Archiv der Kategorie: Specials

Wildbakers, von Zweien die auszogen das perfekte Brot zu backen.

Vor gut einem Jahr habe ich mir jetzt das besagte Brotbackbuch der Wildbakers gekauft und bin immer noch so total begeistert, das ich hier ein paar Beispiele zum Besten geben will, was in der Zwischenzeit so alles aus den Rezepten entstanden ist. Sicher habe ich in den Jahren seitdem ich mich so in der Küchenwelt bewege schon so manche andere Bäckerei mir vorgenommen, jedoch so richtig ein Brot zu backen, mit all den Teigansätzen, dem Garn lassen und dem Warten über nacht, was mit Wasser, Mehl und ein wenig Zutaten so passieren kann, war mir seither verwehrt. Mit diesem Buch haben sich nicht nur Türen, sondern ganze „Himmelspforten“ geöffnet, was schon einiges heißen will. Hier also einige Beispiele aus den letzten Monaten, was so entstanden ist, und auch bei Gästen zum Essen und manchen Weinverkostungen gut angekommen ist.
  
Ein französisches Landbrot

Dinkelbrot

Tomaten Parmesan Sticks

Winzerringe – passen ausgezeichnet zu einer Rotweinverkostung

Dinkel-Roggenbrot

schwäbisches Linsenbrot

Backfeuerbrot
Alle Rezept nachzulesen und sehr zu empfehlen  nachzumachen, denn wenn man sich an die Beschreibungen der Rezepte mit den Mengen und den Zubereitungen einigermaßen hält funktioniert das auch ausgezeichnet in einem normalen Haushalts-Backofen.

Ich werde weiter die Rezepte aus diesem Buch umsetzen und sicher auch weiter begeistert sein.
Backen ist Wild


 

Gewürze der Welt ist umgezogen

In dieser Woche ist der Laden von „Gewürze der Welt“ nicht mehr im Ruffiniblock zu finden, sondern der neue Laden befindet sich in einer kleinen Passage zwischen Kaufhof am Marienplatz und dem Donisl in der Thiereckstrasse 4. Der Ruffiniblock an der Sendlingerstrasse wird saniert und in den nächsten Jahren wohl geschlossen bleiben. Dafür gibt es für den Laden der Gewürze der Welt eine etwas größere Location in dem kleinen Passagengässchen in der Thiereckstrasse 4. Vielleicht demnächst noch ein paar mehr Details zum Laden, wenn auch die erste Etage der Location voll eingerichtet ist.
So sieht der Laden heute von außen aus:

Die meisten Gewürze sind sehr zu empfehlen und ausgesprochen frisch.
Der link zum shop ist dann aber der gleiche geblieben:
www.gewuerze-der-welt.net


 

Advendts-Gebäck in 2 Variationen

In diesen Tagen so mitten im Advent hatte ich mal wieder die Zeit mir ein paar Rezepte aus Kindertagen herauszusuchen, welche ich jetzt in meiner eigenen Küche ausprobieren und leicht abwandle wollte.
Da wären zunächst die baltischen Pfefferkuchen, was von der Namengebung etwas irreführend ist, denn das sind dunkle Plätzchen mit einem recht würzigen Teig, der im kühlen Keller für einige Tage oder auch Wochen ruhen und sich entwickeln kann.
Weiterhin sollte es mal wieder das Rezept der Pumpernickel sein, welche auch hier von der Namengebung sehr verwirrend als Pumpernickel bezeichnet werden, denn der Teig dieses Weihnachtsgebäcks ist total hell und hat mit der Brot-Variante nichts zu tun.
Also zunächst zu den baltischen Pfefferkuchen, welche ich in folgender Teigzusammensetzung anmische:
625 gr. Mehl (550er Sorte)
375 gr.Honig
125 gr. Butter
125 gr. Zucker
9 gr. Pottasche (in der Apotheke zu bekommen)
1 Eigelb +2 Eigelb für den Bestrich
je 1 gestrichener TL von folgenden Gewürzen:
Koriander
Ingwer
Nelken
Muskatnuss
Zimt
und ich habe diesmal noch 3 Kapseln Kardamom zerstoßen hinzugefügt.

Will man die gesamte Menge an einem Tag oder Abend zu den Plätzchen verarbeiten, müßte man den Teigansatz so ca. 1 Woche vorher vornehmen. Der Teig sollte nämlich für einige Tage im Keller bei kühlen Temperaturen für mindestens 5 – 8 Tage ruhen.
Zur Zubereitung:
In einem großen Topf den Honig, Zucker und die Butter erhitzen und unter Zugabe der Gewürze erhitzen, so das der Zucker komplett geschmolzen wird. Die Pottasche in einer 1/2 Tasse Wasser auflösen, den Topf von der Flamme und dem Kochfeld herunternehmen und unter Rühren die 1/2 Tasse mit der Pottasche darin unterrühren. Vorsicht, wenn de Masse noch zu heiß ist, denn Pottasche ist ein starkes Treibmittel, was die Masse zum Überkochen bringen kann. Dann das Mehl hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss das Eigelb unterrühren und nach dem Erkalten in eine Schüssel füllen, die abgedeckt im Keller Platz finden kann.

Wie gesagt, nach 5 – 8 Tagen aus dem Keller holen und nicht wundern, denn der Teig kann recht hart geworden sein. Das ist im Prinzip aber kein großes Problem, denn nachdem man sich die Hände recht gut mit warmem Wasser gewaschen hat, schneidet man den Teig in ca. 4 Teile, welche dann mit den warmen Händen kräftig geknetet werden und dadurch geschmeidig wird. Dann auf einer gut bemehlten Fläche den Teig recht dünn ausrollen (so ca. 1-2 mm dick) und dann mit den beliebigen Ausstechen die Plätzchen formen.
Parallel dazu 2 Kuchenbleche einfetten und darauf die ausgestochenen Pfefferkuchen nebeneinander platzieren und mit Eigelb bestreichen. Nach Belieben kann auch eine halbierte Mandel noch auf einige der Plätzchen platziert werden.
Vor dem Backen:

Und nach dem Backen bei mittlerer Hitze von ca. 170 – 180 °C auf mittlerer Stufe und für 9-10 Minuten.


Und dann folgten ein paar Tage später auch noch die zweite Variante der Weihnachtsplätzchen mit den Pumpernickeln.
Die Zutaten wären folgende:
5 Eier
400 gr. Zucker
1 TL Zimt
ca. 13 Nelken, gemörsert
500 gr. Mehl (Typ 550er)
200-300 gr. süße Mandeln-gemahlen, geraspelt oder grob gemahlen

Die Zubereitung geht dann folgendermaßen:
Die Eier mit dem Zucker im Mixer oder in der Küchenmaschine sehr gut durchmixen, bis der Zucker nicht mehr körnig wirkt und das Eigelb sich gut aufschäumt. Dann werden alle Gewürze und das Mehl hinzugegeben und so lange durchgerührt, bis sich ein gleichmäßiger Teig gebildet hat. 2 Backbleche gut einfetten und mit Mehr bestäuben, so das die Teigschlangen bei Backen nicht festkleben. Nach eine gewissen Ruhezeit des Teigs, wird eine Fläche sehr gut eingemehlt, und der Teig in 2-fingerdicke Stränge umgerollt, welche dann auf dem Backblech Platz finden.

Den Backofen auf ca. 180°C aufheizen und die belegten Bleche für ca. 15-20 Minuten ausbacken, bis die ersten dünnen Teigecken leicht braun werden.
Nach dem fertigen Backvorgang die Teigschlangen gleich auf einer Schneidefläche schräg auseinanderschneiden und entsprechend auskühlen lassen. So sieht das dann zusammengestellt auf einem Teller aus:

Nach der Auskühlet die Pumpernickel nicht offen im Raum liegen lassen, denn diese Variante wird bei Luftkontakt sehr schnell sehr hart. Also in eine Blechschachtel packen, und je vor Verzehr etwas auf den Tisch bringen.



 

Fränkische Weinbar in der Residenz – coming soon

Wir warten auch Anfang Dezember immer noch auf die Eröffnung der Weinbar in der Residenz in München. Angekündigt für Ende September, also so ca. kurz vor dem Oktoberfest ist die fränkische Weinbar in der Residenz immer noch nicht eröffnet. Bereits im August war in der SZ angekündigt, das die Weinbar wohl noch, wenn alles klappt, noch vor dem Oktoberfest eröffnet. War wohl nicht, denn die Gründe kenne ich nicht, aber ich werde die weitere Entwicklung verfolgen und darüber berichten, sobald sich die vermischten Glasscheiben etwas lichten werden. Hoffentlich bald in diesem Wein-Theater.
So sieht das heute aus:

Der Name steht dann wohl auch schon fest mit „FRANK“, was mir persönlich zwar etwas langweilig erscheint, aber das wird sich ja dann wohl noch weisen.
Bis bald!


 

2 Rezepte aus einem neuen Kochbuch von Stevan Paul

Rezepte für jeden Tag ist der Untertitel des neuen Kochbuchs von Stevan Paul. welches ie japanische Küche zum Thema hat. „Meine japanische Küche“ als Buchtitel ist so damit eine weitere Erklärung zum Gesamtthema der japanischen Küche, welche nicht nur von seinen Zutaten, sonder auch von so manchen Zubereitungen sehr speziell sein kann. Also wandelt Stevan Paul nach Bedarf ie Rezepte so um, wenn man will, das auch mit hier überall zu erstehenden Zutaten und Zubereitungen die Rezepte einigermaßen authentisch nachkommen kann. Das Buch kam vor einigen Monaten heraus und hatte mich gleich zu Beginn der Ankündigung angemachte da sich auch der Titel gut darstellte.

Das Buch ist so aufgebaut, das jeweils auf einer Doppelseite die Rezepte dargestellt werden, wobei auf einer Seite die Beschreibung mit den Zutaten steht, und auf der gegenüberliegenden Seite das Rezept mit einem Foto abgebildet ist. Auf den ersten Seiten gibt es eine kleine Warenkunde zu speziellen japanischen Zubereitungen, und dann gliedert sich das Buch in 8 Kapitel von einem Register abgeschlossen. Diesmal gibt es 2 Rezepte aus dem Kapitel „Igakaya und Familienküche“ sowie „Japan vegetarisch“.

Zum ersten Rezept bin ich am Samstag einfach zu meinem Fischhändler gegangen und hb mir ein Netz voll Venusmuscheln gekauft, und die weiteren Zutaten beim Gemüsestand.

Weiterhin brauche ich:
1 Bund Frühlingszwiebeln
25 gr. Ingwer
100 ml Sake
200 ml Dashi
2 El Sojasauce
40 gr. Butter
Die Beschreibung wie alles zuzubereiten ist findet Ihr auf Seite 158 – 159 des Kochbuchs und sehen dann so aus:
  
Ich habe das natürlich in einem der Hering-Ocean tiefen Schüsseln angerichtet. Das Besondere an diesem Gericht ist, das die Muscheln nicht wie Klassischerweise mit Weißwein, sondern mit Same und Ingwer gedünstet werden, was wirklich dem gesamten Gericht und den Muscheln einen ausgesprochen guten Geschmack beifügt. Dazu habe ich mir an dem Abend einen Winzersekt aus dem Bereich Franken vom Weingut Galen geöffnet, welcher ein Silvaner Brut beinhaltete. Sicher könnte man hierzu auch einen angewärmten Same trinken, den ich aber gerade nicht passend im haus hatte.


Und dann gibt es am nächsten Tag einen gerösteten Blumenkohl, der mit einer Gomasio abgeschmeckt wurde. Gomasio ist eine Mischung aus Sesamöl und Meersalz, welches in den Grundrezepten der Warenkunde im Buch am Anfang beschrieben wird. Einfach herzustellen und auch gut aufzubewahren für weitere Zubereitungen. Für dieses Rezept habe ich allerdings noch eine kleine Ergänzung hinzuerfunden, welche in kleingeschnittenem rotem länglichen Paprika bestand. Das Blumenkohlrezept findet Ihr im Kochbuch auf Seite 180 – 181. Und dann sieht das gesamte auf dem Teller dann so aus:


Den roten Paprika hab ich ganz bewußt als kleinen Farbkontrast gewählt, und ergänzt sich mit der im Rezept verwendeten Vinaigrette ganz gut, da ich den Paprika auch nur mit Butter angebraten habe und mit ein wenig Dashi abgelöscht.



 

Riga, die lettische Hauptstadt, kulinarisch im Herbst 2017

Aus Anlaß eines Seminars war ich in der letzten Woche für einige Tage in Riga, wo ich zuletzt vor ca. 10 Jahren weilte und eine Menge an positiven Änderungen feststellen mußte. IIID (International Institute for Information Design) veranstaltete ein 2-Tages Seminar, wo ich einen Vortrag zu Weinetiketten halten sollte. Das Seminar fand in der Kunstakademie von Riga statt, welches früher eine Schule war.

Sa ich aber bereits am Vortag des Seminars anreiste und auch noch 2 1/2 Tage anhängen konnte, hatte ich die Gelegenheit einige Locations in der Stadt zu besuchen, welche mir bisher fast gänzlich unbekannt waren.Wie gesagt, es hat sich eine Menge getan. Da ich ein Hotel recht nah am Tagungsort gebucht hatte, war es mir bereits am ersten Abend möglich in einem kleinen aber sehr feinen Weinladen eine Flasche französischen Rotweins zu erstehen, welche mich für die nächsten Abende so einen gewissen Abendschluck garantierte.
  
Diese Flasche aus dem Cotes de Roussillon war gerade richtig für den Zweck welche sie erfüllen sollte.
Aber ich will hier mal nur nicht die Restaurant Besuche wiedergeben, sonder auch auf dem Seminar gäbe es 2 Gelegenheiten mit den Weinen der Welt Bekanntschaft zu machen. Beginnen sollte es mit einem Grünen Veltliner, der von der österreichischen Botschafterin spendiert wurde, welchen wir dann zu einem Empfang der Botschaft in der Akademie genießen konnten.

Die Grüne Veltliner war sehr präsent, zeigte wunderbare Säurenuancen und mit dem Jahrgang 2008, wenn ich mich richtig erinnere, war dieser Tropfen eine doch etwas außergewöhnlich gute Begleitung zu den Anlässen während der Seminartage. Ganz besonders erstaunt hatte mich allerdings ein „Wein“ aus dem Gastgeberland Lettland.Hier wurde einmal nicht ein 08/15 Prosecco ausgeschenkt, sonder von einem lokalen Anbieter konnten wir einen weißen Tropfen genießen, der in klassischer Vergärung, wie ein Weißwein im Stallten vergoren einen 11,5% vol/Alc. Rhabarber.Wein verkosten der durchaus für einen klassischen leichten Weißwein gehalten werden konnte.
  
Das Etikett verrät zunächst einmal nicht so wirklich viel, auch wenn auf dem Stempel bereits die Fruchtherkunft verraten wird. Auf dem Rücketikett kann man dann mehr über die Herkunft und Machart erfahren.
In der Nase eine feine Frucht mit Säureanteil, und am Gaumen spürt man dann zunächst eine Fruchtstruktur, welche mit einer gewissen Säure und leichten Gewürznoten sowie etwas Zitrus daherkommt. Wirkt frisch und fein, sowie mit der richtigen Kühlung, welche der Wein hatte, ein frische Note mit fruchtigem Abgang und etwas Süße.
Dann ging es am nächsten Tag zum ersten Lokal, welches ich hier kurz neben weiteren anderen beschreiben will. Die links zu den web-sites findet Ihr dann unter der Rubrik „Links“.
Muusu in der Altstadt von Riga

In einem der alten Häuser gelegen, gegenüber dem Dom, wo sich der Vorraum wie oben gesehen darstellt wo ich bereits am ersten Tag kurz am Nachmittag vorbeischaute, denn das Lokal hat im Prinzip den ganzen Tag geöffnet und am vierten Tag hatte ich dann für den Abend reserviert, aber leider auch nur einen Platz im Vorraum erhalten.
Dafür war das Angebot auf der Speisekarte recht interessant und auch eine große Weinkarte versprach einen guten Einstieg. Los gehen sollte es mit einer Vorspeise:

Island Crevetten mit Joghurt, Gurke und einem schwarz eingefärbten Brot, welches obenauf lag und eine trotz der wohl Sepia Tinte eine wunderbare leichte Struktur hatte.
Dann ab es noch ein Rindercarpaccio mit einigen Stücken weich gedünsteter Sellerieknolle, Ruccola und den für das Land typischen großen Preiselbeeren, welche auch als Cranberries durchgehen würden.

Als Hauptgericht hatte ich mir zunächst einmal ein Gericht mit Graupen bestellt, welches für die Region sehr typisch ist, aber auch noch sehr fein mit ein wenig Pilzen und Creme, sowie etwas Aceton abgerundet wurde.


Am nächsten Tag besuchte ich zunächst einmal das Kunstmuseum und steuerte dann zum Mittag ein Weinlokal an, welches auch tatsächlich offen hatte, und ich in diesem Fall der einzige Gast war. Das Moltto liegt in der Gertrudes iela 20 (Gertrud Strasse 20) und ist wirklich sehr typisch eingerichtet wie ein Weinbistro und Lokal.

Das Foto unten zeigt auf der linken Seite alle Flaschen, welche im Prinzip auf der Weinkarte angeboten werden. Eine sehr schöne Idee, die ich in einem Weinlokal bisher noch nicht so oft gesehen habe.


Ganz in Ruhe konnte ich mir das Lokal ansehen, und mir dann 2 Gerichte aus der Karte auswählen, welche mir ebenso recht typisch vorkamen und ausgesprochen gut gefallen haben. Los geht es mit der Vorspeise welche sehr interessant präsentiert wird auf einem schwarzen Teller.

Auf rohen ganz dünn gehobelten Kohlrabischeiben türmen sich die Salatblätter mit den Fetzen von der Ente und einige Stückchen Tomaten und einigen Raspeln von Käse.
Und zum Hauptgang gibt es ein Schweinefilet von Grill mit kleinen Kartoffeln und kleinen Tomaten sowie einem Pilzmousse, welches ausgezeichnet zum Flesch aber auch den weiteren Zulagen paßt.

Das war also der Mittag und es ging am Nachmittag wieder in die regnerische Stadt, wo ich mir ein paar bekannte Plätze ansah und noch zwischendrin ein Glas Wein genehmigte.

Riga ist einer der Städte in Europa wo die meisten sehr gut restaurierten Jugendstil Häuser zu sehen sind.
Am Abend sollte es dann ein kurzer Besuch bei einem Italiener um die Ecke sein, der mir bei einem meiner Wege ins Hotel zurück aufgefallen war.
Das Lokal mit dem Namen Prego liegt in der Antonijas iela (Anton Strasse) wo es dann auch eine Vorspeise und einen Hauptgang zu verspeisen gab.

Die Vorspeise war ausgewiesen als Gelbflossen Thunfisch Carpaccio, welches dann mit viel Dekoration und Avocado, dünn geschnittenen Succiniröllchen und Salat auf den Teller kam. Das Carpaccio sehr ordentlich abgeschmeckt und insgesamt frisch und git.
Dann zum Hauptgang eine Entenkeule mit diversen Beilagen, welche sehr fein daherkam und durchaus nicht zu trocken war.


Am letzten Tag ging es dann mittags noch in ein Lokal welches ich wirklich nicht hätte missen wollen. In einem alten Haus im Stadtzentrum, etwas hinter dem Dom und dem Platz gelegen in einer Seitenstrasse liegt das Lokal Valtera Restorans. Ich hatte bereits am Vortag einen Blick durch das Fenster geworfen, und mir gedacht, das ich den Namen doch schon bei meinen Recherchen gelesen hatte. Zur Mittagszeit hatte ich mir gedacht wohl keine Reservierung vornehmen zu müssen, was sich mir dann auch bestätigte, denn ich war einer der ersten Gäste um kurz nach 12. Durch den Eigang herangekommen, betritt man fast schon den ersten Raum der Küche, wo einer der Köche bereits etwas anrichtete. Kurz daneben dieGarderobe, und ich wurde in eines der 2 Gasträume gebeten, die schlicht, aber sehr fein in Holz und mit weißen Farben eingerichtet waren. Der Stil sollte sich auch so fortsetzen. Ich bestellte also auch hier eine Vorspeise und einen Hauptgang und wurde ausgesprochen freudig überrascht über die Qualität einer landestypischen und wohlschmeckenden lokalen Küche.

So wird man am Tisch erst einmal mit einem kleinen Holzbrettchen für das Brot und die Butter empfangen, welche dann auch gleich folgt, sobald man die Bestellung abgegeben hat.

Dieser Anfang mit einem selbstgebackenen Sauerteigbrot und einem kleinen Schälchen einer Kräuterbutter fügte sich ausnahmslos geschmeidig ein in das gesamte Ambiente und das Konzept des Lokals ein. Ich hatte 2 Gerichte Bestellt, welche mit der Vorspeise begannen die da war:

Ein Rindertartar auf Gurkenscheiben mit Kräutern, Käse und kleinen Salatbeilagen. Sehr fein abgestimmt, wobei mir bei so einem Tatar die weiteren Zugaben of immer etwas zu viel sind. Geschmacklich aber wunderbar ausgewogen und fast schon elegant.

Zum Hauptgang gab es dann

eine Schwarzfederhuhn Keule, welche mit ein wenig Salat, etwas Grünzeug ausgesprochen fein schmeckte und sehr fein wirkte.


Das waren also somit meine kulinarischen Eskapaden in der lettischen Hauptstadt Riga, wo es in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung in Sachen Restaurant Angebot gegeben hat, aber auch die diversen Weinlokale und Möglichkeiten zeigen, das hier die kulinarische Welt angekommen ist. Auf ein Neues.



 

herz&niere – ein Restaurantbesuch in Berlin

An einem der letzten Wochenenden mußte ich mal wieder nach Berlin, wo es am frühen Samstag Vormittag der Termin eine Anreise am Freitag zuvor bedingte. Also hatte ich mir einen Flug mit Ankunft am Nachmittag gebucht, so das ein entspannter Restaurantbesuch am Abend auf dem Programm stand. Dieses Mal sollte das Restaurant „herz&Niere“ in Kreuzberg sein, welches in der Fichtener. 31 im Soutterrain liegt. Ich hatte problemlos ein paar Tage vorher übers internet direkt beim Lokal gebucht und auch eine entsprechende Antwort erhalten.

Das Konzept dieses Lokals liegt darin, das die Tiere und Produkte welche verarbeitet werden, nicht nur als Filet auf den Teller kommen, sondern das alle Teile der zu verarbeitenden Produkte in irgendeiner Form auf den Tisch und Teller kommen. Das war also meine Motivation dort auch einmal reinzuschauen und die diversen Produkte zu versuchen. Ich wählte also eines der Menüs mit Innereien und alles was so eine Küche bietet mit dem Titel „Kopf bis Fuß“. Wer aber denkt hier gibts nur so fleischige Genüsse, weit gefehlt, denn es gibt auch vegetarische Menüs, welche ebenso die Komplettverarbeitung eines Produktes als Konzept zugrunde gelegt haben.

Und ich war von dieser Auswahl, wo ich mich für 5 Gänge entschieden hatte durchaus sehr angetan.

Los geht es mit einer Leber in Kombination mit diversen Gemüsen sowie einer frischen Komponente eines Wildkräutereises. Das also als erfrischende Komponente was erstaunlich gut paßt und fein Kräuterich ausgewogen ist.

Es folgt ein nächster mit einem Produkt, welches ich wirklich noch nie verspeist habe. Schweinehirn hier kombiniert mit Erbsen, mange tour, rosa Zwiebelringen und einem feinen helle Schaum der sich durchaus gut zu den Beilagen, aber insbesondere zum Hirn paßt.

Als dritten Gang gibt es ein Blutwurstbeuscherl mit einer auch festen hellen Blutwurst und einigen sautierten Pilze, welche ein wenig zur Geschmackskomponente beiträgt, aber die dunklen Basis auf dem Teller macht doch die Hauptrichtung aus.

Und dann geht es so richtig in die Innereien der Tiere weiter. Kalbsnieren mit Entenherz, welche rosa gebraten und schön weich geblieben sind und ebenso wie die meisten Produkte hier immer so auf den Punkt gedünstet bzw. gebraten wurden. Die dagegen kräftig angerösteten Gemüse wie Rosenkohl oder auf der in Streifen geschnittene Kohl geben seine Röstaromen dazu.

Und zum Abschluss gibt es noch einen weiteren deftigen Gang, denn im Restaurant bestelle ich selten einen süßen Dessert, auch wenn ich den gelegentlich selber koche und bei mir anbiete. Hier gibt es also zum Abschluss ein Schweineschnäutzchen – -wie, ja richtig gelesen, die weiche Schnautze eines Schweins, sehr weich gedünstet und mit dunklen Noten wohl so verfeinert das es richtig gut wirkt. Die Beilage dazu mit etwas Blutwurst, Kraut und einigen kleinen Rieslingtrauben, welche recht viel Kerne enthielten, was aber zum ganzheitlichen Konzept dazu gehörte.

Das waren also die 5 Gänge des herz & Niere, welches mir insgesamt von der Atmosphäre, dem Interieur, aber auch vom Service her gut gelungen erschien und sich aber insbesondere auch in der Weinkarte fortsetzte.

Wer mehr wissen will schaut unter den links bei Restaurants.



 

Der Tölzer Kasladen – „Mein Affineur“

Am letzten Wochenende gab es beim Tölzer Kasladen auf dem Viktualienmarkt in München eine kleine Weinverkostung mit 5 Weinen aus deutschen Anbaugebieten und einen jeweils dazu sehr fein ausgewählten passenden Käse aus dem eigenen Angebot.

Dieses kleine Schild war zwar nützlich, konnte aber die aufgebauten 5 Weine mit den passenden Käsesorten nicht wirklich eine Konkurrenz machen. Die 5 Flaschen aufgebaut mit einem Preisschild davor, was so für die Flasche auszugeben sei, wollte man sie als komplette und gefüllte erwerben, und daneben die Kühltruhe mit den Käsen und den noch vollen und bereits Flaschen für den Ausschank.

7,50 € gelöhnt und dann bekomme ich ein Glas, wo es mit dem ersten Schluck, einem prickelnden Riesling Cuvée beginnt, welches vom Weingut Uhlig aus Oestrich-Winkel im Rheingau stammt. Dazu ein frischer Ziegenkäse, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Eine feine frische Perlage bringt den Kreislauf in Schwung, soweit das aus dem Piccolo schon möglich ist.

Dann folgt ein Rosé Winzersekt vom Weingut Castell aus Franken mit dem Namen Fraenzi der sich auch ganz gut zum zweiten Käse, der etwas gereifter aber frisch fast ebenso prickelnd auf dem Gaumen zum flüssigen erbeerigen Sekt sich einschmiegt.

Dann geht es mit einem Weißburgunder vom Weingut Korea von der Nahe weiter, der sich frisch und leicht fruchtig präsentiert und ebenso schön harmoniert mit dem buttrigen schmalzigen Käse, der mit seiner etwas nusseigen warmen Note gut harmoniert.

Jetzt folgt ein Silvaner vom Bio-Weingut Rothe in Franken aus der Bocksbeutelflasche und da ich schon einige der vielen Weine von Manfred Rothe verkostet habe war ich auch hier auf den Käse gespannt. Da Frau Hofmann vom Tölzer Kaskaden persönlich anwesend war und für die Gäste die Gläser einschenkte und die Käseplatten vorbereitet hatte, war es sehr angenehm, das die Weine gut gekühlt waren, aber der Käse dagegen seine entsprechend richtige Temperatur hatte um gemeinsam ausgezeichnet zu harmonieren. Hier gäbe es einen etwas festeren Schnittkäse der auf dem Foto zu erkennen ist. Alle Käse sind beim Tölzer Kaskaden zu erhalten.

Final gab es dann einen Süßwein aus deutschen Landen der in diesem Fall aus der Traube Optima stammte und vom Weingut Grossmann aus dem Rheingau stammte. Die kleine Flasche Trockenbeerenauslese wurde gerade erst aufgemacht und der Blauschimmelkäse brachte das Seinige zum wohligen Geschmack als Abrundung in dieser kleinen Reihe einer Käse-Wein Verkostung an einem Samstag Mittag auf dem Viktualienmarkt.

  

So sieht der Eingang des Tölzer Kasladen auf der Seite der grünen Hütte auf dem Viktualienmarkt aus:

Für mich einer der besten Käseangebote in München und Umgebung.


 

BRLO in Berlin, ein spezielles Gourmet Erlebnis

Mit zwei Kollegen war ich auf einer Messe in Berlin und konnte so die Gelegenheit nutzen einmal wieder eine interessante relativ neue Location in Berlin zu besuchen. Das BRLO brwhouse in Berlin, welches sich auf dem Gelände des Gleisdreieck befindet. Ich kenne es noch aus der Zeit kurz nach der Wende, wo eine Freundin in Sichtweite dort wohnte und ich mit Ihr auch einmal dort durch das Bahngelände gestreift bin, zwischen viel Schrott, alten Eisenteilen und sonstigem Unrat, der sich im laufe der deutschen Trennung dort angesammelt hatte. Aber jetzt zur heutigen Situation, wo auch die U-Bahn Station Gleisdreieck der U2 wieder in Betrieb genommen wurde und direkt dahinter befindet sich die Location des BRLO brwhouse, welches eine Brauerei, ein Restaurant, aber auch ein Biergarten ist, der aus 38 gebrauchten Überseecontainern zusammengebaut ist.

Wir hatten für 19 Uhr dort einen Tisch im Restaurant reserviert, für 3 Personen und trafen uns vorab schon mal im Biergarten, der mit Hopfenreben schon ein wenig eingewachsen war. Dann ging aber rein in die Restaurants Location, welche sich als sehr theatralisch herausstellen sollte. Wir bekamen einen Tisch auf der Empore, und konnte da bereits feststellen das die Inszenierung hier sicher auch eine Rolle spielt im gesamten Konzept der Zusammenstellung der aufgebauten Container.

Auch von unserem Tisch hatten wir eine großartige Aussicht auf diese kathedralenhafte Inszenierung, was sich in den derben Holztischen, der Brauerei gegenüber und sicher auch im Konzept fortsetzte. Wir bestellten also erst einmal ein „Helles“ als Aperitif, welches aus der eigenen Brauerei kam und uns recht gut schmeckte, da frisch, recht würzig und süffig schmeckte und unser Kehlen herunterrann wie Öl.

Dann folgte aber die Speisekarte und wir konnten erst einmal das Speisenkonzept dieses Lokals studieren und waren freudig überrascht über die umfangreiche Auswahl, welche sich in einer ganz speziellen Auswahl von zunächst 3 Kategorien darstellte mit den drei Bereichen
Gemüse
Beilage
On Top

Da wir aber zu dritt waren, haben wir uns für eine der „S“ (small) „M“ (medium) „L“ (large) Bereiche entschieden, wobei es bei uns bei der Medium Variante bleiben sollte. Dazu gäbe es also 3 Gemüsegerichte, 2 Beilagen und 3 On Top. Später dann zu den fleischlichen Genüssen. Auswählen konnten wir also aus jewels 7 dieser drei Kategorien, was uns nicht besonders schwer fiel, denn wir waren uns am Tisch auch recht einig, was es werden sollte.  Besonders gespannt waren wir auf „Im Ganzen gegarten Blumenkohl“, und auch auf „German Kimchi“. So sah das gesamte 40€ Menü dann auf dem Tisch für 3 Personen aus, welches eben aus 3xGemüse, 2xBeilagen und 3xOn Top bestand.

Insgesamt eine erst einmal sehr gute Auswahl und Zusammenstellung und alle unsere Eßgelüste konnten sich freien Lauf lassen, was da so in den Schüsseln vor uns stand. 2 Personen am Tisch wollten dann aber doch auch noch etwas Fleischiges dazu und wir bestellten uns jeweils 100 bzw. 300 gr. Fleisch, welches wunderbar zart gegart und warm auf den Tellern serviert wurde.

Insbesondere aber zu erwähnen ist ich noch aus der Gemüseauswahl die getrockneten und gefoppten Gemüse, welche aus verschiedenen grünen, weißen und sonstigen Gemüse bestanden, die so stark heruntergetrocknet waren, das diese wie Chips zu essen waren. Auch wenn hier ein Dipp fehlte, was wohl ins Konzept paßt, war dies durchaus zu begrüßen, denn das hätte den sehr intensiven und vordergründigen starken Geschmack dieser getrockneten Gemüse nur verfälscht und war somit in besonderes Erlebnis am Gaumen.

Service war gut und recht schnell, auch bei Nachbestellungen für die Getränke, was so den Abend insgesamt auch noch positiv abrundete.
Meine Bewertung hier 17/20 Punkten, wobei wir eigentlich zu wenig der vielseitigen Bierkarte im Angebot genutzt hatten.



 

„taste München“ als erste Gourmetveranstaltung in München

An diesem ersten Augustwochenende fand zum ersten Mal eines der „taste“ Veranstaltungen im englischen Garten statt. Angekündigt seit einigen Wochen mit Plakaten, welche in der Stadt an den bekannten Stellen ausgehängt waren, konnten mich diese auf hellblauem Grund mit Pinselschrift und einem Foto von einem Gericht nicht überzeugen.

Da ich von den Veranstaltungen bereits auf internationaler Ebene gehört hatte, wollte ich natürlich auch sehen, was die Veranstalter hier in München so feines auf die beine gestellt hatten. Die Karte für die Veranstaltung hatte ich mir im Vorverkauf besorgt, und war dann auch recht pünktlich gegen 17:45 Uhr am Veranstaltungsort in München im englischen Garten vor Ort, wobei dort dann bereits ca. 120 Personen in der Schlange standen. War aber kein Problem, da der Einlass recht zügig vor sich ging. Ein Veranstaltungsgelände auf einem Sportplatz im englischen Garten, wo aber zunächst nicht klar war, wie der Ablauf sein sollte. Ich steuerte auf einen Weinstand zu, wobei mir dann aber gesagt wurde, das ich mir erst eine aufgeladene Karte besorgen müßte, mit der dann an den Ständen die gekauften Gerichte und Getränke bezahlt werden können. Systemgastronomie läßt grüßen. Ich also zur:

wo es gegen Bares eine Chipkarte gab, und damit wohl dann auch an allen Ständen die Gerichte bezahlt werden können. Jetzt also endlich zu einem der Getränkestände, in diesem Fall einer von Rewe, wo ich mir ein erstes Glas Wein einschenken ließ. Aber mit dem Glas Wein war es nicht getan, denn dafür wurde auch noch ein Pfand von 2.-€ kassiert, und man bekam einen blauen Chip, der dann bei Rückgabe wieder einzulösen war.

Nun ja, so richtig komfortabel und mit Genuss verbunden kann man das nicht nennen, denn mit einem Glas Wein in der Hand, einen kleinen Teller mit einem der Gerichte der anbietenden Köche gab es dann leider nicht wirklich genügend Abstellmöglichkeiten bzw. Plätze, wo man dann in Ruhe seine gekauften Kleinigkeiten verspeisen konnte.

Insgesamt war das Gelände selbst nach 1-2 Stunden noch nicht wirklich voll ausgelastet und es war angenehm so zwischen den Ständen zu schlendern, sich die Köche in Ihren Zelten anzusehen, die unterschiedlichsten Angebote von Senf über Marmeladen, Whisky oder auch Schweizer Spezialitäten anzusehen oder auch zu verkosten.

Die wesentlichen Cateringzelte waren in der Mitte des Platzes aufgebaut, wo von 12 Münchener Köchen bis zu Kollegen aus Regensburg (storstad) und Rottach-Egern, sowie Reit im Winkel sich die Gäste Ihre kleinen Teller mit Köstlichkeiten von der Karte abbuchen lassen, und verspeisen konnten.

Richtig ärgerlich waren allerdings die 2 Stationen der Geschirrrückgabe, denn davon gab es auf dem gesamten Gelände nur 2, und dort standen ständig Schlangen vor der Rückgabe der Teller, Gläser und dem Rückbuchen der Beträge auf die „blaue Gourmetkarte“. Der blaue Chip mußte dann auch noch entsprechend abgegeben werden, und der Unmut mancher Gäste die ebenso in dieser Schlange mit mir anstanden war nicht wirklich kleiner.

Aber jetzt zu den kulinarischen Genüssen dieser Veranstaltung:
Das erste Glas Wein genehmigte ich mir an einem Stand von Rewe, welches ein Chardonnay von der Ersten und neuen Kellerei in Kaltern sein sollte, der gut zum warmen Klima an diesem Abend passen sollte, und ich steuerte dann sogleich einen der Gourmet Zelte an, wo ich bei Michael Hüsken vom Sophia’s aus dem Charles Hotel einen ersten Teller mir genehmigte.



Lamm vom Gutshof Polting, orientalische Gewürze, Karotten-Humus, Salzzitrone. Wobei hier auf dem Teller eher 2 Stückchen Blumenkohl waren, aber das Lamm recht schmackhaft und noch gut warm serviert wurde.

Anschließen ging es bei mir weiter zu, Zelt vom Restaurant storstad aus Regensburg, wo Anton Schmaus kocht und ich mir einen Teller mit Fjordforelle, Chirashi, Grüne Mango,  Soya, Wasabi und Gochuyang bestellte. Die Teller waren immer sehr schnell zubereitet, denn man konnte auch beim Blick in die offenen Küchen sehen, das jedes Cateringzelt eine gute Mannschaft am Werkeln hatte.

Sehr schön gewürzt und auf einem kräftigen Klecks Risotto, welches so nicht auf der Karte stand, aber insgesamt gut paßte. Feine Gewürze obenauf mit den diversen getrockneten Zutaten und kleinem Grünzeug, was sich geschmacklich gut zu dem Fisch mischte.
Jetzt hatte ich also bereits den zweiten Inhalt eines Tellers verspeist und jedesmal mußte man sich dann bei der Geschirrrückgabe anstellen, um den blauen Chip mit Teller und 2.- € Pfandgeld wieder gutgeschrieben zu bekommen. Na ja, wenigstens kam man mit anderen Gästen ins Gespräch, die zum Teil einen richtigen Berg an Geschirr zur Abgabe schleppten.
Das erste Glas Wein war geleert und ich machte einen Abstecher in Zelt der Schweizer, wo es einige autochthone Reben zu verkosten gab, und ich dann wieder den Weinstand ansteuerte, um ein zweites Glas zu ergattern. Der war allerdings ein kleiner Fehlgriff mit einem Sauvignon Blanc, welcher aus den italienischen Gegenden kam.

Insgesamt ist zu der Weinauswahl auf diesem Genussfestival zu bemerken, das die Veranstalter es nicht geschafft hatten, die große Auswahl an Weinhändlern, bzw. das große Angebot in München irgendwie wiederzugeben. Außer dem Rewe Stand gab es noch eine sogenannte „Wein Genuss Welt“, welche nur chaotisch organisiert war und ich dort erst garnicht versuchte einen guten Schluck zu bekommen. Weiterhin gäbe es 2-3 kleinere Weingüter  mit eigenen kleinen Zelten, wo es aber nur Verkostungsschlückchen gab. Also insgesamt ein kleines Weindesaster, denn an den Cateringzelten der großen Köche und Küchen, durften die Anbieter keine Weine ausschenken. Da besteht dringender Verbesserungsbedarf in der Abwicklung für den Genießer, denn Speisen und Wein gehören bei so einem Festival zusammen.

Meine nächste Station sollte die Dichterstub’n aus Rottach-Egern sein, welche ich bisher noch nicht kannte und ich dort einen Teller mit Kabeljau, geräuchertem Wildkräuterfond und Kartoffelschaum.

Eine sehr feine Kombination der Kartoffelstärke mit dem fein gedünsteten Kabeljau, welcher fast schon in der Sauce schwimmen konnte.

Und dann ging es noch zum Zelt des einzigen 2 Sterne Kochs, auf diesem Festival,  D. Urbansky vom Restaurant Dallmayr, wo ich mir einen Teller Onglet vom Nebraskarind und Mais mit Weizengras und Mole bestellte.

Sehr schön angerichtet und schmackhaft gut serviert, wobei der Mais mir etwas „künstlich“ vorkam. Was das wohl war? Dazwischen noch 2 kleine Scheiben eines Wurzelgemüses.

Ein Blick über das Gelände mit einem Teil der Zelte machte einen schönen Eindruck, wobei mir bereits bei der Plakatgestaltung aufgefallen war, das mich die hellblaue Farbe, hier bei den Fahnen zu sehen, doch verwunderte. Sollte hier vielleicht eines der Elemente der 1972 von Otl Aicher und anderen gestalteten Olympischen Spiele hervorgeholt werden? Auch im Programmheft dominierte diese hellblaue Farbe wieder.
Dann machte ich noch ein paar Runden quer durchs Gelände mit diversen kleinen Halts an manchen Ständen mit Verkostungen und kleinen Schlückchen aus dem Bereich der stärkeren Getränke.
Mal sehen was es, wenn es wiederholt wird, das nächste Jahr bringt.