athen, der dann bei einem Glas Weißwein auf der Dachterrasse des Hotels endete, wovon man einen einmaligen Blick auf die Akropolis hatte.