Kategoriearchiv: Kochen

Paprika, Pilze, Pimentos Teller

Immer wieder gegen Ende einer regulären Arbeitswoche passiert es mir, das so ab Donnerstag oder Freitag, keine normale Zutaten zu Hause fürs abendliche Kochen zur Verfügung stehen. Kurz überlegt, was noch an Vorrat vom letzten Samstags-Einkauf vorhanden ist, und dann ein paar weitere Zutaten, nach Möglichkeit frisch, im nächstgelegenen Gemüseladen oder auf dem Markt etwas dazu eingekauft. Pimentos hatte ich noch vom Samstags-Einkauf zu Hause, also schaute ich nach einer weiteren Paprikasorte und dazu noch ein paar Pilze, welche dann schnell im Teller zubereitet sind. Die Pimentos mache ich mir auf dem Backblech im Ofen. Mit einer Gabel mehrfach anstechen, gut Olivenöl darüber und bei starkem Grill für 5-6 Min. garen. Die Pilze reinigen, die Paprika aufschneiden und säubern und mit einer Schalotte und vielleicht einer Knoblauchzehe in einer Pfanne gut anbraten. Alles auf einem Teller anrichten. Diesmal sind mir die Pimentos ein wenig zu dunkel geraten, was aber immer noch schmeckt, da dabei fast nur die Haut der Pimentos so dunkel wird.
Paprika_Pilze_Pimentos  Paprika_Pilze_Pimentos_Detail
Dazu trinke ich einen etwas leichteren, aber trotzdem sehr runden und vollen Württemberger vom Weingut Drautz-Able. Das VDP Weingut Drautz-Able liegt in Heilbronn und macht seit einigen Jahren einen Merlot der hier aus dem Jahr 2012 stammt. Drautz-Able ist einer der Mitbegründer der Vereinigung Hades, welche in Baden-Württemberg mit dem Barrique-Ausbau in den 60er/70er Jahren angefangen haben. Dieser Merlot macht sehr viel Spaß zu einem solchen Schmorgemüse mit Röstaromen, da hier fast überhaupt keine Tanninnoten mehr zu schmecken sind und auch keine Holztöne. Weicher Abgang mit sehr typisch burgundischer Note. Ein gelungener Wochenausklang.
Drautz-Able_Merlot_2012


 

Ein Gulasch aus der Provence – Daube Provençale

In Gedenken an den Gourmet Kolumnisten Wolfram Siebeck veröffentlicht das ZEIT Magazin bis zum 4. August einige legendäre Rezepte welche Siebeck seinerzeit im Zeit Magazin veröffentlicht hat. Heute also ein Daube Provençale welches sich aufgrund seiner langen Vorbereitungszeit ideal für ein Wochenend Essen eignet. Nachzulesen das Rezept im Zeit Magazin Nr. 21 vom 21. Juli 2016 in überarbeiteter Form aus dem Jahr 1995.
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Das angeschmorte Fleisch mit Speck und Tomaten

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Die marinierten Gemüse im Schmortopf

Ich habe die Variante diesmal mit ein paar Kartoffeln variiert und aufgrund seiner langen Schmorzeit von 4 Stunden oder auch mehr entsteht hier ein dermaßen zartes Rindergulasch, woran alle Beteiligten noch lange denken können.

Daube_Provencale_Detail

Dazu habe ich diesmal einen typischen roten aus dem Süden Frankreichs ausgewählt, der aus dem Roussillon, genauer gesagt aus der Region Tautavel kommt.

Domaine des Schistes, Les Terrasses, 2011, Côtes du Roussillon Villages Tautavel.
Dom_des_Schistes_Etikett
Dieser Wein aus dem heißen Süden ist eine Cuvée von Carignan und Grenache, zwei typischen Reben des heißen Südens. Tiefe dunkelrote Farbe mit kräftigen und leicht beißender Nase, welche aber angenehm rüberkommt. Duft nach einer sehr trockenen Garrique und heißer schwirrender Luft. Am Gaumen lebendig und mit sehr feiner Frucht. Kein Holz mehr zu bemerken. Intensive breite Note nach sehr reifen Früchten – super. 18/20 Punkten.


 

Sommerlicher Tomaten-Pilz Teller mit Garnelen

Die beste Zeit für Tomaten aus dem Freiland, wenn solche zu bekommen sind, ist der Sommer. Und auch im Sommer bis in den Herbst hinein gibt es auf dem Markt die besten frischen Pilze, welche ich auf diesem Sommerteller einmal mit im Ofen gedünsteten Zwiebeln kombinieren wollte. Dazu ein paar Garnelen und ein farbenfroher Sommerteller war komplett.

Nur grob hier die Zutaten, wobei ich bei der Zubereitung im Wesentlichen auf die Zwiebeln eingehen will.
Ich besorgte mir also auf dem Markt 2 – 3 verschiedene kleine Tomatensorten, 2- 3 verschiedene Pilzsorten, und beim Fischhändler ein paar Garnelen, welche die warme Komponente auf dem Teller ausmachte.
Zu den Zwiebeln, wo ich mir auch 2 – 3 Sorten, weiße Zwiebeln, rote Zwiebeln und ein paar Schalotten besorgte. Die drei Zwiebelsorten geschält und jeweils halbiert legte ich diese separat auf eine Alufolie, welche ich dann kräftig mit Meersalz versah, einige Pfefferkörner zerrieb und dann noch kräftig Olivenöl darüber, damit im Backofen auch eine entsprechende Garung vonstatten geht. Gut eingepackt in der Alufolie, den Backofen auf 150 °C vorgeheizt, legte ich die Päckchen auf der mittleren Schiene für ca. 40 – 50 Minuten bei Umluft in den Ofen. Nach dem Auspacken sind die Zwiebeln stark aromatisiert und wunderbar glasig durchgedünstet. Die einzelnen Zwiebelschichten kann ich dann regelrecht als kleine Schälchen auf dem Teller so anrichten, das die weiteren Zutaten zum Teil darin Platz haben. Der Teller hat dann durch die rohen Gemüse eine frische Komponente, und auch wenn die Zwiebeln erkalten, hat man immer noch durch die Garnelen, welche ich ganz zum Schluß brate eine schöne warme Komponente auf dem Teller, der die Gaumenfreuden erweckt.
So kommt dann der Teller, noch mit blauen Kartoffelchips verschönt, daher:
Tomatensalat_Pilze_Garnelen  Tomatensalat_Pilze_Garnelen_Det_2



 

Blaubeerparfait – ein weiteres Rezept aus W. Siebecks Sommerseminar

In Gedanken an W. Siebeck hier ein weiteres Rezept aus den legendären Sommerseminar-Rezepten im Zeit Magazin von 2008, und den Geheimnissen der einfachen Küche: BLAUBEERPARFAIT.

Zutaten für 4-6 Personen:
300 gr. Blaubeeren
240 gr. Zucker
Saft einer halben Zitrone
2 Tl klein gehackter Ingwer
500 ml Sahne, Salz, 3 Eier, 2 Eigelb.

Zubereitung:
Blaubeeren mit 140 gr. Zucker, Zitronensaft und dem Ingwer im Mixer pürieren und kalt stellen. Sahne mit einer Prise Salz steif schlagen und ebenfalls im Kühlschrank kalt stellen. Eier und Eigelb mit 100 gr. Zucker im Wasserbad verrühren. Abschließen Eiermasse, Blaubeerpüree und die steife Sahne vermengen, in eine Schüssel füllen und zum Frieren über Nacht ins Eisfach stellen. Ca. 2 Stunden vor dem Servieren herausnehmen, dann ist die Masse schön geschmeidig zu formen.
So kann das dann serviert werden:
Blaubeerparfait_2  Blaubeerparfait_Detail



 

Kalbsnieren mit Champignons – in memoriam Wolfram Siebeck

in memoriam Wolrram Siebeck, gest. 7.7.16

Diese Rezept von Wolfram Siebeck fand ich in zwei Publikationen aus seiner Feder in meinem Bücherschrank. Die erste ausführlichere Beschreibung zu Kalbsnieren in einem Taschenbuch „Kochschule für Anspruchsvolle“ in der 8.Auflage aus 1988. Die Erstausgabe war bereits 1976 im copyright verzeichnet.
Siebeck_Kochschule_Titel
Und eine viel spätere Ausgabe aus dem Jahr 2008 veröffentlicht nochmals dieses Rezept in einer kurzen Form in dem Buch „Das Kochbuch der verpönten Küche“, wo es viel um Innereien, aber auch Kalbskopf oder Froschschenkel geht.
Siebeck_verpönteKüche
Ich besorgte mir also am Samstag eine ganze Kalbsniere, am Gemüsestand auf dem Markt eine Tüte mit Champignons, und alle weiteren Zutaten habe ich in der Regel in meiner Küche zu Hause vorrätig.

Die Zutaten für 2 Personen:
1 Kalbsniere
2 El fein gehackte Schalotten
2 El Butter
Champignons
Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Calvados
dazu: Salzkartoffeln

Die Zubereitung:
Champignons, Nieren und die Kartoffeln soweit vorbereiten, das mit dem Braten und Kochen begonnen werden kann. Besonders die Nieren sehr gut vom Fett befreien, unter kaltem Wasser säubern und abtrocknen. Die Champignons in mitteldicke Scheiben schneiden, sowie auch die Nieren in Scheiben, wie die Pilze. Die Kartoffeln aufsetzen und in einer ersten Pfanne die Butter vorsichtig erwärmen und die Schalotten darin anschwitzen. Dann die Pilze dazugeben und salzen sowie pfeffern. Mit ein wenig Zitronensaft beträufeln und nach dem Durchziehen von der Kochplatte nehmen. Man kann in der selben Pfanne auch dann die Nieren dünsten, denn nach dem Durchgaren kommen die Pilze wieder dazu und können mit ein wenig Calvados abgelöscht werden.
Das Ergebnis schmeckt dann entsprechend gut.
Nieren_mit_Champignons  Nieren_mit_Champignons_Detail

Roh marinierter Fenchelsalat

Ein weiteres frisches Sommerrezept mit diesem Fenchelsalat möchte ich hier zum Besten geben. Je nach Geschmack mit einer feinen Sauce, oder auch natur zu genießen.

Die Zutaten für ca. 2 Personen:
1 Fenchelknolle mit Grünkraut
1 Orange
2 Sorten Pilze wie z.B. Totentrompeten und Steinpilze
1/2 grüne Paprikaschote
Butter, Olivenöl
für die Marinade:
50 ml Zitronensaft
50 ml Mirin
2 El Zucker
1/2 Tl Salz
für eine mögliche Sauce dazu:
100 gr. Mascarpone
50 gr. Crème fraîche oder Sahne
weißer und schwarzer Pfeffer
2 El Mirin
1 Tl Zucker
1 Prise Salz
Fenchelsalat_Orange_Pilze

Zubereitung:
Den Fenchel säubern und in ganz feine Streifen schneiden. Die Marinade zusammenmixen aus den angegebenen Zutaten und den aufgeschnittenen Fenchel darin für ca. 30 Minuten marinieren lassen. Nach Bedarf die Sauce zusammenmischen und mit dem Stabmixer soweit aufmischen, bis eine feine Sauce daraus entstanden ist. Dann die Orange schälen und die Filets herausschneiden. Die Paprika auseinanderschneiden und von den weißen Teilen trennen und in ganz schmale Spalten schneiden. Nach der Marinierzeit auf einem Teller die Zutaten entsprechend anrichten und nach Bedarf mit der Sauce drappieren. Zum guten Schluß die Pilze leicht in Butter und ein paar Tropfen Olivenöl anschwitzen und zu dem angerichteten Salat hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer leicht abschmecken.
Fenchelsalat_Orange_Pilze_Detail



 

Gedünsteter Rettich (Daikon) mit Totentrompeten

Zutaten für 2 Personen:
700 ml Dashi
1 weißer Rettich (Daikon)
2 El helle Sojasauce
1/2 Tl Salz
2 El Mirin
2 El Bonito Flocken
4 Limonenzesten
1 handvoll Totentrompeten
1/2 rote Zwiebel

Zubereitung:
Den Rettich mit einem Sparschäler außen säubern und in 2 cm dicke Scheiben schneiden, sowie die Kanten der Scheiben ebenso mit dem Sparschäler abrunden. Wasser aufkochen und darin die Rettichscheiben kurz blanchieren. In einem Topf den Dashi mit Sojasauce und den Bonitoflocken erhitzen und die Rettichscheiben darin für ca. 30 Minuten leicht dünsten. Die Limonenzesten schälen und in gasnz dünne Streifen schneiden. In einer separaten Pfanne die kleingeschnittenen Zwiebeln andünsten, mit ein wenig Dashi ablöschen und nach Zugabe der Pilze für 2-3 Minuten durchziehen lassen.
Zum Anrichten die Pilze zuerst auf einer Platte platzieren, die Rettichscheiben darüber setzen und mit den Zesten garnieren. Nach Geschmack noch ein paar Bonitoflocken darüberstreuen.
Das sieht dann am Tisch so aus:
Daikon_Dashi_Spinat_ Daikon_Dashi_Spinat_Detail



 

Leichtes Sommermenü mit frischen Produkten vom Markt

Kurz nach Sommeranfang wollte ich mal wieder an einem Wochenende ein leichtes Sommermenü mit drei Gängen erstellen, welches zur Jahreszeit paßt, aber auch die Produkte zum großen Teil auf dem Markt dann frisch zu bekommen sind.
Es sollte dann folgende Menüfolge werden:
Gazpacho
Dreierlei Pilze auf Blinis
Marinierte Südfrüchte mit Estragon und Vanilleschmand

Dazu habe ich mit drei Weine aus den Kellervorräten ausgesucht welche da waren:
Rosé von Franz Haas, Südtirol, Pinot Noir aus 2012
Blanc vom Weingut Ostatu aus der Region Rioja, Spanien
Süßwein zum Dessert von Ch. Guiraud, 2007, Sauternes

Die Vorspeise:
Zu den einzelnen Gängen und deren Zubereitung hier also zum Auftakt die kalte Gazpacho. Klassischerweise kann man Gazpacho auf sehr unterschiedliche Art und Weise herstellen, wobei ich mich hier auf ein Rezept beziehe, welches ich schon mehrfach ausprobiert und immer wieder leicht modifiziert habe.
Zutaten für ca. 4 Personen:
3 Knoblauchzehen
Salz
1 Salatgurke
2 grüne Paprika
1 kg Tomaten
300 gr. altbackenes Brot
8 – 10 El Olivenöl
2 El Weinessig-rot
1 1/2 liter Wasser
1 Zwiebel
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Zubereitung:
Den Knoblauch zerkleinern und mit dem Salz in einem Mörser zu einer Paste zerstoßen. Die Gurke schälen, die Paprika säubern und beide Gemüse grob zerkleinern. Die Gemüse in den Mixer und mittelfein zerkleinern. Dann den Knoblauch dazugeben und nochmals leicht aufmixen. Die Tomaten überbrühen, häuten und vierteln, so das diese durch ein grobes Sieb gedrückt werden können, um die Kerne zu entfernen. 200 gr. Brot einweichen und ausgedrückt ebenfalls unter das Gemüse mischen. Das Olivenöl unter ständigem Rühren dazumischen. Alles in einen großen Topf geben, Wasser und Essig hinzufügen und nach leichtem Aufkochen die gesamte Masse nochmals durch ein feineres Sieb drücken, wenn man eine feinsämige Konsistenz haben will. Die durchpassierte Masse in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen. Mit fein geschnittenen Zwiebeln, Croutons und ein wenig Grün von Estragon, Petersilie oder Minze auf die Teller verteilen und je nach Bedarf nochmals mit ein wenig Öl beträufeln.

Der Wein dazu:
Franz_Haas_rosé_2012
Hier gibt es einen Rosé aus dem Südtiroler Weingut Franz Haas dazu, den ich als letzte Flasche in meinem Keller gefunden habe. Ein Pinot Noir aus 2012 der mit einer feinen aber kräftigen Nase nach Erdbeeren sich präsentiert. Frische Säure am Gaumen mit einer dichten Fruchtstruktur. Scheint absolut am Höhepunkt zu sein. Auch wenn schon fast 4 Jahre „alt“, die Farbe strahlt noch die volle Frucht aus, welche darin enthalten sind. (15+/20)

Zum Hauptgericht:
Zur Sommersaison dreierlei Pilze auf Blinis.
Zutaten für die Blinis, wo ich das Rezept aus dem baltischen Kochbuch abgewandelt habe.
Für ca. 20-25 Stück brauche ich:
200 gr. Weizenmehl
20 gr. Hefe
700 ml Wasser
200 gr. Buchweizenmehl
300 ml Milch
Öl oder Butter zum Anbraten
Blinis_dreierlei_Pilze_Detail
Zubereitung:
Weizenmehl, Hefe und Wasser gut vermischen und zur Seite stellen zum gehen lassen. nach ca. 2-3 Std. das Buchweizenmehl daruntermischen und kurz vor Beginn des Bratens in der Pfanne die heiße Milch daruntermischen. Sollte der Teig zu dünn ausfallen, dann einfach noch weiteres Buchweizenmehl daruntermischen, so das ein etwa dickflüssiger Pfannkuchenteig zustande kommt.
Ich habe auf dem Markt dreierlei Pilze bekommen, so das ich später auf drei Blinis die geschmorten Pilze anrichten konnte.
– Pfifferlinge
– Steinpilze
– Kaiserlinge
Kaiserling
Dann nehme ich noch zum Ablöschen nach dem Anbraten ein wenig vom geöffneten Weißwein und eventuell ein wenig Crème Fraîche zum abrunden. Salz und Pfeffer ist selbstverständlich zur Geschmacksabrundung
Die Pilze sehr gut putzen und zum Teil zerkleinern, so das später auf den Blinis gut angerichtet werden kann.
Blinis in einer heißen Pfanne ca. Untertellergroß von beiden Seiten ausbraten und darauf dann die Pilze anrichten.
Ostatu_Korken
Dazu gibt es einen jungen sehr frischen Weißwein aus dem Rioja:
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Weingut Ostatu, Rioja Alavese, Lore 2012.
Sehr dichte Nase, klare Struktur mit feinen Spitzen in der Nase. Leicht vordergründige Säurenoten von Stachelbeeren, Zitrus und kräftiger Limone in Richtung Yuzu. (16-17/20)

Das Dessert:
Marinierte Zitrusfrüchte mit Estragon und Vanilleschmand
Zutaten für ca. 2-3 Personen:
20 gr. Sultaninen
ca. 80 gr. Orangenlikör
1 Vanilleschote
150 gr. Mascarpone
1/2 Zitrone
30 gr. Puderzucker
40-60 ml Orangensaft
2 Orangen
2 rosa Grapefruit
25 gr. Zucker
2-3 Zweige Estragon
Marinierte_Südfrüchte_Detail
Zubereitung:
Sultaninen im Orangenlikör einlegen und am besten 24 Stunden ziehen lassen. Am nächsten Tag die Vanilleschote halbieren und das Mark mit der Mascarpone, dem Puderzucker, dem Zitronensaft, sowie Orangensaft vermischen und kaltstellen.
Die Orangen und die Greapfruit schälen und das Fruchtfleisch als Filetstücke herausschneiden. Alle weißen Häute entfernen. Die Sultaninen mit dem Orangenlikör aufkochen und für ca. 5 Minuten dicklich einkochen lassen.
Auf einem großen Teller die Fruchtfilets anrichten, mit dem Vanilleschmand garnieren und Sultaninen sowie Estragon darauf anrichten.
Dazu kann man einen frischen prickligen Sekt servieren, aber ich habe mich mal wieder für eine süße Variante entschieden.

Ein Süßwein aus der Region Bordeaux/Sauternes vom Weingut Ch. Guiraud.
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Ch. Guiraud, Sauternes 2007
Sehr schönes goldgelb im Glas mit orangenen Reflexen. Milde süßliche Nase mit wenig holziger Note. Schmelziger Gaumen mit sehr langer Frucht welche erst spitz am Gaumen sich entwickelt. Etwas eindimensionaler und weniger komplex. (16+/20)
Marinierte_Südfrüchte_1



 

Jakobsmuscheln und Garnelen, zwei Zubereitungen

Nach nun genau 2 Wochen der Aufbereitung des großen Festes habe ich die Catering Reste gut verarbeitet und auch die wenigen Liter an Wein, welche bei mir noch übriggeblieben sind, mit den restlichen Essensresten auf wunderbare Weise verspeist.

Also sollte es jetzt an diesem Wochenende mal wieder ein wenig etwas gekocht werden, was sich alternativ auf dem Teller präsentieren kann. Also ein paar Zutaten auf dem Markt und im Fischgeschäft eingekauft und am Wochenende zubereitet. Die wesentlichen Zutaten sollten in diesem Fall Jakobsmuscheln und kleine Garnelen sein.

Der erste Teller sollte nicht nur 2 Garnelen und 2 Jakobsmuscheln sondern auch diverse Gemüse von Zuccini über Gurke bis Salicorne und Pilzen beinhalten.
Jakobsm_Garnelen_1

Die immer wieder variabel zu gestaltende Variante ist die hier ausführlicher beschriebene Variante, welche ich in der eigenen Schale im Backofen gratiniere:

Zutaten für 2 Personen:
2 Schalenhälften der Jakobsmuscheln (die tiefe)
2 große Jakobsmuscheln
2 Shiitakepilze frisch
1 große Knoblauchzehe für die Chips
5 cm Zuccini
1 El Salicorne
für die Vinaigrette:
50 ml Zitronensaft
Olivenöl
50 ml Mirin
1 Schalotte
1/2 Knoblauchzehe
Sonnenblumenöl fürs Frittieren
Salz und Pfeffer
Jakobsmuscheln_vorbereitet

Zubereitung:
Jakobsmuschel säubern, kalt abwaschen und gut trockentupfen. Zuccinin sehr kleine Würfel schneiden, sowie die Shiitake in schmale Streifen und bereitstellen. Das Sonnenblumenöl erhitzen und die dünn geschnittenen Knoblauchzehe darin für 3 – 4 Minuten frittieren. Den Backofen auf 210°C aufheizen und dann die Vinaigrette anmischen. Zitronensaft und Mirin mischen, die dünn geschnittenen Schalotten und den Rest Knoblauch dazu und mit Olivenöl zu einer feinen Vinaigrette aufschlagen. Jakobmuscheln leicht salzen und pfeffern und mit der Vinaigrette in der Schale unter Beigabe der Vinaigrette platzieren. Den Backofen dann auf Grill mit Stufe 2 umschalten und auf einem Gitter oder Blech die Schalen mit den Muscheln auf der zweitobersten Schiene für ca. 9 Minuten gratinieren lassen. Zum Anrichten die Knoblauchchips oben aufsetzen und nach Bedarf mit Frühlingszwiebeln garnieren.
Jakobsmuscheln_Heringteller


 

30 Jahre Olaf Hoffmann Design – das Fest/3 fingerfood

Zum guten Schluss sollen hier noch die letzten drei fingerfood aus der Küche beschrieben werden, welche zum Teil am Vortag vorbereitet werden konnten, zum Teil direkt am Abend noch fertiggestellt im Backofen gegart oder in der Pfanne heiß gemacht werden konnten.

  • Fischbällchen
  • Teigtaschen mit Hähnchen Mandel Füllung und
  • Fleischspieße mit Hoisinsauce und Reisgranulat

Fischbällchen

Zutaten für 8 Personen:
1 Ei
1 Msp Safran
2 Knoblauchzehen
40 gr. Petersilie
200 gr. weißes Fischfilet
75 gr. Weißbrot ohne Rinde
Mehl zum auswälzen
Sonnenblumenöl zum Frittieren
frischer Pfeffer
Schnitze von 1 Zitrone
Petersilie zum Dekorieren

Zubereitung:
Das Ei mit dem Safranfäden aufschlagen und zur Seite stellen.
In einem Mixer die Knoblauchzehen und die Petersilie stark zerkleinern. Den Fisch und das
Brot hinzugeben und gut durchmixen. Alles in eine Schüssel geben und das Ei mit dem
Safran dazu unterrühren. Die Masse in Golfballgroße Kugeln formen und im Mehl wälzen.
Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Fischbällchen darin goldbraun frittieren.

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Teigtaschen mit Hähnchen Mandel Füllung

Zutaten für 10 Teigtaschen:
100 gr. Hähnchenbrust
1 Zwiebel (Schalotte)
1/3 Bund Petersilie
2 El Olivenöl
1 Tl Safranfäden (ca. 1 gr.)
1 Zimtstange
1 Tl Zimtpulver
30 gr. Zucker
100 gr. gemahlene Mandeln
1 Ei
1 Eigelb zum Bestreichen
Filotteig (je nach Blattanzahl)
(10 je Packung)
Butter fürs Blech
Eigelb zum Bestreichen
30 gr. Rosinen

Zubereitung:
Hähnchenbrust und Zwiebeln fein hacken und die gehackten Kräuter dazugeben.
Das Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Fleisch mit Zwiebeln, Kräutern, Gewürzen und
Zucker hinzugeben. Leicht anbraten, Wasser hinzugeben und das Ganze für ca. 15 Min. köcheln lassen, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist. Die Mischung in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Dann in die erkaltete Masse das Ei und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Aus den Filotteigblättern Rechtecke schneiden, mit flüssiger Butter bestreichen und in einer Ecke einen El Füllung aufsetzen und zu einem Dreieck formen. Die Taschen mit Eigelb bestreichen. Auf dem Backblech im vorgeheizten Ofen von 180 °C für ca. 10 Minuten durchgaren.

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Fleischspieße mit Hoisin Sauce und Reisgranulat

Zutaten für ca. 4 Personen – (2 Spieße pro Person)
400 gr. Hackfleisch (gemischt)
6 Knoblauchzehen
2 Schalotten
30 gr. weißer Reis
1 Tl geschroteter Pfeffer
1 Tl Salz
1 Tl Zucvker
Pflanzenöl
Hoisin-Sauce (Glas Chinaladen)
8 Holzspieße
Petersilie für Deko

Zubereitung:
Knoblauch schälen und recht fein hacken. Ebenso die Schalotten. Den Reis in einer ungefetteten Pfanne leicht braun anrösten und dann im Mörser zerstoßen.
Das Hackfleisch mit Pfeffer, Salz, Zucker, Knoblauch und Schalotten vermengen und dann
1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Die Holzspieße wässern. Die Fleischmasse zu Walnußgroßen Bällchen formen, etwas flach drücken, und je 4 Bällchen auf einen Spieß aufziehen. In einer Eisenpfanne von jeder Seite gut durchbraten und anschließend mit dem Reisgranulat bestreuen.

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