Alle Beiträge von Olaf Hoffmann

Fleischpflanzerl auf Apfel- Gurkenbett

Selten gibt es bei mir mal wieder so ein schnell zubereitetes Gericht, welches durch die Fallobst-Äpfel in unserer Wohnanlage inspiriert waren. Ich hatte ein paar noch ganz gut aussehende Äpfel aufgesammelt und hatte mir dazu einfach ein paar Fleischpflanzerl ausgedacht. Zu den Äpfeln kam dann noch die Gurke in ebenso kleine Würfel geschnitten hinzu, die noch in der Gemüseschublade des Kühlschranks lagerte. Warum ich heute hier dieses Rezept beschreibe ist dann doch eher die Zubereitung der Fleischpflanzerl. Ich mag diese recht würzig und kräftig was dann wie folgt zusammengeht:
Für 8 – 10 Fleischpflanzerl
ca. 400 gr. gemischtes Hackfleisch vom Kalb und Schwein
1 Ei, 1 Schuss Sahne oder Crème Fraîche
Semmelbrösel,
1/2 TL Tandoori Massala, 1 TL Sumach gemahlen, Pfefferkörner grob zerstoßen, Salz
Mehl und Sesamsamen für die Panade vor dem Braten.
Olivenöl zum Braten
Für den Apfel-Gurkensalat:
1 – 2 fast reife Äpfel und 1 kleine Gartengurke
Eine Prise Salz, etwas Zitronensaft und ein Schuss Mirin
Die Zubereitung:
In eine Schüssel das Hackfleisch geben und mit allen Zutaten sowie den Gewürzen gut vermengen. Dann je nach Konsistenz noch Semmelbrösel hinzugeben, was aber sparsam passieren sollte, denn je mehr Semmelbrösel um so fester werden nachher die Buletten. Die Pflanzerl formen und auf einen Teller anrichten. In 2 weiteren Teller etwas Mehl und die Sesamsamen ausbreiten, und kurz vor dem Braten die Buletten darin von beiden Seiten mit Mehl und dann mit den Sesamsamen von außen einpacken.
Während die Buletten in der Pfanne braten können die Äpfel und die Gurke zu kleinen Würfeln geschnitten werden. In eine Schüssel geben, und sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln, so das die Äpfel nicht so schnell braun oxidieren. Dann das Gurken-Apfel Gemisch auf dem Teller ausbreiten, ganz leicht mit Salz oder auch ein wenig Zucker bestreuen und die Fleischpflanzerl darauf anrichten. So sieht’s dann aus:


Hier brauche ich eigentlich kleinen Senf oder Meerrettich, da die Buletten bereits gut gewürzt sind.



 

Hähnchen-Yakitori mit kleinem Chinakohl Salat

Nach einem Rezept von Stevan Paul habe ich am Wochenende mir einen Teller mit Hähnchen Herzen zubereitet mit einem kleinen Chinakohl Salat. Hähnchen Herzen sind immer eine feine Sache, wenn man generell Innereien wie diese mag. In diesem Fall werden die Herzen zur Hälfte aufgeschnitten, sehr sauber mit kaltem Wasser ausgespült und je nach Bedarf mit Stücken von Frühlingszwiebeln auf gewässerte Holzstäbchen aufgereiht. Sind die Spieße dann aufgezogen, werden die Herzen leicht gesalzen und gepfeffert und können dann in einer Eisenpfanne ohne große Probleme zubereitet werden. Der kleine Salat aus Chinakohl und möglicherweise weiteren Salatzutaten kann als frische Beilage hier dienen. Den Salat mit wenig Olivenöl, ein wenig Mini und Meersalz sowie Fleur de Sel würzen und als frische Beilage dazu servieren. So kann dann der nach einigen Minuten auf jeder Seite angebratener Spieß auf den Teller kommen.


Und auf dem Teller habe ich noch ein par Ruccola Zweige drapiert.
Guten Appetit.



 

Kandierte Zwetschgen, Mozzarella, Zitronenpüree

Nach langer Zeit habe ich mir mal wieder ein kleines Dessert ausgedacht, da es frische und schöne Pflaumen/Zwetschgen auf dem Markt zu kaufen gab, und diesmal sollte es eine ganz neue Variante eines Desserts werden.
Die Zwetschgen wollte ich also karamellisieren, in der Pfanne. Halbiert, oder auch später nach dem karamellisieren einmal in der Hälfte zu Vierteln aufgeschnitten.
Eine kleine Scheibe besten Mozzarellas mit en wenig Thymian und Flur de Sol kombiniert.
Das Zitronenpüree hatte ich noch von einer Zubereitung vor einer guten Woche, welches ein Rezept von Daniel Humm ist.
Aus den karamellisierten Zwetschgen kann dann zum Schluß noch eine kleine heiße Sauce mit etwas Butter entstehen.
Als Dessertbegleiter habe ich mir diesmal einen Riesling Auslese Alte Reben, Thörnicher Ritsch vom Weingut Lorenz kaltgestellt, welcher zu den süßen und würzigen Aromen des Desserts ganz gut paßte.
So sieht das dann auf den verschiedenen Platten und Tellern aus:

  

Noch im Nachtrag zu erwähnen der Jahrgang war 2011 und das Weingut Lorenz stammt von der Mosel – aus Detzem.



 

Stab.- und Jakobsmuscheln aus der Muschelschale

Nachdem ich das Rezept von D. Humm mit den Jakobsmuscheln umgesetzt hatte, konnte ich ein paar Tage später eine eigene Kreation aus Stabmuscheln und Jakobsmuscheln auf den Teller bringen. Neben den Stabmuscheln und je Portion eine Jakobsmuschel kombinierte ch noch etwas Cocktailtomaten, Frühlingszwiebeln und einige Saucenanteile zum Gratinieren hinzu. Je Portion und Muschelschale der Jakobsmuscheln brauche ich folgende Zutaten:

1 Jakobsmuschel ohne Coraille
2 – 3 Stabmuscheln
1- -2 Cocktailtomaten
1/2 Frühlingszwiebel
Zitronensaft, oder das Zitronenpürée von D. Humm,
Olivenöl, Mirin, Sojasauce, Salz und Pfeffer
trockener Weißwein und 2 – 3 Knoblauchzehen.

Zur Zubereitung:

Die Stabmuscheln sehr gut unter fließendem Wasser sehr gut waschen und in einem großen Topf mit einigen El Olivenöl stark erhitzen und die Stabmuscheln mit den zerdrückten Knoblauchzehen darin für 1-2 Minuten kurz anschwitzen, dann mit dem Weißwein ablöschen und nach 2-3 Minuten bei geschlossenem Deckel in ein Sieb abgießen. Die Jakobsmuscheln leicht salzen und pfeffern und in einer schweren Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten. Dann mit den fein geschnittenen Zutaten in die Schale der Jakobsmuscheln legen und die Muschelhälfte mit einem kleinen feuchten Mehlbatzen auf einem Blech so festkleben, das die Muschelhälften nicht mehr umkippen kann. Den Backofen mit dem großen Grill so vorheizen, das bei der Einschubhöhe 2 von oben die Muschelschalen auf dem Blech für 5-6 Minuten fertiggestellt werden können.

Auf dem Teller serviert seht das Gericht dann so aus:
  



 

Stabmuscheln/Schwertmuscheln mit Fenchel

Stabmuscheln, welche auch Schwertmuscheln genannt werden können insbesondere in der Sommerzeit beim sehr guten Fischhändler erworben werden. Dann sind diese besonders saftig und schmecken entsprechend gut, wenn das Rezept paßt. Diesmal wählte ich mir eine Rezeptur von Daniel Humm aus dem Kochbuch des Eleven Madison Park, welches für meine Begriffe ein ausgezeichnetes Rezept ist, wenn auch in der Zubereitung insgesamt ein wenig aufwändig. Das ist aber für ein Dreisternelokal durchaus angemessen. Wie also bereits gesagt, das Rezept im Kochbuch des Eleven Madison Park auf Seite 243 (Abb.), auf Seite 331/332 das Rezept und allen weiteren Zutaten und Rezepturen im laufenden Text und dessen Beschreibung. Wer es ebenso nachkochen wollte, bitte zuerst das gesamte Rezept durchlesen, denn es braucht einige Zeit für die Zwischenkühlung im Kühlschrank. Am Vormittag werden also alle weitere Zutaten auf dem Markt besorgt, wie der Fenchel und die weiteren Zutaten, und am Nachmittag geht es dann an die Zubereitung. Ich habe am Marktstand diesmal noch ein kleines Bund Mini-Radieschen erstanden, welche ebenso auf die Stabmuscheln als Dekoration obenauf ihren Platz finden. Im Prinzip ist das gesamte Gericht eine kalte Vorspeise, welche aber sicher auch als warm gratinierte Variante unter dem Grill auf den Teller kommen könnte. Ich habe mir 2 Serviervarianten ausgedacht, wobei die Stabmuscheln immer eine schön dekorative Wirkung auf einer langen Platte erzielen, aber sicher auch gut wirken auf einem großen Teller von Stefanie Hering aus der Serie Ocean. So sehen dann meine Dekorationsvorschläge aus:

  



 

Geflügel aus dem Ofen von Elisabeth Raether

Vor einer Woche hatte ich ein erstes Rezept aus dem SZ Magazin mit Geflügel nachgekocht, und heute sollte es dann ein Rezept aus dem Zeit Magazin von Elisabeth Raether sein. Geflügel aus dem Ofen und mit einer Weinbegleitung aus meinem Keller mit einem Merlot aus Baden-Württemberg. Das Rezept kann in aller Genauigkeit im Zeit Magazin vom 26.7.2018 auf Seite 10 nachgelesen werden, und der Merlot kommt vom Weingut Wöhrwag aus dem Stadtteil Untertürkheim in Stuttgart. Der Einkauf am Vormittag auf dem Markt, welcher primär bei den Kartoffeln, Fenchel und den Hähnchenteilen besteht, denn die Gewürze und sonstige Zutaten ie Anissamen und Pastos habe ich immer zu Hause im Vorratsschrank. Die Flasche Rotwein kommt aus den Kellerbeständen und besteht diesmal aus einer Flasche Merlot vom Weingut Wöhrwag in Baden Württemberg, welches auch Mitglied im VDP ist. Merlot ist nicht unbedingt eine typische Traube für den Süden Deutschlands, jedoch durch die allgemeine Erwärmung in den letzten Jahren wir auch diese Traube in den „kühleren Regionen“ nördlich der Alpen inzwischen gut reif. Die Frucht entwickelt sich dadurch vielleicht nicht ganz so stark wie im Bordeaux, jedoch paßt hier die  feine Nuance der runden Noten und ausgewogenen Säurespiele ganz gut zu der würzigen Note der Geflügel mit dem Fenchel. Im Unterschied zum beschriebenen Rezept habe ich das Blech für 40 Minuten im Ofen belassen und bei Umluft mit kurz ein wenig Grill am Schluss darüber ein wenig die Farbe ins Geflügel gebracht. Insgesamt recht fein.

So sieht das dann auf dem Teller aus:
  

Der Wein dazu hier mit seiner Flasche und dem Etikett:



 

Salat mit Coeur de Boeuf, Avocado, Mozzarella und Mini-Steinpilzen

So ein profaner, aber schmackhafter Salat steht hier nur, weil ich in diesem heißen Jahr und einem fast perfekten Sommer meine erste große Tomate der Sorte Coeur de Boeuf mit einem Gewicht von 333 gr. geerntet habe und mir dazu einen feinen und schmackhaften Salat zubereitet habe.

So sieht das Ergebnis aus Mitte Juli auf der Waage aus, und ich hatte mir bereits im Vorfeld einen Tag zuvor ein paar Mini-Steinpize besorgt, einen kleinen Mozarella und die diversen anderen Zutaten wie Avocado und Schalotten, soiwie ein wenig Frühlingszwiebeln eingekauft. Die Zutaten also soweit zurechtschneiden, bis auf die Pilze, welche gründlich gereinigt werden sollten, und dann je nach Größe halbiert oder geviertelt werden. In einer Eisenpfanne Olivenöl und ein wenig Butter erhitzen und diese darin soweit anschwitzen, das es eine schöne Ergänzung zum sommerlichen Salat ergibt.


Hier zeigt sich einmal mehr wie kalte und erwärmte Zutaten gut miteinander harmonieren können. Die kalten Gemüse mit dem Mozzarella müssen einige Minuten vorher mit Salz, Pfeffer und Olivenöl behandelt werden, und während der Marinieret können die Pilze in der Pfanne sautiert werden. Alle weiteren Gewürze natürlich je nach eigenem Geschmack oder auch passend zum begleitenden Wein sind dazu auszuwählen.
Guten Appetit.



 

Kalte Udon Nudeln mit Meeresfrüchten

Aus dem Buch „Japan“ Kochkunst für Feinschmecker habe ich mir am Wochenende ein Rezept ausgesucht, welches von Minoru Odajima stammt und eine feine schnelle Sache ist für ein wunderbares Zwischengericht. Udon Nudeln sind ganz aus Weizen hergestellt, recht dick und weiß, und man kann sie beim Japanladen entweder vorgekocht oder auch getrocknet kaufen. Die Meeresfrüchte dazu besorge ich mir dann am liebsten bei meinem Fischgeschäft Poseidon in München am Viktualienmarkt, wo ich eben auch kleinere Mengen an Muscheln etc. erhalten kann. Alles weitere an Gemüse dann am Marktstand und dann kann die Vorbereitung für den Teller bereits beginnen. Es müssen aufgrund der unterschiedlichen Zutaten wie Gemüse, Meeresfrüchte und die Nudeln ein paar diverse Kochgefäße dazu herangezogen werden, aber das Resultat entschädigt dafür dann auch wieder. Je nach Menüfolge ist es hier dann auch möglich die diversen Zubereitungen immer wieder zwischen den anderen Gängen und Zubereitungen herzustellen, denn dieses Gericht wird kalt serviert. Sind dann alle Zutaten für dieses Nudelgericht soweit fertiggestellt, kann es mit dem Anrichten losgehen. Ich habe mir dazu natürlich wieder einmal eine Porzellanschale von Hering-Berlin aus meinem Bestand ausgesucht, die mit den Quallen aus der Serie Ocean. So sieht das dann aus:

Umi no sachi no udon pasta, so der japanische Titel des Gerichtes übersetzt.



 

Hähnchensalat mit Pinienkernen und Rosinen

Ein Rezept von Elisabeth Grabmer sollte es diesmal sein, welches in der letzten Woche im SZ-magazin veröffentlicht war. Die Köchin kocht selber in der Waldschänke in Grieskirchen bei Linz in Österreich. Das Rezept war zwar auf 8 Personen ausgelegt, was mich aber nicht daran störte diese Zutaten auf eine Menge für 2 Personen zu reduzieren. Das Rezept ist also in dem SZ-magazin nachzulesen, oder auch unter www.dasreze.pt. Die wesentlichen Zutaten besorge ich mir am Samstag auf dem Markt, oder habe diese bereits im Regal zu Hause stehen. Einen kleinenFehler bei der Zubereitung habe ich allerdings gemacht. Also Vorsicht beim Anbraten der Pinienkerne und der Rosinen, denn die sind bei mir etwas zu dunkel geworden. Auch wenn die gesamte Zubereitung am Schluss soweit ganz gut schmeckte. So war das dann optisch auf dem Teller angerichtet und zu verspeisen:

Aus der Nähe betrachtet:

Sehr schönes Rezept mit einer Marinierzeit von 2 Stunden kann es schnell und einfach zubereitet werden.



 

Pilzragout im Filotteig mit Cocktailtomaten

An einem der letzten Wochenenden habe ich mir auf dem Markt mal wieder eine Portion Pilze besorgt und diese als Ragout soweit zubereitet, das ich dieses in einen Filotteig einpacken konnte und in ein paar Minuten im Backofen fertigzustellen war. Für 2 Personen brauchen ich dann als folgende Zutaten:

ca. 150 gr. Steinpilze oder andere Pilze
1 mittelgroßer schön geformter Pilz für die Deko
1 Schalotte
3 Zweige Petersilie
30 gr. Tofu
Salz, Pfeffer, Butter, Sahne und Crème Fraîche, 1 Eigelb zum Bestreichen
16 Cocktailtomaten
4-6 Blätter Filotteig

Zur Zubereitung:
Das Pilzragout muß zunächst als erstes vorbereitet werden, bevor ich dazu übergehe den Filotteig aus dem Kühlschrank zu holen. Die Pilze sehr gut putzen und eventuell auch waschen. Die Pilze dann bis auf den Dekorationspilz in mittelgroße Stücke schneiden, was ebenso mit der Schalotte und dem Tofu passieren muß. Die Zutaten zusammen gemeinsam in der Pfanne anbraten und mit Sahne, Creme Fraîche sowie den Gewürzen soweit verfeinern, bis das Ragout einigermaßen durchgegart ist. Je nach Bedarf kann auch noch nach Geschmack ein wenig Wein oder andere Zutaten beigegeben werden. Hier ist der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Beiseite stellen und erkalten lassen. Den Tofu kann man dann auch erst ganz am Schluss ohne das Anbraten dazugeben. Dann den Filotteig aus dem Kühlschrank holen, aufrollen und jedes Blatt einzeln mit weicher Butter Einpinseln, so das der Teig dadurch leicht geschmeidig wird. Das Ragout auf eine Ecke des Filotteigblatts legen und zu einer Tasche zusammenlegen. Auf ein gebuttertes Blech legen und mit Eigelb bestreichen. Dann eine dünne Scheibe des Dekopilzes auf die Teigtaschen legen und im Backofen für ca. 10 Minuten bei ca. 200°C aufbacken. Auf dem Teller die Cocktailtomaten aufschneiden und leicht salzen sowie pfeffern. Das sieht dann angerichtet so aus:
  
Wie zu sehen kann man die Teigtaschen unterschiedlich formen. Die Dreiecksform eignet sich besonders gut als fingerfood serviert zu werden. Wenn das Ragout in der Teigtasche nicht zu flüssig ist tropft es auch nicht so sehr beim Verzehr.
Bon appetit!