Gefüllte Champignons und Wan-tan aus dem Backofen

An kalten Wintertagen, die sich derzeit ja nicht so wirklich einstellen wollen, mache ich gerne einige Gerichte im Backofen. Denn wenn der Backofen den halben Abend auf Hochtouren läuft, braucht man an so einem milden Winterabend, fast wie der arme Poet von Spitzweg, fast keine Heizung mehr aufdrehen, denn die Backofenhitze wärmt die Räumlichkeiten ausreichend.

Die Zutaten:
4 große Champignonköpfe
1-2 El Rosinen
2 El Mandeln
1-2 El Sonnenblumenkern
1 El grüne Pinienkerne
1 El Sesam
2-3 El Crème fraîche
Salz und etwas Olivenöl
Nach Bedarf noch ein wenig Frühlingszwiebeln und Ingwer
Käse zum darüberreiben (Gruyère)

für die Wan-tan:
4-8 Wan-tan Blätter (aus dem Chinaladen)
4 kleine Salzwassergarnelen
1 El Crème fraîche
Salz und Pfeffer
Grün von Koriander oder Petersilie

Die Champignons vor dem Überbacken:
Champignons_Blech

Zubereitung:
Wan-tan aus dem Gefrierfach nehmen, denn die brauchen am längsten zum Auftauen. Dann die Champignons aushöhlen und leicht mit Olivenöl von innen beträufeln. Die Rosinen in warmem Wasser quellen lassen. Die Mandeln, Sonnenblumenkerne und Pinienkerne mit dem Sesam in eine Eisenpfanne vorsichtig anrösten, so das alle trockenen Kerne etwas an brauner Farbe zulegen – man riecht es. Nach dem Anrösten alles in einer Schüssel mit dem Crème fraîche vermengen und leicht ziehen lassen. Die Garnelen putzen, den Darm entfernen und wenn diese zu groß sind in 2 Stücke zerteilen. Salzen Pfeffern und mit dem Crème fraîche und den Kräuter vermengen. Die Wan-tan Blätter auf ein glattes Küchenbrett gut angefeuchtet ausbreiten und jeweils eine Garnele darauf plazieren. Die Blätter einschlagen und mit den feuchten Seiten aneinanderkleben. Die Champignon füllen und mit dem ausgewählten Käse überreiben. Den Backofen auf 180 °C aufheizen und die Champignons für 15-18 Min. darin auf mittlerer Stufe überbacken. Die Wan-tan ebenso auf ein Blech setzen und für die letzten 6 Minuten auf der oberen Stufen im Backofen bei mittlerem Grill diese durchgaren, wobei am Schluß die Champignons nochmals auf die obere Stufe für eine Minute dort auch noch eingeschoben werden können.
Das sieht dann im Ergebnis so aus:
Champignns_gefüllt_Holger_quadr_Detail


 

Zimteis mit karamelisierten Birnen und Grapefruitspalte

Da ich kein Speiseeis mehr im Kühlschrank hatte, wollte ich mal wieder eine besondere Sorte selber herstellen. Die Wahl fiehl diesmal, auch wenn der Winter immer noch nicht Einzug gehalten hatte, auf ein Zimteis, welches ich mit diversen Kleinigkeiten drappieren wollte. In den Kellervorräten fand sich noch ein Glas mit eingelegten Birnen, und beim Samstagseinkauf auf den Markt kam noch eine rosa Grapefruit hinzu.
Somit also drei Komponenten für einen feinen Dessert, der, wenn einmal vorbereitet schnell angerichtet und aufgetischt ist.
Hier das Rezept für die Hauptkomponente, das Zimteins.

1/4 Liter Milch,
125 ml Sahne,
2 Stangen Zimt und einen Tl Zimtpulver
3 Eigelb,
50 gr. Waldhonig,
50 gr. Zucker,
Ein kleiner Schuß Vanilleextrakt.

Zubereitung:
Milch, Sahne und Zimtstangen aufkochen, und über Nacht zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Dann am nächsten Tag die Eigelb mit dem Zucker und dem Honig schaumig schlagen. Die gezogene Milch aus dem Kühlschrank erneut aufkochen und nach leichtem Erkalten vorsichtig unter die Eimasse mischen. Die Vanille dazugeben und erneut über einem Wasserbad so lange aufschlagen bis es eine geschmeidige Masse ergibt – zur Rose abziehen. Abkühlen lassen und in der Eismaschine oder im Kühlfach zum Eis gefrieren.
Für den Teller zum Anrichten die Birnenspalten in einer Eisenpfanne karamelisieren, das Eis anrichten und die Grapefruitspalten daneben anrichten. Mit Zimt leicht übersteuben.
Dazu hab ich einen Süßwein geöffnet der aber diesmal zu süß ausgefallen war, deswegen keine Erwähnung.
Zimteis_Kar_Birne_Greapfruit_Hering_Detail


 

The Table – eine neue food Zeitschrift?

Im Untertitel – Kevin Fehling.
The_Table_Titel
Also ist damit schon fast alles gesagt, und doch wieder fast nichts.

Ein neues Foodmagazin ist das sicher nicht. Im Editorial von Kevin Fehling, welches mit „Willkommen“ betitelt wird, wird das eigene einzigartige Konzept des The Table in Hamburg herausgestellt. Er möchte Einblicke in kulinarische Künste schaffen, über Wein und Whisky schreiben und schreiben lassen, und Ausflüge in die Themen Kunst, Mode und andere Genussthemen anschneiden.
Was auffällt, und somit erst einmal nicht als Food Magazin daherkommt, ist das jegliche Fehlen von Kochrezepten. Es werden Abbildungen gezeigt von zubereiteten Gerichten aus dem The Table, Interviews geführt mit dem Koch und dem Sommelier des Lokals und ein Bericht zum Mitarbeiter Essen gegeben. Allerdings, und jetzt zur Ausstattung der Zeitschrift, habe ich hier meine Zweifel, ob die Ausstattung zum Konzept des The Table wirklich paßt. Das etwas gelblich-graue Naturpapier läßt fast alle Fotos recht blaß aussehen, und die Klebebindung bei einem Seitenumfang von 100 Seiten ist so hart, das sich die Seiten nicht wirklich flach öffnen lassen und die Seiten genießen. Auf einer Doppelseite werden Kunst- Architektur- und Kochbücher besprochen. Advertorial auf einer Seite zu einer Biermarke – na ja, wenn’s sein muß. Werbung auch auf einigen Seiten, aber sonst läßt sich so etwas ja nicht finanzieren. Also mein erster Eindruck ist, das hier primär Stimmung und Emotionen geweckt werden sollen, insbesondere für das wie im Titel benannte Lokal The Table. Zwei Kollegen von Kevin Fehling werden auch noch portraitiert, bzw. kurz besprochen: Hendrik Otto vom Adlons Eßzimmer und Matthias Diether vom First Floor Palace Hotel, beide in Berlin. Ärgerlich zum Schluß allerdings die Bildunterschriften, denn die sind in Versalen und dann auch noch kursiv gesetzt, und besonders unleserlich, wenn die Zeilen mitten im Foto stehen.


 

In Miso geschmorte Makrele

Heute wieder einmal ein Rezept aus dem Tokyo Buch, welches ich vor ein paar Wochen hier schon einmal angesprochen habe.

Makrelenfilet_in Miso_Hering

Für 4 Personen benötige ich:
8 kleine oder 4 große Makrelenfilets
150 ml Sake
50 ml Mirin
2 El Sojasauce
2-3 El Zucker
Ingwer, Frühlingszwiebeln
3 El helles Miso
350 ml Wasser
Reis je nach Bedarf

Makrelenfilet_in Miso_Hering_Detail

Die Zubereitung:
Die Makrelenfilets in eine tiefe Pfanne legen und alle Zutaten, außer dem Miso, dazugeben und aufkochen. Hitze runterschalten und für ca. 6 Min. weiterköcheln lassen. Dann 4 El der Sauße in einem kleinen Gefäß mit dem Miso sehr gut verrühren und in die Pfanne zu den Filets geben. Für weitere 10 Min. leicht köcheln bzw. ziehen lassen. Die Filets auf einem Teller anrichten und den Reis mit den Zugaben dort drapieren. Eine interessante Alternative mit kräftigem Misogeschmack. Den Reis habe ich parallel zu den köchelnden Makrelenfilets aufgesetzt und in dieser Variante mit einer Schalotte und einigen Wolfsbeeren, welche ich im Mörser zerdrückt habe, verfeinert.


 

Weinreise Empfehlungen für 2016

AOC_Katalog_2016_Titel

Zum Jahresbeginn möchte ich gerne eine ganz besondere Empfehlung aussprechen. Kurz vor Weihnachten 2015 erreichte mich die Post mit einem neuen Reisekatalog von den AOC Genusscréateuren aus Wien. Da ich bereits seit mehr als 10 Jahren mit diesen Genießern auf Weinreisen gehe, weiß ich wovon ich spreche und schreiben kann. Dieser Reiseveranstalter hat sich u. A. auf Weinreisen in ganz Europa spezialisiert. Neu im Programm sind in 2016 das Weingebiet in Spanien um das Gebiet Ribera del Duero und als Special 2 Reisen zu besonderen Bierbrauern in Belgien. Wer mehr Details zu den einzelnen Reisen erfahren möchte kann mich hier direkt fragen, oder sich auch an das Büro in Wien wenden. Aus meiner Sicht sind ganz besonders zu empfehlen die Reisen ins Burgund, in das noch immer recht weintechnisch recht unbekannte Languedoc und ins Rioja. Aber auch viele andere Ziele im Angebot sind sehr aufschlußreich und in Bezug auf Weinverkostungen sehr intensiv und ausführlich durchgeführt. Nicht wundern, denn in 4 Tagen kann man schon mal bis zu 80 Weine auf den vielen Verkostungen genießen. Ran ans Glas und wohl bekomms mit Genuss.

www.aoc-genuss.at


 

Fischsuppe und konfiertes Kabeljaufilet nach J. Maier

Und nun zum wirklich allerletzten Gericht in diesem Jahr, einer Fischsuppe mit Glasnudeln Pilzen und Fischeinlage und einem konfierten Kabeljaufilet, welches ich mit anderen Zutaten, hier einigen Mohrrüben, karamelisiert, abgewandelt habe.
Fischsuppe_J_Maier_Hering
Karamelisierter_Kabelau_Mohrrüben_Hering_Detail
Die beiden Rezepte sind zu finden in Johanna Maiers drittem Rezeptbuch von 2009, wo einige Menüs passend zu den Jahreszeiten aufgeschrieben sind.
Aber insbesondere der dazu passende Wein aus meinem Kellerreservoir hatte mich dazu besonders begeistert.
Weingut Gesellmann, Chardonnay 2011 Steinriegel.
Gesellmann_Ch_2011_Stewinriegel
Goldgelbe Farbe mit rosaroten Einsprengseln. Sehr dichte und feste Nase, etwas Süße und leicht fettig. Breiter Geschmack nach leichter Butter und einer feinen Fruchtnote. Die Säure kommt dann erst viel weiter hinten am Gaumen im späten Abgang. Sehr langer Abgang mit lang anhaltendem Gaumengefühl. Paßt sicher gut zu asiatischer, aber auch zu fettigen Fischgerichten. (17-18)


 

Miesmuscheln mit Sake und Limone

Zum Jahresabschluss heute einmal ein auch typisches Gericht zur Winterzeit.
Da es aber heute so zwischen den Feiertagen nur eine Sorte der Miesmuscheln beim Fischhändler gab sollten es große Miesmuscheln aus Spanien sein.
Für 2 Personen brauche ich:
ca. 800 – 1000 gr. Muscheln
2 Schalotten
1-2 Knoblauchzehen
1 Mohrrübe
1 Selleriestange
Petersilie, Kerbel und 2-3 Scheiben Schwarzbrot
Sake zum Kochen und etwas trockenen Weißwein

Die Zubereitung:
Die Miesmuscheln sehr gut wässern und putzen. Mohrrübe sowie Schalotten fein schneiden (Julienne) und den Knoblauch sowie die Staudensellerie grob schneiden und für den Sud zur Seite stellen. Den Backofen auf 180-200 °C vorheizen und in einem großen Topf einige El Olivenöl darin erhitzen. Das klein geschnittene Gemüse im Topf anschwitzen und mit einer halben Tasse Sake sowie dem Weißwein ablöschen. Dann sofort die gesäuberten Muscheln dazugeben und für ca. 5-6 Minuten darin gar dünsten. Parallel dazu das dünn geschnittenen Schwarzbrot auf einem Gitter im Backofen anrösten. Mit einem löchrigen Schöpfer die Muscheln aus dem Topf heben und auf einem entsprechenden Teller oder Schüssel anrichten. Mit Ptersilie und Kerbel betreuen und mit der Limone verfeinern. Das kann dann so aussehen:
Miesmuscheln_Hering_Quallen Miesmuscheln_Hering_Oktopus_1

Miesmuscheln_Hering_Muschelteller
Dazu hab ich am gleichen Tag einen Riesling im Supermarkt gefunden, welcher mich dazu interessierte:
Riesling_Eberbach_Etikett  Riesling_Eberbach_Rück
Riesling, Rauenthaler vom Weingut Kloster Eberbach, 2014
Für den Preis von 8,99 € ist das sicher ein fairer Preis, jedoch nicht so wirklich passend, da etwas die Säure fehlt, und die Frucht erst mit etwas mehr Luftkontakt zur Geltung kommt.
Insgesamt aber ein ordentlich gemachter Wein und kann mit diversen Essen als Begleiter bestehen.


 

Heute im Glas – Riesling von Bassermann-Jordan

Auf der Rückfahrt von Stuttgart nach München, abends am ersten Weihnachtsfeiertag, bestellte ich mir im ICE ein Fläschchen Riesling – 0,25 l zu 8,50 €.
Auf der Getränkekarte ausgewiesen als
2014er Riesling „Probus“, Qualitätswein, trocken, Pfalz, Weingut Bassermann-Jordan.

Riesling_2014_Basserm_J_vorne  Riesling_2014_Basserm_J_hinten

Hörte sich nach der Karte schon mal interessant an, denn das Weingut Bassermann-Jordan gehört zu den Gründungsmitgliedern des VDP, wo sich also Qualität dahinter verstecken sollte.
Der Service war recht schnell, da es aber auch kaum Passagiere im Wagen gab. Serviert in einer 0,25 l Flasche mit Schraubverschluss und dem klassischen Etikett von Bassermann-Jordan, welches 1905 als Jugendstil Etikett entstanden ist, und heute immer noch Verwendung findet. Immerhin gibt es in der DB seit einiger Zeit ordentliche Trinkgläser in der sich der Wein damit auch einigermaßen neutral verhält. Stutzig wurde ich allerdings, als ich mir die Flasche näher betrachtete. Kein Hinweis auf den VDP, was mich wunderte. Bei der Nachrecherche zu Hause dann wurde mir aber dann klar, warum das wohl so daherkommt. Ein auf der Karte ausgewiesener Qualitätswein, trocken, müßte eigentlich nach neuester VDP Klassifikation hier als Gutswein ausgezeichnet werden, zumal die Abfüllung von 2014 bereits diese Klassifizierung ausweisen müßte. Hier werden als aus einem Weingut mit ganz unterschiedlichen Begriffen, mit und ohne Nennung der VDP Zugehörigkeit, dem Trinker womöglich unterschiedliche Qualitäten vorgegaukelt.
Zur neuen VDP Klassifizierung vielleicht in den nächsten Wochen mehr an dieser Stelle.
Aber jetzt zum Wein selber:
Ein wenig kräftige Nase. Am Gaumen dann erst einmal mittlere Säure, und wenig Frucht. Im ersten Schluck etwas präsent hinten raus, was aber später vergeht. Je mehr Luft und Wärme an den Wein kommt um so untypischer wird der Geschmack und gleitet in eine stärkere Säure ab. Zum Ende hin wird er noch leicht bittrig. (14)
http://www.bassermann-jordan.de


 

Rosenkohl gratiniert

Soll keiner sagen im Winter gäbe es nicht genügend frisches Gemüse auf dem Markt.

Heute also ein solch typisches Wintergemüse, in einer kleinen Gratinform überbacken mit Peccorino, kräftigen Gewürzen und Käse, der zu diversen Gemüsen paßt. Rosenkohl kann man durchaus in verschiedenen Formen genießen. Als ganze Röschen, oder auch die einzelnen halbrunden Blätter, gedämpft, oder auch frittiert. Heute also in einer kleinen Gratinform im Ofen überbacken.

Rosenkohlgratin_Zutaten
Die Zutaten für 2 Personen:
8 – 10 Rosenkohl Röschen
Macisblüte – gemörsert
Kampotpfeffer – gemörsert
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Peccorinokäse
Crème fraîche oder Olivenöl
Butter
Die Zubereitung:
Die Rosenkohlröschen säubern und in einem kleinen Topf ca. 15 Minuten dünsten. Die Gewürze mörsern und die Schalotte sowie Knoblauch fein schneiden. Die Gratinförmchen ausbuttern und den Ofen auf ca. 190°C aufheizen. Die Förmchen zunächst mit der Hälfte des Peccorino füllen, dann die halb aufgeschnittenen Rosenkohlröschen darin platzieren, und die Schalotten sowie den Knoblauch darüberstreuen. Mit Crème fraîche oder Olivenöl darübersetzen und eine Butterflocke daraufsetzen. Im Ofen für ca. 20 Minuten überbacken, wobei zum Schluß der letzten 5 Minuten der Obergrill bei mittlerer Stufen eingeschaltet werden kann.
Die 2 Gewürzen zeigen deutlich Ihre Wirkung, und geben dem sonst etwas erdich merkwürdig schmeckenden Rosenkohl eine angenehm würzige Note.
Rosenkohlgratin_2erpack


 

Das Weingut Gloeckler-Brenner aus dem Elsaß

Vor einigen Tagen bekam ich drei Flaschen Weißwein von einem mir unbekannten Winzer aus dem Elsaß geschenkt, die ich in den letzten Tagen zu meinen Kocheskapaden geöffnet habe.
Das Weingut Gloeckler-Brenner aus der Ortschaft Gertswiller aus dem Elsaß, welches dort seit 1775 bereits tätig ist.
http://gloeckler-brenner.fr/77/Deutsch/Willkommen.html
Die drei Flaschen waren:
Auxerrois 2012
Riesling 2012
Pinot Gris (Grauburgunder) 2013

Gloeckler-Brenner_Elsaß_Auxerrois_2012
Am neugierigsten war ich auf den Auxerrois den ich also als erstes öffnete.
Die Auxerrois Rebe ist generell recht unbekannt und wird außer im Elsaß nur in wenigen Weingegenden wie z. B. auch noch in Südafrika angebaut. Im Elsaß immerhin auf etwas weniger als 1000 ha, wo der Rebensaft meist mit den anderen heimischen Sorten verschnitten wird. Darum um so interessanter hier heute einen reinsortig ausgebauten Auxerrois welcher recht fein daherkommt.
Sehr helle goldgelbe Farbe mit grünen Nuancen. Leicht frische Nase, wenig Präsenz. Am Gaumen sehr schön schmelzig, Caramel, weniger Frische im Vordergrund, aber dafür sehr lang am Gaumen hinten raus. Feste Struktur und sicher sehr passend zu diversen Gerichten mit fettigen Fischen, oder buttrigem Gemüse. (16+)
Gloeckler_Brenner_Riesling_2012
Dann der Riesling.
Verhaltene Nase, ein wenig Frucht und Säure.
Am Gaumen feine Säure, etwas untypisch frisch für das Elsaß, mineralisch lang anhaltende Gaumenfreude, sehr frische aber nicht lange, sondern weniger Säure mit feiner leicht grüner Note. (15-16)
Gloeckler_Brenner_Pinot_Gris_2013
Zum Abschluß der Pinot Gris (Grauburgunder)
Eine kräftige Nase bei mittlerer Säure. Etwas vordergründige Süße, aber mit feinr Struktur und Säure am Gaumen. Weniger Abgang aber runde Note. Sehr volle Struktur mit süßlichen Anklängen, süße Mandeln und Mango. (16).
Eine schöne Entdeckung aus dem Elsaß, wo es in den letzten Jahren aus der Weinwelt ja etwas ruhiger geworden ist. Hier kann ich nur noch sagen, weiter probieren und die weiteren Sorten des Weingutes ebenso verkosten und mit den entsprechenden Essen kombinieren.
Gut Schluck.