Risotto mit Carchiofi, weißem und grünem Spargel

Heute endlich mal wieder ein Risotto, und passend zur Jahreszeit mit Carchiofi, grünem und weißem Spargel. Den Reis habe ich normalerweise immer vorrätig, was aber beim Risotto unbedingt ein passender Risotto Reis aus Italien oder Südfrankreich sein muß. Also Carnairolo oder Arborio. Der Spargel stammt vom Markt, ebenso wie die kleinen Artischocken (Carchiofi).

Die  Zutaten für ca. 3 Personen:
1 1/2 Tassen Reis
1 Glas Gemüsefond
1/2 Liter Brühe
1/4 Liter trockener Weißwein
6 Carchiofi
3 Stangen weißer Spargel
4 Stangen grüner Spargel
2 Schalotten
frisch geriebener Parmensan
1 Frühlingszwiebel
einige Blättchen Estragon
Salz Pfeffer, ein wenig Sahne oder
Maskarpone
1 Zitrone
Risotto_Spargel_Carchiofi
Die Zubereitung:
Großen Topf mit Wasser und einer halben Zitrone aufsetzen für den weißen Spargel, der darin für maximal 8 Minuten gedünstet wird. Den grünen Spargel ebenso leicht schälen und mit dem weißen in kleine Stücke schräg schneiden. Die Schalotten klein schneiden und die Carchiofi schälen und in einer kleinen Schüssel mit dem Saft der zweiten halben Zitrone anrichten, so das die kleinen Artischockenherzen nicht braun werden. Dann in einem Großen schweren Topf etwas Olivenöl mit ein klein wenig Butter erhitzen, die Schalotten mit den Carchiofi dazu und wenn die Schalotten glasig sind den Reis dazugeben und leicht anrösten lassen. Dann folgt die klassische Prozedur für den Risotto mit dem Weißwein und der Brühe – herunterkochen lassen, wieder Flüssigkeit zugeben und immer gut umrühren dabei.Nach ca. 20 Minuten den Reis kosten und wenn schon fast die richtige Bissfestigkeit erreich ist den grünen und weißen Spargel hinzugeben. Parmensan darüberreiben und nach Belieben ein wenig Sahne oder auch wenn vorhanden etwas Mascarpone hinzugeben. Auf den Tellern anrichten und mit dünn geschnittenen Frühlingszwiebeln und einem Estragonhalm verzieren. Dazu paßt wunderbar ein Sauvognon Blanc z. B. vom Weingut Aldinger aus Fellbach bei Stuttgart.
Risotto_Spargel_Carchiofi_Detail    Aldinger_SB_2012


 

Kalbsleber, Spinat mit Austernpilzen und Gemüse

Die Zutaten für 2 Personen:
300 gr. Kalbsleber
1 grüner oder roter Paprika
150 gr. Spinat
6-8 Austernpilze
1 El Pinienkerne
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
Noilly Prat, Butter, Olivenöl

Die Zubereitung:
Schalotten und Knoblauch recht fein schneiden. Leber abspülen, trocken tupfen, salzen pfeffern und leicht melieren. Den Paprika zerteilen und in mittelkleine Stücke schneiden. Dann die Austernpilze säubern und in Streifen schneiden. Dann die Zutaten separat dünsten und braten. In einer Eisenpfanne die Kalbsleber, in einer kleinen Eisenpfanne, ungeölt die Pinienkerne rösten. In einer Sauteuse die Schalotten mit dem Knoblauch anbraten und dann nach Zugabe von etwas Noilly Prat den Spinat hinzugeben und das ist dann schon fast fertig, da der Spinat in 1 Minute fast komplett zerfällt. Parallel dazu in einem kleinen Topf den Paprika und ein wenig der Schalotten in Butter andünsten und nicht länger als ca. 5-7 Minuten garen. Die Kalbsleber in der heißen Pfanne von einer Seite für 2 Minuten und dann von der anderen Seite soweit durchbraten, das innen es nicht mehr rot, sondern maximal rosa aussieht. Spinat mit den Austernpilzen in einem Ring auf dem Teller anrichten, das Gemüse daneben und die Leber dazu. Mahlzeit!
Kalbsleber_Spinat  Kalbsleber_Spinat_Detail


 

Bier, Macht, München – eine Ausstellung

Plakat_Bier-Macht-München
Seit 8. April 2016 läuft im Stadtmuseum München eine Ausstellung im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebotes, welches vor 500 Jahren den zunächst Münchener Brauern zugrunde gelegt wurde. Es ist also streng genommen in Münchener Reinheitsgebot, welches jedoch später auf alle bayerischen Brauereien angewandt wurde.

Die Ausstellung ist im 1. Stock in einigen Räumen untergebracht, so das man sich ohne Probleme 2 oder auch 3 Stunden darin informieren kann, wenn auch in diesem Fall leider nur trocken.

Es wird ausführlich über die Beginne der vielen kleinen Brauereien in München informiert, und wie deren Geschichte in den letzten Jahrhunderten sich dann fortsetzte. Es gab insbesondere in den Zeiten de Ersten und Zweiten Weltkrieges einen starken Rückgang des Bierkonsums, der dann ab dem Jahr ca. 1950 zu einer starken Konzentration und Veränderung der Brauereistruktur in München geführt hat. Aber interessanterweise geht es mit einigen kleinen neuen Brauereien in Bayern und inzwischen auch weltweit mit der Braukunst und deren Produkten im Bereich Craftbeer, wieder bergauf mit Neuen Wegen.

Die Ausstellung zeigt eine Menge historische Dokumente von Gebäuden, Brauereigaststätten, Biergärten und technischen Möglichkeiten wie die Entwicklung der Kühlung von Bier, was sonst zu schnell verdirbt. Die heutigen Entwicklungen werden allerdings für meine Begriffe ein wenig zu knapp beschrieben und dargestellt.

Parallel zu dieser Ausstellung gibt es seit dem 13. April 2016 eine Ausstellung im jüdischen Museum, gleich gegenüber auf dem Jakobsplatz, zum Thema Jüdischer Braugeschichte, mit dem Slogan, „Bier ist der Wein dieses Landes“.
Die werde ich dann in den nächsten Wochen mal besuchen.
Also dann frei nach dem Motto: O’zapft is!


 

Bordeaux Faßproben-Verkostung bei Vin-Wein-Vino

Bordeaux 2015 – Faßproben bei Vin Wein Vino

Hans hatte kurz nach seiner Rückkehr aus Bordeaux zur Faßprobenverkostung in seinen Laden am Kanal eingeladen. Knapp 2 handvoll Weinenthusiasten waren eingetroffen und wir machten uns über die kleinen Flaschen mit dem roten Elexir aus den roten Trauben des letzten Jahres her. Da es ja in 2015 wettertechnisch ein recht gutes „Weinjahr“ wie wir so hörten, gegeben hatte, waren wir sehr gespannt, was sich so bei den diversen Winzern rund um Bordeaux aus der Traubenernte vor ca. einem halben Jahr ergeben hatte. Festzustellen war zunächst einmal, das fast alle Weine mit einer recht ausgewogenen Tanninstruktur und gut eingebunden in Säure und Frucht daherkamen. Allerdings fehlte mir bei den allermeisten guten Tropfen auch etwas die Säure, was wohl ebenso auf das recht warme und gute Wetter in 2015 zurückzuführen ist. Irgendwie wiederholt sich aber auch hier vielleicht etwas die Geschichte, denn 2005 war das gehypte Weinjahr in Bordeaux wo die Preise exorbitant explodierten. Das Wird in 2015 gegenüber den Vorjahren wohl nicht passieren, denn das Niveau liegt inzwischen einiges höher als 2005, aber warten wir ab, was die Primeur-Angebote so in ein paar Wochen anbieten werden.
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_3
Nun zu den verkosteten Weinen:
Wir starten mit einem Zweit- oder Drittwein von Dom. de Chevalier in weiß.
Clos des Lunes, hat noch eine recht hefige Nase, was nach einem halben Jahr kein Wunder ist. Feine Säure mit guter Frucht und schönem Abgang. (17/20)
Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino   Bordeaux_2015_Vin_Wein_Vino_2
Dann folgen die 16 roten Fläschchen, welche auf einem kleinen Tisch vereint aufgebaut sind.

Ch. Soutard – sehr kräftige Fruchtnase, etwas weniger Säure, aber sicher mit Entwicklungspotenzial und einem schönen Abgang mit leichter Schärfe, aber fein. (17+/20)

Ch. Puygueraud – sehr schöne komplexe Struktur, etwas Frucht und Säure. Von den Tanninen her etwas kernig mit dunklen Beerennoten und Cassis, weniger Länge. (16-17/20)

Dom. Piy Arnaud – ein Bio Weingut. Mit mittlerer Frucht und leichter Struktur noch etwas holzig bei mittlerem Abgang. Wohl etwas weniger Merlot als die Vorgänger. (16/20)

Fuge de Nenin – sehr schöne Nase mit runder Frucht. Recht ausgewogene Tannine, runde Note mit feinem Abgang. Wirkt schon recht fertig,  was aber in dem Alter auch trügerisch sein kann. (17-18/20)

Ch, Guillot Clauzel – schon komplexe dichte Nase mit Frucht, welche gut euingebunden ist. Noch unreife Tannine und leichte Schärfe, welche sich am Gaumen dann verstärkt (16+/20)

Ch. Maucaillou – sehr vordergründiger CS. Dichte Frucht mit recht komplexer Note am Gaumen. Etwas unreifer grüner Abgang. (16-17/20)

Ch. Citran – Mittlere Frucht mit runden Noten und etwas weniger lang am Gaumen. Leicht bittere Note am Gaumen. (16/20)

Ch. Haut Caussan – recht florale Nase mit Frucht und feiner Komplexität. Kräftig süße Gaumennote. Weniger Abgang. Schon sehr gefällig und rund. (17+/20)

Ch. Cambon la Pelouse – Vordergründig etwas flach, später am Gaumen  dann recht fruchtig mit leichter Säure und dann kommt der volle Geschmack am hintersten unteren Winkel bei Schlucken zustande und zur Geltung (16+/20)

Demoiselle de Sociando Mallet – der Zweitwein von Sociando Mallethat schon eine recht feine Nase mit dunkler Struktur. Am Gaumen fast etwas wässrig und leicht, ansonsten eine feine runde Frucht mit weniger Abgang. (16-17/20)

Sociando Mallet – Der Erstwein aus diesem Hause im Haut Medoc zeigt eine runde dichte Nase mit Frucht. Eine kräftige Geschmacksstruktur mit ebenso vorhandenen Tanninen. (16-17/20)

Ch. Moulin Haut Laroque – Nase mit löeichtem Benzinstinker, der aber langsam vergeht. Recht süße Anklänge mit Noten von reifen Zwetschgen, Schokolade und recht komplexer Note nach Nougat und nur sehr wenig Tanninen. (18+/20)

Ch. Talbot – Recht verhaltene Nase. Sehr runde feine Frucht am Gaumen mit feiner Fruchtstruktur. Reißt schnell ab und wirkt fast verschlossen. (- -/20)

Ch. Capbern – dieses Weingut gehört zu Ch. Calon Ségur und hat derzeit ca. 37 ha. Sehr dichte komplexe Nase mit feiner roter Fruchtnote. Kaum Schärfe und runde feine Komplexität mit feinen Noten nach reifem gedünstetem Gemüse. (17+/20)
Calon_Segur
Le Marquis de Calon Ségur – Mittlere Nase mit leichter Schärfe. Am Gaumen ganz different, sehr geschmeidig mit feiner Struktur. (17+/20)

Ch. Lafon Rochet – Recht rund und feine Struktur. Wirkt schon segr fertig und hat wenig Tannine am Gaumen. (16-17/20)

Kleines Fazit nach dieser sehr gelungenen kleinen Bordeaux Verkostung im kleinen Kreise. Der Jahrgang 2015 dürfte sich nach diesen ersten Eindrücken als sehr guter Jahrgang im Laufe der nächsten Jahre präsentieren. Nicht nur das gute Wetter in dem Jahr haben dazu wohl beigetragen, sondern sicher auch wieder viel Arbeit im Weinberg und im Keller. Also wird es wohl nach 2005 wieder im 10 Jahres Abstand einen ausgezeichneten Bordeaux Jahrgang geben. Santé


 

Spargel mit Pimentos, Carciofi und Yuzu-Vinaigrette

Für eine Person benötige ich folgende Zutaten:
4 Stangen weißer Spargel
4 Pimentos
4 Carciofi
Zitronensaft
1/4 Zitrone
ca. 50 ml Weißwein
für die Yuzu Vainaigrette:
4 El Yuzu Saft
2 El Reisesig
1 Tl helle Sojasauce
1/2 Tl Fleur de Sel
1/2 Tl grob gemahlener schwarzer Pfeffer
1 kleine Knoblauchzehe
6 El Traubenkernöl
Als Deko bzw. kleine knackige Ergänzung
nehme ich Wan-Tan Blätter mit Sesam und Kreuzkümmel.
Spargel_Pimentos_Carciofi
Die Zubereitung:
Ich bereite die Carciofi und die Pimentos für das Anbraten vor. Dann können die Wan-tan Blätter in einer kleinen Sauteuse mit dem Sesam und dem Kreuzkümmel frittiert werden und auf Küchenkrepp getrocknet werden. Wasser aufsetzen für den Spargel, die Spargelstangen schälen und mit einer 1/4 Zitrone im heißen Wasser ca. 10 Min leicht dünsten. Parallel die Yuzu-Vinaigrette wie folgt herstellen. Yuzu Saft, Essig, Sojasauce, Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer gut vermischen. Anschließen das Traubenkernöl langsam hinzufügen, bis die Flüssigkeit dickflüssig wird. Die Carciofi mit den Pimentos in einer Eisenpfanne mit etwas Olivenöl vorsichtig anbraten und nach leichter angenommener Farbe mit Weißwein oder auch dem restlichen Zitronensaft ablöschen. Spargel ca. 10 Minuten dünsten, und dann alles auf einem Teller entsprechend so anrichten. das die drei wesentlichen Zutaten zur Geltung kommen. Ich bringfe Spargel in die Mitte, rechts die Pimentos und links die Carciofi Hälften auf den Teller. Dann die Vinaigrette darüber und die Wan-tan Blätter dazu.
Spargel_Pimentos_Carciofi_Detail
Dazu habe ich diesmal einen Weißen Tropfen aus dem Keller geholt, der aus der Region Pic St. Loup stammt und von Weingut Domaine de l’Hortus stammt. Der weiße Cuvée von 2013 paßt recht gut zum Essen und wirkt mit seiner kräftigen Note insgesamt recht gut zum säuerlichen Eindruck der Yuzu-Vinaigrette.
Dom_de_Hortus_blnc_13


 

Wein-Plus Convention auf der Theresienhöhe

Es geht im Frühjahr mal wieder los mit den Weinverkostungen, wo es auch bereits einige frisch abgefüllte 2015er Jahrgänge zu verkosten geben sollte. Heute also die Wein-Plus Convention auf der Thersienhöhe, der alten Messe in München, wo im Festsaal, dem Atrium und auf der Empore im Atrium die Tisch der insgesamt ca. 120 Aussteller Ihre Wein und Produkte präsentierten. Wie auch in den letzten Jahren ging es. trotz frühen Erscheinens, am Einlass etwas chaotisch zu, da das mit der Kartenausgabe, den Gutscheinen zu 5 Euro, den Klebeetiketten für die einzelnen Verkostungen an den Ständen, viel zu lange zur Erklärung benötigte, und auch die Winzer an Ihren Ständen mit den Etiketten und Gutscheinen nicht wirklich vertraut waren. Da ich bereits um 14 Uhr eintraf, dachte ich einer der Ersten zu sein, da es online für 14 Uhr angekündigt war, aber auf dem Katalog dann 13 Uhr gedruckt war. Auch fehlten einige Aussteller, welche online zu lesen waren, aber dann im Katalog und auf der Präsentation nicht mehr gesehen waren. Soviel schon mal zum Einstieg in diese Veranstaltung, welche gleich zu Beginn recht gut besucht war und damit dann auch das Gedränge zwischen den einzelnen Verkostungstischen recht groß war. Erst einmal einen kleinen Überblick verschafft schlenderte ich durch die Abteilung  Generation-Riesling, machte dann eine Runde im großen Saal zu den Franken Winzern und zum VDP, der sich auf die Bühne platziert hatte. Dann ging es auf die Empore im Atrium, wo die orange und natural wines sich zusammengetan hatten. Thematisch also eine einigermaßen gut strukturierte Gliederung in Themenbereiche, was aber in den Räumlichkeiten mit den ca. 120 Ausstellern und darin enthalten auch einige Käse- Schoko- und Salamianbieter, welches den olfaktorischen Nuancen bei dem engen Raum eine große Herausforderung darstellte. Die Verkostungsgläser für 5 € Pfand waren wenigstens gut gewählt.
WeinPlusConvention_Saal
Ich begann also meine erste Verkostung im großen Saal bei einem Winzer aus Gönnheim, welches in der Pfalz liegt und bereits seit 1982 zum demeter gehört und seit 2006 biodynamisch arbeitet.
Eymann_Verkostungstisch  Weingut_Eymann_Poster
Weingut Eymann hat 16 ha im Weinanbau und ich habe hier folgende Weine verkostet:
Winzersekt aus PN, also ein Blanc de Noir, welcher mit einer sehr feinen frischen Note für 2 Jahre auf der Flasche und der Hefe bleibt und klassisch wie ein Champagner ausgebaut wird. Langer Abgang und leicht fruchtige Note mit Frische und langem Abgang. (16+/20)

Riesling Ortswein 2015, recht runde Frucht, kräftige Linie, ein wenig eindimensional. (15/20)

Riesling Sonnenberg 2014, im Holz gewesen. Feine Frucht mit vordergründiger Note bei mittlerer Süße und längerem Abgang. (15-16/20)

Weißburgunder, Ortswein 2014, sehr kräftige Frucht und langer weicher Note mit Pfirsichnoten, süßlicher Banane und cremiger Eleganz. (16+/20)

Dann ein weißer Cuvée aus GB, WB und Chardonnay 2014. Die Maische der drei Sorten wird gemeinsam vergoren und kann im großen Holz sich so entwickeln. Recht süßliche Note und wirkt für mich etwas zu fruchtig im Gesamteindruck. (16/20)
Am Schluß meiner Runde kam ich dann hier nochmals vorbei um die 2 roten mitgebrachten Weine zu verkosten.

Merlot 2013, feine Nase mit einer typischen, aber zurückhaltenden fruchtigen Nase. Sehr schöne Struktur und elegant strukturiert am Gaumen. (16-17/20)

Und der PN aus 2013, welcher 18 Monate im Barrique lagert. Recht süße Note bei mittlerer Säure und etwas Frische am Gaumen. (16/20)
Das Weingut Eymann war also für mich in diesem Jahr meine Entdeckung eines Bio Weingutes aus der Pfalz, welches es im Vergleich mit so einigen anderen Betrieben dieser Größe und Güte sehr gut aufnehmen kann.


 

Dann verkostete ich bei Ständen, wo mir die Weine schon einige Jahre bekannt sind, welche da waren:
Rothe_insignia_Magnums
Weingut Rothe aus Nordheim, der gleich mit 2 Tischen vertreten war. Einer bei den Frankenweinen und Manfred Rothe selber bei den orange Weinen.

Castell_Verkostungstisch
Fürstlich Castellsches Domänenamt aus Castell

Ernst_Triebaumer_Blaufränkisch
Ernst Triebaumer mit seinen ungeschwefelten Weißen und Roten aus Rust.

Dva Duby aus Südmähren in der Tschechischen Republik, welcher bei den Orange Weinen einen Tisch hatte und für mich eine leichte Enttäuschung auf dieser Messe war.


 

Spargel und Garnelen auf Wildsalat

Pro Person nehme ich
4 Stangen weißen Spargel
1 handvoll Wild- und Kräutersalat
4-5 Salzwassergarnelen
4 Scheiben Wasserrettich
helle Vinaigrette
Salz, Pfeffer, Butter, Olivenöl, 1/2 Zitrone, Kochsake

Zubereitung:
Den Spargel schälen, den Wasserrettich gut waschen und in ca. 3-4 mm dicke Scheiben schneiden. Garnelen schälen und den Darm entfernen und gut waschen sowie abtrocknen. Zunächst eine leichte helle Vinaigrette herstellen aus Weißweinessig, weißem Aceto, Olivenöl, weißem Pfeffer und sonst noch einem zu den Kräutern passenden Fruchtessig. Vom Wasserrettich  die dünnen Scheiben herunterschneiden, oder mit einem guten Gemüsehobel die Scheiben herunterschneiden. Auf einem Teller ausbreiten und mit etwas Salz gleichmäßig bestreuen, und das Ganze nach ca. 10 Minuten von der anderen Seite der Scheiben wiederholen. Großen Kochtopf mit Wasser und der halben Zitrone aufsetzen – kein Salz dazu., und darin die Spargel für ca. 8-10  Minuten durchziehen lassen. Parallel die Garnelen salzen und pfeffern und in einer Pfanne mit Olivenöl von beiden Seiten für ca. 2 Minuten anbraten. Mit 2-3 El Sake ablöschen und einen Deckel drauf und die Hitze herunterschalten.
Spargel_Garnelen_Hering
Zum Anrichten die Rettichscheiben leicht abtupfen, so das das ausgetretene Wasser etwas verschwindet. Den Salat mit den Rettichscheiben auf dem Teller anrichten, Vinaigrette darüber, und die Garnelen mit dem Spargel darauf anrichten. Leicht salzen und pfeffern.
Spargel_Garnelen_Detail_Hering
Dazu habe ich mir aus dem Keller einen Sauvignon Blanc vom Weingut Drautz-Able aus 2012 geöffnet. Dieser Tropfen paßte recht gut zu den Garnelen, konnte aber auch mit dem Spargel und dessen leichter Säure mithalten. Die Frucht harmonierte dann wieder ganz gut mit der Vinaigrette des Kräutersalates. (16-17/20)
Drautz_Able_SB_12_front Drautz_Able_SB_12_Rücken


 

Tesch 2015er Jahrgang Faßproben Verkostung

Auf Einladung der Weinhandlung Volkhardts gab es am Montag eine Jungweinverkostung (alles 2015er Jahrgänge) aus den Fässern des Weingutes mit einigen Erklärungen von Dr. Martin Tesch der bei der Probe zugegen war.
Herr_Tesch_Verkostung_21_3_16
Das Ganze fand in einem recht ungezwungenen Rahmen in einem der kleineren Räume im Bayerischen Hof in München statt, wo die Besucher sich um die runden Stehtische gesellten und die gut gekühlten Rieslinge aus der Eiskühlung eingeschenkt wurden.
Also wie schon erwähnt, alles Jahrgang 2015, und somit im Prinzip noch alles Faßproben, da bisher keine der Rieslinge aus 2015 auf dem Markt sind, bzw bereits abgefüllt. Wir konnten 9 verschiedene weiße Sorten verkosten welche sich wie folgt darstellten. Die Weine hatte das Weingut zu dieser Verkostung vorher separat gefiltert.
Tesch_Weine_Kühler_21_3_16
Weißburgunder, feinfruchtige Nase, mittlere Note am Gaumen, sehr schön leichte Fruchtigkeit mit einer guten komplexen Struktur. (16-17/20)

Und dann folgten die Rieslinge:
Deep blue, dunkle Farbe, (was aber auch an den etwas dunklen Räumlichkeiten lag) weniger dichte Nase, schönes Säurespiel mit etwas weniger Fruchtigkeit. (16/20)

Riesling trocken, weniger Nase, sehr kräftige Säure am Gaumen mit langem Nachgang von steinigen, felsigen Noten mit etwas salzigem Anklang. Spät am Gaumen dann etwas kräftiger die Fruchtnoten (17/20)

Riesling Qualitätswein, Eine sehr feine Säurestruktur, gute Würze und schon recht runde Struktur mit feinem Abgang. (16+/20)

Riesling Löhrer Berg, sehr schöne Fruchtstruktur mit etwas später kommender Säure am Gaumen. Breiter Abgang. (17+/20)

Riesling Karthäuser, eine schon recht fruchtige Nase, aber deutlich noch unfertige Noten von noch fast mussierender Konsistenz. Da arbeiteten wohl noch einige Hefen. Feine Säure, mit komplexen Noten, welche auf recht viel Potential hinweisen. (17+/20)

Riesling St. Remigiusberg, sehr feine frische Nase bei guter Säure. Recht komplexe Noten mit dichter Struktur und langem Abgang. (17+/20)

Riesling Krone, sehr feine frische Struktur mit Anklängen von Bergpfirsich. Helle leichte fruchtige Note mit zitronigem Abgang. (17-18/20)

Riesling Königsschild, mittlere Nase mit kräftiger Struktur. Etwas breite Säure am Gaumen und feiner leichter Frucht, welche die Säure fast optimal unterstützt. (18/20)
Tesch_Lagenkarte


 

große Champignonköpfe gefüllt

Wenn ich unter der Woche mal nicht so richtig Lust habe ein bestimmtes Rezept auszuprobieren, oder am Abend einfach wenig Zeit nach der Arbeit ist, hole ich mir immer wieder mal einige Tomaten oder auch große Champignonköpfe, welche dann mit ganz unterschiedliche Zutaten gefüllt werden, die recht schnell im Backofen für eine komplette Mahlzeit gegart sind. In der letzten Woche also an einem Abend schnell einige große Champignonköpfe besorgt, und die weiteren Zutaten für die Füllung habe ich meist im Kühlschrank oder in meinen Vorratsschubladen zu Hause auf Lager.
Für eine Person benötige ich 2-3 große Pilz-Köpfe
2 kleine Schalotten
1 Knoblauchzehe
2-4 Cocktail Tomaten
Crème fraîche
diverse Gemüse, was gerade vorhanden ist
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Semmelbrösel und Butter.
Ein wenig frische Salatblätter zur Dekoration oder als entsprechende Beilage.

Zubereitung:
Die Campignon-Köpfe aushöhlen und mit etwas Olivenöl von innen benetzen. Dann die Schalotten, den Knoblauch und alles Gemüse, welches ich dazu auswähle recht klein schneiden und in einer Schüssel mit dem Cgréme fraîche gut vermengen. Die Füllung salzen, pfeffern und je nach Geschmack noch etwas Pesto oder auch Sambal Olek hinzufügen. Dann die Masse in die Köpfe füllen, ein wenig Olivenöl darüber, mit den Semmelbröseln bestreuen und eine Butterflocke daraufsetzen. Den Backofen auf 190°C aufheizen, die Köpfe auf ein leicht eingeöltes Blech setzen und auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten darin überbacken. Zum Schluß die letzten 4 Minuten den Grill einschalten, so das die oberste Schicht der Füllung noch etwas Farbe abbekommt.
Das kann dann so aussehen:
Champignons_gefüllt_Detail  Champignons_gefüllt


 

Australien, der elfte und letzte Tag meiner Weinreise auf der Südhalbkugel

Der elfte und letzte Tag meiner Weinverkostungen in der „Neuen Welt“ was so gesehen gar nicht so falsch ist, denn auch hier in der Gegend um Melbourne wird erst seit gut 30-40 Jahren Wein angebaut. An diesem Tage sollte es in die Region Mornington Peninsula gehen, die ca. südlich von Melbourne auf einer großen Halbinsel gelegen zwischen dem Südpolarmeer und der Bucht von Melbourne liegt. Diese Tagestour machte ich mit einem anderen Veranstalter, was auch recht gut war, denn der mit dem ich im Yarra Valley war, konnte mich von seiner Organisation her nicht überzeugen. Dafür umso mehr der Tourveranstalter mit Namen vinetrekker, welcher in drei Weinregionen um Melbourne Tagestouren veranstaltet, und auch mehrtägige Touren in 4 weitere Gebiete um Melbourne. Wir sollten an diesem Tag 3 Weingüter, einen Chocolatier und zum lunch einen General Wine Store mit recht guter Küche besuchen. Da die Weingüter nicht so direkt an die Stadt angrenzen, geht die Tour erst einmal in einem Kleinbus für ca. 1 Stunde in den Süden Richtung Küste und in die Region Mornington Pensinsula. Losgehen sollte es mit einem sehr interessanten Weingut, Familienbetrieb, der gerade einige Tage zuvor in der amerikanischen Weinzeitschrift Decanter den 2. Platz mit seinem besten Pinot Noir belegt hatte. Den ersten Pltz hatte der Deutsche Jan Stodden belegt. Die Verkostung beim Decanter bezog sich auf alle Pinots außerhalb des Burgund.

Nun zu der Verkostung bei Moorooduc Estate im Einzelnen:

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Wir konnten insgesamt 4 weiße und 5 rote Weine verkosten. Die weißen sollten in diesem Falle alle beim Chardonnay bleiben, welche ich insgesamt als sehr gelungen bewerten konnte. Meine Bewertungen von 16-17+/20.

Moorooduc_Estate_Verk
Dann aber zu den Pinot Noir und einem Syrah zum Schluss, welche wirklich von ausgezeichneter Finesse und Eleganz strahlten. Die Pinots insgesamt eine sehr komplexe Angelegenheit, wobei die Eleganz nicht fehlte. Wir konnten noch den ausgezeichneten Pinot Noir als wohl einer der Letzten mit verkosten, und er sollte meine Bewertung folgendermaßen erhalten.

Pinot Noir Garden Vineyard 2013. Super Nase mit feinen Noten, sehr schöne komplexe Noten, super lange Struktur mit dunklen Beeren, sehr feiner Abgang und elegantes Fruchtspiel am Gaumen. (18-19/20)

Moorooduc_Estate_Verk_2
Der Syrah aus 2013. Die Nase mit einem salzigen Ansatz und einem Geschmack welcher an Salicorne erinnerte. Rund ausgewogen, sehr gut eingebundene Tannine mit Apfelnoten. (17+/20)


 

Als nächstes ging die Fahrt zu Yabby Lake, welche auch noch ein zweites Weingut namen Heathcote Estate betreibt. Ein modern eingerichteter Betrieb mit gleich zum Verkostungsraum anschließendem Restaurant. Insgesamt werden ca 100 Acres angebaut und unter ganz unterschiedlichen labels vermarktet. Wir konnten hier 3 weiße und 2 rote Sorten verkosten.

Yabby_Lake_Winery_Verk
Bei den weißen gab es erst einmal einen Sparkling Wine, einen Pinot Gris und dann einen Chardonnay, der für mich einen Fehler hatte. Rote Sorten wie üblich Pinot und Syrah die beide aus 2014 recht gut wirkten in Ihrer Struktur und Komplexität.

Yabby_Lake_Winery_Lagen


Schließlich ging es vor dem Mittagessen in einem Wine Store noch zu einem kleinen Weingut namens Quealy Winery, wo wir einen bunten Reigen sehr unterschiedlicher Traubensorten verkosten durften. Die Weinmacherin auf diesem Weingut ist zugleich auch Master of Wine und experimentiert wohl gerne mit Trauben, Vergärungen, aber auch Gebinden, was die 3 großen Tongefäße im Keller belegten. Die verkosteten Wein sollten sich wie folgt darstellen.

Quealy_Winery_Schild
Es begann mit einem Sparkling Wine aus der Traubensorte Muscat de Alexandre. Die Nase wie ein Gewürztraminer, aber am Gaumen dann recht würzig und trocken.

Quealy_Winery_Tongefaesse
Dann gab es einen weißen Cuvée aus Ch, PG, Riesling, Muscat und Friolani. Sehr feine frische Note und trockener Gaumen mit schöner Säure und guter langer Frucht (16+/20).

Als nächstes ein Pinot Gris mit sehr feiner Nase, und guter Säure am Gaumen. Die lange große Dichte und schöner Struktur zeigt sich bei hoher Komplexität am Gaumen und im Abgang (17+/20). Ein weiterer Pinot Gris wurde von mir noch besser bewertet.

Dann ging es zu den roten Sorten.

Quealy_Winery_Maische_1
Quealy_Winery_Maische

Ein erster Pinot Noir mit leichter Nase, und frischer Frucht zeigt eine sehr schöne komplexe Note am Gaumen (16+/20)

Dann gibt es einen Nebbiolo der mit seiner sehr kräftigen Nase eine sehr kräftige Präsenz zeigt und eine ausgewogene schöne Traubenreife zeigt. (17/20)

Dann gibt es einen Rosé von rotem Muskateller. In der Nase eine feine Rosennote mit schönen süßlichen Fruchtnoten am Gaumen (16+/20)

Zum Abschluß ein süß ausgebauter weißer Muskateller der als „late harvest“ aus 2011 stammte. Etwas verhaltene Nase, komplexe Frische mit nicht zu süßen Noten im Abgang. Ordentlich gemacht, aber kein Highlight.

Zum Mittagessen ging es in den Merricks General Wine Store, der ein relativ großes Restaurant in seinen Räumen integriert hatte, wo wir als Gruppe von 8 Personen an einem reservierten Tisch Platz nehmen konnten. Leider dauerte der Service mal wieder sehr lange, auch wenn die Qualität der Speisen recht gut war.

Merricks_Gen_Store_weinglas
Merricks_Gen_Store_Konf_Ente

Und ganz zum Abschluss des Tages ging es noch zu einem Chocolatier, der in einer kleinen Ortschaft sich wirklich mit der Materie wohl intensivst beschäftigt hat, denn er konnte uns genau erklären, warum er welche Schokoladen-Grundmassen wählte und diese für seine Pralinenproduktion verwendet.

Und wie auch bei einem wirklich guten Menü gab es zum allerletzten Schlußpunkt eine Käseverkostung besonderer Art. Ganz nach meinem Geschmack, ohne viel Firlefanz außen herum, nur ein paar kleinen Kräckern dazu gab es einige Käse aus eigener Produktion in der Region Mornington-Peninsula. Das Foto kann für sich sprechen, und die Käsen stammten von Kuh, Schaf und Ziegen.
Kästeller_Verkostung