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Weinreise Ribera del Duero, der zweite Tag

Erkundungstour ins Ribera del Duero im November 2015

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Finca Valdueres
Das Weingut wurde 1984 gegründet von einem Ingenieur aus Madrid. 2000 wurde dann das Weingut so radikal umgebaut, das es das heutige Gesicht erhalten hat. Es wurde ein Teil des Berghangs abgebaut, mit 3 U-Bahn Röhren versehen, und der Berg anschließen wieder daraufgesetzt, und mit Weinreben bepflanzt, so das man heute von außen nichts mehr von den Röhren sieht. Um so imposanter die 3 Kellerröhren innerhalb des Berges.
Valduero_1blick
Heute werden 200 ha Wein im Ribera del Duero bewirtschaftet, und 20 ha mit Albia (weiß) nördlicher außerhalb des Ribera. Die beiden Töchter des Ingenieurs bewirtschaften heute das Weingut. Nach einer kurzen Besichtigung ging es in das oberhalb gelegene Haus, wo im Hauptraum eine wunderbare Panoramasicht über das Tal zu entdecken war. Die Weine konnten wirklich überzeugen und lagen in meiner Bewertung in der oberen Mittlklasse (16 – 17)

Casajus_Logo
Dann ging es in der gleichen Ortschaft am Vormittag zum Weingut Casajus. Ein kleineres Familienweingut, wo wir zum ersten Mal auf nur spanisch sprechende Menschen trafen, es aber trotzdem eine ganz gute Verständigung gab. Das Weingut bewirtschaftet 20 ha, baut nur Tempranillo an und die Spitzenweine werden im Barrique ausgebaut. Wir verkosteten die angebotenen Weine im Keller, welcher ebenerdig neben dem Wirtschaftsgebäude steht, und angesichts des Platzmangels vollgestellt war mit Fässern, Gitterboxen unettiketierter Weinflaschen und neuer Barrique Fässer. Um so überzeugender konnten die Weine uns gut munden und sie lagen fast alle im oberen Mittelbereich der Klassifikationen.

Cillar_de_Silos_Logo
Weiter ging es zum Weingut Cillar de Silos.
Cillar_de_Silos_Kellerkamine
Bei Cillar de Silos werden 5 verschiedene Weine produziert. Abgefüllt in jedem Jahr in 300 Tsd. Flaschen, und auf 68 ha Weinbergen angebaut. Von 20 ha Weinbergen werden noch die Trauben zugekauft. Begonnen hat es im Jahr 1970 wo noch Trauben ausschließlich zugekauft wurden, und 1994 konnte dann in Eigenproduktion weitergearbeitet werden. Da dieses Weingut bereits recht früh in dieser Gegend vom Ribera del Duero begonnen hat, können einige interessante Weinkeller im Untergrund der Ortschaft zum Weingut gezählt werden. Die natürliche Belüftung passiert über gemauerte Kaminschlote, welche mit kleinen Lüftungslöchern versehen sind und somit die zum Teil mehr als 20 Meter tiefen Keller natürlich belüftet werden können.

Pedrosa_Weine
Ein letzter Besuch an diesem Vormittag bei Vina Pedrosa.
Wir waren pünktlich zum ausgemachten Termin im Weingut, aber unser Kontakt ließ auf sich warten. Es wurde nach der Person intensiv gesucht, und dann hieß es die vorhergehenden Besucher hatten sich um eine Stunde verspätet, so das wir da standen wie nicht abgeholt. Dann bemühte sich eine weitere Person aus dem Sekretariat um uns und fand den Kellermeister, der etwas in Absprache mit der anderen Person uns begann ein paar Weine einzuschenken, und gewisse Erklärungen dazu zu geben. Es gab also 3 verschiedenen Weine zu verkosten, welche sich vom Crianza  bis zum Gran Reserva steigerten. ordentliche Qualität der Weine, und das kam die Kontaktperson, aber furios. Ein Redeschwall, mit vielen Entschuldigungen, nicht zu bremsen, und in einer Tonlage als sei man im Klassenzimmer unter 40 Schülern einer Grundschule verlorengegangen. Hier mußte konstatiert werden, das man zwar mit Terminproblemen kämpft, aber der Service dazu konnte nicht überzeugen.

Dagegen wurde es am Nachmittag um so interessanter.
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Der erste Termin konnten wir bei Pago de los Capellanes wahrnehmen, welcher sich bereits von der Architektur des Weingutes als sehr interessant anließ.
Pago_de_los_Capellanos_ausblick
Eine großzügige Anlage begrüßte uns, wo wir keinen Menschen zunächst sehen konnten. Dann öffnete sich aus einem etwas älteren Gebäude eine Tür und einige Personen gingen wohl in Ihren verdienten Feierabend. Eine Person darunter die wir dann als Kontaktperson ausmachten und er uns nach einer kurzen Weine aus dem Inneren des „Palastes“ wieder entgegenkam und die großen Glastüren öffnete. Der erste Teil des Weingutes wurde im Jahr 1996 gebaut, und in 2010 konnte sich das Weingut den weiteren „Palast“ als Anbau zu dem bestehenden Gebäude hinstellen. Heute werden auf 120 ha 800 – 900 Tsd. Flaschen hergestellt.
Pago_de_los_Capellanos_keller
Es gibt einen Filmvorführraum, und sonst ist das gesamte Interior sehr großzügig gehalten und auch beeindruckend. Wir verkosteten 2 Weine, welche sehr gut überzeugen konnten. Ein Highlight an diesem Tage.

aster_Keller
Zum Abschluß des Tages ging es zum Weingut áster.
aster_Flasche
Das Weingut ist eine Gemeinschaftsgründung von drei Weingütern aus dem Rioja die sich im Ribera del Duero ein Art Gästehaus mit Weingärten rund ums das Haus errichtet haben. Im traditionellen Stil erbaut bietet áster in einer wunderschönen Lage einige Gästezimmer zum entspannen und ausruhen. Auf 87 ha werden die Weine angebaut und im Gebiet hier nur aus der Traube Tempranillo vinifiziert.


 

Weinreise Ribera del Duero, der erste Tag

Karte_RiberadelDuero

Erkundungstour ins Ribera del Duero im November 2015

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René und ich beginnen am ersten Tag mit dem recht großen Weingut Emilio Moro, welches ausschließlich Tempranillo anbaut, was für die allermeisten Weingüter hier in der Region Ribera del Duero zutrifft. Weiße Trauben sind im Ribera del Duero nach dem Weingesetzt nicht zugelassen, und rote dürfen max. 5% andere Sorten zugesetzt werden wie Merlot, Cabernet Sauvignon. Somit werde ich bei der weiteren Beschreibung der Weine nur selten auf die Traube eingehen, da diese meist 100% Tempranillo ist.
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Bei Emilio Moro verkosten wir 4 Weine, wobei der Spitzenwein mit seinen 98 € Marktpreis am ehesten überzeugen konnte. Die anderen lagen so im Mittelfeld der gesamten Verkostungen dieser vier Tage.

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Dann ging es weiter zum Weingut Aalto.
Der Name ist abgeleitet vom großen Architekten Alvaro Aalto, was sich auch in der Architektur des Weingutes regelrecht widerspiegelt.
Gegründet 1999 von Mariano Garcia, welche vorher bei Vega Sicilia als technische Direktorin gearbeitet hatte. Der erste Weinjahrgang wurde aus dem Jahr 2005 auf den Markt gebracht und es werden derzeit nur 2 verschiedene Weine hergestellt. Das sind ein Aalt und ein Aalto Pièce. Der Aalto wird von 40 – 60 jährigen Reben geerntet und der Aalto Pièce von 80 – 90 jährigen Reben. Derzeitige Produktion 250 Tsd. Flaschen Aalto und 10 Tsd. Aalto Pièce. Das Weingut hat 42 ha eigene Weinberge und verarbeitet von weiteren ca. 68 ha die Trauben für Ihre 2 Weine. Das Weingut liegt weit hinten in einem offenen Tal, wo derzeit eine richtig große Baustelle vorzufinden war, denn es wird kräftig am Weingut gebaut und erweitert. 70% der Weine gehen in den Export.
Aalto_Flaschen
Wir verkosteten 4 Weine, je 2 mal 2013 und 2012.
Insgesamt lagen die Weine im oberen Qualitätssegment, wobei mich der 2013er Pièce mit 17-18 Punkten am besten gefallen konnte.

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Und weiter ging es zu Villacreces.
Bei einer Bodegasgröße von 110 ha werden hier auf 64 ha Wein angebaut. Insgesamt werden 16 verschiedene Parzellen bewirtschaftet, welche auch separat vinifiziert werden und dann nach der Faßlagerung cuvetiert.
Finca_Villacreces
Hier wird beispielsweise der Pruno mit 90% Tempranillo und 10% CS hergestellt.
Wir verkosteten insgesamt drei Weine, wobei der Spitzenwein Nebro aus 2009 gerade einmal zu gefüllten 2304 Flaschen reichte.

Tabula_Fasskeller
Ein ganz anderer Betrieb ist das Weingut Tabula.
Ein sehr nüchtern wirkender Zweckbau im Tal, inmitten von Weinreben, Das Weingut hat erst 2002 mit der Arbeit begonnen und bewirtschaftet heute 30 ha eigene Weinberge und kauf von 25 ha Anlagen die Trauben zu. Es werden gesamt 5 verschienen Weine hergestellt, wovon wir drei verkosten konnten. Es werden gesamt 500 Tsd. Flaschen erzeugt, was bei der Größe des Zweckbaus erstaunlich war, wo denn die Fäßer und Barriques alle Platz finden sollten. Generell werden hier aber mehr Weine für den baldigen Verbrauch erzeugt. Der Spitzenwein Tabula 2012, welchen wir verkosteten wurde von mir mit 17+ bewertet.

Arzuaga_fass
Dann steuerten wir einen etwas protzigen Betrieb an, Bodegas und Spa Arzuaga, der sich auf unseren angekündigten Besuch nicht so richtig einstellen konnte. Angeschlossen an das Weingut ist hier auch ein mittelgroßes Hotel, ein großes Restauran und ein SPA, wo Kuren mit Wein verabreicht werden können. Hier ist man eher auf große Besuchergruppen eigerichtet, was auch während der kurzen Besichtigung zum Ausdruck kam. Wir konnten drei Weine verkosten, welche ordentlich daherkamen und mittlere Qualität zeigten. Die pseudotraditionelle Architektur wurde 1990-94 erstellt, wobei das SPA Hotel erst 2009 dazugekommen ist. Es werden heute auf 150 ha Wein angebaut.

Tinto_Pesquera_Flasche
Zum Abschluß des Tages ging es zu Pesquera.
Der Gründer von Pesquera, Alejandro Fernández, begründete sein erstes Weingut hier im Ribera del Duero im Jahre 1972. Später kamen dann noch die weiteren Weingüter Condado de Haza, auch im Ribera del Duero, und das Weingut El Vinculo in der La Mancha dazu. Auf Pesqwuera werden heute ca. 900 Tsd. Flaschen erzeugt. In der Gruppe Pesquera 2 Mio. Wir konnten uns auf einer kleinen Tour das Weingut ansehen und zum Abschluß auch 2 der jüngeren Weine verkosten. Ein Tinto Pesquera 2012 war auch dabei, wofür Pesquera seinerzeit einmal berühmt geworden ist, da es sich um einen 100% Tempranillo handelt, was bis dahin kaum einer der Winzer so auf den Markt gebracht hatte. Ein sehr schöner Tagesabschluß, was sich aber gleich am nächsten Tag kräftig steigern sollte.


 

Toskana Weinreise, der vierte Tag am 11.10.15

An diesem vierten Tag der Toskana Weinreise sollten wir ein interessantes Kontrastprogramm erleben. Das Wetter hatte sich wieder etwas von seiner freundlicheren Seite gezeigt, und es war nur etwas kühler durch den vorhergehenden Regen am Vortag geworden. Auf der Rückfahrt zum Flughafen in Florenz machten wir zunächst Halt bei dem erst 2013 fertiggestellten neuen Weinkeller von Antinori. Und anschließend ging es gerade mal auf die andere Seite des Tals zu einer Agrikultur Cooperative von La Ginestra.
Aber zunächst also der Besuch bei Antinori wo wir sehr pünktlich sein wollten, denn die Führungen dort warten kaum 5 Minuten mit dem Start, denn es sind immer internationale Gäste mit dabei und die Führungen sind recht stringent durchorganisiert. Wir waren also pünktlich an der Pforte, wurden gleich hineingelassen und parkten nach einigen gefahrenen Schleifen in den Hang hinein – ja wirklich hinein, denn die Tiefgarage, welche unterhalb des Weingutes gebaut ist ist der Ausgangspunkt für fast alle Besucher.

Antinori_Logo

Das erst 2012 fertiggestellt riesige Weingut ist fast komplett in den Hang gebaut, von Weinreben bedeckt, welche auf einer 3m bis 60 cm dicken Humusschicht angepflanzt worden sind. Diese stehen dort natürlich eher zu Showzwecken. Und als wir während der Führung nach dem Baupreis dieses wirklich großen Gebäudes für ein Weingut fragten, blieb uns fast die Spucke weg – 120 Mio. €.
Antinori_Weinkarte
Kleinbus also auf dem Parkplatz abgestellt, und wir torkeln die stark geschwungene Wendeltreppe 2 Etagen höher bis auf die Ebene wo die Eingänge zu den wesentlichen Räumen der Shops, Verkostungsräumen etc. liegt. Jeder von uns bekommt eine Einlasskarte um den Hals gehängt, wie auf den internationalen Kongresse, und ist somit als Besucher zu erkennen.

Wir werden zunächst in einen kleinen Kinosaal geführt, wobei die Gruppe jetzt aus ca. 35.40 Personen besteht. Es läuft ein ca. 15 minütiger Promotionsfilm über die Familie Antinori. Wer zeigt sich beeindruckt? Na ja, nach Ende kneifen wir erst einmal die Augen zu als wir in die helle Halle des Empfangsbereiches wieder zurückkehren. Nun geht es auf eine ca. 30 minütige Tour durch das Weingut mit Süßweinbereich, Barriquekeller, und sonst auch alle Einrichtungen die solch ein Weingut braucht, wo jährlich bis zu 10 Mio. Flaschen verarbeitet werden können. Ein Restaurant auf der obersten Ebene ist auch in Betrieb und kann im Freien ein grandiosen Blick über das Tal bieten. Dann wurden wir zu der Verkostung gebeten, wo sich unserer Guide als etwas verschnupft herausstellte, so fragte er  einen aus unserer Grußße ob wir vorverkosten könnten, ob etwaige Korkfehler o. Ä. an den Flaschen war. Es waren sie nicht.
Wir sollten drei Weine zur Verkostung erhalten; weiß, rot und einen roten Reserva.
Es begann mit einem Chardonnay aus Umbrien.

Bramito 2011, Castello della Sala.
Leichte schon oxidative Note in der Nase. Feine Süße mit spitzer leichter Säure. Etwas frische Noten von Spargelwasser, weniger Abgang. (15).

Peppoli, einer der Massenweine von Antinori, von 2012
90% Sangiovese, je 5% Merlot und Syrah.
12 Monate im Barrique. Leichte frische Note, etwas frische leichte Tannine, gute Fruchtstruktur mit leichten grünen Noten hinten am Gaumen. (15).

Villa Antinori Reserva 2012
90% Sangiovese, 10% CS. Dunkle Farbe, Sehr fruchtige Noten, vordergründig, fett, sicher gut zu geschmortem Gemüse. (16).

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Antinori_Innen_Wand

Antinori_Aussen_1

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Antinori_Aussen_3

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Und dann als Kontrastprogramm sollten wir auf die andere Seite des Tales fahren, wo wir zur Mittagszeit uns bei La Ginestra im Freien bei gerade angenehmen Temperaturen in der Sonne einige Platten mit Wurst und Käse aus fast ausschließlicher Eigenproduktion genießen konnten.

La_Ginestra_Logo

Wir konnten zu unseren Imbissplatten 4 Weine verkosten, wobei drei von diesen aus 100% Sangiovese bestanden, und der letzte dann auch 10% CS enthielt. Ausgewiesenermaßen wurde gesagt, das die Weinbereitung komplett ohne Sulfide passiert, was auf dem Etikett nachzulesen war, von uns am Tisch aber nicht so wirklich bei diesen Jahrgängen 2013 und 2014 geglaubt wurde.
Insgesamt also ein runder Abschluß mit diesen zwei Erlebnissen am Sonntag Vormittag und Mittag wo wirklich 2 Welten aufeinander stießen.
Ich selber war in diesem Jahr zum zweiten Mal auf einer der Weinreisen durch die Toskana mit airtour austria dabei, wobei insbesondere interessant war, das vom ersten zum zweiten Jahr sich einige der Weingüter geändert hatten die wir besucht haben, und das war somit auch eine gute Bandbreite und um noch mehr Vielfalt in der Gegend der Toskana kennenzulernen.


 

Toskana Weinreise, der dritte Tag am 10.10.15

Poliziano_Logo
An diesem Samstag ging es zunächst zu dem Weingut Poliziano im Montepulciano. Wir wurden im Verkostungsraum empfangen, der direkt neben dem großen Kellergebäude steht und einen hell schimmernden Kiesboden als Auffahrt einen interessanten Tag verspricht. Der neu eingerichtete Verkostungsraum wurde gerade erst vor einem guten halben Jahr neu eingerichtet und strahlte mit seinen unterschiedlichen Materialien, Marmor, Eichenholz, Glas und unterschiedliche Fußböden eine sehr elegante und gediegene Atmosphäre aus.
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Zunächst bat uns die Mitarbeiterin auf die Terrassem da es gerade aufgehört hatte zu regnen, wo es einen guten Ausblick auf einige der Weinberge und in die Landschaft der Toskana gab. Nach einigen Erklärungen zum Weingut, welches  auf 220 m Höhe liegt, und die Weinberge auf 350-450 m Höhe, wurden wir in den Verkostungsraum zu den Weinen gebeten. Das Weingut baut derzeit auf 140 ha Ihre Weine an, und wurde angelegt, so das es 1961 den ersten Wein vinifizieren konnte.
Vorneweg gesagt war das einer der spannendsten Weinverkostungen an den 4 Tagen Toskana, denn auf so einem hohen Niveau konnte kaum eines der anderen besuchten Weingüter mithalten.
Zu den verkosteten Weinen:
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Rosso di Montepulciano DOC 2013
80 % Sangiovese, 20 % Merlot.
6 Monate im großen Holz.
Sehr feine Fruchtnase mit einer Struktur, homogen, ausgewogen und elegant. (16).

Vino Nobile di Montepulciano DOCG 2012
80% Sangiovese, je 10% andere rote Sorten.
14-16 Mon. im Barrique
Sehr kräftige Nase, sehr ausgereifter Holunder und andere ausgereifte Noten.
Leichte Tannine am Gaumen mit frischen Säurenoten. Super Struktur. (17).

Vino Nobile di Montepulciano „Asinone“ 2011
100% Samgiovese
16-20 Mon. im Barrique
Kräftige Tannine in der Nase, sehr reife Kirschen, super reife Fruchtsorten am Gaumen, tolle Struktur und Reife. Das war für mich eines der absoluten Highlights der gesamten Reise. Wir sollte das Vergnügen haben diesen Wein nochmals am Abend aus einer mitgenommenen Magnum im Restaurant zu genießen. (18-19).

Vino Nobile die Montepulciano „Le Stanze“ 2011
90% CS, 10% Merlot.
24 Mon. im Barrique.
Recht typische Nase der Trauben, komplexe Struktur mit begletender  exponierter Süße. (17).

Mandrone di Lohsa 2011
80% CS, 20% von PV, Carignan und Alicante.
Etwas würzige Note, zurückhalten, bei sehr weichem Gaumen, ausgewogen und voll fruchtig und sehr rund. (17-18).

Vin Santo, (nicht im Verkauf) ca. 8 Jahre alt.
100% Merlot, 5 Monate Trocknung. Gesamt 600 Flaschen.
Honig, Röstnoten, sehr feine Nase mit langer Note und langen Abgang und Karamellnoten. (17-18).

Dann ging es am späten Vormittag bei wieder kräftigem Regenschauer zu dem Weingut Podero Boscarelli.

Boscarelli_Weinregal
Welch ein Kontrast! Aber das macht auch seit vielen Jahren das Programm dieser Weinreisen bei airtour austria mit Peter Gallhofer und René Ebner aus. Die Abfolge der Weingüter ist insbesondere so ausgesucht, das nicht nur ein Spannungsbogen im Laufe des Tages aufgebaut wird, sondern das sich auch Höhen und Tiefen nicht nur abwechseln, sonder die Zufälle sich im Reigen mit den Höhepunkten abwechseln und das zu einer unwahrscheinlichen Anspannung sich steigern kann die sich dann in wunderbaren, oder auch katastrophalen Weinverkostungen münden. So genug der philosophiererei.
Hier wird noch sehr handwerklich gearbeitet. Das konnten wir live beobachten, da es am letzten Tag der Lese, bzw der Weinbereitung der neuen Trauben im „Keller“ der eigentlich eine halboffene Halle war richtig zur Sache ging. Die frischen Weine wurden von unten nach oben über den Tretserhut gepumpt, der Maischehut wurde mit Hand und einem Holzstempel heruntergedrückt und mehrere Menschen „tanzten“ zwischen den Vergärungstanks herum. Es glich schon einem mittelcaotischem Balett, wobei es hier um primär roten Weintraubensaft ging. Und dann ging es zur Verkostung der 8 bereitstehenden Weine:

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Rosso di Montalcino 2014
90% Sangiovese, 10% weitere rote Sorten
Etwas Würze in der Nase nach wilden Kräutern, sehr helle Farbe, angenehme frische Note. Zu trinken in 3-4 Jahren. (15).

Cortone, Rosso di Montalcino 2014
Ganz junge 4-jährige Weinpflanzen. 100% Merlot.
Sehr verhaltene Nase, kräftig dunkel in der Farbe, noch gute Tannine am Gaumen. (16).

Vino Nobile di Montepulciano 2012
85% Sangiovese, 15% Carignan und Colorino.
Mittlere Farbe, weicher Gaumen mit frischen Früchten, rund und ausgewogen. (16+).

Ebenso V. N. di M. 2006
Sehr dunkles Rot. Feine Nase mit Rauchnoten, sehr präsent am Gaumen mit weichen Tanninen und runden gut strukturierten Geschmacksnoten. (16-17).

Vino N. di. M. Reserva 2010
85% Sangiovese, 15% Carignan und Colorino.
3 Jahre im Barrique.
Sehr dunkle Farbe, feine Fruchtaromen, mit sehr beerigen Noten bei mittlerem Abgang. (16+).

Vino N. di M. Reserva 2009, black label
85% Sangiovese, 15% Merlot und CS
Kräftige Röstaromen, sehr unkle, starke Pilznoten mit ausgewogener Frucht, gute Tannine und Säurenoten. (17).

Boscarelli 2006
Cuvée aus 85% Merlot, und 15% aus PV, Carignan, Syrah und CS.
Wirkt sehr präsent in der Nase. Noch jung wirkende Tannine. Sehr schöne Fruchtsüße mit dunkler Brombeere, Schokonoten. (17+).

Vin Santo 2003
Die Trauben werden 2 Monate getrocknet
Trauben: Grosetto, Malvasia, Trebbiano.
Sehr schöne Farbe, heller Sherry, starke Honignote, mit recht viel Zucker, fein aber recht süßliche Noten. (17).

Bei Boscarelli gab es dann nach der Verkostung einige prall gefüllte Platten mit Schinken, Salami und Pekorino als Mittagsimbiß.
Am Nachmittag dann:

Mastro Janni

Mastro_Janni_Logo
Das Weingut Mastro Janni bereitet seine Weine im Gebiet Montalcino seit 1975. Nach einer Fahrt über eine Schotterpiste quer durch die Gestrüppe der Toskana kamen wir am Weingutsgebäude an. Ein Fluch durchbrach den Empfang, denn wir waren ca. 20 Minuten zu spät. Un der Gastgeber hatte nach unserer Verkostung eine Geburtstagsgesellschaft zu Gast. Aber es sollte sich alles entspannen, denn auch andere Gäste sind in dieser Gegend Italiens nicht immer pünktlich. Wir waren recht bald herzlich willkommen und das Eis brach recht schnell.
Mastro Janni prouduziert ca. 100 Tsd. Flaschen. Die Weine werden auf einer Höhe von 180-430 m angebaut.
Mastro_Janni_Verkostung
Zu den verkosteten Weinen:

Rosso 2013
100% Sangiovese
Sehr würzige Nase, kräftig mit Nachhall, feine Würze, mittlere Tannine. (15,5).

Brunello 2011
100% Sangiovese
Sehr vegetabile Noten in der Nase, sehr feine Fruchtnoten, mit Erdbeeren, dunkle Johannisbeeren. (17+).

Brunello di Montalcino 2010
100% Sangiovese
Sehr dichte Nase, super ausgewogen und sehr komplex. Feine würzige lange anhaltende Note. Sehr weich und geschmeidig mit feinen spitzen süßen Noten. (17-18).

Brunello di Montalcino Vigna Loreto
100% Sangiovese
Mittlere braune Farbe, sehr feine Frucht mit langer Schokonote, super Frucht, ausgewogen. (18)

Brunello di Montalcino 2004.
100% Sangiovese
Ein wenig verhaltene Nase, etwas braune Ränder bei eigenständig stehender Kraft. Gute Tannine, mit ein wenig frischer Note. (17+).

Mastro_Janni_Faßkeller

 

Zum Abschluss des Tages das eher traditionelle Weingut Col d’Orcia mit der Verkostung von 5 Weinen in deren Verkaufs.- und Verkostungsraum. Es gab leider etwas wenig Infos zum Weingut, denn auch die Faltbroschüre dort vor Ort gab nicht viel her.Das Weingut besteht schon seit Ende des 19. Jahrhunderts und ist wohl auch von der Präsentation und der Einrichtung ein wenig im letzten Jahrhundert stehengeblieben. Der Verkostungstisch leider etwas zu klein und eng, aber das spielte jetzt zu Ende des Tages keine so große Rolle, wir kamen untereinander gut zurecht in der kleinen Gruppe.

Das Weingut hat 550 ha Gesamtfläche, wobei 140 ha mit Wein bestockt sind. Seit 2013 Bio zertifiziert.

Zu den verkosteten Weinen:

Rosso 2012
Frische feine Nase, etwas Schärfe. Gut zu trinken, leicht. (15).

Banditella 2012
Ledernoten in der Nase, leicht flüchtig. Scharfe Tannine mit recht kräftiger Aromatik. (15-16).

Brunello di Montalcino 2010
Weiche Nase, weniger Frische, gute Tannine, aber schon weich im gesamten Abgang. (17).

Poggoi al Vento 2007
Feine Nase, gut abgerundet. Ausgewogen und mit längerem Abgang. (16+).

Nearco 2011
Internationale Trauben: Merlot, CS, Syrah und PV.
Grüne Nase mit unreifen Noten. Am Gaumen geschmeidig, aber recht agressiv am späteren Gaumen. (15-16).

Zum Abschluss des Tages ging es weiter zum traditionellen Weingut Col d’Orcia. Das Weingut hat gesamt 550 ha, wobei 140 ha mit Weinreben bepflanzt sind. Biozertifizierung gibt es seit 2013 auf dem Weingut. Wir wurden freundlich empfangen und konnten nach kurzer Weingutsbesichtigung im Kellergebäude und großen Holzfässern ging es zur Verkostung der Weine in den Verkaufsraum.
Col_DOrcia_Faßkeller
Die Weine, welche wir verkosten durften waren wie folgt:

Rosso 2012
frische feine Nase, etwas Schärfe, gut zu trinken, leicht. (15).

Banditella 2012
Ledernoten in der Nase, leicht flüchtig, scharfe Tannine und recht kräftige Nase (15-16).

Brunello di Montalcino 2010
Weine Nase, wenig Frische, gute Tannine, aber schon weicher im gesamten Abgang. (17).

Poggi al Vento 2007
Feine Nase, gut abgerundet, ausgewogen, und mit etwas längerem Abgang. (16+).

Nearco 2011
Aus internationalen Trauben (Reben) wie 50% Merlot, 30% CS, 15% Syrah und ca. 5% PV.
Grüne Nase mit unreifen Noten, am Gaumen geschmeidig, aber recht agressiv am hinteren Rachen mit spitzen Noten. (15-16).
Col_DOrcia_Verkostung


 

Toskana Weinreise, der zweite Tag am 9.10.2015

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An diesem Tag beginnen wir die Verkostungen in der Gegend Maremma, wo wir zunächst das Weingut Ornellaia ansteuern. Mit einer imposanten Einfahrt und großem Gelände, welches eher an einen Golfclub erinnert. Das Gut ist 1981 gegründet worden und hat 1988 seinen ersten Wein vinifiziert. Es werden derzeit 100 ha angebaut, wo eine große Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt ist. 90 in den Weinbergen, 30 im Keller, und 30 in der Administration. Zunächst werden uns im relativ neu gebauten Kellergebäude einige Kunstwerke gezeigt, welches von Künstlern in Zusammenhang mit jedem Jahrgang ganz individuell gestaltet und präsentiert wird. Wein und Kunst ist ein oft vorzufindendes Paar, welches wohl aufgrund der guten Einnahmen im Weinverkauf es zuläßt, die Künstler entsprechend freie Hand zu lassen. Bei Ornellaia werden allerdings die Künstler auch jeweils gebeten ein Etikett zum entsprechenden Jahr zu gestalten, wo dann einige Großflaschen und Charity Versteigerungen zu mehr Publicity führen. Nachdem einige Kunstwerke gesehen, wurden uns die Kellertechnik und einige Barriquekeller gezeigt, und dann ging es in Richtung der ersten Gebäude am Eingang des Weingutes zu einem schön verglasten Verkostungsraum, der viel Luft und Platz bot für eine entsprechende Verkostung.

Zu den Weinen:

Le Volte 2013
50% Merlot, 30% Sangiovese.
Helles Violett, sehr tiefe Note, dunkle Nase nach leichtem hellen Geschmack, leichte Säure. (15).

Variation in Rosso, 2013 (nur 4Tsd. Fl.)
Dieser Wein wurde speziell für Weingutsbesucher hergestellt, und ist nicht im Handel erhältlich.
75% CF, ca. 25% Merlot, CS und PV.
Sehr dunkle, schöne frische Note, elegant, recht komplex. (16+).

Le Serre Nuovo 2013 (Zweitwein) wird seit 1997 hergestellt.
50% Merlot, 30% CS + je 10% CF und PV.
Sehr fleischig tiefe Note mit dunklen Tönen, leichte Schärfe. (16).

Ornellaia 2012
50% Merlot, 30% CS und je 10% CF und PV.
Sehr dunkle Ränder, komplexe Nase, feine Frucht, Kirsch, Johannisbeeren – rot. Wunderbare Süße und Frucht mit leichter Säurestruktur und gut eingebundenem Holz. (18).
Ornellaia_im_Weinberg

 

Nach dieser ersten Verkostung am Freitag ging es in das Restaurant zu St. Guido, welches unweit von Ornellaia gelegen zum Weingut gehört wo auch der Sassicaia hergestellt wird. In diesem Lokal mit schönem Garten ist auch eine Vinothek integriert, wo einiges an Weinen der St. Guido, aber auch anderen Weingütern erwerben können.

Wir tranken zum Essen einen
– San Guido 2014 Vermentino
– Bibbona, Campo die Sasso, Insoglio del cinghiale 2013
– Sassicaia 2010

Weiter zum nächsten Weingut im Bolgheri.

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Le Macchiole startet im Jahr 1983 und hat heute gesamt 22 ha wo ca. 7000 Reben pro ha gepflanzt sind. Es werden ca. 150 Tsd. Flaschen abgefüllt und das Weingut ist seit 2002 als organisch zertifiziert.
Dieses Weingut arbeitet nicht nur mit Edelstahl und mit Holzfässern, sondern es werden auch wieder neu hergestellte Betoncuves zur Vergärung der Weine verwendet. Das ist jetzt nicht ganz neu, aber die Vergärung, insbesondere von roten Trauben kann in diesen Vergärungsbehältern eine wohl gleichmäßige und atmende, wie auch temperaturgesteuerte Vergärung vorgenommen werden. Wir hatte eine kleine Kellerbesichtigung, und nach ein paar Erklärungen, ging es gleich zur Verkostung diverser Tropfen von diesem Weingut. Die Verkostung wurde von einer Dame des Hauses begleitet, welche einer der Hostessen war, die Ihr Programm verstand, aber wenig auf die Gruppe eingehen konnte. Da ich auch auf diesem Weingut bisher noch nicht war doch um so interessanter.
Zu den Weinen:

Bolgheri Rosso DOC 2013
50% Merlot, 30% CS, 20% Syrah
8 – 10 Mon. im Barrique
Kräftig fruchtige Nase, sehr voller Mund, intensiv, dunkel mit relativ langem Abgang bei süßer Fruchtnote. (16).

Paleo Rosso 2007 (96 PP)
100% CF
Feine helle Farbe an den Rändern. Wirkt recht jung am Gaumen, lange Frucht, leicht grüne Note. Hat Potential mit so einer Wirkung am Gaumen bei dem Jahrgang. (17+). Wird erst seit 2001 so abgefüllt.

Scrio 2009
100% Syrah
14-20 Mon. Barrique
Weniger Nase, wirkt recht rund und ausgewogen, einzelne Kanten. Wird in 300-500 Liter Fässern vergoren.

Scrio 2011 (95 PP)
Sehr guter Gaumen, wird nur für 7-8 Tsd. Flaschen abgefüllt. (18+).

Messorio 2011 (94PP)
100% Merlot
Leicht scharfe Nase, wirk sehr jung. Recht gerade Linie vom Geruch. Typisch, sehr feine Struktur, rund und langer-sehr langer Abgang. (18).

Argentiera_Tenuta_Schild
Als letzte Station an diesem bisher sehr interessanten und vielversprechendem Tag gab es einen ersten Niederschlag, aber nicht in Form von Regen, der uns erst am nächsten Tag ereilen sollte. Die Tenuta Argentiera empfängt zu Verkostungen nur in Ihrem Verkaufs.- und Verkostungsraum. Die Gläser waren aufgebaut, wir wurden hereingebeten und bemerkten einen etwas muffigen Geruch. René bat darum die Verkostung im Freien abzuhalten, wo bereits Tische und Stühle standen, was aber kategorisch abgelehnt wurde. Die zwei Damen ließen sich auch nicht erweichen. Und dann gings los. Im Schweinegalopp wurden uns die Weine eingeschenkt, so schnell konnten wir garnicht schaun, waren alle Gläser eingeschenkt, und fast alle Erklärungen, bzw. die mündlichen Ausführungen zum flüssigen Gut bereits heruntergespult. Wir bremsten die Mundschenke noch ein wenig aus, aber das war ein Rekord an Geschwindigkeit bei einer Verkostung mit 7 Personen und  5 Weinen. Argentiera hat gesamt ca. 22ha Weinberge.
Zu den verkosteten Weinen:

Weiß 2014
70% Vermentino, 20% SB und 10% Viognier. (14,5).

Rosé 2013
CS und Syrah (14)??.

Poggio Ai Ginepri 2013
Cuveé aus CS, Syrah und Merlot (15).

Villa Donorartico 2012
Cuveé´aus CS, CF, Merlot und PV. (15).

Argentiera 2011
Cuveé aus CS, Merlot und CF. (15).
Eine einzelne Bewertung will ich hier nicht abgeben, da die Umstände während der „Schnelldurchgangsverkostung“ wirklich nicht ein einigermaßen qualifiziertes Urteil im Einzelnen zulassen. Die Benotung in Klammern sind also mit Vorsicht zu genießen.


 

Toskana Weinreise, der erste Tag am 8.10.2015

Vorneweg:  für alle Kürzel der Rebsorten gelten folgende Auflösungen:
Cabernet Sauvignon=CS
Sauvignon Blanc=SB
Cabernet Franc=CF
Petit Verdot=PV
Meine Bewertungspunkte System basiert auf max. 20 Punkte.

Im Oktober sollte dieses mal die Reise in die Toskana gehen. Wieder einmal mit dem mir bereits vertrauten Veranstaltern von airtour austria aus Wien ging es für 4 Tage als Ausgangspunkt nach Siena.
Als kleine Gruppe von 7 Personen starteten wir vom Flughafen in Florenz mit einem Kleinbus in Richtung Süden wo das Weingut Brancaia unser erstes Ziel sein sollte.

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Das Weingut Brancaia ist Anfang der 80er Jahre von Schweizern aus Zürich gegründet worden, welches heute von der Tochter Barbara geführt wird. 1988 konnte auf dem Weingut ein erster Wein geerntet werden, wo wir heute zu Besuch sein sollten. In den 90er Jahren kam ein Weingut in der Maremma dazu, wo dann heute gesamt ca. 65 ha bewirtschaftet werden und ca. 600 Tsd. Flaschen abgefüllt werden. Es sind 25 ha im Chianti und 40 ha in der Maremma. Die Weingärten im Chianti, wo wir zu Gast waren,liegen auf einer Höhe von 350-400 m und sind über eine Schotterstraße nach 4 km zu erreichen.
Zu den Weinen der Verkostung:

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Il Bianco 2014
90% SB
8% Viognier
2% Semillon
Feine kräftige Note, etwas luftig, breit und dicht. Schöne Säure mit Spitzen. (15-16).

Rosé 2014 aus 100% Merlot
Mittlere Note mit etwas dumpfen Anklängen.
Sehr ungewöhnlich, das für die Herstellung eines Rosé ein Merlot verwendet wird. (14,5).

TRE-IGT 2013
80% Sangiovese
10% Merlot und CS.
Mittelkräftige Säure, etwas Frucht mit längerem Nachklang, ein wenig astringierend. Dunkle Früchte (15).

Ilatraia-IGT 2011 (Maremma)
18 Mon. Barrique
40% CS
40% PV
20 % CF
Recht starke Cabernet Note, sehr typisch, Bordeaux ähnliche Machart (17+).

Chinati Classico 2013
im Edelstahl ausgebaut
90% Sangiovese, 10% Canaiolo
leichte frische Nase, etwas heftiger Gaumen. (14,5).

Riserva 2012
16 Mon. Barrique
80% Sangiovese, 20% Merlot.
Sehr feine Nase, elegante gute Frucht mit langem Abgang, Kirschnoten. (16-17).

Il Blu 2010
20 Mon. Barrique, und 10 Monate auf der Flasche vor Vermarktung.
50% Sangiovese
45% Merlot
5% CS
Leichter Schwefelton in der Nase, dichte und kräftige Struktur. Etwas scharfe Tannine noch am Gaumen. Warmer Abgang mit guter Fruchtnote. (17+).

Riserva 2011
80% Sangiovese, 20% Merlot
Mittlere Nase, ausgewogen, komplex, aber je länger im Glas wirkte der Wein fast wässrig.
Feine Frucht und mittlerer Abgang. Etwas voluminöser als der 2012 Riserva. Die einzelnen Komponenten kommen einzeln hintereinander; Frucht – Säure – reißt schnell ab. (16).

Dann ging es zum Weingut Castello di Cacchiano, wo uns der deutsche Exportmanager bereits auf dem Innenhof des Schlosses in Empfang nahm mit weißem Rauschebart und einem nicht enden wollenden Redeschwall.

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Es gab diverse kleine Geschichten zum Chianti, u.A. die nur noch in Italien zu verwendende Gallo Nero Marke, oder auch das es im Chianti 600 Betriebe gibt. Nach einer längeren Einführung über die ideale Lage des Weingutes an einer ehemaligen Küstenlinie, wo die Bodenbeschaffenheit recht oft wechselt, ging es zur Verkostung.
Das Weingut hat 31 ha bepflanzte Flächen wo ca. 120 Tsd. Flaschen erzeugt werden.
Zu den verkosteten Weinen:

Ein Rosé Sekt in Methode traditionelle hergestellt aus Sangiovese 2011.
Starke kräftige Nase, leicht Schärfe mit Spitzen, Rosenblätter, etwas saftig und gute breite Note bei sehr feiner Perlage. (15)

Rosato 2014 – ein Rosé
100% Sangiovese
feine marmeladige Note, etwas Mandeln, weniger vordergründiger Abgang. (15).

Rosso Toskana 2012
80% Sangiovese, 20% Merlot
leicht scharfe Nase, etwas fruchtig. Schöne frische Note mit leichter Säure und mittlere reife Noten. (14)

Chianti Classico 2011
95% Sangiovese, 5% Canaiolo
Dunkle Farbe mit sehr typischer Nase. Schöne Fruchtaromen, weich und nicht vordergründig. Recht komplex und leicht. (15-16)

Chianti Classico Reserva 2007
sehr feine Nase, weich am Gaumen, weniger Tannine. (16)
Für meinen Geschmach sehr gut passend zu Pilzen.

Chianti Classico Grand Selection Millesima 2009
100% Sangiovese
Sehr spezielle Nase, volle Frucht, leichte Astringenz, recht komplexe lange Note. (17+).

Fonte Melano 2007 (ließ uns die Traubenzusammensetzung raten).
Sehr gut eingebundene Frucht mit sehr runder weicher Note.
Leichte Note des Terroir-Kalkböden, fruchtig typisch und dunkle Kirschen. (15+).
Mein Tipp war 50/50 CS und Merlot. Die Auflösung war 100% Merlot.

Vin Santo 2002
85% Malvasia, 15% Canaiolo
Dunkle Sherrynote, recht frisch, lang, Honignoten, Mandeln. (17).


 

Weinreise Südafrika im März 2015, der siebente Tag

Bei super Wetter hatten wir der Reiseleiterin eine 1 Stunde spätere Abfahrtszeit herausgeleiert, um den Damen in der Gruppe eine Einkaufsmöglichkeit im Städtchen zu geben.

Nach pünktlicher Abfahrt dann in Hermanus ging es zunächst zu einem Aussichtspunkt, um die West Bay und die Stadt nochmals von oben anzusehen und dann sogleich auf direktem Weg zum nächsten Weingut Oak Valley Wines.

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Oak Valley

Die verkosteten Weine bei Oak Valley:
Rosé 2012 (14,5)
Sauvignon Blanc 2014 – Fantasy of the Youth, (16)
Cuvée Blanc 2009 aus 80% SB und 20% Semillon  (16-17)
Chardonnay 2013 (17)
rouge:
Pinot Noir 2013, 9.10 Mon. Barr. (16-17)
Shiraz 2013 – etwas jung, da erst im Sept. 2013 abgefüllt. (16+)
Cuvée – 2008, aus 47% Merlot, 40% CF, 13% CS (17-18), bereits leicht oxidativ, feine Schokonote, Nougat
Cabernet Franc 2012 sehr schöne ausgewogene reife Süße (16-17)
Nach der Weinprobe wurde im Restaurant des Weingutes gegessen, bei wunderbarem Ambiente am Pool
und pünktlich aufgebrochen zum nächsten und letzten Weingut Paul Cluver, gleich um die Ecke.


 

Die verkosteten Weine bei Paul Cluver:
Sauvignon Blanc 2014 (15+)
Gewürztraminer 2014  – sehr typisch, ausgewogen (15+)
Chardonnay 2014 (16)
Pinot Noir 2013 (15+)
Estate PN 2013 (15-16)
Damit waren die Weinverkostungen für diese Reise abgeschlossen.
17 Weinverkostungen auf den Weingütern, welche noch durch diverse Weine zu den Mittagessen und den Abendessen in den Restaurants ergänzt wurden.
Die 6er Gruppe bestellte fast immer noch nicht bisher verkostete Weine, so das wir in den weiteren Genuß von mindestens ca. 50 weiteren Weinen kommen konnten.
Abschließen kann ich sagen, das neben dem Weingut Plaisir de Merle das Weingut Bouchard Finsley mit seinen Weinen am ehesten überzeugen konnte.
Die Qualitäten schwanken doch recht stark, auch wenn wir wie angesagt die besten Weingüter besucht haben.
Durch die Eigeninitiative der Gruppe konnten wir dann eben auch noch Raats und andere Weingüter auf Nachfrage und durch Organisation der Reiseleiterin mit einbauen.

Weinreise Südafrika im März 2015, der fünfte und sechste Tag

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Springfield Estate

Heute sollte es nur eine Weinverkostung auf einem Weingut geben, dafür ging es an einer der südlichsten Punkte in Afrika, wo sich Indischer und Atlantischer Ozean treffen.
Das Weingut Springfield Estate hat eine Wein Anbaufläche von 150 ha und wird jetzt in der 5. Generation als Familienbetrieb geführt.
Die verkosteten Weine bei Springfield Estate:
Sauvignon Blanc 2014 – super Struktur, sehr fein ziselierte aber kräftige Nase, (16-17)
Sauvignon Blanc Special Cuvée 2014, feine Apfelnote mit entsprechender Säure (16)
Chardonnay Wild yeast 2013 – sehr schöne Struktur Greapfruit (16+)
Chardonnay unwooded – feine Süße mit kräftigem Karamellgeschmack (15-16)
Chardonnay 2011, 12 Mon Barr. sehr gute Fruchtstruktur mit süßen Spitzen (15+)
rouge:
Cabernet Sauvignon 2013 – rauchige Note in der Nase, Tanninstruktur (15)
The Work of Time 2008 – Cuvée aus CF, Merlot und CS – tiefe dunkle Nase und super Struktur (16+)
Cabernet Sauvignon 2009 – Methode Ancienne, feine Struktur, leicht scharfe Seiten (15-16) – Reben 1979 gepflanzt.

Der nächste Tag:
Eigentlich war für den Vortag das etwas schlechtere Wetter angekündigt, aber dann kam es doch erst am Freiteg dem 13. März mit ein wenig Regen und Temperaturen um die 20°C.
Ursprünglich waren 2 Weingüter vorgesehen, jedoch hatte unsere Reiseleiterin nach Nachfrage auch noch ein weitreres Weingut am Nachmittag mit eingebaut.
Wir fuhren zunächst zu dem südlichsten Punkt Südafrikas, welcher nur zu Fuß erreichbar ist und uns vor den Weinverkostungen in der nahegelegenen Ortschaft noch eine kleine aber gut sortierte Weinboutique bescherte.


 

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Raka Winery

Die verkosteten Weine bei Raka:
Sauvignon Blanc 2014 (13,5)
Chenin Blanc 2014 (14)
Rosé 0214 aus CS + Merlot (14,5)
Pinotage/Cuvée 2012 aus 5 Rebsorten (13)
Cabernet Sauvignon Cuvée 2011 50% CS und 3 weitere Rebsroten (14,5)
Shiraz 2011 (14,5)
Merlot  (14,5)


 

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Hamilton Russell

Dann ging es nach dem Mittagessen am Strand in einer Höhlentaverne zu Hamilton Russell
Die verkosteten Weine bei Hamilton Russell:
Ashbourne SB 2014 – 80% SB, 20% Ch, 15+
Ashbourne Sandstone 2009 – 88% SB, 12% Ch. (16)
Hamilton Russell Chardonnay 2014 – 8,5 Mon Barr. sehr komplexe Nase (16-17)
Ham. Russell Pinot Noir 2014 – 10 Mon Barr. sehr fein uns strukturiert (17+)
Ashbourne Pinotage 2009, 86% Pin., CS, CF, PV, und Malbes – 14 Mon. Barr (16+)


 

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Bouchard Finsley

Und gleich nebenan das Nachbarweingut von Bouchard Finsley, welches sich folgendermaßen präsentierte:
Die verkosteten Weine bei Bouchard Finsley:
Blanc de Mer 2014 – Cuvée aus 69% Riesling, 24% Viognier, 4% Ch. und 3& Ch.Bl. (15)
Sauvignon Blanc 2014 – schöne fruchtige Nase, (16)
Sauvignon Blanc 2014 – ohne Holz (16+)
Chardonnay 2014 – Crocodiles Lair (15)
Chardonnay 2012 Missionvale, feine Struktur, super Frucht Säure Ausgleich (17+)
Chardonnay 2011, 50/50 – Holz/ohne Holz. feine Gewürzstruktur (16-17)
Pinot Noir 2012 Galpin Peak – sehr feine und ausgewogene Fruchtstruktur (17-18)
Hannibal 2013 – Cuvée aus 52% Sangiovese,  17% PN, 15% Nebbilolo, 8% Mourvèdre, 6% Shiraz und 2% Barbera. (15+)

Weinreise Südafrika im März 2015, der vierte Tag

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Weingut Raats

Da noch ein angehender Weinakademiker aus Rust in der 6er Gruppe dabei war, der das Weingut Raats von anderen Verkostungen kannte hatten wir bereits mit der Reiseleiterin einen zusätzlichen Termin beim Weingut Raats, nicht weit außerhalb von Stellenbosch für diesen Tag um 10 Uhr vereinbart.
Das Weingut Raats hat sich auf Chenin Blanc und Cabernet Franc spezialisiert.
Insgesamt werden 25 ha Weingärten angebaut, wo für diese Besitzer die erste Ernte 2001 stattfand.
Das Weingut beschäftigte auch den ersten dunkelhäutigen Weinmacher aus der Schule in Stellenbosch, der dann 2006 einen Rotwein mit 96 PP bewertet bekam.
Ihr Cabernet Franc Dolomite landete in Südafrika unter den Top 100 Weinen.
Die verkosteten Weine bei Raats:

Bis zu diesem Tag hier die beste Weinverkostung
Chenin Blanc 2014 – unwooded, sehr kräftige Nase, intensiv, feine Säure; super (17+)
Ch. Bl. Familiy Old Vine 2013, feine Säure und Zitrus Struktur (16-17)
Dolomite Cabernet Franc 2013, 18 Mon. Barr. mit 5% Malbec, (17)
Family Red Jasper 2013 – 85% CF, 5% CS und Malbec, 2,5% PV und Merlot (16-17)
Cabernet Franc 2013, 93 PP; sehr volle ausgewogene Frucht, dichte Beeren (17+)


 

Jason's_Hill

Zum Mittagessen ging es auf ein mittleres Weingut Richtung Robertson, wo wir zunächst auch eine Verkostung machen konnten.
Jason’s Hill ist ca. 80 ha groß und baut 50/50 % rote/weiße Trauben an.
Die verkosteten Weine bei Jason’s Hill:

Sauvignon Blanc 2014 (13)
Chenin Blanc 2014 (14)
Jason’s Creek Classic 2013 – Cuvée aus CF, Merlot und PV (14)
Merlot 2011, typisch (15)
Shiraz 2010, wenig Tannine (15+)


 

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Graham Beck Winery

Weiterfahrt am Nachmittag nach dem Lunch zu Graham Beck, der für seine Sekte bekannt ist.
Modern daherkommendes Weingut mit großem Ambiente und wie so viele mittlere und große Weingüter intensivem Marketing.
Die verkosteten Weine bei Graham Beck:
Methode Cap Classic, Blanc de Blanc Vintage 2010, 100% Chardonnay (16+)
Brut Zero 2008, (16-17)
stille Weine:
Chenin Blanc 2014, sehr schöne Frucht Säure Balance (16+)
Sauvignon Blanc Vintage (15)
Bowed Head Chenin Blanc 2012, 8 Mon. Barr. (15-)
Coffeestone Cabernet 2012, 22 Mon Barr. (16+)
The Ridge Syrah 2012 (16)
Die vorgesehene Vinery Tanagra Boutique Wine Farm fiel aus, da dort der Termin kurzfristig abgesagt wurde.
Dann ging die Fahrt weiter zu unserer nächsten Unterkunft und einem Weingut, welches von 2 Deutschen betrieben wird.


 

Fraai_Uitzigt

Fraai Uitzicht 1789 (frei übersetzt: schöne/freie Aussicht)
Die verkosteten Weine bei Fraai Uitzicht 1798:
Rosé von Grenache 2014 (15+)
Viognier 2014 – 5 Monate auf der Hefe, (15)
Syrah 2013, mit 5% Viognier (14,5)
Grenache 2013 – super breite und ausgeglichene Säure mit feinem Abgang (17)
Merlot 2011, typische Nase (16+)
Faßprobe 2014 eines Cuvée – Mourvèdre, Grenache, Syrah (16)

Weinreise Südafrika im März 2015, der dritte Tag

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La Motte

Es begann mit dem Weingut La Motte in der Region Stellenbosch.
Sehr schönes Ambiente mit einer großen Anlage Restaurant 2 Cafées und ausgedehnten Gebäuden.
Leider gab es keine Kellerführung, da diese bereits um 10 Uhr vonstatten ging.
Sehr gediegenes Ambiente, wo vom Verkostungsbereich direkt in die Anlage der Maischevergärung durch Glasscheiben getrennt Einsicht gewährt wurde.
Gleich zu den Weinen welche wir dort verkosten konnte:
Die verkosteten Weine bei La Motte:
Sauvignon Blanc 2014 (16)
SB 2014 Pierneef (16-17)
Chardonnay 2013 – 11 Mon. im Barr. sehr typisch aber schwächer (15)
rouge:
La Motte Millenium 2013 – Cuvée aus Merlot 57%, CS 24%, PV 19 %, Malbec und CS.
Cabernet Sauvignon – sehr typisch (15+)
Syrah 2011 (15+)
La Motte Pinereef Syrah (90%), Viognier (10%) – wunderbare Kombination ausgewogen (16-17)
Dann setzten Wolfgang und ich uns zum Mittag auf das Weingut Haut Cabrière ab, wo wir zunächst Mittag aßen, und dann zu einer Weinverkostung im gleichen Weingut schritten, welches einem Deutschen von Armin gehört.
Dieses Weingut produzierte ursprünglich nur Sparkling Wine, ist dann aber dazu übergegangen auch stille Weine aus weißen und roten Trauben zu produzieren.


 

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Haute Cabrière

Die verkosteten Weine bei Haut Cabrière:
Sparkling Wine blanc von Pierre Jourdan aus 40 % Pinot Noir und 60 % Chardonnay.
Sparkling Wine Belle Rosé aus 100% Pinot Noir, welcher unbedeutend daherkam und nicht erwähnenswert ist.
Dann ein leichter ungeholzter roter namens Tranquilles 2014 – 60% PN, 40 % Ch. (14)
Chardonnay 2014 aus 60% Chardonnay und 40% Pinot Noir – (13,5) schwach und unpassend
Pinot Noir unwooded 2014 – (14,5)
Pinot Noir 2012 – 9 Mon. Barr. typische Note (14)
Zum Schluß ein Süßwein Pierre Jourdan Ratafia o.J. aus der 0,375 Fl. mit 100% Chardonnay, welcher sehr honiglastig daherkam. ohne Bewertung.


 

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Plaisir de Merle

Drittes Weingut an diesem Tag war für die Gruppe Plaisir de Merle.
Gesamt mit 2500 ha Anbaufläche, werden auf ca. 450 ha Wein angebaut.
Die höchsten Lagen des Weingutes befinden sich für Weiße Sorten auf 600 – 700 m, welche aber erst vor einigen Jahren neu angepflanzt wurden, und bisher noch nicht vinifiziert wurden.

Die verkosteten Weine bei Plaisir de Merle:
Sauvignon Blanc 2014 (15+)
Chardonnay (16)
die Roten:
Merlot 2013 – mild, feine Frucht, runde Struktur (16-17)
Cabernet Sauvignn 2011 mit 15% Syrah (16)
Petit Plaisir 2013 – Cuvée aus 80% Syrah, 10% CF, 10% CS. (16)
Shiraz(Syrah) – sehr kräftig, super Nase, feine süße Frucht mit reifer Kirsche (17+)
Cabernet Franc – komplexe Nase, sehr feine Frucht, gute Struktur, Thymian, Curry, rote Beeren (17-18)
Grand Plaisir – Cuvée aus 55% CS, 9%Shiraz, 6% CF, 10% Merlot und PV (16)
Insgesamt war Plaisir de Merle bisher das aussagefähigste Weingut der letzten Tage und konnte auch vom Weinstil und den verkosteten Wein recht gut überzeugen.
Am Abend ging es dann in ein ausgezeichnetes Restaurant mit Namen „Terroir“.
Gelegen in Stellenbosch, ein wenig außerhalb in einer abgeschirmten Siedlung namens Kleine Zalze.