Alle Beiträge von Olaf Hoffmann

Schwarzwurzeln mit Sahne Meerrettichsauße

Zutaten für 2 Personen:
2 Stangen Schwarzwurzel
100 ml Sahne
2 El Meerrettich oder 3 cm frisch geriebenen
2 El Zitronensaft plus weiteren Saft
1 Vanillestange
dünn gehobelter Pecorino
10 ml Mirin
Butter zum anbraten

Zubereitung:
Die Schwarzwurzel unterfließend kaltem Wasser waschen und mit dem Sparschäler die dunkle Haut bis auf ein paar klene Augen entfernen. In 2 mm dünne Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit kaltem Wasser und ein wenig Zitronensaft bereitstellen. Butter in die Pfanne, erhitzen und die Schwarzwurzelscheiben mit Salz und Pfeffer darin ca. 8-10 Min. leicht angebräunt anbraten.

Sauße:
Die Sahne mit der Vanillestange erhitzen und ca. 10 Min. leicht köcheln lassen. Mirin, Zitronensaft und Meerrettich zugeben und nochmals leicht aufköcheln. Die Sauße in eine Schüssel geben und im Kühlschrank herunterkühlen.
Schwarzwurzeln_Vanillesauce
Anrichten:
Die Sauße auf dem Teller in einem Halbkreis drappieren. Die Schwarzwurzeln darauf und mit 3-4 Pecorinoscheiben dünn gehobelt servieren.
Einpaar Tropfen bestes Öl passen auch noch ganz gut.
Schwarzwurzeln_Vanillesauce_Detail


 

Weinreise Ribera del Duero, der zweite Tag

Erkundungstour ins Ribera del Duero im November 2015

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Finca Valdueres
Das Weingut wurde 1984 gegründet von einem Ingenieur aus Madrid. 2000 wurde dann das Weingut so radikal umgebaut, das es das heutige Gesicht erhalten hat. Es wurde ein Teil des Berghangs abgebaut, mit 3 U-Bahn Röhren versehen, und der Berg anschließen wieder daraufgesetzt, und mit Weinreben bepflanzt, so das man heute von außen nichts mehr von den Röhren sieht. Um so imposanter die 3 Kellerröhren innerhalb des Berges.
Valduero_1blick
Heute werden 200 ha Wein im Ribera del Duero bewirtschaftet, und 20 ha mit Albia (weiß) nördlicher außerhalb des Ribera. Die beiden Töchter des Ingenieurs bewirtschaften heute das Weingut. Nach einer kurzen Besichtigung ging es in das oberhalb gelegene Haus, wo im Hauptraum eine wunderbare Panoramasicht über das Tal zu entdecken war. Die Weine konnten wirklich überzeugen und lagen in meiner Bewertung in der oberen Mittlklasse (16 – 17)

Casajus_Logo
Dann ging es in der gleichen Ortschaft am Vormittag zum Weingut Casajus. Ein kleineres Familienweingut, wo wir zum ersten Mal auf nur spanisch sprechende Menschen trafen, es aber trotzdem eine ganz gute Verständigung gab. Das Weingut bewirtschaftet 20 ha, baut nur Tempranillo an und die Spitzenweine werden im Barrique ausgebaut. Wir verkosteten die angebotenen Weine im Keller, welcher ebenerdig neben dem Wirtschaftsgebäude steht, und angesichts des Platzmangels vollgestellt war mit Fässern, Gitterboxen unettiketierter Weinflaschen und neuer Barrique Fässer. Um so überzeugender konnten die Weine uns gut munden und sie lagen fast alle im oberen Mittelbereich der Klassifikationen.

Cillar_de_Silos_Logo
Weiter ging es zum Weingut Cillar de Silos.
Cillar_de_Silos_Kellerkamine
Bei Cillar de Silos werden 5 verschiedene Weine produziert. Abgefüllt in jedem Jahr in 300 Tsd. Flaschen, und auf 68 ha Weinbergen angebaut. Von 20 ha Weinbergen werden noch die Trauben zugekauft. Begonnen hat es im Jahr 1970 wo noch Trauben ausschließlich zugekauft wurden, und 1994 konnte dann in Eigenproduktion weitergearbeitet werden. Da dieses Weingut bereits recht früh in dieser Gegend vom Ribera del Duero begonnen hat, können einige interessante Weinkeller im Untergrund der Ortschaft zum Weingut gezählt werden. Die natürliche Belüftung passiert über gemauerte Kaminschlote, welche mit kleinen Lüftungslöchern versehen sind und somit die zum Teil mehr als 20 Meter tiefen Keller natürlich belüftet werden können.

Pedrosa_Weine
Ein letzter Besuch an diesem Vormittag bei Vina Pedrosa.
Wir waren pünktlich zum ausgemachten Termin im Weingut, aber unser Kontakt ließ auf sich warten. Es wurde nach der Person intensiv gesucht, und dann hieß es die vorhergehenden Besucher hatten sich um eine Stunde verspätet, so das wir da standen wie nicht abgeholt. Dann bemühte sich eine weitere Person aus dem Sekretariat um uns und fand den Kellermeister, der etwas in Absprache mit der anderen Person uns begann ein paar Weine einzuschenken, und gewisse Erklärungen dazu zu geben. Es gab also 3 verschiedenen Weine zu verkosten, welche sich vom Crianza  bis zum Gran Reserva steigerten. ordentliche Qualität der Weine, und das kam die Kontaktperson, aber furios. Ein Redeschwall, mit vielen Entschuldigungen, nicht zu bremsen, und in einer Tonlage als sei man im Klassenzimmer unter 40 Schülern einer Grundschule verlorengegangen. Hier mußte konstatiert werden, das man zwar mit Terminproblemen kämpft, aber der Service dazu konnte nicht überzeugen.

Dagegen wurde es am Nachmittag um so interessanter.
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Der erste Termin konnten wir bei Pago de los Capellanes wahrnehmen, welcher sich bereits von der Architektur des Weingutes als sehr interessant anließ.
Pago_de_los_Capellanos_ausblick
Eine großzügige Anlage begrüßte uns, wo wir keinen Menschen zunächst sehen konnten. Dann öffnete sich aus einem etwas älteren Gebäude eine Tür und einige Personen gingen wohl in Ihren verdienten Feierabend. Eine Person darunter die wir dann als Kontaktperson ausmachten und er uns nach einer kurzen Weine aus dem Inneren des „Palastes“ wieder entgegenkam und die großen Glastüren öffnete. Der erste Teil des Weingutes wurde im Jahr 1996 gebaut, und in 2010 konnte sich das Weingut den weiteren „Palast“ als Anbau zu dem bestehenden Gebäude hinstellen. Heute werden auf 120 ha 800 – 900 Tsd. Flaschen hergestellt.
Pago_de_los_Capellanos_keller
Es gibt einen Filmvorführraum, und sonst ist das gesamte Interior sehr großzügig gehalten und auch beeindruckend. Wir verkosteten 2 Weine, welche sehr gut überzeugen konnten. Ein Highlight an diesem Tage.

aster_Keller
Zum Abschluß des Tages ging es zum Weingut áster.
aster_Flasche
Das Weingut ist eine Gemeinschaftsgründung von drei Weingütern aus dem Rioja die sich im Ribera del Duero ein Art Gästehaus mit Weingärten rund ums das Haus errichtet haben. Im traditionellen Stil erbaut bietet áster in einer wunderschönen Lage einige Gästezimmer zum entspannen und ausruhen. Auf 87 ha werden die Weine angebaut und im Gebiet hier nur aus der Traube Tempranillo vinifiziert.


 

Weinreise Ribera del Duero, der erste Tag

Karte_RiberadelDuero

Erkundungstour ins Ribera del Duero im November 2015

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René und ich beginnen am ersten Tag mit dem recht großen Weingut Emilio Moro, welches ausschließlich Tempranillo anbaut, was für die allermeisten Weingüter hier in der Region Ribera del Duero zutrifft. Weiße Trauben sind im Ribera del Duero nach dem Weingesetzt nicht zugelassen, und rote dürfen max. 5% andere Sorten zugesetzt werden wie Merlot, Cabernet Sauvignon. Somit werde ich bei der weiteren Beschreibung der Weine nur selten auf die Traube eingehen, da diese meist 100% Tempranillo ist.
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Bei Emilio Moro verkosten wir 4 Weine, wobei der Spitzenwein mit seinen 98 € Marktpreis am ehesten überzeugen konnte. Die anderen lagen so im Mittelfeld der gesamten Verkostungen dieser vier Tage.

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Dann ging es weiter zum Weingut Aalto.
Der Name ist abgeleitet vom großen Architekten Alvaro Aalto, was sich auch in der Architektur des Weingutes regelrecht widerspiegelt.
Gegründet 1999 von Mariano Garcia, welche vorher bei Vega Sicilia als technische Direktorin gearbeitet hatte. Der erste Weinjahrgang wurde aus dem Jahr 2005 auf den Markt gebracht und es werden derzeit nur 2 verschiedene Weine hergestellt. Das sind ein Aalt und ein Aalto Pièce. Der Aalto wird von 40 – 60 jährigen Reben geerntet und der Aalto Pièce von 80 – 90 jährigen Reben. Derzeitige Produktion 250 Tsd. Flaschen Aalto und 10 Tsd. Aalto Pièce. Das Weingut hat 42 ha eigene Weinberge und verarbeitet von weiteren ca. 68 ha die Trauben für Ihre 2 Weine. Das Weingut liegt weit hinten in einem offenen Tal, wo derzeit eine richtig große Baustelle vorzufinden war, denn es wird kräftig am Weingut gebaut und erweitert. 70% der Weine gehen in den Export.
Aalto_Flaschen
Wir verkosteten 4 Weine, je 2 mal 2013 und 2012.
Insgesamt lagen die Weine im oberen Qualitätssegment, wobei mich der 2013er Pièce mit 17-18 Punkten am besten gefallen konnte.

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Und weiter ging es zu Villacreces.
Bei einer Bodegasgröße von 110 ha werden hier auf 64 ha Wein angebaut. Insgesamt werden 16 verschiedene Parzellen bewirtschaftet, welche auch separat vinifiziert werden und dann nach der Faßlagerung cuvetiert.
Finca_Villacreces
Hier wird beispielsweise der Pruno mit 90% Tempranillo und 10% CS hergestellt.
Wir verkosteten insgesamt drei Weine, wobei der Spitzenwein Nebro aus 2009 gerade einmal zu gefüllten 2304 Flaschen reichte.

Tabula_Fasskeller
Ein ganz anderer Betrieb ist das Weingut Tabula.
Ein sehr nüchtern wirkender Zweckbau im Tal, inmitten von Weinreben, Das Weingut hat erst 2002 mit der Arbeit begonnen und bewirtschaftet heute 30 ha eigene Weinberge und kauf von 25 ha Anlagen die Trauben zu. Es werden gesamt 5 verschienen Weine hergestellt, wovon wir drei verkosten konnten. Es werden gesamt 500 Tsd. Flaschen erzeugt, was bei der Größe des Zweckbaus erstaunlich war, wo denn die Fäßer und Barriques alle Platz finden sollten. Generell werden hier aber mehr Weine für den baldigen Verbrauch erzeugt. Der Spitzenwein Tabula 2012, welchen wir verkosteten wurde von mir mit 17+ bewertet.

Arzuaga_fass
Dann steuerten wir einen etwas protzigen Betrieb an, Bodegas und Spa Arzuaga, der sich auf unseren angekündigten Besuch nicht so richtig einstellen konnte. Angeschlossen an das Weingut ist hier auch ein mittelgroßes Hotel, ein großes Restauran und ein SPA, wo Kuren mit Wein verabreicht werden können. Hier ist man eher auf große Besuchergruppen eigerichtet, was auch während der kurzen Besichtigung zum Ausdruck kam. Wir konnten drei Weine verkosten, welche ordentlich daherkamen und mittlere Qualität zeigten. Die pseudotraditionelle Architektur wurde 1990-94 erstellt, wobei das SPA Hotel erst 2009 dazugekommen ist. Es werden heute auf 150 ha Wein angebaut.

Tinto_Pesquera_Flasche
Zum Abschluß des Tages ging es zu Pesquera.
Der Gründer von Pesquera, Alejandro Fernández, begründete sein erstes Weingut hier im Ribera del Duero im Jahre 1972. Später kamen dann noch die weiteren Weingüter Condado de Haza, auch im Ribera del Duero, und das Weingut El Vinculo in der La Mancha dazu. Auf Pesqwuera werden heute ca. 900 Tsd. Flaschen erzeugt. In der Gruppe Pesquera 2 Mio. Wir konnten uns auf einer kleinen Tour das Weingut ansehen und zum Abschluß auch 2 der jüngeren Weine verkosten. Ein Tinto Pesquera 2012 war auch dabei, wofür Pesquera seinerzeit einmal berühmt geworden ist, da es sich um einen 100% Tempranillo handelt, was bis dahin kaum einer der Winzer so auf den Markt gebracht hatte. Ein sehr schöner Tagesabschluß, was sich aber gleich am nächsten Tag kräftig steigern sollte.


 

Kleine Weinverkostung Tenuta Lageder bei Bergwein in München

Bergwein_Logo
Heute am Spätnachmittag ging es mal wieder zu Bergwein und dort zu einer Verkostung von Weinen der Tenuta Lageder aus Südtirol. Auch dieses Weingut hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und ist enorm groß und vielseitig geworden. Das Weingut Lageder ist heute als biodynamisches Weingut zertifiziert und vermarktet inzwischen 1,5 Mio. Flaschen jedes Jahr. 80% davon sind aus weißen Trauben, und 20% aus roten Trauben gekeltert. Lageder kenne ich bereits seit vielen Jahrzehnten, denn im Poseidon gab es bereits vor über 30 Jahren einen der Weißweine, ich glaube es war der Sauvignon Blanc, der im Bistro zu den Fischgerichten recht passend ausgeschenkt wurde. Ich war mal wieder recht früh zugegen, so das noch nicht so viele Personen anwesend waren. Angeboten wurden heute 2 weiße und drei rote Weine. Schade, denn das spiegelt nicht wirklich wider, was die Tenuta so insgesamt im Angebot hat. Ein ausliegender Prospekt reiht insgesamt 34 verschiedene Wein auf.
Also dann, ran an die Flaschen und die Reihe beginnt mit
Weine_Bergwein_Lageder_2
Chardonnay Gaun 2014
Schön frische Nase bei mittlerer Note, etwas Mineralität (15).
weiter geht es mit

Pinot Grigio, Porer 2014
Gute kräftige Nase bei feiner Struktur und recht guter Mineralität (15+).

und als weißer zuletzt ein
Chardonnay, Löwengang 2012
Noch recht kräftiges Holz in der Nase, welches sich wohl abbauen wird. Gute Struktur und längerer feiner Abgang mit guten Geschmacksknospen von frischen Blüten, und Früchten. (16).

Dann zu den roten Sorten:
Merlot, MCM 2011 10 Mon. im Barrique.
Etwas weniger Nase, aber nachhaltiger Geschmack nach typischem Merlot, was recht untypisch ist für einen Südtiroler Merlot. Leicht bittere Säure im späten Nachklang, etwas breit und noch leichte Tannine bei würzigen Noten (15-16).

weiter mit einem
Lagrein, Lindenburg 2011, wächst auf Sandböden
Kräftige Nase, leichte Tannine am Gaumen und ein wenig Schärfe (16+)

und zum Schluß ein Cuvée von
COR Römigberg 2010
95% Cabernet Sauvignon und 5% Petit Verdot
wächst auf sehr steilen Lagen
Gute feine Nase, am Gaumen mit längerem Abgang und leicht scharfer Note.
Für einen Cabernet Sauvignon der aus einer zwar warmen Weinregion stammt, also gut durchreifen kann im Spätsommer ist auch dieser im Reigen der Rotweine nicht wirklich typisch (16+).

Insgesamt ist zu den Rotweinen zu bemerken, das diese von der Tenuta Lageder auf jeden Fall recht speziell sind und da muß man sich ein wenig eintrinken, bevor man diese mit anderen Weinen der gleichen Traube vergleichen kann.
Die Weißwein können insgesamt etwas besser gefallen und sind auch von Ihrer Machart und dem Zugang zu den Rebsorten zugänglicher und einfacher zu lesen.
Somit also eine spannende Verkostung mit 3x 2014 und bis zu einem 2010er Cuvée aus der roten Reihe.
Leuchtkörper_Bergwein
Auf ein Neues-der Berg ruft!


 

Restaurant No. 15 in Schwabing

No_15_Eingang
Heute ging es zum Mittagessen einmal wieder ins Restaurant No. 15. Die Adresse Neureuthersrtr. 15 in Schwabing gab hier den Namenspatron, man betritt das Lokal allerdings über die Arcisstrasse. Der Garten ist inzwischen geschlossen, aber im Sommer ist das ein schöner Platz unter alten Bäumen mitten in Schwabing in einem 1* Lokal ein feines Mittagsmenü oder auch ein längeres Abendmenü zu genießen. Jetzt hat das No. 15 wieder bis Jahresende auch mittags geöffnet, allerdings auch die Preise für das 2 Gänge Menü (30.- €) sowie auch das 3-Gänge Menü (39.-€) erhöht.
Eine flinke junge Dame im Service ist allerdings auch zu beachten.
Das Lokal war bereits knapp zur Hälfte besetzt, so hatte wohl die INfo mail an die Kunden schon mal seine Wirkung gezeigt. Ich bestellte ein 2-Gänge Menü mit einem passenden Rotwein, der in diesem Fall aus dem Cahor stammt und aus der Traube Malbec herrührte. Ursprünglich hauptsächlich in Argentinien und Uruguay angepflanzt hat sich die Malbec auch in einigen südlichen europäischen Gegenden breit gemacht.
No_15_Speck_auf_Röstbrot
Zu Beginn gab es auf einem schönen kleinen orangenen Plättchen ein Amuse Gueule mit einem Röllchen von Bauernspeck auf einem  leicht gerösteten Brot. Zugleich serviert wurde die Vorspeise, welche eine Kastaniensuppe war mit dünn gehobelten Scheiben von einer ganzen Kastanie und einige Tropfen Öl, welches mit leuchtendem Grün sich aber geschmacklich der Suppe nicht erwehren konnte. Insgesamt eine kräftige gut abgeschmeckt Kastaniensuppe.
No_15_Kastaniensuppe
Dazu paßte der Malbec ganz gut. Zum Hauptgang dann ein Teller, tiefschwarz, mit Boudin, Burrata, Salatblättern und fein gewürfelten Beilagen die frisch zum Burrata daherkamen.
No_15_Boudinmit_Burrata_Salat_
Eine schöne Kombination aus warmer und außen knusprig gebratener Boudin sowie der frischen Burrata mit dem Salat. Und zum Abschluß gibt es natürlich einen Espresso wo es hier im No. 15 bereits Tradition ist, das ein Madeleine dazu gereicht wird.
Also dann, wer Zeit und Lust hat einmal mittags gut Essen zu gehen ist hier bei der Familie Dupuis sicher herzlich willkommen.


 

Food-Festival eat & style in München

eat&style_Hallenansicht
Am vergangenen Wochenende gab es die Messe eat&style in münchen in der Zenithhalle. Einem ehemaligem Industriegelände mit morbidem Charakter aber sonst recht passend als Kontrast zum Thema Genuss und Stil.
Ich hatte mir vorgenommen schon recht früh am Sonntag, so kurz nach 11 Uhr einzulaufen, und war überrascht über den starken Zulauf und Andrang in der Halle.
Als Hauptsponsor tritt Miele und das deutsche Weininstitut auf, welche in den 2 Hallen auch die entsprechende Präsenz vertraten. Im Untertitel konnte auf dem Hallenplan dann die Begriffe wie Foodtrends, Tasting, Live Cooking und workshops verzeichnet werden.
eat&style_Dt_Weininstitut_wine&style
An den drei Veranstaltungstagen Freitag – Sonntag konnte das Publikum also an Kochevents, Weinverkostungen mit Schokolade und an vielen kleinen Ständen der Anbieter alles Mögliche an diversen Leckereien wie Gewürzen über versprühbares Salz, Nussmischungen bis Weinverkostungen oder Marketing von Lyon bis zu speziellen Holz und Bambusschneidebrettern erleben.
Insgesamt konnte ich allerdings bei dieser bereits mehrfach veranstalteten Messe in dieser Halle feststellen, das die Themenbereich immer noch sehr wild durcheinander aufgebaut sind. So stehen Weingüter neben italienischen Salami- und Käseanbietern, Gewürzvermarkter neben einem Wein Massenanbieter aus den USA. Interessant zu vermerken, das in diesem Jahr zum ersten Mal einige kleine Anbieter einen fast einheitlichen Stand hatten, der ein großes Schild mit prägnanter Aufschrift und integrierter LED Beleuchtung hatten.
eat&style_Standschilder
Die Stimmung in beiden Hallen war auch mit zunehmender Publikumszahl immer noch recht gut und locker, so das es kein Problem war an die allermeisten Stände gut heranzukommen, um sich eine Kostprobe oder auch ein kleines Glas zur Verkostung zu ergattern. Was allerdings im Laufe der Zeit mit zunehmendem Publikum schwierig war ist das Durchkommen in den Gängen, fast wie im richtigen Leben.
eat&style_Kartoffeln_alteSorten
Fazit: Eine vielseitige kleine Messe mit sehr unterschiedlichen Anbietern von einfachen bis hochwertigen Gourmet Produkten. Der Bereich Wein wird zwar vom deutschen Weininstitut n der zweiten Halle gut repräsentiert, schafft aber nicht den Spagat mit den weiteren Weinanbietern auf der Messe ein rundes Angebot für den Weintrinker anzubieten. Alle weiteren Produkte sind sehr bunt gemischt in der ersten Halle, so das einem nichts anderes übrig bleibt, als wirklich alle Stände genau unter die Lupe zu nehmen, sonst verpaßt man doch das eine oder andere highlight oder auch den weiteren flop aus dem Bereich der gourmandise. Auf ein Neues im nächsten Jahr.
eat&style_WalkofCoffee


 

Fleischbällchen mit Hoisin und Reisgranulat

Heute einmal ein Rezept aus einem meiner Lieblingskochbücher, welches mehr ein Ratgeber ist als ein Kochbuch, wonach stur nach Rezept gearbeitet wird.
Abracadabra, Christian Verlag, (Hmmmh) Rezpete von Köchen aus Brüssel und Antwerpen. Aus diesem Kochbuch kann man viel lernen und die meisten Rezepte sind gut nachkochbar, unter den Kapiteln, Klar im Glas, Fingerfood, Gedämpfte Häppchen, Im Minitopf, Leckere Löffel, Molekü(h)le Cocktails, Lein uns Süß. Eine Kleinigkeit zur Rezeptangabe stimmte allerdings nicht, denn die gemörserten Reiskörner tauchen bei den Zutaten nur einmal auf, werden aber zweimal benötigt.

Für 8-10 Spießchen benötige ich:
400 gr. Hackfleisch (gemischt)
6 Knoblauchzehen
2 Schalotten
20-30 gr. weißer Reis
1 TL geschroteter Pfeffer
1 TL Salz
1 TL Zucker
Pflanzenöl
Hoisin-Sauce (im Japanladen)
Holzspieße

Zur Zubereitung:
Knoblauch und Schalotten fein hacken. Den Reis ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten und dann im Mörser zerstoßen. in einer Schüssel das Hackfleisch und die weiteren Zutaten, bis auf die Hoisin Sauce, darin vermengen. Die Menge 1 Stunde im Kühlschrank in einer Folien im Kühlschrank durchziehen lassen.  Die Holzspieße in Wasser einlegen, so das diese auf dem Grill nicht anbrennen. Aus dem Fleischteil etwas Walnußgroße Kugeln formen und jeweils 3-4 Kugeln auf die Spieße aufstecken und leicht flachdrücken. Die Spieße im Reisgranulat wälzen und auf jeder Seite ca. 3-5 Minuten braten. Beim Servieren die Spießchen mit der Hoisin Sauce leicht einstreichen.
Fleischbällchen_Hoisin
Fleischbällchen_Hoisin_Detaol


 

Kerbelrübchen als wohlschmeckende Beilage

Kerbelrübchen_Markt
Seit ein paar Jahren gibt es auf dem Viktualienmarkt wieder Kerbelrübchen zu kaufen. Diese wohlschmeckende Wurzelknolle ist fast in Vergessenheit geraten, konnte aber seit einigen Jahren wieder auf einzelnen Speisekarten Einzug halten, und ist auf gut bestückten Märkten im Herbst wieder als Gemüse zu erhalten. Die relativ kleinen und spitz zulaufenden Knollen sind hell bis dunkelbraun und können bei sehr gutem putzen, mit der Schale gegessen werden. Ich nehme zum reinigen eine chinesische Gemüsebürste aus Borsten. Man kann die Knollen kochen und zu einem Purée verarbeiten, was ich aber noch spannender finde ist es die kleinen Knollen in relativ dünne Scheiben zu schneiden, leicht salzen und pfeffern und in Butter in der Pfanne kurz anbraten.
Zutaten pro Person:
ca. 2-3 kleine Knollen Kerbelrübchen
Salz, Pfeffer
Mirin oder weißer Balsamico
1 Frühlingszwiebel
Butter
Kerbelrübchen_roh_ungewaschen_Hering
Zubereitung:
Ich bürste die Rübchen sehr kräftig unter fließend kaltem Wasser ab, und schneide das dicke Ende wo das Grün dran war gerade ab. Dann werden die Rübchen in mitteldünne Scheiben von ca. 3 mm geschnitten, flach ausgelegt und mit Salz und Pfeffer vorsichtig gewürzt. Erst kurz vor dem Anbraten salzen, sonst geht zu viel Flüssigkeit aus der Knolle verloren. Butter in die Pfanne und auf mittlerer Hitze die dünnen Scheiben darin leicht bräunlich werdend anbraten. Nach Bedarf nachsalzen und pfeffern und nebeneinander auf einer flachen Schale anrichten. Dünn geschnittene Frühlingszwiebeln dazu und mit Mirin oder weißem Balsamico beträufeln.
Das sieht dann so aus.
Kerbelrübchen_weiß_Aceto_Keramik_Holger_H


 

Buch zu asiatischer Küche, Architektur und Interior

Buch_Asiatisch_geniessen
Es gibt eine neue Publikation zum Thema Geniessen und Architektur.
Der Titel der Broschur:
Asiatisch Geniessen, Architektur – inszeniert – Esskultur.
Der Titel spiegelt nicht so wirklich wider, was der Inhalt auf 143 Seiten dann widergibt. Es werden 9 Projekte in Asien, 17 Projekte in Europa und davon 4 in Deutschland auf meist jeweils 2 Seiten beschrieben und bebildert.
Zu Beginn 4 Essays zu den Themen:
– Vielfalt der asiatischen Küche,
– Esskultur und Architektur in Asien,
– Esskultur in Ostasien im historischen Kontext und
– Tee und Kaffee.
Die einzelnen Artikel werden mit einigen Fotos bebildert und es wird immer ein Grundriß der Lokalität als Zeichnung beigestellt, die die Situation aufzeigt.
Einige Zeilen zu Beginn der einzelnen Artikel mit Daten zu den Lokalen, professionelle Fotos innerhalb der einzelnen Artikel und dann kann man sich in die Erklärungstexte vertiefen, welche die jeweiligen Spezialitäten der Lokale erläutern.
Auch streuen sich einige Fotos von angerichteten Gerichten in die Reportagen ein, oder es werden auch mal eine Aussenansicht oder auch die Innenbereiche mit den Ausstattungen der Lokalen im Foto gezeigt.
Weitere Projekte werden zu Ende der Broschüre auf 2 Seiten aufgezählt, wo sich nochmals 12 asiatische, und 21 europäische Projekte als Adressnennung zeigen können.
Die Titelseite mit siner Gestaltung erinnert mich eher an einen koreanischen Tempelweg mit seinen orangenen Toren in die Reihe gestellt, da wäre etwas mehr Fantasie gefragt gewesen.
Eines meiner absoluten Favoriten ist das Projekt des KAYANOYA, Sojasoßenladen in Tokyo. Eine super Adaption der Zubereitung der Sojassoßen auf das Interior des L<aden mit hellem Holz.
detail Verlag, 39 €.